Ihr liebäugelt mit schnellen Quadcore Prozessoren und Crossfire-X/Quad-SLI Grafikkarten-Systemen und wollt darüber hinaus auch noch übertakten? dann sind Mainstream Netzteile definitiv die falsche Wahl, denn für die Stromversorgung solcher Systeme müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden.
Das weiß auch Corsair und so war es nur eine Frage der Zeit, wann die Kalifornier aus Fremont ihre erfolgreiche HX-Netzteil-Serie um einen 1000 Watt Boliden ergänzen würden. Dieses neue HX1000W Netzteil ist jetzt endlich auch in Deutschland verfügbar, so daß wir uns sehr eingehend mit dessen Technik beschäftigen konnten. Natürlich steckt in solchen Projekten auch viel Prestige, zumal einige technologische Klimmzüge bewältigt werden müssen, um diese immense Leistung bezahlbar zu realisieren.
Frönen wir also der gnadenlosen Materialschlacht und schauen uns gemeinsam an, wie faszinierend Technik sein kann, viel Vergnügen beim Lesen...
• Kaltgeräteanschlußkabel
• Kabeltasche mit Kabelsträngen
• Kabelbinder
• Schrauben (Thumscrews)
• Corsair Case Badge
• Handbuch (mehrsprachig)
• mögliche Peakleistung: 1200 Watt
• 1000 Watt garantierte Gesamtleistung bei 50°C
• 500 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 Volt und 12Volt V1)
• 500 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+5 Volt und 12Volt V2)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 30 A
• +5,0 Volt: 30 A
• +12 Volt V1: 40 A
• +12 Volt V2: 40 A
• -12 Volt: 0,8 A
• +5 Volt Standby: 3,5 A
• ATX Version: 2.01, 2.2
• EMV-geschirmte Kabelstränge
• Aktiv PFC (99%)
• Solid State Polymer-Aluminium Kondensatoren: ja
• DC-to-DC Konverter: ja
• Intel Skulltrail ready: ja, EPS12V 2.91
• 1x 140mm Lüfter, doppelt kugelgelagert
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×200) mm
• Gewicht: ca. 3,9 Kg (ohne Verpackung)
• Fertigung nach RoSH Verordnung
• aktueller Marktpreis: ca. 170,- €
• bisherige Varianten: HX520, HX620 und HX1000 Watt
• Zertifizierungen: 3-Wege SLI, ENERGY STAR® 4.0, Blauer Engel und 80 PLUS®
• MTBF: 100.000 Stunden
• Garantie: 5 Jahre
| CPU | |
| Mainboard | |
| Arbeitsspeicher | |
| Grafikkarte | |
| Monitor | |
| Soundkarte | |
| Festplatten System | |
| Festplatten Daten | |
| Festplatten Backup | |
| DVD-Brenner | |
| DVD-ROM | |
| Diskettenlaufwerk | |
| Gehäuse | |
| Betriebssystem |
Das Einzige was die Corsair Außenhaut vom mittlerweile langweilig schwarzen Layout anderer Netzteile unterscheidet, sind die blauen Aufkleber. Ansonsten wurde einmal mehr sehr abriebfester Pulverlack verwendet, der auch problemlos Attacken längerer Fingernägel übersteht. Natürlich ist die enorme Bautiefe des Netzteils nicht zu übersehen, seine 200mm werden ganz sicher nicht in jedes PC-Gehäuse passen.
Gitterförmige Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt, so soll es zumindest im Idealfall sein.
Die Verarbeitung der Außenhülle ist insgesamt gesehen ausgezeichnet, das Lüftergitter ragt nicht über das Netzteilgehäuse hinaus, so das es keine Versatzprobleme beim Einbau geben sollte.
Die bei vielen Mitbewerbern oft fehlende Kabelmuffe für den Hauptkabelstrang ist hier vorhanden, eine sehr gute Wahl, so wird der Kabelstrang gegen Grobmothorik stabilisiert und entlastet die Lötstellen. Die Anschlußports fürs Kabelmanagement sind im Gegensatz zum HX620 nun endlich auch vorbildlich beschriftet, so daß nicht jede Kleinigkeit im Handbuch nachgeschlagen werden muß. Darüber hinaus konnten wir keine Probleme beim Anschließen der Kabelstränge feststellen, egal welcher Port ins Netzteil gesteckt wurde. Die Steckverbindungen sind sehr vertrauenseinflößend ausgelegt, verfügen über gut definierte Einrastpunkte, Komplikationen beim Verbinden der Kabelsträngen gab es absolut keine.
Über zwei wichtige Aspekte zum Thema Kabelmanagement sollte man sich aber im klaren sein:
1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen...
2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren...
Kommen wir zur ersten Station unseres Blicks unter die "Motorhaube" des Corsair Boliden:
der Lüfter des HX1000 stammt von Yate Loon und weist folgende Kenndaten aus:
• Lagerung: doppeltes Kugellager
• Gewicht: 152g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 140x140x25
• Lüfterblätter: 7
• max. Lautheit: 48 dBA
• max. Volumentransport (CFM): 140 (238 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 2800 U/min
• Stromaufnahme: 8,4 Watt
• Anschluß: 3-pin
Der Lüfter wurde sinnvollerweise blasend ins Netzteilgehäuse montiert, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem Bereich CPU/Mainboard usw. unterstützend beiträgt.
Schon sind wir wieder mitten im wichtigsten Bereich des Netzteils angelangt: den verbauten Komponenten und der eingesetzten Technik:
Wem das Layout von CWT (Channel Well Technologie) bekannt vorkommt, der hat ein gutes Auge und außerdem Recht, denn dieses Layout wird ebenfalls bei den 1000/1200 Watt Boliden von Thermaltake und Xigmatek eingesetzt, wenn auch mit differierenden Komponenten und anderen Lüftern.
Erinnert sich noch jemand an die Werbung "ich bin zwei Öltanks",die vor vielen Jahren mal am Straßenrand mit entsprechenden Tanks lanciert wurde? Daran fühlt man sich beim Corsair HX1000 erinnert, denn es besteht im Grunde aus zwei 500 Watt Netzteile unter einem Dach. Die verwendete Technik unterscheidet sich schon sehr deutlich vom Mainstream.
Ein Stromkreis beinhaltet die +12Volt V1 Leitung und die +5Volt Leitung. Der zweite Stromkreis die +12Volt V2 Leitung nebst der +3,3Volt Leitung. Beide Stromkreise werden über jeweils einen Trafo gespeist, was natürlich für entsprechende Stabilität sorgen soll. Normalerweise werden alle 3 Stromkreise über einen Trafo versorgt.
Die 5Volt Standby Leitung für USB Geräte usw. wurde etwas versteckt oberhalb der Eingangsfilterung auf eine eigene Platine verbannt. Wenn man das berücksichtigt, kann man beinahe schon von drei Netzteilen sprechen.
Der Hauptkondensator dieses 5Volt Standby Bereiches stammt von Nippon Chemi-Con, wobei der große Elko bis 3300uF, 105°C und 10v spezifiziert wurde.
Die beiden großen Elkos für den primären Bereich stammen ebenfalls von Nippon Chemi-Con und wurden mit 420Volt, 300uF und 105°C ausgelegt, eine sehr weise Entscheidung. 450Volt Elkos wären das I-Tüpfelchen gewesen, aber man kann nicht allles haben. Bei der Temperaturauslegung sollte man ins Kalkül ziehen, das 105°C Elkos eine beinahe doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu den 85°C Elkos vorweisen können, falls man das Thema damit abtun möchte, das der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 eine zulässige Betriebstemperatur zwischen +10 und +50°C definiert.
Eine dicke Überraschnung erlebten wir im sekundären Bereich des Netzteils, denn hier treffen wir einige Solid State Elkos (Polymer-Aluminium-Kondensatoren) an, die sehr viele Vorteile bieten und aus diesem Grund auch auf aktuellen Mainboards und Grafikkarten eingesetzt werden. Seasonic war im letzten Jahr der erste Netzteil Hersteller, der diesen Weg eingeschlagen hatte, endlich scheint es sich auch bei anderen Herstellern durchzusetzen.
"All solid Capacitors" und Elektrolyt-Kondensatoren speichern natürlich beide Elektrizität und geben diese bei Bedarf ab. Der entscheidende Unterschied ist aber, das "all solid capacitors" festes organisches Polymer beinhalten, während Elektrolyt-Kondensatoren ein gewöhnliches flüssiges Polymer verwenden und somit auslaufen können, was ja nicht nur im Netzteilbereich ein Problem darstellt, sondern auch die Mainboardhersteller tangiert.
Die Vorteile in der Übersicht:
- Geringer ESR in Hochfrequenzbereichen.
- Minimierung der Brummspannung.
- besserer Ausgleich von Spannungsspitzen.
- wesentlich längere Betriebsdauer, man spricht von über 20 Jahren.
- Besserer Ausgleich von Temperaturschwankungen, weniger Wärmeentwicklung .
- sehr schnelle Entladung.
- ideale Impedanzkurve.
- Umweltschutz, es werden keine giftigen Elektrolyte mehr freigesetzt.
Die Verarbeitung des Innenraums stellt sich ansonsten als sehr solide dar, es wurde nur hier und dort mit Silicon fixiert, wo es auch notwendig ist. Ein paar zusätzliche Gummiummantelungen der Spulen zur Prävention gegen das Netzteilpfeifen hätten dem Gesamteindruck aber schon ganz gut getan.
Schrumpfschläuche am Kabelende sind vorhanden, ein sehr wichtiger Beitrag zur Netzteilsicherheit. Wer sich immer wieder mal über die seitlichen Plastikfolien wundern sollte, diese Folien diesen dem Schutz vor der Außenhülle, damit Kontaktkurzschlüsse wirksam verhindert werden.
Was uns weniger gut gefällt, sind die typischen CWT-Kühlkörper, die es auf Grund ihrer sehr geschlossenen Bauform dem Lüfter nicht unbedingt erleichtern, Frischluft an sensible Bereiche zu transportieren.
Auch das Enermax Netzteil entspricht bereits der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift.
Die wie schon beim HX620 sehr pfiffigen und gut verlegbaren Flachbandverkabelungsstränge weisen eine mehr als ausreichende Länge auf, damit sollte auch jeder Bigtower erfolgreich zu bestücken sein.
Die Flexibilität der einzelnen modularen Kabelstränge ist trotz der akkuraten Ummantelungen als sehr gut zu bewerten, da haben wir schon störrischere Exemplare begutachten dürfen, insbesonder bei den sonst üblichen Rundkabelsträngen. Alle Kabelstränge sind akkurat isoliert und ummantelt worden, das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt für Ordnung und minimiert Interferenzen. Der 24 Pin Mainboard-Stromanschluß entspricht der aktuellen ATX 2.0/2.2 Norm und kann bei Bedarf um 4 Anschlüsse gekürzt werden, in dem man ihn einfach wegklippst, dadurch entfällt ein Adpater für Mainboards mit 20-poligem Anschluß. Nicht benötigte Kabelstränge können derweil sehr komfortabel in der mitgelieferten Kabeltasche verstaut werden.
Ein SLI-Quad-SLI oder Crossfire/Crossfire-X Systeme können dank der separaten PCI-Express Stromleitungen problemlos versorgt werden. Die kommende Generation der DirectX10 Grafikkarten wurde auch berücksichtigt, dafür sind 8-pin PCI-E Adapter vorhanden. Sehr gut gefallen hat uns wieder einmal die Easy-Swap Technik für die 4 Pin Stromstecker, denn nur so kann man ohne abgebrochene Fingernägel und herausgezogene Pins sehr komfortabel und sicher die Steckverbindungen lösen.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa nur 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V oder weniger. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung wurden früher u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung war die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte demnach ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung stammt allerdings noch aus der ATX 1.3 Zeit und hat sich entscheidend geändert, denn mittlerweile beziehen Core2 Duo/Quad und K8/K10 Systeme ihr Lebenselixier vermehrt, um nicht zu sagen hauptsächlich, aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon 64 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser.
Wir wollen dabei aber nicht außer acht lassen, das die meisten Multi-Rail-Netzteile auch nur über virtuelle 12V-Schienen verfügen, d.h. eine einzige starke 12V-Versorgung wird geteilt, die Teilstränge werden mit jeweils eigenen Überstromschutzschaltungen (OCP) versehen und bilden dann die "Rails". Wirkliche eigenständige Leitungen sind das nicht, darum spricht man von virtuellen Rails. Es existieren aber Netzteile, wo über mehrere Transformatoren (z.B. Tagan, Enermax) tatsächlich reale Mehrfachleitungen vorhanden sind, die dann auch entsprechend angesteuert werden können und jeweils OCP ermöglichen.
Die Verteilung bei mehrere Leitungen ist ohnehin ein Problem, denn wenn einzelne 12V-Schienen nicht genügend Ampere liefern, schalten seriöse Hersteller diese Leitungen für extreme Last zusammen und umgehen so eine mögliche Unterversorgung. Die Intel Norm sieht das zwar nicht vor, aber scheinbar hat Intel vergessen, was aktuelle schnelle Systeme aus der 12V-Leitung tatsächlich benötigen. Genau das ist auch der Grund, warum immer mehr Hersteller dazu übergehen, nur noch eine Leitung in ihren Datenblättern anzugeben, obwohl tatsächlich mehrere vorhanden sind, die aber real zusammengeschaltet wurden. Tagan z.B. bietet für einige aktuelle Modelle einen sogenannten Turboschalter an, über den der Anwender die Zusammenschaltung bei Bedarf manuell erledigen kann. Andere Hersteller erledigen dies automatisch, was wir als praktikabler empfinden, zumal so dem Anwender diese Entscheidung abgenommen wird, was in der Konsequenz über Stabilität oder Instabilität in jedem Fall richtig entscheidet.
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95% und mehr. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleistung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacherer Geräte angepaßt wird.
• Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
• Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
• Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide .
• Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
• Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad (Effizienz) von rund 60-85%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert! Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann.
Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn, man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile, die mit einem oder 2 sehr langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung eher skeptisch zu beurteilen, auch wenn es diesbezüglich Ausnahmen gibt, siehe Seasonic oder PC Power &Cooling.
Zu Thema Effizienz ist noch abschließend anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen. Ansonsten hoffen wir auf die ersten 90+ Netzteile, die ende 2008 realisiert werden sollen.
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
• NLO (No Load Operation) - Schutz vor lastlosen Operationen.
Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile die allermeisten dieser Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware gleich mit in den Abgrund...!
Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ?
Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden:
Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.
[B]Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten zu erden ![/B]
Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht return to Sender...
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim Corsair Netzteil mit 280ms der Fall war.
Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (Everest 4.50.1344, SiSoftSandra XII 2008 SP2 und HWMonitor 1.08) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt am Mainboard gemessenen Fluke 179 Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine deutlich größere Relevanz aufweisen, als rudimentäre Software Resultate vorgenannter Tools.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des grafischen Leistungsmessers Peak Tech 2535 und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt.
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
Das Seasonic Power Angel ermöglichte uns, die PFC Werte zu ermitteln und sie mit den Werten des Peak Tech 2535 zu vergleichen.
| Ausgang | Toleranz | Umin. | UNom. | Umax. |
| [%] | Volt | Volt | Ampere | |
| +12 V* | 5 | 11,4 | 12,00 | 12,60 |
| +5V | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| +3,3V | 5 | 3,14 | 3,30 | 3,47 |
| -5V | 10 | 4,50 | 5,00 | 5,50 |
| -12V | 10 | 10,80 | 12,00 | 13,20 |
| +5Vsb | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| Leistungskategorie |
+3.3V |
+5V |
+12V |
PFC |
| niedrigster Wert |
3,34V |
5,03V |
12,03V |
97,5% |
| höchster Wert |
3,38V |
5,07V |
12,11V |
99% |
| durchschnittlicher Wert |
3,36V |
5,05V |
12,07V |
98,5% |
Das Corsair HX1000 bescherte uns nie dagewesene Stabilitätswerte, besonders beeindruckend war, mit welcher Leichtigkeit auch große Lasten gestemmt wurden, was nicht zuletzt in der neuartigen DC-to-DC Technik begründet ist.
Unser für solche Fälle sehr stromhungiges Intel Quad Core System (Intel Core 2 Extreme QX6800) rief zusammen mit zwei XFX 8800ultra Grafikkarten im SLI-Modus und deren Übertaktung idle 590 Watt und unter Last und maximaler Übertaktung 860Watt im Peak fast 950 Watt ab, so daß wir das Netzteil adäquat auslasten konnten.
Sehr interesant war dabei der Verhalten des Lüfters:
bis knapp 600 Watt Last erzeugte der Lüfter recht leise 25,5 dBA (bei 1190 U/min), ab 650 bis 700 Watt Auslastung steigert er sich dann bis auf 33 dBA (bei 1990 U/min). Ab 800 Watt Auslastung kulminiert die Geräuschquelle dann bei 38,5 dBA (bei 2085 U/min), was natürlich nicht mehr wirklich leise sein kann. Nur sollte man dabei nicht vergessen, das dieses Netzteil auf Grund seiner Leistungscharakteristik für diese Zielgruppe auch gar nicht konzipiert wurde. Die Netzteilelektronik trat geräuschtechnisch außer einem minimalen Surren des Lüfters kaum in Erscheinung, weder Pfeiffgeräusche noch anders geartete Störgeräusche waren während unserer Tests zu identifizieren.
Die Eigenkühlung des Netzteils funktioniert dank 140mm Lüfter annehmbar, aber nicht optimal. Im Idle Modus beliefen sich die Temperaturen fast durchweg bei sehr guten 39,5°C, unter Last steigerte sich der Thermo-Haushalt auf knappe 50,5°C, was eindeutig gegen das Kühlerdesign von CWT spricht.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 20%, 50% und 80% Last konnten wir eine Effizienz von 82,5% ->84,5% bis maximal 86,5% attestieren (unter 230VAC), damit gehört auch dieses Corsair Netzteil zu den effizientesten Netzteilen am Markt.
Darüber hinaus stehen 1,6 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (ausgeschalteter Rechner) zu Buche, das wäre akzeptabel.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Komponenten beziehen...
| Netzteil | Ø Spannungswerte | max. Effizienz | Temp-Idle | Temp-Last | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,35V | 5,02V | 12,19V | 74% | 30° | 38° | |
| 3,36V | 5,08V | 12,05V | 82,5% | 34,5° | 43° | |
| 3,28V | 4,93V | 11,99V | 85% | 33,5° | 44° | |
| 3,30V | 4,98V | 12,07V | 78% | 35° | 42° | |
| 3,32V | 5,05V | 12,03V | 78% | 31° | 44° | |
| 3,36V | 5,01V | 12,15V | 83% | 33° | 46° | |
| 3,34V | 5,01V | 12,12V | 84% | 37,5° | 47° | |
| 3,31V | 5,09V | 12,08V | 87% | 33° | 43° | |
| 3,34V | 5,04V | 12,07V | 79,5% | 32° | 45° | |
| 3,32V | 5,05V | 12,08V | 83,5% | 35° | 44,5° | |
| 3,36V | 5,05V | 12,07V | 86,5% | 39,5° | 50,5° | |
| 3,29V | 4,97V | 12,02V | 84,5% | 34° | 42° | |
| 3,27V | 5,06V | 12,11V | 84,5% | 44° | 53° | |
| 3,25V | 4,96V | 12,13V | 84% | 46° | 55° | |
| 3,27V | 4,91V | 12,18V | 83,5% | 41° | 48° | |
| 3,35V | 5,08V | 12,09V | 79% | 35° | 46° | |
| 3,36V | 5,09V | 12,13V | 79% | 34° | 45° | |
| 3,37V | 5,07V | 12,19V | 85,5% | 31° | 43° | |
| 3,32V | 5,04V | 12,11V | 86,5% | 33° | 43,5° | |
| 3,33V | 5,02V | 12,05V | 85,5% | 34° | 44,5° | |
| 3,28V | 4,99V | 11,96V | 78% | 51° | 58° | |
| 3,26V | 4,94V | 12,32V | 81,5% | 34° | 44° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,11V | 81% | 35,5° | 45° | |
| 3,27V | 5,01V | 12,24V | 82,5% | 35,5° | 45,5° | |
| 3,33V | 4,81V | 11,97V | 77% | 34° | 44° | |
| 3,34V | 5,03V | 12,05V | 84,5% | 32° | 42° | |
| 3,35V | 5,04V | 12,14V | 82% | 32° | 42° | |
| 3,37V | 5,14V | 11,92V | 86,5% | 32,5° | 42,5° | |
| 3,34V | 5,06V | 12,14V | 82% | 32° | 43° | |
| 3,29V | 5,07V | 12,05V | 81% | 32° | 43° | |
| 3,30V | 5,03V | 12,06V | 80% | 31° | 41° | |
| 3,35V | 4,99V | 12,05V | 87% | 33° | 43° | |
| 3,34V | 5,04V | 12,22V | 86,5% | 32° | 41° | |
| 3,39V | 5,16V | 12,20V | 82% | 34° | 44° | |
| 3,29V | 5,09V | 12,30V | 85% | 32° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 81% | 32° | 44° | |
| 3,36V | 4,99V | 12,10V | 82,5% | 33,5° | 43,5° | |
| 3,35V | 5,02V | 12,30V | 82,5% | 38° | 46° | |
| 3,39V | 4,90V | 12,22V | 80% | 31° | 43° | |
| 3,35V | 5.03V | 12,34V | 78% | 31° | 42° | |
| 3,34V | 5.02V | 12,30V | 81% | 30° | 40° | |
| 3,31V | 5.09V | 12,05V | 81% | 32,5° | 41,5° | |
| 3,31V | 5.08V | 12,19V | 76% | 34° | 45° | |
| 3,31V | 4,98V | 12,06V | 79% | 30° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,02V | 75% | 36° | 46° | |
| 3,31V | 5,03V | 12,15V | 82% | 33,5° | 43,5° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 75% | 34° | 46° | |
| 3,34V | 5,12V | 12,13V | 70% | 35° | 45° | |
| 3,32V | 5,13V | 12,19V | 81,5% | 36° | 43° | |
| 3,29V | 5,12V | 12,22V | 79% | 34° | 44° | |
| 3,37V | 5,13V | 12,15V | 79% | 34° | 44° | |
| 3,29V | 4,99V | 12,14V | 85,5% | 32,5° | 42,5° | |
| 3,31V | 5,01V | 12,18V | 86% | 30,5° | 41,5° | |
| 3,31V | 4,97V | 12,34V | 84,5% | 34,5° | 45° | |



























