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Achtung be quiet! BQT P6 Dark Power Pro 600Watt Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

be quiet! BQT P6 Dark Power Pro 600Watt Netzteil







Einleitung:

Pünktlich zur CeBIT offeriert Listans Hausmarke Be Quiet ein Facelifting für die Dark Power Netzteilserie. Ein Kabelmanagement wurde der neuen Pro Serie ebenso implimentiert, wie ein längst überfälliger 120mm Lüfter, um die interne Kühlung weiter zu optimieren.
Bedingt durch den neuen Lüfter und die geänderten Anschlußarrangements erhielt die neue Pro-Serie eine komplett neue Außenhaut und möchte darüber hinaus auch durch hoffe Effizienz und somit verbesserter Wirtschaftlichkeit dem geneigten Käufer die ideale Stromversorgungsbasis liefern.
Die schon in den Basisversionen eingesetzten glasfaserverstärkten Platinen, das Einhalten entsorgungstechnischer Richtlinien und die volle ATX 2.2 Kompatiblität sollen das Paket abrunden. Davon unbeeindruckt haben wir das neue 600Watt-Flaggschiff aus der Dark Power Pro Serie über unseren Testparcour gehetzt und dessen Alltagstauglichkeit sehr genau überprüft, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Netzteil in Retailverpackung.
- Kaltgeräteanschlußkabel.
- Verkabelungsstränge.
- Befestigungsschrauben.
- 24pin zu 20pin Adapter.
- Kabelbinder.
- Blindstopfen.
- be quiet! Case Badge.
- Handbuch (mehrsprachig).





Die technischen Daten:

- Gehäusematerial: Stahlblech.
- 600 Watt Gesamtleistung.
- 220 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt).
- 480 Watt kombinierte Ausgangsleitung (+12 Volt Leitung 1+2).
- universeller Weitbereichseingang: 200-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze.
- maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
- +3,3 Volt: 28 A
- +5,0 Volt: 40 A
- +12 Volt Leitung-1: 20 A
- +12 Volt Leitung-2: 20 A
- -12 Volt: 0,8 A.
- +5 Volt Standby: 2,5 A
- -5 Volt: 0,5 A.
- ATX 12V 2.2 Version.
- EMV-geschirmte Stromversorgungsanschlüsse für PCI Express Grafikkarten.
- SLI/Crossfire-fähig.
- Aktives PFC.
- 1x 120mm (thermogeregelt und kugelgelagert).
- Lüfternachlauf (Ecaso): 3 Minuten.
- verdrillte Kabel.
- eloxierte Kühlkörper.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- Brummfilter im PEG Kabel.
- Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×160) mm.
- Gewicht: ca. 2,45 Kg.
- Preis: 149,90 €.
- weitere Modelle: 430Watt (89,90€) und 530Watt (109,90€).
- Garantie: 3 Jahre (1 Jahr Vor-Ort-Austausch).




Der Testrechner:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
Asus P4C 800-E Deluxe Rev. 2.0
Grafikkarte
Sapphire X800 XT PE@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
TV-Karte
Pinnacle 310i Mediacenter
CPU-Kühler
Thermalright SI-120
CPU-Lüfter
Papst Lüfter NMT 120W F/2GL
Arbeitsspeicher
2x 1024MB 3200BIU2-2GBHX G.Skill DDR400
Festplatten System
2x Western Digital WD740 (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
DVD-Brenner
LG GSA-4167B
CDRW-Brenner
LG 8526B
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Gehäuse
Lian Li PC-73 SL
Netzteil
be quiet Dark Power Pro 600 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
4x ichbinleise® Fan 80/1000 blue




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die anthrazit-farbene Außenhaut wurde raffiniert poliert und offenbart viel Akkrebie beim Finish.
Wabenförmige Aussparungen minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt.
Insgesamt wirkt die Verarbeitung professioneller als die der Vorgängerserie.

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Aber schon entdecken wir zwei kleinere Schönheitsfehler: das Lüftergitter ragt deutlich über das Gehäuse hinaus, das kann zu Problemen beim Einbau führen, da das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden.
Die ausführende Kabelmuffe sorgt nicht gerade für Stabilität des Hauptkabelstranges, der ganze Strang wirkt dadurch etwas unfixiert und wackelig. Eine gut umschließende und wirklich fixierende Gummimuffe wäre die deutlich bessere Wahl.

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Die Anschlußports sind zwar farblich abgesetzt worden, eine sehr sinnvolle Beschriftung fehlt leider und nicht jeder hat immer das Handbuch parat, um entsprechende Anschlußoptionen nachzuschlagen.
Ansonsten sind die Steckverbindungen sehr vertrauenseinflößend, Probleme beim Verbinden mit den Kabelsträngen gab es absolut keine. Nicht belegte Ports können mit entsprechenden Stopfen verschlossen werden, eine sehr sinnvolle Staubprävention.

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Der Innenraum macht wie immer einen aufgeräumten und sauber verarbeiteten Eindruck, die Kühlkörper wurden zum Schutz vor Korrosion schwarz eloxiert, verloren aber auch etwas an Kühlvolumen.
Deutlich erkennbar enttarnt sich der 120mm Lüfter als Globe Fan B1202512L-3M. Dieser kugelgelagerte Bolide verfügt laut Hersteller über ein Drehzahlspektrum von 1000 bis 2000 U/min bei 21 bis 34 dBA. Die dabei transportierten Luftvolumina betragen 33,64 bzw. 67,28 CFM. Der Ansteuerungsbereich liegt laut Globe Fan zwischen 6V und 13,8V.
Unübersehbar ist auch die neue glasfaserverstärkte Platine, die materialbedingt eine größere physische Stabilität aufweist.
Laut be quiet! entspricht das Netzteil bereits der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft tritt.

RoHS-Richtlinie 2002/95/EG


Ein weiteres begrüßenswertes Novum auf dem aktuellen Netzteilmarkt, dem die Konkurrenz über kurz oder lang folgen muß...

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Die Verkabelung wurde recht üppig ausgestattet, wobei die Kabellängen von 60cm bis hin zu 75cm variieren, damit sollte eigentlich jedes Gehäuse problemlos zu bestücken sein.
Im Einzelnen sind folgende Anschlußmöglichkeiten vorhanden:

- 2x Floppy-Anschlüsse.
- 6x 4 Pin Stromstecker.
- 6x S-ATA.
- 2x PCI-Express Stromanschluß (SLI-fähig).
- 1x 12Volt P4/K8 Stecker.
- 1x 8 Pin Dual CPU Stecker.
- 3x 3 Pin Lüfteranschluß. (maximal 1,25 Watt pro Lüfter)
- 1x 24/20 Pin Mainboard-Stromanschluß.
- 1 24/20 Pin Adapter.

Möglicherweise fragt sich der eine oder andere, warum wurde der Hauptkabelstrang nicht auch modular gestaltet sprich abnehmbar? diese Frage ist sehr leicht zu beantworten, denn dieser Strang wird grundsätzlich immer benötigt!
Die Flexibilität der einzelnen modularen Kabelstränge ist trotz der akkuraten Ummantelungen gerade noch als gut zu bewerten, da haben wir schon störrischere Exemplare begutachten dürfen, aber auch flexiblere... Für den Betrieb auf 20-poligen Mainboards greift man einfach zu dem mitgelieferten Adapter, der zwar etwas sperrig im Rechnerinnenleben aufbaut, aber seinen Zweck voll und ganz erfüllt.
Ein SLI-oder Crossfire System kann dank der beiden separaten PCI-Express Stromkabel problemlos versorgt werden.
Die AGP-Grafikkarten-Fraktion wurde bei all dem leider nicht berücksichtigt, denn eine speziell abgeschirmte Leitung ist nicht vorhanden, was wir ehrlich gesagt nicht nachvollziehen können...
Über zusätzliche Leitungen können insgesamt 3 weitere Lüfter an die Netzteilsteuerung angeschlossen werden. Die Nachlaufsteuerung (ECASO) lässt die Netzteil- und die an den Lüfteranschlüssen des Netzteiles angeschlossenen Lüfter noch 3 Minuten nach dem Ausschalten weiterlaufen, was die beschleunigte Rückkühlung der vorher thermisch belasteten Komponenten gezielt unterstützen kann, sofern gewünscht. Zu beachten ist dabei, das kein dort angeschlossener Lüfter jeweils mehr als 1,25 Watt verbrauchen darf, sonst sind Probleme zu erwarten.




Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik:

1. Leistungsspezifikationen von Netzteilen:
Es zeigt sich immer wieder in unseren Tests, daß weder die vollmundigen Herstellerangaben auf den Typenschildern, noch die angegebenen Wattzahlen auch nur annähernd etwas über das tatsächliche Leistungsvermögen eines Netzteils aussagen! Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß es auch 450 Watt Netzteile gibt, die schon bei geringster Last einbrechen und nicht im entferntesten die angegebenen Leistungsparameter abliefern können. Im Gegensatz dazu existieren sehr leistungsstarke 300 Watt Netzteile, die auch hochgerüstete Systeme durchaus ausreichend versorgen können. Es ist also offensichtlich, daß die Wattangabe absolut nichts über die Leistungsfähigkeit eines Netzteils aussagt, die aufgeklebten Herstellerangaben leider sehr oft ganz genauso wenig.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind.
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung werden u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung ist jedoch die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung hat sich aktuell grundlegend gewandelt, denn mittlerweile beziehen aktuelle Komponenten ihr Lebenselixier hauptsächlich aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entalstung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon 64 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an. Bei der nicht geringen Stromaufnahme der nForce und Athlon 64 Boards ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene (mittlerweile dank ATX 2.0 2 Schienen) ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro Schiene liefern können, je mehr desto besser...

2. Power Factor Correction (PFC):
"Power Factor Correction" oder kurz PFC ist ein in der EU für PC-Netzteile mittlerweile vorgeschriebener Standard, um die Stromaufnahme von Geräten für das Stromnetz weniger belastend auszulegen. Schaltnetzteile beziehen den Strom in Form kurzer Impulse, was dazu führt, daß die sinusförmige Netzspannung durch die Erzeugung harmonischer Oberwellen verzerrt wird. Insgesamt ist die komplexe Lastcharakteristik eines gewöhnlichen PC-Netzteils für das Stromnetz sehr ungünstig, da eine hohe Phasenverschiebung von Spannung und Strom sowie eine allgemein hohe Verzerrung der Wellenform auftritt. Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto niedriger ist der "Power Factor" oder Leistungsfaktor eines Gerätes: Beträgt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom 90° ist der Leistungsfaktor 0 (0%, cos(90) = 0). Tritt hingegen keine Phasenverschiebung auf, d.h. sind Spannung und Strom perfekt synchron, ist der Leistungsfaktor 1 (100%, cos(0) = 1). Zu unterscheiden ist daher die sich aus der einfachen Rechnung Spannung*Stromstärke ergebende "Scheinleistung" sowie die den Phasenwinkel berücksichtigende "Wirkleistung": Stromstärke*Spannung*Leistungsfaktor. Der Leistungsfaktor beschreibt also zugleich das Verhältnis zwischen der an den Stromanschluß übertragenen "Wirkleistung" und der vom Verbraucher tatsächlich entnommenen "Scheinleistung" (Leistungsfaktor = Wirkleistung / Scheinleistung). Je weiter der Leistungsfaktor vom optimalen Wert 1 (100%) absinkt, desto höher ist die aus dem Stromnetz entnommene sogenannte "Blindleistung".
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95%. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleitung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacherer Geräte angepaßt wird.

3. Worin liegen die Neuerungen der ATX12V v2.0 bzw. 2.2 Norm?
Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beeinhaltet:

- Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
- Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
- Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide.
Zu Thema Effizienz ist anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen...
- Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
- Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatzes auszugleichen.

4. Belüftung Lautstärke und Effizienz:
Zwar steht heute bereits auf beinahe jeder Netzteil-Verpackung werbewirksam "Silent", gut beraten ist man damit zwangsläufig allerdings noch nicht. Oft entpuppt sich, was beim Start noch erstaunlich leise klang bei entsprechender Belastung als störende Lärmquelle. Ursache dafür sind zumeist nicht nur die hochdrehenden, lastgesteuerten Lüfter, sondern oft auch ein von den überlasteten Spannungswandlern verursachtes Pfeifen oder Brummen, das nicht selten von heftigen Vibrationen begleitet wird.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad von rund 60-80%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert! Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann. Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile die mit einem oder 2 langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung sehr skeptisch zu beurteilen.




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ? Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden: Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten zu erden !




Der Test:

Nachdem wir unseren 12-stündigen Test abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (AIDA32, Everest, SiSoftSandra, MBM) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt gemessenen Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine größere Relevanz aufweisen, als Software Resultate.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des Energy Monitor 3000 von Voltcraft errechnet.


Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :

Ausgang Toleranz Umin. UNom. Umax.
[%] Volt Volt Ampere
+12 V* 5 11,4 12,00 12,60
+5V 5 4,75 5,00 5,25
+3,3V 5 3,14 3,30 3,47
-5V 10 4,50 5,00 5,50
-12V 10 10,80 12,00 13,20
+5Vsb 5 4,75 5,00 5,25




Die Testwerte des be quiet!-Netzteil:


Richtspannung
+3.3V
+5V
+12V
niedrigster Wert
3,28V
5,01V
11,99V
höchster Wert
3,35V
5,09V
12,07V
durchschnittlicher Wert
3,32V
5,05V
12,03V




Die Leistungsindikatoren des be quiet! Netzteil rangieren fernab jeglicher Kritik, gefährliche Spannungsschwankungen konnten wir ebenso wenig verbuchen wie anders geartete Versorungsirritationen.
220 Watt combined Power für die +3.3 und +5 Volt-Schiene hätten früher die Käufer eventuell zurückschrecken lassen, aber das ist nun wirklich nicht mehr Stand der aktuellen Netzteiltechnik. Entscheidender sind heute die +12 Leitungen, die doppelt ausgelegt und auch ausreichend dimensioniert wurden, 480 Watt combined Power sollten für alle Bedingungen ausreichen, natürlich auch für SLI.
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Die Lautstärke des Lüfters ohne Last war subjektiv nicht als wahrnehmbar zu deklarieren, im Idle Modus konnten wir den Lüfter nicht identifizieren, und so ergaben sich gute 26 dBA.
Unter Last und deutlicher Drehzahlsteigerung des Lüfters stellt sich die Situation ganz anders dar, hier steigert sich der Lüfter leider auf 34 dBA und das dürfte gerne weniger sein. Der Globe Fan Lüfter ist unserer Meinung nach die falsche Wahl. Ein Lüfter wie der Yate Loon D12SL-12, der auch noch 47 CFM (79,9 m³/h) schaufelt, aber auf einem deutlich reduzierten Geräuschniveau und nur unwesentlich geringerer Kühlleistung, käme den Silentansprüchen sehr viel näher. Sicherlich gäbe es in den Schubladen von Globe Fan auch noch Alternativen...
Die Eigenkühlung des Netzteils stellt sich natürlich hervoragend dar, denn auch unter Last konnten wir keine Temperaturen über 44°C messen, im Idle Modus 31°C bei 20°C Zimmertemperatur.
Störgeräusche von der Netzteilelektronik als solches, waren bei unserem Testgerät nicht zu vermelden.
Bei 80% Last konnten wir eine Effizienz von 78% attestieren, ein guter Mittelwert und damit Konformität zur restlichen Dark Power Serie.



Die wichtigsten Leistungsdaten aller bisher von uns getesteten Netzteile im direkten Vergleich:

Netzteil Ø Spannungswerte Effizienz
Aerocool Turbine Power ATX 450W P5 3,35V 5,02V 12,19V 74%
Antec Neopower 480 Watt 3,32V 5,00V 12,06V 73%
Antec True Blue 480 Watt 3,32V 5,05V 12,18V 71%
Antec True Control 550 Watt 3,33V 5,06V 12,19V 73%
Antec True Power 430 Watt 3,33V 5,03V 12,18V 71%
be Quiet! Blackline PFC Serie 1.3 350 Watt 3,35V 5,03V 11,99V 70%
be quiet! Blackline P5 470 Watt 3,33V 5,06V 12,09V 70%
be quiet! Dark Power P6 520 Watt 3,30V 4,98V 12,07V 78%
be quiet! Dark Power Pro P6 600 Watt 3,32V 5,05V 12,03V 78%
Enermax Coolergiant EG 485AX 480 Watt 3,33V 5,10V 12,06V 69%
Enermax Coolergiant EG 565AX 530 Watt 3,35V 5,02V 12,03V 75%
Enermax Coolergiant EG 701AX-VH 600 Watt 3,31V 5,08V 12,19V 76%
Enermax Liberty ELT620 AWT 620 Watt 3,36V 5,09V 12,13V 79%
Etasis EFN-560 3,28V 4,99V 11,96V 78%
NB-TSP Top350 P4 II 460 Watt 3,27V 4,89V 12,11V 71%
NoiseMagic AcBel NMT-2 F/2GL 400 Watt 3,29V 4,99V 12,06V 76%
NoiseMagic Enermax EG465AX-VE 460 Watt 3,26V 4,92V 12,11V 72%
NorthQ NQ-4775 400Watt 3,26V 4,92V 12,11V 62%
Revoltec Chromus II 400Watt 3,33V 4,81V 11,97V 77%
Seasonic S-12 600 Watt 3,34V 5.06V 12,14V 82%
Seasonic S-12 500 Watt NoiseMagic 3,29V 5.07V 12,05V 81%
Seasonic S-12 430 Watt 3,30V 5.03V 12,06V 80%
Silverstone Strider Series ST56F 3,39V 4,90V 12,22V 80%
Silverstone Strider Series ST60F 3,35V 5.03V 12,34V 78%
Silverstone Zeus Series ST56ZF 3,31V 5.08V 12,19V 76%
Tagan TG420-U02 i-Xeye 420 Watt 3,32V 5,01V 12,02V 75%
Tagan TG480-U01 480 Watt 3,39V 5,05V 12,05V 72%
Tagan TG480-U15 480 Watt Easycon 3,32V 5,01V 12,10V 75%
Tagan TG480-U22 480 Watt 2Force 3,34V 5,12V 12,13V 70%





Fazit:

Stabilität und Leistungsfähigkeit stehen nicht zur Diskussion, diesbezüglich gibt es absolut nichts zu bemängeln. Dies gilt ebenso für die Verarbeitung und Aussatttung der neuen Dark Power Pro Serie.
Die neue Dark Power Pro Serie verspricht viel und hält auch viel, aber eben nicht alles, darum noch einmal die wichtigsten Eckdaten dieses Tests in der Übersicht:

Plus:
- exzellente Verarbeitung.
- edle Optik.
- Gute Effizienz.
- sehr gute Eigenkühlung.
- gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses.
- actives PFC.
- umfangreiche Anschlußmöglichkeiten.
- sehr stabiler Betrieb.
- gerade noch leiser Lüfter.
- PSU aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
- Fertigung nach RoHS Umweltverordnung.
- ECASO Lüfternachlaufsteuerung.
- lange Garantiezeit (3 Jahre).
- 1 Jahr Vor-Ort- Austauschservice.

Minus:
- hoher Preis (149,90 €).
- keine Beschriftung der Anschlußports.
- etwas steife Kabelstränge.
- verbesserungsbedürftige Kabelmuffe des Hauptstrangs.
- Lüftergitter ragt über das Netzteilgehäuse hinaus.

Die Renovierung hat sich beinahe in allen Bereichen gelohnt, wenn man auch für das Geld nahezu Perfektion erwarten darf und muß, aber dazu fehlt es dem Dark Power Pro dann doch noch in einigen Belangen. Bleibt zu hoffen, das unser sehr knapper Gold Award keinen Anlaß darstellt, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das be quiet! BQT P6 Dark Power Pro 600 Watt Netzteil erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Be Quiet


Wir bedanken uns bei be quiet! sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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