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Achtung Etasis ET EFN-560 Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Etasis ET EFN-560 Netzteil







Einleitung:

Silence is golden...dies gilt insbesondere auch vermehrt für Computerhardware, die Zeiten der nervtötenden Lüfter scheint sich glücklicherweise dem Ende zu nähern.
So verwundert es relativ wenig, das die Netzteilhersteller dieses Attribut auch für ihre Produkte offerieren, denn was nützen leise Komponentenlüfter, wenn das Netzteil nach wie vor als Unruheherd Nr.1 zu identifizieren ist?
Die Wege dorthin werden unterschiedlich beschritten, der eine Hersteller bevorzugt sehr leise und langsam drehende Lüfter, der andere wiederum glaubt gänzlich auf Lüfter verzichten zu können. Dieses Vorhaben ist sicherlich der einfachste Weg, um ein Netzteil mundtot zu machen, es müßen dafür aber einige wichtige Aspekte erfüllt sein, damit das lüfterlose Netzteil nicht überhitzt. Die internen Kühlkörper müssen entsprechend üppig ausgelegt und durch eine adäquate Entlüftung des PC-Towers oder durch einen eigenen Notfallüfter unterstützt sein.Wenn dies nicht gegeben ist, trägt das lüfterlose Netzteil nicht unwesentlich zur internen Wärmeentwicklung bei, was in der Regel nur durch entsprechende Gehäuselüfter kompensiert werden kann.
Wir wollen aber nicht zu viel vorweg nehmen, ob das neue EFN-560 Netzteil von Etasis diesen schwierigen Spagat geschafft hat, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Netzteil in Retailverpackung.
- Kaltgeräteanschlußkabel.
- PCI Express Adapterkabel .
- Befestigungsschrauben.
- Einbaustrebe.
- 20 to 24 Pin Adapter.
- Handbuch EFN-300 (mehrsprachig).





Die technischen Daten:

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- 550 Watt Gesamtleistung mit Lüfter.
- 300 Watt gesamtleistung ohne Lüfter.
- 220 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt).
- universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze.
- maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
- +3,3 Volt: 30 A
- +5,0 Volt: 30 A
- +12 Volt: 32 A
- -12 Volt: 0.7 A.
- +5 Volt Standby: 2 A
- ATX 1.3 Version.
- Aktiv PFC.
- 1x 80mm Lüfter (thermogeregelt).
- verdrillte Kabel.
- eloxierte Kühlkörper.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
- Abmessungen (B×H×T): (150×85×170) mm.
- Gehäusematerial: Aluminium.
- Gewicht: ca. 2,80 Kg.
- Garantie: 3 Jahre.




Der Testrechner:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
Asus P4C 800-E Deluxe Rev. 2.0
Grafikkarte
Sapphire X800 XT PE@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
TV-Karte
Pinnacle 310i Mediacenter
CPU-Kühler
Thermalright SI-120
CPU-Lüfter
Papst Lüfter NMT 120W F/2GL
Arbeitsspeicher
4x 512 MB TwinMos BH-5 PC3200 DDR400
Festplatten System
2x Western Digital WD740 (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
DVD-Brenner
Plextor PX-712A
CDRW-Brenner
LG 8526B
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Gehäuse
Lian Li PC-73 SL
Netzteil
Etasis EFN-560
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
4x ichbinleise® Fan 80/1000 blue




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Der Nachfolger des EFN-300 glänzt auf den ersten Blick durch hervorragende Verarbeitung, allerdings ist das Netzteil trotz Alu-Gehäuse mit beinahe 3 Kg auch ein wirklich schwerer Brocken, was durch die äußerst üppige Bestückung mit Kühlkörpern keine wirkliche Überraschung darstellt. Es gibt auch äußerlich beinahe keinen Bereich, wo nicht eine Kühlrippe oder ähnliches eingearbeitet wurde, um dem lüfterlosen Betrieb Rechnung zu tragen.
Die Eloxierung des Aluminium-Gehäuses ist von erstklassiger Qualität, da dürften Gebrauchsspuren so schnell keine Chance erhalten.
Auffällig sind die beiden Leuchtdioden, die zum einen den Betrieb (grün), Standby (orange) und zum anderen eine mögliche Überhitzung signalisieren (schaltet auf Rot um), wobei das Netzteil dann ohnehin abschaltet respektive der Sicherheitslüfter anspringt.

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Etasis hat der Leistungssteigerung von 300 auf maximal 550 Watt und Temperaturreduzierung unter Last Rechnung getragen, ein Sicherheitslüfter (Sanyo Denki) wurde implementiert, der wie eine Kühlerhaube ins Gehäuseinnere ragt. Das mag spektakulär aussehen, kann aber bei kleinen Gehäusen durchaus zu gewissen Platzproblemen führen, denn die Standard-ATX-Abmessungen werden klar überschritten.
Der Lüfter soll sich dank seiner Sensorik dann in Bewegung setzen, wenn mehr als 299 Watt abgefordert oder aber 75°C innerhalb des Netzteils überschritten werden.

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Wenn man das Lüftergehäuse entfernt, wird eines deutlich, die kleinen Öffnungen im Netzteilgehäuse werden es dem Lüfter nicht leicht machen, dort kühlende Luft hineinzutransportieren. Diese klein bemessene Wabenanordnung dürfte einem leisen Durchzugsgeräusch auch nicht gerade förderlich sein.
Da der Stromanschluß außen fixiert wurde, wäre es im Bedarfsfall wie z.B. einem Defekt sehr leicht, den Lüfter auszutauschen, das ist wiederum praktikabel.
Auf eine Öffnung des Netzteils haben wir auf Grund des vorhandenen komplexen Geflechts von Wärmeleitpads, Heatpipe und Pasten diesmal verzichtet, denn dieses Netzteil soll durch unser Zutun nichts von seiner Funktionalität verlieren.

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Die Verkabelungsstränge (zwischen 46 und 80cm lang) sind nicht sonderlich üppig bestückt, im einzelnen sind folgende Anschlußmöglichkeiten vorhanden:

- 2x Floppy-Anschlüsse.
- 6x 4 Pin Stromstecker.
- 2x S-ATA.
- 1x 12V P4 CPU Stecker.
- 1x PCI Express Adapterkabel .
- 1x 20 Pin Mainboard-Stromanschluß (24Pin nur mit beiliegendem Adapter).

Serial-ATA Konnektoren sind zeitgemäß und bedarfsorientiert vorhanden, so daß entsprechende Laufwerke auch verwendet wendet werden können.
Speziell abgeschirmte Kabel für AGP oder PCI-Express sucht man vergebens, PCI-Express ist darüber hinaus auch nur über einen Adapter möglich, somit entfällt natürlich auch SLI oder Crossfire...




Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik:

1. Leistungsspezifikationen von Netzteilen:
Es zeigt sich immer wieder in unseren Tests, daß weder die vollmundigen Herstellerangaben auf den Typenschildern, noch die angegebenen Wattzahlen auch nur annähernd etwas über das tatsächliche Leistungsvermögen eines Netzteils aussagen! Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß es auch 450 Watt Netzteile gibt, die schon bei geringster Last einbrechen und nicht im entferntesten die angegebenen Leistungsparameter abliefern können. Im Gegensatz dazu existieren sehr leistungsstarke 300 Watt Netzteile, die auch hochgerüstete Systeme durchaus ausreichend versorgen können. Es ist also offensichtlich, daß die Wattangabe absolut nichts über die Leistungsfähigkeit eines Netzteils aussagt, die aufgeklebten Herstellerangaben leider sehr oft ganz genauso wenig.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind.
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung werden u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung ist jedoch die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung gilt nach wie vor wenn auch mit Abstrichen, denn mittlerweile beziehen aktuelle Komponenten ihr Lebenselixier vermehrt aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entalstung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon 64 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an. Bei der nicht geringen Stromaufnahme der nForce und Athlon 64 Boards ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene (mittlerweile dank ATX 2.0 2 Schienen) ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere liefern können, je mehr desto besser...

2. Power Factor Correction (PFC):
"Power Factor Correction" oder kurz PFC ist ein in der EU für PC-Netzteile mittlerweile vorgeschriebener Standard, um die Stromaufnahme von Geräten für das Stromnetz weniger belastend auszulegen. Schaltnetzteile beziehen den Strom in Form kurzer Impulse, was dazu führt, daß die sinusförmige Netzspannung durch die Erzeugung harmonischer Oberwellen verzerrt wird. Insgesamt ist die komplexe Lastcharakteristik eines gewöhnlichen PC-Netzteils für das Stromnetz sehr ungünstig, da eine hohe Phasenverschiebung von Spannung und Strom sowie eine allgemein hohe Verzerrung der Wellenform auftritt. Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto niedriger ist der "Power Factor" oder Leistungsfaktor eines Gerätes: Beträgt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom 90° ist der Leistungsfaktor 0 (0%, cos(90) = 0). Tritt hingegen keine Phasenverschiebung auf, d.h. sind Spannung und Strom perfekt synchron, ist der Leistungsfaktor 1 (100%, cos(0) = 1). Zu unterscheiden ist daher die sich aus der einfachen Rechnung Spannung*Stromstärke ergebende "Scheinleistung" sowie die den Phasenwinkel berücksichtigende "Wirkleistung": Stromstärke*Spannung*Leistungsfaktor. Der Leistungsfaktor beschreibt also zugleich das Verhältnis zwischen der an den Stromanschluß übertragenen "Wirkleistung" und der vom Verbraucher tatsächlich entnommenen "Scheinleistung" (Leistungsfaktor = Wirkleistung / Scheinleistung). Je weiter der Leistungsfaktor vom optimalen Wert 1 (100%) absinkt, desto höher ist die aus dem Stromnetz entnommene sogenannte "Blindleistung".
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95%. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleitung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacherer Geräte angepaßt wird.

3. Worin liegen die Neuerungen der ATX12V v2.0 bzw. 2.2 Norm?
Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beeinhaltet:

- Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
- Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
- Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide.
Zu Thema Effizienz ist anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen...
- Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
- Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.

4. Belüftung Lautstärke und Effizienz:
Zwar steht heute bereits auf beinahe jeder Netzteil-Verpackung werbewirksam "Silent", gut beraten ist man damit zwangsläufig allerdings noch nicht. Oft entpuppt sich, was beim Start noch erstaunlich leise klang bei entsprechender Belastung als störende Lärmquelle. Ursache dafür sind zumeist nicht nur die hochdrehenden, lastgesteuerten Lüfter, sondern oft auch ein von den überlasteten Spannungswandlern verursachtes Pfeifen oder Brummen, das nicht selten von heftigen Vibrationen begleitet wird.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad von rund 60-80%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert! Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann. Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile die mit einem oder 2 langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung sehr skeptisch zu beurteilen.




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ? Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden: Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten zu erden !




Der Test:

Nachdem wir unseren 12-stündigen Test abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (AIDA32, Everest, SiSoftSandra, MBM) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt gemessenen Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine größere Relevanz aufweisen, als ungenaue Software Resultate.
Die Effizienz des Etasis Netzteils haben wir mit Hilfe des Energy Monitor 3000 von Voltcraft gemessen und entsprechend errechnet.


Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :

Ausgang Toleranz Umin. UNom. Umax.
[%] Volt Volt Ampere
+12 V* 5 11,4 12,00 12,60
+5V 5 4,75 5,00 5,25
+3,3V 5 3,14 3,30 3,47
-5V 10 4,50 5,00 5,50
-12V 10 10,80 12,00 13,20
+5Vsb 5 4,75 5,00 5,25




Die Testwerte des Etasis-Netzteil:


Richtspannung
+3.3V
+5V
+12V
niedrigster Wert
3,24V
4.96V
11.93V
höchster Wert
3,32V
5,03V
11,99V
durchschnittlicher Wert
3,28V
4,99V
11,96V





Die Leistungsindikatoren sind fernab jeder kritik und fallen auf keiner Schiene wirklich aus dem Rahmen, man darf also beruhigt in diesem Zusammenhang von Stabilität sprechen und die hat dieses Netzteil während unseres Tests zweifelsfrei permanent geliefert.
Das Netzteil ist effektiv nicht zu hören, aber es wird auch sehr warm (ca. 51° idle ->58°C Last). In unserem Redaktionsrechner (4 Gehäuselüfter) war es zwar unmöglich die Überhitzungsdiode und den Sicherheitslüfter zu provozieren, aber das kann in kleineren Towern ohne Gehäuselüfter ganz anders aussehen.
Da empfiehlt sich ein gezieltes Gehäuselüftermanagement, das mit gut ausgewählten leisen Gehäuselüftern und entsprechenden Lüftersteuerungen dieses Problem kompensieren hilft, ohne das die angestrebte niedrige Geräuschkulisse kontraproduktiv beeinflußt wird.
Auf Grund unseres Systems war es uns ohnehin nicht möglich, den Sicherheitslüfter zu provozieren, dazu bedarf es anderer Systemkonstellationen. Wir haben aber kurzerhand den Lüfter probeweise mal separat mit Strom versorgt, damit man zumindest mal einen Eindruck von dessen Laufgeräusch erhält. Schlußendlich waren wir froh, ihn mit dem Etasis und unserem System nicht aus seinem Dornröschenschlaf erweckt zu haben, denn der Lüfter erzeugt ein ziemlich nervendes lautes Betriebsgeräusch (36 dBA).
Die Effizienz bei 80% Last liegt bei guten 78%, Etasis scheint also seine Hausaufgaben erfolgreich absolviert zu haben, denn diese Werte hat das Vorgängermodell nicht erreicht.
Der Standbyverbrauch von beinahe 4 Watt ist für unseren Geschmack allerdings etwas hoch, erklärt sich aber durch die auch während des Standbymodus aktiven Dioden.



Die wichtigsten Leistungsdaten aller bisher von uns getesteten Netzteile im direkten Vergleich:

Netzteil Ø Spannungswerte Effizienz
Aerocool Turbine Power ATX 450W P5 3,35V 5,02V 12,19V 74%
Antec Neopower 480 Watt 3,32V 5,00V 12,06V 73%
Antec True Blue 480 Watt 3,32V 5,05V 12,18V 71%
Antec True Control 550 Watt 3,33V 5,06V 12,19V 73%
Antec True Power 430 Watt 3,33V 5,03V 12,18V 71%
be Quiet! Blackline PFC Serie 1.3 350 Watt 3,35V 5,03V 11,99V 70%
be quiet! Blackline BQT P5-470 Watt 3,33V 5,06V 12,09V 70%
be quiet! Dark Power BQT P6-520 Watt 3,30V 4,98V 12,07V 78%
Enermax Coolergiant EG 485AX 480 Watt 3,33V 5,10V 12,06V 69%
Enermax Coolergiant EG 565AX 530 Watt 3,35V 5,02V 12,03V 75%
Enermax Coolergiant EG 701AX-VH 600 Watt 3,31V 5,08V 12,19V 76%
Enermax Liberty ELT620 AWT 620 Watt 3,36V 5,09V 12,13V 79%
Etasis EFN-560 3,28V 4,99V 11,96V 78%
NB-TSP Top350 P4 II 460 Watt 3,27V 4,89V 12,11V 71%
NoiseMagic AcBel NMT-2 F/2GL 400 Watt 3,29V 4,99V 12,06V 76%
NoiseMagic Enermax EG465AX-VE 460 Watt 3,26V 4,92V 12,11V 72%
NorthQ NQ-4775 400Watt 3,26V 4,92V 12,11V 62%
Revoltec Chromus II 400Watt 3,33V 4,81V 11,97V 77%
Seasonic S-12 600 Watt 3,34V 5.06V 12,14V 82%
Seasonic S-12 500 Watt NoiseMagic 3,29V 5.07V 12,05V 81%
Seasonic S-12 430 Watt 3,30V 5.03V 12,06V 80%
Silverstone Strider Series ST60F 3,35V 5.03V 12,34V 77%
Silverstone Zeus Series ST56ZF 3,31V 5.08V 12,19V 76%
Tagan TG420-U02 i-Xeye 420 Watt 3,32V 5,01V 12,02V 75%
Tagan TG480-U01 480 Watt 3,39V 5,05V 12,05V 72%
Tagan TG480-U15 480 Watt Easycon 3,32V 5,01V 12,10V 75%
Tagan TG480-U22 480 Watt 2Force 3,34V 5,12V 12,13V 70%





Fazit:

Das Etasis Netzteil hat uns leistungstechnisch durchaus überzeugen können, wenngleich es austattungstechnisch doch hinter die Konkurrenz zurückfällt.
So ein passives Netzteil hat seinen Reiz, das ist wohl unumstritten und macht auch durchaus Sinn wenn es um die Minimierung der Betriebsgeräusche im Rechner geht, aber das Umfeld muß dafür entsprechend ausgelegt sein und das bedeutet meist: Gehäuselüfter..., denn die Eigenkühlung ist zwar großzügig dimensioniert, aber bei heißen Außentemperaturen, kleinen Towern und große Abwärme entwickelnden Komponenten oder sehr hoher Last schnell überfordert. Womit wir wieder bei dem schon oft angesprochenen Kompromiß wären, es ist nicht möglich ein leises Netzteil so zu betreiben, daß eine Unterstützung aus dem Restsystem ausbleibt. Das hat auch Etasis erkannt und beinahe zwangsläufig einen Sicherheitslüfter spendiert, der auch die hohe Leistungen des Netzteils gewährleistet. Zur besseren Übersicht aber noch einmal die wichtigsten Eckdaten unserer Testresultate:

Plus:
- praktisch unhörbar (bis 300 Watt und 75°C).
- sehr gute Verarbeitung.
- durchdachte Technik.
- dezente Optik.
- robuste Eloxierung.
- actives PFC.
- gute Effizienz.
- sehr stabiler Betrieb.
- noch gutes Preis-Leistungsverhältnis für ein passiv Netzteil (179,-€).

Minus:
- lauter Sicherheitslüfter.
- PCI-Express Leitung nur als Adapter.
- Abmessungen nicht ATX-konform.
- zu hoher Standbyverbrauch.
- keine speziell abgeschirmten Kabel für AGP Grafikkarten.

Dieses Netzteil wird seinen Weg in die Rechner finden, denn die vergleichbare passive Konkurrenz ist fast unisono teurer und weniger effektiv bei der Umsetzung dieser Passiv-Konzeption. Wenn Etasis dann noch einen leiseren Lüfter bei gleichzeitiger Optimierung der Lufteingänge spendiert und die Ausstattung verbessert, steht einem nahezu lautlosen Einsatz kaum noch etwas im Wege...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Etasis EFN-560 Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Silber und den Silent Award in Gold







Weiterführende Links:

Maxpoint


Wir bedanken uns herzlich bei Maxpoint für die Bereitstellung des Testexemplars


euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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