Im Herbst 2006 lancierte Tagan neue Netzteilserien, die mit einer entscheidenden Innovation ausgestattet waren: zwei Transformatoren (Dual Transfomer Technologie), um die Stabilität insbeondere unter Last weiter zu optimieren. Der Erfolg dieses Features ließ nicht lange auf sich warten und so verwundert es nicht, das Tagan beim Nachfolger der beliebten i-Xeye Baureihe ebenfalls auf diese Technik zurückgreift.
Das Netzteil verfügt gemäß ATX 2.2 Norm über vier getrennte 12 Volt Kreise, die Stromversorgung von Mainboard und CPU erfolgt hierbei unabhängig von der Versorgung der Laufwerke. Bei erhöhtem Leistungsbedarf werden diese Leitungen automatisch kombiniert. Darin unterscheidet es sich auch grundlegend z.B. von der 2-Force Serie von Tagan, wo dies von Hand über einen separaten Schalter erfolgen mußte.
Ein optischer Aspekt darf bei der i-Xeye Baureihe natürlich nicht fehlen, die blaue Beleuchtung, die sicherlich nicht nur Moddern gefallen dürfte.
Wie sich das neue Tagan Netzteil im rauhen Testalltag bewährt hat, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Review, viel Vergnügen beim Lesen...
- Kaltgeräteanschlußkabel.
- Befestigungsschrauben.
- Kabelbinder.
- FDD-Adapter.
- 4-pin-Sata Adapterstecker.
- Handbuch (mehrsprachig).
- bleifreie Lackierung.
- 700 Watt Gesamtleistung.
- 180 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt).
- 672 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+12 VoltV1 bis 12 VoltV4).
- universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze.
- maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
- +3,3 Volt: 28 A
- +5,0 Volt: 28 A
- +12 Volt erste Leitung: 20 A.
- +12 Volt zweite Leitung: 20 A.
- +12 Volt dritte Leitung: 20 A.
- +12 Volt vierte Leitung: 20 A.
- +5 Volt Standby: 3 A
- 12V: 0,8 A.
- ATX Version: 2.0, 2.1, 2.2.
- EMV-geschirmte Kabelstränge.
- Aktiv PFC (99%).
- 2x80mm Lüfter (Keramik Gleitlager und thermogeregelt) in Pushpull Anordnung.
- eloxierte Kühlkörper.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
- Abmessungen (B×H×T): (150×88×175) mm.
- Gewicht: ca. 3,5 Kg.
- Fertigung nach RoSH Verordnung.
- MTBF: ca. 100.000 Stunden bei 25°C.
- aktueller Marktpreis: ca. 160 €.
- Modellvarianten: 500 Watt, 600 Watt, 700 Watt, 800 Watt.
- Garantie: 3 Jahre.
| CPU | |
| Mainboard | |
| Arbeitsspeicher | |
| Grafikkarte | |
| Soundkarte | |
| CPU-Kühler | |
| CPU-Lüfter | |
| Festplatten System | |
| Festplatten Backup | |
| DVD-Brenner | |
| DVD-ROM | |
| Gehäuse | |
| Betriebssystem | |
| Zubehör |
Die Retailverpackung des ´Tagan offenbart ein sehr attraktives Netzteil mit einem Plexiglasfenster, über das im Betrieb von entsprechenden LED's erzeugtes blaues Licht austreten kann. Kritikern sei gesagt, daß die elektromagnetische Abschirmung trotz des Plexiglasfensters gewährleistet ist.
Die Verarbeitung macht einen gediegenen Eindruck, scheinbar hat Tagan aus dem Erfolg der bisherigen Netzteilserien die richtigen Schlüsse gezogen und hält an den aktuell erreichten Qualitätsstandards fest.
Die Kabelmuffe für den Hauptkabelstrang ist für unseren Geschmack etwas spartanisch ausgefallen, da existiert noch Optimierungspotential, zumal sie ja nicht nur den Kabelstrang sicher nach außen führt, sondern auch etwas stabilisieren sollte.
Die nicht ATX-konforme Bautiefe kann bei bestimmten Gehäusen Probleme bereiten, so z.B. bei der Lian Li PC-V1xxxx Serie, wo das Netzteil nicht eingebaut werden kann.
Auch Tagan hat auf seitliche Lufteinlässe verzichtet, wodurch der Airflow im Netzteilgehäuse nicht gestört wird. Das Plexiglasfenster ragt nicht über das Netzteilgehäuse hinaus, insofern sind diesbezüglich keine Probleme beim Einbau in problematischen Gehäusen zu erwarten.
Die Verarbeitung der Platinen und die Anordnung der internen Bauelemente wirken aufgeräumt und akkurat. Die Eloxierung der zahlreichen Kühlkörper ist nicht nur ansehnlich sondern auch sinnvoll, zumal sie Korrosion vorbeugt.
Das Tagan besitzt eine Dual-Lüfter-Anordnung in Push-Pull Technik. Bei den allermeisten Netzteilen sitzt ja in der Regel der Lüfter im Deckel. Nicht so im Tagan, denn hier sitzt er leicht versetzt direkt hinter dem ausblasenden Lüfter. Dadurch sollen die beiden keramikgelagerten Lüfter für eine ideale Be- und Entlüftung des Netzteils sorgen.
Das Tagan Dual Engine entspricht bereits der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift...
Im Betrieb zeigt sich, wie schon beim Vorgänger, ein warmes blaues Licht, daß in unserem Fall perfekt mit den blauen Leuchtioden unserer Aerocool Gehäuse-Lüfter harmoniert.
Ein Kabelmanagement ist zwar recht praktisch, aber machen wir uns nichts vor, die dafür benötigten zusätzlichen Platinen und Anschlüsse kosten nicht nur mehr Geld, sie erhöhen auch das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen, das wollen wir nicht verschweigen.
Alle Verkabelungsstränge sind ausreichend lang (deutlich über 85cm) und sehr üppig bestückt, im einzelnen sind folgende Anschlußmöglichkeiten vorhanden:
Der 24 Pin Mainboard-Stromanschluß entspricht der aktuellen ATX 2.0/2.2 Norm und kann bei Bedarf um 4 Anschlüsse gekürzt werden, in dem man ihn einfach wegklippst, dadurch entfällt ein Adpater für Mainboards mit 20-poligem Anschluß. Ein SLI-oder Crossfire System kann dank der beiden separaten PCI-Express Stromkabel problemlos versorgt werden.
Leider wurden keine 8-pin PCI-E Leitungen implementiert, so das die jetzt kommenden überarbeiteten Directx10 Grafikkarten nur über Adapter zu versorgen sind.
Der Mangel an Molex-Steckern wird von Tagan über kleine SATA-Molex-Adapter kompensiert, die einen SATA-Anschluß zu einem Molex-Anschluß umwandeln, was zwar funktioniert, aber durch die fragile Verarbeitung der Adapter etwas fummelig bewerkstelligt wird.
Eine weiteres Feature dieses Netzteiles ist das zusätzliches Erdungskabel (GND), welches laut Hersteller an den Stand-Offs unter dem Mainboard befestigt werden soll. Dadurch möchte man die Gleichstrommasseschleife stabilisieren und die Abschirmungsfunktion des Gehäuses noch weiter verbessern. Alle wichtigen Kabelstränge sind ummantelt und akribisch isoliert worden, das Kaltgerätekabel macht diesbezüglich keinen Unterschied.
Wie üblich verwendet Tagan sehr üppig dimensionierte Steckerköpfe, die das Anschließen z.B. an einer Grafikkarte unter Umständen verhindern können. Möglicherweise vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung werden u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung ist jedoch die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung gilt nach wie vor wenn auch mit Abstrichen, denn mittlerweile beziehen aktuelle Komponenten ihr Lebenselixier vermehrt aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon 64 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene (mittlerweile bedingt durch ATX 2.0: mindestens 2 Schienen) ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser...
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95%. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleitung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacherer Geräte angepaßt wird.
- Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
- Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
- Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide .
Zu Thema Effizienz ist anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen...
- Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
- Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad von rund 60-80%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert! Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann. Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile die mit einem oder 2 langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung sehr skeptisch zu beurteilen.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
- NLO (No Load Operation) - Schutz vor lastlosen Operationen.
Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile, dieses Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware mit in den Abgrund...!
Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ?
Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden:
Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.
Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten zu erden !
Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test grundssätzlich ab und das Netzteil geht return to Sender...
Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (AIDA32, Everest, SiSoftSandra, MBM) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt gemessenen Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine größere Relevanz aufweisen, als ungenaue Software Resultate.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des grafischen Leistungsmessers Peak Tech 2535 und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt.
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
| Ausgang | Toleranz | Umin. | UNom. | Umax. |
| [%] | Volt | Volt | Ampere | |
| +12 V* | 5 | 11,4 | 12,00 | 12,60 |
| +5V | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| +3,3V | 5 | 3,14 | 3,30 | 3,47 |
| -5V | 10 | 4,50 | 5,00 | 5,50 |
| -12V | 10 | 10,80 | 12,00 | 13,20 |
| +5Vsb | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| Richtspannung |
+3.3V |
+5V |
+12V |
|
| niedrigster Wert |
3,29V |
4,99V |
12,13V |
|
| höchster Wert |
3,34V |
5,08V |
12,18V |
|
| durchschnittlicher Wert |
3,31V |
5,03V |
12,15V |
|
Auf den ersten Blick mag die combined Power von 180 Watt für die 3,3 Volt und 5 Volt Schiene etwas knapp bemessen erscheinen, aber die Skeptiker können wir nachhaltig trösten, aktuelle Systeme belasten das Netzteil überwiegend auf den vorhandenen 12 Volt-Leitungen und dort sind 680 Watt verteilt auf insgesamt vier 12-Leitungen nun wahrlich mehr als genug.
Leistung und Stabilität sind fern jeder Kritik, unser Rechner produzierte keine Leistungseinbrüche oder besorgniserregenden Schwankungen, egal ob Idle >Vollast, die Laststabilität stimmt in jedem Bereich perfekt.
Unser aktuelles Intel Core 2 Duo System konnte trotz der Geforce 8800GTX auch unter Last nicht mehr als 345 Watt abrufen (übertaktet maximal 440 Watt). Eine spaßeshalber kurzfristig eingebaute zweite BFG 8800GTX verschob die Meßlatte allerdings dann auf 590 Watt unter Last, so daß die Leistungsreserven schon deutlich zusammenschrumpften. Ein G80-SLI Komplettsystem benötigt also zum "Atmen" deutlich mehr als die bisher schon beinahe obligatorischen 600 Watt, insbesondere dann, wenn wie in unserem Fall auch noch übertaktet wird...
Die Lautstärke des Lüfters ohne Last war subjektiv als nicht störend zu deklarieren, im Idle Modus konnten wir den Lüfter aus dem System heraus kaum identifizieren, es ergaben sich gute 1950 U/min. bei 26 dBA. Unter Last und deutlicher Drehzahlsteigerung des Lüfters stellt sich die Situation etwas anders dar, hier steigert sich die Lüfter auf deutlicher vernehmbare 2600 U/min bei 31 dBA, das ist nicht wirklich leise, aber noch akzeptabel...
Die Netzteilelektronik trat geräuschtechnisch kaum in Erscheinung, weder Pfeiffgeräusche noch anders geartete Störgeräusche waren zu identifizieren.br> Die Eigenkühlung des Netzteils funktioniert gut, auch unter Last konnten wir keine Netzteilinnenraum-Temperaturen über 43,5°C messen, im Idle Modus 33,5°C bei 20°C Zimmertemperatur. Die warme Abluft erreicht unter Last Temperaturen bis zu 42°C, das zur Information für all diejenigen, die sich über den warmen Luftstrom aus dem Netzteilgehäuse wundern. Die Werte sind absolut ok, unter 20% Last liegen diese Werte bei 31°C.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 80% Last konnten wir eine Effizienz von knapp 82% attestieren, scheinbar hat Tagan in diesem Bereich weiter optimiert, denn dieser Wert liegt klar höher, als in den Dual Engine Tests vor ein paar Monaten. Bei 20% Last wurden immerhin 77% Effizienz erreicht, ein ebenfalls gutes wenn auch kein überragendes Resultat.
Dagegen stehen 1,1 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (ausgeschalteter Rechner), das geht in Ordnung...
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Systemen beziehen...
| Netzteil | Ø Spannungswerte | max. Effizienz | Temp-Idle | Temp-Last | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,35V | 5,02V | 12,19V | 74% | 30° | 38° | |
| 3,30V | 4,98V | 12,07V | 78% | 35° | 42° | |
| 3,32V | 5,05V | 12,03V | 78% | 31° | 44° | |
| 3,36V | 5,01V | 12,15V | 83% | 33° | 46° | |
| 3,34V | 5,04V | 12,07V | 79,5% | 32° | 45° | |
| 3,35V | 5,08V | 12,09V | 79% | 35° | 46° | |
| 3,36V | 5,09V | 12,13V | 79% | 34° | 45° | |
| 3,37V | 5,07V | 12,19V | 86,5% | 31° | 43° | |
| 3,28V | 4,99V | 11,96V | 78% | 51° | 58° | |
| 3,33V | 4,81V | 11,97V | 77% | 34° | 44° | |
| 3,34V | 5,03V | 12,05V | 84,5% | 32° | 42° | |
| 3,35V | 5,04V | 12,14V | 82% | 32° | 42° | |
| 3,34V | 5,06V | 12,14V | 82% | 32° | 43° | |
| 3,29V | 5,07V | 12,05V | 81% | 32° | 43° | |
| 3,30V | 5,03V | 12,06V | 80% | 31° | 41° | |
| 3,29V | 5,09V | 12,30V | 85% | 32° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 81% | 32° | 44° | |
| 3,36V | 4,99V | 12,10V | 82,5% | 33,5° | 43,5° | |
| 3,39V | 4,90V | 12,22V | 80% | 31° | 43° | |
| 3,35V | 5.03V | 12,34V | 78% | 31° | 42° | |
| 3,34V | 5.02V | 12,30V | 81% | 30° | 40° | |
| 3,31V | 5.09V | 12,05V | 81% | 32,5° | 41,5° | |
| 3,31V | 5.08V | 12,19V | 76% | 34° | 45° | |
| 3,31V | 4,98V | 12,06V | 79% | 30° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,02V | 75% | 36° | 46° | |
| 3,31V | 5,03V | 12,15V | 82% | 33,5° | 43,5° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 75% | 34° | 46° | |
| 3,34V | 5,12V | 12,13V | 70% | 35° | 45° | |
| 3,29V | 5,12V | 12,22V | 79% | 34° | 44° | |
| 3,37V | 5,13V | 12,15V | 79% | 34° | 44° | |















