Die Pressemitteilung aus dem Januar ließ auch uns aufhorchen, eine neue innovative Netzteilserie namens Infiniti sollte nicht für Furore, sondern auch für gesteigerte Marktanteile sorgen. Pünktlich zum avisierten Liefertermin stand es dann auf unserem Schreibtisch: das neue Enermax Infiniti Netzteil. Es ähnelt auf den ersten oberflächlichen Blick der Liberty-Serie, wartet aber mit einigen deutlichen Differenzierungen auf. Erstmals werden u.a. aktive Schutzschaltungen über eine sogenannte PowerGuard-Anzeige visuell in Form von Funktions-LEDs dargestellt und die neue Nachlaufsteuerung tangiert nun auch nicht am Netzteil angeschlossene Systemlüfter. Leistung wird im Überfluss offeriert und die Effizienz soll in Verknüpfung mit hochwertigsten Bauteilen spektakuläre Werte erreichen.
Aber genug der Prospektbeschreibungen, wie sich das neue Enermax Infiniti Netzteil im rauhen Testalltag bewährt hat, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Review, viel Vergnügen beim Lesen...
- Kaltgeräteanschlußkabel.
- Befestigungsschrauben.
- Kabelstränge.
- Kabeltasche.
- Handbuch (mehrsprachig).
- 720 Watt Gesamtleistung.
- 160 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt).
- 56A >672 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+12 VoltV1 bis 12 VoltV3).
- universeller Weitbereichseingang: 110-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze.
- maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
- +3,3 Volt: 25 A
- +5,0 Volt: 30 A
- +12 Volt erste Leitung: 28 A.
- +12 Volt zweite Leitung: 28 A.
- +12 Volt dritte Leitung: 30 A.
- +5 Volt Standby: 3 A
- 12V: 0.6A.
- ATX Version: 2.0, 2.1, 2.2.
- EMV-geschirmte Kabelstränge.
- Kabelmanagement.
- Aktiv PFC (99%).
- 1x 135mm Lüfter.
- eloxierte Kühlkörper.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
- NLO (No Load Operation).
- PowerGuard Statusanzeige.
- CoolGuard Nachlaufsteuerung.
- Abmessungen (B×H×T): (150×86×160) mm.
- Gewicht: ca. 2,3 Kg.
- Fertigung nach RoSH Verordnung.
- MTBF: ca. 100.000 Stunden bei 70% Belastung.
- aktueller Marktpreis: ca. 214,-€.
- Garantie: 3 Jahre.
| CPU | |
| Mainboard | |
| Arbeitsspeicher | |
| Grafikkarte | |
| Soundkarte | |
| CPU-Kühler | |
| CPU-Lüfter | |
| Festplatten System | |
| Festplatten Backup | |
| DVD-Brenner | |
| DVD-ROM | |
| Gehäuse | |
| Betriebssystem | |
| Zubehör |
Dunkle Gehäuse sind trendy, daran ändert auch das neue Infiniti nichts, wenn hier auch mit einem schicken gebürstetem Finish variiert wurde. Das Gehäuse hat alle Merkmale einer akribischen Verarbeitung, erweist sich aber als "Magnet" für Fingerabdrücke.
Wabenförmige Aussparungen minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt.
Enermax hat sinnvollerweise auf seitliche Lufteinlässe verzichtet, wodurch der Airflow im Netzteilgehäuse nicht gestört wird.
Das Lüftergitter ragt wie auch bei anderen Serie von Enermax deutlich über das Gehäuse hinaus, das kann zu Problemen beim Einbau führen, da das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden.
Enermax neue Nachlaufsteuerung CoolGuard arbeitet anders, als die Nachlaufsteuerung der Konkurrenz. Hier werden systemrelevante Lüfter, wie Prozessor(Grafikkarten-oder Gehäuselüfter vom Netzteil angesteuert, so daß auch diese bei Erreichen von 45°C Systemtemperatur solange weiterlaufen, bis diese Temperatur unterschritten wird, maximal für 2 Minuten. Ein Sensor im Enermax Netzteil mißt dafür die ausströmende Abluft aus dem Netzteilgehäuse und wertet sie entsprechend aus. Sollte das System weniger als 45°C aufweisen, so laufen die Lüfter sicherheitshalber trotzdem noch 10 Sekunden weiter.
Eine weitere Neuerung von Enermax betrifft PowerGuard, dieser Schutzmechanismus gewährleistet auch optisch einen guten Überblick über den aktuellen Betriebszustand des Netzteils. Über dem Netzanschluss an der Rückseite befindet sich eine LED, die, solange das Netzteil in Ordnung ist, grün leuchtet. Fällt beispielsweise der Lüfter aus, blinkt die LED rot. Zusätzlich macht ein "Buzzer" mit akkustischen Signalen auf Fehlfunktionen deutlich und unüberhörbar auf sich aufmerksam.
Die Kabelstränge lassen sich leicht aber definiert am Netzteil einclipsen, eine Verwechselung ist hier auch durch die Beschriftung der Ports nicht möglich.
Sehr praktisch und nebenbei auch attraktiv enpuppt sich die beigelegte Kabeltasche, in der man alle frei zuschaltbaren Kabelstränge sauber aufbewahren kann. Ebenso sinnvoll sind auch die kleinen Siliconkappen für ungenutzte Anschlußports, so werden sie nachhaltig vor Staub und Korrosion geschützt.
Bei allem Komfort eines Kabelmanagements, die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen aber auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen dar, das wollen wir nicht verschweigen...
Der kugelgelagerte 135mm Lüfter stammt zweifellos von Globefan, die ebenso zweifelsfrei sehr hochwertige Lüfterserien im Programm haben. Der Lüfter ist übrigens identisch mit dem Pendent des 1000Watt Galaxy Boliden.
Der Platinenaufbaau von Enermax ist vorbildlich und unglaublich akurat ausgeführt worden, eine bessere "Innenarchitektur" konnten wir noch bei keinem Netzteil begutachten. Mit dem Innenlayout der Liberty Serie hat dieses Netzteil nicht mehr viel gemeinsam, zumal hier auch erstmal eine separate Platine für die Eingangsfilterung eingesetzt wird.
Die einzelnen 12 Volt Leitungen sind so üppig dimensioniert worden, das auch Grafikkarten mit bis zu 300 Watt Strombedarf versorgt werden können, eine Entwicklung die bei der Aufrüstfreudigkeit der Grafikkartenhersteller wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen dürfte.
Alle perfekt ummantelten und somit abgeschirmten Verkabelungsstränge sind ausreichend lang (über 50cm) und bemerkenswert üppig bestückt, im einzelnen sind folgende Anschlußmöglichkeiten vorhanden:
- 1x 24pin Mainboard
- 1x 4pin CPU
- 1x 8pin CPU
- 2x 6pin PCIe
- 1x 6+2pin PCIe
- 9x 4pin Molex
- 9x SATA
- 2x Floppy
- 1x Lüfter RPM Kabel
Der 24 Pin Mainboard-Stromanschluß entspricht der aktuellen ATX 2.0/2.2 Norm und kann auch auf einem 20-poligem ATX verwendet werden, in dem man eben nur die oberen 20 Pins verwendet.
Wieder einmal hat uns die äußerst sinnvolle Easy-Plug Technik für die 4-Pin Stromstecker überzeugt, denn nur so kann man ohne abgebrochene Fingernägel und herausgezogene Anschlußpins der Laufwerke sehr komfortabel die Steckverbindungen lösen. Enermax hat auch schon für kommende DirectX10 Grafikkartengenerationen die passenden 6+2pin PCIe Stecker an Bord, so daß diesbezüglich vorgesorgt ist.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung werden u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung ist jedoch die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung gilt nach wie vor wenn auch mit Abstrichen, denn mittlerweile beziehen aktuelle Komponenten ihr Lebenselixier vermehrt aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon 64 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene (mittlerweile bedingt durch ATX 2.0: mindestens 2 Schienen) ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser...
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95%. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleitung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacherer Geräte angepaßt wird.
- Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
- Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
- Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide .
Zu Thema Effizienz ist anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen...
- Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
- Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert.
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad von rund 60-80%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert! Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann. Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile die mit einem oder 2 langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung sehr skeptisch zu beurteilen.
- OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen.
- OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz.
- OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz.
- OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz.
- UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz.
- SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen.
- NLO (No Load Operation) - Schutz vor lastlosen Operationen.
Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile, dieses Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware mit in den Abgrund...!
Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ?
Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden:
Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.
Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten zu erden !
Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test ab...
Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (AIDA32, Everest, SiSoftSandra, MBM) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt gemessenen Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine größere Relevanz aufweisen, als ungenaue Software Resultate.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des grafischen Leistungsmessers Peak Tech 2535 und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt.
Die Lautheit der Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
| Ausgang | Toleranz | Umin. | UNom. | Umax. |
| [%] | Volt | Volt | Ampere | |
| +12 V* | 5 | 11,4 | 12,00 | 12,60 |
| +5V | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| +3,3V | 5 | 3,14 | 3,30 | 3,47 |
| -5V | 10 | 4,50 | 5,00 | 5,50 |
| -12V | 10 | 10,80 | 12,00 | 13,20 |
| +5Vsb | 5 | 4,75 | 5,00 | 5,25 |
| Richtspannung |
+3.3V |
+5V |
+12V |
|
| niedrigster Wert |
3,35V |
5,04V |
12,16V |
|
| höchster Wert |
3,39V |
5,10V |
12,22V |
|
| durchschnittlicher Wert |
3,37V |
5,07V |
12,19V |
|
Auf den ersten Blick mag die combined Power von 160 Watt für die 3,3 Volt und 5 Volt Schiene etwas knapp bemessen erscheinen, aber die Skeptiker können wir nachhaltig trösten, aktuelle Systeme belasten das Netzteil überwiegend auf den vorhandenen 12 Volt-Leitungen und dort sind 56 Ampere (672 Watt) verteilt auf insgesamt drei 12-Leitungen nun wahrlich mehr als genug.
Leistung und Stabilität sind fern jeder Kritik, unser Rechner produzierte keine Leistungseinbrüche oder besorgniserregenden Schwankungen, egal ob Idle >Vollast, die Laststabilität stimmt in jedem Bereich perfekt.
Unser aktuelles Intel Core 2 Duo System konnte trotz der Geforce 8800GTX auch unter Last nicht mehr als 325 Watt abrufen (übertaktet maximal 410 Watt). Eine spaßeshalber kurzfristig eingebaute zweite BFG 8800GTX verschob die Meßlatte allerdings dann auf 590 Watt unter Last, so daß die Leistungsreserven schon deutlich zusammenschrumpften. Ein G80-SLI Komplettsystem benötigt also zum "Atmen" deutlich mehr als die bisher schon beinahe obligatorischen 600 Watt, insbesondere dann, wenn wie in unserem Fall auch noch übertaktet wird...
Die Lautstärke des Lüfters ohne Last war subjektiv als nicht störend zu deklarieren, im Idle Modus konnten wir den Lüfter aus dem System heraus nicht identifizieren, es ergaben sich gute 26 dBA bei 1120 U/min. Unter Last und deutlicher Drehzahlsteigerung des Lüfters stellt sich die Situation ganz anders dar, hier steigert sich der Lüfter leider auf deutlich vernehmbare 37 dBA bei 1790 U/min, was aber angesichts dieser Leistungskategorie auch nicht anders zu erwarten war und in Silent-Systemen dürfte dieses Netzteil ohnehin kaum einen Platz finden...
Die Netzteilelektronik trat geräuschtechnisch kaum in Erscheinung, weder Pfeiffgeräusche noch anders geartete Störgeräusche waren zu identifizieren.br> Die Eigenkühlung des Netzteils funktioniert ausgezeichnet, auch unter Last konnten wir keine Netzteilinnenraum-Temperaturen über 43°C messen, im Idle Modus 31°C bei 20°C Zimmertemperatur. Die warme Abluft erreicht unter Last Temperaturen bis zu 40°C, das zur Information für all diejenigen, die sich über den warmen Luftstrom aus dem Netzteilgehäuse wundern. Die Werte sind absolut ok, unter 20% Last liegen diese Werte bei 27°C.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 80% Last konnten wir eine Effizienz von knapp 86,5% attestieren, der bisher beste Wert eines bei uns getesteten Netzteils. Bei 20% Last wurden immerhin 82% Effizienz erreicht, auch eine mehr als deutliche Verbesserung im Vergleich zu anderen Modellen aus der bisherigen Enermax-Palette.
Dagegen stehen 1,9 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (ausgeschalteter Rechner), das geht noch in Ordnung...
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Systemen beziehen...
| Netzteil | Ø Spannungswerte | max. Effizienz | Temp-Idle | Temp-Last | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,35V | 5,02V | 12,19V | 74% | 30° | 38° | |
| 3,35V | 5,03V | 11,99V | 70% | 35° | 44° | |
| 3,33V | 5,06V | 12,09V | 70% | 35° | 43° | |
| 3,30V | 4,98V | 12,07V | 78% | 35° | 42° | |
| 3,32V | 5,05V | 12,03V | 78% | 31° | 44° | |
| 3,36V | 5,01V | 12,15V | 83% | 33° | 46° | |
| 3,34V | 5,04V | 12,07V | 79,5% | 32° | 45° | |
| 3,33V | 5,10V | 12,06V | 69% | 35° | 47° | |
| 3,35V | 5,02V | 12,03V | 75% | 34° | 46° | |
| 3,31V | 5,08V | 12,19V | 76% | 33° | 45° | |
| 3,35V | 5,08V | 12,09V | 79% | 35° | 46° | |
| 3,36V | 5,09V | 12,13V | 79% | 34° | 45° | |
| 3,37V | 5,07V | 12,19V | 86,5% | 31° | 43° | |
| 3,28V | 4,99V | 11,96V | 78% | 51° | 58° | |
| 3,29V | 4,99V | 12,06V | 76% | 33° | 43° | |
| 3,26V | 4,92V | 12,11V | 62% | 30° | 39° | |
| 3,33V | 4,81V | 11,97V | 77% | 34° | 44° | |
| 3,34V | 5,03V | 12,05V | 84,5% | 32° | 42° | |
| 3,35V | 5,04V | 12,14V | 82% | 32° | 42° | |
| 3,34V | 5,06V | 12,14V | 82% | 32° | 43° | |
| 3,29V | 5,07V | 12,05V | 81% | 32° | 43° | |
| 3,30V | 5,03V | 12,06V | 80% | 31° | 41° | |
| 3,39V | 4,90V | 12,22V | 80% | 31° | 43° | |
| 3,29V | 5,09V | 12,30V | 85% | 32° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 81% | 32° | 44° | |
| 3,35V | 5.03V | 12,34V | 78% | 31° | 42° | |
| 3,34V | 5.02V | 12,30V | 81% | 30° | 40° | |
| 3,31V | 5.08V | 12,19V | 76% | 34° | 45° | |
| 3,31V | 4,98V | 12,06V | 79% | 30° | 42° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,02V | 75% | 36° | 46° | |
| 3,39V | 5,05V | 12,05V | 72% | 35° | 46° | |
| 3,32V | 5,01V | 12,10V | 75% | 34° | 46° | |
| 3,34V | 5,12V | 12,13V | 70% | 35° | 45° | |
| 3,29V | 5,12V | 12,22V | 79% | 34° | 44° | |
| 3,37V | 5,13V | 12,15V | 79% | 34° | 44° | |


















