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Achtung Noctua NH-D14 CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Noctua NH-D14 CPU-Kühler






Einleitung:

Die Zeit vor dem Weihnachtsfest war schon immer geprägt von neuen Produkten, die alte Bestenlisten korrigieren möchten, um das Geschäft vor den Feiertagen noch zusätzlich anzukurbeln. Doch hinter wollen und tatsächlich können, steht wie so oft das große Fragezeichen der Realität. So auch im Fall des neuen Noctua NH-D14 CPU Kühlers, der sich anschickt, den Thron des seit nunmehr 2007 herrschenden Thermalright IFX-14 zu erobern.
Gute Luftkühler gibt es aktuell im Dutzend billiger, aber das letzte Quentchen Kühlleistung fehlt dann doch immer wieder und darum stellt sich für einen Thronfolger folgender entscheidender Stolperstein: wie erreiche ich die maximale Kühlleistung und bringe den Kühler auch noch so unter, das er in gängige PC-Tower und auf möglichst viele Mainboards paßt? denn was nützt der beste Kühler, wenn ihn keiner oder nur wenige verbauen können?
Diese Fragen stellten sich natürlich auch für Noctua und so erwuchs ein Produkt, das dem Thermalright IFX-14 zwar grob betrachtet sehr ähnelt, aber im Detail doch differiert. Auf der anderen Seite lassen sich auf dem Weg zum Maximum Ähnlichkeiten kaum vermeiden, denn die Ingenieure werden an ihren CAD-Maschinen schlußendlich doch immer wieder zum selben Resutat kommen und alle exotischen Kühlerkonstruktionen sind bisher kläglich gescheitert. Das ist auch ein Grund, warum sich die aktuellen Top-20 Kühler so gleichen, auch wenn hier und dort sicherlich noch OEM und Lizenzbau eine Rolle spielen.
Schauen wir uns also gemeinsam an, ob Noctua den Führungswechsel realisiert hat und ob es sich lohnt, über 70 € für einen Luftkühler auszugeben, viel Spaß beim Vermehren der Erkenntnisse...




Lieferumfang:

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• Noctua NH-D14 CPU Kühler in Retail-Verpackung
• Befestigungsmaterial für die Sockel: 775, 1366, 1156, AM2, AM2+, AM3
• 1x120mm Noctua NF-P12 Lüfter, 1x140mm Noctua NF-P14
• U.L.N.A. Kabeladapter, Schraubendreher, Entkoppelungsstifte, Y-Split Kabel
• Wärmeleitpaste Noctua NT-H1
• Montageanleitung, Case Badge





Die technischen Daten: Noctua NH-D14 Kühlkörper

• Gewicht: 905g (ohne Lüfter)
• Konstruktionsprinzip: Tower Kühler
• Abmessungen: 160mm x 140mm x 130mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
• Material: Aluminium-Kupfer Hybrid
• Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser (U-Form), Kupfer (vernickelt)
• Material-Lamellen: Aluminium (0,4mm stark)
• Anzahl Lamellen: 2x42 Stück (vernickelt)
• Lamellen-Abstand: 2mm
• Bodenplatte: 12mm stark, Kupfer (vernickelt)
• Kühlfläche gesamt: ca. 6100cm²
• Lüfteroptionen: 1x oder 2x 120x120x25mm, 1x oder 2x 140x140x25mm
• Preis für den kompletten Kühler: ca. 73 €
• zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 775, 1366, 1156, AM2, AM2+, AM3 ->ohne Einschränkungen
• Garantie: 6 Jahre



Die technischen Daten: Noctua NF-P12 Lüfter


• Lüfter: Noctua NF-P12-1300
• Lagerung: SSO-Bearing
• Lüfterblätter: 9
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen: 120x120x25mm
• max. Luftdurchsatz: max. 92,3 m³/Std
• Leistungsaufnahme: 1,08 Watt
• Gewicht: ca. 165g
• Geschwindigkeit: ca. 1300 U/min ( + /- 10% )
• Geräusch: ca. 20 dBA
• Anschluß: 3-pin Molex
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: 40cm (sleeved)
• MTBF in Stunden: 150.000



Die technischen Daten: Noctua NF-P14 Lüfter


• Lüfter: Noctua NF-P14-1200
• Lagerung: SSO-Bearing
• Lüfterblätter: 9
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen: 140x140x25mm
• max. Luftdurchsatz: max. 110,3 m³/Std
• Leistungsaufnahme: 1,2 Watt
• Gewicht: ca. 152g
• Geschwindigkeit: ca. 1200 U/min ( + /- 10% )
• Geräusch: ca. 19 dBA
• Anschluß: 3-pin Molex
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: 40cm (sleeved)
• MTBF in Stunden: 150.000


MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

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Verarbeitung und erster Eindruck:

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Wie immer zu Beginn unserer technischen Betrachtung ein kleiner Größenvergleich der aktuell wirkungsvollsten Luftkühler, wo sehr deutlich wird, das getrennte Kühltürme respektive Radiatoren viel bewirken, denn der Thermalright IFX-14 und auch der Prolimatech Megahalems stehen in unserer Rangliste nicht ohne Grund so weit oben. Das Größe und Abmessungen aber auch niemanden mehr vor Ehrfurcht erstarren lassen, hat der Prolimatech Megahalems unlängst ohnehin eindrucksvoll bewiesen, zumal er durchaus die Kühlleistungen des Thermalright IFX-14 Vorzeigeboliden erreicht.
Der IFX-14 verfügt über insgesamt 108 Lamellen, der Noctua nur über 84, die aber großflächiger gefertigt wurden, so daß beide Kühler auf 6000cm² Kühlfläche kommen, wobei der Noctua sogar etwas darüber liegt. Viel entscheidender sind in diesem Fall aber die Lamellenabstände, die beim Noctua mit 2mm und beim IFX-14 mit 1,5mm bemessen wurden. Warum das so entscheidend ist, liegt auf der Hand, je kleiner der Lamellenabstand ->desto größer muß der Druck sein, mit dem die Kühlluft hindurchgeleitet wird. Einem Kühler mit schnell drehenden, volumenstarken und lauten Lüftern zu guten Kühlleistungen zu verhelfen, bedarf keiner ausgetüftelten Ingenieurskunst. Das Ganze leise zu bewerkstelligen und trotzdem eine adäquate Kühlung zu erreichen, kann nur die Devise sein und dafür sind dann schon einige Klimmzüge notwendig.
Über 1,2Kg Gesamtgewicht mit beiden Lüftern sind sicherlich keine Kleinigkeit, aber die aktuellen Sockel meistern das normalerweise ohne Probleme, zumal der Kühler ja großflächig verschraubt wird und an keinen fragilen Sockelnasen hängt. Die Bauhöhe erfordert breite PC-Gehäuse, ansonsten ist der NH-D14 Kühler nicht unterzubringen, d.h. im Klartext es sollten Gehäuse mit einer Mindestbreite von 190mm sein, wobei die Breite der Gehäuse manchmal durch eigenartige Seitenteilkonstruktionen künstlich geschmälert werden, insofern hilft dann wirklich nur ausmessen. Der Kühler verfügt über eine Bauhöhe von 160mm, dazu kommen Mainboardschrauben, Sockel und CPU, so daß noch einmal wenigstens 15 bis 20mm dazu addiert werden müssen. Da der Kühler nicht am Seitenteil anliegen sollte, erreichen wir die erwähnten 190mm sehr schnell.

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Was die Verarbeitung angeht, hat Noctua abermals viel Feinschliff walten lassen, die vernickelten Aluminium respektive Kupfer Bauteile sind eine Augenweide und müssen sich auch vor der Konkurrenz keineswegs verstecken. Die Aluminium-Lamellen hinterlassen einen enorm stabilen Eindruck, was sich einerseits durch ihre Wandstärke von immerhin 0,4mm erklärt. Zudem wurden sie sehr sorgfältig und aufwendig mit den Heatpipes verlötet und teilweise verhakt, so daß sich allein schon durch diese Maßnahme eine solide Basisstabilität einstellt.
Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir gleich enttäuschen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 2mm kein Blumentopf zu gewinnen. Dieser Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt, darum ist auch der Noctua Kühlkörper für passive Kühlungen nicht zu empfehlen und auch nicht konzipert. Wenn der Abstand minimal größer wäre (z.B. 2,5 oder 3mm) könnte der Lüfter auch bei 5 Volt Ansteuerung und wenig Druck relativ ungehindert die Lamellen passieren. Demzufolge benötigt auch der Noctua NH-D14 seitens der Lüfter schon entsprechendes Fördervolumen, wenn auch weniger als Kühlkörper mit nur 1,5mm Lamellenabstand.
Die sechs 6mm Heatpipes (Kupfer-vernickelt) erwachsen aus einer 12mm starken vernickelten Kupferbodenplatte und wurden in sauberen Radien in Richtung Lamellen gebogen, so daß beide Lamellentürme entsprechend versorgt sind. Es sind tatsächlich nur 6 Heatpipes und nicht 12, die Heatpipes wurden lediglich in U-Form angeordnet, das zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen. Ein Lamellenturm wurde etwas näher zur Bodenplatte positioniert als der andere, durch diese Asymmetrie wird geringfügig mehr Platz für sockelnahe Bereiche und Speicherslots geschaffen. Deutlich sichtbar sind die eingesteckten hellen Siliconleisten, damit die Lüfter keinen direkten Kontakt zum Kühler erhalten, womit gleichzeitig auch eine gewisse Entkoppelung erreicht wird.

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Die Vernickelung hat übrigens nicht nur optische Aspekte, sie verhindert natürlich in erster Linie die Korrosion der jeweiligen Bauelemente und das sehr nachhaltig und effektiv.
Noctua verzichtete auf eine konvexe Kühlfläche, auch wenn diese bei einigen Intel CPU-DIEs Vorteile erbringen könnte, weil diese gelegentlich konkav gefertigt sind, der Hut würde also besser zum Deckel passen. Trotzdem haben wir noch kein System erlebt, wo eine plane Kühlfläche nennenswerte Nachteile erarbeitete, ganz im Gegenteil. Insofern waren wir froh, das Noctua nun nicht auch noch auf den Konvex-Zug von Thermalright oder Prolimatech aufspringt. Die Oberflächengüte der Kühlfläche ist fernab jeglischer Kritik, hier wurde akribischer Feinschliff betrieben, so sollte es im Idealfall auch sein. Auffällig sind die symmetrischen Schleifmarken auf der Bodenplatte (Noctua nennt dies Micro-Grooves), mit denen Noctua eine bessere Verteilung der Wärmeleitpaste realisieren möchte.

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Kommen wir zu den Lüftern, von denen zumindest der NF-P14 eine komplette Neuentwicklung darstellt, die wir in unserem kommenden 140mm Lüfterroundup Part II noch eingehender beleuchten werden. Den kleinere NF-P12 finden wir z.B. auch beim bewährten Noctua NH-U12P CPU-Kühler, wo er einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ.
Nun werden sich aufmerksame Anwender sicherlich fragen: warum setzt Noctua zwei unterschiedlich große Lüfter ein? die Antwort ist so einfach wie plausibel, Noctua möchte erreichen, das der unten überstehende 140mm Lüfter die sockelnahen Bereiche und somit Mosfets und Spannungswandler mit seinem Luftstrom tangiert.
Beide Lüfter verfügen über sorgfältig ummantelte (gesleevte) 40cm lange Kabel, an deren Ende 3-pin Molexstecker sitzen, was wir durchaus nicht als Nachteil erachten. Das Thema PWM beäugen wir immer mit einer gehörigen Portion Skepsis, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl, insofern waren wir nicht sonderlich traurig, das Noctua darauf verzichtete.
Wer über keine Lüftersteuerung und/oder Mainboard Optionen verfügt und die Lüfter in seiner Drehzahl absenken möchte, kann dies auch über die mitgelieferten beiden Ultra-Low-Noise-Adapter (U.L.N.A.) tun, die Drehzahlreduzierungen auf 900 U/min ermöglichen.
Die neu konstruierten Verhakungen ermöglichen endlich eine kinderleichte Montage der Lüfter, ohne das mühsam gebogen werden muß, was gleichermaßen die Lamellen und unsere Hände schützt. Die kleinen schwarzen Hakenpins sind auch auf andere Lüfter adaptierbar (siehe Scythe Slipstream Referenzlüfter), allerdings nicht auf unsere Noiseblocker Multiframe MF12 Referenzlüfter, deren dicke Gummiecken dies erfolgreich verhindern.




Der Einbau:

Wie schon fast obligatorisch vergügt Noctua über eine vorbildliche Mainboard Kompatibilitätsliste, an der sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen dürfen. Auf unseren drei Sockel 775 Mainboards paßte der Kühler ebenfalls problemlos (Asus P5W DH Deluxe, Asus P5E64 WS Evolution und Asus P5E3 WS Professional).

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Die Prinziskizze von Noctua macht noch einmal deutlich, welche Freiräume vorhanden sind bzw. vorhanden sein sollten.

Schon sind wir bei den Einbau Details, zu dem wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt. Welche Paste ihr verwendet, spielt durchaus auch eine Rolle, darum legen wir euch an dieser Stelle unser Wärmeleitpasten Roundup 2009 ans Herz, damit ihr euren entsprechenden Favoriten findet. Die mitgelieferte Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste wurde dort ebenfalls getestet.

Die Kühlfläche des Noctua NH-D14 haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was auch gleichzeitig den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir grundsätzlich für alle Kühler auch weiterhin die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen kommt.
Über die Pushpin Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der einzelne Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Dieses Pushpin Fiasko hat uns Noctua freundlicherweise erspart, da der Kühler grundsätzlich über eine Backplate verschraubt wird. Aktuelle AMD Mainboards bringen meist schon ab Werk eine Backplate mit, so daß Noctua hier gespart hat, sollte dennoch eine vonnöten sein, so kann der Support von Noctua entsprechend kontaktiert werden.

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Der Einbau also solcher ist eigentlich recht einfach und chronlogisch festgelegt, für unerfahrene Anwender sollte die beiden Anleitungen (jeweils eine für Intel und AMD) von Noctua offene Fragen klären können.
Durch die Backplate (mit der gummierten Seite gen Mainboard) werden die vier Bolzen gesteckt und je nach Sockel (Vorschriften beachten) auf der Mainboardoberseite mit passenden schwarzen Gummitüllen bestückt. Dort werden die beiden Bügel passend aufgesetzt und mit den Rändelmuttern fixiert. Sollte sich der Sockelbügel für die CPU-Aufnahme nicht mehr öffnen lasen, so dreht einfach eine der Rändelmuttern (oder auch beide) wieder ab und öffnet den Bügel dann, so daß die CPU eingesetzt werden kann.

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Abschließen setzen wir den Kühlkörper auf die fertig vorbereiteten Montagebügel und verschrauben ihn gleichmäßig über die beiden großen Rändelmuttern. Die Ausrichtung spielt natürlich eine entscheidene Rolle, denn wir wollen unsere Abwärme ja möglichst schnell aus dem Gehäuse herausbefördern, insofern wäre eine Ausrichtung gen Netzteil kontraproduktiv und die Ausrichtung gen absaugenden Gehäuselüfter ideal. Nicht zuletzt darum, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit in Richtung absaugendem Gehäuselüfter abtransportiert wird und unser Netzteil nicht zusätzlich belastet wird.
Für AMD Besitzer ist eine freie Ausrichtung zumindest eingeschränkt möglich, die Kühlerbefestigung wurde so konzipiert, das auf aktuellen AMD Mainboard eine automatische Ausrichtung gen Gehäuselüfter erfolgt. Das kann natürlich je nach Mainboard Layout variieren, insofern treffen wir ganz sicher keine allgemeingültige Aussage dazu.
Eng wird es trotzdem und zwar bezüglich der RAM Bänke, der Kühler ragt weit über die Speicherbänke hinaus, so daß Speichermodule mit ausladenden Kühlkörpern zum Problem mutieren.

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Lösen läßt sich die Problematik nur, in dem man entweder keine Speicher mit ausladenden Kühlkörpern einsetzt, den Lüfter höher setzt, wodurch er einen gehörigen Teil am Kühlkörper vorbeibläst, oder in dem man z.B. bei den Corsair Dominatoren die obere Kühlerleiste entfernt. Als adäquate Lösung empfinden wir den Einsatz von passenden Speichermodulen, Lösung zwei und drei rangieren ganz klar unter Provisorium, was die Perfektionisten unter euch sicherlich genauso ablehnen würden. Selbstverständlich kann man den hinteren 120mm Lüfter weglassen, womit das Problem ebenfalls gelöst wäre, aber warum sollte man die Leistungsfähigkeit dieses Kühlers künstlich beschneiden?

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Zwecks Montageerleichterung sollte ihr den Kühlkörper zunächst ohne Lüfter verschrauben, das erspart unnötiges Gefummel. Die Lüfter lassen sich hinterher sehr bequem und völlig stressfrei verhaken. Eine horizontale respektive vertikale Ausrichtungs-Direktive entfällt bei der U-Form der Heatpipes, darum spielt es keine Rolle, wie der Kühler auf dem Mainboard ausgerichtet und verbaut wird. Damit wäre die Montage auch schon finalisiert und nach dem Anstecken der Lüfterstromkabel auf dem Mainboard oder an eurer Lüftersteuerung kann das System in Betrieb genommen werden.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerung des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Darüber hinaus fehlt natürlich die geniale Entkoppelung von Noiseblocker. Dafür bietet er überragende Luftvolumina, die gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken können, somit war er für den Alpenföhn Test wie schon so oft unsere erste Wahl.





Die Tests:

Mit Core Temp 0.99.5, dem Hardware Monitor 1.15 und Everest Ultimate Edition 5.30.1946 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Da wir ausschließlich unser aktuelles Asus P5E64 WS Evolution Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 775 Kühler noch einmal getestet, wodurch sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben konnten.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultieren.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen:

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Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test unsere Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test alle Lüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Darüber hinaus haben wir aber auch die Noctua Lüfter in den Test einbezogen, so daß die o.g. Tests sowohl mit dem Refrerenz-Lüfter, als auch mit den beiden Noctua dargestellt sind. Verglichen haben wir den Noctua NH-D14 Kühler mit allen bisher getesteten Kühlern:


Temperaturvergleichswerte Sockel 775 Referenzlüfter: 1200 U/min
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
Noctua NH-D14 + 2xScythe Slipstream 1200 31°C 43,5°C
ichbinleise®40XX + HR10 2x120+1x80mm 33°C 45°C
Prolimatech Megahalems + Slipstream 1200 34°C 46°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 + IFX10 34,5°C 46,5°C
Scythe Mugen 2 + Slipstream 1200 34,5°C 47°C
Thermalright IFX-14 2x140mm 35°C 47°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 35,5°C 48°C
Alpenföhn Nordwand 35,5°C 49°C
Thermolab Baram + Slipstream 1200 35,5°C 49°C
Xigmatek Thor's Hammer + Slipstream 1200 36°C 49,5°C
Noiseblocker TwinTec + Slipstream 1200 37,5°C 51,5°C
Noctua NH-U12P + Noctua P12 1300 38°C 52°C
Alpenföhn Brocken + Slipstream 1200 38°C 52,5°C
Xigmatek S1284 Achilles 38,5°C 52,5°C
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 39°C 53°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C
Thermalright Ultra 120 extreme 39°C 53,5°C
Zerotherm BTF90 40°C 54°C
Scythe Mugen 41,5°C 55,5°C
Scythe Zipang 2 41,5°C 55,5°C
Thermalright AXP-140 42°C 55,5°C
Scythe Kabuto 42°C 56°C
Noctua NH-C12P 42°C 56°C
Cooler Master V8 42,5°C 56,5°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C
NoiseBudget Thermalright SI-128 46,5°C 61,5°C
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C
Intel -boxed- (Penryn) 50°C 68°C















Von Null auf Platz eins konnten wir zuletzt 2007 bestaunen, Noctua hat es mit dem NH-D14 also tatsächlich geschafft. Die Abstände sind zwar nicht so gewaltig, aber trotzdem respektabel. Wichtig waren für uns die Vergleiche unter 1200 U/min und 700 U/min, denn einen durchschnittlichen Kühler mit 2000 U/min auf einen Podestplatz zu manövrieren, wäre generell keine nenneswerte Leistung, zumal sie mit entsprechendem Lärm erkauft wird. Noctua kann sowohl mit einem Scythe Slipstream 1200 Pärchen, als auch mit den eigenen Lüftern absolut punkten.
Für einen reinrassigen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen (2mm Abstand) zu eng zusammen, auch wenn der Passivtest auf unserem System mit dem relativ genügsamen Intel Core 2 Duo E7400 gar nicht so schlecht ausfällt. Dazu sollte man berücksichtigen: die Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar grundsätzlich eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars thermische Auswirkungen erzeugt. Darüber hinaus erhöht sich durch den engen Lamellenabstand natürlich der Strömungswiderstand. Um das zu kompensieren, bedarf es eben eines Lüfters mit entsprechendem Druck sprich Fördervolumen.
Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Lüfters stellt ein weiteres wichtiges Test Kriterium dar. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Eventuelle PWM Funktionen klammern wir für unsere Tests grundsätzlich aus, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität einfach noch keine konstant hohes Niveau erreicht, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Der Scythe Slipstream 1200 Lüfter fristet nicht ohne Grund schon einige Zeit sein Dasein in unserer Referenzliste, da er immer dann zum Einsatz kommt, wenn enge Lamellen entsprechenden Druck benötigen. Der Scythe Slipstream konnte sich abermals in allen Belangen gekonnt in Szene setzen. Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1216 U/min (803 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 25,5 dBA (18,5 dBA). Bei 5 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter noch mit 536 U/min und erzeugt 14 dBA. Dazu gesellen sich nahezu nebengeräuschfreie Lager und eine Scalierung von 4,6 bis 13,8 Volt.
Kommen wir zu den Werkslüftern des Noctua NH-D14:
Nach einer grundsätzlichen Einlaufzeit von einer Stunde (dies handhaben wir bei neuen Lüftern grundsätzlich so), entwickelte der Noctua NF-P12 einen sehr ausgewogenen Eindruck. Bei 12 Volt und realen 1284 U/min "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 24,5 dBA (0,5 sone) Schalldruck, bei einer Absenkung auf 7 Volt rotiert der Lüfter mit 871 U/min und erzeugt dabei 18,5 dBA Schalldruck (0,1 sone) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter nur noch mit 647 U/min und erzeugt knapp 14 dBA (0,1 sone). Die Lagerung des Lüfters erweist sich dabei als relativ störgeräuschfrei. Das ist insofern positiv zu charakterisieren, als wir schon einige P12 Lüfter im Test begutachten durften, die zu leichtem Brummen neigen.
Der Noctua NF-P14 rotierte unter 12 Volt Ansteuerung mit 1202 U/min und erzeugte dabei 26,5 dBA (0,7 sone). Die Absenkung auf 7 Volt reduzierte die Drehzahl auf 878 U/min und die Geräuschkulisse auf 20,5 dBA (0,1 sone). Unter 5 Volt lief der Lüfter ebenfalls noch an und produzierte bei 607 U/min nur noch 15,5 dBA Schalldruck (0,1 sone). Die Lagerung des NF-P14 agierte dabei absolut störgeräuschfrei, somit dürfte er sich einen nicht unverdienten Platz unter den aktuell besten 140mm Lüftern sichern, wobei die Absenkung auf 7 Volt dafür fast schon zwingend erforderlich ist, zumindest wenn ein leises System das Ziel unserer Bemühungen sein soll.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review erarbeiteten Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System beziehen!




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

• Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

• Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

• Es hat diesbezüglich in den letzten 2 Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben, über welche die Gleitlagertechnik zum Teil deutlich optimiert werden konnte. So existieren seit geraumer Zeit die von Sony patentierte Fluid Dynamic Bearing und die NB Nano-SLI Gleitlager von Noiseblocker. Beide Techniken bilden aktuell die Speerspitze in punkto Innovation und Laufruhe.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

• Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

• Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

• Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an. Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

• Interessant ist auch der Durchmesser der Lüfternaben, da sie Rückschlüsse auf die zu erwartende Luftfördermenge zulassen. Der Grund dafür sollte einleuchten, je kleiner die Nabe, desto größer ist die Strömungsfläche. Rückschlüsse auf die Qualität oder Laufruhe der Lager lassen die Nabendurchmesser allerdings keine zu. Es existieren große Naben mit laufruhigen Lagern ebenso, wie kleine Naben mit klappernden oder schleifenden Lagern.

• Ein immer wieder nachzulesendes Klischee wollen wir nicht unkommentiert stehen lassen, es existieren keine unhörbaren Lüfter und sei im Idealfall nur das Geräusch der Luftverwirbelungen, aber unhörbar ist ein Lüfter definitiv nie ! wenn er nicht zu hören ist, läuft er nicht...
Des weiteren sollte man berücksichtigen, das viele Lüfter auf ihre Nenndrehzahl hin optimiert wurden, d.h. wenn ein Lüfter auf 12Volt justiert wurde, kann es durchaus sein, das er bei 7 oder 5 Volt Ansteuerung unerwünschte Nebengeräusche fabriziert. Das nur für all diejenigen, die glauben, das ein guter Lüfter in allen Ansteuerungsvarianten Nebengeräuschfrei sein muß. Natürlich wäre dies wünschenswert, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen nun mal in der Technik nicht selten weit auseinander...

Unsere bisherigen Lüftertests:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


120mm Lüfterroundup 2009






Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite vorsichtig entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch. Die Kühllamellen des Noctua NH-D14 Kühlers kann man natürlich ebenso problemlos mit Druckluftspray und Pinseln reinigen.




Fazit:

"Der König ist tot, lang lebe der neue König" und der heißt Noctua NH-D14, anders kann unser Fazit nicht lauten. Wir erleben mit diesem neuen Highend Kühler zwar keinen Quantensprung, aber was die Luftkühlung aktuell hergibt, hat Noctua umgesetzt und das auf beeindruckende Art und Weise. Die Kühlleistung stellt sich in allen Belangen als herausragend dar und die ausgezeichneten Lüfter ermöglichen neben der schieren Unterstützung auch einen leisen Betrieb, so man sie denn herunterregelt. Dazu gesellt sich ein extraordinäres Zubehörpaket, in dem wirklich nichts fehlt, insofern können wir den derzeitigen Preis von knapp über 70 € keinesfalls als zu teuer bewerten.
Einziges Manko bei aller Euphorie ist die Kompatibilität, denn der Kühler kann, je nach Mainboardlayout, weit auf die Speicherbänke ragen und nicht jedes Speichermodul verfügt wie Corsair über abschraubbare Kühlerleisten. AMD Besitzer finden auch kein grundsätzlich ideales Umfeld vor, auch wenn der Kühler in seiner Grundstruktur auf den ausblasenden Gehäuselüfter ausgerichtet wurde, entscheidend ist das Mainboard Layout und diesbezüglich kann es durchaus so sein, das diese Ausrichtung eben nicht möglich ist.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• wertige edle Haptik
• ausgezeichnete Verarbeitung
• sehr stabile Lamellen (0,4mm)
• herausragende Kühlleistungen
• sehr hohe Leistungsreserven
• für die Größe noch akzeptables Gewicht
• sehr stabile Befestigung dank Verschraubung
• gute Sockel Kompatibilität
• sehr gute Lüfter-Flexibilität (120+140mm)
• sehr gute Lüfterentkoppelung und Befestigung
• ausgezeichnete Lüfter
• exzellentes Ausstattungspaket
• gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 73 €)
• sehr lange Garantiezeit (6 Jahre)

Minus:
• Kompatibilität

Wer den aktuell leistungsstärksten Luftkühler mit dem ausgewogensten Gesamtpaket sucht, fährt mit dem Noctua NH-D14 auf der Ideallinie, daran besteht unsererseits überhaupt kein Zweifel. Wer das passende PC-Gehäuse samt Mainboard Layout besitzt, sollte mit Knecht Ruprecht einen Beratungstermin vereinbaren, damit später nicht das falsche Geschenk unterm Weihnachtsbaum liegt...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Noctua NH-D14 CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Noctua


Noctua NH-D14 bei Caseking


Wir bedanken uns bei Noctua sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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25.11.2009 08:43 Cerberus is offline Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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