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Scythe Andy Samurai Master CPU-Kühler

- Update -





Einleitung:

Ein Hybrid-Kühler von Scythe...? wer sich verwundert die Augen reibt, dem sei gesagt, das Scythe neben seinen Tower-Kühlern schon immer auch konventionelle Kühler gefertigt hat, dies ist also durchaus keine Rückkehr zu Anachronismen...
Mit dem neuen Andy Samurai Master möchte Scythe nun auch einen High-End Hybridkühler bieten, der den hauseigenen Tower-Kühlern kühltechnisch in nichts nachsteht und dabei weniger Platz benötigt, was dem Endanwender mit engen Gehäuse sicherlich entgegenkommt. Das Thermalright für diese spezielle Kühlersparte eine beinahe ideale Konstruktionsform gefunden hat, bestätigten schon andere Hersteller mit sehr ähnlichen Exemplaren und so verwundert es wenig, das auch der neue Scythe dem SI-128 zumindest nicht unähnlich ist.
Wir waren sehr gespannt, wie sich das neue "Mitglied der japanischen Kriegerkaste" im rauhen Testalltag schlagen würde, insbesondere im direkten Vergleich zum Scythe Infinity, unserem bisherigen Referenzkühler. Alles weitere erfahrt ihr in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Scythe Andy Samurai Master.
- Scythe 120mm Lüfter.
- Montageanleitung.
- Wärmeleitpaste.
- Befestigungsmaterial für versch. Sockel.




Die technischen Daten - Kühlkörper -:

- Gewicht: ca. 685g (mit Lüfter).
- Abmessungen: (L) 125mm x (B) 137mm x (H) 104mm (ohne Lüfter).
- Material: Kupfer-Aluminium Hybrid.
- Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser.
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Anzahl Lamellen: 65 Stück.
- Lamellen-Abstand: 1mm.
- Kühlfläche gesamt: ca. 3600cm².
- Bodenplatte: Kupfer, 2mm stark.
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Intel Sockel 775/478 ->ohne Einschränkungen.
AMD Sockel 754/939/940/AM2 ->ohne Einschränkungen.


Die technischen Daten - Lüfter -:

- Lüfter: Scythe.
- Lagerung: Gleitlager.
- Lüfterblätter: 7.
- Lüftergehäuse: Kunststoff.
- Abmessungen: 120x120x25mm.
- max. Luftdurchsatz: ca. 79 m³/Std.
- Gewicht: ca. 140g.
- Geschwindigkeit: ca. 1200 U/Min.
- Geräusch: ca. 23,5 dBA.
- Anschluß: 3-Pin Molex.
- Tachosignalleitung: vorhanden.
- Kabellänge: 35cm.
- MTBF in Stunden: 150.000.
- Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre
- Preis für den kompletten Kühler: ca. 51€.




Der Intel-Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6700
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe
Grafikkarte
BFG Geforce 8800GTX
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint T133 400GB 16MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Gehäuse
Cooler Master Stacker STC-T01
Netzteil
Seasonic S12 Energy Plus 550Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine 120mm @5Volt




Der AMD-Testrechner:

CPU
Athlon64 FX-60 Dualcore
Mainboard
DFI LANPARTY nF4 SLI-DR
Grafikkarte
2x Leadtek PX7900 GT TDH Extreme im SLI-Verbund
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS
Festplatten System
2x Western Digital Raptor X 150GB SATA an SI-3114 als Raid-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760A
DVD-ROM
Toshiba M-1712
Gehäuse
Coolermaster Stacker RC-810-SKN1
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine/1000




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Der Größenvergleich zum Scythe Infinity, Thermalright SI-120 und der Intel boxed Variante macht deutlich, das die Dimensionen des Andy Samurai Master in einem überschaubarem Rahmen bleiben, so daß kaum mit Kompatibilitätsproblemen zu rechnen sein dürfte und für schmale HTPC's beispielsweise hat Scythe auch entsprechend flachere Kühler im Angebot.
Die Verarbeitung bewegt sich auf sehr hohem Niveau, alle 65 Kühllammelen wurden sauber gefertigt und weisen einen Abstand von 1mm zueinander auf. Scythe hat die Lamellen in der sogenannten "Infinity Interleave Fin Structure" angeordnet, d.h. jeweils drei Kühlfinnen sind räumlich zu den benachbarten Lamellen zur Kühlermitte hin versetzt worden.
Die Lamellen hinterlassen durchaus keinen labilen Eindruck, sind aber im Vergleich zum Infinity doch etwas weniger flexstabil.
Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet, beträgt etwas mehr als 3600cm². Berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren...

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Der Lamellenabstand von 1mm begünstigt keinen Passivbetrieb, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, aber dafür wurde der Kühler auch nicht konzipiert.
Aus der Kupferbodenplatte erwachsen jeweils 6 Stück akurat vernickelte 6mm Heatpipes Richtung zu den 65 oberen Lamellen, die in 49 große und 16 kleinere Exemplare differenziert sind. Als Abschluß dienen schicke Hutmuttern, die sich nahtlos ins Finish integrieren.
Der Kühlblock oberhalb der Kühlergrundplatte hat insgesamt 140 Kühlstifte und unterstützt somit wirkungsvoll die Grundplatte.

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Die Kühlbodenfläche ist absolut eben und gut poliert worden, was leider auch in dieser Preisklasse durchaus kein Selbstläufer ist.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann."
Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der ist ja mit dem 120mm Lüfter vorhanden.

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Der 120mm Lüfter des Samurai Master ist identisch mit dem des Infinity Kühlers, keine schlechte Wahl, bietet er doch eine hohe Fördermenge bei guter Scalierung (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und hoher Laufruhe.




Der Einbau:

Eine Kompatibilitätsliste von Scythe existiert inzwischen: Link, der Andy Samurai Master fehlt ebenfalls nicht, so daß diese Liste auch für diesen Test ihre Relevanz aufweist.

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Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.
Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine polierte Bodenplatte und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Arctic Silver 5) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des Scythe haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Es bieten sich allerdings eine Alternative an, die wir nicht unerwähnt lassen wollen:

Scythe Universal Retention Kit...die Alternative


Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. keine verschleißträchtige Push-Pin Befestigung mehr
2. stabilisierende Backplate
3. genügend Druck auf die CPU-DIE
4. immer wieder verwendbar
5. geringe Mehrkosten

Das Mainboard muß zwar weiterhin für den Einbau ausgebaut werden, aber um den Preis einer nachhaltig stabilen Befestigung des Kühlers wäre dies nun wirklich das kleinere Übel...

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Die Sockelflexibilität durch VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) ist wirklich vorbildlich, wobei sich der Einbau auf einem aktuellen AMD System zur Zeit am einfachsten gestaltet.
Zumindest ist aber beim Samurai Master um die Push-Pins herum genügend Platz vorhanden, so daß das Eindrücken der Pins definiert stattfindet und nicht über Zusatzhebel oder andere abrutschträchtige Hilfsmittel.
Wir haben uns beim P5W DH Deluxe dafür entschieden, das ausladende Heck des Scythe über die Frequenzgeneratoren (PLL) und Transistoren (MOSFET's) zu plazieren, was die speziellen Konstruktionsaspekte dieses Kühlers zur Geltung bringt, denn schließlich wollen wir exakt diesen sensiblen Bereich tatkräftig mitkühlen.
Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 3.01.652 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2001 und Prime 95 erhalten haben. 3D Mark 2001 lief ausschließlich im Softwaremodus, um die CPU und weniger die Grafikkarte zu fordern. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben, damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultiert.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung absaugendem Gehäuselüfter montiert, damit die Luftzirkulation in unserem Gehäuse nicht beeinträchtigt wird und die Spannungswandler >Grafikkarte und nahe Bauteile nicht mit armer Abluft konfrontiert werden.
Verglichen haben wir den Scythe mit allen bisher auf den Sockeln 775 und 939 getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:

Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
Scythe Infinity 32°C 41°C 35°C 46°C 33°C 40°C 44°C 61°C
Andy Samurai Master 34°C 43°C 39°C 49°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 38°C 48°C 41°C 49°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 41°C 50°C 42°C 53°C 42°C 46°C n/a n/a
Aerocool X-Fire 44°C 56°C 48°C 59°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 49°C 60°C 54°C 64°C 46°C 50°C n/a n/a



Temperaturvergleichswerte Sockel 939
Kühler:
CPU 12V -idle-
CPU 12V Last
CPU 5V idle
CPU 5V Last
PWM idle
PWM Last
passiv idle
passiv Last
Scythe Infinity 25°C 35°C 28°C 38°C 38°C 46°C 34°C 59°C
Andy Samurai Master 26°C 37°C 29°C 39°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 27°C 37°C 29°C 38°C 36°C 43°C n/a n/a
Thermalright SI-120 28°C 37°C 31°C 40°C 37°C 44°C n/a n/a
NoiseBudget SI-120 29°C 39°C 32°C 42°C 37°C 44°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 32°C 40°C 34°C 43°C 40°C 48°C n/a n/a
Aerocool X-Fire 32°C 41°C 34°C 44°C 41°C 49°C n/a n/a
AMD -boxed- 35°C 43°C 40°C 51°C 43°C 52°C n/a n/a

Der Scythe Andy Samurai Master glänzt mit sehr guten Kühlleistungen, wird aber von der hauseigenen "Konkurrenz" in Form des Infinity geschlagen. Insbesondere unter 5 Volt fällt der Samurai etwas zurück, ein Tribut an die enger stehenden Lamellen und die geringere Kühlfläche (Samurai Master= 3600cm² >Infinity= 4400cm²).
Für einen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen des Scythe zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 12Volt(7 Volt) und realen 1170 U/min(850 U/min.) "belastet" der Scythe-Lüfter das menschliche Ohr mit 24.5 dBA(18 dBA) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter mit 690 U/min und erzeugt 13 dBA. Das sind sehr erfreuliche Daten, zumal all dies ohne störende Lagergeräusche, wie Klappern oder Schleifen vonstatten ging.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle aber deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-Systemen beziehen.



Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Scythe Infinity kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Scythe hat ihrem Mitarbeiter Andy Bunen mit dem Samurai Master auch namentlich ein kleines Denkmal gesetzt, der das ganze Scenario mit einem skeptischen Blick von der Verpackung heraus kontrolliert. Er hat aber eigentlich keinen Grund dazu, denn auch dieses Scythe Produkt konnte uns nachhaltig überzeugen und reiht sich nahtlos auf Platz Zwei unserer bisherigen Bestenliste ein.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- ausgezeichnete Verarbeitung.
- sehr gute Kühlleistung.
- sehr hohe Leistungsreserven.
- sehr laufruhiger Lüfter, insbesondere unter 7V und 5V.
- kaum zu erwartende Kompatibilitätsprobleme.
- für die Größe noch akzepables Gewicht.
- gute Sockel-Flexibilität.
- komplette Ausstattung.
- noch gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 50€).

Minus:
- fummelige Push-Pin und Lüfterbefestigung.

Wer einen ausgezeichneten Kühler sucht und wegen Platzmangel oder Layout-Problemen auf den Infinity verzichten muß, ist mit dem Andy Samruai Master vorzüglich versorgt, das können wir nach unserem Tesst nur ausdrücklich unterstreichen. Wenn Scythe sich bezüglich der Lüfterbefestigung noch etwas praktikableres einfallen lassen würde, wäre auch dieser Bereich in trockenen Tüchern...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Scythe Andy Samurai CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Scythe


Wir bedanken uns bei Scythe Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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02.02.2007 15:32 Cerberus is offline Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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