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Achtung Aerocool X-Fire CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Aerocool X-Fire CPU-Kühler






Einleitung:

Neue Prozessoren bedürfen in der Regel nicht nur neue Mainboardsockel, sie verlangen zu meist auch neue oder zumindest geänderte Kühler, denn in den seltensten Fällen läßt sich dies mit Adaptern oder anderen Vorrrichtungen bewerkstelligen. Schon sind wir beim Thema und da wir in der Vergangenheit hauptsächlich Kühler-Tests für Sockel 478 und Sockel 939 reflektierten, verlangt spätestens der Aufbau unseres Core 2 Duo Systems die Beschäftigung mit entsprechend neuen Kühlern. Aus diesem Grund werden wir uns in den nächsten Wochen zunächst mit 3 interessanten Kandidaten unterschiedlichster Schattierung für den Sockel 775 beschäftigen, den Anfang macht dabei der X-Fire aus dem Hause Aerocool.
Aerocool konnte in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis stellen, das mit ihnen zu rechnen ist, wenn es um leistungsstarke und preiswerte Kühllösungen geht. Der X-Fire soll zu einem attraktivem Preis (ca. 31 €) möglichst viele Sockelbereiche abdecken, alls da wären LGA775/754/939/940/AM2. Ob es Aerocool gelingt, ein möglichst großes Kompatibilitätsspektrum zu schaffen und darüber hinaus auch noch gut zu kühlen, erfahrt wie immer in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Aerocool X-Fire Kühlkörper.
- Aerocool 120mm Lüfter.
- Montageanleitung (Englisch).
- Wärmeleitpaste.
- Befestigungsmaterial.




Die technischen Daten - Kühlkörper -:

- Gewicht: 324g.
- Abmessungen: (L) 118mm x (B) 46mm x (H) 22 mm .
- Material: Kupfer-Aluminium Hybrid.
- Heatpipes: 2 Stück a´6mm Durchmesser -vernickelt- .
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Anzahl-Lamellen: 50 Stück.
- Lamellen-Abstand: 1,5mm.
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Intel Sockel 775 ->ohne Einschränkungen.
AMD Sockel 754/939/940/AM2 ->ohne Einschränkungen.


Die technischen Daten - Lüfter -:

- Lüfter: Aerocool.
- Lagerung: Gleitlager.
- Lüfterblätter: 7.
- Lüftergehäuse: Kunststoff.
- Beleuchtung: weiße LEDs.
- Abmessungen: 120x120x25mm.
- max. Luftdurchsatz: ca. 89 m³/Std.
- Gewicht: ca. 106g.
- Geschwindigkeit: ca. 1500 U/Min.
- Geräusch: ca. 24 dBA.
- Anschluß: 3-Pin Molex.
- Leistungsaufnahme: max. 3 Watt.
- Tachosignalleitung: vorhanden.
- Kabellänge: 50cm.
- MTBF in Stunden: 120.000.
- Spannung: 10-14 V.
- Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre
- Optionen: Lüftersteuerung.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Intel-Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6700
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe Bios 1305
Arbeitsspeicher
G.Skill F2-6400PHU2-2GBHZ 2048MB
Grafikkarte
Asus Extreme N7950GX2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Samsung SH-D163 SATA
Gehäuse
Cooler Master Stacker STC-T01
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine 120mm




Der AMD-Testrechner:

CPU
Athlon64 FX-60 Dualcore
Mainboard
DFI LANPARTY nF4 SLI-DR
Grafikkarte
2x Leadtek PX7900 GT TDH Extreme im SLI-Verbund
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS
Festplatten System
2x Western Digital Raptor X 150GB SATA an SI-3114 als Raid-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760A
DVD-ROM
Toshiba M-1712
Gehäuse
Coolermaster Stacker RC-810-SKN1
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine/1000




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Beim direkten Vergleich mit der boxed Variante von Intel werden die Dimensionsunterschide mehr als deutlich, wenngleich der X-Fire Kühler noch verhältnismäßig überschaubar aufgebaut ist, was die Größe angeht, da gibt es ganz andere Boliden...
Die Verarbeitung bewegt sich auf gutem Niveau, alle 50 Kühllammelen wurden sauber gefertigt. Wenn man nun den Klassenprimus Thermalright zum Vergleich heranzieht, fehlt dann aber doch noch einiges an Feinschliff.
Was uns garnicht gefällt, ist die Tatsache, das die Gewindebohrungen in der Kühlkörperverkleidung scheinbar nicht wirklich mit dem Lüfter harmonieren, denn die Schrauben sitzen schief, wenn sie festgezogen werden, daran ändert auch ein anderer Lüfter nichts. Nun stellt dies keinen gravierenden Sicherheitsmangel dar, zumal die Schrauben keine wirklichen Scherkräfte verdauen müssen, ein ärgerlicher und unnötiger Verarbeitsmangel ist es allemal...

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Die Bodenplatte enthält Einkerbungen, in welche die Heatpipes integriert und entsprechend verlötet wurden. Von der Grundfläche aus bilden die Hälfte der 50 Aluminium-Lamellen eine Einheit, die mit jeweils einer Heatpipe verbunden wurde. Die Heatpipes winden sich fast kreuzförmig richtung Kühllamellen, daraus resultiert wohl auch der Name X-Fire, zumindest wäre das eine halbwegs logische Erklärung für die Namensgebung.

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Der Abstand zwischen den Kühllamellen beträgt 1,5mm, dieser Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich negative Auswirkungen erzeugt, darum ist der X-Fire für passive Kühlungen nicht zu empfehlen und auch nicht konzipert.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann."
Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der ist ja mit dem 120mm Lüfter grundsätzlich vorhanden.
Die Bodenplatte mit dem vernickelten Kupferkern ist absolut eben, in dieser Preisklasse leider durchaus keine Selbstverständlichkeit, lediglich bei der Politur sollte noch etwas mehr Feinschliff erfolgen.

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Der Aerocool Lüfter paßt zumindest optisch gut im Gesamtkonzept des Kühlers, inwieweit sich das Gleitlager und die Strömungsgeräusche auf das Ohr des "Betrachters" auswirken, klären wir im Testsegment dieses Artikels.
Die Beleuchtung gehört auf jeden Fall zu den Highlights des Lüfters, das helle aber nicht zu grelle weiße Licht bietet einen schönen Kontrast zum oft doch recht tristen Innenleben eines Rechners.
Eine Anmerkung noch zur Gewichtsangabe von Aerocool, denn diesbezüglich sind für uns nicht nachvollziehbare Fehler vorhanden. Aerocool gibt das Gesamtgewicht mit 126 Gramm an, tatsächlich wiegt der Kühler aber 430 Gramm komplett mit dem Lüfter und 324 Gramm ohne Lüfter. Eventuell hat man irrtümlicherweise das Gewicht des Lüfters auf der Homepage eingetragen, denn der kommt mit seinen tatsächlichen 106 Gramm der Gewichtsangabe sehr nahe...




Der Einbau:

Eine Kompatibilitätsliste seitens Aerocool existiert zur Zeit nicht, insofern können wir dazu auch keine Angaben veröffentlichen. Auf Grund der doch eher moderaten Ausmaße sind aber eigentlich keine größeren Kompatibilitätsprobleme zu erwarten.

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Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.
Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine polierte Bodenplatte und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Arctic Silver 5) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des X-Fire haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste rückstandlos entfernt werden.
Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Wer es sich nicht wirklich zutraut, sollte den Kühler einbauen lassen. Ansonsten bitte möglichst bei ausgebautem Mainboard den Kühler einbauen, zumindest wenn es sich um Sockel 775 Prozessoren handelt.
Eine sehr schön bebilderte Anleitung hat Aerocool auf seiner Webseite zur Verfügung gestellt, die den Vorgang für Sockel 775 und K8 gut erläutert:

Einbauanleitung Sockel 775 und K8


Da die Kühleinheit des X-Fire mittig aufgebaut ist, spielt es auch keine Rolle, wie man ihn auf dem Mainboard positioniert, einen besseren oder schlechteren Kühleffekt erzielt man dadurch nicht.
Auf eines wollen wir an dieser Stelle noch hinweisen:
Nicht nur die ebene Kühlfläche des Kühlers spielt eine wichtige Rolle beim optimalen Kontakt zueinander, auch die Ebenheit der CPU-DIE sollte nicht unterschätzt werden, uns wurde schon von Prozessoren berichtet, die alles andere nur keine ebene Außenhaut vorweisen konnten, im Zweifel also unbedingt kontrollieren, denn das gleicht selbst die beste Wärmeleitpaste nicht mehr aus.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 3.01.652 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2001 und Prime 95 erhalten haben. 3D Mark 2001 lief ausschließlich im Softwaremodus, um die CPU und weniger die Grafikkarte zu fordern. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (bei Core 2 Duo wenig sinnvoll), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Der Lüfter wurde saugend montiert, damit die Luftzirkulation in unserem Gehäuse nicht beeinträchtigt wird und die Spannungswandler >Grafikkarte und nahe Bauteile nicht mit erwärmter Abluft konfrontiert werden.
Verglichen haben wir den X-Fire mit dem Intel boxed Kühler, weitere Kühler werden in Kürze folgen:

Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
Mainboard-PWM -idle-
Mainboard-PWM -Last- CPU -idle- CPU -Last- CPU-Kern1 -idle- CPU-Kern1 -Last- CPU-Kern2 -idle- CPU-Kern2 -Last-
Aerocool X-Fire 43°C 47°C 33°C 41°C 44°C 56°C 44°C 56°C
Intel -boxed- 44°C 48°C 33°C 42°C 44°C 57°C 45°C 57°C



Temperaturvergleichswerte Sockel 939
Kühler:
12Volt -idle-
12 Volt -Last-
5 Volt -idle-
5 Volt -Last-
Thermalright SI-120 F/2GL 28°C 37°C 31°C 40°C
NoiseBudget 120-140W 29°C 39°C 32°C 42°C
Aerocool X-Fire 32°C 41°C 34°C 44°C
AMD -boxed- 35°C 43°C 40°C 51°C

Die Core 2 Duo Temperaturen des X-Fire bewegen sind auf keinem deutlich besseren Niveau als beim Intel Werkskühler, das ist sicherlich die erste Überraschung. Es scheint sich also zu bestätigen, das die derzeitigen Kühlerkonzepte für diese Plattform weder ausgereift noch wirklich passend konzipiert sind. In der Szene diskutiert man über Hotspots, die aus dem 65nm Fertigungsprozess resultieren und mit denen der Core 2 Duo respektive die Kühler zu kämpfen haben. Die Entwicklung in diesem Bereich dürfte interessant bleiben, zumal AMD auch auf diesen Fertigungsprozess umschwenken wird...
Der FX-60 wurde vom X-Fire auf einem gutem Niveau gekühlt, nicht herausragend aber durchaus akzeptabel.
Die PWM Temperaturen (Spannungswandler) überschritt auf dem AMD-Testrechner mit der DFI-Plattform nie die 50°C Marke, ebenfalls ein guter Wert.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 12V und realen 1490 U/min "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 28,5 dBA und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter mit 880 U/min und erzeugt 16,5 dBA. Das sind recht erfreuliche Daten, zumal all dies ohne störende Lagergeräusche, wie Klappern oder Schleifen vonstatten ging.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle aber deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Systemen beziehen.

Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. In einigen Prospekten werden diese Lager auch als Keramiklager bezeichnet, was rein technisch natürlich barer Unsinn ist.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Aerocool X-Fire kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Der Aerocool X-Fire hinterläßt einen guten wenn auch keinen herausragenden Eindruck, was zumindest auf der Intel Plattform nicht zwangsläufig für eine schlechte Kühlleistung als vielmehr für eine fehlende Umsetzung der Intel Kühlansprüche liegt. Wie diese konkret definiert sind und wie ein Kühler diesbezüglich gestrickt sein muß, dazu fehlen zur Zeit einfach konkrete Hintergrund-Informationen, aber wir halten euch auf dem Laufendem...
Auf K8 Plattformen schlägt er sich mehr als wacker und kann als preiswerte Alternative durchaus ein Wörtchen mitreden.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:

- gute Verarbeitung.
- gute Kühlleistung.
- noch laufruhiger Lüfter.
- kaum zu erwartende Kompatiblitätsprobleme.
- für die Größe sehr geringes Gewicht.
- komplette Ausstattung.
- optionale Lüftersteuerung.
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 31€).

Minus:

- schiefe Lüfterverschraubung.
- fummeliger Einbau (Sockel 775).

Das High-End Segment wurde mit dem X-Fire verfehlt, aber das war auch nicht unbedingt die Zielsetzung von Aerocool, man wollte einen guten und bezahlbaren Mittelklasse-Kühler lancieren, das ist zweifellos gelungen...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Aerocool X-Fire CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Silber !






Weiterführende Links:

Listan


Aerocool


Wir bedanken uns herzlich bei Listan für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.

euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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"Wir werden von Schildbürgern regiert. Die fahren mit dem Boot aufs Meer, werfen den Schatz über Bord, und markieren die Stelle am BOOT...!"

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