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Achtung Scythe Ninja CU „Anniversary Edition“ Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Scythe Ninja CU „Anniversary Edition“






Einleitung:

Die Ninja Dynastie aus dem Hause Scythe, erhielt kurz vor den Festtagen noch einen weiteren sehr ansehnlichen Familienzuwachs: den Ninja CU, der als Jubiläums Edition streng limitiert offeriert wird.
Scythe ließ in diese Sonderedition die Heatpipe-Optimierungen des Ninja Mini gleich mit einfliessen (wir berichteten) und erspart dem geneigten Sockel 775 Käufer freundlicherwiese die Verwendung von Pushpins, was angesichts des enormen Gewichtes auch keine ernsthafte Option gewesen wäre.
Da der "Ur-Ninja" viele Anwender u.a. auch durch seine Passivqualitäten überzeugen konnte, waren wir natürlich gespannt, ob auch dieses Qualitätsattribut in der Kupfervariante noch weiter optimiert werden konnte.
Wie der rote Riese unseren Testparcour absolvierte, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Praxistest, viel vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Scythe Ninja CU Retail CPU-Kühler .
- 2x Lüfterhalterung.
- Befestigungsmaterial für die Sockel: LGA775/478/754/939/940AM2.
- Metalloxid Wärmeleitpaste.
- Montageanleitung.





Die technischen Daten Ninja CU Kühlkörper:

- Gewicht: 1015g (ohne Lüfter).
- Abmessungen: (L) 110 x (B) 110 x (H) 150 mm (ohne Lüfter).
- Material: Aluminium-Kupfer Hybrid.
- Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser (U-Form).
- Material-Lamellen: Kupfer.
- Material-Kühlerboden: Kupfer, vernickelt.
- Material-Zusatzkühler: Aluminium.
- Anzahl Lamellen: 23 Stück.
- Lamellen-Abstand: 4mm.
- Bodenplatte: 2mm stark.
- Kühlfläche gesamt: ca. 2500cm².
- Lüfteroptionen: 120mm.
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 478/754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen.
Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre.
Preis für den kompletten Kühler: ca. 59,90 €.



Die technischen Daten Ninja 120mm Lüfter:


- Lüfter: Scythe Slip Stream SY1225SL12L.
- Lagerung: Gleitlager.
- Lüfterblätter: 9.
- Lüftergehäuse: Kunststoff.
- Abmessungen: 120x120x25mm.
- max. Luftdurchsatz: ca. 68 m³/Std.
- Leistungsaufnahme: 1,2 Watt.
- Gewicht: ca. 115g.
- Geschwindigkeit: ca. 800 U/Min.
- Geräusch: ca. 10,7 dBA.
- Anschluß: 3-Pin Molex.
- Tachosignalleitung: vorhanden.
- Kabellänge: 25cm.
- MTBF in Stunden: 30.000.



MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe/Asus P5E WS Pro
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Grafikkarte
BFG Geforce 8800GT OC
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint T166 500GB 16MB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 750GB 32MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Seasonic S12 II 500Watt
Gehäuse
Lian Li PC-G70
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3 und Vista Ultimate 64bit im Dualboot
Zubehör
2x Aerocool Turbine@5V Akasa Lüftersteuerung




Verarbeitung und Technik:

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Vollkupferkühler in dieser Größe stellen auf Grund ihres hohen Gewichts eine schon fast ausgestorbene Spezies dar, faszinieren aber immer wieder durch ihr schieres Material.
Die Bilder aller drei Ninja Varianten zeigen sehr deutlich die Dimensionsunterschiede auf, der Mini ist immerhin 35mm kleiner und wirkt etwas gedrungener. Beim neuen Ninja CU wird aber ebenso deutlich, das die neue Plazierung der Heatpipes vom kleinen Ninja entsprechend übernommen wurde, dadurch wird der Airflow optimiert und die Kühlluft erreicht mehr Lamellenfläche.
Eines haben alle drei Varianten gemeinsam, die hohe Güte der Verarbeitung, auch beim Kupfer Ninja wirkt alles wie aus einem Guss, keine übermäßig flatterigen Lamellen und sehr viel Liebe zum Detail.
Auch dem Ninja CU wurde eine vernickelte Kühlplatte spendiert, was durchaus kein Marketing-Gimmick darstellt, sondern das unschöne und materialbedingte Anlaufen der Kupferoberfläche wirksam verhindert.
Schon sind wir beim einzigen optischen Manko, Kupferoberflächen reagieren sehr empfindlich auf Handschweiss, darum sollten Fingerabdrücke auch schnell entfernt werden, oder man baut den Kühler gleich mit Einweghandschuhen ein...

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Alle 23 Kühllammelen wurden sauber gefertigt und weisen einen Abstand von 4mm zueinander auf. Die Lamellen hinterlassen wie bereits erwähnt durchaus keinen labilen Eindruck, sie wirken auch bei eingehender Prüfung stabil, eine gewisse Scharfkantigkeit kann man allerdings nicht widerlegen.
Die Kühlfläche über alle Lamellen beträgt etwa 2500cm², berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.
Aus der Kupferbodenplatte erwachsen auch beim Ninja Kupfer jeweils 6 Heatpipes Richtung Kühlerdeckel, die dort mit schmucken Hutmuttern enden. Wer nun denkt, dies müßten 12 Heatpipes (2x6) sein, irrt. Die 6 Heatpipes sind lediglich in U-Form angeordnet, das nur zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen. Oberhalb der Bodenplatte wurde ein weiterer Kühlblock angebracht, um die Kühlfläche der Bodenplatte zu vergrößern. Leider paßt der Zusatzkühlblock stylistisch so gar nicht zum Kupferoutfit des Ninja. Wenn man ihn ebenfalls aus Kupfer gefräst hätte, wäre das Gewicht aber weiter angestiegen und der Preis natürlich ebenfalls, das sollte man dabei berücksichtigen.
Der relativ große Lamellenabstand von 4mm begünstigt unter bestimmten Voraussetzungen (nicht zu heiße Komponenten) einen Passivbetrieb, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander keine allzu negativen Auswirkungen erzeugen. Ein Passiv-Betrieb macht aber nur dann Sinn, wenn im Rechner Gehäuse ein Mindestmaß an Lufttransport stattfindet, z.B. durchs Netzteil und Gehäuselüfter, ansonsten sind bei heißen Komponenten schnell die Grenzwerte erreicht.

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Die Bodenplatte ist absolut eben, riefenfrei und perfekt poliert, in dieser Preisklasse leider durchaus keine Selbstverständlichkeit, bei Scythe beinahe schon obligatorisch, da kann sich Thermalright ruhig mal ein Scheibchen abscheiden, zumindest was die Ebenheit angeht.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie der Noiseblocker Mehrkammer-Heatpipe:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann." Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der ist ja mit dem 120mm Lüfter grundsätzlich vorhanden.

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Der 120mm Lüfter stammt aus der neuen Slip Stream Serie von Scythe und möchte insbesondere durch hohe Laufruhe und, bedingt durch die Nabenverkleinerung, auch durch einen höheren Luftdurchsatz punkten.
Wenn man die Grundkonzeption des Scythe Ninja ins Kalkül zieht, so ist der Einsatz dieses Lüfters mit seinen 800 Umdrehungen pro Minute schon sehr schlüssig, zumal er konsequent auf die Minimierung der Geräuschkulisse ausgelegt wurde




Der Einbau:

Scythe hat für die allermeisten seiner Kühler mittlerweile eine umfangreiche Kompatibilitätsliste kreiert, in der sich auch der Ninja wiederfindet:

Kompatibilitätsliste Ninja


Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.


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Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine absolut riefenfreie Kontaktfläche und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Thermalright Chillfactor) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des Ninja Kupfer haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Dank der verschraubbaren unterschiedlichen Halterungen am Kühlerboden ist es kein Problem, den Kühler auf allen aktuellen Sockel zu befestigen.

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Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Es bieten sich allerdings eine Alternative an, die wir nicht unerwähnt lassen wollen:

Scythe Universal Retention Kit...die Alternative


Scythe liefert sinnvollerweise dieses Retention Kit werksseitig gleich dazu, so daß wir gar nicht erst in Versuchung kommen, dieses Ungetüm mit Pushpins zu verstöpseln.

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Wie bei allen bisherigen Befestigungen der Scythe-Kühler über das Retention-Modul, ist das Ganze zwar etwas fummelig, aber mit etwas Übung dann doch sicher zu realisieren.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. keine verschleißträchtige Push-Pin Befestigung mehr
2. stabilisierende Backplate
3. genügend Druck auf die CPU-DIE
4. immer wieder verwendbar
5. geringe Mehrkosten

Das Mainboard muß zwar zumindest für den Sockel775 für den Einbau ausgebaut werden, aber um den Preis einer nachhaltig stabilen Befestigung des Kühlers wäre dies nun wirklich das kleinere Übel...

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Für die Ausrichtung des Kühler spielt das Mainboard-Layout keine Rolle, da der Lüfter an allen 4 Seiten befestigt werden kann. Optimal wäre die Ausrichtung auf die Gehäuseentlüftung, suboptimal wäre eine Ausrichtung aufs Netzteil, das ja schon genug mit seiner eigenen Abwärme zu tun hat und nach Möglichkeit nicht weiter involviert werden sollte.
Die Halteklammern des Scythe Lüfters lassen sich recht leicht anbringen, so daß der 120mm Lüfter nur korrekt, möglichst mittig und mit Blasrichtung auf den Kühler positioniert werden muß. Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen.
Noch ein paar Worte zur Sockelbelastung und dem hohen Gewicht dieser Kühlerspezies:
Es kursieren immer noch die wildesten Gerüchte über ausgerissene Sockel und ähnliche Schauergeschichten, die allerdings aus der grauen Vorzeit schwerer Kühler und deren Sockelbefestigung stammen (z.B. Sockel A). Aktuelle Kühler für Sockel 939/AM2 oder Sockel 478/775 usw. werden nicht unmittelbar am Sockel befestigt, sondern entweder an Retention Modulen (außerhalb des eigentlichen CPU-Sockels), per Push-Pins (Sockel 775), oder sie werden ohnehin direkt mit dem Mainboard verschraubt. Da kann also nichts wegbrechen oder abreissen, denn die PCB des Mainboards hält schon einiges aus und der Sockel wird so auf keinen Fall gefährdet!
Nichts desto trotz kann man natürlich bei schweren Kühlern die PCB-Belastung dadurch minimieren, in dem man z.B. das Retention Modul von Scythe verwendet und das dort vorhandene Backplate zur Stabilisierung einsetzt.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 4.20.1201 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 ( erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir das Asus P5W DH Deluxe in einer neueren Revision (1.04g) zur Verfügung gestellt bekamen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 775 Kühler noch einmal getestet, womit sich eventuell Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben können. Zusätzlich zu dem Board haben wir natürlich auch unsere neue X-38 Plattform (Asus P5E WS Professional) eingesetzt und die Werte verglichen.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler grundsätzlich mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultiert.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung absaugendem Gehäuselüfter montiert, damit die Luftzirkulation in unserem Gehäuse nicht beeinträchtigt wird und die Spannungswandler, Grafikkarte und nahe Bauteile nicht mit armer Abluft konfrontiert werden.
Verglichen haben wir den Ninja Kupfer mit allen bisher getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:


Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
TR IFX-14 2x140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C 42°C 56°C 32°C 42°C n/a n/a
TR Ultra-120 extreme 39°C 53°C 43°C 57°C 32°C 39°C n/a n/a
Zerotherm BTF90 40°C 54°C 44,5°C 58,5°C 36°C 44°C n/a n/a
HDT S-1283 Scythe 41,5°C 55°C 45°C 60°C 32°C 42°C n/a n/a
Scythe Infinity 41,5°C 55,5°C 45°C 60,5°C 33°C 42°C 44°C 61°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C 46,5°C 62°C 35°C 44°C 43°C 59°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C 47°C 62,5°C 35°C 42°C n/a n/a
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C 49°C 64°C 36°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C 49°C 64,5°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 46,5°C 61,5°C 49°C 65°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C 49°C 64°C 42°C 46°C n/a n/a
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C 50,5°C 65,5°C 43°C 46°C 59°C 69°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C 52°C 66°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 50°C 68°C 55°C 69°C 46°C 50°C n/a n/a



Der Scythe Ninja Kupfer erreicht aktiv belüftet quasi mühelos die Kühlleistung des Infinity/Mugen Kühlers aus gleichem Hause, was uns schon ein wenig überraschen konnte. Passiv kann der Mugen dem Ninja allerdings nicht das Wasser reichen, was auch in dem größeren Lamellenabstand begründet liegt, so daß wir sogar unsere CPU relativ gut passiv kühlen konnten, solange nicht übertaktet wurde.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Bei 12Volt (7 Volt) und realen 825 U/min (610 U/min) "belastet" der Scythe-Lüfter das menschliche Ohr mit 12,5 dBA (9,5 dBA) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter nur noch mit 490 U/min und erzeugt knapp 7 dBA. Das sind äußerst erfreuliche Daten, wobei unser Scythe Lüfter seinen Dienst ohne störende Nebengeräusche verrichtete.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle aber deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-Systemen beziehen.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Scythe kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Scythe hat mit der Kupfer Edition des beliebten Ninja, einen sowohl optisch als auch kühltechnisch hervorragenden Kühler konzipiert, das steht für uns außer Frage. Dazu gesellen sich ausgezeichnete Passiv-Qualitäten, sofern die verwendete Hardware dies zuläßt, ein sehr hochwertiger Lüfter und nicht zuletzt die extraordinäre Optik, auch wenn dies eigentlich eine untergeordnete Rolle spielen sollte.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- sehr hochwertige Optik.
- erstklassige Verarbeitung.
- sehr gute Kühlleistungen (auch passiv).
- hohe Leistungsreserven.
- sehr gute Sockel-Flexibilität.
- nahezu komplette Ausstattung.
- Retention-Kit werksseitig mitgeliefert.
- sehr stabile Montage.
- ausgezeichneter 120mm Lüfter.

Minus:
- teuer.

Wer das Besondere präferiert, eine leisen Rechner komplettieren möchte, oder einfach auch mal ein Sammlerobjekt in die Vitrine stellt, sollte nicht allzu lange mit seiner Entscheidung warten, denn die Kupfer Serie des Ninja ist limitiert und somit nicht permanent verfügbar...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Scythe Ninja CU „Anniversary Edition“ CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Scythe


Wir bedanken uns bei Scythe sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support





euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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