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Achtung Thermalright True Copper CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Thermalright True Copper CPU-Kühler






Einleitung:

"kühl, kühler, Kupfer"? das dürfte kaum die Formel sein, nach der Thermalright seine Kühler konzipiert, auch wenn sie so sicherlich gar nicht so abwegig ist, wie frühere Beispiele eindrucksvoll skizzieren konnten. Denken wir nur an die legendären Thermalright XP-90 C oder SLK-800U, die als Vollkupfer Varianten aus den ohnehin schon erstklassigen Grundkonzepten noch ein paar Grad Temperaturreduzierung herauskitzeln konnten.
Diese damaligen Boliden wogen aber trotzdem kaum mehr als 700 Gramm und beanspruchten den Sockelbereich eines Mainboards nicht so, das alle Alarmglocken klingelten, wenn der Kühler montiert wurde. Beim neuen True Copper bewegen wir uns jetzt in einem absoluten Grenzbereich, der Kühlkörper wiegt ohne Lüfter satte 1,9 Kg und fordert in Punkto Stabilität einer aktuellen Mainboard Platine alles ab. Natürlich hat Thermalright auf seiner Homepage auf diese Gefahrenmomente sehr deutlich hingewiesen und empfiehlt einen Einbau nur bei liegendem Mainboard. Aber wer legt seinen Tower schon auf die Seite? und in ein Desktop Gehäuse respektive HTPC paßt der 161mm hohe Kühler kaum hinein. Der Verbraucher ist also gewarnt und begiebt sich wie so oft auf das dünne Eis seiner Eigenverantwortung, wenn man diesen Kühler einsetzen möchte.
Da wir gute Schlittschuhläufer sind, haben wir dieses Riskiko nicht gescheut, einen True Copper geordert und mit allen aktuellen Highend Kühlern verglichen, so daß wir über seine Qualitäten sehr aussagekräftige Informationen an euch reflektieren können, viel Spaß beim Lesen...




Lieferumfang:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
bitte klicken bitte klicken bitte klicken

• Thermalright True Copper CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• Befestigungsmaterial für die Sockel: LGA 775, AM2
• Klammern für Lüfterbefestigung
• Wärmeleitpaste (Thermalright Chill Factor 2)
• 2x Antivibrationsstreifen
• Montageanleitung (englisch)





Die technischen Daten: Thermalright True Copper Kühlkörper

• Gewicht: 1900g (ohne Lüfter)
• Konstruktion: Tower Kühler
• Abmessungen: 161mm x 64mm x 132mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
• Material: Kupfer (komplett)
• Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser (U-förmig angeordnet)
• Material-Lamellen: Kupfer (0,35mm stark)
• Anzahl Lamellen: 52 Stück
• Lamellen-Abstand: 1,5mm
• Kühlfläche gesamt: ca. 3700cm²
• Lüfteroptionen: 1x oder 2x 120mm
• Preis für den Kühler: ca. 79,90 €
• zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 775, 939, 940, AM2, AM2+ ->ohne Einschränkungen.
Sockel 1366: optionales Befestigungskit erhältlich
Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre


MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E8600@4GHZ
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Powercolor Radeon HD4850
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Cooler Master Silent Pro
Gehäuse
Lian Li PC-A77
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate SP1 64 Bit, 2008 Enterprise Server SP1 64 Bit
Zubehör
4x Noiseblocker Multiframe MF12-S2 @5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Da darf man schon mal etwas schaudernd den Kopf schütteln, die Verpackung von Thermalright läßt aber auch gar keinen Bezug auf den teuren Inhalt zu. Daran sollte Thermalright gelegentlich etwas arbeiten, denn eine stumpfe Pappschachtel ist nun wirklich kein angemessenes Ambiente, in dem man einen Luxusartikel erwartet.
Der "Aha-Effekt" läßt aber nicht lange auf sich warten, der True Copper Kühlkörper gehört zum absolute Edelsten, was wir bisher an Kühlkörpern gesehen haben. Dagegen wirkt der Scythe Kupfer direkt etwas bieder und bei weitem nicht so akribisch verarbeitet. Die Kupferflächen wurden aufwendig poliert und sollten so auch einiges an Handschweiß ohne das gefürchtete Anlaufen überstehen. Wie man an den Bildern unschwer erkennt, hat unser True Black 120 nach drei Monaten harten Einsatzes schon etwas gelitten, an einigen Stellen ist nicht mehr viel übrig von der schicken schwarzen Beschichtung. Bleibt die Hoffnung, das der True Copper diesbezüglich etwas länger seine optische Anziehungskraft behält.

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Natürlich habt ihr es längst selbst bemerkt, auch der True Copper stammt aus der Familie der Thermalright ultra 120 Kühler, die mittlerweile 3 Varianten umfaßt: den ultra 120 extrem sozusagen als Basismodell, den True Black 120 in schwarzer Beschichtung und der neue True Copper. Die technischen Eckdaten sind bei allen drei Kühlern identisch, d.h. die Abmessungen, die Kühlfläche, Anzahl der Lamellen usw. stimmen überein. Heatpipes und Kühlerbodenplatte wurden ja schon immer aus Kupfer gefertigt und dann entsprechend vernickelt respektive schwarz vernickelt. Diese Mixtur aus Kupfer und Aluminium hat nicht nur eine reine Gewichtsersparnis oder Kostenaspekte als Beweggrund, sondern auch einen technischen Hintergrund und den wollen auch im Vergleich zum Vollkupferkühler etwas eingehender beleuchten:

Technische Hintergründe Alu/Kupfer Kühltechniken:

Die Temperatur im Prozessorchip ist zunächst einmal vom Wärmewiderstand zwischen Chip und Umgebungsraum (Zimmmer) abhängig. Dieser wiederum setzt sich aus unterschiedlichen Wärmewiderständen zusammen: Chip ->Heatspreader ->Fläche zwischen Heatspreader und Kühlkörper ->Kühlkörper ->Fläche zwischen Kühlkörper und Luft im PC-Gehäuse ->Umgebungsluft im Zimmer. Im Grunde genommen, kann man den Gesamtwiderstand als eine Art Reihenschaltung aller einzelnen Wärmewiderstände betrachten und jeder einzelne Wärmewiderstand für sich sollte möghlichst niedrig sein.

Wärmeleitfähigkeit Tabellen

Das bedeutet für den Kühler in der Praxis, das in dem Bereich zwischen Heatspreader und Kühler Bodenplatte ein Material gewählt werden sollte, das die Wärme so gut wie möglich leitet. Darum besteht die Kühlbodenplatte aller aktuellen guten Kühler aus Kupfer. Hier hat also die Wärmedurchleitung allererste Priorität und nicht die Wärmeabgabe, das wird gerne verwechselt.
Ideal wäre es, wenn CPU-Oberfläche und Kühlkörper völlig plan aufeinanderliegen würden. Der direkte Metall-Metall-Kontakt leitet die Wärme optimal. Da aber CPU-Gehäuse und Kühleroberfläche rau und nicht völlig plan sind, befinden sich zwischen den Metallflächen entsprechende Lufteinschlüsse. Diese isolieren sehr gut, was natürlich nicht in unserem Sinne ist, denn Lufteinschlüsse können deshalb zu lokaler Überhitzung des Prozessors führen (Hot Spots). Um diese Lufteinschlüsse zu vermeiden, setzt man Wärmeleitpaste ein, wozu wir euch unseren passenden Artikel empfehlen.
In der nächsten Stufe wird nun die Wärme von der Kupferbodenplatte an die Heatpipes weitergereicht, die idealerweise ebenfalls aus Kupfer bestehen. Die Lamellen der Kühler bestehen in der Regel aus Aluminium, weil sie den Nachteil der geringeren Wärmeleitfähigkeit durch große Flächen kompensieren und sozusagen als "Abfallprodukt" auch den Preis deutlich senken.
Für den Übergang zur Umgebungsluft ist das Material nicht mehr von entscheidender Bedeutung und auch die Farbe als solche spielt keine entscheidene Rolle. Nahezu die gesamte Abwärme wird durch Konvektion vom Metall an die Luft übertragen. Für diesen Wärmeübergang ist die Oberfläche und die Strömungsgeschwindigkeit von primärer Bedeutung (wirkungsvoller Lüfter mit hohem Luftdurchsatz). Dazu kommt die Temperaturdifferenz zwischen Kühlkörper und Luftstrom, darum sollte die angesaugte Luft natürlich möglichst kühl sein. In einem 45 °C warmen Gehäuse kann man (außer mit "aktiven" Kühlern mit Peltierelementen oder durch Wasserkühlung) keine Prozessortemperatur von 40 °C halten.
Kurz und gut, für die Beschaffenheit des Kühlkörpers ist also insgesamt eine ausgewogene Konstruktion von Bedeutung, bei der zwischen den Querschnitten im Kühlkorper, der Lamellenoberfläche und der Lüftung ein gutes und vor allem ausgewogenes Verhältnis besteht. Eine riesige Oberfläche wäre sinnlos, wenn die Querschnitte im Kühlköper zu gering sind, so daß im Kühlkörper ein großer Wärmegradient entsteht. Genauso bringt eine riesige Oberfläche nichts, wenn die Kühlrippen zu eng stehen und sich dadurch ein zu hoher Strömungswiderstand einstellt, so daß die Wärmeabgabe an die Luft wiederum reduziert wird.
Kupfer hat das Problem, das die Wärmeaufnahme deutlich schneller als bei Aluminium erfolgt, aber zur ebenso rasanten Wärmeweiterleitung auf Hilfe angewiesen ist: d.h. wenn kein Lüfter mit hohem Luftfördervolumen am Kühlkörper verbaut wurde, verpuffen die Vorzüge des Kupferkühlers, da die Wärmeweiterleitung von Aluminium nicht erreicht wird. Gleichermaßen gilt dies für die Gehäuselüfter, die aktiv dabei mithelfen müssen, die Abwärme schnell aus dem Gehäuse zu entfernen. Kurzum, wer ein System betreiben möchte, in dem sich ein Vollkupferkühler befindet, benötigt eine sehr gute Be-und Entlüftung des PC-Gehäuses und zwingend einen leistungsstarken Lüfter für den Kupferkühlkörper. Wird einer dieser beiden Bedingungen nicht erfüllt, kann man den Vollkupferboliden von seiner Einkaufsliste streichen !

Aber nun zurück zu unserem Test:

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Alle 52, an den Enden wegen besserer Luftströmung leicht abgeknickten, Lamellen wurden akkurat gefertigt und sehr sauber mit den Heatpipes verbunden. Darüber hinaus wurden die Lamellen recht hoch angesetzt, das läßt Platz für umliegende Kühlkörper aus dem Mainboard und erleichtert so den Einbau und die Ausrichtung.
Durch die sehr üppigen 0,5mm Materialstärke der Lamellen sind Verbiegungen eigentlich nur mit roher Gewalt zu erzielen, darum sind verbogene Lamellen diesem Konstrukt relativ fremd. Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet beträgt etwas mehr als 3700cm², berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.

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Der Lamellenabstand von 1,5mm begünstigt wie breits erwähnt keinen Passivbetrieb, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, aber dafür wurde der Kühler auch nicht konzipiert. Wenn der Abstand minimal größer wäre (z.B. 2,0mm oder besser 2,5mm) könnte der Lüfter auch bei 5 Volt Ansteuerung und wenig Druck relativ ungehindert die Lamellen ventilieren.
Aus der 11mm starken Kupferbodenplatte erwachsen jeweils 6mm Heatpipes Richtung Lamellenkörper. Die 6 Heatpipes sind in U-Form angeordnet, das nur zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen, falls jemand 12 Stück zählen sollte...
Die Kühlbodenfläche wurde zwar riefenfrei poliert, leider ist dieser aber nicht absolut eben, sondern minimal konvex, was wir auch schon bei anderen aktuellen Thermalright Kühlern beobachten konnten. Die Intention dafür ist klar, man möchte so die nicht selten konkaven CPU-DIEs ausgleichen. Soweit so schlecht, denn wenn die CPU-DIE absolut plan wäre (was sie nur selten ist), wird durch den konvex-bedingten nicht 100%igen Kontakt mit dem Kühler ein Hauch Kühlpotential verschenkt, weil die Auflagefläche einfach etwas kleiner ist. In der Praxis erzeugt dies aber in der Regel kaum Probleme, zumindest haben wir bisher diesbezüglich keine größeren Temperatureinbrüche attestieren können.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie: Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann." Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt.




Der Einbau:

Wie gewohnt, existiert eine gut gepflegte und vorbildliche Kompatibilitätsliste seitens Thermalright, so daß alle notwendigen Information dort abrufbar sind:

Thermalright True Copper Kompatibilitätsliste



Schon sind wir bei den Einbau Details, zu dem wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt.

Die Kühlfläche des True Copper haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Als Paste verwendeten wir für alle Kühler die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen kommt. Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der einzelne Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Dieses Pushpin Fiasko hat uns Thermalright freundlicherweise erspart, da der Kühler grundsätzlich verschraubt werden muß, egal ob auf einer AMD oder Intel Plattform. Alles andere wäre angesichts des Gewichtes auch grob fahrlässig.

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Begünstigt durch das Intel-Layout kann man den Kühler wahlweise in Richtung Netzteil oder in Richtung Gehäuselüfter blasen lassen, wir haben uns für letzteres entschieden. Nicht zuletzt darum, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit abtransportiert wird. Achtet aber bitte darauf, die Backplate nicht zu verkleben, also entfernt die Folie nicht, ansonsten bekommt die Backplate später kaum noch unfallfrei wieder vom Mainboard herunter.
Bei der Ausrichtung des Lüfters sollte man tunlichst darauf achten, der er möglichst mittig an den Lamellen sitzt und nicht etwa oben oder unten an den Kühlerlamellen vorbeibläst. Ein optionaler zweiter Lüfter würde in unserem System keinen wirklichen Nutzen erwirtschaften, da der absaugende Gehäuselüfter nur ca. 10cm vom Kühler entfernt arbeitet. Den Aufwand können wir uns also getrost schenken.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen.
Auf Grund der spezifischen Hakenform läßt sich leider nicht jeder mögliche Lüfter auf dem Thermalright Kühler verhaken. Wie man auf den Bildern gut sehen kann, sträubt sich der vorzügliche Noiseblocker Multiframe auf Grund seine speziellen Eckenentkoppelung sehr erfolgreich gegen den Einsatz. Auf der anderen Seite wäre der Slipstream 1200 ohnehin unsere erste Wahl gewesen, da er seine Vorzüge hier bestens ausspielen kann und die heißen neben sehr ansprechender Laufruhe eben auch Luftdurchsatz, den wir beim True Copper auch bitter nötig haben.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerung des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Darüber hinaus fehlt natürlich die geniale Entkoppelung von Noiseblocker. Dafür bietet er überragende Luftvolumina, die gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen und Vollkupferkühlern sehr viel bewirken können, somit war er für den Thermalright Test wie schon so oft unsere erste Wahl.

bitte klicken bitte klicken
Scythe
Slipstream 1200
Leistungsaufnahme
3,1 Watt
Betriebsspannung
12 Volt
Lüfterblätter
9
Nabendurchmesser
35mm
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
115g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1200 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
116,5 m³/Std
Lautstärke
ca. 24 dBA
Lagerung
Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 35 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 30.000 Stunden
Garantie
2 Jahre
Extras
4zu3-pin Adapter
Entkoppelung
nein
Preis
7,90 €
Bezugsquelle
Scythe
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Die Tests:

Mit Core Temp 0.99.3, dem Hardware Monitor 1.11 und Everest Ultimate Edition 4.60 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir ab sofort ausschließlich unser neues Asus P5E64 WS Evolution Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel775 Kühler noch einmal getestet, womit sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben haben.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultieren.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung Mainboard montiert, damit Spannungswandler und nahe Bauteile um den CPU-Sockel herum davon profitieren.
Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test alle Lüfter (soweit möglich) auf 1200 U/min und für den Low Noise Test alle Lüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs.
Da der Noiseblocker Multiframe Lüfter auf Grund seiner gummierten Ecken nicht über die Thermalright Klammern zu befestigen wäre, haben wir uns für einen Scythe Sliptream 1200 entschieden, der auch auf allen Kühlern problemlos verbaut werden konnte. Verglichen haben wir den Thermalright True Copper mit allen bisher getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:

Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 1200 idle
CPU-Kern 1200 Last CPU-Kern 700 idle CPU-Kern 700 Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
ichbinleise®40XX 2x120+1x80mm 33°C 45°C 37°C 49°C 30°C 38°C 44°C 59°C
TR True Copper + IFX10 34,5°C 46,5°C 38°C 51,5°C 32,5°C 39°C n/a n/a
TR IFX-14 2x140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
TR True Copper 35,5°C 48°C 39°C 53°C 33°C 39°C n/a n/a
Noctua NH-U12P 38°C 52°C 40,5°C 54,5°C 31°C 42,5°C n/a n/a
Xigmatek S1284 Achilles 38,5°C 52,5°C 41°C 55°C 31,5°C 42°C n/a n/a
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 39°C 53°C 41,5°C 56°C 31,5°C 42°C n/a n/a
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C 42°C 56°C 32°C 42°C n/a n/a
TR Ultra-120 True Black 39°C 53,5°C 43,5°C 57,5°C 32°C 39°C n/a n/a
TR Ultra-120 extreme 39°C 53,5°C 43,5°C 57,5°C 32°C 39°C n/a n/a
Zerotherm BTF90 40°C 54°C 44,5°C 58,5°C 36°C 44°C n/a n/a
HDT S-1283 Scythe 41,5°C 55°C 45°C 60°C 32°C 42°C n/a n/a
Scythe Infinity 41,5°C 55,5°C 45°C 60,5°C 33°C 42°C 44°C 61°C
Noctua NH-C12P 42°C 56°C 45,5°C 61°C 32°C 42°C n/a n/a
Cooler Master V8 42,5°C 56,5°C 46°C 61°C 33,5°C 43,5°C n/a n/a
Scythe Ninja CU 43°C 57°C 46,5°C 62°C 35°C 44°C 43°C 59°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C 47°C 62,5°C 35°C 42°C n/a n/a
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C 49°C 64°C 36°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C 49°C 64,5°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 46,5°C 61,5°C 49°C 65°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C 49°C 64°C 42°C 46°C n/a n/a
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C 50,5°C 65,5°C 43°C 46°C 59°C 69°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C 52°C 66°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 50°C 68°C 55°C 69°C 46°C 50°C n/a n/a


Der Thermalright True Copper schafft tatsächlich das Kunststück, den IFX-14 Referenzkühler zum ersten Mal überhaupt in unseren Vergleichtests ernsthaft zu gefährden. Veredelt man das Ganze noch durch einen passiven IFX-10 Zusatzkühler, erreicht er nahezu den von ichbinleise getunten IFX-14, der sogar über einen aktiv ventilierten HR-10 Zusatzkühler verfügt.
Allerdings benötigt der Kupferbolide wie alle drei ultra 120 Versionen einen volumenstarken Lüfter, ansonsten bricht er bei langsamen Drehzahlen auf Grund des geringen Lamellenabstandes, in seiner Kühlleistung ein. Für einen reinrassigenPassivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen des True Copper (1,5mm Abstand) zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars thermische Auswirkungen erzeugt. Darüber hinaus erhöht sich durch den engen Lamellenabstand natürlich der Strömungswiderstand.
Wenn man sich aber mal unsere Tabelle anschaut, dann wird auch deutlich, das die legendäre PWM Kühlung der Top-Down Kühler etwas relativiert werden muß, denn auch die Tower-Kühler leisten in dieser Hinsicht gute Arbeit. Insbesondere dann, wenn eine halbwegs vernünftige Gehäuse Be-und Entlüftung vorhanden ist. Die muß bei einem aufs Mainboard blasenden Top-Down Kühler vorhanden sein, denn der bläst seine Luft auch nur stumpf auf den Kühlkörper des CPU-Kühlers und stört somit jeden Luftstrom im Gehäuse.
Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Lüfters stellt ein weiteres wichtiges Test Kriterium dar. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Die PWM Funktion haben für unseren Test nicht genutzt, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Der Scythe Slipstream konnte sich in allen Belangen gekonnt in Szene setzen. Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1216 U/min (803 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 25,5 dBA (18,5 dBA). Bei 5 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter noch mit 536 U/min und erzeugt 14 dBA. Dazu gesellen sich nahezu nebengeräuschfreie Lager und eine Scalierung von 4,6 bis 13,8 Volt.
Auch wenn er weder technisch noch qualitativ dem Multiframe Lüfter gefährlich werden kann, so stellt er doch eine willkommene Alternative dar, wenn es darum geht, eng stehende Kühlerlamellen erfolgreich zu ventilieren. Weitere Daten zu dem Lüfter entnehmt bitte unserem 120mm Lüfterroundup 2008.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-System beziehen.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch. Die Kühllammelen des Zerotherm kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Der Thermalright True Copper ist nicht nur namentlich ein wahrer Kupferkühler, er stellt schlicht und ergreifend alles in den Schatten, was aktuell auf dem Kühlersektor erhältlich ist. Das gilt nicht nur für die exzellente Kühlleistung, sondern in besonderem Maße für das exorbitante Gewicht. Wer diesen Kühler tatsächlich produktiv einsetzen möchte, sollte sich nicht allzu häufig für eine LAN Party anmelden. Häufige Transporte könnten das vorhandene Mainboard sehr schnell an den Rand seiner Belastbarkeit bringen.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• äußerst wertige Haptik
• extraordinäre Verarbeitung
• enorm stabile Lamellen
• überragende Kühlleistungen
• sehr hohe Leistungsreserven
• sehr gute Sockel-Flexibilität
• sehr stabile Befestigung
• gute Lüfter-Flexibilität
• sehr gutes Ausstattungspaket
• exzellente Wärmeleitpaste
• optionales Sockel 1366 Kit erhältlich

Minus:
• grenzwertiges Gewicht
• minimal konvexe Kühlfläche
• billige Verpackung
• sehr teuer

Wenn man sich den aktuellen Kupferpreis vom 14.11.2008 anschaut, kostet eine Tonne Kupfer nur noch knappe 3600 US Dollar. Anfang des Jahres stand Kupfer noch mit fast 10.000 US Dollar pro Tonne zu Buche, Thermalright hat sich also den richtigen Zeitpunkt zum Lancieren des True Copper ausgesucht. Was uns teuer erscheint, ist in der Realität also ein Schnäppchen? das kann man sehen wie man möchte. Fakt ist jedenfalls, das dieser Kühler puren Luxus darstellt, der seine Daseinsberechtigung zumindest in Frage stellt, zumal die eigenen Verwandten in Form des ultra 120 extrem oder True Black 120 kaum schlechtere Kühlleistungen offerieren, vom IFX-14 ganz zu schweigen.
Es existiert zur Zeit kaum ein leistungsstärkerer und attraktiverer Luftkühler, aber auch keiner, der das Mainboard stärker belastet. Wer dies ins Kalkül zieht und nicht abgeschreckt wird, legt sich das richtige Geschenk unter den Weihnachtsbaum..., oder doch in die Vitrine...?



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Thermalright True Copper CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Silber !






Weiterführende Links:

Thermalright


True Copper bei Caseking




euer PC-Experience.de Team



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15.11.2008 08:25 Cerberus is offline Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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