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Alpenföhn Nordwand CPU-Kühler






Einleitung:

Wenn Nepomuk Kraxelhuber auf seiner Almhütte ins Schwärmen gerät und von den Bergen erzählt, dann leuchten die Augen des alten Mannes und man hat das Gefühl, dass er gleich morgen noch einmal die inzwischen verrosteten Steigeisen auspackt, um seiner geliebten Vronie wieder ein Edelweiß zu pflücken..., aber das ist eine ganz andere Geschichte. Bleiben wir im hier und jetzt, die Firma EKL/Alpenföhn hat einen neuen CPU-Kühler ins Leben gerufen, der erneut den Alpinismus als Metapher nutzt, insofern paßt die Namensgebung Nordwand schon perfekt zur Corporate Identity von Alpenföhn.
Das neue Kühler Flaggschiff kredenzt uns fünf 8mm Heatpipes, einen geänderten Lüfter samt Entkoppelung und allerlei Zutaten, um den Kühler auch auf aktuellen AMD Systemen nach Wunsch ausrichten zu können. Da schwarze Komponenten voll im Trend liegen, wurden Lamellen und Heatpipes schwarz vernickelt. Damit nicht genug, der 120mm Lüfter mit blauen LEDs bestückt, so daß auch die optischen Reize nicht zu kurz geraten . Aber nehmen wir nicht zu viel vorweg, sondern überlassen euch die kleine Entdeckungsreise in die Kunst der Temperaturminimierung von hitzigen Rechenknechten. Das alles funktioniert völlig stressfrei, denn dazu müßt ihr lediglich unseren ausführlichen Praxistest studieren und dabei wünschen wir euch viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Alpenföhn Nordwand CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• Befestigungsmaterial für die Sockel: 775, 1366, 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3
• 120mm PWM-Lüfter
• 7Volt Adapter
• 10x Kunststoffstifte zur Lüfterbefestigung
• Wärmeleitpaste
• Montageanleitung





Die technischen Daten: Alpenföhn Nordwand Kühlkörper

• Gewicht: 860g (ohne Lüfter)
• Konstruktion: Tower Kühler
• Abmessungen: 155mm x 131mm x 96mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
• Material: Aluminium-Kupfer Hybrid
• Heatpipes: 5 Stück a´8mm Durchmesser (U-Form), Kupfer (schwarz vernickelt)
• Heatpipe Auflagefläche: Direct Touch Technik
• Material-Lamellen: Aluminium (0,4mm stark)
• Anzahl Lamellen: 50 Stück (schwarz vernickelt)
• Lamellen-Abstand: 2mm
• Bodenplatte: 10mm stark, Kupfer
• Kühlfläche gesamt: ca. 4500cm²
• Zusatzkühler: 50 schmale Kühlfinnen
• Lüfteroptionen: 1x oder 2x 120x120x25mm
• Preis für den kompletten Kühler: ca. 50 €
• zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 775, 1366, 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3 ->ohne Einschränkungen
• Garantie: 2 Jahre



Die technischen Daten: Alpenföhn Nordwand Lüfter


• Lüfter: 120mm PWM Blue LED Lüfter
• Lagerung: Gleitlager
• Lüfterblätter: 7
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Beleuchtung: ja (blau)
• Abmessungen: 120x120x25mm
• max. Luftdurchsatz: max. 137,55 m³/Std
• Leistungsaufnahme: 0,84 Watt
• Gewicht: ca. 148g
• Geschwindigkeit: ca. 800 bis 1500 U/min ( + /- 10% )
• Geräusch: ca. 16 bis 25 dBA
• Anschluß: 3-pin Lüftersteuerung, 4-pin PWM
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: 40cm


MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:





Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die Bauhöhe des Alpenföhn Nordwand bewegt sich mit 155mm auf dem aktuellen Niveau der großen Towerkühler, so daß eines schon von vorneherein gegeben sein sollte: ein PC Gehäuse ab 190mm Breite aufwärts, sonst kann es sehr eng werden, wenn das Gehäuseseitenteil wieder geschlossen wird.
Dem Intel boxed Kühler unseres E8600 fehlt es diesbezüglich natürlich deutlich an Volumen und der IFX-14 von Thermalright stellt immer noch das derzeitige Maß der Dinge dar, wobei die schiere Größe allerdings nicht überschätzt werden sollte, der Prolimatech Megahalems (ganz rechts) erreicht durchaus die Kühlleistung des IFX-14.
Der erste Eindruck der Nordwand ist ein durchaus positiver, die dezent schwarze Vernickelung der Heatpipes samt Lamellen erzeugt eine wertige Optik, ohne allzu aufdringlich zu wirken. Die äußeren Lamellenenden wurden miteinander verlötet, so daß eine durchgehende Abschlußleiste existiert, die nicht nur Stabilität erbringt, sondern gleichzeitig den Luftstrom durch die Lamellen hindurchzwingt. Die 50 mit 0,4mm Wandstärke ohnehin sehr üppig ausgelegten Aluminium-Lamellen, wurden von der reinen Kühlfläche her ebenfalls optimiert. Die Kühlfläche beträgt jetzt 4500cm² (Brocken 4200cm², Groß Clock'ner 4000cm²), wobei der Lamellenabstand 2mm beträgt. Berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.

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Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir gleich enttäuschen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 2mm kein Blumentopf zu gewinnen. Dieser Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt, darum ist der Nordwand Kühlkörper für passive Kühlungen nicht zu empfehlen und auch nicht konzipert. Wenn der Abstand minimal größer wäre (z.B. 2,5mm) könnte der Lüfter auch bei 5 Volt Ansteuerung und wenig Druck relativ ungehindert die Lamellen passieren. Demzufolge benötigt auch der Alpenföhn Nordwand seitens des Lüfters schon entsprechendes Fördervolumen.
Darüber hinaus wurden die jetzt 5 Stück 8mm Heatpipes in V-Form angeordnet, so daß sie sich weitestgehend nicht mehr gegenseitig im Weg stehen, wenn es darum geht, von der Ventilation der Lüfters zu profitieren. Die Kühlfläche des Nordwand Kühlkörpers arbeitet wie gewohnt nach der H.D.C-Technologie (Heatpipe-Direct-Contact). Man verzichtet also auf einen separaten Kühlblock, so daß die CPU-Die einen direkten Kontakt zu den Heatpipes aufweist, man möchte so einen schnelleren Abtransport der CPU-Abwärme ermöglichen. Dabei gilt es aber einige Fallstricke zu umschiffen, denn wenn die Kühlfläche nicht akkurat plan geschliffen wurde und eventuell minimal Stege vorhanden sind, geht dieser Vorteil wieder verloren. Alpenföhn hat diesem Umstand Rechnung getragen, die Kühlfläche wurde diesmal makellos präpariert, wenn uns auch etwas die letzte Politur Akkuratesse fehlt.
Um Mißverständnisen vorzubeugen, die Heatpipe Anordnung ist eine U-förmige, d.h. es sind effektiv 5 Heatpipes und nicht 10, falls jemand gerade dabei ist nachzuzählen. Oberhalb der Heatpipe-Direct-Contact Fläche wurde ein weiterer Kühlblock mit insgesamt 50 kleineren Kühlfinnen angebracht, um einerseits die Kühlfläche der Bodenplatte flächentechnisch zu vergrößern und andererseits auch die Abwärme über die kleinen Zwischenstege der Heatpipes aufzunehmen und weiterzuleiten. Das ist auch bitter nötig, zumal die äußeren Heatpipes auf einer 45nm CPU kaum aufliegen, wie wir am letzten Bild sehr deutlich sehen.

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Der Lüfter kommt euch bekannt vor? das ist kein Wunder, er kam bereits beim Alpenföhn Groß Clock'ner Blue Edition zum Einsatz. Das 40cm lange Kabel (4-pn Anschluß) wurde abermals akkurat ummantelt und die Steuerung des Lüfters erfolgt vorzugsweise über die PWM Steuerung eures Mainboards, soweit vorhanden. Grundsätzlich beäugen wir die PWM Auslegung immer etwas argwöhnisch, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl...




Der Einbau:

Eine Mainboard-Kompatibilitätsliste seitens Alpenföhn existiert bisher nicht, deses Manko sollte abgestellt werden, damit der Käufer sich vorher informieren kann und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Zumindest auf unseren drei Sockel 775 Intel Mainboards paßt der Kühler problemlos (Asus P5W DH Deluxe, Asus P5E64 WS Evolution und Asus P5E3 WS Professional).
Schon sind wir bei den Einbau Details, zu dem wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt.

Die Kühlfläche des Nordwands haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was auch gleichzeitig den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir nach vielen eigenen Tests grundsätzlich für alle Kühler die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen kommt. Beachtet bitte die Hinweise bezüglich Direct Touch Kühlflächen aus unserem Wärmeleitpasten-Artikel, denn sind absolut relevant, die Wärmeleitpaste gehört also in dem Fall auf den Kühler und nicht auf die CPU-DIE !
Über die Pushpin Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der einzelne Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Dieses Pushpin Fiasko hat uns Alpenföhn freundlicherweise erspart, da der Kühler grundsätzlich über die Backplate verschraubt wird, was freundlicherweise auch für aktuelle AMD Plattformen gilt, so daß auch diese Anwender ihren Kühlkörper endlich frei ausrichten können.

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Der Einbau also solcher ist eigentlich recht einfach und chronlogisch festgelegt, für unerfahrene Anwender sollte die Broschüre von Alpenföhn aber etwas ausführlicher gestaltet sein.
Jedenfalls werden auf der Backplate 4 entsprechende Bolzen eingesteckt und mit Rändelmuttern verschraubt. Auf diese müssen dann die richtigen Unterlegscheiben gesteckt werden, damit wäre die Backplate fertig fürs Mainboard. Nach dem Durchstecken durch die vier Mainboardlöcher kann der Kühlkörper aufgesetzt und über Kreuz gleichmäßig verschraubt werden. Das Konstrukt hinterläßt einen stabilen Eindruck, so daß der Kühler eigentlich auch eine Lan-Party unverückbar überstehen sollte.

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Begünstigt durch das Mainboard-Layout kann man den Kühler wahlweise in Richtung Netzteil oder in Richtung Gehäuselüfter blasen lassen, wir haben uns für letzteres entschieden. Nicht zuletzt darum, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit in Richtung absaugendem Gehäuselüfter abtransportiert wird. Die Ausmaße des Kühlers erfordern auf unseren Boards keinen Wechsel der Speichermodule auf die hinteren Bänke, es kann also alles so bleiben, wie vorher schon angeordnet. Man sollte aber grundsätzlich das Mainboardlayout berücksichtigen, insbesondere dann, wenn die Speicherslots nahe am CPU-Sockel angebracht sind, aber dafür hat man ja auch mehrere Einbaurichtungsoptionen zur Verfügung.


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Das Einhaken der Entkoppelungsstifte ist wie immer ein wenig fummelig, insofern kann es entlastend sein, die Stifte schon auf dem Kühlkörper zu posititionieren und sie dann durch die Öffnungen des Lüfters zu ziehen. Je nach Mainboard Layout und unmittelbrer Nähe von Mainboard Kühlkörpern kann mal die eine, mal die andere Variante erfogreicher sein, da hilft nur ausprobieren.
Ein optionaler zweiter Lüfter würde in unserem System keinen entscheidenden Nutzen erwirtschaften, da der absaugende Gehäuselüfter nur ca. 10cm vom Kühler entfernt arbeitet. Den Aufwand können wir uns also getrost schenken. Eine horizontale respektive vertikale Ausrichtungs-Direktive entfällt bei der U-Form der Heatpipes, darum spielt es keine Rolle, wie der Kühler auf dem Mainboard ausgerichtet und verbaut wird.

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Damit wäre die Montage auch schon finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard CPU-Fan Port kann das System in Betrieb genommen werden., wobei wir für unsere Arbeit mit einer schicken blauen nicht zu grellen Beleuchtung entlohnt werden.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerung des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Darüber hinaus fehlt natürlich die geniale Entkoppelung von Noiseblocker. Dafür bietet er überragende Luftvolumina, die gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken können, somit war er für den Thermalright Test wie schon so oft unsere erste Wahl.

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Scythe
Slipstream 1200
Leistungsaufnahme
3,1 Watt
Betriebsspannung
12 Volt
Lüfterblätter
9
Nabendurchmesser
35mm
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
115g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1200 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
116,5 m³/Std
Lautstärke
ca. 24 dBA
Lagerung
Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 35 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 30.000 Stunden
Garantie
2 Jahre
Extras
4zu3-pin Adapter
Entkoppelung
nein
Preis
7,90 €
Bezugsquelle
Scythe
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Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Die Tests:

Mit Core Temp 0.99.5, dem Hardware Monitor 1.14 und Everest Ultimate Edition 5.02.1800 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir ausschließlich unser neues Asus P5E64 WS Evolution Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 775 Kühler noch einmal getestet, wodurch sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben haben.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultieren.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen:

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Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test unsere Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test alle Lüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Verglichen haben wir den Alpenföhn Kühler mit allen bisher getesteten Kühlern:


Temperaturvergleichswerte Sockel 775: 1200 U/min
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX + HR10 2x120+1x80mm 33°C 45°C
Prolimatech Megahalems + Slipstream 1200 34°C 46°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 + IFX10 34,5°C 46,5°C
Scythe Mugen 2 + Slipstream 1200 34,5°C 47°C
Thermalright IFX-14 2x140mm 35°C 47°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 35,5°C 48°C
Alpenföhn Nordwand 35,5°C 49°C
Thermolab Baram + Slipstream 1200 35,5°C 49°C
Xigmatek Thor's Hammer + Slipstream 1200 36°C 49,5°C
Noctua NH-U12P + Noctua P12 1300 38°C 52°C
Alpenföhn Brocken + Slipstream 1200 38°C 52,5°C
Xigmatek S1284 Achilles 38,5°C 52,5°C
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 39°C 53°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C
Thermalright Ultra 120 extreme 39°C 53,5°C
Zerotherm BTF90 40°C 54°C
Scythe Mugen 41,5°C 55,5°C
Scythe Zipang 2 41,5°C 55,5°C
Thermalright AXP-140 42°C 55,5°C
Scythe Kabuto 42°C 56°C
Noctua NH-C12P 42°C 56°C
Cooler Master V8 42,5°C 56,5°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C
NoiseBudget Thermalright SI-128 46,5°C 61,5°C
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C
Intel -boxed- (Penryn) 50°C 68°C



Temperaturvergleichswerte Sockel 775: 700 U/min
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX 2x120+1x80mm + HR10 37°C 49°C
Prolimatech Megahalems + Slipstream 1200 37,5°C 50,5°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 + IFX10 37,5°C 51,5°C
Scythe Mugen 2 + Slipstream 1200 38°C 52°C
Thermalright IFX-14 2x140mm 38°C 52°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 39°C 52,5°C
Thermolab Baram + Scythe Slipstream 1200 39,5°C 53,5°C
Noctua NH-U12P + Noctua P12 1300 40,5°C 54,5°C
Alpenföhn Nordwand + Scythe Slipstream 1200 41,5°C 54,5°C
Xigmatek Thor's Hammer + Slipstream 1200 42,5°C 54,5°C
Alpenföhn Brocken + Slipstream 1200 42,5°C 55°C
Xigmatek S1284 Achilles 42°C 55,5°C
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 42,5°C 56°C
Xigmatek HDT S-1283 43°C 56°C
Thermalright Ultra 120 extreme 43,5°C 57,5°C
Zerotherm BTF90 44,5°C 58°C
Scythe Mugen 45°C 58°C
Scythe Zipang 2 45°C 58°C
Scythe Kabuto 45°C 59°C
Noctua NH-C12P 45°C 61°C
Thermalright AXP-140 45,5°C 61°C
Cooler Master V8 45,5°C 61°C
Scythe Ninja CU 46,5°C 62°C
Scythe Zipang 47°C 62,5°C
ichbinleise® Cooler 13XX 49°C 64°C
Andy Samurai Master 49°C 64,5°C
NoiseBudget Thermalright SI-128 46,5°C 61,5°C
Revoltec Freeze Tower 49°C 65°C
Scythe Ninja Mini 50,5°C 65,5°C
Aerocool X-Fire 52°C 66°C
Intel -boxed- (Penryn) 55°C 69°C



Temperaturvergleichswerte Sockel 775: passiv, soweit sinnvoll
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX + HR10 44°C 59°C
Thermalright IFX-14 45,5°C 60°C
Scythe Mugen 46°C 61°C
Scythe Mugen 2 46,5°C 61°C
Xigmatek Thor's Hammer 46,5°C 62,5°C
Thermolab Baram 51,5°C 67°C
Prolimatech Megahalems 54°C 68°C
Alpenföhn Nordwand 54,5°C 68,5°C
Alpenföhn Brocken 55°C 69°C
Thermalright True Copper + IFX10 56°C 69,5°C



Was bleibt nach diesem Test an Erkenntnissen übrig? die Bäume im Bereich CPU-Kühler wachsen nicht mehr in den Himmel, das derzeitige Limit für konventionelle Kühllösungen ist erreicht, daran ändern auch keine Lamellen-und/oder Heatpipe Tricks etwas. Ob ein Kühler unter Last nun 49,5°C oder 51,5°C erreicht, fällt schon fast unter Messungenauigkeit.
Der neue Alpenföhn Nordwand reiht sich diesbezüglich nahtlos ein, auch er bricht keine Rekorde, wie sollte er auch. Trotzdem sind die Ergebnisse natürlich ausgezeichnet, dies dokumentieren seine guten Plazierungen in unseren Vergleichstabellen überdeutlich. Von existenzieller Bedeutung ist ein volumenstarker Lüfter, ansonsten steigen die Temperaaturen rapide an, wenn die Drehzahl in den Keller geht. Dieses Problem besitzt nahezu jeder Kühler, der eng stehende Lamellen sein eigen nennt.
Für einen reinrassigen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen (2mm Abstand) zu eng zusammen, auch wenn der Passivtest auf unserem System gar nicht so schlecht ausfällt. Dazu sollte man berücksichtigen: die Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar grundsätzlich eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars thermische Auswirkungen erzeugt. Darüber hinaus erhöht sich durch den engen Lamellenabstand natürlich der Strömungswiderstand. Um das zu kompensieren, bedarf es eben eines Lüfters mit entsprechendem Druck sprich Fördervolumen.
Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Lüfters stellt ein weiteres wichtiges Test Kriterium dar. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Eventuelle PWM Funktionen klammern wir für unsere Tests grundsätzlich aus, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität einfach noch keine konstant hohes Niveau erreicht, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Der Scythe Slipstream 1200 Lüfter fristet nicht ohne Grund schon einige Zeit sein Dasein in unserer Referenzliste, da er immer dann zum Einsatz kommt, wenn enge Lamellen entsprechenden Druck benötigen. Der Scythe Slipstream konnte sich in allen Belangen gekonnt in Szene setzen. Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1216 U/min (803 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 25,5 dBA (18,5 dBA). Bei 5 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter noch mit 536 U/min und erzeugt 14 dBA. Dazu gesellen sich nahezu nebengeräuschfreie Lager und eine Scalierung von 4,6 bis 13,8 Volt.
Kommen wir zum Werkslüfter des Alpenföhn Kühlers: der Alpenföhn LED Lüfter hinterläßt einen relativ ausgewogenen Eindruck. Bei 12Volt und realen 1486 U/min erzeugt der Lüfter 25 dBA Schalldruck (0,4 sone). Wenn wir die Ansteuerung auf 7 Volt reduzieren, senkt sich die Drehzahl auf 954 U/min und der Schalldruck auf wesentliche erträglichere 17,5 dBA (0,1 sone). Hier wäre dann auch schon das Ende der Fahnenstange erreicht, denn unter 5 Volt läuft der Lüfter nicht mehr an. Was möglich wäre, sind exakt 6,2 Volt, was eine weitere Absenkung des Schalldrucks auf 15,5 dBA bei 731 U/min erbringt, was ihn für unseren 700 U/min Test ohnehin disqualifiziert hätte. Die Lagerung des Lüfters attestieren wir als sehr gut bis gut, minimale Schleifgeräusche wirken glücklicherweise wenig störend. An die Qualitäten des Noiseblocker Multiframe Referenzlüfters kommt auch dieses Alpenföhn Exemplar nicht heran.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review erarbeiteten Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System beziehen! Da nahezu jedes Lüfterlager ob seiner spezifischen Beschaffenheit eine gewisse Einlaufzeit benötigt, haben wir dies berücksichtigt und jeden Lüfter eine Woche nonstop laufen lassen, damit auch dieser Aspekt eine Berücksichtigung findet.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

• Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

• Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

• Es hat diesbezüglich in den letzten 2 Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben, über welche die Gleitlagertechnik zum Teil deutlich optimiert werden konnte. So existieren seit geraumer Zeit die von Sony patentierte Fluid Dynamic Bearing und die NB Nano-SLI Gleitlager von Noiseblocker. Beide Techniken bilden aktuell die Speerspitze in punkto Innovation und Laufruhe.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

• Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

• Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

• Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an. Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

• Interessant ist auch der Durchmesser der Lüfternaben, da sie Rückschlüsse auf die zu erwartende Luftfördermenge zulassen. Der Grund dafür sollte einleuchten, je kleiner die Nabe, desto größer ist die Strömungsfläche. Rückschlüsse auf die Qualität oder Laufruhe der Lager lassen die Nabendurchmesser allerdings keine zu. Es existieren große Naben mit laufruhigen Lagern ebenso, wie kleine Naben mit klappernden oder schleifenden Lagern.

• Ein immer wieder nachzulesendes Klischee wollen wir nicht unkommentiert stehen lassen, es existieren keine unhörbaren Lüfter und sei im Idealfall nur das Geräusch der Luftverwirbelungen, aber unhörbar ist ein Lüfter definitiv nie ! wenn er nicht zu hören ist, läuft er nicht...
Des weiteren sollte man berücksichtigen, das viele Lüfter auf ihre Nenndrehzahl hin optimiert wurden, d.h. wenn ein Lüfter auf 12Volt justiert wurde, kann es durchaus sein, das er bei 7 oder 5 Volt Ansteuerung unerwünschte Nebengeräusche fabriziert. Das nur für all diejenigen, die glauben, das ein guter Lüfter in allen Ansteuerungsvarianten Nebengeräuschfrei sein muß. Natürlich wäre dies wünschenswert, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen nun mal in der Technik nicht selten weit auseinander...

Unsere bisherigen Lüftertests:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


120mm Lüfterroundup 2009






Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite vorsichtig entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch. Die Kühllamellen des Alpenföhn Nordwand Kühlers kann man natürlich ebenso problemlos mit Druckluftspray und Pinseln reinigen.




Fazit:

EKL/Alpenföhn mieten sich mit dem neuen Nordwand Kühler endgültig in der bel étage der CPU-Kühler ein, daran besteht für uns kein Zweifel mehr. Die Kühlleistung wurde ebenso weiter optimiert, wie die Ausstattung im Detail. Die Kompatibilität der jeweiligen Sockel Befestigung hat entscheidend zugenommen, so daß auch AMD Kunden ihren Kühler endlich flexibel ausrichten können. Nach unserem derzeitigen Informationsstand, wird die Befestigung für den kommenden Intel Sockel 1156 ebenfalls Berücksichtigung finden. Das die beiden äußeren Heatpipes den Heatspreader unserer 45nm CPU nur rudimentär tangieren, schlug sich in den Temperaturen nicht negativ nieder, scheinbar kommunizieren die Zwischenstege samt Zusatzkühlkörper recht gut mit den Heatpipes.
Soweit so gut, kommen wir zu den Punkten, die uns weniger gefallen. Der grundsätzliche PWM Einsatz des Werkslüfters erscheint uns wenig sinnvoll, da nicht wenige Mainboards diesbezügliche Probleme aufweisen. Darüber hinaus sind wir von der Qualität des Lüfters wegen seiner Schleifgeräusche und geringen Scalierbarkeit nicht besonders angetan. Das gilt auch die unzureichende Dokumentation des Einbaus durch das mitgelieferte Faltblatt. Das Alpenföhn eine Mainboard Kompatibilitätsliste einpflegen sollte, hatten wir schon mehrfach gefordert, allein die Umsetzung fehlt bis dato, das kann die Konkurrenz eindeutig besser.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• wertige edle Haptik
• sehr gute Verarbeitung
• sehr stabile Lamellen (0,4mm)
• hervorragende Kühlleistungen bei volumenstarken Lüftern
• sehr hohe Leistungsreserven (unter 12 Volt)
• für die Größe noch akzepables Gewicht
• sehr stabile Befestigung dank Verschraubung
• sehr gute Sockel Kompatibilität, auch Sockel 1156 ist in Vorbereitung
• sehr gute Lüfter-Flexibilität (120mm)
• sehr gute Lüfterentkoppelung
• schicke Beleuchtung
• sehr gutes Ausstattungspaket
• befriedigendes Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 50 €)

Minus:
• eventuelle Kompatibilitäts-Probleme (Bauhöhe)
• Lüfter läuft unter 5Volt nicht an, Schleifgeräusche
• Einbaudokumentation könnte ausführlicher sein, Online Kompatibilitätsliste fehlt nach wie vor

Insgesamt betrachtet stellen wir dem Alpenföhn Nordwand eine eindeutige Kaufempfehlung aus, allerdings mit einer Einschränkung: wer bereits den Alpenföhn Brocken besitzt, sollte die Investition nachhaltig überdenken, denn die rentiert sich nur für den Händler...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Alpenföhn Nordwand CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Alpenföhn


Alpenföhn Nordwand Caseking



Wir bedanken uns bei EKL/Alpenföhn sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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