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Achtung Noctua NH-U12P CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Noctua NH-U12P CPU-Kühler






Einleitung:

"ein weiterer Tower-Kühler, wie langweilig..." Durchaus nicht, weitab von jeglicher Polemik hat sich diese Kühler-Spezies in den letzten Jahren zu Recht ihren Marktanteil im heiß umkämpften High-End Kühlersegment erobert, wenngleich man doch mitunter den Eindruck gewinnt, ein Hersteller baut sie alle, Taiwan läßt freundlich grüßen. Zufall ist all dies natürlich nicht, denn zu den Preisen könnte kein europäischer Hersteller ein entsprechendes Produkt herstellen, geschweige denn dem Endverbraucher noch profitabel anbieten.
Davon abgesehen existieren zur Zeit einige Tower-Kühler, die es einfach verdienen, in unserem mehrteiligen Kühler Special Berücksichtigung zu finden. Schon sind wir wieder mitten im Thema: dem Noctua NH-U12P.
Vor drei Jahren begann die Erfolgsgeschichte um dieses Unternehmen aus Wien mit den Noctua NH-U9/NH-U12 Kühlern, die seinerzeit doch etwas karg ausgestattet waren und darüber hinaus auch keine eigenen Lüfter im Gepäck mitführten. Das alles ist Schnee von Gestern, der NH-U12P besitzt ein äußerst üppiges Zubehörpaket, erhielt Kolink International Corporation in Taiwan einige technische Modifikationen, die auch die Kompatibilität erhöhen sollen. Vernickelte Oberflächen gehören mittlerweile fast schon zur Standardoberflächen-Veredelung und Akkuratesse bei der Verlötung ohnehin. Was also kann der Noctua NH-U12P CPU-Kühler besser als die Konkurrenz, oder vielleicht doch nicht?
Diese und weitere offene Fragen klären wir in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
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• Noctua NH-U12P CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• 120mm Lüfter (Noctua NF-P12-1300)
• Drehzahladapter
• SecuFirm Montage-Kits für Sockel 775/AM2/AM2+ (optional auch für Intel Xeon, AMD K8, Sockel F)
• Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste
• Montageanleitung (englisch)





Die technischen Daten: Noctua NH-U12P Kühlkörper

- Gewicht: 600g (ohne Lüfter)
• Konstruktion: Tower Kühler
• Abmessungen: 158mmx126mmx71mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
• Material: Aluminium-Kupfer (vernickelt)
• Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser (U-förmig angeordnet)
• Material-Lamellen: Aluminium (0,5mm stark)
• Anzahl Lamellen: 36 Stück
• Lamellen-Abstand: 2,5mm
• Kühlfläche gesamt: ca. 4000cm²
• Lüfteroptionen: 1x 120mm, 2x 120mm (120x120x25)
• Preis für den kompletten Kühler: ca. 57,90 €
• zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 775, 939, 940, AM2, AM2+ ->ohne Einschränkungen.
Garantie für den kompletten Kühler: 6 Jahre



Die technischen Daten: Noctua NF-P12-1300 Lüfter


• Lüfter: Noctua NF-P12-1300
• Lagerung: SSO-Bearing
• Lüfterblätter: 9
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen: 120x120x25mm
• max. Luftdurchsatz: max. 92,3 m³/Std
• Leistungsaufnahme: 1,08 Watt
• Gewicht: ca. 165g
• Geschwindigkeit: ca. 1300 U/min ( + /- 10% )
• Geräusch: ca. 20 dBA
• Anschluß: 3-pin Molex
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: 40cm (sleeved)
• MTBF in Stunden: 150.000



MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E8600@4GHZ
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Powercolor Radeon HD4850
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Cooler Master Silent Pro
Gehäuse
Lian Li PC-A77
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate SP1 64 Bit, 2008 Enterprise Server SP1 64 Bit
Zubehör
4x Noiseblocker Multiframe MF12-S2 @5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Ein Blick auf die aktuellen Protagonisten der Kühler-Szene macht sehr deutlich, in welchen Dimensionen wir uns inzwischen bewegen, vor allem beim Blick auf den fast schon wintzigen Intel boxed Kühler wird dies überdeutlich.
Allerdings kristallisiert sich eines auch schnell heraus, in schmalen Gehäuse um die 200mm Breite und darunter, wird der Noctua, auf Grund seiner Bauhöhe von fast 16cm, schwer unterzubringen sein. Zumindest sollte man dies am besten vor Ort zusammen mit dem Gehäuse verifizieren, damit der Einbau nicht zum Fiasko mutiert.
Die Lamellen hinterlassen einen enorm stabilen Eindruck, was sich durch ihre Wandstärke von immerhin 0,5mm erklärt. Ein Xigmatek HDT-S1283 bringt es da vergleichsweise auf nur 0,33mm, was natürlich deutlich weniger Verwindungssteifigkeit für die Lamellen liefert. Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet, beträgt etwas mehr als 4000cm². Berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.

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Gehen wir etwas mehr ins Detail: die Verarbeitung bewegt sich auf sehr hohem Niveau, alle 36 Kühllammelen wurden sauber gefertigt und weisen einen Abstand von 2,5mm zueinander auf. Dieser Abstand hat einige nicht zu unterschätzenden Vorteile: der Lüfter muß nicht übermäßig viel Druck erzeugen, um die Wärme abzutransportieren. Ergo muß er auch nicht sonderlich schnell laufen, was wiederum unsere Ohren schont. Für einen wirklichen passiv Betrieb wäre der Abstand aber immer noch zu gering, für langsam rotierende Lüfter aber durchaus ausreichend.
Es sind tatsächlich nur 4 Heatpipes und nicht 8, die Heatpipes wurden lediglich in U-Form angeordnet, das zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen. Man erkennt auch bei diesem Noctua Kühler hier und dort kleinere Lötreste und die Vernickelung ist nicht durchgehend perfekt, aber sehr groß ist der Abstand zu Thermalright nicht mehr, zumindest was die Güte der Verarbeitung angeht.

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Die massive 12,7mm starke Kühlbodenfläche ist absolut eben und exzellent poliert worden, was leider auch in dieser Preisklasse durchaus kein Selbstläufer ist. Es besteht also kein Anlass zur Sorge, Noctua ist nicht auf den konvex/konkav Zug aufgesprungen, es muß also nichts geschliffen werden.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie: Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann." Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der wäre ja mit dem 120mm Lüfter vorhanden.

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Der Lüfter (Noctua NF-P12-1300) ist ein "alter" Bekannter, der auch schon erfolgreich unser 120mm Lüfterroundup 2008 absolvierte.
Das sorgfältig gesleevte (ummantelte) Kabel endet in einem 3-pin Molex Stecker, der entweder auf dem Mainboard, oder über einen Adapter auch direkt mit dem Netzteil verbunden werden kann. Eine PWM Ansteuerung ist so allerdings nicht möglich, was wir nicht als größeren Verlust deklarieren würden, da exakt diese Steuerung auf vielen Mainboards immer wieder für Irriationen sorgt. Außerdem lassen sich auch nicht-pwm Lüfter durchaus über das Mainboard respektive Bios über die Versorgungsspannung (z.B. Fan Control Mode) steuern, in dem man die entsprechenden Optionen (sofern vorhanden) nutzt.
Wer über keine Lüftersteuerung und/oder Mainboard Optionen verfügt und den Lüfter in seiner Drehzahl absenken möchte, kann dies auch über die mitgelieferten beiden Low-Noise-Adapter (L.N.A.) und Ultra-Low-Noise-Adapter (U.L.N.A.) tun, die Drehzahlreduzierungen auf 1100 U/min und 900 U/min ermöglichen.




Der Einbau:

Wieder dürfen wir uns über einen Aspekt freuen, der beileibe nicht selbstverständlich ist: eine Mainboard Komatibilitätsliste
Auf unseren Mainboards ergaben sich dementsprechend auch keine Probleme, wer also keine Mainboards mit inflationär überdimensionierten Northbridge Kühlern verwendet, sollte den Noctua Kühler sorgenfrei verbauen können.

Schon sind wir bei den Einbau Details, zu dem wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt.
Die Kühlfläche des Noctua haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Der Kühler verfügt über eine nahezu riefenfreie und hervorragend polierte Kontaktfläche und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Noctua NT-H1) soll nur Risse und minimale Unebenheiten ausgleichen !

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Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der einzelne Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Dieses Pushpin Fiasko hat uns Noctua freundlicherweise erspart, da der Kühler grundsätzlich verschraubt werden muß. Die Anleitung aus dem Handbuch exisitiert zwar nur auf englisch, ist aber unmißverständlich bebildert. Wem das nicht genügen sollte, findet bei Noctua eine weitere Anleitung auch in deutscher Sprache:

Installationsanleitung



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Die Ausmaße des Kühlers erfordern auf unseren Boards diesmal keinen Wechsel der Speichermodule auf die hinteren Bänke, es kann also alles so bleiben, wie vorher schon angeordnet. Man sollte aber grundsätzlich das Mainboardlayout berücksichtigen, insbesondere dann, wenn die Speicherslots nahe am CPU-Sockel angebracht sind, aber dafür hat man ja auch mehrere Einbaurichtungsoptionen zur Verfügung.
Begünstigt durch das Intel-Layout kann man den Kühler wahlweise in Richtung Netzteil oder in Richtung Gehäuselüfter blasen lassen, wir haben uns für letzteres entschieden. Nicht zuletzt darum, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit abtransportiert wird.

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Bei der Ausrichtung des Lüfters sollte man tunlichst darauf achten, der er möglichst mittig an den Lamellen sitzt und nicht etwa oben oder unten an den Kühlerlamellen zu weit vorbeibläst. Die mitgelieferten dünnen Entkoppelungsstreifen werden ihrem Namen zwar nicht ganz gerecht, aufkleben sollte man sie trotzdem. Eine vertikal-oder horizontale Einbaubeschränkung existiert bei dieser Kühlerbauform nicht, diesbezüglich greifen also keine besonderen Vorschriften.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen...!
Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard oder eurer Lüftersteuerung, kann das System in Betrieb genommen werden.

Noch ein paar Worte zur Sockelbelastung und dem hohen Gewicht dieser Kühlerspezies:
Es kursieren immer noch die wildesten Gerüchte über ausgerissene Sockel und ähnliche Schauergeschichten, die allerdings aus der grauen Vorzeit schwerer Kühler und deren Sockelbefestigung stammen (z.B. Sockel A). Aktuelle Kühler für Sockel 939/AM2 oder Sockel 478/775 usw. werden nicht unmittelbar am Sockel befestigt, sondern entweder an Retention Modulen (außerhalb des eigentlichen CPU-Sockels), per Push-Pins (Sockel 775), oder sie werden ohnehin direkt mit dem Mainboard verschraubt. Da kann also nichts wegbrechen oder abreissen, denn die PCB des Mainboards hält schon einiges aus und der Sockel wird so auf keinen Fall gefährdet !
Nichts desto trotz kann man natürlich bei schweren Kühlern die PCB-Belastung dadurch minimieren, in dem man z.B. Back Plates und Retention Module verwendet (wie auch bei Noctua) und damit Gewichtverteilung optimiert und die Stabilisierung deutlich erhöht.




Der Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für uns selbst eine ganz klare Vorgabe erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen.

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Noiseblocker Multiframe MF12-S2:

Leistungsaufnahme
2,9 Watt
Betriebsspannung
4,5V bis 13,8V
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB-NanoSLI® Low Noise Longlife Lager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
30cm (gesleeved)
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Extras
4 Schrauben
Preis
21,95 €
Garantie
6 Jahre
Bezugsquelle
Noiseblocker




Die Tests:

Mit Core Temp 0.99.3, dem Hardware Monitor 1.11 und Everest Ultimate Edition 4.60 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir ab sofort ausschließlich unser neues Asus P5E64 WS Evolution Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel775 Kühler noch einmal getestet, womit sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben haben.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultieren.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung Mainboard montiert, damit Spannungswandler und nahe Bauteile um den CPU-Sockel herum davon profitieren.
Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben für für den Load-Test alle Lüfter (soweit möglich) auf 1200 U/min und für den Low Noise Test alle Lüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs.
Verglichen haben wir den Noctua NH-CP12 mit allen bisher getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:

Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 1200 idle
CPU-Kern 1200 Last CPU-Kern 700 idle CPU-Kern 700 Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
ichbinleise®40XX 2x120mm+1x80mm 33°C 45°C 37°C 49°C 30°C 38°C 44°C 59°C
TR IFX-14 2x140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
Noctua NH-U12P 38°C 52°C 40,5°C 54,5°C 31°C 42,5°C n/a n/a
Xigmatek S1284 Achilles 38,5°C 52°C 41°C 55°C 31,5°C 42°C n/a n/a
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C 42°C 56°C 32°C 42°C n/a n/a
TR Ultra-120 extreme 39°C 53°C 43°C 57°C 32°C 39°C n/a n/a
Zerotherm BTF90 40°C 54°C 44,5°C 58,5°C 36°C 44°C n/a n/a
HDT S-1283 Scythe 41,5°C 55°C 45°C 60°C 32°C 42°C n/a n/a
Scythe Infinity 41,5°C 55,5°C 45°C 60,5°C 33°C 42°C 44°C 61°C
Noctua NH-C12P 42°C 56°C 45,5°C 61°C 32°C 42°C n/a n/a
Cooler Master V8 42,5°C 56,5°C 46°C 61°C 33,5°C 43,5°C n/a n/a
Scythe Ninja CU 43°C 57°C 46,5°C 62°C 35°C 44°C 43°C 59°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C 47°C 62,5°C 35°C 42°C n/a n/a
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C 49°C 64°C 36°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C 49°C 64,5°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 46,5°C 61,5°C 49°C 65°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C 49°C 64°C 42°C 46°C n/a n/a
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C 50,5°C 65,5°C 43°C 46°C 59°C 69°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C 52°C 66°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 50°C 68°C 55°C 69°C 46°C 50°C n/a n/a


Auch der Noctua NH-U12P kann sich sofort in den Top-Five positionieren, wenn auch denkbar knapp vor dem Xigmatek S1284 Achilles, den er von seinem dritten Platz verdrängt.
Für einen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen des Noctua (2,5mm Abstand) zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt. Trotzdem zeigen diese recht großzügig bemessenen Lamellen Abstände Wirkung, denn bei geringen Lüfterdrehzahlen sind immer noch annehmbare Kühlwerte zu erreichen. Diese Kühlwerte verringern sich immer weiter, je kleiner die Lamellenabstände wären, so daß langsam laufende Lüfter nur noch wenig Wirkung zeigen würden, aber dies ist beim Noctua freundlicherweise nicht der Fall.
Wenn man sich aber mal unsere Tabelle anschaut, dann wird auch deutlich, das die legendäre PWM Kühlung der Top-Down Kühler etwas relativiert werden muß, denn auch die Tower-Kühler leisten in dieser Hinsicht gute Arbeit. Insbesondere dann, wenn eine halbwegs vernünftige Gehäuse Be-und Entlüftung vorhanden ist. Die muß bei einem aufs Mainboard blasenden Top-Down Kühler vorhanden sein, denn der bläst seine Luft auch nur stumpf auf den Kühlkörper des CPU-Kühlers und stört somit jeden Luftstrom im Gehäuse.
Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Lüfters stellt ein weiteres wichtiges Test Kriterium dar. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Noctua läuft bereits bei 4,4 Volt an, ein ausgezeichntes Resultat, das dieser Lüfter schon in einigen unserer Tests bestätigen konnte.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Die PWM Funktion haben für unseren Test nicht genutzt, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Der Noctua Lüfter hinterläßt einen sehr ausgewogenen Eindruck, Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1277 U/min (866 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 25 dBA (18,5 dBA) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter nur noch mit 642 U/min und erzeugt knapp 14 dBA. Die Lagerung des Lüfters erweist sich dabei als relativ störgeräuschfrei, lediglich unter 12 Volt Ansteuerung wirkt der Lüfter minimal brummig, was wir im Gegenzug an zwei anderen Noctua P12 nicht attestieren konnten. Mit den Qualitäten des Noisenlocker Multiframe Referenzlüfters kann das Noctua Exemplar allerdings nicht konkurrieren.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-System beziehen.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Noctua kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Mit dem Noctua NH-U12P präsentieren die Österreicher ein weiteres Premium Produkt, das nicht nur durch exzellente Kühlwerte, sondern auch durch sein beispielhaftes Zubehörpaket glänzt, das in seiner Komplettheit schon nahezu Referenzcharakter aufweist.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• sehr hochwertige Verarbeitung
• sehr stabile Lamellen
• sehr gute Kühlleistungen
• hohe Leistungsreserven
• für die Größe noch akzepables Gewicht
• sehr gute Sockel-Flexibilität
• stabiler Einbau dank Verschraubung gewährleistet
• sehr ausgewogener, gut scalierender 120mm Lüfter
• tolles Ausstattungspaket
• sehr lange Garantiezeit (6 Jahre)
• befriedigendes Preis-Leistungs Verhältnis (ca. 57,90 €)

Minus:
• Kompatiblitätsprobleme

Diesmal müssen wir uns nicht über den zuweilen brummigen P12 Lüfter ärgern, was unsere Vermutung nach einer Serienstreuung bestätigt. Aber mit diesem Problem haben alle Lüfterhersteller zu kämpfen, das kann man nicht auf Noctua beschränken.
Nahezu 60 € für das Noctua Komplettpaket sind sicher kein Schnäpchen aus dem nahenden Winterschlußverkauf, wir sind trotzdem der Überzeugung, das jeder Euro bestens investiert ist, zumal der geneigte Käufer einen der aktuell besten Tower-Kühler auf dem Markt und das kompletteste Zubehörpaket überhaupt erhält, quod erat Demonstrandum...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Noctua NH-U12P CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Noctua


Caseking


Wir bedanken uns bei Noctua sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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30.09.2008 19:33 Cerberus is online Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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PC-Experience » Hardware Reviews : » Reviews : » Noctua NH-U12P CPU-Kühler


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