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Scythe Kabuto CPU-Kühler






Einleitung:

Das Scythe seine Produkte gerne mit fernöstlichen Traditionen assoziiert, ist kein Geheimnis und bleibt den Japern natürlich unbenommen. Nur sollten wir uns bewußt sein, was der Kabuto der Samurai tatsächlich bedeutet: dieser Helm wird nach einer siegreichen Schlacht verliehen, an Selbstbewußtsein herrscht also offensichtlich kein Mangel. Wenn wir uns allerdings die Produktvielfalt hinsichtlich erstklassiger Top-Flow Kühler auf dem Markt anschauen, darf man schon so etwas wie Mangelerscheinungen empfinden. Insofern kommt der Kühler eigentlich wie gerufen, auch wenn Scythe bereits einige sehr erwähnenswerte Exemplare ala Zipang, Shuriken und Andy Samurai Master im eigenen Portfolio aufbewahrt. Die Beliebheit dieser Kühlerspezies kommt nicht von ungefähr, kühlen sie doch gerade den sensiblen Bereich um den Prozessorsockel herum mit seinen Spannungswandlern und Mosfets sehr intensiv, da die Lüfter auf Grund ihrer Top-Flow Ausrichtung (von oben herab auf den zu kühlenden Bereich) genau dorthin fokussiert sind.
Man durfte also gespannt sein, ob sich der Kabuto einerseits gegen die Konkurrenz aus den eigenen Reihen und andererseits gegen die einschlägigen Top-Flow Kühler von Thermalright und Noctua durchsetzen konnte und ob der Helm nach dem Sieg verliehen wurde...




Lieferumfang:

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• Scythe SCKBT-1000 Kabuto CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• Befestigungsmaterial bzw. Klammern für die Sockel: 775, 1366, 754, 939, 940, AM2(+), AM2
• 120mm PWM-Lüfter mit Entkoppelungspuffern
• 4x Haken zur Lüfterbefestigung
• Wärmeleitpaste
• Montageanleitung





Die technischen Daten: Scythe Kabuto Kühlkörper

• Gewicht: 730g (ohne Lüfter)
• Konstruktion: Top-Flow Kühler
• Abmessungen: 132mm x 133mm x 124mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
• Material: Aluminium-Kupfer Hybrid
• Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser, Kupfer
• Heatpipe Auflagefläche: ebene Bodenplatte
• Material-Lamellen: Aluminium (0,35mm stark)
• Anzahl Lamellen: 53 Stück x 3 Lamellentürme = 159 Lamellen
• Lamellen-Abstand: 2mm
• Bodenplatte: 16mm stark
• Kühlfläche gesamt: ca. 3100cm²
• Lüfteroptionen: 1x 120x120x25mm
• Preis für den kompletten Kühler: ca. 39,90 €
• zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 478, 775, 1366, 754, 939, 940, AM2(+), AM3 ->ohne Einschränkungen
• Garantie: 2 Jahre



Die technischen Daten: Scythe Slipstream PWM Lüfter


• Lüfter: Scythe Slipstream SY1225SL12LM-P
• Lagerung: GleitLager
• Lüfterblätter: 9
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen: 120x120x25mm
• max. Luftdurchsatz: bis 74,25 cfm (126,23 m³/Std)
• Leistungsaufnahme: 2,16 Watt (0,18 A)
• Gewicht: ca. 159g
• Geschwindigkeit: bis ca. 1400 U/min ( + /- 10% )
• Geräusch: bis ca. 26 dBA
• Anschluß: 4-pin Molex
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: ca. 35cm
• PWM-Steuerung möglich: ja
• MTBF in Stunden: 30.000
• Preis: im Kühlerpreis enthalten
• Garantie: 2 Jahre


MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E8600@4GHZ
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution Bios 0802
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Powercolor Radeon HD4870 PCS+@Thermalright T-Rad
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Seasonic M12D 850 Watt
Gehäuse
Lian Li PC-A77
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate SP1 64 Bit, 2008 Enterprise Server SP1 64 Bit
Zubehör
4x Noiseblocker Multiframe MF12-S2 @5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Auch wenn die Abbildungen mehr implizieren, außer dem Kühler samt Zubehör befindet sich nichts weiteres aus dem Land der aufgehenden Sonne in der sehr stabilen Verpackung. Der Größenvergleich macht deutlich, das die Dimensionen des Scythe Kabuto in einem überschaubarem Rahmen bleiben, so daß kaum mit Kompatibilitätsproblemen zu rechnen sein dürfte und für schmale HTPC's beispielsweise hat Scythe auch entsprechend flachere Kühler im Angebot.
Das die Lamellenanordnung derjenigen des Scythe Mugen 2 ähnelt, bleibt nicht verborgen. Anstatt eines einzigen Lamellengeflechts, sind jetzt deren 3 vorhanden, so daß de Facto jedes Heatpipe-Pärchen ihren eigenen Lamellenturm oder Block vorweisen kann. Dazu gesellt sich eine geänderte Lamellenstruktur, Scythe nennt sie M.A.P.S. (Multiple Airflow Pass-Through Structure), über die trotz verringerten Lamellenabstand trotzdem ein adäquater Airflow realisiert werden soll. Die Kühlfläche der insgesamt 159 Lamellen (53 Lamellen x 3 Blöcke) beträgt jetzt ca. 3100cm² (Noctua NH-C12P: ca. 2800cm², Thermalright AXP-140: ca. 3200cm²), wobei der Lamellenabstand 2mm beträgt. Berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.

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Aus der vernickelten Kupferbodenplatte erwachsen jeweils 6 Stück akurat geformte 6mm Heatpipes in Richtung Lamellenblöcke, als Abschluß dienen die üblichen Kupferhütchen, die sich nahtlos ins Finish integrieren. Nun könnte man die Frage stellen: "warum verwendet Scythe eigentlich keine 8mm Heatpipes", die ja den Kühleffekt noch weiter optimieren könnten. Die vermutliche Antwort könnte lauten:"weil sich 6mm Heatpipes biegetechnisch leichter verarbeiten lassen", wobei das mehr oder weniger unserer Spekulation entwachsen ist. Nur wenn Thermalright dies kann, warum nicht auch Scythe...? Da wir auf diese Frage keine Antwort parat haben, konzentrieren wir uns wieder auf das eigentliche Thema. Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir gleich enttäuschen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 2mm kein Blumentopf zu gewinnen. Dieser Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt, darum ist der Kabuto für passive Kühlungen nicht zu empfehlen und auch nicht konzipert.
Die Lamellen selbst weisen weiterhin eine Materialstärke von 0,35mm auf, was normalerweise genug Resistenz gegen Verbiegen ermöglichen sollte, da Scythe aber nicht alles miteinander verlötet, lassen sie sich doch relativ leicht verbiegen. Die Verarbeitung wurde von Scythe auch weiter verbessert, wobei wir allerdings eine Vernickelung der Heatpipes präferieren würden, denn die nahezu unbehandelte Kupferoberfläche der Heatpipes wird nach einiger Zeit doch recht unansehnlich. Da dies den Preis natürlich nach oben schrauben würde, kann man wohl mit dem derzeitigen Ist-Zustand leben.
Oberhalb der Bodenplatte wurde ein weiterer Kühlblock angebracht, um einerseits die Kühlfläche der Bodenplatte zu vergrößern und andererseits die Aufnahme der Wechselhalterungen für die unterschiedlichen Sockelklammern zu ermöglichen.

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Die Verarbeitung der Bodenplatte ist als makellos zu attestieren, glücklicherweise verzichtet man bei Scythe auf eine konvexe Kühlfläche, auch wenn diese bei einigen Intel CPU-DIEs Vorteile erbringen könnte, weil diese gelegentlich konkav gefertigt sind, der Hut würde also besser zum Deckel passen. Trotzdem haben wir noch kein System erlebt, wo eine plane Kühlfläche nennenswerte Nachteile mit sich brachte, ganz im Gegenteil. Insofern waren wir froh, das Scythe nun nicht auch noch auf den Konvex-Zug von Thermalright oder Prolimatech aufspringt.
Der Scythe Slipstream Lüfter ist ein alter Bekannter, der bei uns immer dann zum Einsatz kommt, wenn enge Lamellen mehr Luftvolumen erfodern, außerdem zählt er zu den absoluten Allroundern in der Lüfterszene. Erstklassige Lager gepaart mit sehr guter Scalierbarkeit und ausgewogener Abstimmung, da paßt im Grunde alles, sogar der Preis. Problematisch wird das Ganze, wenn eine PWM (Pulsweitenmodulation) Ansteuerung hinzukommt, was nicht selten die vormals guten Attribute eines Lüfters negativ beeinflussen kann.
Grundsätzlich beäugen wir die PWM Auslegung immer etwas argwöhnisch, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl.
Das Lüfterkabel verfügt über eine Länge von knapp 40cm und wurde leider nicht ummantelt (gesleeved), was nicht nur aus optischen Aspekten heraus sinnig wäre. Alles weitere zum Lüfter und natürlich zur Kühlleistung des Kabuto reflektieren wir in unserem Testsegment...




Der Einbau:

Eine Kompatibilitätsliste seitens Scythe existiert bisher nicht, aber generell bestehen diesbezüglich keine sonderlich großen Probleme. Zumindest auf unseren drei Sockel 775 Intel Mainboards paßt der Kühler problemlos (Asus P5W DH Deluxe, Asus P5E64 WS Evolution und Asus P5E3 WS Professional).
Schon sind wir bei den Einbau Details, zu dem wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt.

Die Kühlfläche des Kabuto haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was auch gleichzeitig den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir nach vielen eigenen Tests grundsätzlich für alle Kühler die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen kommt.
Über die Pushpin Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der einzelne Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Warum Scythe nun wieder von den deutlich besseren Verschrauboptionen abweicht, ist uns ein Rätsel, denn die Vorteile einer Verschraubung liegen auf der Hand:

1. keine verschleißträchtige Push-Pin Befestigung mehr
2. stabilisierende Backplate
3. genügend Druck auf die CPU-DIE
4. immer wieder verwendbar
5. geringe Mehrkosten

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Nach dem Anschrauben des Pushpins Gestells wäre der Kühler im Grunde fertig für die Hochzeit mit unserem Mainboard, wir sollten uns vorher aber noch ein paar Gedanken zur Ausrichtung machen. Die Ausmaße des Kühlers erfordern auf unseren Boards keinen Wechsel der Speichermodule auf die hinteren Bänke, es kann also alles so bleiben, wie vorher schon angeordnet. Man sollte aber grundsätzlich das Mainboardlayout berücksichtigen, insbesondere dann, wenn die Speicherslots nahe am CPU-Sockel angebracht sind, aber dafür hat man ja auch mehrere Einbaurichtungsoptionen zur Verfügung.
Wir haben uns beim Asus P5E64 WS Evolution dafür entschieden, das ausladende Heck des Kabuto über die Frequenzgeneratoren (PLL) und Transistoren (MOSFET's) zu plazieren, was die speziellen Konstruktionsaspekte dieses Kühlers zur Geltung bringt, denn schließlich wollen wir exakt diesen sensiblen Bereich tatkräftig mitkühlen.

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Aber egal ob wir den Kühler nun mit Heck voraus oder umgekehrt montieren, die Heatpipes sind immer horizontal ausgerichtet und niemals vertikal, was die Wirkung dieses Kühlers negativ beeinflussen könnte, da die Heatpipes sonst gegen die Schwerkraft arbeiten. Zumindest nicht so vertikal, das die Abschlußkappen der Heatpipes nach unten in Richtung Fussboden zeigen (zweites Bild).
Das Verhaken des Lüfters stellt sicherlich niemand mehr vor größere Probleme, es funktioniert auch genauso gut oder schlecht, wie bei allen anderen Kühlern. Damit wäre die Montage auch schon finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard CPU-Fan Port kann das System in Betrieb genommen werden.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerung des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Darüber hinaus fehlt natürlich die geniale Entkoppelung von Noiseblocker. Dafür bietet er überragende Luftvolumina, die gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken können, somit war er für den Thermalright Test wie schon so oft unsere erste Wahl.

bitte klicken bitte klicken
Scythe
Slipstream 1200
Leistungsaufnahme
3,1 Watt
Betriebsspannung
12 Volt
Lüfterblätter
9
Nabendurchmesser
35mm
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
115g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1200 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
116,5 m³/Std
Lautstärke
ca. 24 dBA
Lagerung
Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 35 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 30.000 Stunden
Garantie
2 Jahre
Extras
4zu3-pin Adapter
Entkoppelung
nein
Preis
7,90 €
Bezugsquelle
Scythe
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Die Tests:

Mit Core Temp 0.99.5, dem Hardware Monitor 1.13 und Everest Ultimate Edition 5.01.1700 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir ab sofort ausschließlich unser neues Asus P5E64 WS Evolution Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 775 Kühler noch einmal getestet, womit sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben haben.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultieren.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen:

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Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test unsere Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test alle Lüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Verglichen haben wir den Scythe Kabuto Kühler mit allen bisher getesteten Kühlern:


Temperaturvergleichswerte Sockel 775: 1200 U/min
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX + HR10 2x120+1x80mm 33°C 45°C
Prolimatech Megahalems + Slipstream 1200 34°C 46°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 + IFX10 34,5°C 46,5°C
Scythe Mugen 2 + Slipstream 1200 34,5°C 47°C
Thermalright IFX-14 2x140mm 35°C 47°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 35,5°C 48°C
Xigmatek Thor's Hammer + Slipstream 1200 36°C 49,5°C
Noctua NH-U12P + Noctua P12 1300 38°C 52°C
Alpenföhn Brocken + Slipstream 1200 38°C 52,5°C
Xigmatek S1284 Achilles 38,5°C 52,5°C
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 39°C 53°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C
Thermalright Ultra 120 extreme 39°C 53,5°C
Zerotherm BTF90 40°C 54°C
Scythe Mugen 41,5°C 55,5°C
Thermalright AXP-140 42°C 55,5°C
Scythe Kabuto 42°C 56°C
Noctua NH-C12P 42°C 56°C
Cooler Master V8 42,5°C 56,5°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C
NoiseBudget Thermalright SI-128 46,5°C 61,5°C
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C
Intel -boxed- (Penryn) 50°C 68°C



Temperaturvergleichswerte Sockel 775: 700 U/min
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX 2x120+1x80mm + HR10 37°C 49°C
Prolimatech Megahalems + Slipstream 1200 37,5°C 50,5°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 + IFX10 37,5°C 51,5°C
Scythe Mugen 2 + Slipstream 1200 38°C 52°C
Thermalright IFX-14 2x140mm 38°C 52°C
Thermalright True Copper + Scythe Slipstream 1200 39°C 53°C
Noctua NH-U12P + Noctua P12 1300 40,5°C 54,5°C
Xigmatek Thor's Hammer + Slipstream 1200 42,5°C 54,5°C
Alpenföhn Brocken + Slipstream 1200 42,5°C 55°C
Xigmatek S1284 Achilles 42°C 55,5°C
Alpenföhn Groß-Clock'ner Blue 42,5°C 56°C
Xigmatek HDT S-1283 43°C 56°C
Thermalright Ultra 120 extreme 43,5°C 57,5°C
Zerotherm BTF90 44,5°C 58,5°C
Scythe Mugen 45°C 60,5°C
Scythe Kabuto 45°C 56°C
Noctua NH-C12P 45°C 56°C
Thermalright AXP-140 45,5°C 60,5°C
Cooler Master V8 45,5°C 61°C
Scythe Ninja CU 46,5°C 62°C
Scythe Zipang 47°C 62,5°C
ichbinleise® Cooler 13XX 49°C 64°C
Andy Samurai Master 49°C 64,5°C
NoiseBudget Thermalright SI-128 46,5°C 61,5°C
Revoltec Freeze Tower 49°C 65°C
Scythe Ninja Mini 50,5°C 65,5°C
Aerocool X-Fire 52°C 66°C
Intel -boxed- (Penryn) 55°C 69°C



Temperaturvergleichswerte Sockel 775: passiv, soweit sinnvoll
Kühler:
CPU-Kern idle
CPU-Kern Last
ichbinleise®40XX + HR10 44°C 59°C
Scythe Mugen 45°C 60,5°C
Scythe Mugen 2 46,5°C 61°C
Xigmatek Thor's Hammer 46,5°C 62,5°C
Prolimatech Megahalems 54°C 68°C
Alpenföhn Brocken 55°C 69°C
Thermalright IFX-14 55°C 69,5°C
Thermalright True Copper + IFX10 56°C 71,5°C



Der Scythe Kabuto kann sich in der Riege der bisherigen besten Top-Flow Kühler durchaus in Szene setzen, auch wenn der ganz große Wurf ausblieb. Um das überhaupt zu erreichen, benötigt auch der Kabuto einen volumenstarken Lüfter, ansonsten bricht er bei langsamen Drehzahlen auf Grund des geringen Lamellenabstandes in seiner Kühlleistung etwas ein. Für einen reinrassigen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen (2mm Abstand) zu eng zusammen, auch wenn die passiven Resultate zumindest Respekt abverlangen. Die Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar grundsätzlich eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars thermische Auswirkungen erzeugt. Darüber hinaus erhöht sich durch den engen Lamellenabstand natürlich der Strömungswiderstand. Um das zu kompensieren, bedarf es eben eines Lüfters mit entsprechendem Druck sprich Fördervolumen.
Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Lüfters stellt ein weiteres wichtiges Test Kriterium dar. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Die PWM Funktion haben für unseren Test nicht genutzt, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität einfach noch keine konstante Qualität erreicht, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Der Scythe Slipstream 1200 Lüfter fristet nicht ohne Grund schon einige Zeit sein Dasein in unserer Referenzliste, da er immer dann zum Einsatz kommt, wenn enge Lamellen entsprechenden Druck benötigen. Der Scythe Slipstream konnte sich in allen Belangen gekonnt in Szene setzen. Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1216 U/min (803 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 25,5 dBA (18,5 dBA). Bei 5 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter noch mit 536 U/min und erzeugt 14 dBA. Dazu gesellen sich nahezu nebengeräuschfreie Lager und eine Scalierung von 4,6 bis 13,8 Volt.
Auch wenn er weder technisch noch qualitativ dem Multiframe Lüfter gefährlich werden kann, so stellt er doch eine willkommene Alternative dar, wenn es darum geht, eng stehende Kühlerlamellen erfolgreich zu ventilieren. Weitere Daten zu dem Lüfter entnehmt bitte unserem 120mm Lüfterroundup 2008, in dem wir auch die Luftfördermengen gemessen haben.

Was den Scythe Slipstream PWM Lüfter angeht, so wollen wir euch dessen Ergebnisse nicht voranthalten:
Bei 12Volt und realen 1267 U/min "belastet" der PWM Lüfter das menschliche Ohr mit 25,5 dBA (0,6 sone). Bei 7 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter noch mit 406 U/min und erzeugt 10 dBA (0,1 sone). Eine weitere Reduzierung auf 5 Volt minimiert die Drehzahl auf 226 U/min und 6,5 dBA (0.1 sone). Das Problem ist nur, das sowohl die 7 Volt als insbesondere auch die 5 Volt Ansteuerung den Lüfter soweit reduzieren, das für einen Kühler mit engen Lamellen zu wenig Luft transport wird. Das ist auch der Grund, warum wir für den Mugen 2 in jedem Fall unseren Slipstream 1200 Lüfter favorisieren würden, da er ganz andere Leistungsspektren abruft. Der Sliptream 1200 rotiert auch bei 7 Volt noch mit 803 U/min und bei 5 Volt Ansteuerung mit 536 U/min. Gefördert werden dabei 72,4 m³ respektive 49,9 m³, so daß noch genügend Luftvolumen durch die Lamellen geblasen wird. Der Scythe SY1225SL12LM-P liefert im Vergleich dazu auf Grund seiner zu stark reduzierten Drehzahlen (406 und 226 U/min) nicht mal halb so viel Volumina !
Das Lager des SY1225SL12LM-P neigt zu leichten Rotorgeräuschen unter 7 Volt, die aber zu vernachlässigen wären. Dazu gesellt sich eine Scalierung(Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) von 4,7 bis 13,6 Volt, an der es absolut nichts auszusetzen gäbe.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-System beziehen!




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

• Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

• Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

• Es hat diesbezüglich in den letzten 2 Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben, über welche die Gleitlagertechnik zum Teil deutlich optimiert werden konnte. So existieren seit geraumer Zeit die von Sony patentierte Fluid Dynamic Bearing und die NB Nano-SLI Gleitlager von Noiseblocker. Beide Techniken bilden aktuell die Speerspitze in punkto Innovation und Laufruhe.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

• Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

• Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

• Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an. Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

• Interessant ist auch der Durchmesser der Lüfternaben, da sie Rückschlüsse auf die zu erwartende Luftfördermenge zulassen. Der Grund dafür sollte einleuchten, je kleiner die Nabe, desto größer ist die Strömungsfläche. Rückschlüsse auf die Qualität oder Laufruhe der Lager lassen die Nabendurchmesser allerdings keine zu. Es existieren große Naben mit laufruhigen Lagern ebenso, wie kleine Naben mit klappernden oder schleifenden Lagern.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite vorsichtig entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch. Die Kühllamellen des Scythe Kabuto Kühlers kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinseln reinigen.




Fazit:

Scythe hat mit dem Kabuto einen weiteren erstklassigen Top-Flow Kühler aus dem Hut respektive Helm gezaubert. Die Kühlleistungen bewegen sich auf dem Niveau der Platzhirsche von Thermalright und Noctua und die Verabeitung ist einmal mehr über jeden Zweifel erhaben.
Aber warum setzt Scythe nun wieder auf die unsäglichen Pushpins? die Erfahrungen aus der Vergangenheit sollten sie eigentlich eines Besseren belehrt haben. Das wir den mitgelieferten PWM-Lüfter nicht unbedingt präferieren, haben wir schon im Mugen 2 Review verdeutlicht. Unterm Strich changiert unser Gold Award darum auch stellenweise ins Silberne.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• wertige Haptik
• sehr gute Verarbeitung
• recht stabile Lamellen (0,35mm)
• perfekte polierte ebene Bodenplatte
• sehr gute Kühlleistungen bei volumenstarken Lüftern
• sehr hohe Leistungsreserven
• akzeptables Gewicht
• gute Lüfter-Flexibilität
• kaum zu erwartende Kompatibilitätsprobleme
• gutes Ausstattungspaket
• gutes Preis-Leistungs Verhältnis (ca. 39,90)

Minus:
• durchschnittlicher PWM-Lüfter
• Pushpins sind nicht mehr zeitgemäß

Für das Geld existieren kaum Alternativen im aktuellen Top-Flow Segment, zumal die Konkurrenz deutlich teuer agiert und die Konkurrenz aus dem eigenen Haus wird ebenfalls in Schach gehalten. Für die Verleihung des Kabuto Siegeshelms fehlen dann aber doch noch ein paar Inkredenzien, darum bleibt er diesmal auch in der Vitrine...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Scythe Kabuto CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Scythe


Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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