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Achtung Corsair AX850 Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Corsair AX850 Netzteil







Einleitung:

Der Gold-Express hat Fahrt aufgenommen, das Angebot an 80+ Gold zertifizierten Netzteilen nimmt schon fast inflationären Charakter an und so listet im Grunde jeder namhafte Hersteller mittlerweile ein entsprechendes Produkt. Das diese Zertifizierung als solche nicht sehr viel über die tatsächliche Qualität eines Netzteils aussagt, haben wir schon häufiger unterstrichen. Um so interessanter ist es natürlich, wie die Hersteller denn die angestrebten Effizienz Werte erreichen konnten und ob die restliche Technik mit diesem Effizienz-Focus korrespondiert. Denn eines sei deutlich gesagt, es existieren nicht wenige Exemplare auf dem Markt, wo eine 90% Effizienz nur unter Zuhilfenahme von Einsparmaßnahmen in anderen Bereichen ermöglicht wird. Das hat im Umkehrschluß meistens zur Folge, das dann andere wesentlich wichtiger Faktoren technisch vernachlässigt werden, wie z.B. Störimmunität, Restwelligkeit oder die Spannungsstabilität be hohen Lasten.
Das dies nicht zwangsläufig so ein muß, bewies vor einigen Monaten Seasonic mit seiner X-Serie, welche die Qualitätsmesslatte in jeder Hinsicht deutlich nach oben schraubte. Diese X-Serie wurde derweil überarbeitet und auch Corsair hat sich dies zu Nutze gemacht, um einen Großteil seiner neuen AX Netzteilserie mit deren aktualisiertem Layout zu bestücken. Die AX Serie besteht aus drei Netzteilen, dem AX750, AX 850 und dem AX1200, wobel letzteres bei Flextronic gefertigt wird. Unabhängig vom Seasonic Layout hat Corsair traditionell wieder seine eigenen Vorstellungen und Wünsche mit eingebracht und umsetzen lassen. Die Basis für ein spannendes Review war also gegeben, was dabei an Fakten herausgearbeitet wurde, könnt ihr in unserem ausführlichen Praxistest nachlesen, dazu wünschen wir viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Corsair AX850 Netzteil in Retailverpackung
• modulare Kabelstränge mit Tasche
• Kaltgeräteanschlußkabel
• Schrauben, Kabelbinder, Case Badge
• Anleitung (mehrsprachig)




Die technischen Daten:

• OEM: Seasonic
• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 850 Watt
• 125 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 840 Watt (70 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 25 A
• +5,0 Volt: 25 A
• +12 Volt: 70 A
• -12 Volt: 0,5 A
• +5 Volt Standby: 3 A
• ATX Standards: 2.31
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 120mm (Doppelkugellager)
• Lüfter beleuchtet: nein
• Kabelmanagement: ja (vollmodular)
• DC-to-DC Technik: ja
• LLC-Resonanzwandler: ja
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: kompletter sekundärer Filterbereich incl. VRM Platine
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×160mm)
• Gewicht: ca. 1,85Kg (ohne Verpackung)
• MTBF: ca. 100.000 Stunden
• bisherige Varianten: 750, 850 und 1200 Watt
• aktueller Marktpreis: ca. 165 € (850 Watt)
• Zertifikate: 80+ Gold
• Garantie: 7 Jahre

MTBF: Der MTBF (Mean-Time-between-Failure ->durchschnittliche fehlerfreie Zeit)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters oder eines bestimmten elektronischen Bauteils. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden. Die gerne bei Netzteilen beschriebene MTBF Angabe bei 25°C hat mit der Realität auch nicht viel zu tun, da Netzteile sehr selten nur Raumtemperaturen entwickeln.




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die riesige Verpackung entläßt auch diesmal das in die Freiheit, was wir alle erwarten: ein Netzteil. Die Schutzpolsterungen benötigen tatsächlich viel Platz, insofern geht das durchaus in Ordnung und nicht alle Hersteller berücksichtigen eventuelle Transport-Grobmothorik. Das Corsair AX850 schlummert in einer bestickten schwarzen Hülle, alle weiteren Zutaten sind in der schwarzen Kabelhülle zu finden bzw. separat beigelegt worden. Kabelbinder wurden ebenso berücksichtigt, wie passende schwarze Schrauben. Das Handbuch hat eher rudimentären Charakter, technische Details abseits der üblichen Daten sind dort eher Mangelware.
Die schwarze pulverbeschichtete Außenhülle wirkt vielleicht etwas fad, erfüllt aber ihren Zweck und der heißt Kratzfestigkeit, von der wir uns überzeugen konnten. Die Abmessungen liegen im grünen Bereich, auch eine Bautiefe von 160mm sollte moderne Gehäusde nicht vor unüberwindliche Hürden stellen. Die obligatorischen gitterförmigen Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt, zumal die Abwärme ja schnellstens aus dem Netzteil herausbefördert werden soll.

Verarbeitung und erster Eindruck:

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Vorbildlich gestaltet sich die Integration der Ports für das Kabelmanagement, sie wurde so ausgelegt, das kein Port aus dem Gehäuse herausragt, somit wird das Gehäuse bezüglich der Bautiefe nicht noch zusätzlich verlängert. Auf kontraproduktive hintere oder seitliche Belüftungsöffnungen hat Corsair konsequenterweise verzichtet und das macht immer Sinn, denn durch die kann im schlechtesten Fall zusätzlich noch warme Abluft aus dem Rechnerinneren eindringen.
Mit 1,85Kg liegt das Netzteil im Rahmen dessen, was auch die Seasonic Netzteile der X-Serie wiegen. Das sollte problemlos von den aktuellen Netzaufnahmen bewältigt werden, zumal die meisten aktuellen Gehäusehersteller den Platz fürs Netzteil ohnehin nach unten verlegt haben, wo es fast schon keine Rolle spielt, wieviel das Netzteil wiegt.
Die grundsätzliche Verarbeitungsqualität der Außenhaut hinterläßt einen sehr hochwertigen Eindruck, einziges Manko ist und bleibt das überstehende Lüftergitter (2mm). Das muß nicht, aber kann zu Problemen beim Einbau führen, insbesondere dann, wenn die Netzteilaufnahmen eng gesteckte Maße aufweisen. Der Grund dafür ist auch sehr einleuchtend: wenn das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt (z.B. beim Cooler Master Stacker STC-T01) und so die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden, wirds schwierig mit der Verschraubung.

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Wer das Netzteil in einem aktuellen Lian Li/Lancool Gehäuse verbauen möchte, wird mit den neuen Netzteilklammern konfrontiert, die auf Grund ihrer strammen Umklammerung das Gitter samt Emblem durchaus zerdrücken können, so man das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum verbauen möchte. Soll das Netzteil sich ausschließlich um seine Eigenkühlung kümmern, der verbaut das Netzteil mit dem Lüfter gen Fußboden. Dafür muß aber in diesem Fall auch genug freie Aufnahmefläche vorhanden sein. Die Aufnahmefläche unseres Lian Li Beispiels umfaßt 12mm Breite, d.h. im Klartext: sollte der Abstand vom Lüftergitter zum Netzteil Gehäuserand kleiner sein (also unter 12mm), dann liegt das Lüftergitter auf der Kante der Lian Li Aufnahme und wird wieder zerdrückt, was durchaus den Lüfter blockieren könnte. Glücklicherweise mißt der Abstand beim Corsair AX850 aber deutlich über 13mm, so daß es diesbezüglich zu keinerlei Problemen kommt. Das ist keine generelle Aussage, denn die Aufnahme kann von Gehäuse zu Gehäuse variieren, auch bei Lian Li oder Lancool.

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Der 120mm Lüfter entstammt dem Sortiment von Sanyo Denki, die man ausgenommen von Seasonic leider relativ selten in aktuellen Netzteil Layouts antrifft und weißt folgende Hersteller-Kenndaten auf:

• OEM: Sanyo Denki
• Kennnummer: San Ace 9S1212F404
• Lagerung: doppeltes Kugellager
• Gewicht: 140g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 120x120x25
• Lüfterblätter: 7
• Betriebsspannung: 4,5 bis 13,8 Volt
• max. Lautheit: ca. 30dBA
• MTBF: ca. 40.000 Stunden bei 60°C
• max. Volumentransport (CFM): 70,6 (120,02 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 2200U/min
• maximale Stromaufnahme: 2,28 Watt
• Anschluß: 2-pin

Es ist schade, das so wenig Hersteller diese Lüfter verbauen, er verfügt über ein vorzüglich austariertes Lager, was seine Vibrationsarmut und der nebengeräuschfreie Lauf deutlich widerspiegeln. Montiert wurde der Lüfter sinnvollerweise blasend, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem Bereich CPU/Mainboard usw. unterstützend beiträgt, auch wenn dies beileibe nicht seine Primäraufgabe darstellt. Der Lüfter wird über die Lüftersteuerung sowohl last-als auch temperaturabhängig angesteuert und zwar folgendermaßen: Bis 20% Last oder 25°C läuft der Lüfter gar nicht, d.h. das Netzteil arbeit passiv gekühlt. Erst ab 20% Last schaltet der Lüfter in den sogenannten "Silent Mode", in dem er bis zum Erreichen der 50% Lastmarke bleibt, erst dann wird der Lüfter in den "Cooling-Modus" versetzt, wo mehr Wert auf Sicherheit als auf Geräuscharmut gelegt wird. Was dies in effktiven Zahlen bedeutet, reflektieren wir in unserem Testkapitel...




Die Verkabelung:

Was die Verkabelung angeht, so hat sicherlich jeder Anwender seine Vorlieben, der eine mag es gern aufwendig gesleeved sprich sorgfältig ummantelt, der andere bevorzugt Kabelmanagement, um im PC-Gehäuse weitestgehend Ordnung zu halten. Oder eben auch beides, wobei auf die Qualität der Ummantelungen in der Regel viel Wert gelegt wird.
Corsair bedient diese Wünsche nahezu perfekt, die 29 vorhandenen Stecker wurden äußerst sorgfältig in die Kabelstränge integriert und ummantelt, wobei uns nicht ganz klar war, warum einige Stränge als Flachbandkabel ausgelegt wurden und andere wiederum als Rundkabel. Corsair begründet dies damit, das die Kabel mit mehr als 6 Adern als Flachbandkabel zu dick wären, wie z.B. die Kabel für PCI-Express. Der Meinung sind wir allerdings nicht und das die PCI-E Kabel in der Ausführung Flachband durchaus ansprechend ausschaun und immer noch besser zu verlegen wären, also steifere Rundkabel, hat Corsair in den HX Netzteilserien ja eindeutig bewiesen.
Aber egal wo die Präferenzen liegen, Corsair deckt beides ab. Einen nativen Hauptkabelstrang suchen wir vergebens, denn das Corsair AX850 wurde analog zur Seasonic X-Serie vollmodular ausgelegt, d.h. auch der Hauptkabelstrang muß für die Inbetriebnahme erst einmal angeschlossen werden. Rein technisch macht dies wenig bis gar keinen Sinn, denn ohne Hauptkabelstrang sprich 24 Pin Mainboard-Stromanschluß laufen Netzteile relativ selten an. Auf der anderen Seite ließe sich ein defekter Hauptkabelstrang natürlich genauso problemlos austauschen, wie alle anderen modularen Stränge, falls mal ein Kabeldefekt vorliegen sollte.
Ob Kabelmanagement nun prinzipiell sinnvoll ist oder nicht, kann man sicherlich kontrovers diskutieren, das ändert aber nichts an zwei Fakten:

1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen.

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren. Trotz alledem erfreut sich Kabelmanagement höchster Beliebheit, auch wenn es keinen technischen Vorteil, dafür aber höhere Preise erarbeitet.

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Die Länge der einzelnen Kabelstränge geht in Ordnung, auch der Hauptkabelstrang weist mit knapp 60cm genügend Substanz zum Verlegen auf. Anschlußtechnisch fehlt nichts wichtiges, SLI oder Crossfire Grafikkartenbestückung wäre ebenso wenig ein Problem, wie die Bestückung von Server-CPUs, da zum schon vorhandenen 8-pin EPS12V Anschluß ein zusätzlicher 8-pin ATX12V/EPS12V Anschluß für Dual-CPUs (nicht Dualcores !) integriert wurde. Über einen Mangel an Anschlüssen oder zu kurzen Kabeln kann sich also im Grunde niemand beklagen. Die SATA Stränge sollten sich auch in größeren Towern noch ausreichend verlegen lassen. An der PATA-Steckerbelegung gibts es ebenfalls nichts auszusetzen, denn auch die acht 4-pin Molex Stecker, mit der praktischen Herausziehhilfe, haben durchaus noch ihre Daseinsbrechtigung. Wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, sind in der Regel die ersten vier Molex Stecker belegt. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, erhöht sich der Bedarf noch weiter, ergo ist es unsererseits nicht einzusehen, warum einige Hersteller diese Stecker inzwischen rationalisieren. Adapter für Floppy-Laufwerke fehlen nicht, zwei kleine Y-Kabel befinden sich im Leferumfang.
Das Kabelmanagement als solches funktioniert erstklassig, die Kabelstecker rasten über einen klar definierten Druckpunkt ein und aus. Die Verarbeitungsqualität der Verkabelung bewegt sich auf ganz hohem Niveau und die schwarze Sleeves mit den dazu passend eingefärbten Kabeln sind optisch sicherlich ein Highlight. Elektrotechniker sehen das sicherlich ganz anders, denn die jeweiligen Adern sind optisch nicht mehr zu unterscheiden, da hilft zur Identifizierung nur viel Erfahrung oder eben messen.

Die Verkabelungsoptionen und Kabellängen des Corsair AX850 gestalten sich wie folgt:

• 8x 4-Pin Molex (PATA) Stromanschlüsse (bis 85cm lang, modular)
• 12x S-ATA Connectoren (bis 85cm lang, modular)
• 2x Floppy Y-Adapter (12cm lang, modular)
• 4x PCI-Express 6/8-pin Stromanschluß (60cm lang, modular)
• 2x 4+4 pin ATX12V/EPS12V (in 4+4 auftrennbar, 60cm lang, modular)
• 1x 24 Pin Mainboard-Stromanschluß (20+4 auftrennbar, 60cm lang, modular)
Eventuell vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken.




Die Elektronik:

Bevor wir uns die verbaute Elektronik etwas detaillierter anschauen, möchten wir euch unseren Spezialartikel zu diesem Thema offerieren, damit wir dieses Review nicht mit Basics verstopfen:

Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik



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In dem verlinkten Artikel erfahrt ihr auch alles zum Thema DC-to-DC, LLC-Resonanzwandler und auch das Thema Polymer-Aluminium-Kondensatoren findet dort Berücksichtigung, so daß wir euch diese Schlenker hier ersparen.
Eines fällt sicherlich jedem sofort auf, auch diese Seasonic Topologie wirkt unglaublich akkurat aufgeräumt und verfügt im Grunde über keine Kabel. Selbst die Platine und Steuerungselemente für den DC-to-DC Bereich hat Seasonic aus dem Innenraum verbannt und hinter der Platine fürs Kabelmanagement versteckt. Kühlkörper sind ebenso Mangelware, lediglich die vorzüglichen Infineon Mosfets erhielten einen überschaubar dimensionierten Wärmeableiter aus Aluminium. Der GBJ1506 Brückengleichrichter erhielt auch noch einen kleinen Kühlkörper, aber das war es dann bereits in dieser Hinsicht. Auch mit dieser Fräsarbeit wird Seasonic keinen Schönheitspreis gewinnen können, aber darauf kommt es schlußendlich auch nicht an.
Sämtliche Platinen bestehen aus mit Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und somit schon der gehobenen Qualitätsklasse FR5, im Gegensatz zu den deutlich billigeren Pertinax Platinen FR1 bis FR3. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und bessere Hochfrequenzeigenschaften. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend. Die Lötqualität bewegt sich auf allerhöchstem Niveau, daran gibt es absolut nichts zu bemängeln. An keiner Stelle wurde zu heiß gelötet, oder unprofessionell nachgebessert. Daran dürfen sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen. Das Corsair auf schwarze Platinen bestand, hat keinen technischen Bezug, aber es macht optisch schon etwas her und bringt etwas Abwechslung ins sonst eher triste Platinengrün.
Kommen wir zur Eingangsfilterung, die sich aus einem selten anzutreffenden Netzfilter von Delta anstatt der seasonic-üblichen Yunpen-Filter sowie dem üblichen X-Kondensator, zwei Y-Kondensator (blau), zwei Drosseln, einer Schmelzsicherung und einem MOV (Metalloxid Varistor) besteht. Damit ist es aber noch nicht getan, die Eingangsfilterung setzt sich auf der Hauptplatine fort und besteht aus einem zusätzlichen X-Kondensatoren und zwei weiteren X-Kondensatoren, die direkt hinter den beiden primären Kondensatoren sitzen. Das Ganze gestaltet sich deutlich aufwendiger, als in Billig Netzteilen, wo dieser Bereich überaus sparsamer ausgelegt ist, bevor der Strom dann an die Gleichrichter weitergeleitet wird. Dazu gesellen sich ein großer Trafo für die Hauptversorgung und ein kleinerer für die notwendige 5V Standby-Leitung, die z.B. unsere USB Geräte mit Strom versorgt. Sämtliche Mosfets entstammen dem Sortiment von Infineon (IPP60R160C6, IPD060N03L und IPD031N06L3) und sind qualitativ noch hochwertiger anzusiedeln, als die Mosfets der ersten Seasonic X-Serie.
Corsair/Seasonic setzen bei den beiden großen Elkos des primären Stromkreises auf KMR Exemplare von Nippon-Chemicon, die jeweils über 390mikroFarad Kapazität bei 420Volt verfügen und bis 105°C ausgelegt sind. Die Elkos des Sekundärbereiches stammen ebenfalls von Nippon-Chemicon und sind nahezu komplett als Polymer-Aluminium-Kondensatoren vorhanden, was übrigens auch für die Elkos der Kabelmanagement-Platine incl. VRM gilt. Das ist eine kluge Entscheidung, zumal eine optische Leckagen-Erkennung der Elkos grundsätzlich äußerst schwer fällt, von der schwierigen Kühlung dieses Bereiches ganz zu schweigen. Spulen, X-und Y Kondensatoren und Metal Oxide Varistoren entstammen ansonsten dem gängigen gehobenen Sortiment aus Japan. Der Controller für die LLC-Resonanzwandlung stammt von Champion Micro (CM6901), also wieder ein Griff ins oberste Regal. Kurz und gut, die Komponentenauswahl wurde sehr konsequent auf allerhöchste Qualität ausgelegt. Last but not least dürfen natürlich die Schrumpfschläuche auf den wichtigen Anschlußverlötungen nicht fehlen, ein sehr wichtiger Beitrag zur internen Netzteilsicherheit.
Die gerne zitierten Schutzschaltungen fehlen natürlich auch nicht, wobei man gerade diesbezüglich sehr deutlich differenzieren sollte, denn nicht überall, wo OCP, OVP usw. draufsteht, sind diese Schutzschaltungen auch wirklich aktiv respektive überhaupt vorhanden. Es gibt durchaus Hersteller, die gerne mal diese Schaltungen wegrationalisieren, auch wenn es im Prospekt anders beschrieben steht. Die Motive dafür liegen auf der Hand, die Schutzschaltungen haben negative Auswirkungen auf die Effizienz eines Netzteils und da nur mit hohen Effizienzen gut geworben werden kann, wird gerne schon mal getrickst. Der Verbraucher hat diesbezüglich kaum eine Möglichkeit dies zu überprüfen, erst wenn sein Netzteil abraucht und alle angeschlossenen Komponenten gleich mit in den Abgrund reißt, wird deutlich, was nicht funktioniert hat. Diesbezüglich besteht beim Corsair/Seasonic Layout aber kein Grund zur Sorge, chipkontrollierte (Silicon Touch PS223) Schutzschaltungen sind vorhanden und zwar in folgenden Varianten:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen

Auch das Corsair AX850 Netzteil entspricht selbstverständlich der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift. Die neue EuP Richtlinie zur Minimierung der Standby-Verluste wurde noch nicht berücksichtig, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht. Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen. Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden. Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen. Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten oder auch deutlich länger dauern. Aber wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ?
Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden:
Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt. Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen oder zucken und sofort wieder stillstehen. Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten entsprechend zu erden !





Der Test:

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Vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, um insbesondere auch den Power Good Wert zu ermitteln. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, oder ein zu hoher Power Good Wert, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht zurück zum Hersteller.
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim Corsair AX850 Netzteil mit 237,9ms der Fall war.

An dieser Stelle nochmals der Verweis zu unserem Spezialartikel:

Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik, Testprozedere und Testequipment


In dem Artikel steht auch sehr detailliert, womit wir seit Februar 2010 unsere Netzteile testen, insofern ersparen wir euch und uns weitere Abschweifungen. Unser eigentlicher Testablauf gestaltet sich wie folgt:

1. 15 Minuten warmlaufen bei 50% Last
2. Das Vorbereiten der jeweiligen Testabläufe für die Bereiche 5%, 10%, 20%, 50%, 80%, 100% und 110% Last, die dann über die Chroma Racks oder die Statron 3229.0 Bausteine initiiert werden. In jedem Fall werden programmierte AC Lasten verwendet (230Volt, 50Hz).
3. Während dieser 7 Abschnitte werden parallel dazu die Spannungsstabilität, Ripple&Noise Werte über das Tektronix TPS 2014 Oszilloskop und FAST FA-828 ATE aufgezeichnet und hinterher ausgewertet (Peak-to-Peak Werte)
4. Die Temperaturwerte werden dabei über das Yokugawa Temperaturmessgerät aufgezeichnet und ständig kontrolliert, sowohl in der Netzteilabluft als auch an den Hotspots des Netzteils.
5. PFC messen wir über die FAST FA-828 ATE und das Seasonic Power Angel.
6. Die Lautheit des Lüfters wird ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Eventuelle Lager- oder andere Störgeräusche werden dabei ebenfalls berücksichtigt
7. Die Effizienz im 230Volt Netz ergibt sich aus dem Input der elektronischen Lasterzeuger und dem Output an den Netzteilausgängen, die auf einer speziell angefertigten Anschlußlatine von Enhance gesteckt sind (mit 10uF und 0.1uF Glättungskondensatoren)
8. Der Standby Verbrauch (S5, ausgeschalteter Rechner) wird nach dem Abschluß der Leistungstests gemessen
9. Um Inkompatibilitäten und eventuelle Störgeräusche durch Spulen und Wandler im Bereich Netzteil und Mainboard auszuschließen, wird das Netzteil abschließend in unseren beiden Redaktionsrechnern verbaut und in Betrieb genommen. Zwei weitere Tage Praxistest folgen, wo wir verschiedene Lastzustände simulieren. Wir sind in der Lage, über unsere Rechner bis zu 1100 Watt über Vollast abzurufen
10. In diesem Praxistest werden auch noch einmal die Temperaturen des eingebauten überprüft und künftig in unserer Resultatstabelle eingepflegt.

Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :


Die Ripple&Noise (Restwelligkeit und Rauschen) ATX 2.03 Vorgaben für 10 HZ bis 20MHZ sehen folgendermaßen aus:

• 3,3Volt Schiene: maximal 50mV
• 5Volt Schiene: maximal 50mV
• 12Volt Schiene: maximal 120mV

• Die ATX-Vorgaben für die Stützzeit (Hold-Up-Time), das sind die Zeiträume, in denen Stromausfälle und Schwankungen im Stromnetz überbrückt werden müssen, liegen bei exakt 17 Millisekunden. Das gilt für alle Stromversorgungsschienen gleichermaßen.





Für die Technik-Freaks unter unseren Lesern noch ein paar Hinweise, wann die wichtigsten Schutzschaltungen ansprechen:

OCP (Schutz vor Stromspitzen):
• 3,3 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 35 Ampere Belastung ab
• 5 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 33 Ampere Belastung ab
• 12 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 82 Ampere Belastung ab

Die OVP (Überspannungsschutz) funktioniert ebenfalls sehr klar definiert und einwandfrei:

• 3,3 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 4,4 Volt Spannung ab
• 5 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 6,7 Volt Spannung ab
• 12 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 14,7 Volt Spannung ab

Die 80+ Gold Zertifizierung (Gold: 87, 90 und 87 Prozent bei 20, 50 und 100 Prozent Auslastung) versteht sich bei unseren gemessenen Werten schon fast von selbst. Im Vergleich zum ersten Seasonic-Layout der X-Serie wurde die Effizienz stellenweise noch optimiert, darüber dürfte Corsair sicherlich nicht all zu enttäuscht sein.
Die Restwelligkeit sprich Ripple&Noise Resultate sind wieder dermaßen gut, das einem fast die Worte fehlen. Kein anderer Hersteller liefert im moment eine derartige Qualität ab. Warum das so ist, liegt auf der Hand, es existiert kein Bauteil im Netzteil-Layout, das qualitativ minderwertig einzustufen wäre. Die Stützzeit lag auf allen Schienen deutlich über den geforderten 17ms: 12Volt= 33,55ms, 5Volt=29,86ms, 3,3Volt=30,11ms.
Die Spannungsstabilität bewegt sich auf ähnlich herausragendem Niveau und leistet sich auch bei 110% Last keinerlei Ausfallerscheinungen, was auch für Cross-Loadings zutrifft. Das die Toleranzwerte erfreulich niedrig angesiedelt sind, wollen wir natürlich auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Aktuelle Highend Technik (insbesondere DC-to-DC Technik incl. LLC Resonanzwandler) ermöglicht augenscheinlich mühelos Toleranzen zwischen 1 bis 3% für die 12V/5V und 3,3 Volt Schienen, Netzteile mit durchschnittlichen oder minderwertigen Komponenten erreichen bestenfalls 5%, in der Regel nicht einmal das. Nun wissen wir ja mittlerweile, das Intels Nehalem/Lynnfield Systeme aus der 3,3 Volt Schiene zwar vermehrt Strom abzwacken. Das stellt dieses Netzteil aber angesichts der zur Verfügung gestellten 25 Ampere vor keine größeren Probleme.
Die PFC Werte stehen ebenso abseits jeder Kritik, was auch die Temperaturen gilt, egal ob freistehend während des Tests mit elektronischen Lasten, oder in unserem Sockel 1366 Testsystem verbaut. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, das eingebaute Netzteil noch eine Woche auf etwaige Störgeräusche zu testen, denn es wird ja im Zusammenhang mit dem einen oder anderen Sockel 1156 oder 1366 Mainboard durchaus mal von Spulenfiepen o.ä. Geräuschen berichtet. Davon kann in unserem Fall allerdings keine Rede sein. Sollten sich dennoch derartige Probleme äußern, hilft zur Zeit scheinbar nur das Abschalten der Energiesparoptionen im Bios (C1E, EIST und/oder SpeedStep).
Der Lüfter erreicht auch in dieser leicht modifizierten Version genau die Vorzüge der bisher von uns getesteten Lüfter von Sanyo Denki. Auch der San Ace 9S1212F404 brilliert mit störungsgeräuschfreiem Lauf. Erst ab 20% Last setzt er sich langsam in Bewegung und hält dann die Elektronik mühelos auf auf einem Niveau zwischen 37 und 40°C (im Rechner verbaut). Das dies nicht geräuschlos geschieht, wird sich jeder denken können, aber Corsair/Seasonic war der Sicherheitsaspekt und die Langlebigkeit der teuren Komponenten wichtiger als ein Silent Award. Wir konnten in der Spitze bis zu 34,5 dBA messen, was sich zwar gewaltig anhört, aber in diesem Lastbereich existiert genug Hardware Konkurrenz im Rechner, die das Netzteil problemlos übertönen, man denke dabei nur an die Lüfter der Grafikkarte.
Zu guter Letzt noch ein Blick auf den Standby-Verbrauch im ausgeschalteten Zustand (S5), der sich bei 0,46 Watt einpendelt, dagegen gäbe es schon bei einem sparsamen und hochwertigem 300 Watt Netzteil nichts negatives zu entgegnen, bei einem 850 Watt Netzteil dieser Qualitätsstufe ohnehin nicht.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen !




Die Top-Ten der bisher getesteten Netzteile (aktualisiert) :



Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:

1. das Netzteil muß aktuell verfügbar sein

2. es muß sich um eine aktuelle Revision handeln

3. wenn eine Netzteilserie mehrere Modellvarianten umfaßt, erscheint in dieser Liste das unserer Meinung nach beste Netzteil aus der Serie

Eine direkte Vergleichbarkeit hat in dieser Liste allerdings keine primäre Relevanz, das ist schon auf Grund der oftmals unterschiedlichen Leistungsklassen und Konzepte ohnehin nur bedingt möglich...


Netzteil Highend Topliste:
Corsair AX850 850 Watt
Seasonic X-750 750 Watt
Enermax Pro87+ 500 Watt
Silver Power SP-SS750M 750 Watt
Seasonic M12D 850 Watt
Enermax Modu87+ 700 Watt
Corsair HX850W 850 Watt
Corsair HX750W 750 Watt
Enermax Revolution 85+ 850 Watt
Compucase Cougar S700 700 Watt
Tabellenübersicht aller getesteten Netzteile von 2005 bis...





In der folgenden Liste präsentieren wir euch noch unsere aktuellen Preis-Leistungs-Empfehlungen, die auch technisch nicht allzu weit von der Topliste entfernt anzusiedeln sind:

Preis-Leistungs Empfehlungen:
Scythe Stronger 500 Plug-in
Sharkoon Rush Power M 500 Watt
Arctic Cooling Fusion 550R 550 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS500 500 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS400 400 Watt
Tabellenübersicht aller getesteten Netzteile von 2005 bis...





Fazit:

Corsair hat mit der Wahl von Seasonic zum Layoutpartner zweifelsfrei die beste Wahl getroffen, die möglich war. Das Corsair AX850 brilliert mit allem, was ein modernes und qualitativ hochwertiges Netzteil ausmacht. Egal welchen technischen Aspekt wir bemühen, es werden nahezu unisono Bestmarken gesetzt, ob wir dabei das Thema Stabilität, Störimmunität, Restwelligkeit, Lötqualität oder Effizienz bemühen, spielt im Grunde keine Rolle. Das die Ausstattung und Verarbeitung dabei ebenso überzeugt, wie die Verkabelung, wäre diesbezüglich schon fast eine Randbemerkung, sollte aber natürlich trotzdem ins Gesamtbild mit einfließen. Wer diese aufgeführten Aspekte in technischer Perfektion besitzen möchte, der kommt am Corsair AX850 nicht vorbei, denn hier werden keine faulen Kompromisse offeriert und das kostet entsprechend Geld.
Ob eine vollmodulare Verkabelung nun sinnvoll ist oder nicht, kann man sicherlich genauso kontrovers diskutieren, wie die Vorlieben für Rund-respektive Flachbandkabel, diesbezüglich müssen ganz einfach die persönlichen Vorlieben entscheiden, denn effektive technische Vorteile erwirtschaften beide Features nicht. Kritik erntet dieses Netzteil trotzdem noch, auch wenn einige das Thema überstehendes Lüftergitter vielleicht mit einem Lächeln beiseite schieben möchte. Warum es aber durchaus zu Problemen beim Einbau führen kann, haben wir schon beleuchtet. Seasonic hat diese Kritik ernst genommen und in seiner überarbeiteten X-Serie bedacht. Dort wurden die Lüftergitter versenkt verbaut, warum also nicht auch bei Corsair?
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:
• sehr gute Verarbeitung, wertige Haptik
• sehr robuste Lackierung
• exzellente Lötqualität
• herausragende Effizienz in allen Lastbereichen
• sehr niedrige Spannungstoleranzwerte
• exzellente Spannungsstabilität
• hervorragende Stützzeiten auf allen Spannungsschienen
• herausragende Ripple and Noise Werte
• sehr hohe Leistungsreserven (bis maximal 988 Watt)
• korrekt ansprechende Schutzschaltungen
• sehr gute active PFC-Werte
• sehr gute Eigenkühlung
• hervorragende Filterungsmechanismen
• sehr ausgewogener Lüfter mit störgeräuschfreiem Lager
• kaum Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses
• sehr effektive Kabelabschirmungen und Isolierungen
• ausreichend lange Kabelstränge, üppige Anschlußoptionen
• SLI/Crossfire tauglich
• äußerst hochwertige Bauteile
• angemessenes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 165 €)
• sehr lange Garantiezeit: 7 Jahre

Minus:
• Lüftergitter und Emblem ragen über das Netzteilgehäuse hinaus
• keine erkennbare Kabelstruktur (mal rund, mal flach)
• mageres Handbuch

Als Schlußbemerkung lassen wir es uns nicht nehmen, noch einmal das Thema 80+ zu tangieren, weil die Diskussion darüber inzwischen den Blick auf die Realität doch ziemlich verkleistert hat. Selbstverständlich wollen wir alle hocheffiziente Netzteile in unseren Rechnern, aber das darf keinesfalls den Blick auf die Kernthemen der Netzteilqualität verstellen, womit wir wieder bei unserer Artikel-Einleitung angelangt wären...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Corsair AX850 Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Gold







Weiterführende Links:



Corsair

Corsair AX850 bei Caseking



Wir bedanken uns bei Corsair Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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