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Achtung Corsair HX850W Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Corsair HX850W 850 Watt Netzteil







Einleitung:

Der Mut zur Lücke mag zuweilen ganz vorteilhaft sein, in einem Produkt-Portfolio gestaltet sich dies eher kontraproduktiv, denn der Verbraucher kauft dann bei der Konkurrenz. Corsair weiß das sehr genau und parkt zwei neue Modelle der überaus erfolgreichen HX Professionell Netzteilserie im Regal: das HX750W sowie das HX850W, mit dem wir uns in diesem Review eingehend befassen wollen. Dabei soll uns die Polemik der 80+ Diskussion (ob nun 80+ Gold oder 80+ silber zertifiziert) nicht weiter tangieren, zumal diese Zertifizierung bestenfalls eine rudimentäre Aussagekraft über die Qualität eines Netzteils erbringt. Die Effizienz unterhalb von 20% Last wird gar nicht berücksichtigt, die Stabilität egal unter welcher Last wird ebenso wenig skizziert, wie die korrekte Funktion der jeweiligen Schutzschaltungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Belassen wir 80+ also dort, wo es die Marketing Strategen gerne hätten und konzentrieren wir uns auf das eigentliche Geschehen.
Mit den HX750W und HX850W will Corsair in erster Linie natürlich Kunden zum Kauf motivieren, denen das Beste gerade gut genug ist, was aber angesichts der starken Konkurrenz (Seasonic M12D und Enermax Revolution 85+) nicht eben aus dem Handgelenk zu schütteln ist. Als Partner wurde CWT (Channel Well Technologie) auserkoren, mit denen Corsair schon einige gute Erfahrungen sammeln konnte, zumal die Firma dafür bekannt ist, eigenen Ideen aufgeschlossen gegenüber zu stehen, denn dieses Projekt wäre mit irgendwelchen OEM Layouts von der Stange nicht zu bewältigen. Schauen wir uns also gemeinsam an, was Corsair und CWT da aus dem Hut gezaubert haben, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Corsair HX850W 850 Watt Netzteil in Retailverpackung
• Kaltgeräteanschlußkabel
• modulare Kabelstränge
• Kabeltaschen
• Corsair Case Badge
• Kabelbinder
• Schrauben
• Handbuch (mehrsprachig)




Die technischen Daten:

• OEM: CWT
• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 850 Watt
• 150 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 840 Watt (70 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 25 A
• +5,0 Volt: 25 A
• +12 Volt: 70 A
• -12 Volt: 0,8 A
• +5 Volt Standby: 3 A
• ATX Versionen: 2.2 und 2.3
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 140mm (doppeltes Kugellager)
• Lüfter beleuchtet: nein
• Kabelmanagement: ja
• DC-to-DC Technik: ja
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: ja (teilweise)
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×180mm)
• Gewicht: ca. 2,2 Kg (ohne Verpackung)
• Fertigung nach RoSH Verordnung
• MTBF: 100.000h bei 25°C
• bisherige Varianten: 750 und 850 Watt
• aktueller Marktpreis: ca. 159,90 €
• Zertifikate: 80+
• Garantie: 7 Jahre

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden.
Die gerne bei Netzteilen beschriebene MTBF Angabe bei 25°C hat mit der Realität auch nicht viel zu tun, da Netzteile sehr selten Raumtemperaturen entwickeln...




Das Testsystem:

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Verarbeitung und Technik:

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Das Einzige, was die Corsair Außenhaut vom recht eintönigen schwarzen Layout der Mitbewerber Netzteile unterscheidet, sind die blauen Aufkleber. Ansonsten wurde wieder sehr abriebfester Pulverlack verwendet, der auch problemlos Attacken längerer Fingernägel übersteht. Natürlich ist die enorme Bautiefe des Netzteils nicht zu übersehen, die außerhalb der ATX-Norm angesiedelten Abmessungen 150×86×180mm könnten einige Gehäuse durchaus vor Unterbringungsprobleme stellen. Gitterförmige Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt, daran hat sich auch beim HX850W nichts geändert.

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Airflow-störende Belüftungsschlitze in den seitlichen oder hinteren Gehäusebereichen sind glücklicherweise nicht existent und das ist auch gut so, da durch diese überflüssigen Öffnungen zusätzlich warme Abluft aus dem PC-Gehäuse eindringen kann, was der Eigenkühlung des Netzteils nicht unbedingt zuträglich ist.
Die Kabelmuffe des Hauptkabelstrangs wurde vorbildlich ausgelegt, sie schützt nicht nur die Ummantelungen vor den scharfen Kanten des Netzteil-Gehäuses, sie stabilisiert den Strang auch zusätzlich, was wir wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Wer Kabelmanagement präferiert, der sollte sich bei allem Komfort folgende Aspekte vor Augen führen:

1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen.

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren...
Trotz alledem erfreut sich Kabelmanagement höchster Beliebheit, auch wenn es in keinem technischen Vorteil aber grundsätzlich höheren Preisen resultiert.
Das Lüftergitter ragt nicht über das Netzteilgehäuse hinaus, so daß es keine Versatzprobleme beim Einbau geben sollte. Wir erinnern uns: Probleme treten bei überstehenden Lüftergitter ein (z.B. beim Cooler Master Stacker STC-T01), wenn das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden.

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Der Lüfter ist ein alter Bekannter, er wurde von Corsair auch schon für das HX1000 verwendet, stammt einmal mehr von Yate Loon und weist folgende Kenndaten aus:

• Lagerung: doppeltes Kugellager
• Gewicht: 152g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 140x140x25
• Lüfterblätter: 7
• max. Lautheit: 48 dBA
• max. Volumentransport (CFM): 140 (238 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 2800 U/min
• Stromaufnahme: 8,4 Watt
• Anschluß: 2-pin

Montiert wurde der Lüfter sinnvollerweise blasend, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem Bereich CPU/Mainboard usw. unterstützend beiträgt, auch wenn dies beileibe nicht seine Primäraufgabe darstellt.





Die DC-to-DC Technik und die verbauten Komponenten:

Bevor wir uns gemeinsam die intern verbauten Komponenten und Baugruppen des neuen Corsair Netzteils etwas eingehender anschauen, noch ein kurzer Schwenk auf die DC-to-DC Technik, damit jedem klar wird, warum dies überhaupt als Innovation angesehen werden kann.
So ganz neu ist dieser Begriff der Gleichspannungswandlung beileibe nicht, kennen wir ihn doch aus der KFZ Technik, Generatoren und natürlich von unseren Notebooks, wo diese Technik seit Jahren in den externen Netzteilen eingesetzt wird. Die Camper unter uns möchten diese Technik sicherlich nicht mehr missen, ermöglicht sie doch z.B. den Einsatz eines CD Players am 12Volt Netz ihres PKWs.
Einfach formuliert: es wird eine konstante Eingangsspannung durch periodisches Schalten so umgewandelt, das als Resultat am Ausgang ein anderer Spannungswert entsteht. Symptomatisch und darum Thema der Netzteilhersteller ist die herausragende Effizienz schon bei geringen Lasten, denn mit den herkömmlichen Techniken könnte ein Computernetzteil kaum an die magische 90% Effizienzschwelle herangeführt werden, geschweige denn darüber hinaus.
Wie aber funktioniert das Ganze nun in unseren Netzteilen?
Grundsätzlich ist es bei der herkömmlichen Netzteiltechnik in unseren PCs so, dass die Wicklungsverhältnisse im Trafo und der Speicherdrossel das Verhältniss der Ausgangsspannungen maßgeblich beeinflussen. Das hat aber den entscheidenden Nachteil, das so nur alle Spannungen (12V, 5V, 3,3V) entweder gemeinsam erhöht oder gesenkt werden können. Schon haben wir unser Hauptproblem im Blickfeld, denn die größten Lastschwankungen treten auf den 12 Volt Schienen auf, wohingegen die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen keine so deutlichen Lastunterschiede aufweisen, da sie ja in modernen Systemen eh nur noch eine untergeordnete Rolle spielen und die 12V Schienen, vereinfacht formuliert, die Hauptversorgung des Systems übernommen haben.
Das hat zur Folge, das unter Last die 12V Schiene einbricht und die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen eher noch in ihren Werten steigen. Dieser Umstand ist auch einer der Hauptgründe, warum die Netzteiltechnik der Zukunft auf den DC-to-Dc Wandlern basieren wird. Denn genau hier setzt die DC-to-DC Wandlung ein, die dieses Auseinanderdriften der Spannungsschienen vermeidet, da eine klar getrennte Regelung stattfindet.

Wir haben zum Thema mal eine kleine Skizze angefertigt und auch noch einmal die Vorteile der DC-to-DC Technik aufgelistet:

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• Es sind sehr hohe Wirkungsgrade möglich, da nur einmal von Wechselspannung auf Gleichspannung konvertiert werden muß.

• Mehr Leistungsvolumen auf der gerade für Grafikkarten und stromfordernden Komponenten so wichtigen +12 V Schiene(n).

• Stabilität ist grundsätzlich einfacher zu kontrollieren. Bei der Stabilität muß der Hauptaugenmerk nur auf die + 12 V Schiene gelegt werden, da die anderen Spannungen von dieser Schiene abgeleitet werden. Mit anderen Worten, ist die + 12 V Schiene stabil, dann sind praktisch automatisch alle anderen Spannungen mindestens genauso stabil.

• Zukunftssicher: da die +12 V Schiene auch in Zukunft immer mehr Bedeutung bei Computern bekommen wird als ohnhin schon, sind diese Netzteile auch in Zukunft perfekt auf neue Anforderungen optimiert.

• Es ist kein Problem mehr, die so wichtigen Toleranzen der einzelnen Stromschienen zu gewährleisten, somit steht die angebene 3%ige Toleranz für die Spannungsstabilität nicht nur auf dem Papier, sie findet auch in der Realität statt.

• optimierte Ripple and Noise Werte, da die Filterung wesentlich effizienter arbeiten kann

Natürlich ist diese Technik wesentlicher komplexer, als von uns dargestellt, aber wir haben versucht, die Thematik ganz bewußt etwas einfacher zu skizzieren, damit sie auch verstanden wird.
Wie bei jeder Technik, steht und fällt alles mit der profesionellen Umsetzung. Das heißt im Klartext, DC-to-DC regelt sich nicht von allein, die Techniker müssen schon wissen, was sie tun.
Einen aktuellen Nachteil der DC-to-Dc Technik wollen wir nicht verschweigen, es können (je nach Implementierung) zuweilen verringerte Stützzeiten beobachtet werden. Warum dies so ist, steht zur Zeit noch nicht wirklich fest, wir werden dementsprechend weiter am Ball bleiben und bei neuen Erkenntnissen berichten. Eklatante Nachteile entwickeln sich aus diesem Umstand aber bisher nicht für den Endverbraucher.

Nach dieser kleinen Exkursion, sind wir nun endlich bei den wichtigsten Elementen eines Netzteils angelangt: den verbauten Komponenten im Inneren, denn das Netzteil entwickelt seine Leistung naturgemäß nicht durch die optischen Attribute seine Hülle. Wir beschränken uns dabei aber auf die wesentlichen Features, da ein zu tiefer Einstieg in die Materie nach unserer Erfahrung die Masse der Leser doch eher langweilt.

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Das neue CWT Layout (Revsion: 0.1) hört auf die interne Bezeichnung DSG und unterschiedet sich deutlich von den bekannten PSH Layouts, die technologisch auch schon etwas angestaubt wirkten. Die PWM/PFC Controllereinheit wurde allerdings noch vom PSH Layout übernommen, was wir aber nicht als inkonsequent titulieren, da sie als bewährt deklariert werden muß. Die Hotspots der Mosfets werden über entsprechende Kühlbleche und Wärmeleitpaste direkt an die Kühlsegmente weitergeleitet, um eine schnelle Wärmeableitung zu gewährleisten. Wobei das Wort Kühler den Kern der Sache nicht wirklich trifft, es sind einfach nur drei stumpfe kleine Metallblöcke ohne explizite Kühlrippen. Das sieht nicht nur gewöhnungsbedürftig aus, das entwickelt auch nicht all zu viel Kühloberfläche. Nun ist es ja kein Geheimnis, das hocheffiziente Netzteile dementsprechend auch weniger Abwärme entwickeln, dennoch wäre hier durchaus mehr Kühlkörperausprägung angesagt, da der Lüfter dann um einige Umdrehungen zurückgeschraubt werden könnte, was wiederum die Lärmentwicklung reduziert.
Die Platine (Revision C) besteht aus mit Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und somit schon der gehobenen Qualitätsklasse FR4, im Gegensatz zu den deutlich billigeren Pertinax Platinen FR1 bis FR3. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und bessere Hochfrequenzeigenschaften. Demzufolge steigt mit ihrem Einsatz auch die Signalqualität. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend.
Zum Thema DC-to-DC Technik lest bitte unseren weiter oben ausgearbeitetes Kapitel. Ergänzend anzumerken ist diesbezüglich nur noch, das zwei Platinen für die DC-to-DC Umsetzung verbaut wurden. Eine für die 3,3V Schiene und eine für die 5V Schiene, wobei auf jeder Platine ein APW7073 Controller in Verbindung mit drei APM2556N MOSFETs implementiert wurde. Unterstützt wird das Gebilde von Feststoff-Elkos, zu denen wir etwas weiter unten auch noch ein paar FAQs verewigt haben.
Für die Eingangsfilterung sind neben zwei Ferrit Kernen entsprechende X und Y Kondensatoren geschaltet, die dabei von einem Metal-Oxide Varistor (MOV) unterstützt werden. Das Ganze gestaltet sich wesentlich aufwendiger, als in Billig Netzteilen, wo dieser Bereich deutlich sparsamer ausgelegt ist, bevor der Strom dann an die Gleichrichter weitergeleitet wird. Dazu gesellen sich ein großer Trafo für die Hauptversorgung und ein kleinerer für die notwendige 5V Standby-Leitung, die z.B. unsere USB Geräte mit Strom versorgt.
CWT setzt auf zwei große Elkos je 390 mikroFarad und 420V für den Primärbereich. Sie stammen aus dem Hause Nippon-Chemicon, sind bis 105°C spezifiziert, stammen aus der KMR Qualitätsklasse und signalisieren somit gehobene Qualität. Die Elkos des Sekundärbereiches stammen ebenfalls von Nippon-Chemicon und sind in 105°C Varianten der Güteklasse KZE vorhanden, das wäre durchaus noch ein regal höher anzusiedeln, als die KMR Elkos der Primärkreises. Spulen, X-und Y Kondensatoren und Metal Oxide Varistoren entstammen dem gängigen gehobenen Sortiment aus Japan. Kurz und gut, die Komponentenauswahl wurde sehr konsequent auf Qualität ausgelegt, was sich in unserem Testparcour hoffentlich sehr deutlich wiederspiegeln wird. Beim Thema Elkos mit 85°C und 105°C sollte man noch ins Kalkül ziehen, das 105°C Elkos eine beinahe doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu den 85°C Elkos vorweisen können, falls man das Thema damit abtun möchte, das der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 eine zulässige Betriebstemperatur zwischen +10 und +50°C definiert.
Auf den DC-to-DC Platinen sitzen auch einige Feststoff-Elkos, die ebenfalls bei Nippon-Chemicon gefertigt wurden. Dazu noch einige Anmerkungen:

"All solid Capacitors" und Elektrolyt-Kondensatoren speichern natürlich beide Elektrizität und geben diese bei Bedarf ab. Der entscheidende Unterschied ist aber, das "all solid capacitors" festes organisches Polymer beinhalten, während Elektrolyt-Kondensatoren ein gewöhnliches flüssiges Polymer verwenden und somit auslaufen können, was ja nicht nur im Netzteilbereich ein Problem darstellt, sondern auch die Mainboard-und Grafikkartenhersteller tangiert.

Die Vorteile in der Übersicht:
• Geringer ESR in Hochfrequenzbereichen
• Minimierung der Brummspannung
• besserer Ausgleich von Spannungsspitzen
• wesentlich längere Betriebsdauer, man spricht von über 20 Jahren
• Besserer Ausgleich von Temperaturschwankungen, weniger Wärmeentwicklung
• sehr schnelle Entladung
• deale Impedanzkurve
• Umweltschutz, es werden keine giftigen Elektrolyte mehr freigesetzt

Die Verarbeitung des Innenraums und die Qualität der verbauten Komponenten und Verlötungen klassifizieren wir als durchweg hochwertig und grundsolide, es wurde nur hier und dort mit Silicon fixiert, wo es auch notwendig ist. Schrumpfschläuche an den Lötstellen der Kabelenden sind vorhanden, ein sehr wichtiger Beitrag zur internen Netzteilsicherheit. Wer sich immer wieder mal über die seitlichen Plastikfolien wundern sollte, diese Folien dienen dem Schutz vor der Außenhülle, damit Kontaktkurzschlüsse wirksam verhindert werden.
Die so wichtigen Schutzschaltungen fehlen natürlich auch nicht, wobei man gerade diesbezüglich sehr differenzieren sollte, denn nicht überall, wo OCP, OVP usw. draufsteht, sind diese Schutzschaltungen auch wirklich aktiv. Es gibt durchaus Hersteller, die gerne mal diese Schaltungen wegrationalisieren, auch wenn es im Prospekt anders beschrieben steht. Die Motive dafür liegen auf der Hand, die Schutzschaltungen haben negative Auswirkungen auf die Effizienz eines Netzteils und da nur mit hohen Effizienzen gut geworben werden kann, wird gerne schon mal getrickst. Der Verbraucher hat diesbezüglich kaum eine Möglichkeit dies zu überprüfen, erst wenn sein Netzteil abraucht und alle angeschlossenen Komponenten gleich mit in den Abgrund reißt, wird deutlich, was nicht funktioniert hat... Keine Sorge, auch das Corsair HX850W Netzteil verfügt über real existierende Schutzschaltungen (kontrolliert über einen PS229 Monitoring Chip) und zwar in folgenden Varianten:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen

Das Corsair HX850W Netzteil entspricht bereits der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift.

Kommen wir zur Verkabelung des Corsair Netzteils:

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Die Verkabelung gehört sicherlich auch zu den Highlights dieses Netzteils. Die sehr pfiffigen und gut verlegbaren Flachbandverkabelungsstränge weisen eine ausreichende Länge auf, könnten aber stellenweise durchaus etwas länger sein. Die Flexibilität der einzelnen modularen Kabelstränge ist trotz der akkuraten Ummantelungen als sehr gut zu bewerten, da haben wir schon störrischere Exemplare begutachten dürfen, insbesonder bei den sonst üblichen Rundkabelsträngen. Alle Kabelstränge sind akkurat isoliert und ummantelt worden, das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt für Ordnung und minimiert Interferenzen.
Das Kabelmanagement funktioniert sehr gut, die Kabelstecker rasten über einen klar definierten Druckpunkt ein, wobei wir uns darüber hinaus eine klare Beschriftung der einzelnen Ports gewünscht hätten. Zumindest stehen die Ports nicht mehr als 1mm über das Gehäuse hinaus, so daß die Ports das Netzteilgehäuse nicht noch zusätzlich verlängern.
Über einen Mangel an Anschlüssen kann sich absolut niemand beklagen, natürlich fehlen auch die notwendigen 6-pin und 8-pin PCI-E Anschlüsse in ausreichender Anzahl (vier) nicht, um aktuelle SLI und Crossfire System entsprechend zu bestücken. An der PATA-Steckerbelegung gibts es nichts auszusetzen, denn auch 4-pin Molex Stecker haben immer noch ihre Daseinsbrechtigung. Wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, sind in der Regel die ersten vier Molex Stecker belegt. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, erhöht sich der Bedarf noch weiter, ergo ist es unsererseits nicht einzusehen, warum einige Hersteller diese Stecker inzwischen rationalisieren. Nicht benötigte Kabelstränge können derweil sehr komfortabel in der mitgelieferten Kabeltasche verstaut werden. Schauen wir uns aber noch einmal in einer kleinen Übersicht die vorhandenen Steckeroptionen an:

• 12x 4 Pin Molex Stromanschlüsse + 2x Floppy-Anschluss-Adapter (45 bis 75cm lang)
• 12x S-ATA Connectoren (45 bis 75cm lang)
• 2x PCI-Express 6-pin Stromanschluß (50cm lang)
• 2x PCI-Express 8-pin Stromanschluß (60cm lang)
• 1x 4+4 pin ATX12V/EPS12V (auftrennbar, 60cm lang)
• 1x 20/24 Pin Mainboard-Stromanschluß (auftrennbar, 60cm lang)

Noch ein wichtiger Hinweis: die einzelnen modularen Kabelstränge der HX Netzteile sind untereinander kompatibel, d.h. Kabelstränge eines HX620W sind also durchaus beispielsweise auch an den HX750W oder HX850W Netzteilen zu verwenden!
Sehr gut gefallen haben uns einmal mehr die praktischen Herausziehhilfen für die 4 Pin Stromstecker, denn nur so kann man ohne abgebrochene Fingernägel und herausgezogene Pins sehr komfortabel und sicher die Steckverbindungen lösen. Der 24 Pin Mainboard-Stromanschluß entspricht der aktuellen ATX 2.0/2.2 Norm und kann bei Bedarf um 4 Anschlüsse gekürzt werden, in dem man ihn einfach wegklippst, dadurch entfällt ein Adapter für Mainboards mit 20-poligem Anschluß.
Möglicherweise vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken. Alle wichtigen Kabelstränge sind isoliert und ummantelt worden, das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt für Ordnung und minimiert Interferenzen.




Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik:

1. Leistungsspezifikationen von Netzteilen:
Es zeigt sich immer wieder in unseren Tests, daß weder die vollmundigen Herstellerangaben auf den Typenschildern, noch die angegebenen Wattzahlen auch nur annähernd etwas über das tatsächliche Leistungsvermögen eines Netzteils aussagen!
Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß es auch 450 Watt Netzteile gibt, die schon bei geringster Last einbrechen und nicht im entferntesten die angegebenen Leistungsparameter abrufen können. Im Gegensatz dazu existieren sehr leistungsstarke 300 Watt Netzteile, die auch hochgerüstete Systeme durchaus ausreichend versorgen können. Es ist also offensichtlich, daß die Wattangabe absolut nichts über die Leistungsfähigkeit eines Netzteils aussagt, die aufgeklebten Herstellerangaben leider sehr oft ganz genauso wenig.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen von Markenherstellern, die ihre Netzteile mit hochwertigsten Komponenten bestücken, da nur so wirklich erstklassige Spannungsstabilität und höchte Effizienzen sichergestellt werden können. Da wären z.B. Seasonic oder Enermax oder eben Firmen, die bei namhaften Herstellern fertigen lassen: Tagan (läßt mittlerweile bei Enhance und Impervio bauen), Corsair (läßt von Seasonic und CWT bauen), Silver Power (läßt von Seasonic bauen), um nur einige Beispiele zu nennen. In unseren Netzteil Reviews gehen wir speziell auf dieses Thema grundsätzlich sehr genau ein, so daß ihr immer bestens darüber informiert seid, welche Technik in eurem Wunsch Netzteil tatsächlich steckt.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa nur 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V oder noch weniger. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung wurden früher u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung war die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte demnach ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung stammt allerdings noch aus der ATX 1.3 Zeit und hat sich entscheidend geändert, denn mittlerweile beziehen Core2 Duo/Quad und K8/K10 Systeme ihr Lebenselixier vermehrt, um nicht zu sagen hauptsächlich, aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon K7/K8 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775/1366 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser.
Wir wollen dabei aber nicht außer acht lassen, das die meisten Multi-Rail-Netzteile auch nur über virtuelle12V-Schienen verfügen, d.h. eine einzige starke 12V-Versorgung wird geteilt, die Teilstränge werden mit jeweils eigenen Überstromschutzschaltungen (OCP) versehen und bilden dann die "Rails". Wirkliche eigenständige Leitungen sind das nicht, darum spricht man von virtuellen Rails. Es existieren aber auch ebenso Netzteile, wo über mehrere Transformatoren (z.B. Tagan, Enermax) tatsächlich reale Mehrfachleitungen vorhanden sind, die dann auch entsprechend angesteuert werden können und jeweils OCP ermöglichen.
Die Verteilung bei mehrere Leitungen ist ohnehin ein Problem, denn wenn einzelne 12V-Schienen nicht genügend Ampere liefern, schalten seriöse Hersteller diese Leitungen für extreme Last zusammen und umgehen so eine mögliche Unterversorgung. Die Intel Norm sieht das zwar nicht vor, aber scheinbar hat Intel vergessen, was aktuelle schnelle Systeme aus der 12V-Leitung tatsächlich benötigen. Genau das ist auch der Grund, warum immer mehr Hersteller dazu übergehen, nur noch eine Leitung in ihren Datenblättern anzugeben, obwohl tatsächlich mehrere vorhanden sind, die aber real zusammengeschaltet wurden. Tagan z.B. bietet für einige Modelle einen sogenannten Turboschalter an, über den der Anwender die Zusammenschaltung bei Bedarf manuell erledigen kann. Andere Hersteller erledigen dies automatisch, was wir als praktikabler empfinden, zumal so dem Anwender diese Entscheidung abgenommen wird, was in der Konsequenz über Stabilität oder Instabilität in jedem Fall richtig entscheidet.

2. Power Factor Correction (PFC):
"Power Factor Correction" oder kurz PFC ist ein in der EU für PC-Netzteile mittlerweile vorgeschriebener Standard, um die Stromaufnahme von Geräten für das Stromnetz weniger belastend auszulegen. Schaltnetzteile beziehen den Strom in Form kurzer Impulse, was dazu führt, daß die sinusförmige Netzspannung durch die Erzeugung harmonischer Oberwellen verzerrt wird. Insgesamt ist die komplexe Lastcharakteristik eines gewöhnlichen PC-Netzteils für das Stromnetz sehr ungünstig, da eine hohe Phasenverschiebung von Spannung und Strom sowie eine allgemein hohe Verzerrung der Wellenform auftritt. Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto niedriger ist der "Power Factor" oder Leistungsfaktor eines Gerätes: Beträgt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom 90° ist der Leistungsfaktor 0 (0%, cos(90) = 0). Tritt hingegen keine Phasenverschiebung auf, d.h. sind Spannung und Strom perfekt synchron, ist der Leistungsfaktor 1 (100%, cos(0) = 1). Zu unterscheiden ist daher die sich aus der einfachen Rechnung Spannung*Stromstärke ergebende "Scheinleistung" sowie die den Phasenwinkel berücksichtigende "Wirkleistung": Stromstärke*Spannung*Leistungsfaktor. Der Leistungsfaktor beschreibt also zugleich das Verhältnis zwischen der an den Stromanschluß übertragenen "Wirkleistung" und der vom Verbraucher tatsächlich entnommenen "Scheinleistung" (Leistungsfaktor = Wirkleistung / Scheinleistung). Je weiter der Leistungsfaktor vom optimalen Wert 1 (100%) absinkt, desto höher ist die aus dem Stromnetz entnommene sogenannte "Blindleistung".
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95% und mehr. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleistung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacheren Geräte angepaßt wird.

3. Worin liegen die Neuerungen der ATX12V v2.0 bzw. 2.2 Norm?
Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beeinhaltet:

• Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
• Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
• Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide.
• Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
• Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert. (siehe Kapitel 1 Leistungsspezifikationen)
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Das alles ist aber graue Theorie, denn aktuelle Netzteile werden nach Gusto der Hersteller und den Bedüfrnissen des Marktes gefertigt. Die ATX oder Intel Norm kann man bestenfalls noch als Anregung verstehen. Und was den Wirkungsgrad respektive Effizienz angeht, so nähern wir uns ende 2008 der magischen 90% Schwelle, da braucht man kein Prophet sein.

4. Belüftung Lautstärke und Effizienz:
Zwar steht heute bereits auf beinahe jeder Netzteil-Verpackung werbewirksam "Silent", gut beraten ist man damit zwangsläufig allerdings noch nicht. Oft entpuppt sich, was beim Start noch erstaunlich leise klang bei entsprechender Belastung als störende Lärmquelle. Ursache dafür sind zumeist nicht nur die hochdrehenden, lastgesteuerten Lüfter, sondern oft auch ein von den überlasteten Spannungswandlern verursachtes Pfeifen oder Brummen, das nicht selten von heftigen Vibrationen begleitet wird.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad (Effizienz) von rund 60-85%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert!
Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann.
Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn, man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile, die mit einem oder 2 sehr langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung eher skeptisch zu beurteilen, auch wenn es diesbezüglich Ausnahmen gibt, siehe Seasonic oder PC Power &Cooling.
Zu Thema Effizienz ist noch abschließend anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen. Ansonsten hoffen wir auf die ersten 90+ Netzteile, die nach der CeBIT 2009 realisiert werden sollen.

5. Schutzschaltungen:
Aktuelle hochwertige Netzteile verfügen über zahlreiche chipgesteuerte Schutzmechanismen, um unsere verbaute teure Hardware vor Beschädigungen durch Kurzschlüsse, Spannungsspitzen und anders geartete Irritationen zu schützen:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OVP DC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• SIP (Surge and Inrush Protection) - Schutz vor unvorhergesehenen Stromstößen

Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile die allermeisten dieser Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware gleich mit in den Abgrund...!

6. Powergood Wert:
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für einen erfolgreichen Start bejahen. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms.

7. Netzteilpflege:
Natürlich hält sich die mögliche Pflege bei einem eingebauten Netzteil in eng gesteckten Grenzen, aber zumindest hin und wieder sollten die Lüfter mit Druckluftspray ausgeblasen werden, damit sich die Situation nicht irgendwann so darstellt, wie auf den folgenden Bildern. Wobei anzumerken wäre, das hier nicht nur Staub, sondern auch Nikotin sein Unwesen getrieben hatte...

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Bitte keinesfalls mit Staubsaugern arbeiten oder mit Schraubenzieher in den Netzteilen herumstochern, es wäre nicht das erste mal, das sich dann im Staubbeutel Elkos und MOVs wiederfinden. Von der Gefahr eines selbst provozierten Kurzschlusses ganz zu schweigen !




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ? Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden: Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten entsprechend zu erden !




Der Test:

Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich nur eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht return to Sender...
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim Corsair Netzteil mit 260ms offenkundig der Fall war.

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Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (Everest 5.02.1756, SiSoftSandra 2009 und HWMonitor 1.14) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt am Mainboard gemessenen Fluke 179 (aktuell kalibriert) Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine deutlich größere Relevanz aufweisen, als rudimentäre Software-Resultate vorgenannter Tools.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des exakt kalibrierten grafischen Leistungsmessers PeakTech 2535 für Messungen von 0,0 Watt bis 4 kW/0,0 bis 600 V und 0,0 bis 15 A (mit externem Zangen-Adapter bis 1000 A) und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt.
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
Das Seasonic Power Angel ermöglichte uns, die PFC Werte zu ermitteln und sie mit den Werten des PeakTech 2535 zu vergleichen.



Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :

Ausgang Toleranz Umin. UNom. Umax.
[%] Volt Volt Volt
+12 V* 5 11,4 12,00 12,60
+5V 5 4,75 5,00 5,25
+3,3V 5 3,14 3,30 3,47
-5V 10 4,50 5,00 5,50
-12V 10 10,80 12,00 13,20
+5Vsb 5 4,75 5,00 5,25




Die Testwerte des Corsair HX850W 850 Watt Netzteil:


Leistungskategorie
+3.3V
+5V
+12V
PFC
niedrigster Wert
3,28V
4,96V
11,97V
97,5%
höchster Wert
3,36V
5,05V
12,07V
99%
durchschnittlicher Wert
3,32V
5,01V
12,02V
98%




weitere Testergebnisse
Rubrik: bis 20% Last 20% Last 50% Last 80% Last Vollast
Temperaturen 25,5°C 29°C 33,5°C 36°C 41,5°C
Lautheit des Lüfter 23,5 dBA (0,6 sone) 26 dBA (0,9 sone) 30,5 dBA (1,1 sone) 33,5 dBA (1,9 sone) 35,5 dBA (2,3 sone)
Wahrnehmung des Lüfters leise noch leise minimal heraushörbar heraushörbar deutlich heraushörbar
Elektronik Geräusche keine keine keine keine minimal
Effizienz (230VAC) siehe extra Tabelle 84,5% 89% 91,5% 88,5%


Effizienzwerte unterhalb 20% Auslastung
Rubrik: 5% Last 10% Last 15% Last
Effizienz (230VAC) 77,5% 79,5% 81,5%


Wer sich über die vergleichsweise schlanken 150 Watt combined Power für die 3,3 Volt und 5 Volt Schiene Gedanken macht, grübelt einmal mehr an der falschen Stelle, denn aktuelle Systeme belasten das Netzteil überwiegend auf den vorhandenen 12 Volt-Leitungen und dort sind 840 Watt (70 Ampere) normalerweise für jedes Desktopsystem dank DC-to-DC Technik und Verteilung bestens und vor allem mehr als ausreichend dimensioniert. Intel neue Nehalem Systeme ziehen aus der 3,3 Volt Schiene zwar vermehrt Strom, aber auch diesbezüglich besteht anhand der gelieferten üppigen 25 Ampere kein Grund zur Sorge.
Die Toleranzen der einzelnen Leistungsschienen des Corsair Netzteils liegen bei guten 2 bis 3% auf der +12Volt Schiene, auf den +3,3 und +5Volt Schienen wird mit 3% ein ähnliches Niveau geliefert. Aktuelle Highend Technik (insbesondere DC-to-DC Technik) ermöglicht Toleranzen von 1 bis 3% für die 12V/5V und 3,3 Volt Schienen, Netzteile mit durchschnittlichen oder minderwertigen Komponenten erreichen bestenfalls 5%, wenn überhaupt.

Unser System mit einem für diesen Test selektierten Intel Core 2 Extreme QX6800 Stromfresser rief zusammen mit einem HD3870 X2 Crossfire-X Kombination unübertaktet unter Last 705 Watt ab (übertaktet maximal 835 Watt unter Last), so das wir sehr gut ausloten konnten, ob das Netzteil auch im Grenzbereich Reserven bietet. Bei weiteren Übertaktungen und 1012 Watt Strombedarf, sprachen allerdings die Schutzschaltungen an, was völlig korrekt und innerhalb der gewünschten Parameter funktioniert. Solche Reserven bietet ein NoName Netzteil nicht mal ansatzweise, ein weiteres Indiz also für erstklassig verstandene und umgesetzte Netzteiltechnik.
Wie immer der Hinweis: Bitte nicht nachmachen !
Die Lüfter Geräuschmessungen entnehmt bitte der obigen Tabelle, das Netzteil wird Silent Anhänger sicherlich nicht in Jubelstürme ausbrechen lassen, zumal die direkte Konkurrenz wie Seasonic und Enermax diesbezüglich angenehmere Lösungen erarbeitet haben.
Die Netzteilelektronik trat geräuschtechnisch kaum in Erscheinung, weder Pfeiffgeräusche noch anders geartete Störgeräusche waren während unserer Tests zu identifizieren. Lediglich ab 80% Last entwickelte sich ein minimales aber keinesfalls störendes Surren, wie wir es auch vom HX1000 kennen. Die detaillierten Effizienzwerte entnehmt bitte der o.g. Tabelle, die maximal erreichten 91,5% unter 80% Last manifestieren den exzellenten Eindruck und sprechen für eine optimale Ausnutzung der verbauten Komponenten. Darüber hinaus stehen 0,8 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (S5, ausgeschalteter Rechner) zu Buche, ein ebenso gutes Resultat.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Komponenten beziehen...



Die wichtigsten Leistungsdaten, Effizienz und Temperaturen aktuell von uns getesteter Netzteile im Vergleich:


zur aktuellen Liste




Die Top-Ten der bisher getesteten Netzteile (aktualisiert) :

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:

1. das Netzteil muß aktuell verfügbar sein

2. es muß sich um eine aktuelle Revision handeln

3. wenn eine Netzteilserie mehrere Modellvarianten umfaßt, erscheint in dieser Liste das unserer Meinung nach beste Netzteil aus der Serie

Eine direkte Vergleichbarkeit hat in dieser Liste allerdings keine primäre Relevanz, das ist schon auf Grund der oftmals unterschiedlichen Leistungsklassen und Konzepte ohnehin nur bedingt möglich...


Netzteil Topliste:
Seasonic M12D 850 Watt
Enermax Revolution 85+ 850 Watt
Corsair HX850W 850 Watt
Tagan Superrock TG680-U33II 680 Watt
Enermax Modu82+ 625 Watt
Tagan Piperock II TG680-U33II 680 Watt
Zalman ZM660-XT 660 Watt
HEC Compucase Cougar 700CM 700 Watt
Cooler Master Silent Pro M-Series 600 Watt
Silverstone Element ST60EF 600 Watt




In der folgenden Liste präsentieren wir euch auch unsere aktuellen Preis-Leistungs-Empfehlungen, die auch technisch nicht so weit von der Topliste entfernt anzusiedeln sind:

Preis-Leistungs Empfehlungen:
Xigmatek Go Green 500 Watt
Arctic Cooling Fusion 550R 550 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS500 500 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS400 400 Watt
Corsair CX400W 400 Watt





Fazit:

Corsair hat mit Unterstützung von CWT und vielen eigenen Ideen die Lücke in der HX Serie erfolgreich geschlossen, wobei die neuen HX 750W und HX850W gleichzeitig die technologische Speerspitze der Corsair Professionell Netzteilserie darstellen, da muß auch das sehr gute HX1000 einige Federn lassen. Ob dabei nun letztendlich 80+ Gold oder 80+ Silber herausspringt, deklarieren wir bestenfalls als schmückendes Beiwerk. Entscheidend ist, was hinten rauskommt, wenn wir da mal unseren Altkanzler zitieren dürfen. Und da kommt einiges raus, nämlich eine unerschütterliche Stabilität auch unter extremsten Lasten. Enorme Leistungsreserven gepaart mit exzellenten Effizienzwerten und das wunderbare Kabelmanagement der HX Serie unterstreichen den mehr als postiven Eindruck, zumal der Preis schon fast konkurrenzlos günstig einzustufen wäre. Man ist seitens Corsair durchaus auf Augenhöhe mit dem Seasonic M12 respektive Enermax Revolution 85+, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Ganz ohne Kritik geht die Schose allerdings auch nicht über die Bühne, denn die Lüfter-Kühlkörper-Implementierung erscheint uns etwas inkonsequent umgesetzt. Insgesamt betrachtet agiert der Yate Loon des HX850W nahezu genauso schnell wie im HX1000 und das dies bei gut umgesetzter DC-to-DC Technik nicht nötig ist, weil die Betriebsstemperaturen des Netzteils dann grundsätzlich niederiger leveln, beweisen Seasonic und Enermax mit ihren aktuellen 850Watt Boliden. Helfen würden dabei auch explizit ausgeprägtere Kühlkörper, an stelle der etwas schnöde wirkenden Metallplatten. Diesbezüglich existiert also durchaus noch Optimierungsbedarf, wenn auch nicht akuter Handlungsbedarf.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:
• hervorragende Verarbeitung
• sehr robuste Lackierung
• DC-to-DC Technik kombiniert mit Polymer-Aluminium Elkos
• exzellente Effizienz in allen Lastbereichen
• ausgezeichnet niedrige Spannungstoleranzwerte
• enorme Stabilität und Stützzeit
• sehr hohe Leistungsreserven (bis maximal 1012 Watt)
• korrekt ansprechende Schutzschaltungen
• sehr gute active PFC-Werte
• befriedigende Eigenkühlung
• recht ausgewogener Lüfter
• keine Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses
• sehr effektive Kabelabschirmungen und Isolierungen
• steckersicheres Kabelmanagement
• sehr hochwertige Bauteile
• SLI/Crossfire tauglich
• sehr lange Garantiezeit (7 Jahre)
• sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 159,90€)

Minus:
• Kühler-Lüfter Konstrukt wirkt inkonsequent
• Kabelstränge könnten stellenweise etwas länger sein
• Anschlußports fürs Kabelmanagement nicht beschriftet

Stellt sich abschließend noch die Frage: wer benötigt so ein Netzteil? jeder, der extrem übertaktet und auf Quadcore/SLI/Crossfire Systeme abhebt, denn Office Rechner sind ganz sicher nicht das anvisierte Klientel der Kalifornier. Ansonsten ist es der pure Luxus, den Corsair da anbietet und wer belohnt sich nicht gerne mal selbst mit einem extraordinären Stück Hardware, zumal das notwendige Budget dafür in den einschlägigen Preisvergleichen schon auf 135 € abgerutscht ist, womit Corsair deutlich vor der direkten Konkurrenz aufgestellt ist...

Update: Messwerte nach weiteren Tests korrigiert ! scheinbar benötigt das Netzteil eine relativ lange "Einbrennphase", denn nach weiteren 3 Stunden Dauerlast kletterten die Effizienzen noch ein paar Nuancen weiter nach oben, wo sie sich dann konstant einpendeln.



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Corsair HX850W 850 Watt Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Gold







Weiterführende Links:



Corsair

Corsair bei Caseking



Wir bedanken uns bei Corsair Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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