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Achtung Compucase Cougar S700 Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Compucase Cougar S700 Netzteil







Einleitung:

Mit dem neuen Cougar Gehäuse- und Netzteilsegment vollzog HEC/Compucase den ersten Schritt weg vom OEM hin zum Retailgeschäft in respektabler Manier. Doch damit nicht genug, die neue Cougar S-Netzteilserie möchte auch den Fuß in die Tür der Highend Netzteile stellen, um dort ebenfalls für Furore zu sorgen und natürlich auch Geld zu verdienen. Technisch wurde dafür einiges an Aufwand in Aussicht gestellt, als da wären DC-to-DC Technik, Highend Komponenten, Effizienzen über 90% und reichhaltige Ausstattung zu noch überschaubaren Preisen.
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube" könnte man entgegnen...und da wir uns grundsätzlich nicht auf Marketingfloskeln verlassen, haben wir dem derzeitigen S700 Topmodell sehr sorgfältig auf die Elkos geschaut und die realen Fakten für euch reflektiert, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Cougar S 700 Netzteil in Retailverpackung
• modulare Kabelstränge
• Kabeltasche
• 4 Klettkabelbinder
• Kaltgeräteanschlußkabel
• Case Badge
• Schrauben
• Kurzanleitung (mehrsprachig)




Die technischen Daten:

• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 700 Watt
• 150 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 684 Watt (57 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 25 A
• +5,0 Volt: 25 A
• +12 Volt V1: 20 A
• +12 Volt V2: 20 A
• +12 Volt V3: 24 A
• +12 Volt V4: 24 A
• -12 Volt: 0,6 A
• +5 Volt Standby: 3 A
• ATX Versionen: 2.2 und 2.3
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 140mm mit Nachlaufsteuerung
• Kabelmanagement: ja
• DC-to-DC Technik: ja
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: teilweise
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×180) mm
• Gewicht: 2,340 Kg (ohne Verpackung)
• Fertigung nach RoSH Verordnung
• MTBF: k.a.
• aktueller Marktpreis: ca. 135,- €
• bisherige Varianten: 550 und 700 Watt
• Zertifikate: 80 Plus Silber
• Garantie: 3 Jahre

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden.
Die gerne bei Netzteilen beschriebene MTBF Angabe bei 25°C hat mit der Realität auch nicht viel zu tun, da Netzteile sehr selten Raumtemperaturen entwickeln...




Das Testsystem:

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CPU
Intel Core 2 E8600/Intel Core 2 Extreme QX6800
Mainboard
Asus P5E64 WS Professional Bios 0802
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Powercolor HD 3870 X2 Crossfire-X
Monitor
Eizo S2100
Soundkarte
Creative Sound Blaster X-Fi Titanium PCIe
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F3 500GB SATA II
Blu-Ray Laufwerk
LG BH08LS SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-B70@5Volt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate 64bit SP2, Windows 7 im Multiboot




Verarbeitung und Technik:

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Die polarisierenden Orangetöne der ersten Cougar Serie wurden etwas aufgelockert und deutlich reduziert, das neue schwarz-silber-orange Outfit erscheint wesentlich seriöser und erhöht zusammen mit einem grobkörnigen aber sehr widerstandsfähigen Schrumpflack ala Enermax Revolution 85+ die Haptik des Netzteils ungemein.
150×86×180mm entsprechen nicht der ATX Norm, darum sollte vor dem Kauf sehr genau geprüft werden, ob das Netzteil im eigenen Gehäuse überhaupt verbaut werden kann. Aktuelle PC Tower ermöglichen dies in der Regel, in ein Gehäuse der Lian Li PC-V1xxxx Serie paßt das Netzteil jedenfalls nicht.
Die obligatorischen gitterförmigen Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt, zumal die Abwärme ja schnellstens aus dem Netzteil herausbefördert werden soll. Die grüne I/O Kontrolldiode vermittelt optisch den Aggregatszustand des Netzteils, aber mehr als eine Aus-Ein-Kontrolle erhält der Anwender mit Hilfe dieses optischen Gimmicks nicht.

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Auf kontraproduktive hintere oder seitliche belüftungsöffnungen hat Compucase glücklicherweise verzichtet und das macht Sinn, denn durch die kann im schlechtesten Fall zusätzlich noch warme Abluft aus dem Rechnerinneren eindringen.
Gewichtstechnisch liefert unsere geeichte Waage nichts außergewöhnliches zu Tage, mit knapp 2340 Gramm liegt das Cougar S700 in etwa auf dem Niveau der CM Serie und anderer vergleichbarer Netzteile. Das Gewicht mag auf den ersten Blick keine Rolle spielen, aber es existieren noch genug PC Tower, da verbiegen sich die Netzteilhalterungen schon beim Auspacken des Netzteils.
Die jeweiligen Kabelports wurden zwar sehr sauber ins Gehäuse integriert, leider nicht bündig, so daß sie das Netzteilgehäuse um ein paar mm unnötigerweise verlängern. Eine stabilisierende Kabemuffe fehlt bei diesem Testsample, aber Compucase versprach dies in der laufenden Serie zu ändern, was wir für sehr sinnvoll erachten, zumal nicht nur stabilisiert wird, sondern das Kabelgeflecht auch vor den Kanten des Netzteil-Gehäuses geschützt wird. Dagegen gäbe es bezüglich der Beschriftung nichts zu bemängeln, die wurde nicht vergessen und sehr übersichtlich skizziert.Zum Thema Kabelmanagement als solches, gleich noch paar Anmerkungen:

1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen...

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren...
Trotz alledem erfreut sich Kabelmanagement höchster Beliebheit, auch wenn es in keinem technischen Vorteil aber grundsätzlich höheren Preisen resultiert.

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Das Lüftergitter schließt bündig mit dem Netzteilgehäuse ab und das ist auch gut so. Probleme treten bei überstehenden Lüftergitter immer dann auf (z.B. beim Cooler Master Stacker STC-T01), wenn das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden.
Der Lüfter scheint auf den ersten Blick identisch zu sein mit dem Pendent aus dem Cougar 700CM, er ist es aber definitiv nicht, denn Compucase setzt hier einen Lüfter mit Gleitlager anstatt Kugellager ein. Darüber hinaus verfügt der Lüfter auch über völlig andere Kenndaten. Trotzdem stammt der Lüfter wiederum von Young Lin Tech Co, die u.a. auch für Silverstone und Cooler Master Netzteile bestücken. Als Lüfter-Lieferant für Scythe dürften sie wahrscheinlich noch bekannter sein. Kurz und gut, die zu erwartende Qualität dürfte zumindest theoretisch mit dem Rest des Netzteil ideal korrespondieren.

• Kennnummer: DFS132512H
• Lagerung: Gleitlager
• Gewicht: 169g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 140x140x25
• Lüfterblätter: 7
• max. Lautheit: 37 dBA (2,2 sone)
• max. Volumentransport (CFM): 89,02cfm (151,33 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 1800 U/min
• Stromaufnahme: 3 Watt (0,25A)
• Anschluß: 2-pin

Montiert wurde der Lüfter sinnvollerweise blasend, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem PC-Gehäuse beiträgt. Der Lüfter wird im Cougar S 700 temperaturabhängig geregelt. Über eine Nachlaufsteuerung wird auch nach dem Ausschalten des Rechners der Netzteillüfter noch mit Spannung versorgt, so daß Restabwärme weiter abtransportiert wird. Eigentlich wäre dies bei hoch effizienten Netzteilen mit DC-to-DC Technik kaum nötig, darüber hinaus verbraucht dies unnötig Strom, aber der Sicherheitsfaktor war Compucase offensichtlich wichtiger.



Die DC-to-DC Technik und die verbauten Komponenten:

Bevor wir uns gemeinsam die intern verbauten Komponenten und Baugruppen des Cougar S700 etwas eingehender anschauen, noch ein kurzer Schwenk auf die DC-to-DC Technik, damit jedem klar wird, warum dies überhaupt als Innovation angesehen werden kann und muß. Das linke Bild beschreibt die Implementierung von Compucase/Cougar, das rechte Bild skizziert die Umsetzung von Tagan, das als zusätzlicher Vergleich.

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So ganz neu ist dieser Begriff der Gleichspannungswandlung beileibe nicht, kennen wir ihn doch aus der KFZ Technik, Generatoren und natürlich von unseren Notebooks, wo diese Technik seit Jahren in den externen Netzteilen eingesetzt wird. Die Camper unter uns möchten diese Technik sicherlich nicht mehr missen, ermöglicht sie doch z.B. den Einsatz eines CD Players am 12Volt Netz ihres PKWs.
Einfach formuliert: es wird eine konstante Eingangsspannung durch periodisches Schalten so umgewandelt, das als Resultat am Ausgang ein anderer Spannungswert entsteht. Symptomatisch und darum Thema der Netzteilhersteller ist die herausragende Effizienz schon bei geringen Lasten, denn mit den herkömmlichen Techniken könnte ein Computernetzteil kaum an die magische 90% Effizienzschwelle herangeführt werden.
Wie aber funktioniert das Ganze nun in unseren Netzteilen?
Grundsätzlich ist es bei der herkömmlichen Netzteiltechnik in unseren PCs so, dass die Wicklungsverhältnisse im Trafo und der Speicherdrossel das Verhältniss der Ausgangsspannungen maßgeblich beeinflussen. Das hat aber den entscheidenden Nachteil, das so nur alle Spannungen (12V, 5V, 3,3V) entweder gemeinsam erhöht oder gesenkt werden können. Schon haben wir unser Hauptproblem im Blickfeld, denn die größten Lastschwankungen treten auf den 12 Volt Schienen auf, wohingegen die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen keine so deutlichen Lastunterschiede aufweisen, da sie ja in modernen Systemen eh nur noch eine untergeordnete Rolle spielen und die 12V Schienen, vereinfacht formuliert, die Hauptversorgung des Systems übernommen haben.
Das hat zur Folge, das unter Last die 12V Schiene einbricht und die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen eher noch in ihren Werten steigen. Dieser Umstand ist auch einer der Hauptgründe, warum die Netzteiltechnik der Zukunft auf den DC-to-Dc Wandlern basieren wird. Denn genau hier setzt die DC-to-DC Wandlung ein, die dieses Auseinanderdriften der Spannungsschienen vermeidet, da eine klar getrennte Regelung stattfindet.

Die Vor-und Nachteile zusammengefaßt:

• Es sind sehr hohe Wirkungsgrade möglich, da nur einmal von Wechselspannung auf Gleichspannung konvertiert werden muß.

• Mehr Leistungsvolumen auf der gerade für Grafikkarten und stromfordernden Komponenten so wichtigen +12 V Schiene(n). An den Leistungsdaten auf den Typenschildern kann man die neuen DC-to-DC Netzteile auch sehr gut identifizieren, da wie gesagt fast die gesamte Leistung auf der 12 Volt Schiene zur Verfügung steht.

• Stabilität ist grundsätzlich einfacher zu kontrollieren. Bei der Stabilität muß der Hauptaugenmerk nur auf die + 12 V Schiene gelegt werden, da die anderen Spannungen von dieser Schiene abgeleitet werden. Mit anderen Worten, ist die + 12 V Schiene stabil, dann sind praktisch automatisch alle anderen Spannungen mindestens genauso stabil.

• Zukunftssicher: da die +12 V Schiene auch in Zukunft immer mehr Bedeutung bei Computern bekommen wird als ohnhin schon, sind diese Netzteile auch in Zukunft perfekt auf neue Anforderungen optimiert.

• Es ist kein Problem mehr, die so wichtigen Toleranzen der einzelnen Stromschienen zu gewährleisten, somit steht die angebene 3%ige Toleranz für die Spannungsstabilität nicht nur auf dem Papier, sie findet auch in der Realität statt.

• DC-to-DC erreicht in der Regel optimierte Ripple and Noise Werte, da die Filterung wesentlich effizienter arbeiten kann

Natürlich ist diese Technik komplexer, als von uns dargestellt, aber wir haben versucht, die Thematik ganz bewußt etwas einfacher zu skizzieren, damit sie auch verstanden wird.
Wie bei jeder Technik, steht und fällt alles mit der profesionellen Umsetzung. Das heißt im Klartext, DC-to-DC regelt und implementiert sich nicht von allein, die Techniker müssen schon wissen, was sie tun.
Einen aktuellen Nachteil der DC-to-Dc Technik wollen wir nicht verschweigen, es können (je nach Implementierung) zuweilen verringerte Stützzeiten beobachtet werden. Warum dies so ist, steht zur Zeit noch nicht wirklich fest, wir werden dementsprechend weiter am Ball bleiben und bei neuen Erkenntnissen berichten. Eklatante Nachteile entwickeln sich aus diesem Umstand für den Endverbraucher allerdings bisher nicht.


Schon sind wir bei den wichtigsten Elementen eines Netzteils angelangt: den verbauten Komponenten im Inneren, denn das Netzteil entwickelt seine Leistung naturgemäß nicht durch die optischen Attribute seine Hülle. Wir beschränken uns dabei aber auf die wesentlichen Features, da ein zu tiefer Einstieg in die Materie nach unserem bisherigen Feedback die Masse der Leser doch eher langweilt.

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Der ohnehin recht offene Aufbau der Cougar Netzteile wurde in der S-Serie noch verfeinert, so daß der Airflow im Inneren wirklich jeden Winkel erreicht. Das gelochte Kühlblech im Bereich der Gleichrichterdioden wirkt allerdings ungewohnt provisorisch.
Der primäre Bereich wurde mit einem großen 420V Nippon-Chemicon Elko der KMR Klassifizierung bestückt, der über 470 microFarad verfügt und bis 105°C ausgelegt wurde. Die Qualität der X-und Y-Kondensatoren sowie des Metal-Oxide Varistor (MOV) stufen wir als sehr hoch ein, das gilt auch für die verwendeten Controllerchips von Fairchild, Anpec usw.
Die kleine DC-to-DC Platine verfügt, neben den in dieser Güteklasse gerne verwendeten Anpec Transistoren, auch über Feststoff-Elkos der Herstellers Capxon. Weitere dieser Polymer-Aluminium-Kondensatoren finden wir in der näheren Umgebung des sekundären Bereiches. Die Vorteile dieser Elkos liegen auf der Hand:

• Geringer ESR in Hochfrequenzbereichen
• Minimierung der Brummspannung
• besserer Ausgleich von Spannungsspitzen
• wesentlich längere Betriebsdauer, man spricht von über 20 Jahren
• Besserer Ausgleich von Temperaturschwankungen, weniger Wärmeentwicklung
• sehr schnelle Entladung
• ideale Impedanzkurve
• Umweltschutz, es werden keine giftigen Elektrolyte mehr freigesetzt

Interesant ist die Hauptplatine, denn die besteht nicht nur aus der Güteklasse FR4, sie offenbart scheinbar auch Pläne für weitere Netzteile der S-Serie, zumal neben 550 und 700 auch 800 und 900 aufgedruckt wurde.
Noch ein paar ergänzende technische Randbemerkungen:
FR4 und FR5 Platinen bestehen grundsätzlich aus Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und optimierte Hochfrequenzeigenschaften. Die Qualitätsklassen FR1 bis FR3 können dank Pertinax Bestandteilen diesbezüglich nicht mithalten. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend.
Bei der gern erwähnten maximalen Temperaturbelastungsgrenze der Elkos sollte man berücksichtigen, das 105°C Elkos eine beinahe doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu den 85°C Elkos vorweisen können, falls man das Thema damit abtun möchte, das der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 eine zulässige Betriebstemperatur zwischen +10 und +50°C definiert.
Auffällig wären dann eben noch die Platine des EIN-Ausschalters, die für einen Teil der AC Filterung verantwortlich zeichnet, in der Nähe befindet sich auch noch eine Sicherung und die ersten Kondensatoren, bevor der Strom dann an die Gleichrichter weitergeleitet wird. Dazu gesellen sich ein großer Trafo für die Hauptversorgung und ein kleinerer für die notwendige 5V Standby-Leitung, die z.B. unsere USB Geräte mit Strom versorgt. Last bur not least dürfen natürlich die Schrumpfschläuche auf den wichtigen Anschlußverlötungen nicht fehlen, ein sehr wichtiger Beitrag zur internen Netzteilsicherheit. Wer sich immer wieder mal über die seitlichen (in diesem Fall schwarze) Plastikfolien wundern sollte, diese Folien dienen dem Schutz vor der Außenhülle, damit Kontaktkurzschlüsse wirksam verhindert werden.
Die so wichtigen Schutzschaltungen fehlen natürlich auch nicht, wobei man gerade diesbezüglich sehr differenzieren sollte, denn nicht überall, wo OCP, OVP usw. draufsteht, sind diese Schutzschaltungen auch wirklich aktiv. Es gibt durchaus Hersteller, die gerne mal diese Schaltungen wegrationalisieren, auch wenn es im Prospekt anders beschrieben steht. Die Motive dafür liegen auf der Hand, die Schutzschaltungen haben negative Auswirkungen auf die Effizienz eines Netzteils und da nur mit hohen Effizienzen gut geworben werden kann, wird gerne schon mal getrickst. Der Verbraucher hat diesbezüglich kaum eine Möglichkeit dies zu überprüfen, erst wenn sein Netzteil abraucht und alle angeschlossenen Komponenten gleich mit in den Abgrund reißt, wird deutlich, was nicht funktioniert hat. Diesbezüglich besteht bei Compucase kein Grund zur Sorge, chipkontrollierte Schutzschaltungen sind vorhanden und zwar in folgenden Varianten:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz

Die Over Temperature Protection wurde zwar nicht in den Unterlagen dokumentiert, sie ist aber nichts desto trotz vorhanden, auch wenn das bisher scheinbar niemandem aufgefallen ist. Das Cougar S700 Netzteil entspricht selbstverständlich der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift.



Die Verkabelung des Cougar Netzteils:


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In Bezug auf die Verkabelungsqualität hat Compucase deutlich zugelegt, die Ummantelungen sind endlich komplett und Ausziehhilfen für die 4-pin Molex Stecker sind bereits ab Werk vorhanden. Das ändert aber nichts daran, das die Kabelstränge als solche zu kurz geraten sind, denn in großen Towern können 50cm lange Kabel sehr knapp bemessen sein, insbesonder dann, wenn das Netzteil im Gehäuseboden verschraubt werden soll/muß.
Die Kabelstränge sind trotz der Ummantelungen als relativ flexibel zu beschreiben, mit den wunderbaren Flachbandsträngen eines Corsair HX oder Zalman XT können sie allerdings nicht konkurrieren. Das Kabelmanagement funktioniert auch in der Praxis recht gut, wobei wir uns für die Steckverbindungen einen klarer definierten Einrastpunkt gewünscht hättetn. Das gilt insbesondere auch für das Abklipsen, das mit relativ viel Kraft bewerkstelligt werden muß. Kurzum, hier herrscht noch Optimierungspotential.
Über einen Mangel an Anschlüssen kann sich niemand beklagen, natürlich fehlen auch die notwendigen 6-pin und 8-pin PCI-E Anschlüsse in ausreichender Anzahl nicht, um aktuelle SLI und Crossfire System entsprechend zu bestücken. An der PATA-Steckerbelegung gibts es nichts auszusetzen, denn auch die fünf 4-pin Molex Stecker haben durchaus noch ihre Daseinsbrechtigung. Wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, sind in der Regel die ersten vier Molex Stecker belegt. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, erhöht sich der Bedarf noch weiter, ergo ist es unsererseits nicht einzusehen, warum einige Hersteller diese Stecker inzwischen rationalisieren. Nicht benötigte Kabelstränge können derweil sehr komfortabel in der mitgelieferten Kabeltasche verstaut werden. Schauen wir uns aber noch einmal in einer kleinen Übersicht die vorhandenen Steckeroptionen mit den Kabellängen an, wobei nativ in unserer Übersicht "fest integriert" bedeutet, also nicht modular:

• 3x 4-Pin Molex Stromanschlüsse (50cm + 15cm + 15cm lang, modular)
• 2x 4-Pin Molex Stromanschlüsse (50cm + 15cm lang, modular)
• 4x S-ATA Connectoren (50cm + 15cm + 15cm + 15cm lang, modular)
• 4x S-ATA Connectoren (50cm + 15cm + 15cm + 15cm lang, modular)
• 1x Floppy Anschluss (als Adapter für 4-Pin Molex ausgeführt, modular)
• 1x PCI-Express 6/8-pin Stromanschluß (50cm lang, modular)
• 1x PCI-Express 6/8-pin Stromanschluß (50cm lang, nativ)
• 1x PCI-Express 6-pin Stromanschluß (50cm lang, modular)
• 1x PCI-Express 6-pin Stromanschluß (50cm lang, nativ)
• 1x 4+4 pin ATX12V/EPS12V (in 4+4 auftrennbar, 50cm lang, nativ)
• 1x 8-pin ATX12V/EPS12V (50cm lang, nativ)
• 1x 24 Pin Mainboard-Stromanschluß (in 20+4 auftrennbar, 50cm lang, nativ)

Möglicherweise vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken.



Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik:

1. Leistungsspezifikationen von Netzteilen:
Es zeigt sich immer wieder in unseren Tests, daß weder die vollmundigen Herstellerangaben auf den Typenschildern, noch die angegebenen Wattzahlen auch nur annähernd etwas über das tatsächliche Leistungsvermögen eines Netzteils aussagen!
Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß es auch 450 Watt Netzteile gibt, die schon bei geringster Last einbrechen und nicht im entferntesten die angegebenen Leistungsparameter abrufen können. Im Gegensatz dazu existieren sehr leistungsstarke 300 Watt Netzteile, die auch hochgerüstete Systeme durchaus ausreichend versorgen können. Es ist also offensichtlich, daß die Wattangabe absolut nichts über die Leistungsfähigkeit eines Netzteils aussagt, die aufgeklebten Herstellerangaben leider sehr oft ganz genauso wenig.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen von Markenherstellern, die ihre Netzteile mit hochwertigsten Komponenten bestücken, da nur so wirklich erstklassige Spannungsstabilität und höchte Effizienzen sichergestellt werden können. Da wären z.B. Seasonic oder Enermax oder eben Firmen, die bei namhaften Herstellern fertigen lassen: Tagan (läßt mittlerweile bei Enhance und Impervio bauen), Corsair (läßt von Seasonic und CWT bauen), Silver Power (läßt von Seasonic bauen), um nur einige Beispiele zu nennen. In unseren Netzteil Reviews gehen wir speziell auf dieses Thema grundsätzlich sehr genau ein, so daß ihr immer bestens darüber informiert seid, welche Technik in eurem Wunsch Netzteil tatsächlich steckt.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa nur 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V oder noch weniger. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung wurden früher u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung war die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte demnach ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung stammt allerdings noch aus der ATX 1.3 Zeit und hat sich entscheidend geändert, denn mittlerweile beziehen Core2 Duo/Quad und K8/K10 Systeme ihr Lebenselixier vermehrt, um nicht zu sagen hauptsächlich, aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon K7/K8 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775/1366 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser.
Wir wollen dabei aber nicht außer acht lassen, das die meisten Multi-Rail-Netzteile auch nur über virtuelle12V-Schienen verfügen, d.h. eine einzige starke 12V-Versorgung wird geteilt, die Teilstränge werden mit jeweils eigenen Überstromschutzschaltungen (OCP) versehen und bilden dann die "Rails". Wirkliche eigenständige Leitungen sind das nicht, darum spricht man von virtuellen Rails. Es existieren aber auch ebenso Netzteile, wo über mehrere Transformatoren (z.B. Tagan, Enermax) tatsächlich reale Mehrfachleitungen vorhanden sind, die dann auch entsprechend angesteuert werden können und jeweils OCP ermöglichen.
Die Verteilung bei mehrere Leitungen ist ohnehin ein Problem, denn wenn einzelne 12V-Schienen nicht genügend Ampere liefern, schalten seriöse Hersteller diese Leitungen für extreme Last zusammen und umgehen so eine mögliche Unterversorgung. Die Intel Norm sieht das zwar nicht vor, aber scheinbar hat Intel vergessen, was aktuelle schnelle Systeme aus der 12V-Leitung tatsächlich benötigen. Genau das ist auch der Grund, warum immer mehr Hersteller dazu übergehen, nur noch eine Leitung in ihren Datenblättern anzugeben, obwohl tatsächlich mehrere vorhanden sind, die aber real zusammengeschaltet wurden. Tagan z.B. bietet für einige Modelle einen sogenannten Turboschalter an, über den der Anwender die Zusammenschaltung bei Bedarf manuell erledigen kann. Andere Hersteller erledigen dies automatisch, was wir als praktikabler empfinden, zumal so dem Anwender diese Entscheidung abgenommen wird, was in der Konsequenz über Stabilität oder Instabilität in jedem Fall richtig entscheidet.

2. Power Factor Correction (PFC):
"Power Factor Correction" oder kurz PFC ist ein in der EU für PC-Netzteile mittlerweile vorgeschriebener Standard, um die Stromaufnahme von Geräten für das Stromnetz weniger belastend auszulegen. Schaltnetzteile beziehen den Strom in Form kurzer Impulse, was dazu führt, daß die sinusförmige Netzspannung durch die Erzeugung harmonischer Oberwellen verzerrt wird. Insgesamt ist die komplexe Lastcharakteristik eines gewöhnlichen PC-Netzteils für das Stromnetz sehr ungünstig, da eine hohe Phasenverschiebung von Spannung und Strom sowie eine allgemein hohe Verzerrung der Wellenform auftritt. Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto niedriger ist der "Power Factor" oder Leistungsfaktor eines Gerätes: Beträgt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom 90° ist der Leistungsfaktor 0 (0%, cos(90) = 0). Tritt hingegen keine Phasenverschiebung auf, d.h. sind Spannung und Strom perfekt synchron, ist der Leistungsfaktor 1 (100%, cos(0) = 1). Zu unterscheiden ist daher die sich aus der einfachen Rechnung Spannung*Stromstärke ergebende "Scheinleistung" sowie die den Phasenwinkel berücksichtigende "Wirkleistung": Stromstärke*Spannung*Leistungsfaktor. Der Leistungsfaktor beschreibt also zugleich das Verhältnis zwischen der an den Stromanschluß übertragenen "Wirkleistung" und der vom Verbraucher tatsächlich entnommenen "Scheinleistung" (Leistungsfaktor = Wirkleistung / Scheinleistung). Je weiter der Leistungsfaktor vom optimalen Wert 1 (100%) absinkt, desto höher ist die aus dem Stromnetz entnommene sogenannte "Blindleistung".
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95% und mehr. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleistung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacheren Geräte angepaßt wird.

3. Worin liegen die Neuerungen der ATX12V v2.0 bzw. 2.2 Norm?
Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beeinhaltet:

• Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
• Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
• Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide.
• Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
• Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert. (siehe Kapitel 1 Leistungsspezifikationen)
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Das alles ist aber graue Theorie, denn aktuelle Netzteile werden nach Gusto der Hersteller und den Bedüfrnissen des Marktes gefertigt. Die ATX oder Intel Norm kann man bestenfalls noch als Anregung verstehen. Und was den Wirkungsgrad respektive Effizienz angeht, so nähern wir uns ende 2008 der magischen 90% Schwelle, da braucht man kein Prophet sein.

4. Belüftung Lautstärke und Effizienz:
Zwar steht heute bereits auf beinahe jeder Netzteil-Verpackung werbewirksam "Silent", gut beraten ist man damit zwangsläufig allerdings noch nicht. Oft entpuppt sich, was beim Start noch erstaunlich leise klang bei entsprechender Belastung als störende Lärmquelle. Ursache dafür sind zumeist nicht nur die hochdrehenden, lastgesteuerten Lüfter, sondern oft auch ein von den überlasteten Spannungswandlern verursachtes Pfeifen oder Brummen, das nicht selten von heftigen Vibrationen begleitet wird.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad (Effizienz) von rund 60-85%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert!
Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann.
Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn, man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile, die mit einem oder 2 sehr langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung eher skeptisch zu beurteilen, auch wenn es diesbezüglich Ausnahmen gibt, siehe Seasonic oder PC Power &Cooling.
Zu Thema Effizienz ist noch abschließend anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen. Die Hersteller stört dieses Verhalten nicht, sie offerieren mittlerweile Netzteile mit 90% Effizienz und knapp darüber, wenn auch teilweise zu horrenden Preisen.

5. Schutzschaltungen:
Aktuelle hochwertige Netzteile verfügen über zahlreiche chipgesteuerte Schutzmechanismen, um unsere verbaute teure Hardware vor Beschädigungen durch Kurzschlüsse, Spannungsspitzen und anders geartete Irritationen zu schützen:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OVP DC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• SIP (Surge and Inrush Protection) - Schutz vor unvorhergesehenen Stromstößen

Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile die allermeisten dieser Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware gleich mit in den Abgrund...!

6. Powergood Wert:
Der Power Good Wert (PG) gibt den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für einen erfolgreichen Start bejahen. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms.

7. Netzteilpflege:
Natürlich hält sich die mögliche Pflege bei einem eingebauten Netzteil in eng gesteckten Grenzen, aber zumindest hin und wieder sollten die Lüfter mit Druckluftspray ausgeblasen werden, damit sich die Situation nicht irgendwann so darstellt, wie auf den folgenden Bildern. Wobei anzumerken wäre, das hier nicht nur Staub, sondern auch Nikotin sein Unwesen getrieben hatte...

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bitte klicken bitte klicken bitte klicken

Bitte keinesfalls mit Staubsaugern arbeiten oder mit Schraubenzieher in den Netzteilen herumstochern, es wäre nicht das erste mal, das sich dann im Staubbeutel Elkos und MOVs wiederfinden. Von der Gefahr eines selbst provozierten Kurzschlusses ganz zu schweigen !




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen. Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten oder auch deutlich länger dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ? Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden: Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten entsprechend zu erden !




Der Test:

Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich nur eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht return to Sender...
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim Cougar Netzteil mit 350ms offenkundig der Fall war.

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Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (Everest 5.30.1903, SiSoftSandra 2009 und HWMonitor 1.14) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt am Mainboard gemessenen Fluke 179 (aktuell kalibriert) Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine deutlich größere Relevanz aufweisen, als rudimentäre Software-Resultate vorgenannter Tools.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des exakt kalibrierten grafischen Leistungsmessers PeakTech 2535 für Messungen von 0,0 Watt bis 4 kW/0,0 bis 600 V und 0,0 bis 15 A (mit externem Zangen-Adapter bis 1000 A) und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt, wobei die Werte des Energy Monitors nicht überbewertet werden sollten, dazu liefern diese recht simplen Verbrauchsmesser einfach viel zu ungenaue Werte.
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
Das Seasonic Power Angel ermöglichte uns, die PFC Werte zu ermitteln und sie mit den Werten des PeakTech 2535 zu vergleichen.



Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :

Ausgang Toleranz Umin. UNom. Umax.
[%] Volt Volt Volt
+12 V* 5 11,4 12,00 12,60
+5V 5 4,75 5,00 5,25
+3,3V 5 3,14 3,30 3,47
-5V 10 4,50 5,00 5,50
-12V 10 10,80 12,00 13,20
+5Vsb 5 4,75 5,00 5,25




Die Testwerte des Compucase Cougar S700 Netzteil:


Leistungskategorie
+3.3V
+5V
+12V
PFC
niedrigster Wert
3,25V
4,96V
11,99V
98%
höchster Wert
3,34V
5,05V
12,14V
99%
durchschnittlicher Wert
3,30V
5,01V
12,07V
98,5%




weitere Testergebnisse
Rubrik: bis 20% Last 20% Last 50% Last 80% Last Vollast
Temperaturen 22°C 29,5°C 33,5°C 37,5°C 41,5°C
Lautheit des Lüfter 16 dBA (0,1 sone) 17,5 dBA (0,1 sone) 20 dBA (0,1 sone) 23,5 dBA (0,4 sone) 27,5 dBA (0,8 sone)
Wahrnehmung des Lüfters kaum hörbar kaum hörbar kaum hörbar leise noch leise
Elektronik Geräusche keine keine keine keine minimal
Effizienz (230VAC) siehe extra Tabelle 84,5% 88,5% 90,5% 87,5%


Effizienzwerte unterhalb 20% Auslastung
Rubrik: 5% Last 10% Last 15% Last
Effizienz (230VAC) 77,5% 79,5% 81%


Es existieren Fragen, die sich erstaunlich oft wiederholen, so z.B die Frage nach der kombinierten Wattangaben (combined Power) für die 3,3 und 5 Volt Schienen, zumal sie im Vergleich relativ schlank dimensioniert werden. Die Begründung dafür ist in den Anforderungen aktueller Systeme zu suchen, denn die belasten ein Netzteil vorrangig über die vorhandenen 12 Volt Leitungen. In unserem Fall liefert das Cougar im Idealfall dort 684 Watt (57 Ampere) und das genügt normalerweise für jedes konventionelle und auch übertaktete System. Intel neue Nehalem/Lynnfield Systeme ziehen aus der 3,3 Volt Schiene zwar vermehrt Strom, aber auch diesbezüglich besteht anhand der gelieferten üppigen 25 Ampere kein Grund zur Sorge. Im Übrigen darf man speziell diesen Strombedarf als überschaubar deklarieren.
Die Toleranzen der einzelnen Leistungsschienen des Cougar S 700 Layouts liegen bei sehr guten 2-3% auf der +12Volt Schiene, auf der +3,3 Schiene respektive 5 Volt schiene wird mit 3% ein ähnliches Niveau geliefert. Aktuelle Highend Technik (insbesondere DC-to-DC Technik) ermöglicht Toleranzen von 1 bis 3% für die 12V/5V und 3,3 Volt Schienen, Netzteile mit durchschnittlichen oder minderwertigen Komponenten erreichen bestenfalls 5%, in der Regel nicht einmal das.

Unser System mit dem guten alten "Stromsparer" Intel Core 2 Extreme QX6800 rief zusammen mit einem HD3870 X2 Crossfire Pärchen unter Last 635 Watt ab (übertaktet 710 Watt), so das wir sehr gut ausloten konnten, ob das Netzteil auch im Grenzbereich Reserven bietet. Bei weiteren extremen Übertaktungen und 904 Watt Strombedarf sprachen allerdings die Schutzschaltungen an, was völlig korrekt und innerhalb der gewünschten Parameter funktioniert. Solche Reserven bietet ein NoName Netzteil nicht mal ansatzweise, ein weiteres Indiz dafür, das dieses verbesserte Cougar Layout auch als ideale Basis für ein SLI oder Crossfire System deklariert werden kann.
Wie immer der Hinweis: Bitte nicht nachmachen !
Die Lüfter Geräuschmessungen entnehmt bitte der obigen Tabelle, das Netzteil gönnt sich auch unter Vollast keine Ausnahme und darf für diese Leistungsklasse als erstaunlich leise betrachtet werden, was natürlich auch durch die geringere Abwärme begründet ist, die ein gut durchkonstruiertes DC-to-DC Layout bietet.
Die Netzteilelektronik verhielt sich eher unauffällig, selbst unter Vollast war nur ein kaum merkliches Surren zu vernehmen. Der Young Lin Tech Lüfter scheint aus einer "wohltemperierten" Charge zu stammen, er leistete sich keinerlei störende Lagergeräusche und das stellt durchaus keine Selbstverständlichkeit dar.
Die detaillierten Effizienzwerte entnehmt bitte der o.g. Tabelle, die maximal erreichten 90,5% unter 80% Last manifestiert die neue Speerspitze des Compucase Cougar Netzteilbaus. Darüber hinaus stehen 0,73 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (S5, ausgeschalteter Rechner) zu Buche, ein ebenso gutes Resultat.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Komponenten beziehen...



Die wichtigsten Leistungsdaten, Effizienz und Temperaturen aktuell von uns getesteter Netzteile im Vergleich:


zur aktuellen Liste




Die Top-Ten der bisher getesteten Netzteile (aktualisiert) :

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:

1. das Netzteil muß aktuell verfügbar sein

2. es muß sich um eine aktuelle Revision handeln

3. wenn eine Netzteilserie mehrere Modellvarianten umfaßt, erscheint in dieser Liste das unserer Meinung nach beste Netzteil aus der Serie

Eine direkte Vergleichbarkeit hat in dieser Liste allerdings keine primäre Relevanz, das ist schon auf Grund der oftmals unterschiedlichen Leistungsklassen und Konzepte ohnehin nur bedingt möglich...


Netzteil Topliste:
Seasonic M12D 850 Watt
Enermax Revolution 85+ 850 Watt
Corsair HX850W 850 Watt
Compucase Cougar S700 700 Watt
Tagan Superrock TG680-U33II 680 Watt
Enermax Modu82+ 625 Watt
Tagan Piperock II TG680-U33II 680 Watt
Zalman ZM660-XT 660 Watt
Compucase Cougar 700CM 700 Watt
Cooler Master Silent Pro M-Series 600 Watt




In der folgenden Liste präsentieren wir euch auch unsere aktuellen Preis-Leistungs-Empfehlungen, die auch technisch nicht so weit von der Topliste entfernt anzusiedeln sind:

Preis-Leistungs Empfehlungen:
Xigmatek Go Green 500 Watt
Arctic Cooling Fusion 550R 550 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS500 500 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS400 400 Watt
Corsair CX400W 400 Watt





Fazit:

Compucase scheint sich so langsam warm zu laufen, die neue Cougar S-Serie stellt unsere aktuelle Topliste zwar nicht auf den Kopf, von einer Eintagsfliege kann aber spätestens jetzt keine Rede mehr sein. Sehr sauber umgesetzte DC-to-DC Technik, ausgezeichnete Effizienzwerte und ein überaus leiser Betrieb sind Vorzüge, an denen sich auch die Konkurrenz orientieren darf.
Womit wir nach wie vor so unsere Problemchen haben, ist abermals die Verkabelung. Diesmal sind die Bestückungen und Isolierungen zwar bar jeder Kritik, an die nötigen Dimensionierungen für große Gehäuse hat Compucase zumindest bei unserem Testsample nicht gedacht. Dies und eine schützende Kabelmuffe wird Compucase aber in der laufenden Serie ändern. Die Kabellängen werden dann von 50 auf 60cm erhöht. Als ärgerlich empfanden wir die holperige Steckverbindung der Kabelports, zumal insbesondere die roten PCI-E Stecker nur sehr widerwillig eine Verbindung mit den Ports eingehen wollten. Daran sollte Compucase noch feilen, das kann die Konkurrenz deutlich besser.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:

• hervorragende Verarbeitung
• sehr robuste Lackierung
• ausgezeichnete Effizienz in allen Lastbereichen
• niedrige Spannungstoleranzwerte
• extrem hohe Stabilität
• extrem hohe Leistungsreserven (bis maximal 904 Watt)
• korrekt ansprechende Schutzschaltungen
• gute active PFC-Werte
• sehr gute Eigenkühlung
• sehr ausgewogener Lüfter
• keine Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses
• sehr effektive Kabelabschirmungen und Isolierungen
• steckersicheres Kabelmanagement
• sehr gut beschriftete Kabelports
• mehr als ausreichend lange Kabelstränge
• SLI/Crossfire tauglich
• umfangreiche Ausstattung
• sehr hochwertige Bauteile
• lange Garantiezeit (3 Jahre)
• ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 135,-€)

Minus:
• Kabelstränge könnten länger bemessen sein
• Kabelports verlängern das Netzteil unnötig
• keine Kabelmuffe für den Hauptkabelstrang vorhanden
• störrische Kabelport->Steckerverbindung

Insgesamt betrachtet zeigt auch das Cougar S 700 sehr deutlich auf, was aktuell im Netzteilbau möglich ist, darum hat es seine Top Plazierung in unserer Bestenliste fraglos verdient. An den kleineren Stolpersteinen wird Compucase erfahrungsgemäß arbeiten und wenn der Preis am Markt sich noch weiter reduziert, wird es auch für die breite Masse der Anwender sicherlich attraktiver erscheinen. Wer diese geballte Ladung an Leistung nicht benötigt, sollte sich das Cougar S 550 auf seine Wunschliste schreiben, das Netzteil wäre immer noch üppig genug dimensioniert, besitzt die identische Technik und kostet nicht unerhebliche 20 bis 30 € weniger...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Compucase Cougar S 700 Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Gold







Weiterführende Links:



Cougar-World




Wir bedanken uns bei Compucase Europe sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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