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NZXT Hale Power 90+ Modular 750 Watt Netzteil







Einleitung:

Was will uns NZXT mit dieser Namensgebung sagen? soll es auf den bekannten Asteroiden abzielen, oder bezieht es sich auf High Altitude Long Endurance (Große Höhe, lange Ausdauer) ? Fakt ist, das die technischen Daten zumindest eine hohe Effizienz suggerieren, insofern ist der 90+ Zusatz vermutlich nicht von der Hand zu weisen. Ein MTBF-Wert von 120.000 Stunden soll dann wohl den Ausdauerbereich signalisieren. Aber genug der Hypothesen, kommen wir zu unserem neuesten Testprobanden: dem NZXT Hale Power 90+ Netzteil. Dieser Stromwandler möchte durch hohe Effizienzen, eine modulare Verkabelung und vielfältigen Ausstattungs-Highlights glänzen. Dafür wurden einige Register gezogen, wie z.B. hochwertige Komponenten, DC-to-DC Technik und LLC-Resonanzwandlung, das verspricht zumindest das Datenblatt.
Als Boardpartner hat sich NZXT den taiwanesischen Hersteller Super Flower ausgesucht, der hierzulande zwar noch nicht den ultimativen Bekanntheitsgrad erreicht hat, der auf diesem Sektor aber schon seit 17 Jahren aktiv ist. Wir feiern also im Prinzip gleich eine Doppelpremiere, einerseits die ersten Netzteile von NZXT, andererseits begutachten wir in der Redaktion das erste Super Flower Layout. Was dieses Netzteil kann respektive nicht kann, haben wir für euch in unserem ausführlichen Review herausgefunden, viel Spaß beim Lesen...



Lieferumfang:

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• NZXT Hale Power 90+ Modular 750 Watt Netzteil in Retailverpackung
• modulare Kabelstränge mit Tasche
• Kaltgeräteanschlußkabel
• Schrauben
• Anleitung (mehrsprachig)




Die technischen Daten:

• OEM: Superflower
• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 750 Watt
• 120 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 744 Watt (62 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 24 A
• +5,0 Volt: 24 A
• +12 Volt: 62 A
• -12 Volt: 0,5 A
• +5 Volt Standby: 3 A
• ATX Standards: 2.3
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 140mm (Doppelkugellager)
• Lüfter beleuchtet: nein
• Kabelmanagement: ja
• Gruppenregulierung: nein
• DC-to-DC Technik: ja
• LLC-Resonanzwandler: ja
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: nein
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×160mm)
• Gewicht: ca. 1,84Kg (ohne Verpackung)
• MTBF: ca. 120.000 Stunden
• bisherige Varianten: 550, 650, 750, 850 und 1000 Watt
• aktueller Marktpreis: ca. 149,90 € (750 Watt)
• Zertifikate: 80+ Gold
• Garantie: 5 Jahre

MTBF: Der MTBF (Mean-Time-between-Failure ->durchschnittliche fehlerfreie Zeit)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters oder eines bestimmten elektronischen Bauteils. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden. Die gerne bei Netzteilen beschriebene MTBF Angabe bei 25°C hat mit der Realität auch nicht viel zu tun, da Netzteile sehr selten nur Raumtemperaturen entwickeln.




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die weiße Optik der Verpackung harmoniert mit dem Inhalt und gut geschützt wird das Netzteil auch verschickt, die nächste Fussball-Session der Transporteure kann also steigen. Viel mehr als unseren Testkandidaten samt Kabeltasche inklusive Kabelstränge fördert in Blick ins Innere aber nicht zu Tage. Das "Handbuch" ist ein besseres Kurzmemo und nützliches Zubehör wie z.B. Kabelbinder suchten wir leider vergeblich.
Dafür wäre die weiße Lackierung des Netzteils sicherlich ein Farbtupfer in der sonst so tristen Netzteil-Landschaft. Uns erscheint die Lackierung allerdings etwas wenig deckend, an einigen Kanten schimmert es dunkel durch, das läßt einen frühen Fertigungsstand vermuten. Die Abmessungen liegen im grünen Bereich, eine Bautiefe von 160mm sollte eigentlich moderne PC-Gehäuse nicht vor unüberwindliche Hürden stellen. Die obligatorischen gitterförmigen Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt, zumal die Abwärme ja schnellstens aus dem Netzteil herausbefördert werden soll.
Die schwarzen Kabelports für das Kabelmanagement liefern nicht nur den perfekten Kontrast zur weißen Lackierung, sie stehen leider auch 5,5mm über und verlängern so unnötigerweise das Netzteil noch zusätzlich. Eine Beschriftung der Ports hätten wir uns ebenso gewünscht, wie eine üppigere Kabelmuffe für den Hauptkabelstrang.

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Auf störende Airflow Elemente wie seitliche oder hintere Belüftungsöffnungen im Netzteil Gehäuse hat NZXT verzichtet und das ist gut so. Denn egal an welcher Stelle im PC-Gehäuse das Netzteil eingebaut wird, durch diese Öffnungen gelangt Abwärme aus dem Rechner ins Netzteil und auf die kann der Netzteillüfter sicherlich dankend verzichten.
Mit 1,84Kg liegt das Netzteil im Rahmen dessen, was auch die Seasonic Netzteile der X-Serie wiegen. Das sollte problemlos von den aktuellen Netzaufnahmen bewältigt werden, zumal die meisten aktuellen Gehäusehersteller den Platz fürs Netzteil ohnehin nach unten verlegt haben, wo es fast schon keine Rolle spielt, wieviel das Netzteil wiegt.
Die grundsätzliche Verarbeitungsqualität der Außenhaut hinterläßt ansonsten einen hochwertigen Eindruck, einziges ärgerliches Manko ist das überstehende Lüftergitter (1bis2mm). Das muß nicht, aber kann zu Problemen beim Einbau führen, insbesondere dann, wenn die Netzteilaufnahmen eng gesteckte Maße aufweisen. Der Grund dafür ist auch sehr einleuchtend: wenn das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt (z.B. beim Cooler Master Stacker STC-T01) und so die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden, wirds schwierig mit der Verschraubung.
Wer das Netzteil in einem aktuellen Lian Li/Lancool Gehäuse verbauen möchte, wird mit den neuen Netzteilklammern konfrontiert, die auf Grund ihrer strammen Umklammerung das Gitter samt Emblem durchaus zerdrücken können, so man das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum verbauen möchte. Soll das Netzteil sich ausschließlich um seine Eigenkühlung kümmern, verbauen wir das Netzteil mit dem Lüfter gen Fußboden. Dafür muß aber in diesem Fall auch genug freie Aufnahmefläche vorhanden sein. Die Aufnahmefläche unseres Lian Li Gehäuses (PC-B70) umfaßt 12mm Breite, d.h. im Klartext: sollte der Abstand vom Lüftergitter zum Netzteil Gehäuserand kleiner sein (also unter 12mm), liegt das Lüftergitter auf der Kante der Lian Li Aufnahme und wird wieder zerdrückt, was durchaus den Lüfter blockieren könnte. Glücklicherweise mißt der Abstand beim Hale Power Netzteil deutlich über 13mm, so daß es diesbezüglich zu keinerlei Problemen kommt. Das ist keine generelle Aussage, denn die Aufnahme kann von Gehäuse zu Gehäuse variieren, auch bei Lian Li oder Lancool.

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Der verbaute 140mm Lüfter von NZXT verbirgt zwar seine wahre Herkunft, nicht verbergen kann er aber seine technischen Daten und die lauten wie folgt:

• Lagerung: doppeltes Kugellager
• Gewicht: 146g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 140x140x25
• Lüfterblätter: 9
• Betriebsspannung: 4 bis 13,8 Volt
• max. Lautheit: ca. 27dBA
• MTBF: ca. 70.000 Stunden bei 45°C
• max. Volumentransport (CFM): 101,95 (173,3 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 1300U/min
• maximale Stromaufnahme: 3,6 Watt
• Anschluß: 2-pin

Auf den ersten Blick liesen sich die schieren Daten sehr vielversprechend, was dies in der Praxis bedeutet, könnt ihr im Testkapitel verfolgen. Montiert wurde der Lüfter sinnvollerweise blasend, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem Bereich CPU/Mainboard usw. unterstützend beiträgt, auch wenn dies beileibe nicht seine Primäraufgabe darstellt. Der Lüfter wird über die Netzteil-Lüftersteuerung temperatur-und lastabhängig angesteuert, eine durchaus sinnvolle Reglementierung. Auf der Lüfterseite zum Netzteildeckel hin sind kleine Gummiringe angebracht worden, die so etwas wie eine Entkoppelung erreichen sollen. Da der Lüfter aber nach wie vor verschraubt wird, verpufft diese Entkoppelung, zumal die explizite Loslösung sprich Entkoppelung vom Gehäuse so nicht stattfindet.




Die Verkabelung:

Was die Verkabelung angeht, so hat sicherlich jeder Anwender seine Vorlieben, der eine mag es gern aufwendig gesleeved sprich sorgfältig ummantelt, der andere bevorzugt Kabelmanagement, um im PC-Gehäuse weitestgehend Ordnung zu halten. Oder eben auch beides, wobei auf die Qualität der Ummantelungen in der Regel viel Wert gelegt wird.
Auch NZXT setzt bei seinem Kabelmanagement auf eine Mischung aus Rundkabeln und Flachbandkabeln, wobei im Gegensatz zu Corsair eine klarere Differenzierung stattfindet, alle nativen (fest montierten) Kabel sind rund ummantelt und alle moduleren Kabel wurden als Flachbandkabel ausgelegt.
Ob Kabelmanagement nun prinzipiell sinnvoll ist oder nicht, kann man sicherlich kontrovers diskutieren, das ändert aber nichts an zwei Fakten:

1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen.

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren. Trotz alledem erfreut sich Kabelmanagement höchster Beliebheit, auch wenn es keinen technischen Vorteil, dafür aber höhere Preise erarbeitet.

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Die Länge der einzelnen Kabelstränge geht noch in Ordnung, die nativen Kabelstränge dürften aber gern etwas länger ausgeführt sein, 55cm können in großen PC-Gehäusen recht knapp werden, insbesondere dann, wenn das Netzteil im unteren Sektor verbaut wird und das Mainboard-Layout ungünstig konzipiert wurde. Anschlußtechnisch fehlt nichts wichtiges, SLI oder Crossfire Grafikkartenbestückung wären demzufolge kein Problem. Auf einen zusätzlichen 8-pin ATX12V/EPS12V Anschluß für Dual-CPUs (nicht Dualcores !) hat NZXZ verzichtet, das ist schade, denn solche CPUs/Mainboard Konstellationen könnte das Netzteil natürlich auch hinreichend versorgen.
An der PATA-Steckerbelegung gibts es ebenfalls nichts auszusetzen, denn auch die sieben 4-pin Molex Stecker, mit der praktischen Herausziehhilfe, haben durchaus noch ihre Daseinsbrechtigung. Wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, sind in der Regel die ersten vier Molex Stecker belegt. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, erhöht sich der Bedarf noch weiter, ergo ist es unsererseits nicht einzusehen, warum einige Hersteller diese Stecker inzwischen rationalisieren. Adapter für Floppy-Laufwerke fehlen nicht, ein entsprechendes Y-Kabel befinden sich im Lieferumfang.
Das Kabelmanagement als solches funktioniert erstklassig, die Kabelstecker rasten über einen klar definierten Druckpunkt ein und aus. Die Verarbeitungsqualität der Verkabelung bewegt sich auf hohem Niveau und die schwarze Sleeves mit den dazu passend eingefärbten Kabeln sind optisch sicherlich ein Highlight. Elektrotechniker sehen das sicherlich ganz anders, denn die jeweiligen Adern sind optisch nicht mehr zu unterscheiden, da hilft zur Identifizierung nur viel Erfahrung oder passendes Messequipment.

Die Verkabelungsoptionen und Kabellängen des NZXT Hale Power 90+ gestalten sich wie folgt:

• 7x 4-Pin Molex (PATA) Stromanschlüsse (bis 55cm lang, modular)
• 8x S-ATA Connectoren (bis 85cm lang, modular)
• 1x Floppy Y-Adapter (15cm lang, modular)
• 2x PCI-Express 6/8-pin Stromanschluß (55cm lang, modular)
• 2x PCI-Express 6-pin Stromanschluß (55cm lang, modular)
• 1x 4+4 pin ATX12V/EPS12V (in 4+4 auftrennbar, 70cm lang, nativ)
• 1x 24 Pin Mainboard-Stromanschluß (20+4 auftrennbar, 55cm lang, nativ)

Eventuell vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken.




Die Elektronik:

Bevor wir uns die verbaute Elektronik etwas detaillierter anschauen, möchten wir euch unseren Spezialartikel zu diesem Thema offerieren, damit wir dieses Review nicht mit Basics verstopfen:

Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik



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In dem verlinkten Artikel erfahrt ihr auch alles zum Thema DC-to-DC, LLC-Resonanzwandler und auch das Thema Polymer-Aluminium-Kondensatoren findet dort Berücksichtigung, so daß wir euch diese Schlenker hier ersparen.
Ein prüfender Blick auf die verbauten Komponenten läßt viel erhoffen, auf der FR4 Hauptplatine sitzen im primären Bereich zwei Nippon-Chemicon Elkos der KMQ Baureihe mit jeweils 330 mikroFarad Kapazität bei 400Volt, die bis 105°C ausgelegt sind. In diese Preisklasse fehlen die üblichen X-Kondensatoren (gelb) und Y-Kondensatoren (blau) freundlicherweise nicht, dazu gesellen sich zwei Drosseln, einer Schmelzsicherung und einem MOV (Metalloxid Varistor) besteht. Der primäre Brückengleichrichter entstammt dem Sortiment von Shindengen. Die Mosfets des aktiven PFC-Bereiches wurden samt Dioden dem vorzüglichen Sortiment von Infineon entnommen (IPI60R125CP). Überwacht wird die PFC-Sektion von einem NCP1653A Chip, den wir ebenfalls als hochwertig einstufen. Das Ganze gestaltet sich deutlich aufwendiger, als in Billig Netzteilen, wo dieser Bereich überaus sparsamer ausgelegt ist, bevor der Strom dann an die Gleichrichter weitergeleitet wird. Dazu gesellen sich ein großer Trafo für die Hauptversorgung und ein kleinerer für die notwendige 5V Standby-Leitung, die z.B. unsere USB Geräte mit Strom versorgt.
Die Platine samt LLC Resonanzwandlungssteuerung entstammt der eigenen Super Flower Fertigung. Das gilt im Grunde für das gesamte Layout, das nahezu komplett in deren Golden Green Netzteilen anzutreffen ist. Die Elkos des Sekundärbereiches stammen ebenfalls von Nippon-Chemicon in der Güteklasse KZE und sind unisono bis 105°C spezifiziert. Dazu kommen weitere sechs FDP040N06N Mosfets aus der Infineon Edelschmiede. Die beiden separaten VRM-Platinen für die DC-to-DC Implementierung sitzen ebenfalls im sekundären Bereich, verfügen über vier eigene Mosfets von Force-Mos, Feststoff-Elkos und einen PWM Controller von NCP (1587A).
Sämtliche Platinen bestehen aus mit Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und somit schon der gehobenen Qualitätsklasse FR4, im Gegensatz zu den deutlich billigeren Pertinax Platinen FR1 bis FR3. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und bessere Hochfrequenzeigenschaften. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend. Die Lötqualität bewegt sich auf deutlich verbesserungsbedürftigem Niveau, es existieren Abschnitte, in denen wurde nachgelötet und das dann auch noch zu heiß. Wenn wir das mit der aktuellen Lötqualität von Seasonic vergleichen, dann wäre Seasonic sehr hoher Industriestandard und NZXT/Super Flower bestenfalls untere Mittelklasse. Last but not least dürfen natürlich die Schrumpfschläuche auf den wichtigen Anschlußverlötungen nicht fehlen, ein sehr wichtiger Beitrag zur internen Netzteilsicherheit.
Die so wichtigen Schutzschaltungen fehlen keinesfalls, wobei man gerade diesbezüglich sehr differenzieren sollte, denn nicht überall, wo OCP, OVP usw. draufsteht, sind diese Schutzschaltungen auch wirklich aktiv. Es gibt durchaus Hersteller, die gerne mal diese Schaltungen wegrationalisieren, auch wenn es im Prospekt anders beschrieben steht. Die Motive dafür liegen auf der Hand, die Schutzschaltungen haben negative Auswirkungen auf die Effizienz eines Netzteils und da nur mit hohen Effizienzen gut geworben werden kann, wird gerne schon mal getrickst. Der Verbraucher hat diesbezüglich kaum eine Möglichkeit dies zu überprüfen, erst wenn sein Netzteil abraucht und alle angeschlossenen Komponenten gleich mit in den Abgrund reißt, wird deutlich, was nicht funktioniert hat.
Auch das NZXT Netzteil entspricht selbstverständlich der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift. Die neue EuP Richtlinie zur Minimierung der Standby-Verluste wurde noch nicht berücksichtig, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht. Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen. Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden. Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen. Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten oder auch deutlich länger dauern. Aber wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ?
Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden:
Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt. Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen oder zucken und sofort wieder stillstehen. Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten entsprechend zu erden !





Der Test:

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Vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, um insbesondere auch den Power Good Wert zu ermitteln. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, oder ein zu hoher Power Good Wert, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht zurück zum Hersteller.
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim NZXT Hale Power 90+ Netzteil mit 228,4ms der Fall war.

An dieser Stelle nochmals der Verweis zu unserem Spezialartikel:

Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik, Testprozedere und Testequipment


In dem Artikel steht auch sehr detailliert, womit wir seit Februar 2010 unsere Netzteile testen, insofern ersparen wir euch und uns weitere Abschweifungen. Unser eigentlicher Testablauf gestaltet sich wie folgt:

1. 15 Minuten warmlaufen bei 50% Last
2. Das Vorbereiten der jeweiligen Testabläufe für die Bereiche 5%, 10%, 20%, 50%, 80%, 100% und 110% Last, die dann über die Chroma Racks oder die Statron 3229.0 Bausteine initiiert werden. In jedem Fall werden programmierte AC Lasten verwendet (230Volt, 50Hz).
3. Während dieser 7 Abschnitte werden parallel dazu die Spannungsstabilität, Ripple&Noise Werte über das Tektronix TPS 2014 Oszilloskop und FAST FA-828 ATE aufgezeichnet und hinterher ausgewertet (Peak-to-Peak Werte)
4. Die Temperaturwerte werden dabei über das Yokugawa Temperaturmessgerät aufgezeichnet und ständig kontrolliert, sowohl in der Netzteilabluft als auch an den Hotspots des Netzteils.
5. PFC messen wir über die FAST FA-828 ATE und das Seasonic Power Angel.
6. Die Lautheit des Lüfters wird ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Eventuelle Lager- oder andere Störgeräusche werden dabei ebenfalls berücksichtigt
7. Die Effizienz im 230Volt Netz ergibt sich aus dem Input der elektronischen Lasterzeuger und dem Output an den Netzteilausgängen, die auf einer speziell angefertigten Anschlußlatine von Enhance gesteckt sind (mit 10uF und 0.1uF Glättungskondensatoren)
8. Der Standby Verbrauch (S5, ausgeschalteter Rechner) wird nach dem Abschluß der Leistungstests gemessen
9. Um Inkompatibilitäten und eventuelle Störgeräusche durch Spulen und Wandler im Bereich Netzteil und Mainboard auszuschließen, wird das Netzteil abschließend in unseren beiden Redaktionsrechnern verbaut und in Betrieb genommen. Zwei weitere Tage Praxistest folgen, wo wir verschiedene Lastzustände simulieren. Wir sind in der Lage, über unsere Rechner bis zu 1100 Watt über Vollast abzurufen
10. In diesem Praxistest werden auch noch einmal die Temperaturen des eingebauten überprüft und künftig in unserer Resultatstabelle eingepflegt.
11. Die Messdaten für die Stützzeit, Power-Good und den Standby-Verbrauch werden separat ausgeben und nicht in unserer Haupttabelle berücksichtigt.

Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :


Die Ripple&Noise (Restwelligkeit und Rauschen) ATX 2.03 Vorgaben für 10 HZ bis 20MHZ sehen folgendermaßen aus:

• 3,3Volt Schiene: maximal 50mV
• 5Volt Schiene: maximal 50mV
• 12Volt Schiene: maximal 120mV



Testresultate des NZXT Hale Power 90+ 750 Watt Netzteil
Rubrik: 5% Last 10% Last 20% Last 50% Last 80% Last 100% Last 110% Last
Spannungsstabilität 3,3Volt 3,36V 3,36V 3,35V 3,31V 3,26V 3,23V 3,22V
Spannungsstabilität 5Volt 5,09V 5,08V 5,05V 5,02V 4,98V 4,95V 4,91V
Spannungsstabilität 12Volt 12,02V 12,02V 11,97V 11,95V 11,92V 11,90V 11,89V
Ripple&Noise 3,3Volt 20mV 20mV 26mV 34mV 39mV 46mV 49mV
Ripple&Noise 5Volt 24mV 24mV 33mV 35mV 38mV 40mV 42mV
Ripple&Noise 12Volt 16mV 16mV 22mV 34mV 42mV 49mV 53mV
PFC 0,83 0,87 0,93 0,95 0,97 0,99 0,99
Temperaturen 24,2°C 26,6°C 27,9°C 34,1°C 37,7°C 38,9°C 40,7°C
Temperaturen (eingebaut) 27,7°C 28,9°C 31,2°C 36,8°C 39,8°C 42,6°C 44,1°C
Lautheit des Lüfters (dBA) 18,5 dBA 19 dBA 20,5 dBA 25,5 dBA 26 dBA 26,5 dBA 27 dBA
Lautheit des Lüfters (sone) 0,1 sone 0,1 sone 0,1 sone 0,6 sone 0,6 sone 0,7 sone 0,7 sone
Lüfter Wahrnehmung sehr leise sehr leise sehr leise leise leise noch leise noch leise
Elektronik Geräusche keine keine keine keine keine keine minimales Surren
Effizienz (230VAC) 83,2% 86,9% 89,9% 92,8% 92,1% 90,4% 89,1%

Die Stützzeit lag auf allen Schienen deutlich über den geforderten 17ms: 12Volt= 28,46ms, 5Volt=24,77ms, 3,3Volt=29.64ms. Die 80+ Gold Zertifizierung (Gold: 87, 90 und 87 Prozent bei 20, 50 und 100 Prozent Auslastung) sollte bei dem Aufwand an Technik reine Formsache sein und das ist sie auch. Was die Restweilligkeit angeht, so haben wir schon deutlich bessere Resultate gesehn, insbesonder die Werte der 3,3 und 5 Volt Schiene sollte NZXT im Auge behalten, sie sind nur ganz knapp unter der zulässigen Toleranzschwelle von 50millisekunden. Das Einhalten der maximal zulässigen Werte ist das Eine, das deutliche Unterbieten dieser Werte ist das andere und sagt sehr viel über den Aufwand aus, der in dieser Hinsicht betrieben wurde.
Die Spannungsstabilität bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und leistet sich auch bei 110% Last keinerlei Ausfallerscheinungen. Das die Toleranzwerte erfreulich niedrig angesiedelt sind, wollen wir natürlich auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Aktuelle Highend Technik (insbesondere DC-to-DC Technik incl. LLC Resonanzwandler) ermöglicht augenscheinlich mühelos Toleranzen zwischen 1 bis 3% für die 12V/5V und 3,3 Volt Schienen, Netzteile mit durchschnittlichen oder minderwertigen Komponenten erreichen bestenfalls 5%, in der Regel nicht einmal das. Nun wissen wir ja mittlerweile, das Intels Nehalem/Lynnfield Systeme aus der 3,3 Volt Schiene zwar vermehrt Strom abzwacken. Das stellt dieses Netzteil aber angesichts der zur Verfügung gestellten 24 Ampere vor keine größeren Probleme.
Die PFC Werte stehen ebenso abseits jeder Kritik, was auch die Temperaturen gilt, egal ob freistehend während des Tests mit elektronischen Lasten, oder in unserem Sockel 1366 Testsystem verbaut. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, das eingebaute Netzteil noch eine Woche auf etwaige Störgeräusche zu testen, denn es wird ja im Zusammenhang mit dem einen oder anderen Sockel 1156 oder 1366 Mainboard durchaus mal von Spulenfiepen o.ä. Geräuschen berichtet. Davon kann in unserem Fall allerdings keine Rede sein. Sollten sich dennoch derartige Probleme äußern, hilft zur Zeit scheinbar nur das Abschalten der Energiesparoptionen im Bios (C1E, EIST und/oder SpeedStep). Geht auch über diese Optionen nichts, sollte nicht vor einer entsprechenden RMA zurückgeschreckt werden.
Der Lüfter hat uns etwas überrascht, zunächst teilte er sich sehr deutlich über ein Klackern mit, nach einer halben Stunde war davon nichts mehr zu hören, er brauchte also offenkundig eine gewisse Einlaufzeit, wie wir es eigentlich nur von Lüftern mit Gleitlagern kennen. Unter Vollast konnten wir nicht mehr als 26 bis 27 dBA Schalldruck messen, für ein Netzteil dieser Größenordnung ein vorzüglicher Wert. Ansonsten sollte man den Netzteillüfter unter Vollast bezüglich seiner Geräuschentwicklung auch nicht überbewerten, denn ein Großteil der Geräuschquellen stammt in diesem Aggregatszustand des Rechners vom Grafikkartenlüfter.
Zu guter Letzt noch ein Blick auf den Standby-Verbrauch im ausgeschalteten Zustand (S5), der sich bei 0,61 Watt einpendelt, dagegen gäbe es schon bei einem sparsamen und hochwertigem 300 Watt Netzteil nichts negatives zu entgegnen, bei einem 750 Watt Netzteil dieser Qualitätsstufe besteht ebenfalls kein Grund für Sorgenfalten.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen !




Die Top-Ten der bisher getesteten Netzteile (aktualisiert) :



Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:

1. das Netzteil muß aktuell verfügbar sein

2. es muß sich um eine aktuelle Revision handeln

3. wenn eine Netzteilserie mehrere Modellvarianten umfaßt, erscheint in dieser Liste das unserer Meinung nach beste Netzteil aus der Serie

Eine direkte Vergleichbarkeit hat in dieser Liste allerdings keine primäre Relevanz, das ist schon auf Grund der oftmals unterschiedlichen Leistungsklassen und Konzepte ohnehin nur bedingt möglich...


Netzteil Highend Topliste:
Corsair AX850 850 Watt
Seasonic X-750 750 Watt
Enermax Pro87+ 500 Watt
Silver Power SP-SS750M 750 Watt
Seasonic M12D 850 Watt
Enermax Modu87+ 700 Watt
Corsair HX850W 850 Watt
Corsair HX750W 750 Watt
NZXT Hale Power 90+ 750 Watt
Enermax Revolution 85+ 850 Watt
Tabellenübersicht aller getesteten Netzteile von 2005 bis...





In der folgenden Liste präsentieren wir euch noch unsere aktuellen Preis-Leistungs-Empfehlungen, die auch technisch nicht allzu weit von der Topliste entfernt anzusiedeln sind:

Preis-Leistungs Empfehlungen:
Scythe Stronger 500 Plug-in
Sharkoon Rush Power M 500 Watt
Arctic Cooling Fusion 550R 550 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS500 500 Watt
Silver Power Gorilla SP-SS400 400 Watt
Tabellenübersicht aller getesteten Netzteile von 2005 bis...





Fazit:

Das NZXT Hale Power 90+ modular Netzteil auf der Basis der aktuellen Golden Green-Serie von Super Flower, verspricht nicht zu viel, die Effizienz erreicht die magische 90% Schwelle mühelos und liegt stellenweise auch deutlich darüber. Die Spannungsstabilität bewegt sich auf allerhöchstem Niveau, das gilt ebenso für die Toleranzwerte der einzelnen Leistungsschienen. Die Auswahl der einzelnen Komponenten darf als sehr hochwertig eingestuft werden, egal ob wir nun die Mosfets von Infineon und Force-Mos, die DC-to-DC Implementierung, den LLC-Resonanzwandler von Super Flower selbst, oder die Bestückung der primären respektive des sekundären Bereiches betrachten. Der Lüfter verrichtet seine Arbeit relativ unauffällig und betont seine Anwesenheit nur unter Vollast.
Nun ist es allerdings nicht so, das es für gute Bauteile kein entsprechend technisches hochwertigeres Pendent gäbe. Außerdem spielt die Integration und die technische Umsetzung eine große Rolle. Dies spiegelt sich in der Restwelligkeit dieses Netzteils wider, denn die konstatieren wir als bestenfalls befriedigend. Die vorgebenen Toleranzschwellen werden zwar eingehalten, aber speziell für die 3,3 und 5 Volt-Schiene nur sehr knapp. Wenn wir uns dann noch die Lötqualität anschauen, wird deutlich, was diesem Netzteil auch in dieser Hinsicht zur Highend Klasse fehlt. Ob man das nun als Kritik auf höchstem Niveau einstuft, überlassen wir dem geneigtem Betrachter. Fakt ist, das ein Netzteil nicht nur nach dem goldenen 80+ Aufkleber auf der Verpackung zu beurteilen ist, diesbezüglich zählen ganz andere Faktoren. Das die Hersteller gerne mal ihre Ressourcen dafür nutzen, um die Effizienz zu pushen und andere Bereiche zurückstufen, ist ja auch kein Geheimnis, mit 80+ Gold läßt sich bekanntlich besser werben. Das erklärt wohl auch, warum die OCP Überstromschutzschaltung nicht vorhanden ist.
Das dies in der Summe nicht zu einem Gold Award reicht, sollte einleuchten, zumal das Zubehörpaket spartanische Characterzüge aufweist und das Lüftergitter überflüssigerweise übersteht. Selbstverständlich ist das Hale Power 90+ Netzteil ein ausgesprochen gutes Netzteil, aber noch ganz oben ist noch einiges an Luft vorhanden, was möglicherweise aber auch an unserem frühen Testmuster liegen könnte, das wollen wir nicht verhehlen. Eventuell werden wir in einigen Monaten noch einmal ein anonym gekauftes aus der laufenden Serie gegenchecken. Schwer wird es das Netzteil bei dem Preis ohnehin haben, denn für das Geld gibts es schon Seasonics vorzügliche X-Serie, deren Pendent von Corsair mit der neuen AX-Serie und natürlich ebenso die aktuellen Enermax Modu/Pro 87+ Netzteile, insofern wird es kein leichtes Unterfangen, sich auf dem europäischen Markt zu etablieren...
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:
• gute Verarbeitung, schicke Farbe
• sehr gute Effizienz in allen Lastbereichen
• niedrige Spannungstoleranzwerte, sehr gute Stützzeiten
• exzellente Spannungsstabilität
• befriedigende Ripple and Noise Werte
• hohe Leistungsreserven (bis maximal 863 Watt)
• korrekt ansprechende Schutzschaltungen
• gute active PFC-Werte
• sehr gute Eigenkühlung
• ausgewogener Lüfter mit störgeräuschfreiem Lager
• kaum Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses
• sehr effektive Kabelabschirmungen und Isolierungen
• ausreichend lange Kabelstränge, angemessene Anschlußoptionen
• SLI/Crossfire tauglich
• hochwertige Bauteile
• noch ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 149,90 €)
• sehr lange Garantiezeit: 5 Jahre

Minus:
• Lüftergitter und Emblem ragen über das Netzteilgehäuse hinaus (1,2 bis 2mm)
• sehr durchwachsene Lötqualität
• mageres Handbuch, wenig Zubehör
• Lackierung könnte noch verbessert werden
• keine OCP Schutzschaltung implementiert
• Verkabelung könnte gerne etwas länger ausgelegt sein





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das NZXT Hale Power 90+ Modular 750 Watt Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Silber







Weiterführende Links:



NZXT

NZXT Hale Power 90+ bei Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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