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Achtung Alpenföhn K2 CPU-Kühler im Test Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Alpenföhn K2 CPU-Kühler






Einleitung:

Alpenföhn respektive EKL rüstet für die nächste alpine Expedition, diesmal gehts auf den bekanntermaßen zweihöchsten Gipfel unseres Planeten: den K2 alias Lambha Pahar. Ob sich Alpenföhn noch eine weitere Gipfel-Option offen halten möchte, vermögen wir nicht zu beurteilen, aber so wahnsinnig viel höhere Varianten existieren ja nicht, zumindest nicht oberhalb des Meerespiegels. Wie dem auch sei, K2 heißt auch das neue Kühler Flaggschiff vom EKL-Brand Alpenföhn und damit möchte man die bisherigen Doppeltower Konkurrenz gehörig aufmischen, sofern möglich.
Das Gewicht, die Anzahl der vorhandenen Heatpipes und die Kühlfläche versprechen viel Potential, darüber hinaus legt Alpenföhn bereits ab Werk zwei sehr hochwertige Lüfter aus der Wing Boost Serie dazu, so daß auch diesbezüglich noch keine Sparmaßnahme zu identifizieren wäre. Das Gesamt Kunstwerk wird für etwa 75 € den Besitzer wechseln, sicherlich kein Preis bei dem die Kundschaft vor Begeisterung mit den Fahnen schwenkt, aber möglicherweise doch auf einem angemessenen Niveau. Ergo gilt es herauszufinden, ob die Produktqualität mit dem pekuniären Gegenwert korrespondiert und exakt dies haben wir für euch in unserem neuesten Kühler-Review herausgearbeitet, dazu wünschen wir wieder viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Alpenföhn K2 CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• Halterungen und Montagematerial für Intel und AMD
• 8x120mm Haltebügel
• Low-Noise 7Volt Adapter
• Wärmeleitpaste (kleine Tube)
• Bedienungsanleitungen (mehrsprachig)





Die technischen Daten des Kühlkörpers:





Das Sockel 1366 Testsystem:

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Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die verschnörkelte Verpackung des K2 erinnert ein wenig an russische Matrjoschkas, denn es dauert schon ein wenig, bis man endlich den Kühler in Händen hält. Dafür ist das Ganze aber zumindest so sicher konzipiert, dass der Kühler ohne verbogene Lamellen das Tageslicht erblickt. Was wir dann erblicken kann sich sehen lassen, Alpenföhn hat die Qualität der Verarbeitung noch weiter optimieren können. Es fehlt zwar immer noch der letzte Feinschliff, wenn wir mit Noctua oder Thermalright vergleichen, aber das sind auch wirklich nur Kleinigkeiten, die ohnehin kaum auffallen.
Was auffällt, ist natürlich die enorme Größe des Doppel-Tower-Designs, aber befindet sich Alpenföhn ja in prominenter Gesellschaft. Intels boxed Kühler wirkt da fast schon wie ein Überbleibsel aus grauer Vorzeit, auch wenn dieser kleiner Kühler eine auch kann: nämlich kühlen, wenn auch nicht auf dem Niveau der Boliden. Bleiben wir noch kurz bei den Abmessungen, der K2 liegt bei 143mm x 154mm x 160 mm (BxTxH), das bedeutet für den Kunden: ein PC-Gehäuse ab 190mm Breite aufwärts sollte schon vorhanden sein, sonst kann es sehr eng werden, wenn das Gehäuseseitenteil wieder geschlossen wirdund einige Sorgenfalten bezüglich der Rambänke werden auch zurückbleiben. Die Kühlfläche ist erwartungsgemäß üppig mit ihren fast 6600 cm², aber das können andere auch, der IFX-14 brachte es seinerzeit auf knappe 6000cm², der Silver Arrow auf 6900cm². Der Noctua NH-D14 verfügt übrigens über knappe 6100cm² Kühlfläche, das nur der Vollständigkeithalber.
Die 49 Lamellen jedes Radiator-Turms (also 98 insgesamt) wurden sehr penibel im Gesamtkonstrukt vernetzt und verfügen über eine Materialstärke von 0,4mm (Noctua NH-D14 und TR Silver Arrow jeweils 0,5mm), so daß sie sich nicht so leicht verbiegen lasen wie befürchtet. Dagegen spricht auch die interne Vermaschung der Lamellen und Heatpipes, wodurch die Statik des Kühlers weiter erhöht wurde.

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Kommen wir zum Kühler-Layout, das sich wie folgt charakterisieren läßt: aus der penibelst vernickelten und hochglanzpolierten Kupferbodenplatte (13,7mm dick) erstrecken sich 8 sorgsam gebogene (nicht zu eng) vernickelte Kupfer-Heatpipes a´6mm Durchmesser. Damit wir uns richtig verstehen, die Heatpipes wurden in U-Form angelegt, d.h. es sind tatsächlich nur 8 und nicht 16 ! Die Heatpipes wurden im Bereich der Bodenplatte sehr filigran mit den Bodenplatten verlötet. Die ersten Lamellen wurden relativ hoch angesetzt, so daß die im näheren Umfeld angesiedelten eventuellen Mainboard-Kühlkörper nicht kollidieren sollten. Darüber hinaus erleichtert diese Anordnung der Lamellen auch noch zusätzlich den Einbau. Die Heatpipes als solche sind clever in der Lamellenstruktur angeordnet worden, d.h. alle in einer Reihe also in perfekter Position für die Frischluft des entsprechenden Ventilators. Ob und warum Alpenföhn die Bauhöhe des Kühlers nun durch aufwendige und üppig bemessene Abschlußhütchen künstlich verlängern muß, sei mal dahingestellt, optisch sind sie zumindest nicht unattraktriv.

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Nein, die Kühlfläche des K2 ist eben, man ist also nicht den Beispielen von Thermalright oder Prolimatech gefolgt und das ist gut so. Die Lamellenabstände sind relativ eng bemessen (Noctua NH-D14: 2mm, Silver Arrow: 1,5mm). Das macht eines schon jetzt sehr deutlich, diese Kühler benötigt Ventilatoren mit hohem Fördervolumen, wenn die beiden Radiator-Türme ihr volles Potential ausspielen wollen. Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir darum auch gleich den Wind aus den Segeln nehmen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 2mm keine Regatta zu gewinnen. Dieser enge Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber bei einem eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars negative thermische Auswirkungen erzeugt, da kein Lüfter diesen Wärmestau schnell abführt. Insofern ist der K2 dafür nur bedingt geeignet, aber auch nicht konzipiert worden. Wenn der Abstand minimal größer wäre (z.B. 2,5 oder 3mm) könnte der Lüfter auch bei 5 Volt Ansteuerung und wenig Druck relativ ungehindert die Lamellen passieren, das wiederum kommt einem leisen System zu Gute, falls das eure Intention sein sollte.
Kommen wir noch auf das Gewicht unseres Trestobjektes zu sprechen, Bedenken sollten diesbezüglich keine aufkommen (1050 Gramm ohne Lüfter), denn der Kühler wird grundsätzlich großflächig verschraubt und hängt keinesfalls an fragilen Befestigungsnasen, die womöglich abbrechen könnten. Die Belastungsfähigkeit moderner Platinen ist auch kein Grund zur Besorgnis, es sei denn, der Rechner wird häufig transport, dann wäre eine vorherige Kühler-Demontage sicherlich nicht die schlechteste Idee.

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Die Alpenföhn Wing Boost Lüfter haben sich schon einige Lorbeeren in unseren Lüfter-Roundups einfangen können, insofern waren wir sehr gespannt, ob sich dieser Erfolgstory fortsetzt. Eine saber gleich vorweg, der 140mm Lüfter hat einen 120mm Rahmen respektive Bohrungen, das ist auch der Grund warum Alpenföhn keine unterschiedlichen Befestigungshaken beigelegt hat. Was diese beiden Lüfter in der Praxis leisten und was uns dabei im Speziellen aufgefallen ist, erfahrt ihr weiter unten im Testkapitel.




Der Einbau:

Alpenföhn stellt auf seiner Homepage eine ganze Reihe an Zusatzinformationen zur Verfügung:


Installationsanleitung

Kompatibilitätsliste AMD

Kompatibilitätsliste Intel

Kompatibilitätsliste RAM


Insbesondere die Einbauanleitung sollte man vorher lesen oder besser gleich ausdrucken, denn die Bilder und der Text im beigelegten Handzettel sind viel zu klein, auch für Brillenträger. Ansonsten sind die Kompatibilitätslisten noch zu erwähnen, die relativ aktuell gehalten sind, das wiederum bewerten wir als vorbildlich.
Schon sind wir bei den Einbau Details, zu denen wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren Spezial-Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt. Welche Paste ihr verwendet, spielt durchaus auch eine Rolle, darum legen wir euch an dieser Stelle unser entsprechendes Wärmeleitpasten Roundup ans Herz, deren Aktualität immer noch eine Rolle spielt.

Die Kühlfläche des Alpenföhn Kühlers haben wir traditionell gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was gleichzeitig auch den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir grundsätzlich für alle Kühler auch weiterhin die MX-2 von Arctic Cooling, nicht nur weil sie immer noch vertrieben wird, sondern damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen im Vergleich zu den bisherigen Tests kommt.
Über mögliches Pushpin Gefriggel müssen wir auch beim K2 Kühler nicht diskutieren, da der Kühler grundsätzlich verschraubt wird. Das Prozedere wäre für geübte Schrauber sicherlich kein Problem, weniger geübte sollten sich fachkundige Hilfe dazu holen, denn ein CPU-Kühler Einbau ist eines ganz sicher nicht: trivial.

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Zuerst sollten für die vier Gewindebolzen an der Backplate die richtige Position korrekt eingestellt werden, also entweder für den Sockel 1366, 1156 oder 775. Diese Bolzen können dann per Gummischutzhüllen gesichert werden, ansonsten fallen sie natürlich wieder heraus. Dieses Konsortium kann jetzt unter dem Mainboard ausgerichtet werden, die Bolzen werden durchgesteckt und die vier dickeren Gummitüllen über die Bolzen gestülpt. Anschließend richten wir dort unsere beiden Halterungen aus, das ist wichtig für die Kühlerausrichtung gen absaugendem Gehäuselüfter und schraubt diese Halterungen mittels der entsprechenden Muttern fest. Nun erfolgt noch die Arretierung des Kühlers über das breite Halteblech und die Montage wäre fertig. Die Verschraubungen sollte möglichst gleichmäßig und mit Gefühl erfolgen, Gewalt oder Hektik sind an dieser Stelle gänzlich fehl am Platz.

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Die Güte der Befestigung ist als absolut hochwertig zu beurteilen, so daß unser Rechner durchaus auch eine Lan-Party überstehen sollte. Begünstigt durch das Mainboard-Layout unseres Asus P6X58D Premium kann man den Kühler wahlweise in Richtung Netzteil oder in Richtung Gehäuselüfter blasen lassen (theoretisch auch auf AMD Systemen), wir haben uns für letzteres entschieden. Nicht zuletzt darum, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit in Richtung absaugendem Gehäuselüfter abtransportiert wird. Das ist zumindest die Theorie, denn leider gilt diese freie Ausrichtung nicht für jedes Mainboard-Layout, da hilft nur ausprobieren, zumal wir nicht jedes verfügbare Mainboard diesbezüglich testen können.
Bei montiertem Lüfter kann es bezüglich der Speicherbänke sehr eng werden, da hilft je nach Mainboard-Layout manchmal nur ein Wechsel auf die hinteren Bänke oder der Einsatz von Arbeitsspeichermodulen mit flachem Heatspreader:

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Bei der Ausrichtung der Lüfter wäre zu beachten, das sie möglichst mittig an den Lamellen sitzen und nicht zuviel Kühlluft an den Lamellen vorbeiblasen, was insbesondere für den 140mm Lüfter gilt. Ein optionaler dritter Lüfter würde in unserem System keinen wirklichen Nutzen erwirtschaften, da der absaugende Gehäuselüfter nur ca. 10cm vom Kühler entfernt arbeitet. Den Aufwand können wir uns also getrost schenken. Eine horizontale respektive vertikale Ausrichtungs-Direktive wie bei einem Topflow-Kühler entfällt bei der U-Form der Heatpipes, darum spielt es diesbezüglich keine Rolle, wie der Kühler auf dem Mainboard ausgerichtet und verbaut wird.

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Das Einhaken der Lüfter empfanden wir als fummelig, das dies auch anders konstruiert werden kann, beweist Noctua immer wieder aufs neu. Leider sind die Haken in ihrer Größe alle identisch und da auch der mitgelieferte 140mm Lüfter von Alpenföhn nur 120mm Bohrlöcher besitzt, ist diese Maßnahme zwar durchaus nachvollziehbar, wer am K2 Kühler aber seine Lieblingslüfter verbauen möchte, guckt in die sprichwörtliche Röhre, denn die Haken sind für traditionelle 140mm Lüfter mit echten 140mm Rahmen zu klein. Damit wäre die Montage auch schon finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard-CPU-Fan-Port kann das System in Betrieb genommen werden.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) beinhalten und trotzdem noch annehmbare Förder-Volumina mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker Lüfter in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerungsqualität des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Dafür bietet er ein überragendes Luftvolumen, das gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken kann, somit war er für den Test wie schon so oft unsere erste Wahl.





Die Tests:

• Mit Core Temp 0.99.8.0, Real Temp 3.60, dem Hardware Monitor 1.18.5 und Aida64 Ultimate 1.85.1654 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben.
• Die Zimmertemperatur lag in allen Tests bei 20 °C (klimatisierter Raum). Da wir ausschließlich unser Asus P6X58D Premium Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 1366-kompatiblen und noch vorhandenen Kühler erneut getestet, wodurch sich minimale Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben konnten.
• Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir die Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedlichen Messungen resultieren.
• Alle Kühler wurden und werden grundsätzlich in unsere Redaktionsrechner eingebaut, dadurch haben wir den entsprechenden Vergleich und identische Bedingungen. Die Begründung dafür ist realtiv einfach, weil sich das Volumen verändert, je mehr Widerstände im Rechner zu überwinden sind, hat ein offener Lüfteraufbau auf einem Schreibtisch für uns keinerlei Aussagekraft. Ein Lüfter, der auf dem Tisch steht, kann sein Volumen nahezu ungehindert entfalten, ein Lüfter der im System als CPU-Kühler-Lüfter fungiert eben nicht, denn dort befinden sich Kabel und Komponenten und die machen sich nach dem Einbau eines Lüfters nicht automatisch unsichtbar, sondern beeinflussen erfolgreich den Luftstrom.
• Auf eine Verwendung eventuell implementierter PWM Ansteuerungen haben wir im Test ebenfalls verzichtet, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr stark schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das gilt gleichermaßen auch für die teilweise irritationslastige Implementierung auf den Mainboards, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl...
Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test die Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test die Referenzlüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Verglichen haben wir den Alpenföhn K2 Kühler mit allen bisher getesteten Sockel 1366 Kühlern:















Unter voller Drehzahl und unter Verwendung von zwei Lüftern sowie einem Lüfter kann sich der Alpenföhn K2 als neuer Referenzkühler präsentieren. Dies ändert sich, wenn die Drehzahlen abgesenkt werde, aber Platz 3 ist nun wirklich kein Absturz ins Bodenlose. Unser Semi-passiv Test zeigt deutlich, wo die Problematik liegt, eng stehende Lamellen lechzen nach einer aktiven Ventilierung, auch wenn der Intel Core 2 Duo E7400 bezüglich der notwendigen Kühlleistung relativ genügsam einzustufen ist. Dazu muß man einfach folgendes wissen: die Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar grundsätzlich eine etwas größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars thermische Auswirkungen erzeugt. Darüber hinaus erhöht sich durch den engen Lamellenabstand natürlich der Strömungswiderstand. Um das zu kompensieren, bedarf es eben eines Lüfters mit entsprechendem Druck sprich Fördervolumen.

Was können mitgelieferten Lüfter ?
In unserem 140mm Lüfter Roundup konnte sich der Alpenföhn Wing Boost 140 glänzend in Szene setzen, warum sollten die beiden Exemplare des K2 diesbezüglich aus der Reihe tanzen? dabei sollte man sich immer vor Augen halten, das grundsätzlich eine Serienstreuung existiert. Warum die bei Lüftern prinzipiell hoch ist, wird wohl ein Geheimnis der Hersteller bleiben. Grundsätzlich ist es aber so, das ein Lüfter aus einer bestimmten Charge sich schon erheblich vom gleichen Lüfter aus einer anderen Charge unterscheiden kann.

Der Alpenföhn Wing Boost 120mm rotiert bei einer 12Volt Ansteuerung mit 1474 U/min und erzeugt dabei 24,6 dBA (0,5 sone). Unter 7 Volt bleiben davon noch 889 U/min und 18,3 dBA (0,1 sone) übrig. Eine weitere Absenkung ist dank einer vorzüglichen Anlaufspannung von 4,82 Volt durchaus machbar, bei 5 Volt Ansteuerung rotiert der Lüfter mit 573 U/min und erzeugt dabei nur noch 13,6 dBA Schalldruck (0,1 sone).
Der Alpenföhn Wing Boost 140mm rotiert bei einer 12Volt Ansteuerung mit 1058 U/min U/min und erzeugt dabei 23,7 dBA (0,4 sone) Schalldruck. Bei einer Ansteuerung von 7 Volt reduziert sich dies auf 667 U/min und 16,1 dBA (0,1 sone). Auch dieser Lüfter verfügt über eine sehr feine Scalierung (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und läuft bereits bei 4,21 Volt an. Das bedeutet in Zahlen, das sich bei einer Ansteuerung von 5 Volt die Drehzahl auf 481 U/min reduziert und der Schalldruck nur noch 13,3 dBA (0,1 sone) beträgt.
Das sind hervorragende Resultate, allerdings müssen wir darauf aufmerksam machen, das beide Lüfter eine gewisse Einlaufzeit benötigten, die anfänglich vernehmbaren leichten Schleifgeräusche reduzierten sich erst nach ca. 5 Stunden Betrieb. Insofern unterscheiden sich die Erfahrungen aus diesem Test dann schon von denen aus unserem 140mm Lüfterroundup.

Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review erarbeiteten Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System beziehen!




Unsere bisherigen Lüftertests:


140mm Lüfter Roundup 2010

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

120mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008





Fazit:

EKL/Alpenföhn haben mit dem neuen K2 Doppeltower-Kühler der Konkurrenz in vielerlei Hinsicht die Rücklichter gezeigt und ein absolut stimmiges Gesamtpaket geschnürt, aus dem neben der schieren Kühlleistung besonders die beiden ausgezeichneten Lüfter herausragen, nachdem die eine gewisse Einlaufzeit absolviert hatten. Die Verarbeitung hat sich auf einem sehr hohen Niveau eingependelt, auch wenn immer noch ein paar Nuancen fehlen, wenn wir den K2 mit den Spitzenmodellen von Noctua und Thermalright vergleichen. Die Ausstattung ist nahezu komplett, die Lamellen verbiegen nicht schon im Katalog, wo steckt also der Haken?
Da gäbe es gleich mehrere kleinere Kritikpunkte, einerseits die mitgelieferte Einbauleitung die ein Vergrößerungsglas erfordert und dann die Lüftermontage samt Haken. Die Montage der Lüfter gestaltet sich überaus fummelig und hinterläßt auch einen recht unprofessionellen provisorischen Eindruck. Dazu kommt, dass sich die Haken leider nur auf 120mm Lüfter beschränken, so daß eine freie Lüfterauswahl sehr eingeschränkt wird. Das der Kühler viel Platz benötigt und nicht jede mögliche Gehäuse-Mainboard-RAM-Kombination funktionieren wird, liegt sicherlich auf der Hand. Dazu gehört auch die freie Ausrichtung des Kühlers, die insbesondere auch auf AMD Systemen wegen der Kühlergröße nur eingeschränkt möglich ist. Das bedeutet in der Praxis, dass der Kühler je nach Mainboard-Layout in Richtung absaugenden Gehäuselüfter ausgerichtet werden kann, wobei die Betonung auf kann liegt.
Den Preis erachten wir nicht als primäres Problem, zumal sich der sicherlich noch reduzieren wird, außerdem ist der pekuniäre Gegenwert ja vorhanden. Insofern sprechen wir für den K2 auch eine klare Empfehlung aus, wer für seinen Rechner die aktuell beste aktive Luftkühlerlösung sucht, hat mit dem Alpenföhn K2 die idealen Steigeisen im Rucksack.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in einer kompakten Übersicht:

Plus:
• wertige Optik und Haptik
• gute bis sehr gute Verarbeitung
• sehr stabile Lamellen (0,4mm stark)
• sorgfältige Vernickelung aller relevanten Bauteile
• hervorragende Kühlleistungen bei volumenstarken Lüftern
• hervorragende Kühlleistungen im semi-passiven Betrieb
• sehr hohe Leistungsreserven
• für die enorme Größe noch akzeptables Gewicht
• sehr stabile Befestigung dank Verschraubung
• sehr gute Sockel Kompatibilität
• sehr gut scalierende, ausgewogene und laufruhige Werkslüfter
• ausreichende Lüfter-Flexibilität
• komplettes Ausstattungspaket
• noch akzeptables Preis-Leistungs Verhältnis (ca. 74,90 €)

Minus:
• Kühler erfordert geräumige Gehäuse, eingeschränkte freie Ausrichtung
• Kompatibilitätsliste beachten, paßt montagetechnisch nicht auf jedes Mainboard und zu jedem RAM
• fummelige Lüfter-Montage, Haken passen nur auf 120mm Rahmen
• verbesserungsbedürftige Anleitung, zu kleine Bilder

Es wird künftig sicherlich nicht einfacher, den Kühlermarkt aufzumischen, die Luftkühlung ist ziemlich am Ende der konventionellen Fahnenstange angelangt und allein durch schiere Größe und die Anzahl der Heatpipes wird sich kaum noch etwas verändern lassen. Die Stagnation in der Entwicklung ist ja auch jetzt schon deutlich erkennbar. Was würden wir alle nicht dafür geben, wenn ein Hersteller einen unscheinbaren boxed Kühler anbieten würde, der alle Doppelturm-Boliden um 10°C distanziert und dabei nahezu unhörbar seinen Dienst verrichtet. Oder kauft den niemand, weil er nach nichts aussieht? die Antwort überlassen wir euch, wir sehen uns beim nächsten Kühlertest...





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Alpenföhn K2 CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold






Weiterführende Links:

Alpenföhn


Alpenföhn K2 bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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