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Achtung 140mm Lüfter-Roundup 2010 Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

140mm Lüfter-Roundup 2010







Einleitung:

Kurz vor dem Jahreswechsel und ziemlich genau 12 Monate nach unserem letzten 140mm Lüfter-Roundup haben wir uns dazu entschlossen, das Thema nochmals aufzugreifen und die aktuelle Marktsituation in einem weiteren Review zu reflektieren. Die Begründung dafür liegt auf der Hand und wurde uns auch von den einschlägigen Onlineshops bestätigt, die Verkaufszahlen der 140mm Lüfter übersteigt mittlerweile die der 120mm Pendents und dies verwundert keineswegs. Die Vergrößerung der Lüfterdurchmesser ermöglicht in der Regel auch eine Maximierung des Volumenstroms. Kombiniert man dies mit einer Drehzahl Minimierung, erhalten wir exakt das, was alle wollen: einen Lüfter der langsam und leise seine Runden dreht und trotzdem genug Luftvolumen transportiert.
Soweit zumindest in der Theorie respektive auf den technischen Datenblättern der Hersteller vermekt, denn dass dies in der Praxis durchaus nicht selbstverständlich ist, haben schon unsere früheren Tests bestätigt. Damit wir eine deutliche Aussage zur real verfügbaren Qualität erhalten, haben wir wie gewohnt auch wieder einige Exemplare zusätzlich versteckt eingekauft, damit wir handverlesenen Exemplaren weitestgehend aus dem Weg gehen.
Was wir daraus an verwertbaren Fakten verifizieren konnten, dürft ihr gerne in unserem letzten Hardware-Test vor dem Jahreswechsel nachlesen, dazu wünschen wir euch viel Vergnügen...



Das Testprozedere und Hintergrundinformationen:

Unser Roundup wird grundsätzlich folgende 8 Grundsäulen beinhalten:

Die technischen Daten aus der Sicht der Hersteller, mit entsprechenden Bildern

Testergebnisse-Lautstärke in dBA über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Geräuschcharakteristik über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Testergebnisse-Fördervolumen in CFM bzw. m³ über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Testergebnisse-Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen)

Testergebnisse-Reale Drehzahlen in U/min. über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Einzelbewertungen und Fazit

140mm Topten-Liste aus inzwischen 30 Lüftern



Temperaturmessungen haben wir ganz bewußt weggelassen, weil sich anhand der jeweiligen Förder-Volumina in Abhängigkeit der Ansteuerung sehr schnell herauskristallisiert, welche Lüfter wofür am besten geeignet ist, da sind Temperaturangaben doch zu sehr kühlerspezifisch angelegt. Im Übrigen unterscheiden sich Lüfter bei identischen Fördervolumina (über alle Ansteuerungen) doch eher rudimentär bis gar nicht.

• Die Kriterien wurden diesbezüglich nicht geändert, nach wie vor gelten folgende Sektierungen, um in unser Testfeld aufgenommen zu werden: hochwertige Verarbeitung und Lagerung, ausgewogene Laufruhe über alle Drehzahlbereiche und geringstmögliche Lautheit bei gleichzeitig größtmöglichem Fördervolumen haben dabei allererste Priorität. Diese klaren Kriterien disqualifizieren automatisch 140mm Lüfter, die mehr als 1600 U/Min und/oder weniger als 500 U/min drehen.

• Auf eine Verwendung eventuell implementierter PWM Ansteuerungen haben wir im Test ebenfalls verzichtet, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das gilt gleichermaßen auch für die teilweise irritationslastige Implementierung auf den Mainboards, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl...

Als Anmerkung noch eine wichtige Information: da nahezu jedes Lager ob seiner spezifischen Beschaffenheit eine gewisse Einlaufzeit benötigt, haben wir dies berücksichtigt und jeden Lüfter eine Woche nonstop laufen lassen, damit auch dieser Aspekt eine entsprechende Berücksichtigung findet.

• Unser Fazit bildeten wir für jeden Lüfter einzeln, in dem wir zusätzlich noch eine deutliche Empfehlung für seinen jeweiligen Einsatzzweck skizzieren.





Zur grundsätzlichen Lüftertechnik:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

• Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

• Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitlager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

• Es hat diesbezüglich in den letzten Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben, über welche die Gleitlagertechnik zum Teil deutlich optimiert werden konnte. So existieren seit geraumer Zeit die von Sony patentierte Fluid Dynamic Bearing und die NB Nano-SLI Gleitlager von Noiseblocker. Beide Techniken bilden aktuell die Speerspitze in punkto Fertigungsqualität und Laufruhe.

• Die Anordnung der Rotoren hat auch ihre Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

• Die jeweiligen Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

• Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an. Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

• Interessant ist auch der Durchmesser der Lüfternaben, da sie Rückschlüsse auf die zu erwartende Luftfördermenge zulassen. Der Grund dafür sollte einleuchten, je kleiner die Nabe, desto größer ist die Strömungsfläche. Rückschlüsse auf die Qualität oder Laufruhe der Lager lassen die Nabendurchmesser allerdings keine zu. Es existieren große Naben mit laufruhigen Lagern ebenso, wie kleine Naben mit klappernden oder schleifenden Lagern.

• Ein immer wieder nachzulesendes Klischee wollen wir nicht unkommentiert stehen lassen, es existieren keine unhörbaren Lüfter und sei es im Idealfall nur das Geräusch der Luftverwirbelungen, aber unhörbar ist ein Lüfter definitiv nie ! wenn er nicht zu hören ist, läuft er nicht...

• Des weiteren sollte man berücksichtigen, das viele Lüfter auf ihre Nenndrehzahl hin optimiert wurden, d.h. wenn ein Lüfter auf 12Volt justiert wurde, kann es durchaus sein, das er bei 7 oder 5 Volt Ansteuerung unerwünschte Nebengeräusche fabriziert. Das nur für all diejenigen, die glauben, das ein guter Lüfter in allen Ansteuerungsvarianten Nebengeräuschfrei arbeiten muß. Natürlich wäre dies wünschenswert, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen nun mal in der Technik nicht selten weit auseinander...





Das Sockel 1366 Testsystem:

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Die Herstellerdaten der Lüfter:













Lautstärke über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung:

In den letzten beiden Jahren hat sich bezüglich der Lager-und auch Fertigungsqualität in diesem Sektor einiges getan. Da werden einerseits verbesserte Lagerungstechnologien verwendet und es wird sehr viel mehr Sorgfalt beim Auswuchten des Motors an den Tag gelegt. Selbstverständlich darf man nach wie vor nicht jeden Marketingtext für bare Münze nehmen, auch wenn er sich noch so großartig verschnörkelt anhören mag. Kümmern wir uns also um die harten Fakten und weniger um die Marketing-Träume.
Mit anderen Worten, wir benötigen zunächst einmal eine praxisnahe Umgebung und die bietet nur der eingebaute Zustand (PC-Gehäuse, Kühler etc.) mit all seinen Vor-und Nachteilen. Denn erst im eingebauten Zustand zeigt sich, ob der Lüfter bedingt durch eine eventuell minderwertige Fertigung Vibrationen ans Gehäuse oder den Kühler überträgt. Wenn wir ihn ausgebaut begutachten würden, kämen diese Faktoren kaum zum Tragen, Vibrationen werden so unnötigerweise kaschiert und das kann nicht die Intention unseres Artikels sein.
Die Lautheit der Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem aktuell kalibrierten und modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das jetzt einen Messbereich von 5 bis 75dBA ausweist. Durch die grundsätzliche Entkoppelung der Lüfter vom Gehäuse mittels Entkoppelungsstiften, haben wir die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis z.B. durch Gehäuse/Festplatten-Vibrationen nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, sondern in einem aktiven Rechner testen, waren Kompromisse unumgänglich. Derjenige, der seinen Lüfter daheim einbaut, steht ja vor dem selben Problem, da erzeugen Messwerte aus dem Labor wenig Realismus.
Das n/a in unseren Tabellen bedeutet, das dieser Modus nicht anwendbar ist. Wenn also z.B. beim 5 Volt Modus ein n/a auftaucht, dann läuft der jeweilige Lüfter bei 5 Volt Ansteuerung nicht an.

Testergebnisse-Lautstärke in dBA
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt
Aerocool Shark 42,3 dBA (3,4 sone) 31,7 dBA (1,2 sone) 23,8 dBA (0,4 sone)
Alpenföhn Wing Boost 23,7 dBA (0,4 sone) 16,1 dBA (0,1 sone) 13,3 dBA (0,1 sone)
be quiet! SilentWings USC 20,1 dBA (0,1 sone) 15,8 dBA (0,1 sone) 12,6 dBA (0,1 sone)
Enermax T.B. Silence 23,4 dBA (0,4 sone) 16,1 dBA (0,1 sone) n/a
Enermax T.B. Apollish 22,5 dBA (0,3 sone) 15,2 dBA (0,1 sone) n/a
Scythe Slipstream 140/800 19,8 dBA (0,1 sone) 13,1 dBA (0,1 sone) n/a
Scythe Slipstream 140/1200 25,7 dBA (0,6 sone) 18,3 dBA (0,1 sone) 13,6 dBA (0,1 sone)
Thermalright X-Silent 140 24,6 dBA (0,5 sone) 17,8 dBA (0,1 sone) n/a
Thermalright TY-140 26,8 dBA (0,7 sone) 19,6 dBA (0,1 sone) 13,3 dBA (0,1 sone)
Zaward Golf II 140 26,2 dBA (0,1 sone) 19,1 dBA (0,1 sone) n/a

Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Es zeigt sich wieder einmal, das die Herstellerangaben nicht allzu ernst genommen werden dürfen, denn bis auf wenige Ausnahmen, differieren unsere Ergebnisse nicht unerheblich.
Als Ergänzung dazu schaut euch bitte auch unsere nächste Kategorie an, in der wir unsere subjektiven Hörerlebnisse schildern, die sicherlich etwas praxisnäher zu bewerten sind.




Geräuschcharakteristik über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung:

Geräuschcharakteristik
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt Lager-oder Laufgeräusche
Aerocool Shark laut hörbar leise Vibrationen, leicht brummig
Alpenföhn Wing Boost leise sehr leise kaum noch hörbar keine störenden Geräusche
be quiet! SilentWings USC leise sehr leise kaum noch hörbar keine störenden Geräusche
Enermax T.B. Silence sehr leise kaum noch hörbar n/a keine störenden Geräusche
Enermax T.B. Apollish sehr leise kaum noch hörbar n/a etwas brummiger Lauf
Scythe Slipstream 140/800 sehr leise kaum noch hörbar n/a minimale Schleifgeräusche
Scythe Slipstream 140/1200 leise sehr leise kaum noch hörbar keine störenden Geräusche
Thermalright X-Silent 140 leise sehr leise n/a minimale Schleifgeräusche
Thermalright TY-140 leise sehr leise kaum noch hörbar keine störenden Geräusche
Zaward Golf II 140 leise sehr leise n/a minimales Schleifen

Immerhin fünf Lüfter absolvieren ihre Tätigkeit ohne störende Nebengeräusche, wobei wir natürlich die Einlaufzeit entsprechend berücksichtigt haben: je länger die Lüfter laufen, desto mehr haben sich vielerorts anfangs störende Nebengeräusche reduziert. Wobei man dies allerdings auch nicht überbewerten sollte, zumal eine etwas schlechtere Charge immer im Bereich des Möglichen liegt, diesbezüglich helfen auch keine Testkäufe.
Auf die Einlaufzeit der Lüfter sind wir ja schon weiter oben eingegangen und es hat sich im Verlauf unserer Tests auch bewahrheitet: Wir haben es bereits eingangs erwähnt und schreiben es gern noch einmal: es existieren keine unhörbaren Lüfter und sei im Idealfall nur das Geräusch der Luftverwirbelungen, aber unhörbar ist ein Lüfter definitiv nie !
Des weiteren sollte man berücksichtigen, das viele Lüfter auf ihre Nenndrehzahl hin optimiert wurden, d.h. wenn ein Lüfter auf 12Volt justiert wurde, kann es durchaus sein, das er bei 7 oder 5 Volt Ansteuerung unerwünschte Nebengeräusche fabriziert. Das nur für all diejenigen, die glauben, das ein guter Lüfter in allen Ansteuerungsvarianten Nebengeräuschfrei sein muß. Natürlich wäre dies wünschenswert, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen nun mal in der Technik nicht selten weit auseinander...




Fördervolumen in m³ pro Stunde über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Um das reale Fördervolumen unserer Lüfter über alle Ansteuerungen zu verifizieren, verwendeten wir keinen dafür präparierten Raum oder Teststand, sondern verbauten die Lüfter wechselweise in unserem Lian Li PC-B70 Gehäuse und an unserem dort ebenfalls verbauten Thermalright True Copper Kühler. Die Begründung dafür ist realtiv einfach, weil sich das Volumen verändert, je mehr Widerstände im Rechner zu überwinden sind, hat ein offener Lüfteraufbau auf einem Schreibtisch keinerlei Aussagekraft.
Ein Lüfter, der auf dem Tisch steht, kann sein Volumen ungehindert entfalten, ein Lüfter der im System als Gehäuselüfter oder CPU-Kühler-Lüfter fungiert eben nicht, denn dort befinden sich Kabel und Komponenten und die machen sich nach dem Einbau eines Lüfters nicht automatisch unsichtbar, sondern beeinflussen erfolgreich den Luftstrom. Als Messgerät für die jeweiligen Luftvolumina unserer Testlüfter kam ein Extech AN-200 Messgerät zum Einsatz. Das Gerät wurde mittig im Gehäuse befestigt, wobei die Lüfter als einblasender Gehäuselüfter eingesetzt wurden. Schlußendlich haben wir dann die Werte nach 5 Versuchen gemittelt.

Fördervolumen in m³
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt
Aerocool Shark 149,2 m³ 110,6 m³ 80,7 m³
Alpenföhn Wing Boost 101,3 m³ 75,9 m³ 51,2 m³
be quiet! SilentWings USC 97,7 m³ 70,2 m³ 48,6 m³
Enermax T.B. Silence 73,9 m³ 44,8 m³ n/a
Enermax T.B. Apollish 73,6 m³ 43,7 m³ n/a
Scythe Slipstream 140/800 72,4 m³ 41,1 m³ n/a
Scythe Slipstream 140/1200 104,8 m³ 78,3 m³ 52,6 m³
Thermalright X-Silent 140 96,3 m³ 69,8 m³ n/a
Thermalright TY-140 116,3 m³ 79,7 m³ 54,1 m³
Zaward Golf II 140 107,4 m³ 76,1 m³ n/a

Auch hier zeigen sich Abweichungen zu den Herstellerangaben, was einerweits durch die Fertigungsstreuung begründet wird und andererseits durch die Messmethode. Lüfter, die unter 5 Volt weniger als 25 m³/h Luft transportieren, eignen sich in dieser Ansteuerung kaum noch für den Einsatz auf einem CPU-Kühler, insbesondere dann nicht, wenn die Lamellen des Kühlers eng zusammenstehen, der notwendige Druck zum Abtransport der Abwärme ist einfach zu gering. Als Gehäuselüfter wären sie dennoch noch zu gebrauchen, allerdings sollten dann die Kabel im Gehäuse auch akkurat verlegt sein, damit die Luft-Widerstände minimal gehalten werden.




Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen)

Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) der Lüfter wird in diesem Test-Kapitel dokumentiert. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Gemessen haben wir die jeweiligen Anlaufspannungen der Lüfter über eine extra dafür justierte Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung in Verbindung mit einem Fluke 179 Multimeter.

Scalierbarkeit
Lüfterhersteller/Typ Anlauf in Volt
Aerocool Shark 4,96 Volt
Alpenföhn Wing Boost 4,21 Volt
be quiet! SilentWings USC 3,39 Volt
Enermax T.B. Silence 7,16 Volt
Enermax T.B. Apollish 7,13 Volt
Scythe Slipstream 140/800 5,96 Volt
Scythe Slipstream 140/1200 4,37 Volt
Thermalright X-Silent 140 6,02 Volt
Thermalright TY-140 4,21 Volt
Zaward Golf II 140 6,52 Volt

Die Lüfter, die ziemlich exakt mit 5 Volt oder knapp darüber anlaufen, sind weitere Wackelkandidaten aus diesem Test-Kapitel, denn die Serienstreuung bestimmt, ob sie denn wirklich anlaufen oder nicht, das muß man einfach so realistisch sehen. Auf der anderen Seite fördern die Lüfter, die unter 5 Volt gar nicht oder gerade eben anlaufen, oft so wenig Luft, das sie ausschließlich als Gehäuselüfter eine Daseinsberechtigung vorweisen können. Darüber hinaus sind diese Lüfter aber unter 7 Volt meistens schon so leise, so daß sich dieses Manko oftmals relativiert.




Die realen Drehzahlen über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Als Abschluß unserer Testserien konnten wir mit einem aktuell kalibrierten RPM Check Rc200 Meßgerät die realen Drehzahlen der Lüfter in den Bereichen 12V, 7V und 5V ermitteln

reale Drehzahlen
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt
Aerocool Shark 1446 U/min 1093 U/min 776 U/min
Alpenföhn Wing Boost 1054 U/min 665 U/min 479 U/min
be quiet! SilentWings USC 1049 U/min 672 U/min 468 U/min
Enermax T.B. Silence 779 U/min 526 U/min n/a
Enermax T.B. Apollish 772 U/min 524 U/min n/a
Scythe Slipstream 140/800 843 U/min 513 U/min n/a
Scythe Slipstream 140/1200 1191 U/min 811 U/min 596 U/min
Thermalright X-Silent 140 966 U/min 654 U/min n/a
Thermalright TY-140 1289 U/min 808 U/min 611 U/min
Zaward Golf II 140 1196 U/min 705 U/min n/a

Die Diskrepanzen zu den Herstellerangaben halten sich weitestgehend in Grenzen und sind tolerabel. Richtige Ausreisser konnten wir anhand der gelieferten Lüfter nicht attestieren, wobei man diesbezüglich natürlich wieder die Toleranzen in den jeweiligen Lieferchargen und die Serienstreuung zusätzlich berücksichtigen sollte.
Viele werden sich sicherlich dafür interessieren, wie die Lüfter bei der Absenkung der Nenndrehzahlen über die Volt-Ansteuerung luftfördertechnisch reagieren. Dazu sollte man wissen, was diese Reduzierung tatsächlich bewirkt:
bei 7 Volt dreht ein Lüfter nur noch mit 58% seiner Nenn-Drehzahl und bei 5 Volt nur noch mit 42%. Das macht deutlich, warum ein Lüfter, der nominell bei 12Volt Ansteuerung 1000 U/min dreht, unter 5Volt Ansteuerung und somit nur noch 420 U/min zwangsläufig deutlich weniger Luft transportieren muß. Dabei spielt es auch keine Rolle, was für Tricks aus dem Hut gezaubert wurden, um das Volumen von Haus aus schon zu erhöhen, eine klare Reduzierung findet immer statt. Insofern ist es sehr interessant, was vom Luftvolumen eines Lüfters nach der Reduzierung auf 5Volt überhaupt noch übrig bleibt und dann wird auch klar, wofür sich der entsprechende Lüfter eignet. Ein Lüfter, der unter 5Volt nur noch mit 200 U/min rotiert, ist selbstverständlich extrem leise, wird sich produktiv betrachtet aber für nahezu überhaupt nichts in unserem Rechner eignen, da er de Facto kaum noch Luft transportiert...




Entkoppelung, wichtige Hinweise und Pflegetipps:

Eine sehr beliebte und in der Praxis auch sehr taugliche Maßnahme, um Lüfter wirksam zu entkoppeln, sind entsprechende Schwingungsdämpfer oder auch Entkoppelungsstifte:

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Die Funktionsweise gestaltet sich gleichermaßen simpel wie wirkungsvoll, denn so werden die Schwingungen, die jeder Lüfter mehr oder weniger an unser PC-Gehäuse oder Kühler weiterleitet, entsprechend unterbunden. Besonders geeignet sind diesbezüglich sehr weiche Gummies, insofern konnten uns die Stifte von Noiseblocker (blau) und Noctua (braun) uneingeschränkt überzeugen.
Oft angepriesene Entkoppelungsrahmen und auch Unterlegscheiben aus Gummi, wie sie gerne in Netzteilen verwendet werden, haben bei weitem nicht den selben Entkoppelungseffekt und sind darum eher nicht zu empfehlen. Die Entkoppelungsrahmen bewirken so gut wie nichts, da über die Schrauben die Vibrationen der Lüfter trotzdem ans Gehäuse übertragen werden. Dies gilt gleichermaßen für Schrauben mit gummierten Unterlegscheiben, wie wir sie z.B. in aktuellen Lian Li oder Lancool Gehäusen vorfinden.
Größter Nachteil der Stifte ist die meistens friggelige Integration in die Lüfterbohrungen, aber mit einem Tropfen Oel kann man das Ganze etwas geschmeidiger und sicherer abwickeln. Denn allzu große Motorik halten die fragilen Silicon-Stifte nicht aus und reißen spontan und ohne Vorankündigung. Lüfter mit Versteifungsstreben an den Bohrungsecken eigenen sich nur sehr bedingt für unsere Entkoppelungsstifte, insofern sind hier besonders lange Stifte angesagt, die ihr im entsprechenden Caseking-Sortiment findet.
Angesicht der Tatsache, das diese Gummiestifte nur wenige Cent kosten und leicht zu verbauen sind, kann man für weniger Geld kaum mehr für die Geräuschminimierung tun. Denn eines sollte klar sein, nicht nur "flatterhafte" Lüfter entwickeln gern ein Eigenleben, auch dünnwandige und schlecht verarbeitete PC-Gehäuse geben Vibrationen unverblümt an den Anwender weiter, insbesonder dann, wenn schnelle nicht entkoppelte Festplatten eingesetzt werden.

Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen:

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Ein weiteres Thema sind die bereits erwähnten vorhandenen Stege der Lüfter an den Befestigungslöcher. Diese Stege dienen zur Versteifung des Kunststoffrahmens und sind leider auch oft im Weg, wenn es darum geht, den Lüfter per Haken auf einem CP-Kühler zu befestigen:

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Wer also gerne einen der aktuellen Top Kühler mit einem Lüfter seiner Wahl ausstatten möchte, der sollte berücksichtigen, das auf Grund dieser Stege sein Vorhaben eventuell nicht zu realisieren ist !

Auch ein Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch. Eine generell Pflegeprozedur kann es aber nicht geben, weil viele Lüfter mit gekapselten Lagereinheiten exitieren, oder weil die Hersteller sehr klare Pflegehinweise formuliert haben, die natürlich zu beachten sind.
Darüber hinaus bringen sehr hochwertige Lüfter auch eine lange Garantiezeit mit, so daß der Austausch zu Lasten der Herstellers bei einem Defekt wesentlich mehr Sinn ergibt, als der Beginn einer Bastelstunde.




Die Einzelbewertung:

In unserer Einzelbewertung heben noch einmal die Vorzüge respektive Nachteile der jeweiligen Lüfter hervor und sprechen deutliche Empfehlungen aus, denn nicht jeder Lüfter kann auf Grund seines Fördervolumens oder seiner technischen Eigenschaften universell eingesetzt werden. Lüfter mit geringem Fördervolumen eignen sich nicht zwangsläufig für CPU-Kühler, wären aber als Gehäuselüfter durchaus eine Überlegung wert.
Dazu wäre noch anzumerken, das auch die Einbaulage eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, da manche Lüfter einen vertikalen Einbau präferieren. Ideal anzusehen ist, wenn der Lüfter sowohl vertikal als auch horizontal verbaubar wäre, das ist leider nicht immer der Fall und äußert sich gelegentlich in auffallenden Lagergeräuschen oder sogar Totalausfällen.

Aerocool Shark 140:

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Hier ist Aerocool deutlich über das Ziel (welches eigentlich ? ) hinausgeschossen, denn der Lüfter liefert zwar ein enormes Fördervolumen, aber um welchen Preis? der erzeugte Schalldruck ist einfach zu hoch, das Gehäuse nicht steif genug und das Lager wurde nicht sorgfältig genug ausbalanciert, so daß der Lüfter horizontal entsprechende Brummgeräusche erzeugt. Schade, denn das alles kann Aerocool deutlich besser. Da hilft auch die ansonsten gute Ausstattung mit gesleevten Kabeln, LED Beleuchtung, Entkoppelungsstiften und Netzteiladapter nicht entscheidend weiter.
Empfehlung: Gehäuselüfter bei 5 Volt, Radiatoren
Einbaulage: vertikal (entkoppelt)


Alpenföhn Wing Boost 140:

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Der neue 140mm Lüfter von EKL/Alpenföhn bringt erfrischenden Wind in unser Roundup, da er dank eines sehr steifen gummierten Gehäuses nahezu frei von Vibrationen agiert. Dazu paßt ein erstklassig austariertes Lager und die gute Ausstattung mit Entkoppelungsstiften, gesleevten Kabeln und einem Adapter. Dank des hohen Fördervolumens ist der Lüfter universell einsetzbar und das unabhängig von der Einbaulage, der Lüfter blieb sowohl vertikal (senkrecht) als auch horizontal (waagerecht) in unserem Test Nebengeräuschfrei. Die praktikabel eingestellte PWM Elektronik verhindert auch keine manuelle Regelungen, allein dieser Umstand befördert den Lüfter gleich auf Thron des derzeit besten 140mm PWM-Lüfters. Überdies verfügt der Wing Boost noch zusätzlich über 120mm Bohrungen so daß er auch problemlos an Befestigungslöchern verbaut werden kann, die normalerweise für 120mm Lüfter vorgesehen sind.
Empfehlung: CPU-und/oder Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal oder horizontal


be quiet! SilentWings USC:

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Ein weiteres neues "Gesicht" im Testfeld, das sich anschickt unsere Noiseblocker Referenzlüfter zu attackieren. Dazu zieht be quiet einige Register, wie z.B. Entkoppelung ab Werk, sehr feine Scalierung und ein überdurchschittlich gut austarierter Motor samt Gleitlager mit Kupfer Basis. In der Summe seiner Attribute sicherlich eines der Highlights im Test, allerdings wird der Lüfter auf Grund seiner eigenwilligen Befestigung kaum als CPU-Lüfter Verwendung finden können. Das Zubehörpaket wurde üppig ausgestattet, die Verarbeitung korrespondiert mit unseren Testergebnissen, der Preis (17,90€) geht für das Gebotene absolut in Ordnung. Die geriffelten Rotorblätter sind übrigens Staubspeicher allererster Kategorie, das werden uns erfahrene Anwender sicherlich bestätigen.
Empfehlung: Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal und horizontal


Enermax T.B. Silence UCTB14:

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Enermax hat seit der Einführung eigener Lüfterserie bisher großen Erfolg verbuchen können, was einerseits im erstklassigen Twister-Lager und andererseits in den attraktiven Preiskategorien begründet ist. Insofern waren die Erwartungen beim neuen T.B. Silence 140 sehr hoch und wurden weitestgehend auch erfüllt. Auf Grund der niedrigen Drehzahlen und dem durchschnittlichen Fördervolumen fällt der Lüfter allerdings aus dem Raster für CPU-Kühler und sollte darum vorwiegend als Gehäuselüfter eingesetzt werden. Eine Entkoppelung wäre schön, leider fehlen die dafür notwendigen Stifte im Ausstattungspaket, das ohnehin recht mager ausfällt. Dafür ist es dank des herausziehbaren Rotors möglich, den Lüfter wirklich gründlich zu reinigen.
Empfehlungen: Gehäuselüfter (bei 7 Volt)
Einbaulage: vertikal und horizontal (entkoppelt)


Enermax T.B. Apollish UCTA14N:

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Was für den T.B. Silencer gilt, gilt ebenso für den Apollish Lüfter von Enermax. Wobei dieser eine sehr auffällige LED-Beleuchtung mitbringt, was sich auch gleich im höheren Preis niederschlägt (9,90€ zu 15,90€). Auf einen horizontalen Einbau sollte verzichtet werden, da er dann zu einem leicht brummigen Lauf neigt. Eine Entkoppelung ist nicht zwingend erforderlich, schadet aber auch nicht.
Empfehlung: Gehäuselüfter (bei 7 Volt)
Einbaulage: vertikal (entkoppelt)


Scythe SlipStream 140/800:

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Der Slipstream-Klassiker von Scythe hat endlich auch eine 140mm Variante erhalten, die nicht nur sehr preiswert angeboten wird, sondern auch die technischen Vorzüge der 120mm Versionen mitbringt. Das bedeutet in der Praxis zunächst einmal ein qualitativ hochwertiges Gleitlager, ein annehmbares Fördervolumen und einen störungsfreien Lauf, so daß eine Entkoppelung nicht zwangsläufig notwendig wäre. Das der Slipstream 140/800 bei 5Volt nicht anläuft, ist kein größeres Problem, denn schon unter 12Volt Ansteuerung agiert der Lüfter sehr leise.
Empfehlung:Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal und horizontal


Scythe Slipstream 140/1200:

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Die Vorzüge des ersten Slipstream Kandidaten spiegeln sich auch beim 800/1200 wieder, wobei dieser Lüfter ein größeres Betätigungsfeld signalisiert. Er kann auf Grund seiner erstklassigen Scalierbarkeit und seines hohen Fördervolumens universell eingesetzt werden und das sowohl vertikal als auch horizontal. Wer mag darf ihn gerne entkoppeln, unbedingt notwendig ist dies aber nicht. Durch die abgerundete Form ist der Lochabstand derselbe wie bei einem herkömmlichen 120 mm Lüfter. Damit ist eine verbesserte Kompatibilität gewährleistet.
Empfehlung:CPU-und/oder Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal und horizontal


Thermalright X-Silent 140:

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Das Thermalright irgendwann selbst Lüfter anbieten würde, war nur eine Frage der Zeit, warum sollte man dieses Segment anderen Zulieferern überlassen? Insofern haben die beiden 140mm Lüfter sicherlich niemanden überrascht. X-Silent 140 kann sich recht gekommt in Szene setzen, allerdings braucht das Lager einiges an Einlaufzeit. Das Fördervolumen geht in Ordnung und auf 7Volt reduziert kann er als Gehäuselüfter anstandlos und unauffällig seine Runden drehen. Die Ausstattung wurde klug gewählt, da der Lüfter Versteifungsstreben an den Ecken besitzt, legte Thermalright entsprechend lange Entkoppelungsstifte bei, die auch genutzt werden sollten.

Empfehlung: Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal und horizontal (entkoppelt)

Thermalright TY-140:

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Der zweite Kandidat von Thermalright konnte uns schon in unserem Shaman Test begeistern, in dem er durch einer erstaunliche Scalierbarkeit glänzte, die bei einem PWM Lüfter durchaus keine Selbstverständlichkeit darstellt. Dazu gesellen sich ein sorgfältig ausbalanciertes Lager, hohes Fördervolumen und ein vibrationsarmer Lauf. Was allerdings fehlt, ist ein Ausstattungspaket, denn für 14,90€ erhält der Käufer außerdem dem Lüfter nichts und Entkoppelungsstifte täten dem Lüfter gut, zumindest dann, wenn er mit 12Volt betrieben werden sollte. Der Einsatzbereich ist sehr variabel anzusehen, er kann sowohl auf CPU-Kühlern, wie auch auf Grafikkartenkühlern speziell von Thermalright eingesetzt werden. Als Gehäuselüfter kann er dank seiner 120mm Bohrungen ebenfalls eingesetzt werden.
Empfehlung:CPU-und/oder Grafikkartenkühler, Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage:vertikal und horizontal


Zaward Golf II 140:

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Die zweite Revision des Golf Lüfters von Zaward bringt einiges aufs Tablet, was wir von einem guten Lüfter erwarten. Dazu gehören eine gute Ausstattung mit langen dünnen Entkoppelungsstiften und eine gute Verarbeitung. Die Scalierbarkeit attestieren wir als optimierbar, was ebenfalls für die Qualität des Lagers gilt, das eine ziemlich lange Einlaufphase benötigt. Das Fördervolumen geht in Ordnung, die spezielle Ausprägung der Lüfterblätter hat uns allerdings nicht überzeugen können, zumal sie im Test keine sonderlichen Vorzüge erwirtschaften konnte. Das ein Golfball auf Grund seiner speziellen Oberflächenstruktur besonders weit fliegt, ist sicherlich bekannt. Nur fliegen die Lüfterblätter relativ selten durchs Gehäuse und die zu fördernde Luft ist wiederum kein Golfball.
Empfehlung:CPU-und/oder Gehäuselüfter bei 7 Volt
Einbaulage: vertikal und horizontal (entkoppelt)


wichtige Info:

Einige werden sich eventuell wundern, warum wir keinen der Lüfter mehr als Netzteillüfter-Ersatz katalogisieren, dies hat einen trifftigen Grund. Jeder Netzteillüfter wurde vom Hersteller auf die jeweilige Lüfter-respektive Thermoregelung mit entsprechenden Messgeräten präzise abgestimmt, ergo muß der eventuelle Ersatzlüfter diesbezüglich zur Lüfter-und Thermoregelung des Netzteils perfekt passen, ansonsten sind thermische und lautstärketechnische Probleme vorprogrammiert. Demzufolge sind nach einem Lüftertausch die Maximalbelastungen eines Netzteils nicht mehr kalkulierbar. Dazu kommt noch, das viele Lüfter auf ihre Nenndrehzahl hin optimiert wurden, d.h. wenn ein Lüfter auf 12Volt justiert wurde, kann es durchaus sein, das er bei 7 oder 5 Volt Ansteuerung unerwünschte Nebengeräusche fabriziert, oder gar nicht erst anläuft.
Natürlich halten wir mit dieser Warnung niemanden vor entsprechenden Bastellarbeiten an den Netzteillüftern ab, aber wir ermutigen auch niemanden, womit unsere Mission erfüllt wäre. Um es ganz deutlich zu formulieren: das Basteln an den Netzteilen kann nicht nur die Garantie und die Betriebserlaubnis des Netzteils kosten (das hat auch versicherungstechnische Konsequenzen), sondern auch die angeschlossene Hardware und im Extremfall auch das Leben, auch wenn einige Spaßvögel diese Warnung wie gewohnt in den Wind pfeifen werden...




Fazit:

Was hat sich in den vergangenen 12 Monaten seit unserem letztem 140mm Lüfter Roundup getan? nicht so viel, das wir vor Begeisterung durch die Botanik hüpfen, aber auch nicht so wenig, das wir uns mit Depressionen am Boden wälzen müßten. Um es auf den Punkt zu bringen, die Topliste hat einige frische Neuzugänge erhalten und das ist gut so, denn die Noiseblocker Dominanz war ja schon beängstigend.
Ansonsten sieht es relativ trist aus, denn technische Innovationen sind kaum zu erspähen, es scheint so, als ob das Thema weitestgehend ausgereizt wäre, da helfen auch keine vollmundigen Marketing-Versprechen über die Realität hinweg. Natürlich existieren immer noch Bereiche, in denen Defizite vorhanden sind und das ist in der Regel die Feinabstimmung beim Austarieren von Lager, Motor und Struktursteifigkeit. Aber dazu bedarf es sehr sehr viel Erfahrung und Know-how, die qualifiziertes Personal und nicht zu unterschätzende Entwicklungskosten erfordern. Das alles zu einem bezahlbaren Objekt zu formen ist ein schwer zu stemmender Spagat.
Uns ist natürlich klar, das wir wieder Emails bekommen werden mit dem Inhalt "ja aber mein Lüfter brummt ja gar nicht, oder der Lüfter schleift bei mir überhaupt nicht". Dazu sollte man sich aber vor Augen führen, das insbesondere im Lüftersegment eine ziemliche Serienstreuung existiert und die ist leider nicht wegzudiskutieren. Darüber hinaus kauft der Kunde im Laden exakt das, was ihm der Verkäufer einpackt und der Kunde hat logischerweise keine 10 Lüfter zur Auswahl, aus denen er sich den Besten herauspicken kann. Das für den Fall, falls jemand anmerken möchten, wir hätten von jedem Typ 10 Lüfter ordern sollen. Wir haben zwar von den meisten Lüftern mehrere Exemplare zur Verfügung gehabt und wie bereits erwähnt auch einige privat gekauft, trotzdem bleibt unser Test eine Momentaufnahme, zumal die Hersteller ja auch Änderungen einfließen lassen.
Unsere Empfehlung für den jeweiligen Einsatzbereich haben wir bereits in der Einzelbewertung definiert, kommen wir also abschließend zur Awardverteilung:

Auf Grund ihrer extremen Laufruhe, exzellenter Scalierbarkeit, minimaler Lautheit und universellen Einsatzmöglichkeiten erhalten die Lüfter Alpenföhn Wing Boost 140, be quiet! SilentWings USC 140, Scythe Slipstream 140/1200 , Thermalright TY-140 den PC-Experience Award in Gold:


Darüber hinaus stimmt auch das Preis-Leistungsverhältnis, daran dürfen sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen, denn ein guter Lüfter muß nicht zwangsläufig 20 € oder mehr kosten...


Mit etwas Abstand dahinter folgt der Enermax T.B. Silence, der den PC-Experience Award in Silber erhält:



Die Lüfter Enermax T.B. Apollish, Scythe Slipstream 140/800 und Thermalright X-Silent 140 erhalten den PC-Experience Award in Bronze:



Aerocool und Zaward gehen leer aus, die Leistungen und Eigenschaften dieser Lüfter rechtfertigt keinen Award, egal in welcher Farbe. Da wir seit 2008 die Messlatte für eine Auszeichnung unsererseits grundsätzlich um einiges angehoben haben, rutscht auch keine Hardware mehr in einen Award Bereich hinein, die dort nichts zu suchen hat.




weiterführende Links:

140mm Lüfter Roundup 2009

140mm Lüfterroundup 2009 Part II

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008

120mm Lüfterroundup 2009









Final Words:


Wir bedanken uns ganz herzlich bei Caseking, Enermax, PC-Cooling und Scythe für die unkomplizierte Bereitstellung der Testexemplare, ohne die unser Lüfterroundup nicht möglich gewesen wäre...





euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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