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Achtung Noctua NH-C14 CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Noctua NH-C14 CPU-Kühler

- Update 09.05.2011 -





Einleitung:

Wenn sich der Hersteller mit dem Steinkauz im Logo zu Wort meldet, liegt meistens etwas besonderes in der Luft, was die Konkurrenz zuletzt im November 2009 leidvoll erfahren mußte, damals düpierte der Noctua NH-D14 Kühler die gesamte Kühlerelite nachhaltig. In diesem Jahr zaubert Noctua keinen neuen Towerkühler aus dem Hut, sondern lanciert einen Nachfolger für den schon etwas betagten NH-C12P Top-Blow Kühler. Der Kühler hört auf die Bezeichnung NH-C14, wobei die 14 als Indikator für die ab Werk verbaute Lüfter-Dimensionierung angedacht ist.
2005 begann die Erfolgsgeschichte um dieses Unternehmen aus Wien mit den Noctua NH-U9/NH-U12 Kühlern, die seinerzeit doch etwas karg ausgestattet waren und darüber hinaus auch keine eigenen Lüfter im Gepäck mitführten. Das alles ist Schnee von Gestern, mittlerweile führt Noctua nicht nur selbst entwickelte Lüfter im Portfolio, sondern liefert diese auch zusammen mit ihren Kühlern aus, was den Reiz ihrer Ausstattungspakete weiter erhöht hat.
Aber zurück zu unserem Thema Noctua NH-C14, der wie gesagt als expliziter Top-Blow Kühler deklariert wurde und in dieser Hinsicht nun für Furore sorgen soll. Ob ihm dies gelingt und inwieweit er sich gegen die schier übermächtige Tower-Kühler Konkurrenz behaupten kann, klären wir in unserem neuesten Kühler-Review, dazu wünschen wir euch wieder viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Noctua NH-C14 CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• SecuFirm2™ Befestigungsmaterial für die Sockel: 775, 1156, 1155, 1366, AM2, AM2+, AM3
• 2x140mm Noctua NF-P14 Lüfter
• Low-Noise Adapter (L.N.A.), Ultra-Low-Noise Adapter (U.L.N.A.)
• Wärmeleitpaste Noctua NT-H1
• Montageanleitung, Schraubendreher, Case Badge





Die technischen Daten des Kühlkörpers:




Die technischen Daten des Lüfters:





Das Sockel 1366 Testsystem:

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Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die aufwendige Verpackung hinterläßt einen hoffnungsvollen Eindruck, nämlich den, das der Kühler den Transport ohne neues Lamellendesign überstanden hat. Wir erwähnen dies nicht ohne Grund, denn nicht selten korrespondiert die Verpackung nicht mit der Qualität des Inhaltes, was leider oftmals in verbogenen Lamellen und ersten Pflasteraktionen mündet. Diesbezüglich geht Noctua aber auf Nummer Sicher und ordnet den Inhalt gut gepolstert und strukturiert an.
Wenn wir uns das erste Bild anschauen wird deutlich, das Minimalismus nicht auf der Agenda des Jahres 2011 steht, wenn es um Kühler Designs geht. Auch der neue NH-C14 verfügt über gewaltige Ausmaße und die erfordern ihren Tribut in Form von Platzbedarf. Die Kühlfläche der 68 Lamellen erreicht fast die magische 4000cm² Schwelle, was im Vergleich zum NH-C12P mit 2800cm² eine deutliche Steigerung darstellt. Der Prolimatech Genesis erreicht übrigens auch fast 4000cm² Kühlfläche, große Twin-Tower Kühler wie der Noctua (NH-D14 6100cm²) und der Thermalright Silver Arrow (6900cm²) verfügen noch über deutlich mehr Substanz.

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Die Verarbeitungsqualität des neuen Top-Blow Boliden von Noctua ist über jeden Zweifel erhaben und hat ein Niveau erreicht, wo selbst Vorzeige Herstellern wie Thermalright nur noch das zustimmende Kopfnicken bleibt. Die 68 Lamellen wurden unglaublich akkurat mit den Heatpipes verlötet, wir haben keine Spur von Lötresten oder unsauberem Umgang mit dem Basismaterial entdecken können. Dies gilt gleichermaßen für die Vernickelung, die nicht nur optischen Gesichtspunkten genügen soll, sondern gleichermaßen die Oberflächen vor Korrosion schützt. Deutlich sichtbar sind die eingesteckten hellen Siliconleisten, damit die Lüfter keinen direkten Kontakt zum Kühler erhalten, womit gleichzeitig auch ein Mindestmaß an Entkoppelung erreicht wird.
Die einzelnen in keiner weise scharfkantigen Lamellen verfügen über eine Wandstärke von 0,4mm was im Verbund mit der Verlötung eine enmorm stabiles Gerüst bewirkt. Ob und warum man die ohnehin nicht gerade spartanischen Abmessungen des Kühlers noch durch besondere Spitzen an den Heatpipes künstlich verlängern muß, bleibt offen. Unabhängig davon kühlt das Auge natürlich auch mit, insofern überwiegt in diesem Fall vermutlich die Optische Attraktivität.

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Kommen wir nun noch einmal etwas detaillierter zum Kühler-Layout, das sich wie folgt charakterisieren läßt: die sechs 6mm Heatpipes in C-Form werden mittig durch die 18,6mm starke Kühlerbodenplatte unterbrochen, die aus einem vernickelten Kupferkern besteht. Die Heatpipes wurden im Bereich der Bodenplatte sehr sauber und wiederum äußerst präzise verlötet. Die Anordnung der Heatpipes im Lamellengeflecht des Radiatorenturms ist logisch und folgerichtig so vorgenommen worden, das alle Heatpipes direkten Kontakt mit der ventilierten Luft erhalten. Noctua verzichtete auf eine konvexe Kühlfläche, auch wenn diese bei einigen Intel CPU-DIEs Vorteile erbringen könnte, weil diese in der Regel konkav gefertigt sind, der Hut würde also besser zum Deckel passen. Trotzdem haben wir noch kein System erlebt, wo eine plane Kühlfläche nennenswerte Nachteile erarbeitete, ganz im Gegenteil. Insofern waren wir froh, das Noctua nun nicht auch noch auf den Konvex-Zug von Thermalright oder Prolimatech aufspringt. Die Oberflächengüte der Kühlfläche ist fernab jeglischer Kritik, hier wurde akribischer Feinschliff betrieben, so sollte es im Idealfall auch sein. Auffällig sind die symmetrischen Schleifmarken auf der Bodenplatte (Noctua nennt dies Micro-Grooves), mit denen Noctua eine bessere Verteilung der Wärmeleitpaste realisieren möchte.
Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir an dieser Stelle nachhaltig bremsen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 1,65mm kein Blumentopf zu gewinnen. Dieser Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt, darum ist auch der Noctua Kühlkörper für passive Kühlungen weder zu empfehlen noch konzipert worden. Dieser geringe Lamellenabstand erfordert im Prinzip Lüfter mit hohem Fördervolumen, da die Lamellen aber relativ schmal gefertigt wurden, hält sich diese Richtlinie in Grenzen.
Der größte Nachteil im Vergleich zu einem aktuellen Towerkühler ist die C-Anordnung der Heatpipes, denn die U-Form der Towerkühler wurde nicht ohne Grund so gewählt, da diese spezielle Ausrichtung zumindest theoretisch eine Verdoppelung der Heatpipe Effektivität bewirkt, sozusagen ein Zwei-Wege Wärmeabtransport. Ein weiterer Nachteil ergibt sich ebenfalls aus der C-Anordnung und der hat etwas mit der Gravitation zu tun, auf diesen speziellen Aspekt gehen wir im Einbau Kapitel aber noch detaillierter ein. Noch ein Wort zum Gewicht des Noctua Kühlers, 1014 Gramm klingt auf den ersten skeptischen Blick viel, ist aber als unproblematisch zu werten, da diese Kühler grundsätzlich großflächig verschraubt werden, dadurch wird das Gewicht gleichmäßig verteilt und hängt nicht an fragilen Nasen-oder Klammerhalterungen.

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Kommen wir zu den NF-P14 Lüftern, die sich ja schon in unserem 140mm Lüfter Roundup 2009 Part II ausgezeichnet in Szene setzen konnten. Beide Lüfter verfügen über sorgfältig ummantelte (gesleevte) 40cm lange Kabel, an deren Ende 3-pin Molexstecker sitzen, was wir durchaus nicht als Nachteil empfinden. Das Thema PWM beäugen wir schon seit einiger Zeit mit einer gehörigen Portion Skepsis, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl, insofern waren wir nicht sonderlich traurig, das Noctua darauf verzichtete.
Wer über keine Lüftersteuerung und/oder Mainboard Optionen verfügt und die Lüfter in seiner Drehzahl absenken möchte, kann dies auch über die mitgelieferten beiden Low-Noise Adapter (L.N.A.) und Ultra-Low-Noise Adapter (U.L.N.A.) tun, die Drehzahlreduzierungen auf 900 U/min respektive 750 U/min ermöglichen.
Die Noctua Verhakungen ermöglichen eine kinderleichte Montage der Lüfter, ohne das mühsam ge-oder verbogen werden muß, was gleichermaßen die Lamellen und unsere Hände schützt. Die kleinen schwarzen Hakenpins in den Lüfterbohrungen sind auch auf andere Lüfter adaptierbar (siehe Scythe Slipstream Referenzlüfter), allerdings nicht auf unsere Noiseblocker Multiframe MF12 Referenzlüfter, deren Gummiecken dies erfolgreich verhindern.




Der Einbau:

Wie schon fast obligatorisch vergügt Noctua über eine vorbildliche Mainboard Kompatibilitätsliste, an der sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen dürfen. Auf unseren beiden Sockel 1366 Mainboards paßte der Kühler ebenfalls problemlos (Asus P6T WS Professional, Asus P6X58D Premium).
Schon sind wir bei den Einbau Details, zu denen wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren Spezial-Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt. Welche Paste ihr verwendet, spielt durchaus auch eine Rolle, darum legen wir euch an dieser Stelle unser entsprechendes Wärmeleitpasten Roundup ans Herz, in dem auch die Wärmeleitpaste von Noctua eine sehr gute Rolle spielte.

Die Kühlfläche des Noctua Kühlers haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was gleichzeitig auch den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir grundsätzlich für alle Kühler auch weiterhin die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen im Vergleich zu den bisherigen Tests kommt.
Über die Pushpin Kühlerbefestigung von Intel lassen wir uns an dieser Stelle nicht noch einmal aus, der Kühler verfügt über erstklassige Verschraubungen, insofern stellt sich diese Problematik ohnehin nicht.

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Der Einbau also solcher ist eigentlich recht einfach und chronologisch festgelegt, für unerfahrene Anwender sollte die beiden Anleitungen (jeweils eine für Intel und AMD) von Noctua offene Fragen klären können, dafür sind aber englische Sprachkenntnisse erforderlich. Wer das Prozedere lieber auf deutsch nachlesen möchte, kann dies leider nur online und zwar unter folgender URL:

Noctua NH-C14 Einbauanleitung -deutsch-

Unsere Kurzfassung:
Durch die Backplate (mit der gummierten Seite gen Mainboard) werden die vier Bolzen gesteckt und je nach Sockel (Vorschriften beachten) auf der Mainboardoberseite mit passenden schwarzen Gummitüllen bestückt. Dort werden die beiden Bügel passend aufgesetzt und mit den Rändelmuttern fixiert. Sollte sich der Sockelbügel für die CPU-Aufnahme nicht mehr öffnen lasen, so dreht einfach eine der Rändelmuttern (oder auch beide) wieder ab und öffnet den Bügel dann, so daß die CPU eingesetzt werden kann.

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Zwecks Montageerleichterung solltet ihr den Kühlkörper zunächst ohne Lüfter verschrauben, das erspart unnötiges Gefummel. Die Lüfter lassen sich hinterher sehr bequem und völlig stressfrei verhaken. Sollte der Kühler in einem HTPC oder Desktop Gehäuse zum Einsatz kommen, braucht ihr nicht weiterlesen. Wird der Kühler aber in einem normalen PC verbaut, wo das Mainboard naturgemäß hängt, dann ist die Einbauposition des Noctua Kühlers ganz wichtig. Die Abschlußspitzen der Heatpipes dürfen in einem PC in keinem Fall in Richtung Fussboden zeigen, weil die Heatpipes auf Grund ihrer C-Form Anordnung sonst gegen die Schwerkraft sprich Gravitation arbeiten, was deutliche Leistungseinbußen zur Folge hätte (letztes Bild, rote Pfeile). Also den Kühler bitte immer horizontal und niemals vertikal einbauen, zumindest nicht so vertikal, das die Abschlußkappen der Heatpipes nach unten in Richtung Fussboden zeigen. In einem HTPC oder andersartigen Desktopgehäuse spielt das keine Rolle, weil der Kühler samt Mainboard nicht hängt, sondern liegt.

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Das es auf Grund der Kühlerdimensionen sehr eng zugehen kann, ist sicherlich sehr deutlich zu sehen, unsere Corsair Dominator Module lagen fast an den Lüftern auf. Diesbezüglich bleibt aber noch etwas Spielraum, um die Lüfter ein wenig versetzt zu verhaken. Darüber hinaus existieren natürlich genug RAM-Module mit weniger ausgeprägten Heatspreadern. Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken der Lüfterstromkabel auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen werden.

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Nachtrag vom 09.05.2011: die im ersten Bild dargestellte Lüfteranordnung ist falsch, also ändert die Anordnung bitte so an, das beide Lüfter auf die CPU blasen ! die Werksanordnung der Lüfter bei unserem Testexemplars war demnach falsch vorgegeben.

In den beiden letzten Prinzipskizzen sehr ihr noch einmal, wieviel Platz effektiv vorhanden ist, wenn ein oder zwei Lüfter montiert werden. Für weitere Fragen empfehlen wir euch die entsprechende FAQs von Noctua:

Noctua NH-C14 FAQs




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) beinhalten und trotzdem noch annehmbare Förder-Volumina mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker Lüfter in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerungsqualität des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Dafür bietet er ein überragendes Luftvolumen, das gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken kann, somit war er für den Test wie schon so oft unsere erste Wahl.





Die Tests:

• Mit Core Temp 0.99.8.0, Real Temp 3.60, dem Hardware Monitor 1.17 und Aida64 Ultimate 1.60.1333 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben.
• Die Zimmertemperatur lag in allen Tests bei 20 °C (klimatisierter Raum). Da wir ausschließlich unser neues Asus P6X58D Premium Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 1366-kompatiblen Kühler noch einmal getestet, wodurch sich minimale Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben konnten.
• Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir die Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedlichen Messungen resultieren.
• Alle Kühler wurden und werden grundsätzlich in unsere Redaktionsrechner eingebaut, dadurch haben wir den entsprechenden Vergleich und identische Bedingungen. Die Begründung dafür ist realtiv einfach, weil sich das Volumen verändert, je mehr Widerstände im Rechner zu überwinden sind, hat ein offener Lüfteraufbau auf einem Schreibtisch keinerlei Aussagekraft. Ein Lüfter, der auf dem Tisch steht, kann sein Volumen nahezu ungehindert entfalten, ein Lüfter der im System als CPU-Kühler-Lüfter fungiert eben nicht, denn dort befinden sich Kabel und Komponenten und die machen sich nach dem Einbau eines Lüfters nicht automatisch unsichtbar, sondern beeinflussen erfolgreich den Luftstrom.
• Auf eine Verwendung eventuell implementierter PWM Ansteuerungen haben wir im Test ebenfalls verzichtet, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das gilt gleichermaßen auch für die teilweise irritationslastige Implementierung auf den Mainboards, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl...
Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test die Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test die Referenzlüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Verglichen haben wir den Noctua NH-C14 Kühler mit allen bisher getesteten Sockel 1366 Kühlern:














Der Noctua NH-C14 Kühler liefert ein mehr als respektables Resultat ab und kann auf dem Weg zu unserem Top-Blow Referenzsessel auch einige Towerkühler hinter sich plazieren. Die vorrangige Domäne dieses Kühlers sollte aber nicht der Performance Mode mit zwei Lüftern und 12 Volt Antsteuerung sein, sondern der 1-Lüfter Modus auf 7 Volt reguliert, denn das genügt immer noch für eine gute Kühlung und reduziert die Geräuschkulisse nicht unerheblich, was ja insbesondere für die HTPC Kunden sicherlich das primäre Kriterium darstellen dürfte.
Abschließend wollen wir noch ein Urteil zum Noctua NF-P14 FLX Lüfter fällen, der ja beileibe kein Unbekannter ist:
Das patentierte SSO Lager von Noctua gehört schon seit einiger Zeit zu den besten auf dem Markt und korrespondiert perfekt mit der hohen Verarbeitungsgüte der Noctua Lüfter, daran hat sich auch beim NF-P14 Lüfter nichts geändert. Der Lüfter kann sowohl vertikal als auch horizontal eingesetzt werden, ohne das sich daraus irgendwelche Nachteile ergeben. Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) reicht von 4,88 bis 13,42 Volt, ein ebenso überzeugendes Resultat. Bei einer Ansteuerung von 12Volt rotiert der P14 Lüfter mit 1213 U/min und erzeugt dabei einen Schalldruck von 26,3 dBA (0,7 sone), was wir als noch leise einstufen würden. Eine Absenkung auf 7 Volt reduziert die Drehzahl auf 879 U/min und den Schalldruck auf 20,1 dBA (0,1 sone), was wir für den angedachten Einsatz als ideal erachten. Nicht nur weil sich der Schalldruck deutlich reduziert, sondern weil auch die Fördermenge mit knappen 73 m³ immer noch ausreicht, um die Lamellen des NH-C14 Kühlkörpers ausreichend mit Frischluft zu versorgen. Davon abgesehen läuft der Lüfter wie erwähnt schon mit 4,88 Volt an, so daß ein Betrieb unter 5 Volt auch kein Problem darstellen würde, der Lüfter rotiert dann mit 614 U/min und erzeugt 15,6 dBA. Hier spielt aber die Serienstreuung eine große Rolle, zumal wie schon Exemplare verbaut hatten, die bei 5 Volt Ansteuerung nicht mehr anliefen. Die Herstellerangaben von maximal 110 m³/h bei 12Volt Ansteuerung konnten wir übrigens nicht bestätigen, diesbezüglich haben wir knapp 102 m³ gemessen.

Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review erarbeiteten Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System beziehen!





Unsere bisherigen Lüftertests
:


140mm Lüfter Roundup 2010

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

120mm Lüfterroundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008





Fazit:

Der Steinkauz hat an der richtigen Stelle gepickt, soviel ist mal sicher..., die Top-Blow-Kühler-Fraktion hat eine neue Referenz und die heißt Noctua NH-C14. Noctua düpiert mit diesem wahrlich nicht an Minimalismus kränkelnden Boliden nicht nur den schon sehr guten NH-C12P Vorgänger, sondern auch den einen oder anderen Tower Kühler. Natürlich stellt sich die Frage: wie hat Noctua dies erreicht? Einerseits wurde das ohnehin schon stimmige Grundkonzept weiter optimiert, in dem man die Bodenplatte und das Lamellengefüge weiter voneinander entfernt und somit gegenseitige negative Beeinflussungen durch die unmittelbare Nähe minimiert. Andererseits wurde die Kühlfläche deutlich vergrößert (NH-C12P 2800cm², NH-C14 3900cm²). Dazu addieren sich weitere Detailverbeserungen, die in der Summe ein stimmiges Gesamtkonzept herauskristallisieren und das kann der Kunde dann auch in der Praxis nachvollziehen, denn die Kühlleistung ist wirklich gut. Das dieses Kühlerkonzept die unmittelbare Sockelumgebung des Prozessors besser kühlt, als ein Towerkühler, ist ein offenes Geheimnis und darum werden diese Kühler auch nach wie vor profitabel verkauft.
Die Verarbeitung war schon immer eines der Markenzeichen von Noctua, aber inzwischen hat man unserer Meinung nach sogar Thermalright überflügelt. Kein anderer Hersteller liefert ein so sorgsam zusammengefügtes Gebilde aus Lamellen und Heatpipes. Jeder Quadratzentimeter dieses Kühlers ist eine Augenweide und die Qualität der Verlötungen sucht Ihresgleichen. Dazu gesellt sich dann noch das vorzügliche Ausstattungspaket, in dem es kaum an etwas fehlt, wäre da nicht der Umstand, das nach wie vor keine deutsche Einbauanleitung beigelegt wurde. Die Montage wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch ungeübte Kunden nicht vor unlösbare Probleme stellen und die Güte der Befestigung ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben, egal ob auf Intel oder AMD Plattformen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das zu so einem hochpreisigen Produkt auch eine entsprechend lokalkolorierte Anleitung gehört.
Der Preis wird sicherlich nicht jedem zusagen, auch wenn er für die gebotene Qualität des Gesamtpaketes mehr als angemessen zu bewerten ist. Wenn wir allerdings einen Wunsch frei hätten, dann sollte Noctua überlegen, ob der Kühler nicht eventuell auch in einer Einlüfter-Variante zu beziehen wäre. Das würde den Preis noch etwas senken und die Geräuschkulisse ohnehin. Der Kühlleistung tut es keinen gravierenden Abbruch und diejenigen unter uns, die den Kühler in ihr Desktop Gehäuse oder HTPC einbauen wollen, müssen den zweiten Lüfter nicht ungenutzt herumliegen lassen...
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in einer kompakten Übersicht:

Plus:
• wertige edle Haptik
• extrem gute Verarbeitung
• stabile Lamellen (0,5mm stark)
• sehr gute Kühlleistungen mit zwei Lüftern
• hohe Leistungsreserven
• gute Belüftung der CPU-nahen Umgebung
• für die enorme Größe noch akzeptables Gewicht
• sehr stabile Befestigung dank Verschraubung
• sehr gute Sockel Kompatibilität
• sehr gute Lüfter-Flexibilität
• sehr ausgewogene NF-P14 Lüfter
• absolut komplettes Ausstattungspaket

• befriedigendes Preis-Leistungsverhältnis (69,90€)
• sehr lange Garantiezeit (6 Jahre)

Minus:
• keine optionale Bestellung mit nur einem Lüfter möglich
• keine deutsche Anleitung





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Noctua NH-C14 CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold






Weiterführende Links:

Noctua


Noctua NH-C14 bei PC-Cooling


Wir bedanken uns bei Noctua sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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