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Achtung Tagan Piperock II 680 Watt Netzteil Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Tagan Piperock II 680 Watt Netzteil

- Update 29.06.2009 -






Einleitung:

Das ausschließlich Steine lange leben, sang schon der leider viel zu früh verstorbene Hans Hartz. Aber was will uns Tagan bezüglich seiner Produktnamen Superrock und Piperock tatsächlich mitteilen? das sie über unverrückbare Stabilität verfügen oder ihre Lebensdauer exorbitant hoch sei? Tagan hat jedenfalls mit dem Piperock II einen Nachfolger der sehr erfolgreichen Piperock Serie lanciert und mit diesem Boliden wollen wir uns befassen.
Für die verbaute Technik zeichnet abermals Impervio verantwortlich und das ist nicht der einzige prägnante Unterschied zum Vorgänger. Liebhaber der geschraubten Kabelstränge und beleuchteten Kabelports müssen sich allerdings umstellen, denn die fehlen komplett. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, zumal diese Features einem Patent von Topower unterliegen, für die Tagan keine Nutzungsrechte mehr besitzt, da man sich von Topwer bekanntermaßen getrennt hatte.
Ganz unbeleuchtet kommt das neue Piperock II trotzdem nicht daher, aber dazu mehr im Verlauf unseres Reviews. Da die Technik bis auf das hinzugekommene Kabelmanagement ziemlich identisch mit dem Supperock 680 Watt Netzteil wäre, darf man abermals erstklassige Laststabilität, hohe Leistungsreserven und ebenso hohe Effizienzwerte erwarten. Ob unser Optimismus mit dem rauhen Testalltag übereinstimmt, könnt ihr in unserem ausführlichen Praxistest nachlesen, wozu wie viel Vergnügen wünschen...




Lieferumfang:

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• TG680-U33II PipeRock II Serie 680 Watt Netzteil in Retailverpackung
• modulare Kabelstränge
• Kaltgeräteanschlußkabel
• Schrauben
• Kurzanleitung (mehrsprachig)




Die technischen Daten:

• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 680 Watt
• 180 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 672 Watt (56 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 28 A
• +5,0 Volt: 30 A
• +12 Volt V1: 18 A
• +12 Volt V2: 18 A
• +12 Volt V3: 18 A
• +12 Volt V4: 18 A
• -12 Volt: 0,5 A
• +5 Volt Standby: 4 A
• ATX Versionen: 2.2 und EPS12V Ver.2.91
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 120mm (Fluid Dynamic Bearing)
• Lüfter beleuchtet: nein
• Netzteil beleuchtet: ja
• Kabelmanagement: ja
• DC-to-DC Technik: ja
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: ja (teilweise)
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (150×86×180mm)
• Gewicht: ca. 2,83 Kg (ohne Verpackung)
• Fertigung nach RoSH Verordnung
• MTBF: k.a.
• bisherige Varianten: 580, 680, 780, 880
• aktueller Marktpreis: ca. 129 €
• Zertifikate: 80+ Bronze
• Garantie: 3 Jahre

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen ->Einsatzdauer ->Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden.
Die gerne bei Netzteilen beschriebene MTBF Angabe bei 25°C hat mit der Realität auch nicht viel zu tun, da Netzteile sehr selten Raumtemperaturen entwickeln...




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 E8600/Intel Core 2 Extreme QX6800
Mainboard
Asus P5E64 WS Professional Bios 0802
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Powercolor HD 3870 X2 + Crossfire-X
Monitor
Eizo S2100
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-A77, 4x Multiframe S2 Lüfter @5 Volt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate 64bit SP1, Windows 7 im Multiboot




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Aus der stabilen Verpackung schält sich einmal mehr ein schwarz gepulvertes Netzteil, wer hätte das für möglich gehalten? aber im Ernst, der äußerliche Unterscheidungsfaktor stellt sich für den Laien mittlerweile kaum noch dar, insofern kann natürlich niemand auf Grund der Optik auf die Leistungscharakteristik schließen. Das Gewicht des Stromwandlers liegt wieder bei knappen 3 Kg und die Qualität der Pulverlackierung hinterläßt einen sehr schlag-und kratzfesten Eindruck.
Das bei der aktuellen Weltwirtschaftslage an Produktionskosten gespart werden muß, dürfte sich jedem erschließen, trotzdem erwarten wir bei einem 130 € Netzteil etwas mehr, als nur vier Schrauben und ein Handbuch als Zugabe und ohne die Verkabelung gehts ja schlecht. Den fummeligen früher in Plastik eingefaßten Ein-Ausschalter hat man uns auch diesmal glücklicherweise erspart, wir registrieren also wieder sehr deutlich am Druckpunkt, ob der Schalter nun umgelegt wurde oder nicht.
Alle Anschlußports für das Kabelmanagement wurden sehr sauber und mit dem Gehäuse abschließend integriert, das hat den Vorteil, das die Ports das Gehäuse nicht noch zusätzlich verlängern, denn dies wäre bei weit herausstehenden Ports der Fall. Beschriftet wurden die Ports nicht, so daß diesbezüglich nur ein Blick ins Handbuch hilft, das in der Retailcharge der Serie sicherlich wieder sehr umfassend illustriert sein dürfte.
Die Abmessungen liegen mit ihren 150×86×180mm knapp außerhalb der ATX-Norm, trotzdem sollte sich eigentlich keine Probleme beim Verbau ergeben. Gitterförmige Aussparungen an der Frontpartie minimieren den Luftwiderstand der abzutransportierenden Abwärme aus dem Netzteil, was die Wirkung des Lüfters tatkräftig unterstützt. Airflow-störende Belüftungsschlitze in den seitlichen oder hinteren Gehäusebereichen sucht man glücklicherweise vergebens und das ist auch gut so, da durch diese überflüssigen Öffnungen zusätzlich warme Abluft aus dem PC-Gehäuse eindringen kann, was der Eigenkühlung des Netzteils nicht unbedingt zuträglich ist. Die Verarbeitung der Tagen Außenhülle bewegt sich auf sehr hohem und unspektakulärem Niveau.

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Eine schützende und stabilisierende Kabelmuffe für den Hauptkabelstrang existiert leider auch bei dieser Variante nicht, aber das sind wir ja von Impervio mittlerweile schon gewohnt. Das Lüftergitter ragt nicht über das Netzteilgehäuse hinaus, so daß es keine Versatzprobleme beim Einbau geben sollte. Wir erinnern uns: Probleme treten bei überstehenden Lüftergitter ein (z.B. beim Cooler Master Stacker STC-T01), wenn das Lüftergitter auf den seitlichen oder hinteren Auflagen für das Netzteil aufliegt und die Bohrungen für die Verschraubung des Netzteils am Gehäuse dadurch um wenigstens einen Millimeter verlagert werden. Auch wenn Kabelmanagement grundsätzlich eine komfortable Angelegenheit darstellt, rufen wir noch einmal unsere diesbezüglichen Hinweise in Erinnerung:

1. die zusätzlichen Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsabfällen...

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden eben auch viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil ohnehin verloren...
Trotz alledem erfreut sich Kabelmanagement höchster Beliebheit, auch wenn es in keinem technischen Vorteil aber naturgemäß höheren Preisen resultiert.
Die Verarbeitung der Außenhaut darf qualitativ als sehr gelungen betrachtet werden, auch wenn die optischen Finessen des Vorgängers fehlen.

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Als Lüfter wird analog zur Superrock Serie von Tagan ein hydrodynamisch gelagertes Exemplar von ProTechnic Electric (China) eingesetzt, das u.a. auch von be quiet, OCZ und Silverstone eingesetzt wird. Die Hersteller Kenndaten lauten dazu wie folgt:

• Kennnummer: MGA12012HF-025
• Lagerung: Fluid Dynamic Bearing (FDB)
• Gewicht: 180g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 120x120x25
• Lüfterblätter: 7
• max. Lautheit: 37 dBA
• max. Volumentransport (CFM): 80,48cfm (136,82 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 2500 U/min
• Stromaufnahme: 5,4 Watt
• Anschluß: 2-pin

Die Fluid Dynamic Lagerung wurde von Sony patentiert und wird beispielsweise in aktuellen HDTV Geräten eingesetzt, aber auch in Lüftern z.B. von Scythe oder eben ProTechnic Electric . Mit Hilfe dieses Lagers entsteht ein extrem geringer mechanischer Verschleiss, die Zunahme der Lagertoleranzen wird verhindert. Man darf also einerseits mit einer hohen Lebenserwartung rechnen und anderseits mit einer sehr ruhigen und harmonischem Laufcharakteristik.
Der Lüfter wurde sinnvollerweise blasend ins Netzteilgehäuse montiert, was nicht nur die Abwärme aus dem Netzteil befördert, sondern auch durch seinen Sog zum Abtransport der Abwärme aus dem Bereich CPU/Mainboard usw. unterstützend beiträgt, auch wenn dies natürlich nicht seine primäre Aufgabe darstellt.
Das Netzteil wird übrigens nicht direkt über den Lüfter beleuchtet, sondern über eine separat angesteuerte und entsprechend im Netzteil-Gehäuse angebrachte Diode. Das Ganze ist wesentlich dezenter als beim Vorgänger und erzeugt einen sehr ansehnlichen blauen Schriftzug, sofern man es denn von außen überhaupt erkennen kann, darum dürften PC-Gehäuse mit Window Seitenteil deutlich im Vorteil sein.




Die DC-to-DC Technik und die verbauten Komponenten:

Bevor wir uns gemeinsam die intern verbauten Komponenten und Baugruppen des Tagan Piperock II etwas eingehender anschauen, noch ein kurzer Schwenk auf die DC-to-DC Technik, damit jedem klar wird, warum dies überhaupt als Innovation angesehen werden kann und muß.

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So ganz neu ist dieser Begriff der Gleichspannungswandlung beileibe nicht, kennen wir ihn doch aus der KFZ Technik, Generatoren und natürlich von unseren Notebooks, wo diese Technik seit Jahren in den externen Netzteilen eingesetzt wird. Die Camper unter uns möchten diese Technik sicherlich nicht mehr missen, ermöglicht sie doch z.B. den Einsatz eines CD Players am 12Volt Netz ihres PKWs.
Einfach formuliert: es wird eine konstante Eingangsspannung durch periodisches Schalten so umgewandelt, das als Resultat am Ausgang ein anderer Spannungswert entsteht. Symptomatisch und darum Thema der Netzteilhersteller ist die herausragende Effizienz schon bei geringen Lasten, denn mit den herkömmlichen Techniken könnte ein Computernetzteil kaum an die magische 90% Effizienzschwelle herangeführt werden.
Wie aber funktioniert das Ganze nun in unseren Netzteilen?
Grundsätzlich ist es bei der herkömmlichen Netzteiltechnik in unseren PCs so, dass die Wicklungsverhältnisse im Trafo und der Speicherdrossel das Verhältniss der Ausgangsspannungen maßgeblich beeinflussen. Das hat aber den entscheidenden Nachteil, das so nur alle Spannungen (12V, 5V, 3,3V) entweder gemeinsam erhöht oder gesenkt werden können. Schon haben wir unser Hauptproblem im Blickfeld, denn die größten Lastschwankungen treten auf den 12 Volt Schienen auf, wohingegen die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen keine so deutlichen Lastunterschiede aufweisen, da sie ja in modernen Systemen eh nur noch eine untergeordnete Rolle spielen und die 12V Schienen, vereinfacht formuliert, die Hauptversorgung des Systems übernommen haben.
Das hat zur Folge, das unter Last die 12V Schiene einbricht und die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen eher noch in ihren Werten steigen. Dieser Umstand ist auch einer der Hauptgründe, warum die Netzteiltechnik der Zukunft auf den DC-to-Dc Wandlern basieren wird. Denn genau hier setzt die DC-to-DC Wandlung ein, die dieses Auseinanderdriften der Spannungsschienen vermeidet, da eine klar getrennte Regelung stattfindet.

Wir haben dazu eine kleine Skizze angefordert und auch noch einmal die Vorteile der DC-to-DC Technik aufgelistet:



• Es sind sehr hohe Wirkungsgrade möglich, da nur einmal von Wechselspannung auf Gleichspannung konvertiert werden muß.

• Mehr Leistungsvolumen auf der gerade für Grafikkarten und stromfordernden Komponenten so wichtigen +12 V Schiene(n). An den Leistungsdaten auf den Typenschildern kann man die neuen DC-to-DC Netzteile auch sehr gut identifizieren, da wie gesagt fast die gesamte Leistung auf der 12 Volt Schiene zur Verfügung steht.

• Stabilität ist grundsätzlich einfacher zu kontrollieren. Bei der Stabilität muß der Hauptaugenmerk nur auf die + 12 V Schiene gelegt werden, da die anderen Spannungen von dieser Schiene abgeleitet werden. Mit anderen Worten, ist die + 12 V Schiene stabil, dann sind praktisch automatisch alle anderen Spannungen mindestens genauso stabil.

• Zukunftssicher: da die +12 V Schiene auch in Zukunft immer mehr Bedeutung bei Computern bekommen wird als ohnhin schon, sind diese Netzteile auch in Zukunft perfekt auf neue Anforderungen optimiert.

• Es ist kein Problem mehr, die so wichtigen Toleranzen der einzelnen Stromschienen zu gewährleisten, somit steht die angebene 3%ige Toleranz für die Spannungsstabilität nicht nur auf dem Papier, sie findet auch in der Realität statt.

• weniger Ripple and Noise, da die Filterung wesentlich effizienter arbeiten kann

Natürlich ist diese Technik komplexer, als von uns dargestellt, aber wir haben versucht, die Thematik ganz bewußt etwas einfacher zu skizzieren, damit sie auch verstanden wird.
Wie bei jeder Technik, steht und fällt alles mit der profesionellen Umsetzung. Das heißt im Klartext, DC-to-DC regelt und implementiert sich nicht von allein, die Techniker müssen schon wissen, was sie tun.
Einen aktuellen Nachteil der DC-to-Dc Technik wollen wir nicht verschweigen, es können (je nach Implementierung) zuweilen verringerte Stützzeiten beobachtet werden. Warum dies so ist, steht zur Zeit noch nicht wirklich fest, wir werden dementsprechend weiter am Ball bleiben und bei neuen Erkenntnissen berichten. Eklatante Nachteile entwickeln sich aus diesem Umstand für den Endverbraucher bisher nicht.


Schon sind wir bei den wichtigsten Elementen eines Netzteils angelangt, den verbauten Komponenten im Inneren, denn das Netzteil entwickelt seine Leistung naturgemäß nicht durch die optischen Attribute seine Hülle. Wir beschränken uns dabei aber auf die wesentlichen Attribute, da ein zu tiefer Einstieg in die Materie nach unserem bisherigen Feedback die Masse der Leser kaum interessieren dürfte.

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Auf den ersten Blick hat sich am Impervio Layout wenig geändert, wenn man mal von den der zusätzlichen Platine und Komponenten für das Kabelmanagement absieht. Die Hotspots der Mosfets werden ähnlich wie bei Enhance über entsprechende Kühlbleche direkt an die ausladenden Aluminium-Kühler weitergeleitet, um eine schnelle Wärmeableitung zu gewährleisten. Die gut luftdurchlässige Kühlrippenform begünstigt den Airflow im Netzteil Gehäuse zusätzlich, so daß im Grunde keine der gefürchteten Hotspots entstehen können.
Die Platine (Revision C) besteht aus mit Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und somit schon der gehobenen Qualitätsklasse FR4, im Gegensatz zu den deutlich billigeren Pertinax Platinen FR1 bis FR3. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und bessere Hochfrequenzeigenschaften. Demzufolge steigt mit ihrem Einsatz auch die Signalqualität. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend. Wie man am freien Platinenplatz in der Mitte gut erkennen kann, ist dort noch Platz für einen weiteren Trafo, der dann vermutlich in den noch leistungsstärken Varianten zum Einsatz kommt, zumal der Aufdruck TG1000 deutlich darauf verweist, das die Platine auch in stärkeren Modellen verwendet wird.
Zum Thema DC-to-DC Technik lest bitte unseren weiter oben ausgearbeitetes Kapitel. Die Platine des EIN-Ausschalters ist für einen Teil der AC Filterung zuständig, in der Nähe befindet sich auch noch eine Sicherung und die ersten Kondensatoren, bevor der Strom dann an die Gleichrichter weitergeleitet wird. Dazu gesellen sich ein großer Trafo für die Hauptversorgung und ein kleinerer für die notwendige 5V Standby-Leitung, die z.B. unsere USB Geräte mit Strom versorgt.
Impervio setzt auf sage und schreibe drei große Elkos je 180 mikroFarad und 450V für den Primärbereich. Sie stammen aus dem Hause Toshin Kogyo, sind bis 85°C spezifiziert, stammen aus der LG Qualitätsklasse und signalisieren somit gehobene Qualität. Das man an dieser Stelle nicht auf Nippon Chemicon gesetzt hat, überraschte uns schon ein wenig, auch wenn Toshin Kogyo beileibe nicht aus der Elko-Restekiste stammt. Die Elkos des Sekundärbereiches stammen überwiegend von Teapo (SC Serie) und Capxon und sind in 105°C Varianten vorhanden. Spulen, X-und Y Kondensatoren und der Metal Oxide Varistor entstammen dem gängigen gehobenen Sortiment aus Japan. Kurz und gut, die Komponentenauswahl wurde sehr konsequent auf Qualität ausgelegt, was sich in unserem Testparcour hoffentlich sehr deutlich wiederspiegeln wird. Beim Thema Elkos mit 85°C und 105°C sollte man noch ins Kalkül ziehen, das 105°C Elkos eine beinahe doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu den 85°C Elkos vorweisen können, falls man das Thema damit abtun möchte, das der ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 eine zulässige Betriebstemperatur zwischen +10 und +50°C definiert.
Die Verarbeitung des Innenraums und die Qualität der verbauten Komponenten und Verlötungen stellt sich also als ausgesprochen hochwertig und akkurat dar, es wurde nur hier und dort mit Silicon fixiert, wo es auch notwendig ist. Wer sich immer wieder mal über die seitlichen Plastikfolien wundern sollte, diese Folien diesen dem Schutz vor der Außenhülle, damit Kontakkurzschlüsse wirksam verhindert werden. Ein paar zusätzliche Gummiummantelungen der Spulen zur Prävention gegen das Netzteilpfeifen hätten dem Gesamteindruck aber schon ganz gut getan.
Die so wichtigen Schutzschaltungen fehlen natürlich auch nicht, wobei man gerade diesbezüglich sehr differenzieren sollte, denn nicht überall, wo OCP, OVP usw. draufsteht, sind diese Schutzschaltungen auch wirklich aktiv. Es gibt durchaus Hersteller, die gerne mal diese Schaltungen wegrationalisieren, auch wenn es im Prospekt anders beschrieben steht. Die Motive dafür liegen auf der Hand, die Schutzschaltungen haben negative Auswirkungen auf die Effizienz eines Netzteils und da nur mit hohen Effizienzen gut geworben werden kann, wird gerne schon mal getrickst. Der Verbraucher hat diesbezüglich kaum eine Möglichkeit dies zu überprüfen, erst wenn sein Netzteil abraucht und alle angeschlossenen Komponenten mit in den Abgrund reißt, wird deutlich, was nicht funktioniert hat. Keine Sorge, auch das Tagan Piperock II Netzteil verfügt über aktiv funktionierende Schutzschaltungen und zwar in folgenden Varianten:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen

Auch das Tagan Netzteil entspricht bereits der RoSH Umweltverordung (Restriction of certain Hazardous Substances) entsprechen, die ab Juli 2006 in Kraft getreten ist, womit eine separate Werbung auf dieses Attribut entfällt, es ist mittlerweile einfach Vorschrift.




Die Verkabelung:



Ein Blick in der Verpackung hinterläßt einige Fragezeichen, warum wurden lediglich drei 4-pin Molex Stecker integriert? wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, fehlt ihm schon der erste Molex Stecker. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, fehlen die nächsten Stecker, das kann es also nun wirklich nicht sein und ist auch allein durch Kosteneinsparungen nicht erklärbar.

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Vereinzelte Kabelstränge dürften gerne etwas länger sein, aber grundsätzlich sollten sich auch vom Piperock II alle Gehäuse problemlos bestücken lassen. Die Flexibilität der ausreichend langen einzelnen Kabelstränge ist trotz der Ummantelungen als sehr flexibel zu bewerten, da haben wir schon deutlich störrischere Exemplare begutachten dürfen. Der 24 Pin Mainboard-Stromanschluß entspricht der aktuellen ATX 2.0/2.2 Norm und kann bei Bedarf um 4 Anschlüsse gekürzt werden, in dem man ihn einfach wegklippst, dadurch entfällt ein Adapter für Mainboards mit 20-poligem Anschluß.
Alle wichtigen Kabelstränge sind isoliert und ummantelt worden, das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt für Ordnung und minimiert Interferenzen. Warum allerdings einige Nebenstränge gänzllich unisoliert blieben, erschließt sich uns nicht. Genauso wenig, warum man seitens Tagan auf die so praktischen Kabelausziehhilfen verzichtete.
Die aktuellen Grafikkarten wurden bei der Kabel Konfiguration auch bedacht, neben dem obligatorischen 6-pin Anschluß finden wir auch einen Strang nebst 8-pin (6+2) Anschluß. Wie man allerdings einen SLI oder Crossfire Verbund mit den beiden Steckern bilden soll, bleibt ein ungelöstes Rätsel. Zwei Radeon HD4870 Grafikkarten beispielsweise, die von dem Netzteil problemlos versorgt werden könnten, benötigen bekanntermaßen jeweils zwei 6-pin Stecker, d.h. für die zweite Grafikkarte müssen Adapter her, da nicht genügend Anschlüsse vorhanden sind, sehr ärgerlich und vor allem unnötig...
Möglicherweise vermissen einige User Tachosignalgeber und temperaturgeregelte Anschlüsse, denen sei aber gesagt, daß sich genau dadurch nicht selten Probleme ergeben, denn es gibt nicht wenige Mainboards, die bei einer Drehzahl von unter 1000 U/min schlichtweg streiken.




Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik:

1. Leistungsspezifikationen von Netzteilen:
Es zeigt sich immer wieder in unseren Tests, daß weder die vollmundigen Herstellerangaben auf den Typenschildern, noch die angegebenen Wattzahlen auch nur annähernd etwas über das tatsächliche Leistungsvermögen eines Netzteils aussagen!
Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß es auch 450 Watt Netzteile gibt, die schon bei geringster Last einbrechen und nicht im entferntesten die angegebenen Leistungsparameter abrufen können. Im Gegensatz dazu existieren sehr leistungsstarke 300 Watt Netzteile, die auch hochgerüstete Systeme durchaus ausreichend versorgen können. Es ist also offensichtlich, daß die Wattangabe absolut nichts über die Leistungsfähigkeit eines Netzteils aussagt, die aufgeklebten Herstellerangaben leider sehr oft ganz genauso wenig.
Um dergleichen zu vermeiden, greift man am besten zu leistungsseitig ausreichend dimensionierten Qualitätsnetzteilen von Markenherstellern, die ihre Netzteile mit hochwertigsten Komponenten bestücken, da nur so wirklich erstklassige Spannungsstabilität und höchte Effizienzen sichergestellt werden können. Da wären z.B. Seasonic oder Enermax oder eben Firmen, die bei namhaften Herstellern fertigen lassen: Tagan (läßt mittlerweile bei Enhance und Impervio bauen), Corsair (läßt von Seasonic und CWT bauen), Silver Power (läßt von Seasonic bauen), um nur einige Beispiele zu nennen. In unseren Netzteil Reviews gehen wir speziell auf dieses Thema grundsätzlich sehr genau ein, so daß ihr immer bestens darüber informiert seid, welche Technik in eurem Wunsch Netzteil tatsächlich steckt.
Ein vor allem in der Übertaktergemeinde zentrales Problem und Qualitätskriterium ist die sogenannte "Stabilität" der einzelnen Spannungsschienen. Gerade bei qualitativ schlechteren oder schlichtweg überlasteten Netzteilen kann es dazu führen, daß die Spannungslinien von ihren Werten her einbrechen. So liefert ein Netzteil statt der erwünschten 12V dann etwa nur 11V und statt der benötigten 5V nur noch 4,7V oder noch weniger. Während eine gewisse Abweichung im Bereich der Toleranz liegt (siehe ATX V2.03 Spezifikation) und vollkommen unproblematisch ist, führen gröbere Abweichungen in der Regel zu Instabilität und Systemabstürzen, die leider auch nicht immer sofort als Netzteilproblem verifizierbar sind...
Grundsätzlich ist es so:
Bei einem PC-Netzteil wird die Leistung oft mit der Angabe "Total DC Output" (DC steht für Gleichstrom) ausgewiesen. Dieser Maximal-Wert sagt aus, wieviel Watt das Netzteil insgesamt auf allen Leitungen liefern kann. "Combined Power" setzt sich hingegen aus der maximalen Leistung der +3,3-Volt- und +5-Volt-Leitung zusammen. Einzel belastet ist mehr möglich, aber zusammen eben nicht, da müssen dann entsprechende Abstriche hinsichtlich der Belastung gemacht werden.
Über die +12-Volt- und +5-Volt-Leitung wurden früher u.a. Festplatten, CD-/ DVD-Drives und Disketten-Laufwerke mit Spannung versorgt. Die wichtigste Leitung war die 3,3-Volt-Leitung, über die das Mainboard den Prozessor (CPU), den Hauptspeicher (RAM), den AGP-Bus und nahezu alle PCI-Steckkarten mit Power versorgt. Vor dem Release der ATX-Spezifikation wurde diese sog. "I/O-Spannung" aus der 5-Volt-Leitung gewandelt. Ein gut dimensioniertes Netzteil sollte demnach ~30 Ampere auf der +5-Volt Leitung und ~25 Ampere auf der +3.3-Volt-Leitung liefern können, sowie mindestens 200 Watt Combined Power liefern.
Diese Empfehlung stammt allerdings noch aus der ATX 1.3 Zeit und hat sich entscheidend geändert, denn mittlerweile beziehen Core2 Duo/Quad und K8/K10 Systeme ihr Lebenselixier vermehrt, um nicht zu sagen hauptsächlich, aus den 12 Volt Leitungen. Intel hatte seinerzeit bekanntermaßen den ATX12V Stromstecker zur Entlastung eingeführt. Mittlerweile haben es die Hersteller auf den nForce 2/3/4 und Athlon K7/K8 Boards nachempfunden und bietet dort einen entsprechenden 12V-Anschluß an, bei aktuellen Sockel 775/1366 Boards sieht es nicht anders aus. Bei der nicht geringen Stromaufnahme dieser Mutterbretter ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich sollte diese +12 Volt Schiene ausreichend dimensioniert sein und wenigstens 15 Ampere pro 12V-Schiene liefern können, je mehr desto besser.
Wir wollen dabei aber nicht außer acht lassen, das die meisten Multi-Rail-Netzteile auch nur über virtuelle12V-Schienen verfügen, d.h. eine einzige starke 12V-Versorgung wird geteilt, die Teilstränge werden mit jeweils eigenen Überstromschutzschaltungen (OCP) versehen und bilden dann die "Rails". Wirkliche eigenständige Leitungen sind das nicht, darum spricht man von virtuellen Rails. Es existieren aber auch ebenso Netzteile, wo über mehrere Transformatoren (z.B. Tagan, Enermax) tatsächlich reale Mehrfachleitungen vorhanden sind, die dann auch entsprechend angesteuert werden können und jeweils OCP ermöglichen.
Die Verteilung bei mehrere Leitungen ist ohnehin ein Problem, denn wenn einzelne 12V-Schienen nicht genügend Ampere liefern, schalten seriöse Hersteller diese Leitungen für extreme Last zusammen und umgehen so eine mögliche Unterversorgung. Die Intel Norm sieht das zwar nicht vor, aber scheinbar hat Intel vergessen, was aktuelle schnelle Systeme aus der 12V-Leitung tatsächlich benötigen. Genau das ist auch der Grund, warum immer mehr Hersteller dazu übergehen, nur noch eine Leitung in ihren Datenblättern anzugeben, obwohl tatsächlich mehrere vorhanden sind, die aber real zusammengeschaltet wurden. Tagan z.B. bietet für einige Modelle einen sogenannten Turboschalter an, über den der Anwender die Zusammenschaltung bei Bedarf manuell erledigen kann. Andere Hersteller erledigen dies automatisch, was wir als praktikabler empfinden, zumal so dem Anwender diese Entscheidung abgenommen wird, was in der Konsequenz über Stabilität oder Instabilität in jedem Fall richtig entscheidet.

2. Power Factor Correction (PFC):
"Power Factor Correction" oder kurz PFC ist ein in der EU für PC-Netzteile mittlerweile vorgeschriebener Standard, um die Stromaufnahme von Geräten für das Stromnetz weniger belastend auszulegen. Schaltnetzteile beziehen den Strom in Form kurzer Impulse, was dazu führt, daß die sinusförmige Netzspannung durch die Erzeugung harmonischer Oberwellen verzerrt wird. Insgesamt ist die komplexe Lastcharakteristik eines gewöhnlichen PC-Netzteils für das Stromnetz sehr ungünstig, da eine hohe Phasenverschiebung von Spannung und Strom sowie eine allgemein hohe Verzerrung der Wellenform auftritt. Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto niedriger ist der "Power Factor" oder Leistungsfaktor eines Gerätes: Beträgt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom 90° ist der Leistungsfaktor 0 (0%, cos(90) = 0). Tritt hingegen keine Phasenverschiebung auf, d.h. sind Spannung und Strom perfekt synchron, ist der Leistungsfaktor 1 (100%, cos(0) = 1). Zu unterscheiden ist daher die sich aus der einfachen Rechnung Spannung*Stromstärke ergebende "Scheinleistung" sowie die den Phasenwinkel berücksichtigende "Wirkleistung": Stromstärke*Spannung*Leistungsfaktor. Der Leistungsfaktor beschreibt also zugleich das Verhältnis zwischen der an den Stromanschluß übertragenen "Wirkleistung" und der vom Verbraucher tatsächlich entnommenen "Scheinleistung" (Leistungsfaktor = Wirkleistung / Scheinleistung). Je weiter der Leistungsfaktor vom optimalen Wert 1 (100%) absinkt, desto höher ist die aus dem Stromnetz entnommene sogenannte "Blindleistung".
Passiv-PFC Systeme erreichen einen Leistungsfaktor von bis zu 0,8 durch Unterdrückung der harmonischen Oberwellen mittels eines relativ simplen, passiven Bausteins. Activ-PFC Systeme hingegen beziehen das Verhältnis zwischen der bestehenden Grundschwingung und den hinzugekommenen Oberwellen, den sogenannte Klirrfaktor, mittels einer integrierten Schaltung (IC) ein und regeln die Stromaufnahme gemäß dem Spannungsverlauf, als ob eine reine Widerstands-Last ohne Phasenverschiebung (d.h. Leistungsfaktor = 1) angeschlossen wäre. Active-PFC erreicht daher einen deutlich höheren Leistungsfaktor von über 95% und mehr. Zusätzlich ermöglicht die Schaltung eine einfachere Adaption an alle Stromnetze von 85 bis 265V.
Unser bevorzugtes Gerät, um den Wirkungsgrad in Zusammenarbeit mit einem Energy Monitor 3000 zu verifizieren, ist der grafische Leistungsmesser Peak Tech 2535. Mit diesem Gerät kann man sowohl Wirkleistung >Scheinleistung als auch Blindleistung und Leistungsfaktor ermitteln.
Allgemein handelt es sich bei PFC um eine Technologie, die der Verbesserung der allgemeinen Stromversorgung dienen soll, indem die komplexe Lastcharakteristik von Verbrauchern möglichst weit an jene einfacheren Geräte angepaßt wird.

3. Worin liegen die Neuerungen der ATX12V v2.0 bzw. 2.2 Norm?
Dies ist die modernste Spezifikation für Desktop Motherboards und Netzteilen, welche wesentliche Änderungen im Vergleich zum v1.3 Standard beeinhaltet:

• Die SATA Anschlüsse sind jetzt offiziell zertifiziert.
• Der Motherboard Hauptanschlussstecker wurde von 20 auf 24 Pins erweitert, um den Stromverbrauch auf dem PCI Express Bus besser verarbeiten zu können.
• Die neuen Spezifikationen fordern unter Volllast und typischer Last (50 Prozent) lediglich 70 Prozent Wirkungsgrad, bei geringer Belastung (bei unbelastetem Prozessor) sind sogar nur 60 Prozent gefordert. Als Empfehlungen nennt die Spezifikation 80 Prozent im typischen Lastfall, 75 Prozent unter Volllast und 68 Prozent bei geringer Belastung. Dazu der aktuelle ATX 2.2 Netzteil Design Guide.
• Die 6 Pin Aux Stecker sind weggefallen.
• Die Schaltungstechnik wurde zu dualen 12V Ausgängen modernisiert, welches CPU und Peripheriegeräten größere Stabilität garantiert. (siehe Kapitel 1 Leistungsspezifikationen)
Zusätzlich wurde die +12V Ausgangsleistung insgesamt erhöht, um den Verbrauch des PCI Express Erweiterungsteckplatz auszugleichen.
Das alles ist aber graue Theorie, denn aktuelle Netzteile werden nach Gusto der Hersteller und den Bedüfrnissen des Marktes gefertigt. Die ATX oder Intel Norm kann man bestenfalls noch als Anregung verstehen. Und was den Wirkungsgrad respektive Effizienz angeht, so nähern wir uns ende 2008 der magischen 90% Schwelle, da braucht man kein Prophet sein.

4. Belüftung Lautstärke und Effizienz:
Zwar steht heute bereits auf beinahe jeder Netzteil-Verpackung werbewirksam "Silent", gut beraten ist man damit zwangsläufig allerdings noch nicht. Oft entpuppt sich, was beim Start noch erstaunlich leise klang bei entsprechender Belastung als störende Lärmquelle. Ursache dafür sind zumeist nicht nur die hochdrehenden, lastgesteuerten Lüfter, sondern oft auch ein von den überlasteten Spannungswandlern verursachtes Pfeifen oder Brummen, das nicht selten von heftigen Vibrationen begleitet wird.
Allgemein läßt sich im Hinblick auf Lautstärke und Belüftung bei Netzteilen folgendes attestieren:
Moderne ATX- Netzteile verfügen je nach Bauart und Qualität über eine Wirkungsgrad (Effizienz) von rund 60-85%. Daraus ergibt sich, daß in Situationen, wo das Netzteil 150W Strom ans System liefert, im Gerät gleichzeitig gut 60Watt an Wärmeenergie entstehen, die abgeführt werden müssen um eine zu Instabilität führende Überhitzung zu vermeiden - ein nicht unbeträchtlicher Wert!
Die meisten aktuellen Netzteile verfügen dafür entweder über eine Last-oder Temperatursteuerung (oder eine Kombination), d.h. die Drehzahl der Lüfter wird automatisch angepaßt - die Lautstärke steigt mit Last bzw. Temperatur. Alternativ gibt es Modelle mit manueller oder halbautomatischer Regelung. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viel Lärmempfindlichkeit wird oft mit Überhitzung bezahlt. Wer also seine Hardware nicht riskieren oder dauernd zur Anpassung der Drehzahl hinter den Rechner krabbeln möchte, müßte diese zur Sicherheit entsprechend hoch einstellen und ist daher mit einem guten automatisch gesteuerten Netzteil bedeutend besser beraten.
Klar ist jedenfalls, daß z.B. Belüftungskonzepte, welche vorsehen, die vom System erhitzte Luft ausschließlich durch das Netzteil abzuführen, in doppelter Hinsicht problematisch sind: Erstens wird das Netzteil schlechter gekühlt, was unter Umständen wieder zu instabilen Spannungsschienen führen kann.
Zweitens müssen die Lüfter des Netzteils schneller drehen, um das gleiche Maß an Kühlung zu erzielen und werden somit zu einem stärkeren Lärmfaktor. Es sei denn, man dimensioniert den Netzteillüfter grundsätzlich so, daß ein Kompromiss möglich ist, z.B. durch einen volumenintensiven 120mm oder 140mm Lüfter.
Grundsätzlich sind darum Silentnetzteile, die mit einem oder 2 sehr langsam drehenden 80mm Lüfterm daher kommen, ob ihrer Kühlleistung eher skeptisch zu beurteilen, auch wenn es diesbezüglich Ausnahmen gibt, siehe Seasonic oder PC Power &Cooling.
Zu Thema Effizienz ist noch abschließend anzumerken, das sich wohl sehr wenig ändern wird, solange die überwiegende Mehrzahl der Käufer hauptsächlich auf Preis, Ausstattung und Leistung achtet und nicht bereit ist, für Energie-Effizienz mehr Geld zu bezahlen. Ansonsten hoffen wir auf die ersten 90+ Netzteile, die nach der CeBIT 2009 realisiert werden sollen.

5. Schutzschaltungen:
Aktuelle hochwertige Netzteile verfügen über zahlreiche chipgesteuerte Schutzmechanismen, um unsere verbaute teure Hardware vor Beschädigungen durch Kurzschlüsse, Spannungsspitzen und anders geartete Irritationen zu schützen:

• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• OVP AC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OVP DC (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• SIP (Surge and Inrush Protection) - Schutz vor unvorhergesehenen Stromstößen

Sollten eure ins Auge gefassten Netzteile die allermeisten dieser Schutzmechanismen nicht beinhalten, solltet ihr von einem Kauf Abstand nehmen, denn diese Netzteile reissen bei entsprechenden Problemen nicht selten angeschlossene Hardware gleich mit in den Abgrund...!

6. Powergood Wert:
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für einen erfolgreichen Start bejahen. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms.

7. Netzteilpflege:
Natürlich hält sich die mögliche Pflege bei einem eingebauten Netzteil in eng gesteckten Grenzen, aber zumindest hin und wieder sollten die Lüfter mit Druckluftspray ausgeblasen werden, damit sich die Situation nicht irgendwann so darstellt, wie auf den folgenden Bildern. Wobei anzumerken wäre, das hier nicht nur Staub, sondern auch Nikotin sein Unwesen getrieben hatte...

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Bitte keinesfalls mit Staubsaugern arbeiten oder mit Schraubenzieher in den Netzteilen herumstochern, es wäre nicht das erste mal, das sich dann im Staubbeutel Elkos und MOVs wiederfinden. Von der Gefahr eines selbst provozierten Kurzschlusses ganz zu schweigen !




Die Montage:

Ein Netzteiltausch sollte auch den ungeübten Anwender vor keine größeren Probleme stellen, insofern schenken wir uns den detaillierten Ablauf, weisen aber auf wichtige Aspekte deutlich hin.
Die wichtigste Grundregel bei Bauarbeiten am eigenen Rechner ist, daß ihr alle Komponenten spannungsfrei macht.
Dazu müßt ihr als erstes das Netzteil ausschalten oder noch besser das Netzkabel abziehen.
Doch jetzt ist der Rechner noch nicht völlig spannungsfrei, da sich auf dem Mainboard und dem Netzteil noch geladene Kondensatoren befinden.
Diese Kondensatoren sollen im Betrieb Stromschwankungen ausgleichen.Normalerweise entladen sich die Bauteile von selbst, dies kann aber bis zu 10 Minuten dauern.
Wer hat aber schon so viel Zeit und möchte dies abwarten ? Mit einem kleinem Trick könnt ihr die Restelektrizität loswerden: Ihr müßt einfach noch einmal den Einschaltknopf drücken,nachdem ihr das Netzkabel entfernt habt.
Ihr werdet merken, daß die Lüfter nochmals kurz anlaufen und sofort wieder stillstehen.
Jetzt ist der Rechner garantiert spannungsfrei und das alte Netzteil kann problemlos gegen das Neue getauscht werden.

Vergeßt bitte nicht, euch vor den Arbeiten entsprechend zu erden !




Der Test:

Vor dem Einbau des Netzteils und vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich nur eine erste Funktionskontrolle statt, den wir mit dem Power Supply Tester durchführen. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht return to Sender...
Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für ok befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim Tagan Piperock II Netzteil mit 280ms offenkundig der Fall war.

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Nachdem wir unseren 12-stündigen Belastungstest abgeschlossen hatten (Prime95 und 3DMark2005 im Loop), konnten wir die Meßwerte unserer eingesetzten Testprogramme (Everest 5.01.1742, SiSoftSandra 2009 und HWMonitor 1.14) vergleichen und haben sie danach zur besseren Fehlerkorrektur gemittelt sowie mit den direkt am Mainboard gemessenen Fluke 179 (aktuell kalibriert) Multimeter-Werten verglichen, wobei die real gemessenen Werte natürlich eine deutlich größere Relevanz aufweisen, als rudimentäre Software-Resultate vorgenannter Tools.
Die Effizienz haben wir mit Hilfe des exakt kalibrierten grafischen Leistungsmessers PeakTech 2535 für Messungen von 0,0 Watt bis 4 kW/0,0 bis 600 V und 0,0 bis 15 A (mit externem Zangen-Adapter bis 1000 A) und einem Energy Monitor 3000 von Voltcraft ermittelt.
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Der Hersteller hat auf unseren Wunsch hin den Messbereich aber auf 5 bis 75 dBA reduziert, so daß wir auch geringere Bereiche berücksichtigen können. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Service.
Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Abluft des Netzteils direkt per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung respektive Eigenkühlung des Netzteils.
Das Seasonic Power Angel ermöglichte uns, die PFC Werte zu ermitteln und sie mit den Werten des PeakTech 2535 zu vergleichen.



Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :

Ausgang Toleranz Umin. UNom. Umax.
[%] Volt Volt Volt
+12 V* 5 11,4 12,00 12,60
+5V 5 4,75 5,00 5,25
+3,3V 5 3,14 3,30 3,47
-5V 10 4,50 5,00 5,50
-12V 10 10,80 12,00 13,20
+5Vsb 5 4,75 5,00 5,25




Die Testwerte des Tagan Piperock II 680 Watt Netzteil:


Leistungskategorie
+3.3V
+5V
+12V
PFC
niedrigster Wert
3,29V
4,98V
12,03V
97,5%
höchster Wert
3,37V
5,07V
12,10V
99%
durchschnittlicher Wert
3,33V
5,03V
12,07V
98,5%




weitere Testergebnisse
Rubrik: bis 20% Last 20% Last 50% Last 80% Last Vollast
Temperaturen 25,5°C 31,5°C 35°C 39,5°C 42,5°C
Lautheit des Lüfter 18 dBA (0,1 sone) 18 dBA (0,1 sone) 21 dBA (0,2 sone) 25,5 dBA (0,6 sone) 29 dBA (1 sone)
Wahrnehmung des Lüfters kaum hörbar kaum hörbar sehr leise leise noch leise
Netzteil Elektronik Geräusche keine keine keine keine minimal
Effizienz (230VAC) siehe extra Tabelle 82% 85,5% 87% 83%


Effizienzwerte unterhalb 20% Auslastung
Rubrik: 5% Last 10% Last 15% Last
Effizienz (230VAC) 77,5% 79% 80,5%


Wer sich über die schlanken 180 Watt combined Power für die 3,3 Volt und 5 Volt Schiene Gedanken macht, grübelt einmal mehr an der falschen Stelle, denn aktuelle Systeme belasten das Netzteil überwiegend auf den vorhandenen 12 Volt-Leitungen und dort sind 672 Watt (56 Ampere) normalerweise für jedes Desktopsystem und darüber hinaus dank DC-to-DC Technik mehr als ausreichend dimensioniert. Intels neue Nehalem Systeme ziehen aus der 3,3 Volt Schiene zwar vermehrt Strom, aber auch diesbezüglich besteht angesichts der üppigen 28 Ampere kaum Grund zur Sorge.
Die Toleranzen der einzelnen Leistungsschienen des Tagan Piperock II 680 Watt liegen bei sehr guten 2% bis 3%, aktuelle Technik ermöglicht Toleranzen von 1 bis 3% für die 12V/5V und 3,3 Volt Schienen, Netzteile mit durchschnittlichen oder minderwertigen Komponenten erreichen bestenfalls 5%, wenn überhaupt.

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Unser System mit dem guten alten "Stromsparer" Intel Core 2 Extreme QX6800 rief zusammen mit einem HD3870 X2 Crossfire Pärchen unter Last 635 Watt ab (übertaktet maximal 710 Watt), so das wir sehr gut ausloten konnten, ob das Netzteil auch im Grenzbereich Reserven bietet. Bei weiteren Übertaktungen und 779 Watt Strombedarf sprachen allerdings die Schutzschaltungen an, was völlig korrekt und innerhalb der gewünschten Parameter funktioniert. Solche Reserven bietet ein NoName Netzteil nicht mal ansatzweise, ein weiteres Indiz also für erstklassig verstandene und umgesetzte DC-to-DC Netzteiltechnik.
Wie immer der Hinweis: Bitte nicht nachmachen !

Die Lautstärke des Lüfters ohne Last war mit 18 dBA bei 752 U/min subjektiv als nicht wahrnehmbar zu deklarieren, wobei er bei diesem Lastzustand mit knappen 4,4 Volt versorgt wird. Unter Last ab etwa 400 Watt stellt sich die Geräuschsituation etwas anders dar, hier steigert sich der Lüfter bis zu maximal 29 dBA bei 1278 U/min, was aber immer noch akzeptabel wäre, weil er durch andere aktive Lüfter übertönt wird. In den hohen Lastbereichen muß auch für ausreichend Belüftung gesorgt werden und dies kann in dieser Leistungskategorie kaum geräuschlos erfolgen.
Die Netzteilelektronik trat geräuschtechnisch außer einem minimalen Surren des Lüfters kaum in Erscheinung, weder Pfeiffgeräusche noch anders geartete Störgeräusche waren während unserer Tests zu identifizieren. Der Lüfter agierte ohnehin sehr zurückhaltend, von Lagergeräuschen o.ä. war nichts zu registrieren. Die Eigenkühlung des Netzteils funktioniert dank 120mm Lüfter und optimiertem Airflow ausgesprochen gut. Im Idle Modus beliefen sich die Temperaturen fast durchweg bei sehr guten 31,5°C, unter Last steigerte sich der Thermo-Haushalt auf knappe 42,5°C, was eindeutig für die gute Kühlung dieses Netzteils spricht. Was die Effizienz sprich den Wirkungsgrad angeht, so erreichte das Tagan Netzteilbei 80% Last mit 87% den besten Wert, ein sehr gutes Resultat. Bis 20% Last haben wir den Wert gemittelt, d.h. aus 5%, 10%, 15% den Peakwert entnommen. Darüber hinaus stehen 0,7 Watt Stromverbrauch im Standbymodus (ausgeschalteter Rechner) zu Buche, auch das geht in Ordnung.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit den verwendeten Test-Komponenten beziehen...



Die wichtigsten Leistungsdaten, Effizienz und Temperaturen aktuell von uns getesteter Netzteile im Vergleich:


zur aktuellen Liste




Die Top-Ten der bisher getesteten Netzteile (aktualisiert) :

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:

1. das Netzteil muß aktuell verfügbar sein

2. es muß sich um eine aktuelle Revision handeln

3. wenn eine Netzteilserie mehrere Modellvarianten umfaßt, erscheint in dieser Liste das unserer Meinung nach beste Netzteil aus der Serie

Eine direkte Vergleichbarkeit hat in dieser Liste allerdings keine primäre Relevanz, das ist schon auf Grund der oftmals unterschiedlichen Leistungsklassen und Konzepte ohnehin nur bedingt möglich...


Netzteil Topliste:
Seasonic M12D 850 Watt
Enermax Revolution 85+ 850 Watt
Tagan Superrock TG680-U33II 680 Watt
Enermax Modu82+ 625 Watt
Tagan Piperock II TG680-U33II 680 Watt
Zalman ZM660-XT 660 Watt
Cooler Master Silent Pro M-Series 600 Watt
Silverstone Element ST60EF 600 Watt
Silverstone Nightjar ST45NF 450 Watt
Arctic Cooling Fusion 550R 500 Watt





Fazit:

Die innovative DC-to-DC Technik wurde von Impervio einmal mehr erstklassig umgesetzt und trägt fraglos entscheidend zum fabelhaften Leistungs, Stabilitäts und Effizienz Auftritt des neuen Tagan Piperock II Netzteils bei. Die Differenzen zum Tagan Supperock 680 Watt sind relativ gering, auch wenn hier und dort insbesondere bei den internen Baugruppen der Rotstift angesetzt wurde. Nichtsdestotrotz agiert auch dieses Tagan Netzteil sehr leise und weitestgehend unauffällig, was eindeutig für die eingesetzte Technik spricht.
Ärgerlich sind allerdings die Verkabelungspannen, denn wir vermögen nicht einzusehen, warum ein so hochpreisiges Netzteil nur zwei PCI-E Anschlüsse besitzt, warum nur drei 4-pin Molex Stecker, keine Ausziehhilfen und wirklich komplett ummantelte Kabelstränge vorhanden sind. Wenn überhaupt benötigt der Übertakter und SLI respektive Crossfire Kunde so ein Netzteil und die dürfen sich dann Adapter besorgen? Das gilt gleichermaßen für den Anwender, der drei Gehäuselüfter mit 4-pin Molexsteckern und darüber hinaus auch seine Lüftersteuerung anschließen möchte. Da wäre dann ebenfalls der erste Adapter fällig, weil ja überhaupt nur drei 4-pin Molex Stecker vorhanden sind. Kommt noch eine anzuschließende Wasserkühlung hinzu, dürfen weitere Adapter gekauft werden. Das ist schwerlich bis überhaupt nicht einzusehen, zumal die Betroffenen sicherlich gerne auf die Beleuchtung verzichtet hätten, wenn dann im Umkehrschluß zumindest die Verkabelung komplett wäre.
Wir haben unsere Kritik sehr deutlich bei Maxpoint vorgetragen und man versprach uns, darüber intern zu diskutieren, warten wir also ab, was dabei herauskommt. Sollten sich unsere Kritikpunkte in der laufenden Serie durch Nachbesserungen relativieren, wird der Test ein Update erhalten, das steht natürlich außer Frage.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:
• sehr gute Verarbeitung
• äußerst robuste Lackierung
• hervorragende Effizienzwerte (unter 20%, 50% und 80% Last)
• sehr niedrige Spannungstoleranzwerte
• ausgezeichnete Stabilität und Stützzeit
• sehr hohe Leistungsreserven (bis maximal 779 Watt)
• korrekt ansprechende Schutzschaltungen
• sehr gute active PFC-Werte
• sehr gute Eigenkühlung
• sehr laufruhiger und ausgewogener Lüfter
• keine Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• ausgereifte DC-to-DC Technik
• gute Integration des Netzteils ins Kühlmanagement des Gehäuses
• sehr effektive Kabelabschirmungen und Isolierungen
• meistens mehr als ausreichende Kabllängen (über 50cm)
• hochwertige Bauteile
• 105°C Nichicon GG Kondensatoren im Primärbereich
• 105°C Teapo und Capxon Kondensatoren im Sekundärbereich
• akzeptables Preis-Leistungsverhältnis

Minus:
• IDE Stecker ohne Herausziehhilfen
• zu wenig IDE Stecker (3 Stück)
• Kabelstränge nicht komplett ummantelt (gesleeved)

Update:
wie uns Maxpoint heute versicherte, werden die Tagan Piperock II Netzteile mit 680 und 780 Watt künftig mit zwei weiteren PCI-E Kabeln ausgerüstet, so daß sich deren Zahl auf insgesamt vier erhöht. Somit können auch ohne Adapter entsprechende SLI und Crossfire Systeme bestückt werden. Käufer früherer Chargen, können die fehlenden Kabel bei Maxpoint nachbestellen. Darüber hinaus erhält der Hauptkabelstrang auch die fehlende Kabelmuffe, damit der Strang vor den Gehäusekanten geschützt ist.





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Tagan Piperock II 680 Watt Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Gold







Weiterführende Links:



Maxpoint/Tagan



Wir bedanken uns bei Maxpoint Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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