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Lancool PC-K9X Midi Tower







Einleitung:

Als Lancool im April 2011 die neue First Knight Gehäuse Serie lancierte, waren viele Fans der Lian Li Tochter enttäuscht. Die Symbiose aus Stahl und Aluminium war nicht mehr vorhanden, wo früher ein Stahlkorsett von edlem Aluminium umgeben war, befand sich jetzt Stahl gepaart mit schnödem Kunststoff. Das sind zwar die Zutaten der allermeisten aktuellen Gehäuse Hersteller, der Lancool Liebhaber erwartet aber etwas völlig anderes, zumal sich auch die Optik kaum noch von den fernöstlichen Blinkiblanki-Gehäusen unterschied. Lancool hat auf die Kritik reagiert und endlich wieder ein Gehäuse nach der traditionellen Corporate Identity entwickelt: den PC-K9X Midi Tower.
Seitenteile, Frontklappe, Gehäusedeckel werden aus Aluminium gefertigt, das Gehäuse Skelett oder auch Chassis wie gewohnt aus Stahl. Klingt kompliziert, ist aber ebenso genial wie simpel, wie wir noch sehen werden. Das diese Kombination den Preis des Gehäuses schon fast zwangsläufig in überschaubare Regionen minimiert, erfreuen sich Lancool Gehäuse dieser großen Beliebtheit. Hinzu kommt noch ein ganz entscheidender anderer Aspekt, die Verarbeitungsqualität entspricht der des Lian Li Mutterkonzerns und das sind kaum widerlegbare Verkaufsargumente. Ob dies für das neue PC-K9X immer noch gilt, haben wir euch analysiert. Was sich in unserem Test an Fakten herauskristallisierte, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Review, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Lancool PC-K9X Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial
• vier Kabelbinder
• Netzteilhalter
• Piezo Lautsprecher
• Handbuch (mehrsprachig)




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Basisstruktur: Stahl (SECC 0,8mm)
• Frontverkleidung: Aluminium
• Seitenteile und Deckel: Aluminium
• Farbe: schwarz (Innenraum schwarz)
• Abmessungen: 210 x 472 x 505 mm (BxHxT)
• Formfaktor: ATX / Micro-ATX / Mini-ITX
• Gewicht: ca. 8,3 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 8
• Durchführungen für WaKü: zwei
• Mainboardschlitten: nein
• CPU-Kühler Einbauoptionen: bis 160mm Bauhöhe
• max. Grafikkartenbautiefe: bis 285mm (ohne HDD-Käfig 415mm)
• max. Netzteilbautiefe: bis 240mm
Lüfter- Konfiguration:
Frontseite: 2x 140mm
Heckpartie: 1x120mm
• Staubfilter: Frontlüfter, Netzteil
• I/O Panel: 2x USB 3.0 für 20-pin Header, 1x HD+AC 97 Audio
• Laufwerks-Optionen:
3x 5,25 Zoll (extern)
6x 3,5 Zoll (intern, modular)
4x 2,5 Zoll (intern)
• mögliche Farbvarianten: schwarz und silber
• Preis: ca. 85 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:





Gehäuse-Verarbeitung und Technik:

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Da ist es wieder, dieses untrügerische Gefühl, quasi ein Lian Li Gehäuse auszupacken und nur am Gewicht den Unterschied zum Lancool zu spüren. Die Optik läßt den Mutterkonzern überdeutlich werden und das ist bestimmt kein Vorwurf. Aber widmen wir uns zunächst den technischen Fakten. Stylistisch wurden keine Experimente gewagt, schnörkelos dezentes Design gepaart mit hoher Verarbeitungsqualität und klassischem Outfit. Dafür stand Lancool auch schon vor einigen Jahren und hat sich offensichtlich an den früheren Erfolg erinnert.
Wie bei allen aktuellen Lian Li oder Lancool Gehäusen, wird das I/O Panel grundsätzlich benutzerfreundlicher plaziert. Man erreicht alle Knöpfe und Anschluß-Ports ohne Verrenkungen, egal wo das Gehäuse aufgestellt wird. Die beiden USB 3.0 Ports haben genügend Abstand zueinander, so daß auch ausladende USB-Sticks nebeneinander ihren Platz finden. Die staubanfälligen Ports wurden unter einer mit einem satten Plopp schließenden Klappe geschützt angeordnet, das hat nicht nur Stil, sondern erweist sich als Staubschutz in der Praxis auch als äußerst sinnvoll. Die Funktions-LEDs finden wir ausschließlich im oberen Bereich der abnehmbaren Frontverkleidung, wo einerseits der Betrieb des Systems (blaue LED) und andererseits die Festplattenzugriffe optisch dargestellt werden (rote LED). Augenscheinlich wäre noch Platz für einen eSATA Port vorhanden, aber bei Gehäusen unter 100€ tut sich Lancool respektive Lian Li immer etwas schwer mit derartigen Zugaben.
Sehr schade ist auch die Tatsache, das werksseitig kein Disketteneinschub bzw. 3,5" Einschub vorhanden ist. Diese Technik mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? Außerdem gibts es auch von Lian Li sehr schnuckelige und technisch ausgereifte Cardreader, die man ohne Einschub ebenfalls nicht einbauen kann.

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An dieser Stelle sollten wir vielleicht erwähnen, dass dieses Gehäuse in vier verschiedenen Varianten angeboten wird: komplett in silber (PC-K9A), außen schwarz und innen silber (PC-K9B), außen und innen schwarz (PC-K9X), außen und innen schwarz mit Seitenteil Window (PC-K9WX). Welche Variante wir gewählt haben, ist sicherlich schon deutlich geworden, es ist die schwarz >schwarz Version ohne Window Seitenteil.
Das tut der Optik gut, denn gerade der hintere Bereich wird bei hellen Flächen durch die Lüfter-und Staubabsonderungen doch schnell unansehnlich. Deutlich erkennbar sind die beiden Schlauchdurchführungen für die optionale Wasserkühlung, ein weiteres Feature, das mittlerweile bei kaum einem neuen Gehäuse fehlt, wobei die Eignung dieses Lancool Gehäuses für eine Wasserkühlung sich nicht zu den heraisragenden Merkmalen zählt. Die Belüftungsschlitze der PCI-Slot Abdeckungen ( 8 Stück) kennen wir ja schon von anderen Lian Li und Lancool Gehäusen. Zwingend nötig ist dies nicht, zumal die Be-und Entlüftung des Gehäuses über die Lüfter und das Netzteil mehr als ausreichende Ventilation bieten sollte. Nachteile erbringen diese Schlitze allerdings auch keine. Schade das man das Lüftergitter des 120mm Hecklüfters wiederum nicht entfernen kann, dies hätte Verwirbelungsgeräusche reduziert, außerdem schränkt dies den Wirkungsgrad des Lüfters ein. Dafür wurde zumindest ansatzweise so etwas wie eine Lüfterentkoppelung kreiert, auch wenn sie mit den reinrassigen Entkoppelungsstiften wenig gemein hat, was auch auf die Wirkung zutrifft, da die Lüfter über die Schrauben immer noch direkten Kontakt mit dem Gehäuse besitzen.
Das Gehäuse wurde auf sehr solide Gummi-Füße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Natürlich existieren attraktivere Lösungen, aber das ist schlußendlich auch eine Frage des anvisierten Produktpreises. Der Netzteilbereich wurde mit einem herausklappbaren Staubfilter versehen. Das ist zwar sehr löblich, aber warum dann bitteschön keinen Herausziehbaren? so muß das Gehäuse umständlich gekippt werden, um den Filter herauszuklappen, umständlicher gehts nun wirklich nicht.
Nach dem Lösen der Thumbscrews, können die sehr genau passenden Seitenteile entfernt werden, wodurch ein erster Blick in den Innenraum geworfen werden kann. Das Hauptseitenteil verfügt über eine kleine Öse, so daß bei Bedarf dieser Bereich mit einem kleinen Schloß gesichert werden könnte. Auch der Innenraum weist eine sehr hohe Verarbeitungsqualität auf, scharfe Kanten oder minderwertige Falzen sucht man hier freundlicherweise vergebens. Das Gehäuse erreicht auf der Waage minimal über 8 Kg, da darf man eigentlich keine großartige Verwindungssteifigkeit erwarten, oder doch? Das Gegenteil ist der Fall, die SECC 0.8 bis SECC 1.0 Wandstärken der stählernen Basistruktur sorgen bei diesen Abmessungen (210 x 472 x 505mm BxHxT) für ein ausreichend solides Fundament ohne Flatter-und/oder Dröhnneigungen. Durch geschicktes Plazieren von Nieten und Versteifungsstreben wird das Gehäuse sehr gekonnt noch zusätzlich stabilisiert.

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50,5cm Gehäusetiefe sprechen eine deutliche Sprache, so können auch ohne größere Tricks platzsuchende Komponenten verbaut werden. Die beiden Festplattenkäfige wurden trotzdem relativ nah an den 140mm Frontlüftern angesiedelt, aber nicht zu nah, um Probleme bei deren Ausbau zu generieren. Gut erkennbar sind die Arretierungshebel für die optischen Laufwerke und die herausnehmbaren Festplattenkäfige, über die wir während der Komplettierung noch detaillierter berichten werden. Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Komplettierung des Rechners vor größere Probleme stellen. Die jeweiligen vorkonfigurierten Kabellängen sollten normalerweise ausreichend dimensoniert sein, so daß man durchaus in der Lage ist, mit Hilfe der neuen Kabelbefestigungskanäle auf der Rückseite die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern. Viel Platz ist dafür auf der Mainboardseite des Gehäuses allerdings nicht, das wollen wir nicht verschweigen. Die Kabel der Lüfter könnten gerne noch etwas länger bemessen sein, dies gilt insbesondere dann, wenn jemand eine Lüftersteuerung einsetzen möchte.
Lian Li/Lancool hat die Steckkartenbefestigung schon vor geraumer Zeit renoviert, das neue Stecksystem ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, fixiert die Karten aber sehr sicher. Wer es dennoch lieber verschrauben möchte, wird von Lancool nicht allein gelassen, der Befestigungsblock ist abschraubbar (4 Schrauben im Heck), somit könnten die Steckkarten auch verschraubt werden, wobei sich dafür allerdings keine Schrauben im Lieferumfang finden lassen. Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den EIN-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht entfernt werden muß. Der hintere zentrale 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU und dort gehört auch hin. Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Grundsätzlich sind jedenfalls gummierte Aufnahmen vorhanden, die einen bestenfalls rudimentären Entkoppelungseffekt erarbeiten. Alle Lüfter verfügen über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an eine eventuelle Lüftersteuerung angeschlossen wird. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, kann dies gerne tun, entsprechende Adapter sind bereits aufgesteckt.




Die Komplettierung:

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Die Frontverkleidung läßt sich mit minimalem Kraftaufwand kinderleicht entfernen, rohe Gewalt ist aber eindeutig fehl am Platz, die Plastikschnapper können durchaus auch abbrechen. Hinter der Frontverkleidung lauern diesmal keine bösen Überraschungen in der Gestalt von herauszubrechenden Schachtblenden, auf die Lancool klugerweise verzichtet. So läßt sich das Gehäuse immer wieder problemlos in den Auslieferungszustand versetzen.
Die Frontlüfter besitzen herausclipbare Staubfilter, die so sehr schön gereinigt werden können, das nennen wir vorbildlich. Die Laufwerksblenden stammen von Lian Li und glänzen durch ihre Passgenauigkeit und durch den Verzicht von zusätzlichen Staubfiltern, die in der Regel sehr fummelig zu reinigen wären. Ansonsten stellt die Integration eines optischen Laufwerks sicherlich niemanden vor größere Probleme, dazu muß lediglich der Arretierungshebel aufgeklappt und das Laufwerk eingeschoben werden. Uns wäre diese Befestigung aber eindeutig zu klapperig, weil es die unterschiedlichen Breiten von optischen Laufwerken nicht berücksichtigt, insofern nutzen wir beide Optionen und verschrauben das Laufwerk auf der anderen Seite noch zusätzlich. Zu einem schwarzen Gehäuse gehört selbstverständlich auch ein schwarzes Laufwerk, alles andere wäre ein eklatanter Stilbruch.

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Die ideale Ausrichtung des unten verbauten Netzteils ist ein immer gerne kontrovers diskutiertes Thema, aber der Reihe nach: die Netzteilbefestigung als solche kann in mehreren Varianten erfolgen, zum einen über den neuen Haltebügel, oder wie gewohnt über die Verschraubung an der Rückseite. Wir bevorzugen in dem Fall eindeutig die konventionelle Schraub-Variante, weil der Bügel nur wenig entkoppelt und auf dem Netzteil sehr schnell unschöne Arretierungsmarken hinterläßt. Das mag auf den ersten Blick keine Rolle spielen, aber wenn das Netzteil erst mal einige Betriebstunden hinter sich gebracht hat, werden sich diese Marken regelrecht eingebrannt haben, was den Wiederverkaufswert des Netzteils nicht unbedingt erhöht. Dazu kommt der Umstand, das, wenn das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum montiert werden soll, das Lüftergitter absolut plan mit dem Netzteilgehäuse abschließen muß, ansonsten wird es vom Halter zerdrückt, was im schlimmsten Fall den Lüfter blockiert !
Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung, was sehr leise vonstatten gehen kann, da es weitestgehend vom Rest der heißen Komponenten abgeschottet arbeitet. Dank der variablen Bohrungen ist es aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, beides besitzt Vor-und Nachteile. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für eine aktive Unterstützung. Außerdem saugt der Netzteillüfter dann nicht den ganzen Staub und Dreck unter eurem Gehäuse an, auch wenn ein Filter vorhanden ist. Der Netzteillüfter wird durch die Abwärme des Innenraums allerdings stärker beansprucht, was durchaus in einer erhöhten Geräuschkulisse resultieren kann. Der gerne gehörte Vorteil, das so das Netzteil auch die Grafikkarte unterstützt, weil es Abwärme von der Grafikkarte absaugt, ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Grafikkarte über einen Radiallüfter seine Abwärme selbst aus dem Gehäuse bläst, spielt die Einbauposition des Netzteils eh keine Rolle. Besitzt die Grafikkarte allerdings einen oder zwei Axiallüfter, die auf die Platine der Grafikkarte blasen, "gräbt" das Netzteil der Grafikkarte die angesaugte Luft ab, weil das Netzteil diese Luft ebenfalls ansaugt. Für den Einbau im unteren Gehäusebereich sollte ein Netzteil auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren.

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Sehr praktikabel empfinden wir die schnelle Montage und Demontage der Festplattenkäfige, die nicht durch irgendwelche versteckten Schrauben zusätzlich erschwert wird. Für die Montage unserer Festplatten und SSDs sind keine großartigen Montageverrenkungen notwendig, einfach die vorgesehenen Schrauben mit den entsprechenden Gummies versehen (das dürfen auch gerne sechs Schrauben anstatt vier sein), in die Festplatte leicht einschrauben, die Arretierungsschraube des Käfigs lösen und die Festplatte vorsichtig einschieben. Abschließend sollte die Arretierung des Käfigs wieder fixiert werden. Achtet bitte darauf, das ihr die Schrauben mit den Gummies nicht zu fest anzieht, dadurch würden die Gummnies zerdrückt und der Entkoppelungseffekt schnell unwirksam. Lobenswert ist die Tatsache, das die Festplattenaufnahmen auch 2,5" Laufwerke unterstützen, so können auch aktuelle SSD Laufwerke bei der Bestückung berücksichtig werden. Dazu schrauben wir auf der Rückseite der SSDs passende Schrauben mit Gummiunterlagen leicht gegen und schieben sie in die vorgesehenen Langlöcher oben auf dem Festplattenkäfig. Das geht schnell und funktioniert hervorragend.
Erwartet durch die Entkoppelung der Festplatten aber nicht zu viel Wirkung, tatsächlich reduziert werden durch die Entkoppelung lediglich mögliche Vibrationen, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche findet auf diesem Weg kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen in Form von entkoppelten Dämmboxen deutlich im Vorteil. Bei einer SSD spielt dies alles gar keine Rolle, da sie über keine beweglichen mechanischen Bauteile verfügt und somit auch keine Zugriffsgeräusche, Vibrationen o.ä. erzeugt.

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Um das USB 3.0 Kabel der vorderen Portschnittstellen auf einem aktuellen Mainboard zu verstöpseln sind keine Adapter mehr notwendig. Lian Li liefert seine neuen Gehäuse jetzt mit dem 20-poligen blauen Stecker aus, der auf den entsprechenden 19-poligen blauen Headern der Mainboards perfekt paßt. Wobei der USB 3.0 Header auf dem Mainboard tatsächlich nur 19 Anschlußlitzen besitzt, einer der Steckeranschlüsse bleibt ungenutzt. Auf älteren Mainboards ohne USB 3.0 kann mittels des vorhandenen Adapters ebenfalls eine Verbindung hergestellt werden.
Das Platzangebot ist mehr als ausreichend, so daß auch Grafikkarten mit einer Platinenlänge von 285mm anstandslos zu verbauen wären. Genügt dies wider Erwarten nicht, können entweder der untere oder der obere Festplattenkäfig entfernt werden, wodurch sich der Platz auf 415mm vergrößert. Der problemlose Einbau gilt gleichermaßen für ausladende Towerkühler wie z.B den IFX-14 von Thermalright. Auch sehr sperrige Towerkühler mit einer Breite über 135mm, kollidieren im Normalfall nicht mit dem Gehäusedeckel, wobei dies natürlich auch noch vom jeweiligen Mainboard-Layout abhängt. Auf eine Beleuchtung mittels Lüfter-LEDs hat Lancool glücklicherweise verzichtet, diese würde auch kaum zum Ambiente deses Gehäuses passen, insofern eine goldrichtige Entscheidung. Wem das nun gar nicht gefällt, der kann selbstverständlich nach eigenem Gusto die Werkslüfter gegen entsprechende LED Varianten austauschen und/oder Kaltlichtdioden einbauen.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker Multiframe M12 und Noiseblocker Blacksilent Pro PK2 in sich, darum stellen sie zur Zeit für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.





Der Gehäuse-Test:

Mit Core Temp 1.0 RC2, Real Temp 3.60, dem Hardware Monitor 1.18.5 und AIDA64 v2.00.1700 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifiziertem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei wurden die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman ZM-MFC1 Plus Steuerung entsprechend herunter:



Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 29,9°C 33,5°C 32,8°C 35,1°C
Mainboard 30,3°C 34,7°C 32,6°C 35,7°C
CPU 35,8°C 53,6°C 38,7°C 57,4°C
Grafikkarte 51,1°C 62,8°C 53,8°C 67,3°C
Festplatte (Samsung F4 320GB) 22,2°C 30,1°C 25,3°C 32,4°C
Festplatte (VelociRaptor VR200M) 24,9°C 32,3°C 27,8°C 35,1°C


Die drei verbauten Werkslüfter erabeiten einen ansehnlichen Airflow im Gehäuse, so daß im Zusammenwirken mit einem aktiv gekühlten Netzteil auch thermisch anspruchsvolle Hardware adäquat gekühlt werden kann. Das Ganze geht aber leider etwas auf Kosten der Geräuschkulisse:
Um relevante Werte zu erhalten, haben wir alle Lüfter über unsere Zalman Steuerung angesteuert, da Lancool leider keine entsprechende Steuerung mitliefert. Die beiden 140mm Frontlüfter rotieren unter 12 Volt Ansteuerung an unserer Zalman Lüftersteuerung mit 1084 bis 1092 U/min und entwickeln dabei 23,5 dBA Schalldruck (0,4 sone). Silentfreunde werden sich damit ganz sicher nicht zufrieden geben und reduzieren die Spannung z.B. über eine externe Lüftersteuerung auf 7 Volt, wobei die 140mm Lüfter nur noch mit 739 bis 746 U/min rotieren und dabei 14,5 dBA (0,1 sone) erzeugen, das wäre eine deutliche Verbesserung und generiert noch genügend Airflow, ohne diese Tendenz zum brummigen Lauf, zu dem alle verbauten 140mm Lancool Lüfter neigen, was eine wirksame Entkoppelung per Entkoppelungsstifte zumindest ratsam macht.
Der 120mm Hecklüfter rotiert bei 12 Volt Ansteuerung mit 1483 U/min und erzeugt dabei 27,5 dBA Schalldruck (0,8 sone), von wirklich leise sind wir dort doch schon ein erhebliches Stück entfernt. Eine Reduzierung auf 7 Volt minimiert die Drehzahl auf 18,5 dBA (0,1 sone) bei 976 U/min, damit könnte man durchaus leben. Eine weitere Reduzierung wird schwierig, da der 120mm Lüfter bei 5Volt Ansteuerung nicht mehr anläuft. Die beiden 140mm Lüfter hingegen laufen bei knapp 4,97 Volt an, insofern wäre diese Option zumindest diskussionswürdig, der dann allerdings bescheidene Airflow eher nicht. Was die Qualität der Lagerung angeht, so neigen die 140mm Lüfter neben dem Brummen unter 12Volt auch zu minimalem Lagerschleifen, was sich nach einer Einlaufzeit von einigen Stunden aber relativiert. Der 120mm Lüfter neigt ebenfalls zum Brummen und sollte darum explizit entkoppelt werden.
Zum Thema Anlaufspannung der Lüfter sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2010

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

Kommen wir zur Geräuschentwicklung der Laufwerke:
Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, was allerdings nicht ohne finanziellen Aufwand erreicht werden kann. Unsere Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte war aus unserem Testsystem nicht herauszuhören. Unsere neuen VelociRaptoren VR200M lärmen ohne Entkoppelung normalerweise mit 32,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Festplatten-Entkoppelung des Lancool Gehäuses um jeweils 3 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken, sind aber auch deutlich teurer:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Wer mit dem Lancool Gehäuse liebäugelt und empfindliche Ohren besitzt, sollte die Lüfter austauschen, oder zumindest in eine Lüftersteuerung investieren. Die Seitenwände klappern dank ausreichender Wandstärke definitiv nicht, die Statik des Gehäuses stellt sich als überaus verwindungssteif dar und die Festplatten werden einigermaßen entkoppelt. Damit wäre es dann aber noch lange nicht getan, denn wir erinnern uns: für ein leises System müssen auch entsprechende Komponenten verbaut sein (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil etc.), ansonsten wird das Vorhaben wieder konterkariert und unser bisheriger Aufwand verpufft.
Eine SSD als Systemlaufwerk ist geradezu prädestiniert für den Einsatz im Lancool PC-K9X Gehäuse und wäre eine weitere Empfehlung:

unsere aktuellen SSD-Reviews

Da Lancool ab Werk nichts derartiges mitliefert und wir diesbezüglich immer wieder gefragt werden, welche dazu passende Lüftersteuerung zu empfehlen sei, möchten wir euch unseren Favoriten vorstellen:

Zalman ZM-MFC1 Plus


Die Zalman Lüftersteuerung paßt nicht nur vom Material her perfekt, sie reiht sich auch designtechnisch unserer Meinung nach ideal in diese Aluminium Gehäuse Designs ein. Farblich würden sich ebenfalls keinerlei Einschränkungen ergeben, denn die Steuerung ist sowohl in schwarz, als auch in silber erhältlich. Dazu kommt noch ein wichtiger Aspekt, es ist keine PWM Steuerung sondern eine analog ausgelegte Steuerung, so daß keine ständigen Stromunterbrechungen stattfinden, die den Lüfter auf lange Sicht schädigen können und außerdem Störgeräuche produzieren. Darüber hinaus ist sie sehr preiswert und verfügt über einen Regelbereich von 5,1 bis 11,9Volt..

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Lancool wird mit dem neuen PC-K9X Gehäuse sicherlich ein nicht unbeträchtliches Stück an verlorendem Kunden Terrain zurück erobern, davon sind wir überzeugt. Dieses Gehäuse verdient es als Nachfolger der legendären K7 Serie bezeichnet zu werden, zumal die Corporate Identity von Lancool wiederhergestellt wurde und man sich deutlich vom derzeitigen Mesh-LED-Schreckensdesign-Trend unterscheidet. Verarbeitungstechnisch und qualitativ hat Lancool alle Register gezogen, die für den anvisierten Preis realisierbar sind. Das Platzangebot ist üppig, die Kühlung ausreichend dimensioniert und die Ausstattung läßt kaum Wünsche offen. USB 3.0 ist endlich auch als Headerversion vorhanden, so daß auf aktuellen Mainboards keine Klimmzüge bezüglich der Verkabelung veranstaltet werden müßten. Selbiges gilt für den Einbau von 2,5" Datenträgern, speziell den immer häufiger eingesetzten SSDs, die bei den Einbauoptionen angemessen berücksichtigt wurden.
Leider scheint Lancool/Lian Li etwas beratungsresistent zu sein, denn auf die unsinnigen herauszuklappenden Staubfilter am Netzteil machen wir nicht zum ersten Mal aufmerksam. Dies trifft auch auf den hinteren 120mm Lüfter zu, der in dieser Revision dort nichts zu suchen hat. Das bei dieser Preiskalkulation keine Lüftersteuerung mitgeliefert wird, kann mal als Kunde vermutlich verschmerzen, was ebenso auf die nicht vorhandene dezidierte Lüfterentkoppelung zutrifft. Warum wir nichts von den Netzteil-Befestigungsklammern halten, egal ob bei Lian Li oder Lancool Gehäusen, haben wir schon öfter reflektiert, allein es fehlt die Einsicht. Wie dem auch sein, für knappe 85 € erhält der interessierte Kunde ein gut aufgestelltes Gesamtpaket, so daß durchaus noch einiges an vorher verplantem Budget für die eine oder andere Optimierung vorhanden wäre, insofern ist unser knapper Gold Award durchaus gerechtfertigt...
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• sehr ansprechende dezente Optik/Haptik
• ausgezeichnete Verarbeitung
• gute Statik und hohe Verwindungssteifigkeit
• sehr passgenaue und klapperfreie Seitenteile
• rutschfester kippelfreier Stand
• viel Platz im Gehäuse
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• stabile Steckkartenbefestigung
• Kompatibilität zu langen ATX Netzteilen (bis 240mm Bautiefe)
• Kompatibilität für lange Grafikkarten bis 285mm (bis 415mm bei ausgebautem erstem HDD-Käfig)
• Kompatibilität zu großen CPU-Kühlern (bis 160mm Bauhöhe)
• zwei Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• SSDs und 2,5" HDDS problemlos entkoppelt verbaubar
• gute Beschriftung der Verkabelung
• USB 3.0 Anbindung über Mainboard Pfostenstecker (USB Header) möglich
• gute Kühleigenschaften
• funktionelles I/O Panel (mit Staubklappe)
• auswaschbare Staubfilter (Frontlüfter und Netzteil)
• gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 85 €)

Minus:
• Lüfter unter 12 Volt Ansteuerung zu laut (insbesondere der Hecklüfter)
• fragwürdige Netzteilhalteklammer
• Netzteilstaubfilter umständlich zu reinigen
• kein eSATA Port im I/O Panel vorhanden
• keine Lüftersteuerung vorhanden




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lancool PC-K9X Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Gold







Weiterführende Links:


Lancool

Lancool PC-K9X Händlernachweis



Wir bedanken uns bei Lancool und Alternate sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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