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Zum Ende der Seite springen Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte
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Cerberus Cerberus ist männlich
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Achtung Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte







Einleitung:

Wenn Samsung so weiter entwickelt, werden die Funktionstasten nicht mehr ausreichen, um die gesamte Festplattenpalette zu katalogisieren. Mit der F1 wurde im Frühjahr 2008 der Grundstein gelegt, ein Jahr später folgte die F2 und seit August 2009 ist die F3 in verschiedenen Varianten lieferbar. Die neue F4 soll an die Erfolge der Spinpoint F-Serie nahtlos anknüpfen und da die Kundschaft großen Wert auf eine möglichst geringe Geräuschentwicklung und lange Haltbarkeit legt, hat Samsung ins Trickkästchen gegriffen. Es wird ein Platter mit einer Kapazität von 640Gigybyte verbaut, wovon aber nur eine Seite genutzt wird. Genau diese Maßnahme soll sowohl die Haltbarkeit als auch die Lese-und Schreibzugriffe maximieren. Darüber hinaus soll der Energieverbrauch weiter reduziert worden sein. Der Preis für die F4 mit 320Gigabyte liegt aktuell bei etwa 45 €, dürfte sich aber im Verlauf der nächsten Monate und nach dem Erscheinen weiterer Modelle noch weiter reduzieren.
Um handverlesenen Testsamples oder wackeligen Vorserien auszuweichen, orderten wir ein F4 Exemplar bei einem Onlinehändler unserer Wahl. Die Weichen für ein spannendes Review waren also gestellt, somit wünschen wir euch viel Spaß beim Vertiefen der Erkenntnisse...




Die technischen Daten im Vergleich:


Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergröße zu bestimmen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.




Das Sockel 1366 Testsystem:

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Verarbeitung und erste Eindrücke:

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Die Bulk Verpackung fördert naturgemäß nicht viel spektakuläres an Extras zu Tage, da müssen vier Schrauben und ein kleines Memoblatt ausreichen. Retail Verpackungen mit Kabeln, Jumpern etc. haben wir allerdings bisher in den einschlägigen Preisvergleichswebseiten noch nicht ausmachen können. Um möglichen Problemen bei einer eventuellen Garantieabwicklung aus dem Weg zu gehen, kontrollieren wir als erstes, ob wir nicht möglicherweise einen Grauimport oder eine OEM Festplatte erhalten haben. Dabei ist diese Thematik beileibe nicht so trivial, wie man glauben könnte, darum begeben wir uns mal auf einen kleinen erhellenden Exkurs:

1. OEM Festplatten sind vom Grundgedanken her nicht für den Endkunden, sondern für Systembauer konzipiert worden, ergo leistet normalerweise auch nur dieser so etwas wie Gewährleistung. Mit anderen Worten, wenn wir an so eine Festplatte (woher auch immer) gelangt sind, ist derjenige unser Gewährleistungsansprechpartner, der sie uns verkauft hat. Die Garantie wird in dem Fall 6 Monate allerdings kaum übersteigen !
OEM Ware muß aber auch deutlich als solche gekennzeichnet sein und daran hapert es meistens !

2. bei Grauimporten handelt es sich um Festplatten, die für ein anderes Land gedacht waren, aber wieder nach Deutschland zurückimportiert wurden.
In beiden Fällen wird zwar die Ware preisgünstig angeboten, ist aber selten mit mehr als 6 Monaten Gewährleistung behaftet, was den günstigen Kaufpreis natürlich sehr schnell wieder relativiert. Zumal die Festplatten-Hersteller diesbezüglich eine Gewährleistung generell ablehnen, ergo müsen wir uns im Gewährleistungsfall an unseren Verkäufer wenden, mit welchem Erfolg auch immer...

wir können unsere Festplatten ob ihres Status prüfen und so sehr gut verifizieren, ob man ein schwarzes Schaf erwischt hat:

Western Digital Garantiecheck

Hitachi Garantiecheck

Samsung HDD Seriennummern Tracking Tool

Seagate Garantiecheck


Für das Samsung Tracking Tool (ganz unten auf dem Samsung Link) muß Net Framework 1.1 installiert sein, anschließend läßt sich das Tool installieren und nutzen. Zuerst klicken wir auf Buyer Master und anschließend auf Insert Row, in die wir unsere Seriennummern eintippen. Das Ergebnis war folgendes:


Unsere neue Samsung F4 ist also defintiv kein Grauimport oder OEM-Platte, Mindfactory hat seine Festplattenlager scheinbar gut sortiert...


Nun aber zurück zu unserem eigentlichen Artikel:
Auch die neue Spinpoint F4 Festplatte keine optischen Schwäachen, die Verarbeitung der Festplatte bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau. Das Alu-Gehäuse wurden sauber zusammengefügt und der Edelstahl-Deckel akkurat mit dem Gusskörper verbunden. Das Belüftungsloch ist klar definiert und sollten grundsätzlich nicht verschlossen werden.
Zur Erinnerung:
eine Festplatte ist zwar grundsätzlich staubdicht gefertigt, aber nicht luftdicht verschlossen und das hat einen nicht zu unterschätzenden Grund. Die kleinen Öffnungen gleichen Druckunterschiede aus, die bei Temperaturänderungen oder anders verursachten Luftdruckschwankungen entstehen. Diese Öffnung darf darum nicht verschlossen werden, insbesondere wegen der Wärmeausdehnung der im Plattengehäuse vorhandenen Luft. Da der Luftdruck im Gehäuse mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel abnimmt, zum Betrieb aber ein Mindestdruck erforderlich ist, dürfen Festplatten nur bis zu einer bestimmten, maximalen Höhe betrieben werden. Diese ist in der Regel im entsprechenden Datenblatt vermerkt. Bei aktuellen Laufwerken wurde der Filter durch eine elastische Membran ersetzt, die das System durch Aufwölben in die eine oder andere Richtung an wechselnde Druckverhältnisse anpassen kann, was natürlich einen deutlichen Fortschritt darstellt.

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Die relativ vibrationsarmen Ein-Platter Festplatten von Samsung eignen sich übrigens vorzüglich für den Einsatz in den sehr praktikablen und recht gut entkoppelnden Festplattenkäfigen von Lian Li oder Lancool. Auch wenn die Entkoppelung nicht mit professionellen Entkoppelungs-Dämmboxen konkurrieren können, für diese speziellen Samsung Festplatten bilden sie sehr empfehlenswerte Partner.

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Leider hat Samsung beim F4 Modell auf die vorzüglichen Spndelmotore von Nidec verzichtet und das ist schade, denn im Gegensatz zu JVC Motoren oder anderen Herstellern konnte sich Nidec im Laufe der Jahre auf der Ebene der Vibrationsminimierung einen sehr guten Ruf erarbeiten. Darüber hinaus erfuhren die glasfaserverstärkten FR4 Platinen inclusive Chips einige Updates, so daß mit einer langlebigen Elektronik zu rechnen sein dürfte. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und bessere Hochfrequenzeigenschaften. Demzufolge steigt mit ihrem Einsatz auch die Signalqualität. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend.

Impresssionen einiger Vergleichs-Festplatten:

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Insgesamt gesehen, können sich die unterschiedlichen Raptoren bezüglich der Verarbeitung und des Materialeinsatzes schon etwas von ihrer Samsung Konkurrenz absetzen, was sich allerdings auch im deutlich höheren Gewicht entsprechend darstellt. Keine Regel ohne Ausnahme, die aktuellen VeloCiraptoren sparen durch den 2,5" Aufbau und den relativ leichten Kühlkörper doch einiges an Gewicht im Vergleich zur älteren Raptor Generationen.




Die unterschiedlichen F1/F2/F3/F4 Modelle und Technik Infos:

Damit dieses Kapitel nicht zu endlosen Technik Tiraden verkommt, versuchen wir uns möglichst kurz zu fassen.
Samsungs SATA-Festplatten-Familie SpinPoint F1 unterteilt sich grundsätzlich in drei Gruppen, in denen jeweils eine 1-Terabyte-Platte die führende Position einnimmt. Im Gegensatz zur Konkurrenz produziert Samsung seine erste 1-TByte-Festplatte mit drei statt vier oder viereinhalb Magnetscheiben, in dem der Hersteller die Perpendicular Recording Technik weiter verfeinert hat und jetzt bis zu 334 GByte auf eine Scheibe passen. Die 3-Plattentechnik soll für eine niedrigere Stromaufnahme, höhere Transferraten und geringere Ausfallraten sorgen.
Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag, aber die F1 Serie von Samsung umfaßt tatsächlich 21 Modelle, weitere werden wohl noch folgen. Die F1-Festplatten für unsere Desktop-PCs beginnen bei der HD161GJ (160 GByte) und reichen bis zur HD103UJ (1.000 GByte) hinauf. Die 11 Modelle besitzen entweder 8, 16 oder 32 MByte Cache, arbeiten mit NCQ und Lautstärke senkenden Techniken wie SilentSeek und automatischem Akustikmanagement (AAM). Anzumerken ist allerdings, das einige Varianten, insbesondere die kleineren Modelle teilweise noch nicht erhätlich sind.
Der Server Bereich wird bezüglich der F1 keineswegs außer acht gelassen, hier stellt Samsung fünf F1-Platten von 250 GByte (HE252HJ) bis 1.000 GByte (HE103UJ) zur Verfügung. Die drei kleineren verfügen über 16 MByte die zwei großen F1 über 32 MByte Cache. Alle Serverplatten sollen eine typische Server MTBF-Zeit von 1,2 Millionen Stunden im laufenden Betrieb besitzen und damit zumindest theoretisch doppelt so lange durchhalten wie typische Desktop-Festplatten, außerdem hat Samsung sie für Multifestplattensysteme (RAID) optimiert. Eine ganz spezielle Raid-Variante existiert ebenfalls, die SpinPoint F1R Raid Edition. Diese Festplatten unterstützt den Serverbetrieb mit Features wie Vibrationskontrolle und "Command Completion Time Limit" (CCTL). Dank dieser Technologie ist esmöglich, defekte Laufwerks-Sektoren schneller zu erkennen, was dem Raid-Array hilft, überflüssige Wartezeiten zu vermeiden. Selbstverständlich profitieren davon in erster Linie Server-Umgebungen, wo schnelle Datentransfers und hohe Ausfallsicherheit erste Priorität besitzen.
In der letzten Kategorie sollen Samsungs fünf F1 CE-Platten in Videosystemen wie zum Beispiel HD-Recordern zum Einsatz kommen. Sie wurden speziell für den leisen, Strom sparenden Betrieb und den unterbrechungsfreien Datenstrom für die AV-Aufnahme und -Wiedergabe konzipiert. Die Kleinste F1 CE speichert 250 GByte (HA251HJ), die Größte 1.000 GByte (HA101UJ). Alle drei günstigeren Modelle arbeiten mit 8 MByte, die zwei teureren wiederum mit 32 MByte Cache. Alle o.g. Modelle sind schon seit vielen Monaten verfügbar.

Die F2 Serie verfügt mittlerweile über drei Modelle: 500GB, 1.000GB und 1.500GB, wobei natürlich nur die 500GB Variante über einen Platter und zwei Köpfe verfügt. Die beiden größeren Modelle sind aber auch 5400 U/min gedrosselt worden und sollen sich ebenfalls beim Stromverbrauch zurückhalten. Ob diese Serie noch weitere Festplatten ausspucken wird, muß abgewartet werden.

Rein gefühlsmäßig sind wir der Ansicht, das die F3 Serie über kurz oder lang die F1 Serie ablösen wird, dafür spricht einiges, wenn auch bisher nur spekulativ. Fakt ist jedenfalls, das Samsung für die F3 exakt das aus den Schubladen geholt hat, was für die F1 wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Dazu gehört nicht nur die 500GB F3 mit einem Platter und zwei Köpfen, sondern auch eine 1.000GB F3 mit lediglich zwei Plattern und vier Köpfen. Normalerweise wird hier auf 3 Plattern und 6 Köpfe gesetzt. Die Verringerung dieser Mechanik bewirkt eine erhöhte Datendichte, die aber auch eine Kehrseite aufweist, denn dadurch werden in der Regel die Zugriffszeiten erhöht, wie wir im Test noch sehen werden. Zu weiteren Modellen fehlen die entsprechenden Herstellerinformationen, aber es darf damit gerechnet werden, das Samsung die Kapazitäten noch weiter nach oben schrauben wird.

Die neue F4 Serie könnte wieder ein Verkaufsschlager werden, wobei im moment noch nicht so ganz klar ist, welche älteren Serien dafür aus dem Portfolio fallen, sofern das überhaupt geplant ist. Grundsätzlich ist eine Maximierung der Performance bei unverändert geringer Geräuschentwicklung natürlich zu begrüssen. Es stellt sich allerdings die Frage, wie wird sich dies bei den folgenden größeren Exemplaren darstellen, denn bisher ist ja nur die 320Gigybyte Variante verfügbar. Ein ganz wichtiger Faktor ist natürlich auch die leistungsaufnahme, die im Vergleich weiter gesenkt werden konnte, zumindest beim kleinsten Modell. Die Idee, von einem Platter mit 640Gigabyte nur eine Seite zu nutzen, um so die Dauerhaltbarkeit zu erhöhen und die Performance zu steigern, ist sicherlich lobenswert. Ob das über lange Sicht gesehen auch tatsächlich in einer erhöhten Dauerhaltbarkeit resultiert, müssen entsprechende Langzeittests erweisen.

Noch ein paar Anmerkungen zum Acoustic Management,
dieses ist bei allen unseren Testfestplatten ab Werk deaktiviert. Bei Samsung ist es mittels HUTIL aktivier und konfigurierbar. Bei Western Digital stellt sich diese Option schon etwas schwieriger dar, weil es über kostenlose externe Tools so gut wie nicht möglich ist. Wer aber ein Mainboard mit aktuellem Intel Chipsatz besitzt, kann allerdings über den Intel Application Accelerator Treiber das Acoustic Management jeder Platte einstellen, auch der Western Digital. Wobei sich speziell bei der Raptor die Frage nach dem Sinn stellt, denn AAM verschlechtert die Zugriffszeiten, was bei einer Serverfestplatte nun wirklich sehr kontraproduktiv wäre.
Zu guter Letzt auch noch ein paar Erläuterungen zum Thema NCQ:
Tagged Command Queuing ist von SCSI-Platten her schon seit einiger Zeit bestens bekannt. Hier werden mehrere Kommandos an eine Festplatte abzuschickt, die diese dann in beliebiger Reihenfolge abarbeiten kann. Durch das Umsortieren von Kommandos kann die Platte den Durchsatz optimieren, da sie selbst weiß, zu welchen Daten der Weg der Köpfe wann am kürzesten ist. Damit der Host weiß, welches Kommando die Platte gerade abgearbeitet hat, bekommt jeder Befehl ein Kennzeichen (englisch "tag"), daher die Bezeichnung Tagged Command Queuing (TCQ).
Native Command Queuing ist eine neuere Variante, die nur in Laufwerken mit nativer Serial-ATA-Unterstützung implementiert werden kann. SATA-Festplatten können damit bis zu 32 anstehende Kommandos nacheinander annehmen und sie in sinnvoller Reihenfolge anordnen, bevor Daten gelesen oder geschrieben werden. Der Grund: Da sich die Latenzzeiten bei der mechanischen Umpositionierung der Schreib-/Leseköpfe minimieren lassen, steigt die Geschwindigkeit, mit der die Workloads abgearbeitet werden können. Betriebssysteme wie Microsoft Windows und Linux nutzen zunehmend die Vorteile von Multi-Threaded-Software oder der prozessorbasierten Hyper-Threading-Technologie. Diese Funktionen führen zu Workload-Situationen, bei denen dem Laufwerk nun gleichzeitig mehrere Befehle vorliegen. Durch die Nutzung von NCQ kann die Performance des Laufwerks bei solchen Arbeitslasten steigen, wobei dies allerdings auch vom jeweiligen Chipsatzz abhängt.
Was hat das alles nun für den User für Vorteile?
Wenn Native Command Queuing fähige Controller wie z.B. Intels ICH und entsprechende S-ATA II Festplatten eingesetzt werden können, soll sich die Bootdauer des Rechners, die Transferleistungen und auch die Ladezeiten der Spiele minimieren, so will es zumindest die Theorie. In der Praxis sind diese hoch gepriesenen Features aber eher messbar als real spürbar.




Die Tests:

Die Temperaturen der Festplatten wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen, dazu verwendeten wir das digitale Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C). Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von HDTune Pro 3.50, HW Monitor 1.16 und Everest Ultimate 5.50.2169 durchgeführt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Festplatten wurde ca. 15cm von der Festplatte entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Jede Festplatte wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Darüber hinaus wurde jede Festplatte mit dem Disc Director 11 von Acronis partitioniert (eine aktive primäre Partition, eine logische erweiterte Partition), NTFS Standard formatiert und mit exakt 100 Gigabyte an Daten gefüttert, anschließend mit O&O Defrag V12.5 defragmentiert. Bei der Formatierung für Windows Vista oder Windows 7 sollte bedacht werden, das beide Betriebssysteme über inzwischen leicht modifizierte NFTS Versionen verfügen, so daß eine Formatierung nach Möglichkeit mit modernen Programmen wie z.B. dem Disc Director 11 von Acronis vorgenommen werden sollte, ältere Programme wie Partition Magic sind da keinesfalls zu empfehlen, da sie diese modifizierten Dateisysteme nicht beherrschen. Selbstverständlich lassen sich die Festplatten auch über die jeweiligen Datenträgerverwaltungen der Betriebssysteme korrekt partitionieren und formatieren, wenn auch bei weitem nicht so komfortabel und auch eingeschränkt.
Für den Belastungs-Test liesen wir dann PC-Mark 2005 eine Stunde im Loop laufen.
Für Windows XP bevorzugen wir folgende Installationsreihenfolge:

1. Windows installieren (am besten von CD mit integriertem Service Pack 3)
2. Servicepack installieren. (sofern nicht schon auf CD eingebunden, s.o.)
3. Wurmports schließen ->zum Artikel
4. aktuelle Chipsatztreiber installieren, schaut dazu bei Intel, Nvidia oder SIS nach aktuellen Mainboardtreibern, die Treiber auf den Installations-CDs sind veraltet.
5. DirectX aktualisieren DirectX End-User Runtimes (Juni 2010)
6. aktuelle Grafikkartentreiber und Monitortreiber installieren. Schaut dazu bitte beim Grafikchiphersteller auf den Webseiten (ATI oder Nvidia), die Treiber auf den beigelegten CDs sind veraltet.
7. aktuelle Soundkartentreiber installieren.
8. weitere aktuelle Treiber für Peripheriegeräte installieren.
9. die restlichen Windows-Patches installieren.
10. die Dienste sicherheitsrelevant konfigurieren ->zum Artikel
11. jetzt erst den Internetzugang konfigurieren (nachdem alle verfügbaren Sicherheitsupdates installiert sind, z.B. von einer vorher angelegten CD/DVD)


wichtig: beachtet bei der Treiberinstallation bitte auch unseren Treiber Spezial-Artikel zu dem Thema !


Für Windows 7 bevorzugen wir folgende Installationsreihenfolge:

1. Windows 7 installieren. 2. aktuelle Chipsatztreiber installieren. 3. aktuelle Grafikkartentreiber und Monitortreiber installieren. 4. aktuelle Soundkartentreiber installieren. 5. weitere aktuelle Treiber für eventuelle Peripheriegeräte installieren. 6. restliche Windows Patches installieren. 7. DirectX aktualisieren DirectX End-User Runtimes (Juni 2010)

wichtig: beachtet bei der Treiberinstallation bitte auch unseren Treiber Spezial-Artikel zu dem Thema !

Die Lese-und Schreibgeschwindigkeiten sowie die CPU-Belastung bestimmten wir ebenso wie die Zugriffszeiten mittels h2benchw 3.6, dem ATTO Disk Benchmark, sowie Everest Ultimate 5.20.1815, Iometer 2006.07.27 und HDTune Pro 3.50 bei aktivem AHCI und deaktiviertem AAM. Iometer deshalb, weil ausschließlich darüber halbwegs praxisrelevante Werte zu erzielen sind, die syntetische Benchmark-Programme einfach nicht leisten. Die Lese-und Schreibwerte der einzelnen Benchmarkprogramme werden schlußendlich gemittelt, damit sie sich nicht zu weit von der Realität entfernen.




Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Die F2 Eco und auch die F1 320GB zeigen der Konkurrenz, was lautstärketechnisch möglich ist, sie distanzieren alle anderen Festplatten relativ deutlich und leisten ihre Arbeit erstaunlich leise. Wobei die aktuelle F2 noch mal ein gutes Stück weniger vibriert, als die ohnehin vibrationsarme F1 mit 320GB. Die F3 steht dem in nichts nach und weißt eine sehr ähnliche Geräuschcharakteristik wie die F1 mit einem Platter auf. Die neue F4 bewegt sich auf ähnlichem Niveau analog zur F3, deutlische Fortschritte können wir bezüglich der Vibrationen allerdings keine attestieren.
Die alte Raptoren Generation ist ohne Entkoppelung und Dämmung kaum zu ertragen. Die neuen VeloCiraptoren arbeiten dagegen deutlich leiser, dürfen aber trotzdem zumindest entkoppelt verbaut werden. Dies gilt ebenso für die restlichen F1 Festplatten, die ihre deutliche Neigung zu Vibrationen nicht verbergen können, insofern sind wirksame Entkoppelungen Pflicht. Selbiges gilt auch für die Black Caviar mit zwei Plattern, die zudem beim Zugriff deutlich knarzt.



Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich die F1 und auch F3/F4 Festplatten sehr respektabel, die aktuelle F2 setzt auch diesbezüglich neue Maßstäbe, da kann eine laut knarzende Raptor nicht mal ansatzweise mithalten. Die neuen VeloCiraptoren liefert da ein etwas ausgewogeneres Bild, deutlich hörbar ist sie aber ohne Entkoppelung trotzdem. Die Seagate bleibt weitestgehend im Mittelfeld und die Black Caviar Festplatte orientiert sich ebenfalls in diese Kategorie, wobei wie bereits erwähnt das Zugriffsgeknarze schon leicht nervende Tendenzen einnimmt.
Die Vibrationen/Dröhnen können in einem massiven (SECC 1.0) PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inclusive Dämmung nachdenke, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich ausprechen, in denen ihr auch die konkreten Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, das aktivierte Acoustic Managements (AAM) die dBA-Werte im Schnitt um etwa 3 dBA senken. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit keinesfalls zu minimieren !




Hier zeigt sich sehr deutlich die Kehrseite der Ein-Platter-Technologie, denn die Zugriffszeiten korrespondieren nicht mit der durch die hohe Datendichte des einen Platters erzeugten Lese-oder Schreibperformance dieser Festplatten. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, die Minimierung der Platteranzahl ist ausschlagebend für die Verlangsamung der Zugriffszeiten. Wenn dann noch das Acoustic Management aktiviert ist, multiplizieren sich diese Werte deutlich, so daß ein Einsatz als Systemfestplatte nahezu wegfällt. Wird AAm deaktiviert, relativieren sich diese schlechten Werte wieder ein wenig. Festplatten mit mehreren Plattern arbeiten aber naturgemäß performanter, wie sich im direkten Vergleich an der Caviar Black sehr schön ablesen läßt.



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Bezüglich der Lese-und Schreibleistung (gemittelte Werte aller Benchmarks) bei installiertem Betriebssystem auf der neuen Samsung F4, stellt die VeloCirapator im Vergleich nach wie vor das Mass der Dinge dar, da können auch die neuen Einplatter-Festplatten nicht im entferntesten dran klingeln, aber das hat wohl auch niemand ernsthaft erwartet.




Die I/O Werte machen abermals überdeutlich, wo Barthel den Most holt, die Raptoren dominieren eindeutig, aber auch die Samsungs schlagen sich achtbar, was ebenfalls auf die Caviar Black von Western Digital zutrifft. Die aktuelle Seagate bleibt abermals deutlich zurück, für uns die Enttäuschung dieses und auch der letzten Tests und das in fast jeder Hinsicht.



Schauen wir uns in der letzten Test-Kategorie noch die min./max. CPU-Belastung an, die einen guten Überblick darüber gewährt, wie gut oder schlecht der eingebaute Festplattencontroller mit unserem System harmoniert:

CPU-Last in %, mit AHCI, ohne AAM
minimale CPU-Last in %
maximale CPU-Last in %
Samsung F4 HD322GJ 320GB 1,4 % 2,6 %
Samsung F3 HD502HJ 500GB 1,4 % 2,6 %
Samsung F2 HD502HI 500GB 1,1 % 2,4 %
Samsung F1 HD322HJ 320GB 1,5 % 2,7 %
Samsung F1 HD753LJ 750GB 1,7 % 2,4 %
Samsung F1 HD103UJ 1TB 1,8 % 2,6 %
Seagate ST3500418AS 2,3 % 3,6 %
Western Digital VeloCiraptor 300GB 2,9 % 3,8 %
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 2,1 % 3,3 %
Western Digital Caviar Black WD5001AALS 1,8 % 2,7 %

Alle Festplatten wurden makellos in unser Intel ICH10R-System (aktuelle Chipsatztreiber) integriert und die Festplattencontroller leisten sich in dieser Hinsicht ebenfalls keine gröberen Schnitzer, die Werte sind allesamt im dunkelgrünen Bereich. Auf anderen Chipsätzen wird es ganz sicher Differenzen geben, darüber sollte man sich im Klaren sein. Das jeweilige Betriebssystem änderte diesbezüglich nichts daran, egal ob unter XP, Vista oder Windows 7, die Werte waren nahezu identisch und kleinere Abweichungen fallen unter Messtoleranzen. Nichtsdestotrotz glänzt die neue F4 mit exzellent niedriger CPU-Last.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




Tipps, Tricks und weiterführende Artikel:

Wir wollen euch natürlich nicht aus diesem Test entlassen, ohne noch auf ein paar Feinheiten und weiterführende Artikel hinzuweisen, die beim Umgang mit diesen Datenträgern von Bedeutung sind.

1. Anschluß an einem älteren SATA-I Controller: wer über ein Mainboard mit älterem SATA-I Controller verfügt, kann sich diese Festplatten trotzdem kaufen, die SATA-II Technik ist grundsätzlich abwärtskompatibel. Sollten sich trotzdem Probleme einstellen, könnt ihr über entsprechende Jumper die Schnittstelle eventuell auf SATA-I zurückjumpern, schaut dazu bitte in die entsprechenden Broschüren der Festplatten Hersteller und beachtet die Hinweisaufkleber der Festplatten.

2. Bios und Chipsatztreiber: aktuelle Mainboard-oder Chipsatztreiber sind genauso wie ein aktuelles Bios für die korrekte Erkennung aktueller Hardware von eminenter Wichtigkeit. Die Erklärung dafür ist relativ simpel:
Das Bios (das Betriebssystem des Mainboards) liefert seine Hardware-Informationen ans Mainboard und genau hier können die ersten Fehlinformationen lauern, darum ist es bei Erkennungs-Problemen so wichtig, nach Möglichkeit das neueste Bios zu verwenden. Funktioniert dieser Informationstransfer reibungslos, muß nun das Desktop Betriebssystem diese gelieferten Informationen über die hoffentlich aktuellen Chipsatztreiber verwerten, um so dann deren Gesamt-Funktionalität sicherzustellen.
Problematisch sind scheinbar ältere Sockel 754/939 Chipsätze, die ihre liebe Mühe damit haben, insbesondere 1TB Platte zu erkennen. Ob das durch ein Firmware-Update oder eine Revisionsaktualisierung seitens Samsung beseitigt wird, bleibt zumindest fraglich. Nach dem bisherigen Kenntnisstand sind Bios Updates wenig hilfreich, was sicherlich auch darin begründet ist, das ältere Chipsätze in dieser Hinsicht kaum noch gepflegt werden.

3. Diagnosetools, Freischaltung der Transfermodi und Datenrettung zu diesem Thema empfehlen wir euch unseren separaten Artikel, in dem wir auf diese Themen eingehen und sehr viele weiterführende Artikel und Links zur Verfügung stellen.

4. Defragmentierung: Selbstverständlich können wir auch zu diesem Thema eine klare Empfehlung aussprechen: O&O Defrag 10/11 Professional Edition in der Praxis-Optimierung. In dem Artikel erläutern wir auch dezidiert, worum es bei dem Thema überhaupt geht und worauf zu achten ist. Die neue Version 12 unterscheidet sich nur unwesentlich, konnte allerdings in der Performance etwas zulegen.

5. Image-Programme: Nach dem Verkauf von Powerquest fiel es uns eine Zeitlang etwas schwer, etwas geeignetes zu empfehlen, das hat sich mittlerweile deutlich konsolidiert: Acronis True Image 11 Home in der Praxis. Für Windows 7 existiert mittlerweile auch eine freigebene Version von Acronis: Acronis True Image Home 2010: Die Neuerungen im Detail
6. Partionierungs-Programme: Es existieren zwar einige recht gute kostenlose Tools, aber eine allumfassende Komfort-Lösung, die nachweislich funktioniert, liefert abermals Acronis: Acronis Disk Director Suite 10.0 in der Praxis. Für Windows 7 sollte auch die neue Version 11.0 verwendet werden, nur diese Version besitzt eine offizielle Freigabe seitens Acronis.

7. Daten sicher löschen: Wer seine Festplatte verkaufen oder verschrotten möchte, der kommt nicht umhin, sich über die sichere Löschung seiner sensiblen Daten Gedanken zu machen, sonst findet er seine Bilder demnächst im Internet wieder...
Unsere Empfehlung lautet: O&O SafeErase V2.0. Diese Softwaare ist zwar inzwischen in der Version 3.0 erhältlich, an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich als solches aber wenig geändert, so daß sich unser Artikel zum besseren Verständnis sehr gut eignet. Unter Windows 7 ist das sichere Löschen auch mit Bordmitteln kein Problem: Windows 7: sicheres Löschen mit Bordmitteln.

8. S.M.A.R.T.-Werte: wer sich zu diesem Thema noch grundsätzlich informieren möchte, kann dies in dem durchaus gelungenen Artikel von Wikipedia gerne tun. Uns erscheinen diese S.M.A.R.T. Angaben zu rudimentär und zu pauschal, als das sich daraus wirklich etwas konkretes ableiten ließe...




Fazit:

Die neue F4 Spinpoint Festplatte von Samsung knüpft nahtlos dort an, wo ihre Vergängermodelle schon angesetzt hatten. Die Schreib-Lese-Performance konnte weiter gesteigert und die Systembelastung deutlich reduziert werden, zumindest nicht auf unserem System. Die Mechanik agiert sehr leise und das Vibrationsverhalten wurde weiter optimiert. Für diese Festplatte genügt es im Grund, sie in einem entkoppelten Festplattenkäfig z.B. von Lian/Lancool unterzubringen, um ihre ohnehin minimale Geräuschkulisse nahezu auszublenden.
Da wären wir aber auch schon beim einzigen Kritikpunkt unsererseits, denn der Trick mit dem halbgenutzen Platter ist sicherlich ein probates Mittel, allein der Erfolg ist nicht so durchschlagend wie erhofft. Nun vibriert diese F4 beileibe nicht in dem Maße, wie einige Konkurrenten und für die 7200 U/min fast angemessen, aber empfindliche Gemüter dürften sich trotzdem daran stören. Auf der anderen Seite ist uns noch keine Festplatte aus der 7200 U/Min Kategorie untergekommen, die nicht vibriert, insofern relativiert sich die Kritik wieder ein wenig. Schade ist, das Samsung nicht mehr die Spindelmotore von Nidec verbaut, eventuell wäre über diesen Weg noch etwas mehr Feinschliff möglich gewesen. Die Zugriffszeiten wurden verbessert, kranken aber an der Grundproblematik, die Minimierung der Platteranzahl ist ausschlagebend für die Verlangsamung der Zugriffszeiten, daran ändern auch keine noch so ausgeklügelten Tricks etwas.
Zur besseren Übersicht abschließend noch einmal unsere Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• sehr hochwertige und massive Verarbeitung
• erstklassige Transferleistungen (Schreib-und Leseleistungen)
• minimale CPU-Last
• befriedigende Zugriffszeiten (ohne AAM)
• minimale Zugriffsgeräusche
• vibrationsarmer leiser Motor
• sehr gute thermische Eigenschaften
• exzellentes Preis-Leistungsverhältnis (45 €)
• sehr guter Preis pro Gigabyte (0,15 €)

Minus:
• könnte noch vibrationsärmer arbeiten

Auf einige immer wiederkehrende Aspekte möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal deutlich hinweisen: wer sein Betriebssystem so "konfiguriert" hat, das 20 oder 30 Applikationen im Autostart und Hintergrund die Ressourcen des Systems abgreifen, wird dies auch nicht durch schnelle SATA-Festplatten kompensieren können.
Das Laden von Spielen wird zumindest im Non-Raid Betrieb nur marginal beeinflußt, hier spielt die Schnelligkeit und Quantität eures Arbeitsspeichers im Zusammenwirken mit Grafikkarte und Prozessor die erste Geige. Der Systemstart oder der Zugriff auf Programme und Applikationen ist in erster Linie von der Zugriffszeit einer Festplatte abhängig, in dieser Hinsicht sind Datentransferleistungen eher sekundär zu betrachten. Wer aber sein System ressourcenschonend eingestellt und dank aufeinander abgestimmter Hardware keinen künstlichen Flaschenhals erzeugt hat, der profitiert auch von solchen Datenträgern, die trotz SSD-Konkurrenz durchaus noch ihre Daseinsberechtigung nachweisen können, insbesondere im Preis-Leistungsvergleich...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte erhält den PC-Experience Award in Gold








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