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Achtung Xigmatek Utgard black Window Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Xigmatek Utgard black Window Midi Tower







Einleitung:

Das sich Xigmatek bei vielen neuen Produkten der nordischen Mythologie als Namensgebung verschrieben hat, ist sicherlich bekannt. Für die neue Utgard Gehäuseserie werden wir diesmal in die Außenwelt entführt, Utgard (altnord. „Draußenwelt”, „Außenraum”, "entlegener Ort") ist die äußerste Grenze der bewohnten Welt, ein Gebiet außerhalb der befriedeten Menschenwelt Midgard. Hier trifft der Gott Thor den Utgardaloki, ein riesenhaftes, halbgöttliches Wesen, das sich dem Thor schließlich als Trugbild erweist. Hoffen wir, das sich das Utgard Gehäuse nicht auch als Trugbild erweist, wenn es darum geht, ein für viele Anwender passendes und preislich attraktives Gehäuse zu produzieren.
Ein kurzer Rückblick...
seit 2005 konnte sich Xigmatek schon sehr erfolgreich mit ausgesprochen guten Kühlern einen Namen erarbeiten, was möglicherweise auch ein Grund war, dies ebenfalls im Gehäuse-und Netzteilsegement zu versuchen. Im Gehäusesegment hieß der Einsteiger Midgard und hatte als Zielgruppe all diejenigen, die keine 100 € und mehr für ein gut ausgestattetes Gehäuse mit sinnvoll ausgewählten Zutaten ausgeben wollten. Das Experiment durfte seinerzeit als recht gelungen betrachtet werden, insofern waren wir sehr gespannt, ob das Utgard Gehäuse auf einer ähnlichen Qualitätsstufe anzusiedeln wäre. Wir haben es für euch herausgefunden und wünschen allen Lesern viel Vergnügen bei unserem neuesten Gehäuse-Test...




Lieferumfang:

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• Xigmatek Utgard black Window Midi Tower in Retail Verpackung
• Schraubensortiment
• 2 Gummierungen für Wakü-Schlauchdurchführung
• Piezo Lautsprecher
• 3 Kabelhalter
• bebilderte Anleitung




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Stahl (SECC 0,7)
• Frontverkleidung: Kunststoff, Mesh (ABS)
• Seitenteile und Deckel: Stahl, ABS, Window Seitenteil (SECC 0,7)
• Mainboardschlitten: nicht vorhanden
• maximal verbaubare Netzteillänge: 170mm
• maximal verbaubare Grafikkartenlänge: 300mm
• Farbe: schwarz
• Innenraumfarbe: schwarz
• Abmessungen: 207mm x 515mm x 490mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, Micro-ATX
• Gewicht: ca. 9,3 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• Lüfter:
1x 120 mm (Front HDD-Käfig, White LED)
1x 120 mm (Rückseite, White LED)
1x 170 mm (Deckel, White LED)
1x 92 / 80 mm (Rückseite, optional, statt 120 mm)
2x 140 / 120 mm (Deckel, optional, statt 170 mm)
1x 140 / 120 mm (Boden, optional)
2x Lüftersteuerung für max. 6 Lüfter (max. 5 Watt Belastung pro Steuerung)
• I/O Panel: 4x USB 2.0, 1x HD Audio In/OUT, 2x eSATA
• Laufwerksschächte:
9x 5,25 Zoll (extern, max. ohne 3,5 Zoll)
1x 3,5 Zoll (extern, in 5,25 Slot)
4x 3,5 Zoll (intern, in 3x 5,25 Slots)
• weitestgehend schraubenloses Design.
• aktueller Markt-Preis: ca. 79,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8500
CPU-Kühler
Thermalright True Copper
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E3 Pro
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
1x Western Digital VelociRaptor 300GB SATA II
Festplatten System
1x Samsung Spinpoint F3 500GB SATA II
DVD-Brenner
LG BH08LS SATA Blu-Ray Brenner
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Corsair HX750W
Tastatur
Enermax Aurora Premium
Maus
Roccat Kone Max@Taito Mauspad
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate 64bit SP2, Windows 7 Ultimate 64Bit im Multiboot




Verarbeitung und Technik:

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Ein Alleinstellungsmerkmal bietet die Optik des Gehäuses nicht, wenn man sich die aktuellen Modelle von Lancool (K58 und K62), Lian Li (P50 Armorsuit) oder CM Storm vor Augen führt, das NZXT Tempest und auch einige Antec Modelle schielen ebenfalls in diese Richtung. Davon abgesehen liegt das Design eben im Trend und folgt seinen Vorbildern auch in der grundsätzlichen Farbgebung. Das durchgehende Schwarz mit den orangenen Farbtupfern kann durchaus überzeugen, wobei die Mesh Perforierungen bezüglich der Geräuschentwicklung und Staubanfälligkeit nichts gutes erahnen lassen.
Die recht passgenauen Seitenteile verfügen über keine optional verschließbaren Lüfterperforierungen, deren Sinn sich uns bis heute ohnehin nicht erschlossen hat. Die Kühlung der Mainboardunterseite bewirkt in der Praxis so gut wie keine Reduzierung der Temperaturen, zumindest nicht für die CPU und auch sonst eher rudimentär bis gar nicht. Somit stört es bestenfalls eine vernünftige Zirkulation im Gehäuse, was ebenso für die optionalen Lüfter des anderen Seitenteils zutrifft, denn das Gehäuse gibt es auch ohne Window-Seitenteil und dann eben mit Mesh und entsprechenden Lüfteroptionen.
Das zentrale Steuerungselement sprich I/O Panel thront gut plaziert auf der oberen Stirnseite der Frontverkleidung und verfügt auf den ersten Blick über eine reichhaltige Port-Bestückung nebst zweier Lüftersteuerungen. Der Schein trügt leider, denn auf einen Resetschalter wurde unverständlicherweise gänzlich verzichtet. Die Funktions-LEDs für die Festplattenaktivität und Power-On sind zwar grundsätzlich vorhanden, ein Anschluß respektive Verkabelung für die Festplatten-LED wurde aber nicht integriert, wie wir noch sehen werden. Ansonsten stehen vier USB Ports, zwei eSATA Port und die üblichen Audio Ports zur Verfügung.

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Im sehr gut strukurierten Heckbereich fallen einmal mehr die mittlerweile vier Schlauch-Durchführungen für eine mögliche Wasserkühlung auf. Die mitgelieferten Gummi-Isolierungen sorgen für verminderte Scharfkantigkeit, denn die Stahlblenden müssen herausgebrochen werden. Das Gehäuse wurde auf sehr solide Füße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Das Lüftergitter des hinteren 120mm Lüfters ist leider nicht entfernbar, dies kann zu strömungsbedingten Geräuschen führen und schränkt den Wirkungsgrad des Lüfters etwas ein. Der Netzteilbereich wurde mit einem Staubfiler versehen, der zur Reinigung bequem herausgezogen werden kann, das ist vorbildlich. Die Verarbeitung der schwarzen Heckpartie und des Bodenbereiches ist fast genauso gut, wie der Rest des äußeren Gehäuses, da existiert kaum eine Ecke, die nicht sauber bearbeitet und gepulvert wurde.

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Die obere Deckelverkleidung läßt sich sehr leicht abschieben, so daß dieser Bereich für weitere individuelle Maßnahmen erreichbar wäre, wie z.B. das Austauschen des Lüfters oder der Verbau eines 240er bzw. 280er Wakü-Radiators. Detaillierte Informationen hält die ohnehin sehr rudimentäre Anleitung von Xigmatek dazu allerdings nicht bereit. Diese Verkleidung sollte beim Komplettieren des Gehäuses übrigens als erstes entfernt werden, denn darunter verbirgt sich der kleine Karton mit dem Zubehör von Xigmatek.
Das Window Seitenteil kann sich verarbeitungstechnisch durchaus sehen lassen, obwohl wir schon professionellere Window-Halterungen gesehen haben, als lediglich umgebogene Haltenasen. Wie immer unser Hinweis bezüglich der Abschirmung: Die elektromagnetische Abschirmung (EMV) wird durch so ein Window zwar gestört, aber wer sitzt schon den lieben langen Tag mit seinem Handy am Window, um sein Mainboard zu ärgern, insofern dürfte sich dieser Vorwurf durchaus relativieren, zumal beispielsweise geöffnete Gehäuse in dieser Hinsicht wesentlich mehr Störpotential bieten.

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Der ebenfalls schwarz gepulverte Innenraum verzeiht schwitzige Montagehände zwar etwas großzügiger als helle Untergründe, häßliche Flecken bleiben trotzdem, also nutzt ruhig auch hier eure Montagehandschuhe, der eventuelle Nachbesitzer und der vergessene Putzlappen werden es euch danken. Unabhängig davon wurde angemessen gefinisht, hinterhältige Kanten, die den Komplettierer ärgern könnten, existieren defintiv nicht, man darf in diesem Zusammenhang durchaus von gelungenem Feinschliff sprechen.
Das durchgehende Laufwerkssegment wurde sehr dicht am Frontlüfter angebracht, das optimiert zwar die Kühlung der Festplatten und schafft Platz für ausladende Grafikkarten (bis 300mm), macht das eventuelle Auswechseln des Lüfters respektive das Reinigen des Staubfilters aber recht umständlich, denn dafür muß grundsätzlich die Frontverkleidung entfernt werden. Gut erkennbar sind die Arretierungshebel für die optischen Laufwerke und der herausnehmbare Festplattenkasten, über die wir während der Komplettierung noch detaillierter berichten werden. Die große Aussparrung im Mainboard Bereich ermöglicht es, den eventuell verschraubten CPU-Kühler auch im eingebauten Zustand zu entfernen, ein Luxus, den wir wohlwollend registrieren. Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Vervollständigung des Rechners vor größere Probleme stellen. Sehr schön sind auch die jeweiligen Kabellängen, so daß man durchaus in der Lage ist, mit Hilfe der vorhandenen Löcher im Mainboard Tray, die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern.

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Der hintere 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Unterstützt wird er beim Abtransport durch den 170mm Lüfter im Gehäusedeckel, so daß Wärmestaus kein Thema sein sollten. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, die beiden Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Aber was für die beiden hinteren Lüfter gilt, gilt auch für den vorderen 120mm Lüfter, Lüfterentkoppelungen sind leider Fehlanzeige und das bemängeln wir nicht zum ersten mal.
Im linken Bereich entdecken wir die obligatorischen Slotblenden für die Steckkarten, die leider verschraubbar ausgerichtet sind, sondern als Klappmechanismus ausgerichtet sind, was recht fummelig funktioniert, zumal die Arretierungen sehr empfindlich auf kräftige Hände reagieren. Man kann die Arretierungen aber durchaus entfernen und dann die vorhandenen Bohrungen nutzen, um seine Steckkarten zu schrauben. Warum Xigmatek dies nicht von vorneherein so gestaltet hat, bleibt ihr Geheimnis. Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Der integrierte Dämmstreifen vorne an der Netzteilaufnahme ist zwar ein nettes Gimmick, aber wenn das Netzteil wirklich entkoppelt werden soll, ist schon etwas mehr Aufwand nötig, zumal die Auflageflächen unbehandelt bleiben.
Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Komplettierung des Rechners vor ernsthafte Probleme stellen. Ausreichend lang bemessen sind auch die jeweiligen Kabellängen, so daß man durchaus in der Lage ist, die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern. Wie bereits erwähnt fehlt das Kabel für die Funktions-LED der Festplatte, was hoffentlich in der laufenden Serie behoben wird. Alle Lüfter verfügen über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an die vorhandenen Lüftersteuerungen angeschlossen werden kann. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, muß sich entsprechende 4-pin Adapter kaufen, denn die sind im Zubehörsortiment nicht vorhanden.




Die Komplettierung:

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Für den Einbau der optischen Laufwerke in den 5,25" Schächten ist die Entfernung der Frontverkleidung unabdingbar, was aber mit etwas Gefühl und einem kurzen Ruck schnell erledigt ist. Wer wie wir so etwas häufiger unternimmt, sollte sich einen kleinen Holzspatel oder Keil zurechtschleifen, das erspart abgebrochene Halterungen und Nerven. Jetzt wird auch deutlich, wie man den Frontlüfter reinigen kann, in dem man nämlich die Frontverkleidung entfernt. Die einzelnen Blenden in der Frontverkleidung verfügen über engmaschige Staubfilter, die sich aber ebenfalls erst richtig reinigen lassen, wenn die Frontverleidung abgebaut wurde. Die Blenden hinter der Frontverkleidung müssen leider herausgebrochen werden, das hinterläßt nicht nur unschöne und teilweise auch scharfe Kanten. Da Bohrungen für die Blenden vorhanden sind, um sie bei Bedarf wieder zu verschrauben, stellt sich die Frage, warum wurden sie nicht schon ab Werk verschraubt? Das Entfernen der Blenden ist für den weiteren Verlauf der Komplettierung unabdingbar, denn wenn erst einmal das Mainboard nebst Steckkarten verbaut wurde, ist der Festplattenkäfig nur noch nach vorne herausziehbar. Der Einbau eines optischen Laufwerks als solches ist sehr praktisch und denkbar einfach. Es wird in einen freien Steckplatz geschoben und über die beidseitigen Arretierungshebel fixiert. Wem das nicht stabil genug ist, der kann sie natürlich auch verschrauben, was wir ehrlich gesagt in jedem Fall bevorzugen. Wir haben grundsätzlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird. Nichts würde mehr stören, als ein Laufwerk im ohnehin häßlichen Computermausgrau.
Anhänger von Disketten-Laufwerken und Cardreadern werden freundlicherweise auch berücksichtigt, entsprechende 3,5" Halter samt Meshblende sind im Lieferumfang berücksichtig worden. Diese Option mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten?

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Der Festplattenkäfig wird anfangs noch durch zwei kleine Schrauben im großen Käfig gehalten, nach dem Entfernen dieser Schrauben kann der Käfig dann herausgeschoben werden. Schon entpuppen sich zwei große Enttäuschungen: einerseits wurde auf jegliche Festplattenentkoppelung verzichtet, andererseits können keine 2,5" Laufwerke in dem Käfig verbaut werden, demzufolge also auch keine SSDs. Dazu wären dann Adapter notwendig, die im Zubehör fehlen, also wird der Einkaufszettel um eine Position länger.
Der Einbau des Netzteils muß, wie bereits erwähnt, im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich erfolgen. Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Anderseits ist es dank der variablen Bohrungen aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, was wir bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für diese Unterstützung. Allerdings sollte euer Netzteil für diese Position auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren. Ein weiterer Vorteil dieser Einbauvariante wäre die etwas reduzierte Staubaufnahme, da unser Netzteil dann in Bodennähe trotz des Staubfilters nicht zum Flusensuchgerät mutiert. Aber egal für welche Einbaurichtung ihr euch entscheidet, technische Nachteile erarbeitet keine der beiden möglichen Varianten. Das Platzangebot wäre ausreichend für handelsübliche ATX Netzteile sind bis zu 170mm Platz vorhanden. Reicht dies nicht, muß die dahinter angesiedelte Lüfteraufnahme für einen optionalen Bodenlüfter entfernt werden, dann sind bis zu 300mm Platz vorhanden.

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Ausladende CPU-Kühler sind je nach Mainboard Layout sicher unterzubringen, bei dem IFX-14 Kühler von Thermalright muß allerdings auf den HR10 Zusatzkühler verzichtet werden, was aber verschmerzbar wäre. Problematischer ist die Kühlerbreite, unser IFX-14 kabbelte sich mit dem 170mm Lüfter im Deckel. Kurzum, Kühler ab 140mm Breite können u.U. nicht verbaut werden.
Die Grafikkarte darf bis maximal 300mm lang sein, das bedeutet in der Praxis, das eine Radeon HD5970 eigentlich nicht verbaut werden kann. Der Platz wird weiter eingeschränkt, wenn direkt gegenüber im Laufwerkskäfig ein optisches Laufwerk verbaut wird. Wenn denn endlich alles komplettiert wurde, erfreuen uns die drei Lüfter mit einer angenehm warmen Beleuchtung, die weder zu grell noch zu aufdringlich rüberkommt, das paßt und hat durchaus Stil.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie zur Zeit für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.





Der Gehäuse-Test:

Mit Core Temp 0.99.5, Real Temp 3.0, dem Hardware Monitor 1.15 und Everest Ultimate Edition 5.30.2018 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifiziertem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:





Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 31°C 34,5°C 33.5°C 36,5°C
Mainboard 31°C 35°C 34°C 36°C
CPU 35°C 53,5°C 36°C 59,5°C
Grafikkarte 54,5°C 66°C 57,5°C 69,5°C
Festplatte (Samsung F1 320GB) 27,5°C 31°C 32,5°C 34,5°C
Festplatte (VelociRaptor) 31,5°C 34,5°C 35°C 38,5°C


Bezüglich des Airflows im Gehäuse kann es keine ernsthafte Kritik geben, genauso wenig wie für die daraus resultierende Kühlleistung. Auch thermisch anspruchsvolle Komponenten werden demzufolge nicht unter Hitzestaus leiden. Was die Geräuschkulisse angeht, so steht und fällt sehr viel mit der Qualität der Lüfter, die allerdings als hochwertig zu betrachten ist, Xigmatek konnte mit seinen Lüftern in unseren Lüfterroundups schon respektable Ergebnisse vorweisen. Aber schauen wir deren Resultate im Detail an:
Bei 12 Volt und realen 1492 U/min belasten die beiden 120mm Lüfter das menschliche Ohr mit 27,5 dBA Schalldruck (0,8 sone). Wenn wir die Ansteuerung auf 7 Volt absenken, bleiben davon 959 U/min und 21 dBA (0,2 sone) übrig. Da beide Lüfter schon ab 4,7 Volt anlaufen, konnten wir auch entsprechende 5 Volt Werte liefern: 588 U/min und 13,5 dBA (0,1 sone). Mit anderen Worten, wer eine Lüftersteuerung besitzt, kann die Lüfter auf ein sehr leises Niveau herunterregeln, dies ermöglicht die mitgelieferte Lüftersteuerung nur teilweise, sie regelt lediglich bis 5,44 Volt herunter.
Der 170mm Lüfter im Deckel produziert unter 12 Volt Ansteuerung 812 U/min und erzeugt dabei 20,5 dBA Schalldruck (0,1 sone). Eine Reduzierung auf 7 Volt wäre möglich, dann dreht der Lüfter noch mit 527 U/min und erzeugt 15,5 dBA (0,1 sone). Eine weitere Reduzierung ist allerdings nicht möglich, weil der 170mm Lüfter unterhalb von 6,9 Volt nicht mehr anläuft.
Zu diesem Thema Anlaufspannung der Lüfter sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch vier entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

120mm Lüfterroundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


Eine Entkoppelung der Lüfter fehlt zur Gänze, aber dank der ausgesprochen guten Lüfterlagerung kann dies verschmerzt werden. Nicht verschmerzt werden kann dagegen das Fehlen jeglicher Festplattenentkoppelungen, insofern wird man fast dazu genötigt besonders leise Festplatten einzubauen, zumal das perforierte Mesh-Gehäuse ohnehin keinen Hort der Stille darstellt. Selbst unsere Samsung F1 Festplatten konnten ihre Anwesenheit im System nicht verbergen. Dies gilt um so mehr für die VeloCiraptoren, die mit 32 dBA (idle) und 39,5 dBA unter Last deutlich zu hören waren. Da helfen nur entsprechende Dämmboxen:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Das Xigmatek Utgard Gehäuse kann durch seine Mesh Perforierung bezüglich der Lautheit in keiner Weise mit geschlossenen Gehäusen konkurrieren, aber mit den richtigen Maßnahmen ist trotzdem einiges möglich. Die Lüftersteuerungen ab Werk helfen da schon enorm weiter, eine Gehäusedämmung z.B. mit dem KingMod Service von Caseking (wird für das Gehäuse angeboten) könnte eventuell ebenfalls Linderung verschaffen. Damit wäre es dann aber noch nicht getan, denn wir erinnern uns: für ein leises System müssen auch entsprechende Komponenten verbaut sein (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil), ansonsten wird das Vorhaben wieder konterkariert und auch unsere Dämmung verpufft.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Das neue Xigmatek Utgard Gehäuse kann auf grund seiner optischen Ausrichtung sicherlich punkten, ein modernes PC-Gehäuse im Jahr 2010 soll offnbar so aussehen. Ob das nun jeden Geschmack trifft, steht auf einem anderen Blatt. Die Ausstattung kann sich sehen lassen, insbesondere die drei wirklich guten Lüfter überzeugen auf der ganzen Linie. Dazu addiert sich der attraktive Preis, ein gut bestücktes I/O Panel und natürlich auch das Platzangebot, so daß auch unsere Lieblingsgrafikkarte ihren Platz findet.
Dagegen stehen allerdings auch ein paar harte Fakten, denen wir uns nicht verschließen können. Das ein Mesh-Gehäuse nicht die ideale Basis für ein leises System sein kann, sollte inzwischen jedem klar sein, aber warum läßt Xigmatek die durchaus brauchbare Festplattenentkoppelungen weg, die es beim 60 € Midgard Gehäuse noch integriert hatte? Das verstehe wirklich wer will, wir verstehen es nicht. Oder warum besitzt das Gehäuse keinen Resetschalter? ist der im Jahr 2010 plötzlich opportun? Apropos 2010, warum verfügt das Gehäuse ab Werk über keine Einbauoption für eine 2,5" Festplatte oder gar SSD? Warum verwendet man eine Steckkartenbefestigung, die beim zweiten Anheben durchs ganze Zimmer fliegt? darunter sind ja Bohrungen für eine konventionelle Verschraubung vorhanden, hätte man es nicht genau dabei belassen können? Das der Lüfter im Deckel mit ausladenden CPU-Kühlern karambolieren könnte, hat scheinbar auch niemand ernsthaft getestet.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• ansprechende Optik, schickes Window Seitenteil
• sehr kratzfeste Lackierung
• gute Verarbeitung
• befriedigende Verwindungssteifigkeit
• rutschfester Stand
• sehr gutes Platzangebot
• sinnvoll plaziertes I/O Panel mit eSATA Ports
• viele Öffnungen im Mainboard-Tray zur Kabelverlegung
• Wasserkühlungsoption vorhanden
• Kompatibilität zu langen Netzteilen (bis 170mm Gehäusetiefe)
• Kompatibilität zu langen Grafikkarten (bis 300mm, eingeschränkt)
• Kompatibilität zu großen Tower-Kühlern (eingeschränkt)
• Verkabelung ausreichend lang bemessen und vorverlegt
• sehr gute Kühleigenschaften
• sehr ausgewogene nebengeräuschfreie Werkslüfter
• Lüftersteuerungen vorhanden (Regelbereich von 5,44 bis 11,65 Volt)
• gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 79,90 €)

Minus:
• Festplatten LED Verkabelung fehlt
• keine Einbauoption für 2,5" Laufwerke
• keine Festplattenentkoppelung
• kein Resetschalter
• Lüfter im Deckel kann (über 140mm Breite) CPU-Kühler blockieren
• viel zu viele ungefilterte Mesh Öffnungen, die nicht optional geschlossen werden können

Der attraktive Preis macht sicherlich einige Mankos wett, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, das der Rotstift an einigen essentiellen Stellen angesetzt wurde, die von vielen Anwendern als mittlerweise unverzichtbar erachtet werden und darum steht selbst der Silber Award auf einem sehr wackeligen Podest...

Nachtrag:
Xigmatek hat sich einiger unserer beschriebenen Probleme für die laufende Serie bereits angenommen. Das fehlende LED-Kabel wird nachgerüstet bzw. kann bei Xigmatek kostenlos bezogen werden. Eine Festplattenentkoppelung wird integriert, ebenso kleine Entkoppelungspuffer für die Netzteilaufnahme und ein Staubfilter für den optionalen Bodenlüfter.



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Xigmatek Utgard black Window Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Silber






Weiterführende Links:




Xigmatek

Xigmatek Utgard bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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