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Achtung Silverstone Raven 2 Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Silverstone Raven 2 Midi Tower







Einleitung:

Auch wenn das typische Standard Gehäuse bezüglich seines Aufbaus und Optik einen erheblichen Sättigungsgrad aufweist, werden mutige und frische neue Designs nur selten belohnt. Dies trifft auf den Silverstone Raven Midi Tower allerdings nicht zu. Dieses mutig konstruierte Gehäuse, abseits vom Gehäuse Mainstream, sorgte bereits in seiner ersten Revision ende 2008 schon für Furore und Silverstone möchte diesen Erfolg in der neuen zweiten Revision natürlich wiederholen.
Die taiwanesische Edelschmiede hat sich dem einen oder anderen Kritikpunkt an der ersten Ausführung gestellt und zahlreiche Detailverbesserungen einfließen lassen, so daß wir es kaum erwarten konnten, dies live zu erleben. Legen wir also unseren Hochglanzprospekt zur Seite und tragen die Fakten zum Raven 2 Gehäuse in einem ausführlichen Praxistest zusammen. Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Silverstone SST-RV02B-W Raven 2 Midi-Tower in Retail Verpackung
• Schraubensortiment
• Netzteilsicherung-Klettband
• Radiator Halterung
• Molex Lüfterkabeladapter
• SSD- Einbauadapter
• 3,5" zu 5,25" Konverter incl. Einbaurahmen
• 5 Kabelhalter
• bebilderte Anleitung (mehrsprachig)




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial: Stahl (SECC 0,8mm)
• Frontverkleidung: Kunststoff
• Seitenteile: Stahl
• Farbe: schwarz
• Abmessungen: 212mm x 503mm x 643mm (B x H x T)
• Formfaktor: SSI CEB, ATX, Micro-ATX
• Gewicht: ca. 12.5 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 8
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• max Grafikkartengröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• Lüfter:
3x 180 mm (Boden, 18 / 27 dB(A), 700 / 1.000 U/Min)
1x 120 mm (Deckel, 18 dB(A), 950 U/Min)
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x HD Audio OUT, 1x Microfon
• Laufwerksschächte: 5x5.25" extern, 8x5,25" ohne Festplattenkäfig, 3x3,5" intern, 1x 2,5" intern
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz
• aktueller Markt-Preis: ca. 139,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:





Verarbeitung und Technik:

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Die neue Raven Variante ist zwar etwas kleiner als vorherige Modell, benötigt aber mit seinen 643mm Bautiefe immer noch sehr viel Stellfläche nach hinten heraus. Davon abgesehen wirkt die Optik wie aus einem Guss, keine Schrauben oder andere Zutaten stören das Design, das fast schon Cw-optimiert anmutet.
Das Basisgerüst besteht aus 0,8 bis 1,0mm SECC Stahl und sollte für eine ausreichende Statik ausreichen, die Seitenteile bestehen ebenfalls aus Stahl, wohingegen die Frontverkleidung und auch die Abdeckung des Deckels aus Kunststoff gefertigt wurden. Wem das nicht wertig genug erscheint, der darf sich auf das Silverstone Fortress 2 Gehäuse freuen, wo neben der Stahlbasis alles andere aus massivem Aluminium gefertigt sein wird.
Das Controlpanel befindet sich vorne auf dem Deckel, wo neben den USB Ports und Audioanschlüssen auch großflächige Ein-Ausschaltknöpfe integriert wurden. Die Funktions-LEDs für Betrieb und Festplattenaktivität wurden in das kaum zu übersehende Sichtfenster oberhalb der Schachtblenden integriert. Einen externen eSATA Port sucht man allerdings vergebens, was wir bei diesem Preisgefüge nicht nachvollziehen können. Was ebenfalls fehlt, wäre eine Verschlußklappe für die externen Ports, damit zumindest ein rudimentärer Schutz vor Staub und Fremdkörpern stattfindet.


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Das 5mm starke Plexiglas-Window im Seitenteil sitzt relativ zentral über dem Mainboardbereich und glänzt durch eine sehr stabile und schnörkellose Befestigung des Sichtfensters. Wie immer unser Hinweis bezüglich der Abschirmung: Die elektromagnetische Abschirmung (EMV) wird durch so ein Window zwar gestört, aber wer sitzt schon den lieben langen Tag mit seinem Handy am Window, um sein Mainboard zu ärgern, insofern dürfte sich dieser Vorwurf durchaus relativieren, zumal beispielsweise geöffnete Gehäuse in dieser Hinsicht wesentlich mehr Störpotential bieten.
Das Heck überrascht ebenfalls, denn außer einer Beatmungsöffnung für das Netzteil, befindet sich dort absolut nichts erwähnenswertes. Die Kenner der Matrie haben sicherlich schon lange erkannt, warum dies so ist. Silverstone ordnet die Hardware 90° gedreht an, so daß die Steckkarten und das I/O Panel vom Mainboard selbst nach oben zeigen. Das erleichtert u.U. auch die Verkabelung in der Praxis ein wenig, zumal das Herumgekrabbel hinterm Rechner entfällt. Künftig genügt es, die obere Verkleidung zu entfernen, um ein Kabel hinzuzufügen oder abzukoppeln. Allerdings muß dafür natürlich auch Platz vorhanden sein, wenn der Tower unterm Schreibtisch steht und mit diesem nahezu abschließt, kann die Verkleidung halt nicht geöffnet werden.
Das Gehäuse wurde auf sehr massive Gummifüße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Darüber hinaus finden wir hier auch die Schlauchdurchführungen für eine optionale Wasserkühlungsschlauchverlegung. Wobei wir uns nicht vorstellen können, das dies an dieser Stelle wirklich knickfrei zu verlegen wäre.

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Ein kleiner Ruck an der oberen Verkleidung entbindet sie von ihrer Abdeckungspflicht und macht deutlich, warum sie so wichtig ist, denn sie verdeckt u.a. auch die Thumbscrews für die Seitenverkleidungen. Insgesamt betrachtet wirkt diese neue Anordnung von Silverstone sehr gewöhnungsbedürftig, hat aber auch durchaus ihren Reiz, wenn man z.B. an den gewaltigen Airflow der drei 180mm Bodenlüfter denkt, die keinen Mainboardbereich inclusive Steckkarten unventiliert lassen.
Die Schnellverschlüsse der optischen Laufwerke beschränken sich auf insgesamt vier Einbauplätze, der oberste mögliche 5,25" Schacht wurde hingegen nicht bedacht, dort könnte man beispielsweise die Einbauleisten für einen 3,5" Laufwerk unterbringen. Diese Option mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten?
Oben rechts verbirgt sich die Netzteilaufnahme, die ebenfalls eine Neuerung mit sich bringt, das Netzteil wird oben verschraubt und erlaubt ein Ausrichtung des Lüfters gen Innenraum, oder eben gen vorhandenem Lüftergitter in der Heckblende. Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den Ein-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht entfernt werden muß.

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Hier sehen wir noch einmal etwas deutlicher die obigen Slotblenden und den ausblasenden 120mm Lüfter. Das die Staubfilter der drei 180mm Lüfter ausziehbar angeordnet wurden, ist zwar lobenswert und erleichtert grundsätzlich deren Reinigung, allerdings müßte dafür dann die Seitenverkleidung entfernt werden, was wiederum Abstriche in der B-Note der Usability bedeutet.
Auf der anderen Gehäuseseite wird deutlich, das Silverstone zwar im Prinzip eine gute Kabelverlegung angestrebt hat, eine ideale Umsetzung aber auf Grund der Konstruktion unter erschwerten Bedingungen stattfindet. Trotz alledem kann aber auch in der Hinsicht ein gutes Ergebnis erreicht werden, es bedarf lediglich etwas mehr Mühe und Zeitaufwand.
Warum Silverstone die Lüftersteuerung neben dem 120mm Lüfter lediglich auf die drei 180mm Lüfter beschränkt und den 120mm Lüfter ausspart, bleibt uns ein Rätsel. Alle Lüfter verfügen über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an eine eventuelle Lüftersteuerung angeschlossen wird. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, kann dies problemlos tun, entsprechende Adapter sind bereist vorkonfiguriert vorhanden. Auf eine Entkoppelung der Lüfter wurde leider gänzlich verzichtet
Als kurzes Zwischenfazit attestieren wir eine schnörkellose und vor allem akkurate Verarbeitung mit vielen nützlichen Details und sinnvollen Features, aber auch dem einen oder anderen individuellen Stolperstein.




Die Komplettierung:

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Für die Erstbestückung macht es Silverstone dem Komplettierer nicht eben einfach, um optische Laufwerke in die 5,25" Schächte zu verbauen, muß zunächst einmal die Frontverkleidung abgeschraubt werden, die Schrauben kann man für die Zukuft beruhigt weglassen, die Verkleidung sitzt später trotzdem wieder stramm genug an ihrem angestammten Platz. Dahinter dürfen dann auch noch Blenden herausgebrochen werden, das haben wir schon weitaus eleganter gelöst gesehen. Wir haben natürlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird. Ein silbernes oder womöglich graues Laufwerk wäre an dieser Stelle absolut fehl am Platz.
Die Funktions-LEDs sind auch nicht eben jedermanns Sache, sie leuchten relativ grell, da dürfen einmal mehr die persönlichen Vorlieben über wohl und wehe entscheiden.

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Der Festplatteneinbau gestaltet sich relativ unkompliziert, dazu entfernen wir über die reichlich vorhandenen Thumbscrews den Festplattenkäfig und positionieren unsere Festplatten dort mit den entsprechenden Schrauben. Dank der gummierten Schraubeinfassungen, findet eine recht gute Entkoppelung statt, wie wir noch sehen werden. Bedingt durch aktuellen Flüssigkeitslager moderner Festplatten, ist eine vertikale respektive senkrechte Ausrichtung der Festplatten heutzutage kein Problem mehr, es sei denn, der Festplattenhersteller untersagt dies ausdrücklich. An SSDs hat Silverstone auch gedacht, diese Datenträger können über eine passende Adapterplatte am Festplattenkäfig angebaut werden.
Das Netzteil kann wie schon erwähnt, entweder mit dem Lüfter gen Innenraum ausgerichtet werden, um sich am Abtransport der warmen Abluft zu beteiligen. Oder mit dem Lüfter gen Außengitter, dann kümmert es sich ausschließlich um sich selbst. Von einer Ausrichtung gen Innenraum können wir im Fall des Raven 2 Gehäuses nur abraten, denn der Netzteillüfter sitzt sehr nahe am CPU Kühler und kann so den Luftstrom des CPU-Kühlers negativ beeinflussen. Der Lüfter des CPU-Kühlers transportiert die aufgenommene Abwärme in Richtung Gehäusedeckel, der Netzteillüfter wiederum unterbricht diesen Luftstrom, in dem er ihn seitlich tangiert.

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Das Platzangebot stellt sicherlich eines der Gehäuse Highlights dar, es gibt aktuell keinen Luftkühler, der nicht verbaut werden kann. Dies gilt auch für überlange Netzteile und etwas eingeschränkt für Grafikkarten. Im Werkszustand haben Grafikkarten bis zu 300mm Platinenlänge Platz, sollten noch längere Grafikkarten verbaut werden sollen, muß einer der 180mm Lüfter weichen, dann sind 360mm möglich.
Interessant sind auch die Wasserkühlungsoptionen, die Silverstone bereits avisiert hat. Über vorgefertigte Adapterschienen können 360mm Radiatoren mit den hinteren 180mm Lüftern zur Zusammenarbeit überredet werden. Damit wäre das System fertig integriert und wir schreiten zum eigentlichen Test des Gehäuses...




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.





Der Gehäuse-Test:

Mit Core Temp 0.99.5, Real Temp 3.0, dem Hardware Monitor 1.15 und Everest Ultimate Edition 5.30.1954 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifiziertem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:







Zum Thema Kamineffekt und Konvektion:
Silverstone will durch diese Komponenten-Anordnung den "Kamineffekt" im Gehäuse nutzen, der darauf beruht, das sehr heiße Luft nach oben steigt und kalte durch eine Sogwirkung nach sich zieht. Ein PC wird aber niemals solche Temperaturen erreichen, insofern kann man in unserem Falls wenn überhaupt von einer erzwungenen Konvektion sprechen, denn die natürliche Konvektion findet ebenso wenig statt, da Lüfter im Gehäuse existieren, die durch ihr Wirken die natürliche Konvektion überlagern.

Die Temperaturwerte bewegen sich im dunkelgrünen Bereich, es fällt nur auf, das die Festplatten relativ wenig vom Airflow im Gehäuse profitieren, darum liegen sie im Schnitte fast 10°C höher als in unseren anderen Gehäuse Tests.
Bei der Geräuschkulisse der Lüfter relativiert sich unsere Begeisterung, aber der Reihe nach:
Der von Silverstone umgelabelte Globe Fan gleitgelagerte 120mm Lüfter S1202512L-3M rotiert unter 12 Volt Ansteuerung mit 1846 U/min und erzeugt dabei 31,5 dBA Schalldruck (1,2 sone). Das ist weder leise noch sonderlich schön anzuhören, denn dazu gesellt sich ein deutlich vernehmbares Brummen. Senken wir die Ansteuerung auf 7 Volt herab, reduziert sich die Drehzahl auf 1181 U/Min und die Geräuschkulisse auf erträglichere 22,5 dBA (0,3 sone), wobei das Brummen bleibt. Eine weitere Reduzierung auf 5 Volt senkt die Drehzahl auf 684 U/min und den Schalldruck auf 19,5 dBA (0,1 sone), wodurch auch das Brummen nahezu verschwindet. Eine Entkoppelung des Lüfters würde die Störgeräusche zusätzlich minimieren. Die Anlaufspannung des Lüfters beträgt übrigens sehr gute 4,2 Volt.
Die drei ebenfalls gleitgelagerten 180mm FN181 Silverstone Lüfter sind über die o.g. dreistufige Lüftersteuerung recht gut im Zaum zu halten. Auf Stellung "High" rotieren die Lüfter mit 1017 U/min und erzeugen dabei 29 dBA (1,0 sone) Schalldruck, wohingegen die Stellung "Low" das Ganze auf 7 Volt absenkt, was die Lüfter dazu veranlaßt, nur noch mit 693 U/min zu rotieren und dabei 19,5 dBA Schalldruck (0,1 sone) zu erzeugen. Betreibt man die 180mm Lüfter an einer reinrassigen Lüftersteuerung, wäre eine Absenkung auf 5 Volt kein Problem, zumal die Anlaufspannung 3,9 Volt beträgt. Insgesamt betrachtet, darf man die 180mm Lüfter als ausgezeichnet bewerten, zumal sie neben der hervorragenden Scalierbarkeit noch durch nebengeräuschfreie Lager glänzen.
Zu diesem Thema Anlaufspannung der Lüfter sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch vier entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


120mm Lüfterroundup 2009


Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, diesbezüglich gefallen uns die Lian Li/Lancool Festplattenentkoppelungen einen Hauch besser. Unsere nagelneue Samsung Spinpoint F3 500GB Festplatte war aus dem Silverstone System trotzdem nicht herauszuhören. Das gilt ebenso für die vorhandenen Samsung F1 Festplatten, die sich auf sehr ähnlich niedrigem Geräuschniveau bewegen. Die VelociRaptoren lärmen ohne Entkoppelung normalerweise mit 31,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung des Silverstone Gehäuses immerhin um jeweils 4 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken, sind aber auch deutlich teurer:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Das Silverstone SST-RV02B-W Raven 2 Gehäuse bietet durchaus eine gute Basis, um ein leises System zu konzipieren. Die Seitenwände klappern definitiv nicht und verfügen über ausreichende Wandstärken, die Statik des Gehäuses stellt sich als ausreichend verwindungssteif dar und die Festplatten werden recht gut entkoppelt. Reduziert werden aber lediglich mögliche Vibrationen, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche findet so natürlich kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen deutlich im Vorteil. Um das Gehäuse im Betrieb als leise zu betrachten, fehlt es aber an einer wichtigen Kompoente, nämlich einer Lüftersteuerung die alle Lüfter regelt.
Damit wäre es dann aber noch nicht getan, denn wir erinnern uns: für ein leises System müssen auch entsprechende Komponenten verbaut sein (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil), ansonsten wird das Vorhaben wieder konterkariert.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Das Silverstone SST-RV02B-W Raven 2 Gehäuse glänzt mit innovativen Ideen und mutigem Design. Das Face Liftung hat sich gelohnt, zumal eine Reihe von Verbesserungen eingeflossen sind, die u.a. auch der Usability zu Gute kommen. Das Rad hat Silverstone zwar nicht neu erfunden, aber man spürt sehr deutlich, das sich Silverstone über die Thematik eines modernen PC Gehäuses Gedanken gemacht hat und vieles davon wurde zweifellos sehr gut umgesetzt.
Weniger gut empfinden wir den 120mm Lüfter, der qualitativ so gar nicht ins Komplettpaket passen will. Darüber hinaus sollte bei diesem Preisgefüge ein eSATA Port grundsätzlich zum Standard Repertoire eines hochwertigen Gehäuses gehören. Warum Silverstone bei diesem Gehäuse den Kamineffekt nun besonders explizit herausstellt, erschloss sich uns ebenfalls nicht. Dies haben wir im Test auch entsprechend begründet, insofern haken wir diesen Hinweis mal als zusätzliches Marketing Instrumentarium ab...
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• mutiges und wertiges Design
• sehr kratzfeste Lackierung
• sehr gute Verarbeitung
• äußerst passgenaue Seitenteile
• rutschfester Stand
• sehr sinnvoll plaziertes I/O Panel
• sehr gutes Platzangebot
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (eingeschränkt)
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung ausreichend lang bemessen und vorverlegt
• sehr gute Kühleigenschaften
• gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 139,90 €)

Minus:
• zu grelle Front LEDs
• inkonsequente Lüftersteuerung, 120mm Lüfter zu laut
• kein eSATA Port





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Silverstone Raven 2 Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Gold






Weiterführende Links:


Silverstone


Silverstone Raven 2 bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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