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Achtung Lian Li PC-P50 Armorsuit Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Lian Li PC-P50 Armorsuit Midi Tower







Einleitung:

Die Gehäuseproduktionen in Fernost respektive Taiwan unterliegen zuweilen sehr eigenen Gesetzen, die für uns Europäer auch nicht immer sofort nachvollziehbar sind. Einseits stehen plötzlich wie aus dem Nichts neue Serien auf dem Tablet, andererseits fragen wir uns, wo bleibt das letzte Messe-Highlight? Der jüngste Spross innerhalb der 2008 lancierten Lian Li Armorsuit Familie, wurde schon im April angekündigt und soll ende September nun endlich auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein. Das Lian Li keine sonderliche Eile an den Tag legt, läßt sich in diesem Fall aber eventuell nachvollziehen, denn das neue PC-P50 Gehäuse ähnelt dem Lancool K-58/K62 auch auf den zweiten Blick und die Gehäuse der Lian Li Tochter Lancool sollen schießlich auch verkauft werden. Ob es Sinn macht, innerhalb eines Konzerns so artverwandte Gehäuse zu offerieren, lassen wir mal dahingestellt sein. Viel interessanter für den Endanwender ist: was kann das immerhin 30€ teurere Lian Li PC-P50 besser als das K58/K62 von Lancool, wenn überhaupt?
Exakt diese Frage war eine der Hauptprämissen in unserem neuerlichen Review, was wir dabei an verwertbaren Fakten gesammelt haben, könnte ihr in den folgenden Kapiteln nachlesen, dazu wünschen wir viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Lian Li PC-P50 in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl. Schrauben und Thumbscrews
• Befestigungsmaterial
• Netzteilhaken
• Piezo Lautsprecher
• Kabelclips
• bebilderte Anleitung




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Aluminium (bis 1,5mm stark)
• Frontverkleidung: Aluminium, gebürstet und anodisiert
• Seitenteile und Deckel: Aluminium, gebürstet und anodisiert
• Mainboardschlitten: nicht vorhanden
• Farbe: schwarz
• Abmessungen: 210mm x 495mm x 490mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, M-ATX
• Gewicht: ca. 9 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 8
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
vorinstallierte Lüfter:
• 1x 120 mm (Front, 1200 RPM)
• 2x 140 mm (Deckel, 1000 RPM)
• 1x 120 mm (Heck, 1500 RPM)
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x Firewire IEEE1394, 1x HD+AC 97 Audio
• Laufwerksschächte: 9x5.25" extern, 3x3,5" intern (in 5,25 Schacht)
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: PC-P50 und PC-P50R
• aktueller Markt-Preis: ca. 129,90 € (199,90 PC-P50R)
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright True Copper
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
Festplatten System
1x Samsung Spinpoint F3 500GB
DVD-Brenner
LG BH08LS SATA Blu-Ray Brenner
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Corsair HX850W
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate 64bit SP2, Windows 7 im Multiboot




Verarbeitung und Technik:

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Die Verwandschaft ist unverkennbar und erfordert durchaus keinen Termin beim Optiker, den edleren Touch kann aber ganz klar der Mutterkonzern verbuchen, die gebürsteten und anodisierten Aluminiumflächen von Lian Li sind wie so oft eine absolute Augenweide. Natürlich gibt es genügend Anwender, die eine ganz klare und vollkommen andere Vorstellung haben, wie ein Lian Li Gehäuse auszusehen hat, zu denen gehört unsere Redaktion auch. Aber das sollte den Blick vor frischen Ideen nicht verklären und etwas Flexibilität hat noch niemandem geschadet. Ok, das Gehäuse wird trotzdem polarisieren, aber das ist nicht zu ändern und ohnehin Geschmackssache, widmen wir uns darum lieber den technischen Fakten, das dürfte sich als ergiebiger erweisen.
Analog zum K62 ist auch die Front vom PC-P50 mit Meshblenden übersät, was sich auf dem Deckel zwangsläufig fortsetzt, dort sitzen ebenfalls Lüfter, die für Ventilation sorgen. Das Kontrolpanel sitzt im zentralen Einzugsbereich, gut erreichbar aber leider auch durch keine Staubklappe geschützt, das kann Lian Li besser. Dies gilt auch für die sonst vorhandenen eSATA Ports, deren Nichtvorhandensein wir bei diesem Preisgefüge ganz klar bemängeln müssen. Die Funktionstasten sind ein wenig tricky konstruiert, sie beinhalten nicht nur den Ein-Ausschalter sowie die Resetfunktion, sie wurden darüber hinaus auch mit den Funktions-LEDS bestückt. Die Festplatten-LED fand ihre Integrierung in der Reset-Taste, die Power-LED im Powerknopf.
Anhänger von Disketten-Laufwerken und Cardreadern werden einmal mehr ausgeschlossen, ein entsprechender 3,5" Einschub ist werksseitig nicht vorhanden, kann aber nachgerüstet werden. Diese Option mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? Außerdem existieren auch von Lian Li technisch sehr ausgereifte Cardreader, die man ohne Einschub ebenfalls nicht einbauen kann. Kurz und gut, wir halten einen 3,5" Einschub für wesentlich pragmatischer, als die 8 Slotblenden für Erweiterungskarten, die ohnehin nur in einer Crossfire-X oder Quad-SLI Umgebung ihre Daseinsberechtigung vorweisen können und wer hat schon sowas?

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Spaltmaße und Fertigungspräzision bewegen sich auf sehr hohem Niveau, da tänzelt Lian Li doch ein Stückweit vor Lancool, das müssen wir einfach mal so formulieren. Das rechte Seitenteil könnte übrigens durch eine vorhandene Öse neben der Thumbscrew-Verschraubung mit einem kleinen Schloß gesichert werden. Das Heck bietet die inzwischen fast schon obligatorischen Zutaten, als da wären die Schlauchdurchführungen für eine optionale Wasserkühlung und natürlich völlig überraschend, die Positionierung des Netzteil im Bodenbereich. Die Belüftungsschlitze der PCI-Slot Abdeckungen (wie schon erwähnt 8 Stück) fließen so langsam ebenfalls in alle neuen Lian Li Gehäuse ein. Zwingend nötig ist dies nicht, zumal die Be-und Entlüftung des Gehäuses über die Lüfter und das Netzteil mehr als ausreicht, Nachteile erbringen diese Schlitze allerdings auch keine.

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Der sichere, rutschfeste und geringfügig entkoppelte Stand des Gehäuses wird durch Moosgummi-Standfüße bewerkstelligt, eine sehr probate und attraktive Lösung, wie sie auch für HIFI-Anlagen Verwendung findet, wenn auch dort noch etwas aufwendiger ausgeführt, zumindest bei den teureren Geräten. Der Netzteil Bereich wird durch einen Stabfilter vor Unrat geschützt, leider wurde er nur herausklippbar angeordnet. Ein Herausziehbarer Filter würde unnötige Gehäuseverrenkungen verhindern, wenn man den Filter reinigen möchte, das wurde beim K62 von Lancool leider genauso unpraktisch gelöst.
Das schwarze "Body-Painting" von Lancool gefällt uns ehrlich gesagt besser, als die Polierten silbernen Flächen von Lian Li, auf denen man wirklich jeden Hauch eines Fingerabdrucks nachzählen kann. Das heißt für uns Schrauber in der Konsequenz: Schutzhandschuhe anziehen, was angesichts der aktuellen Außentemperaturen wahrlich kein Vergnügen darstellt.
Auch das PC-P50 Gehäuse verfügt über die neuen Laufwerks-Dämpfungsbügel, die über ihre kleinen Gummiblöcke relativ viel Druck auf die Laufwerksflanken ausüben, wodurch diese einerseits fixiert werden und andererseits eine gewisse Entkoppelung erfahren sollen. Wie nahezu alles bei Lian Li wäre auch dieses Feature umkehrbar, dazu kann man die Dämmleisten abklipsen und die Laufwerke verschrauben, was in einigen Fällen auch notwendig ist. Der Festplattenkäfig kann über die 4 vorhandenen Thumbscrews zur Zusammenarbeit überredet werden, denn nach deren Entfernung können wir den Käfig herausziehen.

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Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den Ein-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht entfernt werden muß. Der hintere zentrale 120mm Lüfter sitzt direkt im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Lian Li und auch Lancool setzen diesbezüglich neuerdings auf kleine Gummiunterlagen für ihre Lüfterbefestigungen. Das ist zwar ein sinnvoller Ansatz, aber keinesfalls gleichzusetzen mit der Funktion reinrassiger Entkoppelungsstifte, da die Lüfter über die Schrauben immer noch direkten Kontakt zum Gehäuse aufweisen.
Die Kabelbeschriftung stellt sich wie immer vorbildlich dar und die einzelnen Stränge für USB, Audio usw. wurden auch ausreichend lang gehalten, die Kabel der Lüfter dürften aber gerne noch etwas länger als die vorhandenen 30cm ausgelegt sein, eventuell möchte man ja eine Lüftersteuerung einsetzen.
Lian Li uns Lancool haben die Steckkartenbefestigung grundlegend renoviert, das neue Stecksystem ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, fixiert die Karten aber erstaunlich sicher. Keine Sorge, wer es trotzdem lieber verschrauben möchte, steht nicht im Regen, der Befestigungsblock ist abschraubbar (4 Schrauben im Heck), somit könnten die Steckkarten auch verschraubt werden, wobei sich dafür allerdings keine Schrauben im Lieferumfang finden lassen.
Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Grundsätzlich sind jedenfalls gummierte Aufnahmen vorhanden, die einen gewissen Entkoppelungseffekt erarbeiten. Ebenfalls im Bodenbereich existiert die neuerdings häufig bei Lancool und Lian Li verbaute schwarze Kabelaufnahme, um z.B. die Netzteilkabelstränge vernünftig zu verlegen oder zu lagern. Selbstverständlich können dort auch andere Kabelstränge eingeklinkt werden. Alle Lüfter verfügen über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an eine eventuelle Lüftersteuerung angeschlossen wird. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, kann dies problemlos tun, entsprechende Adapter sind bereist vorkonfiguriert und außerdem im Zubehörpäckchen vorhanden.




Die Komplettierung:

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Die Tatsache, das dieses PC-P50 Gehäuse nahezu in seine Bestandteile zerlegt werden kann, erleichtert nicht nur die Komplettierung, sie öffnet auch den Moddern Tür und Tor. Die unproblematische Entfernung des Deckels erleichtert zudem den Einbau von Wakü-Radiatoren, wobei dort sehr wahrscheinlich 140mm Radiatoren das Maximum darstellen dürften.

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Die eingelegten Staubfilter der Alu-Laufwerksblenden lasen sich recht gut auswaschen und somit gut reinigen, wir hätten uns hinter der Frontverkleidung trotzdem noch einen expliziteren Staubfilter für den 120mm Frontlüfter gewünscht.
Kommen wir zum Thema Netzteil Einbau: die Netzteilbefestigung kann hüben wie drüben (Lancool K62 und Lian Li PC-P50) in mehreren Varianten erfolgen, zum einen über den neuen Haltebügel, oder wie gewohnt über die Verschraubung an der Gehäuse-Rückseite. Wir bevorzugen in dem Fall die konventionelle Schraub-Variante, weil der Bügel nur wenig entkoppelt und auf dem Netzteil sehr schnell unschöne Arretierungsmarken hinterläßt. Das mag auf den ersten Blick keine Rolle spielen, aber wenn das Netzteil erst mal einige warme Betriebstunden hinter sich gebracht hat, werden sich diese Marken regelrecht eingebrannt haben, was den Wiederverkaufswert nicht unbedingt erhöht.
Zum Thema Netzteil Positionierung ergeben sich auch beim PC-P50 zwei Optionen: Nun kann man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Anderseits ist es dank der variablen Blende aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, was wir bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Einbauvariante wäre die etwas reduzierte Staubaufnahme, da unser Netzteil dann in Bodennähe nicht zum Flusensuchgerät mutiert.
Praktisch und pfiffig sind die neuen Mainboard Befestigungs Thumbscrews, die das Anschrauben des Mainboards auf seinen Abstandshaltern deutlich erleichtert. Diese kleinere Innovation hat inzwischen in vielen aktuellen Lian Li und Lancool Gehäusen Einzug gehalten.

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Die Integration der optischen Laufwerke kann, wie bereits erwähnt, entweder über die seitlich Entkoppelungshebel erfolgen, oder über die traditionelle Verschraubung, beide Optionen sind gleichermaßen praktikabel. Wir empfehlen beides, also auf der einen Seite die Hebel und auf der anderen Seite vier Schrauben, damit konnten wir im Test die besten Ergebnisse herausarbeiten, denn je nach Laufwerk kann die einseitige Fixierung über den Hebel eventuell nicht ausreichen. Wir haben natürlich grundsätzlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird und die Farbgebung stimmt.
Der Festplattenkäfig kann nach dem Entfernen der seitlichen vier Thumbscrews entweder nach vorne oder nach hinten herausgenommen werden, nach hinten wird natürlich dann schwierig, wenn das Mainboards samt Zutaten bereits eingebaut ist.

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Die weitere Vorgehensweise zur Fixierung einer Festplatte ist kinderleicht, dazu ziehen einfach wir einen der Einschübe heraus, klappen die Verriegelung auf, fixieren die Festplatte und verriegeln den Einschub wieder. Schon kann das Konstrukt wieder in den Käfig (Kabelanschlüsse zum Innenraum ausgerichtet) verbracht werden. Achtet bitte darauf, das ihr die Gummientkoppelungen dabei nicht verdrückt ! Sehr schön ist die Tatsache, das auf Grund der Bohrlöcher im Einschub auch 2,5" Laufwerke eingesetzt werden können. Reduziert werden durch die Entkoppelung aber lediglich mögliche Vibrationen, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche findet so natürlich kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen deutlich im Vorteil.

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Da das Platzangebot sehr üppig gestaltet wurde, existieren auch keine Einbauprobleme, wenn es um ausladende Netzteile oder Grafikkarten geht. Auch in dieser Hinsicht unterscheiden sich das Lancool K62 und das Lian Li PC-P50 Gehäuse nicht und das ist gut so. Towerkühler jeglicher Struktur finden ebenso ihren Platz, beim Thermalright IFX-14 muß allerdings der HR10 Zusatzkühler draußen bleiben, was sicherlich zu verschmerzen wäre.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Mit Core Temp 0.99.5, Real Temp 3.0, dem Hardware Monitor 1.14 und Everest Ultimate Edition 5.02.1823 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifiziertem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:





Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 28°C 31°C 31°C 33°C
Mainboard 28°C 32,5°C 31°C 34°C
CPU 31°C 49°C 34,5°C 55°C
Grafikkarte 49,5°C 63°C 54°C 65°C
Festplatte (Samsung F1 320GB) 19°C 26°C 22°C 28,5°C
Festplatte (VelociRaptor) 22°C 29°C 25,5°C 32°C


Völlig überraschend liegen wir beim Lian Li PC-P50 mit unseren eingebauten Komponenten auf dem nahezu identischen Temperaturniveau wie beim Lancool K62, woran mag das liegen? Aber Spaß beiseite, das vier Lüfter mit sehr ähnlichen Eckdaten in Gehäusen mit minimalsten Unterschieden keine gröberen Temperatur-Ausreisser produzieren, liegt auf der Hand oder?
Bei der Geräuschkulisse sieht die Geschichte schon wieder etwas anders aus, aber der Reihe nach. Fangen wir mit den Lüftern an:
Der 120mm Frontlüfter rotiert unter 12Volt Ansteuerung mit 1191 U/min und erzeugt dabei 19,5 dBA (0,1 sone) Schalldruck, was sich nach Reduzierung auf 7Volt in 792 U/min und 12,5 dBA (0,1 sone) darstellt. Das darf durchaus als leise attestiert werden, trotzdem wirkt der 120mm Frontlüfter etwas deplaziert, wir hätten uns an dieser Stelle doch eher ein 140mm Exemplar gewünscht, zumal diese Lüfter weniger Störgeräusche entwickeln, der 120mm Lüfter neigt zum Lagerschleifen und läuft unter 5Volt Ansteuerung nicht mehr an.
Die beiden 140mm Lüfter im Gehäusedeckel rotieren unter 12 Volt Ansteuerung an unserer Zalman Lüftersteuerung mit 1053 U/min und entwickeln dabei 21,5 dBA Schalldruck (0,2 sone). Silentfreunde werden sich damit nicht zufrieden geben und reduzieren die Spannung z.B. über eine externe Lüftersteuerung auf 7 Volt, wobei die 140mm Lüfter nur noch mit 728 U/min rotieren und dabei 14,5 dBA (0,1 sone) erzeugen, das wäre eine deutliche Verbesserung und generiert immer noch genügend Airflow.
Der 120mm Hecklüfter rotiert bei 12 Volt Ansteuerung mit 1468 U/min und erzeugt dabei 26 dBA Schalldruck (0,7 sone), von wirklich leise sind wir dort doch schon ein Stückweit entfernt. Eine Reduzierung auf 7 Volt minimiert die Drehzahl auf 18,5 dBA (0,1 sone) bei 981 U/min, damit könnte man durchaus leben. Eine weitere Reduzierung wird schwierig, da der 120mm Lüfter bei 5Volt Ansteuerung nicht mehr anläuft. Die 140mm Lüfter hingegen laufen bei knapp 4,9 Volt an, insofern wäre diese Option zumindest diskussionswürdig, der dann allerdings bescheidene Airflow eher nicht. Was die Qualität der Lagerung angeht, so tendieren die 140mm Lüfter zu minimalem Lagerschleifen, der 120mm Lüfter neigt zum Brummen und sollte darum explizit entkoppelt werden, die neuen beigefügten Gummies von Lian Li reichen da bei weitem nicht aus.
Zu diesem Thema Anlaufspannung der Lüfter sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch vier entsprechende Artikel ans Herz legen, die eine Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


120mm Lüfterroundup 2009


Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, auch wenn die Gummientkoppelungen für die Festplatten eindeutig zu den besseren Lösungen am Markt gehören. Unsere nagelneue Samsung Spinpoint F3 500GB Festplatte war aus dem System definitiv nicht herauszuhören. Das gilt ebenso für die vorhandenen Samsung F1 Festplatten, die sich auf sehr ähnlichem Geräuschniveau bewegen. Die VelociRaptoren lärmen ohne Entkoppelung mit 31,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung des Lian Li PC-P50 Gehäuses um immerhin jeweils 3,5 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Dank vernünftig bemessener Aluminium Profile und einer sehr guten Statik eignet sich das Lian Li PC-P50 Gehäuse durchaus für den Aufbau eines leisen Systems. Dazu bedarf es neben leisen Komponenten (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil), einer expliziten Lüfter Entkoppelung ebenso, wie einer reinrassigen Lüftersteuerung für die Feinabstimmung. Wenn ein leises System nicht im Vordergrund eurer Intentionen stehen sollte, wäre der Aufwand diesbezüglich natürlich deutlich geringer respektive entfällt völlig.
Das gefürchtete Seitenwandklappern oder Dröhnen blieb beim PC-P50 Gehäuse größtenteils aus, da die silbernen Spreizklammern sehr viel abfedern.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Auch das neue PC-P50 Gehäuse aus der Armorsuit Serie versprüht den typischen Lian Li Charme, auch wenn die Lian Li Fans eventuell erschüttert abwinken. Dabei weicht Lian Li lediglich bei der Frontverkleidung von ihren Dezenz Standards ab und ein wenig Modernerie sollte man den Taiwansen schon zugestehen. Dieses Optik Flair markiert auch den Hauptunterschied zum Lancool K58/62. Wo Stahl und Plastik versuchen eine Symbiose zu finden, was beileibe nicht immer gelingt, erreicht Lian Li mit seiner unvergleichlichen Aluminium Verarbeitung eben genau das Ambiente, was wir alle so schätzen.
Schade nur, das einige Neuerungen auch in diese Baureihe Einzug hielten, mit denen wir uns ganz und gar nicht anfreunden können. Warum verzichtet Lian Li bei einem so teuren Gehäuse auf eSATA Ports? Es ist zwar sehr zweckmäßig, das auch 2,5" Festplatten in den Käfigen verschraubt werden können, aber warum fehlen Einbauvorrichtungen für externe 3,5" Geräte? Sind Cardreader, Floppydisk-Laufwerke etc. nicht mehr en vogue? Der Netzteilbügel wurde von uns ja schon mehrfach bemängelt, denn spätestens dann, wenn sich auf dem Netzteil-Deckel Arretierungsmarken eingebrannt haben, ist Frust vorprogrammiert.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• sehr ansprechende Optik
• hervorragende Verarbeitung
• hohe Verwindungssteifigkeit
• für den Materialaufwand sehr leicht
• rutschfester Stand
• sehr gute Ausstattung
• sehr gutes Platzangebot
• Kompatibilität zu langen Netzteilen, variabel verbaubar
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten
• keine Probleme bei der Aufnahme großer Towerkühler
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung sehr gut verlegbar
• clevere Mainboard Befestigung
• Gehäuse kann weitestgehend zerlegt werden
• sehr gute Kühleigenschaften
• gute Festplatten-und Laufwerksentkoppelung
• 2,5" Laufwerke können in den Käfigen verbaut werden
• befriedigende Netzteilentkoppelung
• gut positioniertes Anschlußterminal
• recht ausgewogene Werkslüfter
• befriedigendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 129,90 €)

Minus:
• kein eSATA im Anschlußterminal
• keine Lüftersteuerung
• zu wenig Staubfilter
• fragwürdige Netzteilhalteklammer
• keine externe 3.5" Einbauoption integriert

Der Gold Award ist zwar verdient, fällt in der Summe aber knapper aus, als erwartet, denn für den Preis hätten wir seitens Lian Li doch etwas mehr Weitsicht erwartet. Die Frage, welches Gehäuse wir favorisieren würden, das PC-P50 oder das Lancool K62, ist objektiv kaum zu beantworten, weil natürlich auch persönliche Vorlieben eine Rolle spielen und die gestalten sich nun mal grundsätzlich individuell. Preisleistungstechnisch zeigt das Lancool K62 allerdings, wo Barthel den Most holt...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian Li PC-P50 Armorsuit Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Gold






Weiterführende Links:


Lian Li


Lian Li Armorsuit bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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