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Achtung Xigmatek Midgard Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Xigmatek Midgard Midi Tower







Einleitung:

Die germanische Mythologie hat es den Marketing Strategen von Xigmatek offensichtlich angetan, anders ist der neuerliche Verweis auf Midgard, die Welt der Menschen inmitten der Weltenesche Yggdrasil, kaum zu erklären. Wir Uninspirierten haben da möglicherweise eine andere und viel profanere Erklärung: Thor sucht ganz einfach einen passenden Abstellschrank für seinen Hammer, denn den gibts ja schließlich auch von Xigmatek...
Nach dem Xigmatek seit 2005 erfolgreich sehr gute Kühler, inzwischen auch Netzteile offerieren konnte, war der Einstieg ins Gehäuse Segment abzusehen. Die Jungfernfahrt heißt Xigmatek Midgard und hat als Zielgruppe all diejenigen, die keine 100 € und mehr für ein gut ausgestattetes Gehäuse mit sinnvoll ausgewählten Zutaten ausgeben wollen oder können. Dem einen oder anderen wird die Grundstruktur des Gehäuses bekannt vorkommen und das ist wahrlich kein Zufall, basiert es doch auf dem äußerst beliebten Cooler Master RC-690. Insofern waren wir sehr gespannt, ob Xigmatek über die selben Fußangeln gestolpert ist, oder ob man die richtigen Schlüsse aus den Fehlern der Konkurrenz gezogen hat. Dies und mehr erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Vermehren der Erkenntnisse...




Lieferumfang:

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• Xigmatek CPC-T55DB-U01 Midgard Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl. Schrauben und Thumbscrews
• Lüftersteuerung (drei Lüfter)
• Piezo Lautsprecher
• Kabelclips
• Gummiisolierungen für Wakü-Durchführungen
• Anleitung




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Stahl (SECC 0,8 bis 1,0mm)
• Frontverkleidung: Kunststoff, Mesh (ABS)
• Seitenteile und Deckel: Stahl
• Mainboardschlitten: nicht vorhanden
• Farbe (innen und außen): schwarz
• Abmessungen: 210mm x 478mm x 510mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, Micro-ATX
• Gewicht: ca. 9,28 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• Lüfter:
1x 120 mm (Front, White LED)
1x 120 mm (Rückseite, White LED)
1x 92 / 80 mm (Front, optional, statt 120 mm)
1x 92 / 80 mm (Rückseite, optional, statt 120 mm)
2x 140 / 120 mm (linkes Seitenteil, optional)
2x 140 / 120 mm (Deckel, optional)
1x 140 / 120 mm (Boden, optional)
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x HD Audio OUT, 1x Microfon, 1x eSATA
• Laufwerksschächte: 5x5.25" extern, 5x3,5" intern, 1x 3,5 Zoll (extern, in 5,25 Zoll Schacht), 1x 2,5 / 1,8 Zoll (intern, im 3,5 Zoll Schacht)
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz, divere Kombi-Pakete
• aktueller Markt-Preis: ca. 59,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Xigmatek NRP-PC502 500 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Frisch entpackt hinterläßt das Midgard Gehäuse einen erfrischend stimmigen und designtechnisch sehr ausgewogen Eindruck. Das durchgehende Schwarz mit den orangenen Farbtupfern kann durchaus überzeugen, dagegen wirkt das Cooler Master RC-690 doch etwas steril. Allerdings beschleicht uns angesichts der kompletten Mesh Front samt Deckel und perforierten Seitenteilen die leise Vermutung, das analog zu Cooler Master das Verhältnis von Mesh zu Staubfilter wieder als unausgewogen zu betrachten ist, aber dazu später mehr...
Warum man nun das Controlpanel und die Funktionstasten nicht an eine gemeinsam gut zugängliche Stelle positioniert, bleibt offen. Die Funktionstasten sitzen gut zugänglich vorne auf dem Deckel und der Rest im unteren Drittel der Frontverkleidung. Dafür fehlt aber wenigstens nichts, alle relevanten Ports (auch eSATA), Funktions-LEDs usw. sind vorhanden. Das alles findet leider ungeschützt statt, eine Verschlußklappe, die dem Staubanfall Paroli bietet, existiert hingegen nicht. Die Funktions-LEDs finden wir ebenfalls auf dem Deckel, wo einerseits der Betrieb des Systems (grüne LED) und andererseits die Festplattenzugriffe optisch untermalt werden (rote LED).

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Die Seitenteile können rechts zwei weitere Lüfter aufnehmen (120mm oder 140mm), das andere Seitenteil hat zwar Perforierungen, aber keinerlei Lüfteraufnahmen. Filter sucht man an diesen Stellen leider vergebens. Die stählernen Seitenteile sind ansonsten sauber gefertigt und relativ kratzfest lackiert worden, könnten aber etwas präziser passen.
Im sehr gut strukurierten Heckbereich fallen einmal mehr die mittlerweile vier Schlauch-Durchführungen für eine mögliche Wasserkühlung auf. Die mitgelieferten Gummiisolierungen sorgen für verminderte Scharfkantigkeit, denn die Stahlblenden müssen herausgebrochen werden. In der Nähe entdecken wir zwei Blenden für HDMI und eine mögliche serielle Schnittstelle, wobei sich uns der Sinn danach stellt, zumal aktuelle Grafikkarten HDMI entweder bereits integriert haben, oder per Adapter ermöglichen. Die serielle Schnittstelle stammt aus den 80iger Jahren und hat ihre Bedeutung längst verloren. Das Lüftergitter des hinteren 120mm Lüfters ist leider nicht entfernbar, dies kann zu strömungsbedingten Geräuschen führen und schränkt den Wirkungsgrad des Lüfters etwas ein.
Das Gehäuse wurde auf sehr solide Füße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Der Netzteilbereich wurde mit einem Staubfiler versehen, der zur Reinigung bequem herausgezogen werden kann, das ist vorbildlich. Die Verarbeitung der schwarzen Heckpartie und des Bodenbereiches ist fast genauso gut, wie der Rest des Gehäuses, da existiert kaum eine Ecke, die nicht sauber bearbeitet und gepulvert wurde.

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Der ebenfalls schwarz gepulverte Innenraum verzeiht schwitzige Montagehände zwar etwas großzügiger als helle Untergründe, häßliche Flecken bleiben trotzdem, also nutzt ruhig auch hier eure Montagehandschuhe, der eventuelle Nachbesitzer und der vergessene Putzlappen werden es euch danken. Unabhängig davon wurde angemessen gefinisht, hinterhältige Kanten, die den Komplettierer ärgern könnten, existieren defintiv nicht, man darf in diesem Zusammenhang durchaus von gelungenem Feinschliff sprechen.
Der Festplattenkäfig wurde sehr dicht am Frontlüfter angebracht, das optimiert zwar die Kühlung der Festplatten und schafft Platz für ausladende Grafikkarten (bis 285mm), macht das eventuelle Auswechseln des Lüfters respektive das Reinigen des Staubfilters aber recht umständlich, denn dafür muß grundsätzlich die Frontverkleidung entfernt werden.
Gut erkennbar sind die Arretierungshebel für die optischen Laufwerke und die herausnehmbaren Festplattenaufnahmen, über die wir während der Komplettierung noch detaillierter berichten werden. Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Vervollständigung des Rechners vor größere Probleme stellen. Sehr schön sind auch die jeweiligen Kabellängen, so daß man durchaus in der Lage ist, mit Hilfe der vorhandenen Löcher im Mainboard Tray, die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern. Man kann an dieser Stelle also durchaus von so etwas wie Kabelmanagement sprechen.

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Der hintere 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Aber was für ihn gilt, gilt auch für den Frontlüfter, Lüfterentkoppelungen sind leider ein Fremdwort.
Auf einen Mainboardschlitten wurde verzichtet, das war aber angesichts des angestrebten Preisgefüges auch nicht ernsthaft zu erwarten. Im Mainboard Backbereich wurden wie bereits erwähnt viele Öfffnungen eingearbeitet, um die Kabel der Komponenten und des Netzteils vernünftig zu verlegen. Die große Aussparrung im Mainboard Bereich ermöglicht es, den eventuell verschraubten CPU-Kühler auch im eingebauten Zustand zu entfernen, ein Luxus, den wir wohlwollend registrieren. Auf den Netzteileinbau gehen wir ebenfalls im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Im linken Bereich entdecken wir die obligatorischen Slotblenden für die Steckkarten, die leider nicht verschraubt wurden, sondern als Klappmechanismus ausgerichtet sind, was nicht sonderlich viel Stabilität vermittelt.
Die oberen Lüfteraufnahmen sind wie leider alle im Gehäuse befindlichen Lüfteraufnahmen nicht optional zu nutzen, d.h. man kann sie bei Nichtgebrauch nicht schließen, um den Luftstrom zu optimieren. Die 120mm Lüfter verfügen beide über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an die mitgelieferte einfache Lüftersteuerung angeschlossen werden kann. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, geht leer aus, denn diesbezügliche Adapter fehlen.




Die Komplettierung:

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Für den Einbau der optischen Laufwerke in den 5,25" Schächten ist die Entfernung der Frontverkleidung unabdingbar, was aber mit etwas Gefühl und einem kurzen Ruck schnell erledigt ist. Jetzt wird auch deutlich, wie man den Frontlüfter reinigen kann, in dem man die Frontverkleidung und die schwarze Blende entfernt, viel umständlicher gehts kaum. Die Laufwerksblenden müssen zwar beim ersten mal herausgebrochen, können aber später durchaus wieder verschraubt werden, die Löcher dafür sind bereits vorhanden.
Etwas nervig gestaltet sich allerdings das Herausdrücken der Laufwerksblenden aus der Frontverkleidung, die Teile sitzen viel zu stramm und agieren sehr widerspenstig. Der Einbau eines optischen Laufwerks als solches ist sehr praktisch und denkbar einfach. Es wird in einen freien Steckplatz geschoben und über die seitlichen Arretierungshebel fixiert. Wem das nicht stabil genug ist, der kann sie natürlich auch verschrauben, was wir ehrlich gesagt in jedem Fall bevorzugen. Wir haben grundsätzlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird. Nichts würde mehr stören, als ein Laufwerk im ohnehin häßlichen Computermausgrau.

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Sämtliche Festplatten finden ihren Platz im fest vernieteten Festplattenkäfig und den entsprechenden Einschüben, die mit kleinen Entkoppelungsgummies versehen wurden. Das ganze Verschraubprozedere geht relativ schnell und ohne größeren Aufwand vonstatten, aufpassen sollte man aber beim Festschrauben, damit man die Gummies nicht zerdrückt. Leichtes Anziehen reicht völlig aus, sonst wird die Entkoppelung auch deutlich reduziert. Sehr lobenswert ist der Umstand, das in diesen Einschüben auch 2,5" Festplatten und dementsprechend SSDs verbaut werden können, viele andere Hersteller haben diese "Spezies" scheinbar noch immer nicht auf ihrer Liste. Euch kommt der Festplatteneinschub bekannt vor? gut beobachtet, er wird u.a. auch beim NZXT Whisper Gehäuse eingesetzt.

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So schnell wie die Festplatte integriert wurde, findet sie auch ihren Platz im Festplattenkäfig. Platz ist auch das richtige Stichwort, denn davon ist erstaunlich viel vorhanden. Wie man an unseren Bildern sehr gut erkennt, lassen sich auch überlange Grafikkarten problemlos einbauen (bis 285mm), die Festplatten in den Käfigen tangieren diesen Zustand ohnehin nicht negativ, da der Festplattenkäfig relativ nah am Frontlüfter sitzt. Auch Towerkühler über 160mm Bauhöhe sind ohne Verrenkungen verbaubar und kollidieren hinterher nicht mit dem Gehäuseseitenteil. Wer den Thermalright IFX-14 verbauen möchte, muß allerdings auf den HR10 Zusatzkühler verzichten, dazu sitzt das Mainboard in der Regel zu nahe am Gehäusedeckel, wobei man den HR10 u.U. auch noch weiter seitlich positionieren könnte, da hilft nur ausprobieren.

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Der Einbau des Netzteils kann wie bereits erwähnt im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich erfolgen. Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Anderseits ist es dank der variablen Bohrungen aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, was wir bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für diese Unterstützung. Allerdings sollte euer Netzteil für diese Position auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren, wir hatten diesbezüglich mit dem Xigmatek NRP-PC502 keine Probleme. Ein weiterer Vorteil dieser Einbauvariante wäre die etwas reduzierte Staubaufnahme, da unser Netzteil dann in Bodennähe trotz des Staubfilters nicht zum Flusensuchgerät mutiert. Aber egal für welche Einbaurichtung ihr euch entscheidet, technische Nachteile erarbeitet keine der beiden möglichen Varianten.
Der integrierte Dämmstreifen vorne am Gehäuse ist zwar ein nettes Gimmick, aber wenn das Netzteil wirklich entkoppelt werden soll, ist schon etwas mehr Aufwand nötig, zumal die Auflageflächen unbehandelt bleiben. Überlange Netzteile finden auch ihren Platz, allerdings muß dann die Lüfteraufnahme für den optionalen Bodenlüfter entfernt werden.
Wenn denn endlich alles komplettiert wurde, erfreuen uns die beiden Lüfter mit einer angenehm warmen Beleuchtung, die weder zu grell noch zu aufdringlich rüberkommt, das paßt und hat durchaus Stil.


Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Das komplettierte System wurde eine Stunde lang über den Systemstabilitätstest von Everest "vorgeglüht" und über das BIOS, Everest Ultimate 5.02.1756, Core Temp 0.99.5 und HW Monitor 1.14 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Der Hersteller hat auf unseren Wunsch hin den Messbereich aber auf 5 bis 75 dBA reduziert, so daß wir auch geringere Bereiche berücksichtigen können. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Service. Die Umgebungsgeräusche wurden dabei so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:





Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 30,5°C 33,5°C 32°C 35,5°C
Mainboard 30°C 34,5°C 32,5°C 34,5°C
CPU 36°C 53,5°C 39°C 58,5°C
Grafikkarte 51°C 63,5°C 54,5°C 68,5°C
Festplatte (Samsung F1 320GB) 20°C 25,5°C 21,5°C 27,5°C
Festplatte (VelociRaptor) 25°C 33,5°C 27,5°C 36,5°C


Unter der Berücksichtigung der verbauten Komponenten gehen die Temperaturen absolut in Ordnung. Wem das trotzdem nicht genügen sollte, der kann das Gehäuse natürlich problemlos mit weiteren Lüftern aufrüsten, was unserer Meinung nach aber nicht nötig wäre.
Die beiden Lüfter kennen wir noch aus unserem Achilles CPU-Kühler Test, insofern ergaben sich relativ wenig Neuerungen. Bei 12 Volt und realen 1505 U/min belastet der Lüfter das menschliche Ohr mit 27,5 dBA Schalldruck (0,8 sone). Wenn wir die Ansteuerung auf 7 Volt absenken, bleiben davon 961 U/min und 21 dBA (0,2 sone) übrig. Da beide Lüfter schon ab 4,7 Volt anlaufen, konnten wir auch entsprechende 5 Volt Werte liefern: 588 U/min und 13,5 dBA (0,1 sone). Mit anderen Worten, wer eine Lüftersteuerung besitzt, kann die Lüfter auf ein sehr leises Niveau herunterregeln, dies ermögicht die mitgelieferte Lüftersteuerung nur teilweise, sie regelt bis knapp 7,1 Volt herunter. Allerdings werden bei 5 Volt Ansteuerungen auch nur noch knappe 19m³/Std gefördert. Was die Lager angeht, so können wir unserem Testsample nur Bestwerte attestieren. Scheinbar extistiert aber durchaus eine ziemliche Serienstreuung, denn man hört des öfteren von Lagergeräuschen.
Zum Thema Anlaufspannung sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch drei entsprechende Artikel ans Herz legen, die eine Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008

Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, auch wenn die Gummientkoppelungen für die Festplatten eindeutig zu den besseren Lösungen am Markt gehören. Unsere Samsung F1 320GB Festplatten waren aus dem System definitiv nicht herauszuhören. Die Raptoren lärmen ohne Entkoppelung mit 31,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung des Midgard um immerhin jeweils 3 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Das Xigmatek Midgard Gehäuse bietet auf Grund seiner sehr guten Verwindungssteifigkeit durchaus eine Basis, um ein sehr leises System aufzubauen. Dazu gehören dann entweder die o.g. Festplattenboxen oder zumindest einschlägige Entkoppelungsgestelle mit entsprechenden Gummieaufnahmen, die stellenweise schon sehr preiswert zu erstehen sind: Entkoppelungen bei Caseking

Wem die Lüfter zu laut sind und wer sie nicht per simplen Adapter reduzieren möchte, der muß dann entweder in andere Lüfter und/oder eine externe Steuerung investieren. Dabei sollten wir natürlich nicht außer acht lassen, das die eingebauten Komponenten darauf abgestimmt sein müssen, denn eine laut agierende Grafikkarte, ein lauter CPU-Lüfter, oder ein lautes Netzteil würden das eben beschriebene Konzept sehr schnell ad absurdum führen.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Xigmatek darf sich durchaus selbst auf die Schulter klopfen, das Midgard Gehäuse kann ohne Veto als gelungene Gehäuse Premiere gefeiert werden und dank des überragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses gleich in doppelter Hinsicht. Das Design stimmt, die Ausstattung ist nahezu komplett, es wurden zwei sehr gute Lüfter integriert und die Festplattenentkoppelung kann sich mit den guten Lösungen von Lian Li durchaus messen.
Leider wurden bei diesem Cooler Master RC-690 Klon aber auch ein paar Altlasten übernommen, auf die wir gerne verzichtet hätten. Als da wären die klapperigen Steckkartenbefestigung, kleinere Verarbeitungsmängel (Seitenteile) und die fast durchgängige Perforierung des Gehäuses bei viel zu wenig Staubfiltern. Das sind alles Mängel, die ohne großartige Mehrkosten auszumerzen wären, hoffen wir auf eine entsprechende Umsetzung.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• attraktive Optik
• gute bis sehr gute Verarbeitung
• hohe Verwindungssteifigkeit
• für den Materialaufwand noch relativ leicht
• rutschfester Stand
• sehr gute Ausstattung
• sehr gutes Platzangebot
• Kompatibilität zu langen Netzteilen (eingeschränkt), variabel verbaubar
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (bis 285mm)
• keine Probleme bei der Aufnahme großer Towerkühler
• 2,5" Festplatten können verbaut werden
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung befriedigend verlegbar
• Gehäuse kann weitestgehend zerlegt werden
• sehr gute Kühleigenschaften (unter 12Volt)
• gute Festplattenentkoppelung
• ausreichende aber inkonsequente Netzteilentkoppelung
• komplettes Anschlußterminal
• recht ausgewogene Werkslüfter
• Lüftersteuerung vorhanden (Regelbereich von 11,8 bis 7,1 Volt)
• erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis (59,90 €)

Minus:
• wenig haltbare Steckkartenbefestigung
• keine entkoppelten Lüfter
• Seitenwände könnten etwas präziser gefertigt sein
• zu viel Mesh, zu wenig Staub-Filter

Für die knappen 60 € kann man wenig bis nichts verkehrt machen und wem das alles immer noch nicht genügt, der findet bei Caseking insgesamt sieben Midgard Varianten, da bleiben kaum Wünsche offen. Wer trotzdem lieber nach eigenem Gusto schraubt und zusammenstellt, wird sich möglicherweise ein weiteres mal über den fairen Grundpreis freuen.
Unser Spezialwunsch: ein Window-Seitenteil ohne Lüfterperforierung und dazu ein linkes Seitenteil ebenfalls ohne Meshlöcher. Das würde die Gehäuse-Innenreinigung per anno erheblich reduzieren...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Xigmatel Midgard Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Gold






Weiterführende Links:


Xigmatek


Xigmatek bei Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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