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Lian Li PC-B70 Full Tower







Einleitung:

Lian Li, seit 1983 ein Synonym für extraordinäre Aluminium-Gehäuse, hat nach den einschlägigen Computer Messen sein Produkt Portfolio deutlich renoviert, was wir ja bereits in einigen Midi Tower Tests reflektieren konnten. Das vorzügliche A77 Gehäuse werkelt bereits seit einem Jahr erfolgreich in der Redaktion und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem auffällig unauffälligem Begleiter, den keiner mehr missen möchte. Auf der Suche nach einem weiteren Highend Gehäuse, in Full Tower Dimensionen für unsere Redaktion, wird die Auswahl schon etwas schwieriger, zumal Lian Li diesbezüglich, gerade was die Kühlung angeht, mitunter sehr eigenwillige Wege einschlägt. Insofern wären die in Sektionen aufgeteilten V2010 oder V2110 keine ernsthafte Option für uns. Die Armor Suite Gehäuse genauso wenig, da wir stylistisch doch eher den konservativen Weg einschlagen wollten und die Frontklappen-Lüfter Kombination nicht unbedingt das Optimum darstellt. Was blieb, war das Warten auf den neuen PC-B70 Boliden, der nun endlich erhältlich ist und in einem 4-wöchigen Dauertest seine Qualitäten unter Beweis stellen mußte.
Gerade wenn es darum geht, sehr viel Hardware übersichtlich und funktionell angeordnet in einem attraktiv gestalteten Tower unterzubringen, spielt Lian-Li in der ersten Liga der Gehäusehersteller immer noch eine maßgebliche Rolle. Ob dem immer noch so ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Lian Li PC-B70 B in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl. Schrauben und Thumbscrews
• Schraubenbox
• Netzteilblende für zweites Netzteil
• Montierrahmen für SSI CEB/EEB Mainboards
• Festplatten Polster und zusätzliche Entkoppelungsutensilien
• Piezo Lautsprecher
• Kabelbinder und Halterungen
• bebilderte mehrsprachige Anleitung




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial: Aluminium (gebürstet und anodisiert)
• Frontverkleidung: Aluminium (1,5mm stark)
• Seitenteile: Aluminium (gedämmt)
• Farbe: schwarz
• Abmessungen: 220mm x 595mm x 590mm (B x H x T)
• Formfaktor: E-ATX, ATX, M-ATX
• Gewicht: ca. 11,5 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• Durchführungen für Wakü: 2
• Mainboardschlitten: vorhanden
• max. Grafikkartenbautiefe: 350mm
• max. Netzteilbautiefe: bis 220mm Einbautiefe (unten), bis 300mm (oben)
vorinstallierte Lüfter:
• 2x 140 mm (Front, LED blau)
• 1x 120 mm (Heck oben)
• 1x 120 mm (Heck mitte)
• 3-stufige Lüftersteuerung
• I/O Panel: 4x USB 2.0, 1x Firewire IEEE1394, 1x eSATA, 1x HD+AC 97 Audio
• Laufwerksschächte: 5x 5.25" extern, 10x3,5" intern, 1x 3,5" extern
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz (Testgehäuse)
• Preis: 269,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Einen anerkennenden spontanen Pfiff kann man sich beim ersten Anblick nicht verkneifen, das Gehäuse strahlt eine unglaubliche Souveränität aus, dem sich keiner entziehen kann. Schlichte Eleganz gepaart mit einem unglaublichen Finish und wir dachten, das A77 könnte keiner mehr toppen...
Die kleine Schraubenbox sollte man übrigens nicht zu weit wegstellen, als Reservoir für den Inhalt der vielen kleinen Lian Li SchraubenTütchen ist sie ideal und wird gerne genommen. Das B in der Namensgebung steht für die Gehäusefarbe, also schwarz (black), dementsprechend wäre die silberne Variante (PC-B70A) mit einem A gekennzeichnet (Argentum=silber), wenn es denn noch eine geben sollte, im moment sieht es aber eher nicht danach aus.
Was die Abmessungen des PC-B70 angeht, so legte das Gehäuse im Vergleich zum A77 in der Höhe (+10mm) minimal zu, verlor aber ebenso minimal in der Bautiefe (-5mm). Platztechnisch hat sich das nicht sonderlich ausgewirkt, wie wir noch sehen werden. Die Gehäusebreiten sind mit ihren 220mm absolut identisch, was wir vom Gewicht nicht behaupten können, das A77 wiegt netto 9,5Kg und das PC-B70 netto 11,5, dieser Zuschlag ist natürlich nicht allein durch die gedämmten Seitenwände erklärbar, sondern findet seine Begründung in einer durchgängigen Zunahme der Materialstärken, insofern darf mit einer sehr hohen Verwindungssteifigkeit und somit auch Resistenz gegenüber Vibrationen zu rechnen sein.
Wie bei allen neuen und aktuellen Lian Li Gehäusen wurde das IO-Panel von Grund auf neu gestaltet und benutzerfreundlicher plaziert, nämlich vorne auf dem Deckel. Man erreicht alle Knöpfe und Anschluß-Ports ohne Verrenkungen, egal wo das Gehäuse aufgestellt wird. Die Ein-Ausschaltknöpfe sind natürlich ebenso aus Aluminium, wie der Reset Knopf und der Verschlußdeckel für USB, eSATA und Konsorten. Die USB Ports haben genügend Abstand zueinander, so daß auch ausladende USB-Sticks nebeneinander ihren Platz finden. Die staubanfälligen Ports wurden unter einer mit einem satten Plopp schließenden Klappe geschützt angeordnet, das hat nicht nur Stil, sondern erweist sich in der Praxis auch als äußerst sinnvoll. Die Funktions-LEDs finden wir oben rechts an der Frontverkleidung, wo einerseits der Betrieb des Systems (blaue LED) und andererseits die Festplattenzugriffe optisch dargestellt werden (rote LED).

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Die Verarbeitung der Heckpartie ist genauso eine Augenweide, wie der Rest des Gehäuses, da existiert keine Ecke, die nicht akribisch bearbeitet wurde. Das Gitter des mittleren 120mm Heck-Lüfters läßt sich entfernen, das erspart Verwirbelungsgeräusche. Deutlich erkennbar sind die beiden Schlauchdurchführungen für die optionale Wasserkühlung, ein weiteres Feature, das mittlerweile bei kaum einem neuen Lian Li Gehäuse fehlt. Das rechte Seitenteil könnte durch eine vorhandene Öse neben der Thumbscrew-Verschraubung mit einem kleinen Schloß gesichert werden.
Das obere Grillfenster optioniert den Netzteileinbau auf konventionelle Art oder eben den Einbau eines zweiten Netzteils, wer das nicht in Betracht zieht, kann dort natürlich auch den vorhandenen Festplattenkäfig für drei Festplatten samt 120mm Lüfter nutzen, ob nun mit oder ohne Festplatte, spielt dabei keine Rolle, dann fungiert diesser Bereich eben "nur" als weiterer ausblasender Lüfter. Es ist alles nach Gusto zerlegbar, somit stehen auch alle Optionen offen.
Die Belüftungsschlitze der PCI-Slot Abdeckungen fließen so langsam ebenfalls in alle neuen Lian Li Gehäuse ein. Zwingend nötig ist dies nicht, zumal die Be-und Entlüftung des Gehäuses über die Lüfter und das Netzteil mehr als ausreicht, Nachteile erbringen diese Schlitze allerdings auch keine.
Der sichere, rutschfeste und geringfügig entkoppelte Stand des Gehäuses wird durch Moosgummi-Standfüße bewerkstelligt, eine sehr probate und attraktive Lösung, wie sie auch für HIFI-Anlagen Verwendung findet, wenn auch dort noch etwas aufwendiger ausgeführt, zumindest bei den teureren Geräten. Kleiner Tipp: die beliebten silbernen Aluminium-Laufrollen von Lian Li passen übrigens auch ohne größere Verrenkungen unter das Gehäuse, wodurch sich die Mobilität deutlich erhöht, insbesondere dann, wenn das Gehäuse komplettiert wurde.

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Nach dem Lösen der Thumbscrews und dem Herausziehen der langen Stangensicherungen, können die sehr genau passenden Seitenteile entfernt werden, wodurch ein erster Blick in den Innenraum fei wird. Wir hätten uns abermals sehr gerne ein schwarz mattiertes Finish gewünscht, weil man auf der silbernen Oberfläche wirklich jeden Fingerabdruck zählen kann, was fast schon zwangsläufig die Komplettierung per OP-Handschuhe voraussetzt. Auch der Innenraum weist die Lian Li typische Verarbeitungsqualität auf, scharfe Kanten oder minderwertige Falzen sucht man hier freundlicherweise vergebens.
Neu sind hier die Dämpfungsbügel für die opischen Laufwerke, die über ihre kleinen Gummiblöcke relativ viel Druck auf die Laufwerksflanken ausüben, wodurch diese einerseits sicher fixiert werden und andererseits eine gewisse Entkoppelung erfahren sollen. Wie nahezu alles bei Lian Li wäre auch dieses Feature umkehrbar, dazu kann man die Dämmleisten abklipsen und die Laufwerke verschrauben.
Die große breite vertikale Verbindungsstrebe sorgt für zusätzliche Verwindungssteifigkeit und Stabilisierung langer Steckkarten, dank zweier Schrauben läßt sich sich aber gut entfernen, was den Zugang zum Gehäuseinneren deutlich erleichtert.
Der Festplattenkäfig für die möglichen vorderen sieben Festplatten ist natürlich auch mobil sprich herausschraubbar und verfügt wie üblich über die beliebten Gummientkoppelungen, mit denen sich zumindest ansatzweise laute Festplatten zu einer vertretbaren Arbeitslautstärke überreden lassen. Direkt dahinter sehen wir schon die vorkonfigurierten Aufnahmen der Gehäuseverkabelung, die teilweise dort fixiert wurde. Wenn wir das andere Seitenteil ebenfalls entfernen, sehen wir gleich noch etwas detaillierter, was dies für unser angestrebtes Kabelmanagement bedeutet.
Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den EIN-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht entfernt werden muß. Der hintere zentrale 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Aber was für ihn gilt, gilt auch für den vorderen Lüfter, Lüfterentkoppelungen sind leider Fehlanzeige.

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Lian Li hat die Steckkartenbefestigung renoviert, das neue Stecksystem ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, fixiert die Karten aber sehr sicher. Keine Sorge, wer es lieber verschrauben möchte, wird von Lian Li nicht allein gelassen, der Befestigungsblock ist abschraubbar, somit können die Steckkarten auch mit den im Lieferumfang verfügbaren Thumbscrews verschraubt werden.
Die untere Netzteilaufname verfügt über die gewohnten Entkoppelungsstreifen und einen Staubfilter, der allerdings nur richtig gereinigt werden kann, wenn das Netzteil entfernt wird, da wäre eine Herausziehoption für den Filter eindeutig praktischer.

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Die wie bereits erwähnt sehr passgenauen Seitenteile sind nicht nur mit Dämmatten versehen worden, sondern auch mit Versteifungsstreben und Abdichtgummileisten, so daß weder das gefürchtete Seitenwandklappern, noch anders geartete Störgeräusche zu befürchten sind, zumal auch die Arretierung über die neuen Steckschienen einen sehr festen Sitz bewerkstelligen.
Nach der Entfernung des linken Seitenteils erkennen wir jetzt sehr deutlich die manigfaltigen Möglichkeiten zur sauberen Kabelverlegung im Gehäuse. Die seitlichen Halterungen unterstützen dies ebenso, wie die Öffnungen im Mainboardschlitten, der über wenige Schrauben sehr schnell aus seiner Verankerung befreit werden kann. Diesbezüglich sollten eigentlich kaum Wünsche offen bleiben.




Die Komplettierung:

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Die sehr stabile und dickwandige Aluminium Frontverkleidung läßt sich sehr leicht mit einem minimalen Ruck entfernen, wobei die Verschlußclips sehr widerstandsfähig ausgelegt wurden, so daß man nicht so bald mit ihrem vorzeitigen Ableben rechnen muß. Die Staubfilter der Frontlüfter sind schnell und bequem auszuklippen und somit komfortabel unter dem Wasserhahn zu reinigen oder eben ausblasbar. Hinter den Blenden befinden sich glücklicherweise keine weiteren Blenden, die womöglich auch noch herausgebrochen werden müssen. So kann das Gehäuse immer wieder in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden. Die Blenden als solche weisen eine hohe Passgenauigkeit auf und lassen sich überwiegend kratzerfrei klemmen. Das die Blenden nicht auch noch über Mesh Blenden verfügen, war eine weise Entscheidung, durch den sich der Staubbefall weiter reduziert hat.
Der Gehäusedeckel kann über vier Schrauben komplett entfernt werden, das dürfte insbesondere die Fraktion der Wasserkühler-Freunde sicherlich interessieren, um eventuell Radiatoren unterzubringen. Einen wichtigen Schalter wollen wir keinesfalls unterschlagen, den dreistufigen Schalter für die Lüftersteuerung. Leider wurde er so integriert, das die Frontverkleidung entfernt werden muß, um ihn zu nutzen, das kann man nun wirklich sinnvoller lösen.

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Wer die Frontlüfter gerne entkoppeln möchte, kann dies problemlos tun, wichtig wäre dabei, das die Entkoppelungsgummies dick genug sind und nach möglichkeit nicht sehr weit vorne abstehen, ansonsten lassen sich die Staubfilter schwerlich wieder einclipsen.
Die Integration der optischen Laufwerke kann wie bereits erwähnt entweder über die seitlich Entkoppelungshebel erfolgen, oder über die traditionelle Verschraubung, beide Optionen sind gleichermaßen praktikabel. Lian Li hat noch eine Versteckoption mitgeliefert, über die sich ein optische Laufwerk sehr dezent verbauen läßt, da die Frontansicht verborgen bleibt. Bei leichtem Druck auf den Auswurfknopf der Frontklappe öffnet sich so die Lade des Laufwerks. In der Praxis verhält sich diese Vorrichtung völlig unproblematisch, was man von früheren ähnlichen Konstruktionen nicht behaupten konnte.

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Zum Thema Netzteil Positionierung ergeben sich beim Lian LI zwei Optionen:
1. im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich, wo auch zwei kleine Dämmstreifen eine gewisse Entkoppelung des Netzteils bewirken. Nun kann man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Anderseits ist es dank der variablen Blende aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, was wir bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Einbauvariante wäre die etwas reduzierte Staubaufnahme, da unser Netzteil dann in Bodennähe nicht zum Flusensuchgerät mutiert.
2. man könnte das Netzteil auch ganz nach oben in seine oft angestammte typische Position verbringen, nur entfällt dann ein 120mm Lüfter nebst Festplattenkäfig und das ist nun wirklich nicht einzusehen. Außerdem ergaben sich in unserem Testaufbau keinerlei thermische Vorteile durch diese Positionierung.
Es spricht also sehr viel für den unteren Einbau des Netzteils, allerdings sollte euer Netzteil für diese Position auch über ausreichend Kabellänge (ab 50cm Kabelstranglänge aufwärts) verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren, wir hatten diesbezüglich mit unseren Netzteilen keine Probleme. Platz ist jedenfalls mehr als genug vorhanden, egal ob man nun den unteren oder oberen Einbau präferiert.
Der Festplattenkäfig kann wie bereits erwähnt abgeschraubt werden, die Festplatten lassen sich aber auch ohne die Demontage des Käfigs einbauen. Dazu benötigen wir kein Werkzeug, sondern ziehen einfach einen der Einschübe heraus, klappen die Verriegelung auf, fixieren die Festplatte und verriegeln den Einschub wieder. Schon kann das Konstrukt wieder in den Käfig (Kabelanschlüsse nach hinten ausgerichtet) verbracht werden. Achtet bitte darauf, das ihr die Gummientkoppelungen dabei nicht verdrückt ! Für exotische Festplattenabmessungen hat Lian Li entsprechende Gummipolster beigelegt.
Reduziert werden durch die Entkoppelung aber lediglich die Zugriffsgeräusche, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Vibrationen findet so natürlich kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen deutlich im Vorteil.
Platz ist im Überfluss vorhanden, so daß auch Grafikkarten mit einer Platinenlänge über 27cm anstandslos zu verbauen sind. Das gilt auch für ausladende Towerkühler wie z.B den IFX-14 von Thermalright, wie wir an den nächsten Bildern erkennen werden.

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Beim IFX-14 muß auch niemand auf den HR10 Zusatzkühler verzichten, selbst der paßt problemlos und ohne Bastelarbeiten ins Gehäuse. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen handelsüblichen Kühler, sofern es das Mainboard Layout zuläßt, denn darauf hat das Gehäuse natürlich keinen Einfluss.
Lian Li hat im Gegensatz zum A77 eine dezent optische Untermalung berücksichtigt, die beiden 140mm Frontlüfter tauchen das Gehäuse in ein unaufdringlich blaues sehr schickes Ambiente.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Das komplettierte System wurde eine Stunde lang über den Systemstabilitätstest von Everest "vorgeglüht" und über das BIOS, Everest Ultimate 5.02.1756, Core Temp 0.99.5 und HW Monitor 1.14 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Der Hersteller hat auf unseren Wunsch hin den Messbereich aber auf 5 bis 75 dBA reduziert, so daß wir auch geringere Bereiche berücksichtigen können. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Service. Die Umgebungsgeräusche wurden dabei so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:





Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 28,5°C 31,5°C 31,5°C 33°C
Mainboard 28°C 32,5°C 31°C 34°C
CPU 31°C 49,5°C 34,5°C 54,5°C
Grafikkarte 50,5°C 63,5°C 54°C 65,5°C
Festplatte (Samsung F1 320GB) 19,5°C 26°C 22,5°C 28,5°C
Festplatte (VelociRaptor) 22°C 29,5°C 25,5°C 32,5°C


Wenn man berücksichtigt, welche Komponenten wir für diesen Test verwendeten, sind die thermischen Resultate fernab jeglicher Kritik und Beweis dafür, das keine inflationäre Anzahl an Lüftern notwendig sind, um auch ein System mit schnellen und heiß agierenden Komponenten adäquat zu kühlen. Die Be-und Entlüftung des Gehäuses wäre auch für noch schnellere Komponenten und SLi oder Crossfire Bestückung nahezu ideal, wobei wir über eine Wasserkühlung natürlich noch mehr herausholen könnten, aber unser Thema ist die Werksbestückung.
Was die Geräuschkulisse angeht, so kann durchaus noch einiges optmiert werden, aber der Reihe nach:

Um relevante Werte zu erhalten, haben wir alle Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung angesteuert, die integrierte Lüftersteuerung von Lian Li reicht nur bis 6,6 Volt herunter. Die Stufe Low entspricht wie gesagt 6,6 Volt, die Stufe Mid 9,5 und die Stufe High regelt mit 11,35 Volt Spannung. Da sind gute externe Lösungen wesentlich variabler.
Die beiden 140mm Frontlüfter rotieren unter 12 Volt Ansteuerung an unserer Zalman mit 1193 U/min und entwickeln dabei 22,5 dBA Schalldruck (0,3 sone). Silentfreunde werden sich damit nicht zufrieden geben und reduzieren die Spannung über eine externe Lüftersteuerung auf 7 Volt, wobei die 140mm Lüfter nur noch mit 763 U/min rotieren und dabei 16 dBA (0,1 sone) erzeugen, das wäre eine deutliche Verbesserung.
Die beiden 120mm Hecklüfter rotieren bei 12 Volt Ansteuerung mit 1478 U/min und erzeugen dabei 26 dBA Schalldruck (0,7 sone), von wirklich leise sind wir dort doch schon ein Stückweit entfernt. Eine Reduzierung auf 7 Volt reduziert die Drehzahl auf 18,5 dBA (0,1 sone) bei 989 U/min, damit könnte man gut leben.
Das reicht normalerweise immer noch für eine gute Be-und Entlüftung aus und sollte auch die Silent Puristen überzeugen können. Viel weniger ist auch nicht möglich, da alle Lüfter unter 5 Volt nicht mehr anlaufen.
Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch drei entsprechende Artikel ans Herz legen, die eine Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008

Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke hielt sich trotz unserer lauten Raptoren noch in durchaus akzeptablen Grenzen. Die Festplattenaufnahmen bewirken eine zwar befriedigende Entkoppelung, aber trotzdem lediglich eine Reduzierung der Zugriffsgeräusche, können demzufolge mit expliziten Dämmboxen nicht konkurrieren, so daß entweder leise Festplatten (Samsung F1 320GB oder F2), oder entsprechende Dämmboxen verwendet werden sollten:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Die Raptoren "lärmen" in der Lian Li Entkoppelung mit 29 dBA (1,0 sone) (idle) und 35,5 dBA (1,9 sone) unter Last. Professionelle Dämmboxen wie die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.
Nichtsdestotrotz bietet das Lian Li PC-B70 Gehäuse auf Grund seiner hohen Verwindungssteifigkeit eine ausgezeichnete Basis, um ein leises System aufzubauen. Die eigene Lüftersteuerung kann sich zwar nicht mit guten externen Produkten messen, aber in der Stufe "low" sollten auch empfindliche Gemüter zufriedenzustellen sein. Wem das nicht genügt, der muß dann in andere Lüfter und/oder eine externe Steuerung investieren. Dabei sollten wir natürlich nicht außer acht lassen, das die eingebauten Komponenten darauf abgestimmt sein müssen, denn eine laut agierende Grafikkarte, ein lauter CPU-Lüfter, oder ein lautes Netzteil würden das eben beschriebene Konzept sehr schnell ad absurdum führen.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

"Mission magnificent accomplished" könnte man formulieren, denn die Mission ist nicht nur komplett erfüllt, sie wurde vor allem mit Bravour gemeistert. Das Lian Li PC-B 70 Gehäuse stellt ab sofort unsere neue Referenz in punkto Highend Aluminium Gehäuse dar. Auch die Art und Weise, mit der Lian Li über neue Features und Feinschliff seine Gehäuse optimiert, ist schon beeindruckend. Wir haben das unbestimmte Gefühl, das Lian Li seine Oberflächen in der Highend Klasse mit einer geheimen Beschichtung versieht, anders ist das fast schon sinnliche Erlebnis kaum zu erklären, wenn man die Flächen berührt. Jedenfalls vermittelt dies kein anderes Aluminium-Gehäuse auf dem Markt. Wem das immer noch nicht genügt, der kann das Gehäuse übrigens auch in einer Version mit Hot-Swap Festplattenkäfig als PC-B71 erwerben, was den Preis um weitere 50 € nach oben schraubt.
Herausragend stellt sich auch die Logistik von Lian Li dar, es existiert kaum ein Bauteil, das nicht als Ersatzteil zu bekommen wäre, von dem unglaublich umfangreichen Zubehörkatalog ganz zu schweigen, es existiert kein anderer Hersteller mit so einer Auswahl.
Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gäbe, dann die Tatsache, das Lian Li seine Lüftersteuerung abermals hinter der Frontverkleidung versteckt und es nicht schafft, die Lüfter zu entkoppeln. In unserem Fall spielt das keine Rolle, weil wir ohnehin andere Lüfter und eine separate Lüftersteuerung verwenden (Zalman ZM-MFC1 Plus) werden, aber für den Kunden wären diese Aspekte mit weiteren Kosten verbunden und das ist angesichts des Gehäuse-Preises schon ärgerlich.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• absolut wertige zeitlose Haptik
• exzellente Verarbeitung, unglaubliches Finish
• für die Größe und Materialaufwand noch relativ leicht
• sehr passgenaue und klapperfreie gedämmte Seitenteile
• rutschfester Stand
• komplette Ausstattung
• Lüftersteuerung vorhanden
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• 2,5"Festplatten und SSDs verbaubar
• enormes Platzangebot
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten
• keine Probleme bei der Aufnahme großer Towerkühler
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung sehr gut verlegbar
• Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• sehr gute Kühleigenschaften
• akzeptable Lüfter
• perfektes I/O Panel mit Staubklappe
• auswaschbare Staubfilter
• Mainboardschlitten und abnehmbarer Gehäusedeckel
• noch annehmbares Preis-Leistungsverhältnis (ca. 269,90 €)

Minus:
• keine entkoppelten Lüfter
• Lüftersteuerung hinter Frontverkleidung versteckt

Der Preis von knapp 270 € dürfte sicherlich für kollektive Atemnot sorgen, zumal mit dem sehr umfangreichen Zubehörkatalog von Lian Li dies noch deutlich potenziert werden könnte. Allerdings erhält der Liebhaber von allerfeinstem Aluminium dafür auch einen entsprechend pekuniären Gegenwert in Form eines der aktuell besten Gehäuse überhaupt. Von den bisher bei uns in den vergangenen Jahren genutzten zehn Lian Li Gehäusen stellt das PC-B70 die bisher absolute Krönung dar, Congratulations Lian Li...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian Li PC-B70 Full Tower erhält den PC-Experience Award in Gold






Weiterführende Links:


Lian Li


Lian Li bei Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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02.06.2009 18:48 Cerberus is online Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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