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Achtung Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter







Einleitung:

Wenn man unsere Lüfterroundups aus 2006 und März 2008 noch einmal Revue passieren läßt, kann man streng genommen nur zu dem Fazit gelangen, das im Lüfter Segment so gut wie keine wirklichen Innovationen stattfinden. Lediglich Detailverbesserungen sorgen hier und dort für neue Kaufanreize, focussieren aber auch die Problematiken. Ein guter Lüfter sollte über perfekt ausbalancierte Lager ebenso verfügen, wie über einen steifen Rahmen, der eventuelle vom Lager fabrizierte Vibrationen ansatzweise abfängt. Wenn er das zusammen mit einem cleveren Entkoppelungsmanagement bewerkstelligen kann, wäre einiges mehr als nur die halbe Miete eingefahren.
Das dachte sich wohl auch die Fa. Blacknoise, deren Noiseblocker Technik-Schiene seit Jahren einen sehr guten Ruf in der Lownoise Szene geniest. Die neuen Multiframe Lüfter sollen mit ihren auffälligen Rahmen, neuen Lagern und bereits integrierten Entkoppelungsecken den Spagat schaffen, das Lüftergeräusch auf die Wahrnehmung des Luftstroms zu reduzieren.
Ob sich dieses hochgesteckte Ziel tatsächlich realisieren ließ, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführliche Praxistest, der sich über 3 Wochen erstreckte und in dem wir neben den beiden Testsamples auch noch 4 weitere dazugekaufte Multiframe Lüfter verwendeteten, um handverlesene Testsamples auszuschließen, viel Vergnügen beim Lesen...




Das Testprozedere:

Unser Testprozedere wird folgende Grundsäulen beinhalten:

1. Die technischen Daten aus der Sicht der Hersteller

1. Technik und Verarbeitung

3. Testergebnisse-Lautstärke in dBA über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

4. Geräuschcharakteristik über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

5. Testergebnisse-Fördervolumen in CFM bzw. m³ über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

6. Testergebnisse-Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen)

7. Testergebnisse-Reale Drehzahlen in U/min. über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

8. Qualität der Entkoppelung in der Praxis

9. Fazit und Empfehlungen



Temperaturmessung haben wir ganz bewußt weggelassen, weil sich anhand der jeweiligen Förder-Volumina in Abhängigkeit der Ansteuerung sehr schnell herauskristallisiert, welche Lüfter wofür am besten geeignet ist, da sind Temperaturangaben doch zu sehr kühlerspezifisch. Im Übrigen unterscheiden sich Lüfter bei identischen Fördervolumina (über alle Ansteuerungen) doch eher rudimentär bis gar nicht.

Auf eine PWM Ansteuerung haben wir ebenfalls verzichtet, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren...

Um die Qualität der Lüfterentkoppelung zu bewerten, haben wir verschiedene Gehäuse verwendet, die auf Grund ihrer geringen Verwindungssteifigkeit für Vibrationen und Resonanzen empfänglich sind. Das sind in erster Linie dünnwandige Aluminium-Gehäuse und dünnwandige Stahlgehäuse (unter 0,7 mm Wandstärke).

Im Fazit skizzieren wir noch einmal die jeweiligen Vor-und Nachteile des entsprechenden Produktes.




Zur grundsätzlichen Lüftertechnik:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise und eine Messung im schalltoten oder schallarmen Raum hat mit der Realität in einem Rechner wenig bis nichts zu tun. Außerdem trägt ein Lüfter durch sein Rotor- und Motorgeräusch selbst nicht wenig zu der Geräuschcharakteristik eines Rechners bei, das sollte man dabei berücksichtigen. Ein Rechner mit einem oder zwei Gehäuse-Lüftern klingt ganz anders anders, als ein Lüfter mit 5 oder 7 Lüftern, wobei man dann natürlich auch noch die Lautheit als solche dazuaddieren darf.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern gerne eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) oder Bronze Gleitlager (z.B. Yate Loon) weisen einige sigifikante Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung. Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.

Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene? Diese Frage stellten sich scheinbar auch die Hersteller und so verwundert es wenig, das immer mehr Hersteller auf diese Lagertechnik umschwenken, eine kluge Wahl...

- Die Anordnung der Rotoren hat ebenfalls seine Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Der Nabendurchmesser spielt bezüglich des Fördervolumens eine nicht zu unterschätzende Rolle, je kleiner die Nabe, desto mehr Platz bleibt für die Entfaltung der Rotorblätter. Dementsprechend können Lüfter mit kleineren Naben in der Regel mehr Luft transportieren.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch deutliche Motorengeräusche, oder laufen überhaupt nicht mehr an.




Das Testsystem:





Die technischen Daten der Multiframe Lüfter:


weitere Multiframe-Varianten:
MF8-S1 (80mm), MF8-S2 (80mm), MF8-S3HS (80mm), MF12-P (PWM), MF12-S3HS (1800 U/min).




Verarbeitung, Technik und Praxis:

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Das Zubehörpaket der Multiframe Lüfter wurde nicht sonderlich üppig geschnürt, außer dem Lüfter und einem kleinen Beutel mit 4 Schrauben, findet sich nichts in der Verpackung.
Die Lüfter als solche differieren schon im Aufbau sehr stark zum Lüfter Mainstream, der massive Rahmen wurde aus Polybutylenterephthalat (Kurzzeichen PBT) gefertigt. Es handelt sich also um einen thermoplastischen Kunststoff, der über extrem hohe Festigkeit und Steifigkeit, sowie über sehr hohe Maßbeständigkeit verfügt. Dieser hohe Materialaufwand läßt natürlich auch schon erahnen, warum der Lüfter nicht für 3 Euro zu erwerben ist.
Strömungstechnisch soll diese neue Rahmen-Form Maßstäbe setzen, ob dem so ist, klären wir später in unserem Test Kapitel.
Die Rotorblätter der Lüfter wurden sehr präzise geformt und weisen nicht den Hauch eines störenden Grates auf, auch hier wurde sehr hoher Verarbeitungsaufwand betrieben. Sinn der Übung ist die Minimierung der Verwirbelungen beim Lufttransport, da sonst dessen Effizienz nachhaltig gestört wird.
Selbst die vier Innenstreben des Chassis sind in Richtung Luftstrom geglättet worden und fügen sich so nahtlos ins Gesamtkonzept ein.
Ingesamt betrachtet ähneln Nabe, Rotorblätter und Streben aber schon sehr der XL1 Rev. 3.0 respektive XL2 Rev. 3.0 Lüfterserie von Noiseblocker, die sich in unserem Lüfterroundup 2008 bestens bewähren konnten.

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Interessant ist auch der Durchmesser der Lüfternaben, da sie Rückschlüsse auf die zu erwartende Luftfördermenge zulassen. Der Grund dafür sollte einleuchten, je kleiner die Nabe, desto größer ist die Strömungsfläche. Die Multiframe-Naben verfügen über einen Durchmesser von 40mm, die Naben des Scythe Slipstreams beispielsweise nur über 35mm, ein Papst Exemplar erreicht da schon 48mm. Diese Nabenminimierung gepaart mit zusätzlichen Rotorblättern, erklärt das hohe Fördervolumen der Slipstream Lüfter zumindest ansatzweise. Rückschlüsse auf die Qualität oder Laufruhe der Lager lassen die Nabendurchmesser allerdings keine zu. Es existieren große Naben mit laufruhigen Lagern ebenso, wie kleine Naben mit klappernden oder schleifenden Lagern.

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Die 50cm langen Kabel mit 3-pin Molex Anschluß wurden sehr sauber ummantelt, leider noch immer keine Selbstverständlichkeit, auch wenn immer mehr Hersteller mittlerweile ihre Lüfter sehr ähnlich ausstatten.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile in der Regel sehr klein sind, werden sie gerne übersehen. Nicht so beim Multiframe Lüfter, die Richtungspfeile kann man sogar erfühlen.
Kommen wir zum nächsten Highlight der Lüfter, die Entkoppelungsecken oder Schwingungsabsorber aus relativ weichem Silicon. Eine Integration im Lüfter selbst stellt eine Premiere dar, das hat vorher noch keiner praktiziert. Die Absorber als solche sind ein guter Kompromiss zwischen Materialrobustheit und nötiger Flexibilität, denn zu harte Entkoppler sind kaum in der Lage Schwingungen und Vibrationen wirksam abzufedern.

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Möglichkeiten zur Entkoppelung der Lüfter existieren einige, wobei sich die kleinen Entkoppelungsstifte bisher als am wirksamsten herauskristalliert haben. Die Entkoppelungsrahmen bewirken so gut wie nichts, da über die Schrauben die Vibrationen der Lüfter trotzdem ans Gehäuse übertragen werden.
Größter Nachteil der Stifte ist die meistens friggelige Integration in die Lüfterbohrungen, aber mit einem Tropfen Oel kann man das Ganze etwas geschmeidiger und sicherer abwickeln. Denn allzu große Motorik halten die fragilen Silicon-Stifte nicht aus und reißen spontan und ohne Vorankündigung.
Lüfter mit Versteifungsstreben an den Bohrungsecken bedürfen sehr langer Entkoppelungsstifte, womit die Multiframe Lüfter einen weiteren Vorteil ausspielen können, da keine Entkoppelungsstifte integriert werden müssen.

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Auf den Festplattenkäfigen sehr beliebter Gehäuse von Cooler Master und Lian Li machen die Multiframe Lüfter ebenfalls eine gute Figur, zumal es bauartbedingt sehr kniffelig ist, die Lüfter auf/in diesen Käfigen überhaupt zu entkoppeln und gleichzeitig zu fixieren.
Kommen wir zum größten Nachteil der Multiframe Lüfter, die Befestigung auf Kühlern mit entsprechenden Lüfter-Haken gestaltet sich schwierig, da die Haken meistens auf die inneren Lüfterbohrungen ausgerichtet sind und da befinden sich die Absorber von Noiseblocker Lüfter. Das ist sehr schade, denn somit fallen viele ausgezeichnete CPU-Tower-Kühler von Thermalright und Konsorten im Grunde aus dem Raster. Beim Scythe Mugen, Ninja (alle Varianten), Zipang, Andy Samurai Master gibt es allerdings keine Probleme, beim Thermalright SI-128/SI-128SE ebenfalls nicht, da bei all diesen Beispielen die Haken auf den äußeren Bohrungsbereichen der Lüfter aufgesteckt werden.




Die Tests:



Lautstärke über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung:

Da ein 120mm Lüfter einiges mehr an Masse zu bewegen hat, als ein 80mm Lüfter, gehört sehr viel Feingefühl beim Auswuchten dazu, so einen Lüfter wirklich ausgewogen zu fertigen. Das bedeutet, das sich erst im eingebauten Zustand wirklich zeigt, ob er bedingt durch eine eventuell minderwertige Fertigung Vibrationen ans Gehäuse oder den Kühler überträgt. Wenn wir ihn ausgebaut begutachten würden, kämen diese Faktoren kaum zum Tragen, Vibrationen werden so unnötigerweise kaschiert und das kann nicht die Intention unseres Artikels sein.
Die Lautheit der Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei auch die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Das bedeutet natürlich auch, das alle anderen Gehäuselüfter und Rechnerkomponenten deaktiviert wurden. Mit anderen Worten, der Testproband lief in einem komplett ausgestattetem System, in dem außer dem Testlüfter nichts aktiv war.
Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, sondern in einen aktiven Rechner testen, waren Kompromisse unumgänglich.


Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Es zeigt sich wieder einmal, das die Herstellerangaben nicht allzu ernst genommen werden dürfen, denn bis auf ganz wenige Ausnahmen, differieren unsere Ergebnisse doch erheblich.
Als Ergänzung dazu schaut euch bitte auch unsere nächste Kategorie an, in der wir unsere subjektiven Hörerlebnisse schildern...




Geräuschcharakteristik über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung:


Unsere Geräusch Charakteristika decken sich weitestgehend mit denen aus dem Jahr 2006, wobei sicherlich interessant ist, das zwei Lüfter aus der selben Serie (Revoltec Dark Blue, Dark Grey) doch sehr unterschiedliche Resultate abliefern. Dazu ist anzumerken, das der Dark Grey noch aus unserem 2007er Review stammt und leider nicht mehr erhältlich ist.
Die Multiframe Lüfter von Noiseblocker erweisen sich an dieser Stelle als die ausgewogensten Lüfter ohne jegliche Störgeräusche. Man nimmt praktisch nur den Luftstrom wahr, ein hervorragendes Resultat.




Fördervolumen in m³ pro Stunde über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

Um das reale Fördervolumen unserer Lüfter über alle Ansteuerungen zu verifizieren, verwendeten wir keinen dafür präparierten Raum oder Teststand, sondern verbauen den Lüfter in unserem Lian Li Gehäuse einmal vorne als Ansauglüfter und einmal hinten als Austrittslüfter. Die Begründung dafür ist realtiv einfach, weil sich das Volumen verändert, je mehr Widerstände im Rechner zu überwinden sind, hat ein offener Lüfteraufbau auf einem Schreibtisch keinerlei Aussagekraft. Ein Lüfter, der auf dem Tisch steht, kann sein Volumen ungehindert entfalten, ein Lüfter der im System als Gehäuselüfter fungiert eben nicht, denn dort befinden sich Kabel und Komponenten und die machen sich nach dem Einbau eines Lüfters nicht automatisch unsichtbar, sondern beeinflussen erfolgreich den Luftstrom. Als Messgerät für die jeweiligen Luftvolumina unserer Testlüfter kam ein Extech AN-200 Messgerät zum Einsatz.


Auch hier zeigen sich deutliche Abweichungen zu den Herstellerangaben, aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn deren Werte werden nicht aus einem komplettierten System heraus gemessen, was wir ja bereits eingangs erwähnt hatten.
Lüfter, die unter 5 Volt weniger als 25 m³/h Luft transportieren, eignen sich in dieser Ansteuerung kaum noch für den Einsatz auf einem CPU-Kühler, insbesondere dann nicht, wenn die Lamellen des Kühlers eng zusammenstehen, der notwendige Druck zum Abtransport der Abwärme wäre einfach zu gering.




Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen)

Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) der Lüfter wird in diesem Test-Kapitel dokumentiert. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen...


Die Lüfter, die ziemlich exakt mit 5 Volt anlaufen, sind weitere Wackelkandidaten aus diesem Test-Kapitel, denn die Serienstreuung bestimmt, ob sie denn wirklich anlaufen oder nicht, das muß man einfach so realistisch sehen.
Auf der anderen Seite fördern die Lüfter, die unter 5 Volt gar nicht oder gerade eben anlaufen, so wenig Luft, das sie ohnehin bestenfalls als Gehäuselüfter eine Daseinsberechtigung vorweisen können. Darüber hinaus sind diese Lüfter aber unter 7 Volt auch schon sehr leise, so daß sich dieses Manko wieder etwas relativiert.




Die realen Drehzahlen über 12Volt, 7Volt und 5Volt Ansteuerung

An dieser Stelle unseres Tests konnten wir mit einem Rpm Check Rc200 Meßgerät die realen Drehzahlen der Lüfter in den Bereichen 12V, 7V und 5V ermitteln


Die Diskrepanzen zu den Herstellerangaben halten sich weitestgehend in Grenzen und sind tolerabel.
Viele werden sich natürlich dafür interessieren, wie sich die Lüfter bei der Absenkung der Nenndrehzahlen über die Volt-Ansteuerung luftfördertechnisch verhalten. Dazu sollte man wissen, was diese Reduzierung tatsächlich bewirkt:
bei 7 Volt dreht ein Lüfter nur noch mit 58% seiner Nenn-Drehzahl und bei 5 Volt nur noch mit 42%. Das macht deutlich, warum ein Lüfter, der nominell bei 12Volt Ansteuerung 1000 U/min dreht, unter 5Volt Ansteuerung und somit nur noch 420 U/min zwangsläufig deutlich weniger Luft transportieren muß. Dabei spielt es auch keine Rolle, was für Tricks aus dem Hut gezaubert wurden, um das Volumen von Haus aus schon zu erhöhen, eine klare Reduzierung findet immer statt. Insofern ist es sehr interessant, was vom Luftvolumen eines Lüfters nach der Reduzierung auf 5Volt überhaupt noch übrig bleibt und dann wird auch klar, wofür sich der entsprechende Lüfter eignet. Ein Lüfter, der unter 5Volt nur noch mit 300 U/min rotiert, ist selbstverständlich nahezu unhörbar, wird sich produktiv betrachtet aber für nahezu nichts in unserem Rechner eignen, da er de Facto kaum noch Luft transportiert.




Die Entkoppelung im Vergleich:

Auf diese Test-Rubrik hab sicherlich viele spekuliert, denn die Frage, was bringt die Entkoppelung in der Praxis, ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Dazu muß man ins Kalkül ziehen, das eine Entkoppelung grundsätzlich nur dann einen Nutzen erziehlt, wenn einerseits das PC-Gehäuse materialbedingt (dünnwandig) dazu neigt, Vibrationen zu übertragen und andererseits eine unausgewogene Lüfterlagerung ebenfalls ihren negativen Aspekt dazu beisteuert.

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Darum haben wir zwei typische Gehäuse für diesen Test verwendet, ein handelsübliches Stahlgehäuse aus dem Billigsegment, mit einer Wandstärke von 0,6mm und ein ebenso typisches Alu-Gehäuse. Beide Gehäuse übertragen materialbedingt Vibrationen sehr unverblümt an ihre Umgebung, so daß wir diesbezüglich sehr deutlich über Erfolg respektive Misserfolg der Entkoppelungsversuche resümieren konnten.
Die Multiframe Lüfter wurden über die mitgelieferten Schrauben fixiert und die anderen Lüfter über die sehr guten und weichen Noiseblocker Entkoppelungsstifte entsprechend befestigt. Die Materialkonsistenz spielt bei den Entkoppelungstiften eine nicht zu unterschätzende Rolle, da die Härte des Materials auch den Entkoppelungsgrad mitbestimmt. Was weicher abgefedert wird, verliert auch schneller seine Vibrationen und Resonanzen.
Die Werte der Lautstärke-Tests ohne Entkoppelung befinden sich in Klammern, so daß der Erfolg oder Misserfolg schnell abgelesen werden kann.


Nicht unerwartet bewirkt eine Entkoppelung nicht die Geräuschreduzierung, die oftmals propagiert wird. Was allerdings auch darin begründet liegt, das wir keine wirklich schlechten Lüfter für unsere Tests verwendet haben. Natürlich können Lüfter mit heftigen Drehzahlen und unwuchtigen Lagern in ihrer Wirkung rudimentär beruhigt werden, aber auch dort hält sich das Resultat in überschaubaren Grenzen, weil vier Entkoppelungsstifte aus einem schlechten Lager kein gutes zaubern. Das Lagerschleifen -oder Klappern kann nicht absorbiert werden, es wird bestenfalls gelindert. Trotzdem kann eine Entkoppelung Sinn machen, da grenzwertige Lüfter ihre Vibrationen so nicht auch noch ans Gehäuse weiterleiten, das möglicherweise durch seine dünnen Wandstärken ohnehin schon zum Dröhnverstärker neigt.
Durch eine Absenkung der Lüfter-Ansteuerung auf 7 und 5 Volt herunter, sind bedingt durch die deutlich langsameren Drehzahlen kaum noch Verbesserungen durch die Entkoppelung messbar, darum wäre oftmals die grundsätzliche Absenkung der Drehzahl das fraglos bessere und praktikablere Mittel, um einen Lüfter in seiner Geräuschcharakteristik zunächst erst einmal zu zügeln. Darüber hinaus können wir dann dem Ganzen so etwas wie Feinschliff zukommen lassen, in dem wir den Lüfter eben entkoppelt verbauen, was in einem eng gesteckten Radius noch eine weitere Optimierung bewirkt. Da die Entkoppelungsstifte nicht sonderlich teuer sind, fällt der pekuniäre Aufwand diesbezüglich auch nicht sonderlich ins Gewicht, insofern spricht also kaum etwas dagegen.




Pflegetipps:

Auch ein Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager. Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen. Danach kommt ein Tropfen des sehr gut bewährten WD-40 zum Einsatz, den wir vorsichtig auf die Lagerachse geben. Dreht dann den Rotor ein paarmal durch, damit sich das Schmiermittel gut verteilt.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen der Kühler kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Die Noiseblocker Multiframe S1 und S2 Lüfter erfinden das Lüfterrad nicht neu, aber in der Summe ihrer Vorzüge distanzieren sie die Konkurrenz ziemlich deutlich. Dies liegt einerseits in den exzellenten Lagern und andererseits in der Summe des betriebenen Feinschliffs begründet. Gerade hier wird auch der Unterschied zum oftmals lieblos gefertigten Lüfter von der "Stange" deutlich. Kein anderer Hersteller investiert mehr Knowhow und Akkrebie in die so wichtigen Details, wie Vibrationsminimierung durch extrem steife Rahmen und die integrierte Entkoppelung, die in der Summe den Unterschied ausmachen. Diese Lüfter machen auf sich tatsächlich nur durch ein minimales Lüftergeräusch auf sich aufmerksam, da wurde nicht zu viel versprochen.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• hochwertige Optik/Haptik
• exzellente Verarbeitung
• herausragende Lagerung
• minimale Lautheit
• exzellente Entkoppelung
• praktisch vibrationsfreier Lauf
• ausgezeichnete Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen)
• sehr gute Förder-Volumina (Multiframe S2)
• vertikal und horizontal verbaubar
• ummanteltes Kabel (gesleeved), ausreichend lang
• befriedigendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 21,90 €)

Minus:
• als CPU-Lüfter nur sehr bedingt verbaubar
• magere Ausstattung
• Multiframe S1 transportiert unter 5 Volt Ansteuerung kaum noch Luft

Was bleibt unter dem Strich? Das Einsatzgebiet stellt sich mit Abstrichen universell dar, denn außer dem Anwendungsgebiet Gehäuselüfter, wäre auch der Einsatz als Netzteillüfter eine Option, da die Lüfter problemlos vertikal und horizontal einsetzbar sind. Natürlich ist es schade, das die Multiframe Lüfter nicht generell auf jedem CPU-Kühler zu vertäuen sind und etwas mehr Zubehör wäre bei dem Preis auch nicht zu verachten. Aber in der Summer seiner Vorzüge avancieren die beiden Noiseblocker Multiframe Lüfter zum absolut Besten, was der Lüftermarkt aktuell hergibt, das dürfte der Konkurrenz einige schlaflose Nächte bereiten...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Noiseblocker Multiframe M12-S1 und M12-S2 120mm Lüfter erhalten den PC-Experience Technology Award in Gold, sowie den Silent Award in Gold!










Weiterführende Links:

Blacknoise




Wir bedanken uns bei Blacknoise sehr herzlich für die Bereitstellung der Testexemplare und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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