Fazit und Anmerkungen:

Das Thema NVME M.2 SSDs ist nicht so kompliziert, wie es teilweise anmutet, aber einige wichtige Eckpfeiler sollten schon beachtet werden, damit der Einbau dieser Laufwerke nicht in einem Debakel endet, dafür ist die Technik auch zu teuer. Aber auch wenn diese Technik inzwischen massentauglich zur Verfügung steht, zum alten Eisen gehören SATA SSDs deswegen noch lange nicht, zumal sie immer noch in der Lage sind Rechner zu beschleunigen und genug genügend Rechenleistung für die alltäglichen Arbeiten an einem PC oder Notebook ermöglichen.

In diesem Artikel haben wir die praxisnahen Problematiken der NVME und M.2 Laufwerkstechnik reflektiert, wobei wir eines noch abschließend betonen möchten, eine gute Planung ist unverzichtbar. Achtet bitte auf halbwegs aktuelle Plattformen als Basis für diese SSDs. Es ergibt keinen Sinn, so etwas in 10 Jahre alte Systeme zu stecken, selbst wenn entsprechende Einbauoptionen vorhanden wären. Die Erfahrung zeigt, dass ältere Systeme einfach nicht in der Lage fehlerfrei mit den Laufwerken zu korrespondieren, bis hin zu ständigen Erkennungsproblemen und fehlender EFI/UEFI Unterstützung. Natürlich sind aktuelle BIOS Versionen für die eingesetzten Mainboards ebenso Pflicht, wie aktuelle Treiber und Betriebssysteme. Windows 7 kann zwar durchaus noch auf die Unterstützung von NVME und M.2 angehoben werden, so richtig kompatibel stellt sich das Ganze aber erst ab Windows 8.1 respektive Windows 10 dar. Angesichts der Tatsache, dass der Support für Windows 10 im Januar 2010 endet, sollte man spätestens vor dem Kauf neuer Laufwerke über einen zeitnahen Wechsel nachdenken.
Apropos Support, Microsoft, Intel und AMD haben dem Anwender dieszüglich ohnehin schon einige Stolpersteine in den Weg gelegt, da aktuelle Prozessoren/Mainboard Chipsätze nur noch von Windows 10 nativ also ohne Klimmzüge unterstützt werden. Und wenn wir uns vor Augen führen, das auch im Januar 2019 das kostenlose Upgrade von Windows 7 zu Windows 10 immer noch funktioniert, was spricht dagegen ? Eigentlich nichts, auch wenn viele Windows 7 Nutzer sicherlich leidende gesichter ziehen. Aber Fakt ist nun einmal, dass Windows 7 aus 2009 inzwischen auf viele technische Innovationen mangels Kompatibilität verzichten muß. Sei es der fehlende USB 3.0/3.1 Stack bei der Installationen auf aktuellen AMD oder Intel Mainboards, der nicht vorhandene DirectX 12 Support, oder der verzicht auf eine native 4K und HDR Unterstützung, was den Netflix Usern lediglich Videos in Full HD ermöglicht. So oder so, die Argumente für Windows 7 werden knapp, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Sicherlich hat die "Cloud first" Maxime von Sarya Nadella viele Privatanwender verschreckt, aber es existiert ja noch die Windows 10 Pro Variante, so dass wir nicht auf die Windows 10 Home Drangsalierungen fixiert wären.
Tut euch also selbst einen Gefallen und wägt die Vorteile ab, auch wenn ihr dem Upgrade skeptisch gegenübersteht. Windows 10 befindet sich auf einem relativ guten Weg und wenn es wirklich mal kneifen sollte, lest bitte unsere Windows 10 Artikel und löst die Probleme. Viele verstellen sich leider selbst den Blick auf die harten Fakten in dem sie Neuerungen durch fehlende Informationen negieren. Aber die Dinosaurier sind nicht nur durch den Meteoriten Einschlag dezimiert worden, sie wollten sich auch nicht ändern...


p.s. sollten sich Situationen und neue Erkenntnisse ergeben, die eine Aktualisierung dieses Artikels erfordern, so werden wir dies natürlich umsetzen