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Intel 330 SSD Series vs Intel 520 SSD Series







Einleitung:

Eigentlich war das Thema Sandforce SF-2281 für uns schon ad acta gelegt, aber die zahlreiche Leserpost und unsere Neugier überwog dann schlussendlich doch und motivierte uns zu diesem Doppeltest. Der entscheidende Faktor dabei ist die Tatsache, dass Intel die Firmwares dieser beiden SSDs in eigener Regie gestaltet hat, um so gleich schon im Vorfeld die gelegentlichen Sandforce-Schluckbeschwerden zu minimieren, die sich bei anderen Herstellern respektive Lieferanten erst nach einer Vielzahl von Firmware Updates relativierten.
Ein erstes Indiz dafür, dass Intel auf diesem Weg erfolgreich sein könnte, vermittelt ein Blick auf die Intel Homepage, auf der bisher kein Firmware Update veröffentlicht wurde, weder für die 330er Serie, noch für die 520 Serie. OK, auch das ist kein Garantiesiegel, denken wir nur an die Intel 320 Serie, wo die Beseitigung des 8MB Bugs immer noch auf der Soll-Seite steht.
Wie dem auch sei, wir haben uns diesmal besonders viel Zeit genommen, um wirklich allen Eventualitäten gerecht zu werden und den Test auf satte 3 Wochen ausgedehnt. Ob Intel wirklich etwas oder sogar vieles besser macht als die Sandforce Konkurrenz, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review, zu dem ihr wieder herzlich eingeladen seid...




Die technischen Daten:



Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergröße zu bestimmen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.
Da es bei einer SSD keine beweglichen Teile gibt, werden andere aber sehr ähnliche Algorythmen bemüht. Bei SSDs sind beispielsweise MTBF-Werte von 2.000.000 Stunden oder mehr üblich, dies entspricht etwa 228 Jahren. Daraus kann die Wahrscheinlichkeit berechnet werden, dass es während der Nutzungsdauer zu einem Ausfall kommt. Schätzwerte für die MTBF können durch Lebensdauerversuche ermittelt werden, gegebenenfalls auch mit extremen Beanspruchungen wie beispielsweise durch Strahlung, Feuchtigkeit sowie Erschütterungen und/oder Hitze. Solche Tests sind jedoch nicht standardisiert, also von sehr theoretischer Natur.




SSDs, die technischen Fakten:

Alle Hersteller preisen ihre Solid State Disks als technisch überlegen an, sie sollen konventionelle Festplatten innerhalb der nächsten Jahre ablösen, aber ist das wirklich so einfach?
SSDs schreiben die Daten nicht auf ferromagnetische Scheiben, sondern auf Flashchips analog zu USB Sticks. Da eine SSD über keine beweglichen Bauteile verfügt, sind die Vorzüge diesbezüglich schnell zusammengetragen: es sind keine betriebsbedingten mechanischen Schäden möglich. Weitere Vorteile liegen auf der Hand: ein nahezu geräuschloser Betrieb, Shockunempfindlichkeit, minimale Wärmentwicklung. Da nicht erst ein Schreib/Lesekopf an eine bestimmte Position gefahren werden muss, sind die Daten sofort verfügbar, was in ultraschnellen Zugriffszeiten resultiert. Aber nicht nur was die lineare Transferrate angeht, haben SSDs einen prinzipiellen Vorteil gegenüber herkömmlichen Festplatten. Vor allem Zugriffe auf verstreute Daten sind ihre große Stärke. Dazu gesellt sich ein deutlich geringerer Strombedarf, was die Umwelt und den Geldbeutel schont.
Wo aber liegen die Nachteile?
dazu müssen wir etwas weiter ausholen: wie wir ja alle wissen, gehört zu den wesentlichen Eigenschaften eines Speichermediums drei entscheidende Kriterien: 1. die Speicherkapazität, 2. die Übertragungsgeschwindigkeit und 3. die Zugriffszeit. Erst nach diesen drei Aspekten listen die Hersteller die Haltbarkeit der Daten und die Kosten auf, was ja schon mal das erste Stirnrunzeln verursacht.
Davon abgesehen hängen aktuelle SSDs ihre ferromagnetischen Konkurrenten in den genannten drei Kriterien locker ab. Das beginnt bei den Übertragungsraten, wo es schnelle aktuelle SSDs auf mittlerweile 300 MByte/s und mehr bringen. Diese Werte werden von Konsumer-HDDs nicht mal ansatzweise erreicht und auch Server Festplatten müssen sich arg strecken. Wobei man auch hier unterscheiden muß, denn Festplatten erreichen ihre höchste Performance auf den äußersten Bereichen ihrer Magnetscheiben und diese Performance differiert deutlich zu den Ergebnissen auf den inneren Bereichen. In SSDs sind diese Performance Zonen gänzlich unbekannt. SSDs ziehen ihre Performance durch die Qualität des Controllers und über die Anzahl der zu verwaltenden Flashchips inklusive Cache sofern vorhanden. Grundsätzlich ist es aber so, daß der Datentransfer bis auf kleinere Amplituden nahezu gleich bleibt und auch hier muß eine HDD passen.
Ein anderes Thema ist das Schreiben von Daten, denn hier besitzen SSDs einen gravierenden Nachteil, mit denen sich wiederum HDDs nicht auseinandersetzen müssen: Festplatten beschreiben Sektoren, egal ob vorher Daten in ihnen gespeichert waren oder nicht. SSDs hingegen müssen erst mal einen Löschvorgang initiieren, wenn sie die Daten in einem Flashchip überschreiben wollen und das kostet eben Zeit. Das ist auch der Grund, warum die Schreibleistung einer SSD nicht ganz mit der Leseleistung korrespondiert. Kompensieren kann man dies zu einem kleinen Teil durch entsprechende Caches, die von den Herstellern auch eingesetzt werden. Einen anderen Ansatz verfolgt die Firma Sandforce, dessen Controller über keinen veritablen Cache verfügen. Dort wird der Zeitverlust durch die patentierte Komprimierung der Daten kompensiert. Neben einer geringeren Write-Amplification erhöht sich durch diese Komprimierung auch die Lebenserwartung des SSD-Laufwerks, da weniger Schreib-Lösch-Zyklen notwendig sind.
Dazu kommt noch die begrenzte Zahl von möglichen Schreibzugriffen auf den Flash-Speicher. Während die einzelnen Speicherpunkte auf den HDD-Scheiben in Festplatten beliebig oft gelöscht und wieder beschrieben werden können, ist die Zahl dieser Zyklen in den Flashchips begrenzt und unterliegt großen Schwankungen. Somit ist die Lebensdauer aufgrund der limitierten Anzahl von Lösch- und Schriebvorgängen begrenzt. Womit wir wieder bei der Qualität und implementierten Technik des Controllers angelangt sind, zumal nicht zuletzt er darüber entscheidet, wie die Daten auf die Speicherzellen verteilt werden. Existieren defekte Zellen, sollten diese über entsprechende Fehlerroutinen erkannt und aussortiert werden. Das klingt in der Theorie logisch und einfach zu handeln, die Praxis sieht allerdings etwas anders aus.
Aber der Controller samt Firmware ist nicht das alleinige Qualitätssiegel einer SSD, denn auch die Art der verwendeten Flashtechnik spielt eine entscheidene Rolle und bestimmt letzendlich die Performance und Haltbarkeit der Flashchips. Für weitere Details zum Thema SSD beachtet bitte auch unseren separaten SSD Artikel, wo es nicht nur um die richtigen Einstellungen, sondern in erster Linie um die Erklärungen der wichtigsten Techniken geht...




Sandforce Besonderheiten und Probleme:

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt: was ist das Besondere am Sandforce Controller, das so viele Hersteller ihre SSDs mit diesem Controller ausrüsten?
Eine durchaus berechtigte Frage, die wir jetzt etwas komprimiert skizzieren wollen. Zunächst einmal verfügt der Sandforce Controller (egal ob SF-1200, SF-1500 oder SF-2200) über keinen separaten Cachespeicher, wie nahezu alle anderen Controller, sondern über einen sehr kleinen Cachebereich im Controller selbst. Dadurch entfällt die Blockfragmentierung und der gleichzeitige Performance Verlust, der ja durch Garbage Collection oder ähnliche Performance Refresh Funktionen aufgefangen werden müßte.


Um eine hohe Schreibleistung zu erzielen, geht der Sandforce Controller einen anderen Weg und der heißt DuraWrite. Das bedeutet vereinfacht formuliert, das der Schreibalgorithmus die zu schreibenden Daten in Echtzeit zusammenfaßt und vor dem Schreiben komprimiert. Dabei werden die Daten dann auch gleich noch ohne Leistungsverlust verschlüsselt, um das Auslesen der Flashbausteine zu verhindern. Das bedeutet in der Praxis aber auch, das schlecht oder gar nicht komprimierbare Daten zu einem Performance-Einbruch führen können. DuraWrite ist aber nicht die einzige Performanceoptimierung, die genutzt wird. Die Schreibvorgänge werden grundsätzlich auf Redundanzen überprüfen und gleichzeitig optimiert und darüber hinaus intelligenter auf die einzelnen Flash-Zellen verteilt. Als Nebenprodukt dieser Optimierungen soll sich die Lebensdauer der einzelnen Flashzellen um das Achtfache erhöhen, was die Gesamtlebensdauer einer SSD nicht unerheblich beeinflussen dürfte. Wie bei all diesen Marketingversprechen, fehlen aber auch hier die entsprechenden Langzeiterfahrungen, die auch noch gar nicht existent sein können.
Der Trim Befehl wird durch den Sandforce Controller natürlich auch komplett unterstützt, das nur der Vollständigkeithalber. Wichtig ist an dieser Stelle aber, das die SSDs mit diesem Controller bisher kein manuell einsetzbares Trimtool mitbrachten, insofern ist der Einsatz trotz funktionierender Garbage Collection Funktion unter Windows XP oder Vista nur eingeschränkt zu empfehlen gewesen. Das hat sich inzwischen geändert, da OCZ ein entsprechendes Tool im Portfolio hat, das diese Funktion besitzt. Intel ist dem Beispiel gefolgt, die Intel SSD Box ermöglicht ebenfalls eine manuelle Trim Funktion für die SSDs der 330 und 520er Baureihen (Sandforce SF-2281).

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Es existiert noch eine Besonderheit, die sicherlich schon einigen Sandforce Besitzern aufgefallen sein dürfte, eine SSD mit diesem Controller bricht in ihrer Lese-und Schreib-Performance nach einer gewissen Zeit relativ unvermittelt ein und zwar genau dann, wenn alle Zellen einmal voll geschrieben wurden. Sandforce SSDs mit asynchronem Flashspeicher brechen um die 35 bis 40% ein, Sandforce SSDs mit synchronem Flashspeicher um die 25 bis 30% und Sandforce SSDs mit Toogle Nand Flashspeicher um die 20 bis 25%. Das dauert zwar in der Regel einige Zeit, wird sich aber generell kaum vermeiden lassen. Die Trim Funktion oder Garbage Collection hat darauf keinen Einfluß, das ist eine Eigenart des Sandforce Controllers, die vermutlich auch durch den fehlenden Cache und die Komprimierung zusätzlich negativ beeinflußt wird. Einzige funktionierende Maßnahme wäre dann, die SSD mit einem entsprechenden Erase Tool wieder in den Auslieferungszustand zu versetzen. Ob diese Sandforce Eigenheit durch spätere Firmware Updates reduziert werden kann, vermögen wir nicht vorherzusagen, sonderlich wahrscheinlich ist es aber nicht.
Als letztes noch ein Hinweis zu den Kapazitäten der Sandforce SSDs, nach denen wir sehr häufig gefragt werden. Die ersten Sandforce SSD verfügten über eine nutzbare Kapazität von 100GB, kurz drauf erscheinen dann welche, die 120GB bereitstellen. Woraus resultiert dieser Unterschied?
Natürlich ist dafür in erster Linie auch ein Firmware Update verantwortlich, aber das wäre eben nur die halbe Wahrheit. Das entscheidene Stichwort ist in diesem Fall die Spare Area. Die Spare Area oder auch Over-Provisioning ist ein Teil des Flash Speichers, der exclusiv für den Controller reserviert ist und das nicht ohne Grund. Aus diesem Bereich greift der Controller auf freie Speicherblöcke zu, um damit zusammen mit Wear-Leveling die Schreibzugriffe zu beschleunigen und/oder defekte Speicherblöcke auszutauschen. Wie groß diese reservierte Bereich ist, hängt vom Controller ab. Beim Sandforce Controller waren das in der ersten Generation durchaus schon mal bis zu 30%. Neuere Sandforce Modelle dagegen verfügen nur noch über etwa 13% oder noch weniger Spare Area, was die nutzbare Kapazitätssteigerung erklärt. Es ist also eine Kombination aus Firmware Update und verringerter Spare Area, was bei den SSDs mit Sandforce Controller zu einer Vergrößerung der nutzbaren Kapazität führte.
Als letzte Besonderheit wollen wir noch auf die RAISE (Redundant Array of Independent Silicon Elements) Datenparitätsfunktion eingehen. Diese Namensgebung verrät schon ein wenig, in welche Richtung die Reise geht, denn dieses Feature ist vergleichbar mit einem RAID-5-Array, wo neben den eigentlichen Daten noch zusätzlich Informationen gespeichert werden, um im Worst Case das Auslesen von Daten zu gewährleisten, die in fehlerhaften Bereichen von Flash-Chips lagern. RAISE wäre zwar auch deaktivierbar, aber wer verzichtet schon freiwillig auf so einen nützlichen Schutzmechanismus.

In die Negativschlagzeilen kamen aktuelle SSDs mit dem Sandforce SF-2281 Controller durch vermehrt auftretende Blues Screens und/oder Systemhänger/Abstürze/Freezes usw. bei der Verwendung bestimmter Systemkonfigurationen und Treiber, wobei dies nicht zwingend am Hersteller des Mainboard Chipsatzes festzumachen ist, denn die Problematik existiert durchaus sowohl auf aktuellen Intel wie auch auf aktuellen AMD Plattformen. Eine Situation, die bisher auch durch immer neue SSD Firmware-Updates und Mainboard BIOS-Updates sowie renovierte Systemtreiber nicht in den Griff zu bekommen ist. Darüber hinaus scheint die Sicherung einer SSD mittels ATA-Passwort ebenfalls zu erheblichen Problemen zu führen, vor allem dann, wenn Secure Erase verwendet wird. Denn so wird der Passwort Schlüssel gelöscht und die Daten der SSD sind unwiederbringlich verloren. Wear Leveling spielt hierbei auch eine entscheidende Rolle, es löst normalerweise den Bezug zwischen den verwalteten Sektoren und den dazugehörigen physikalischen Adressen des Flashspeichers auf. Eine SSD Verschlüsselung oder das Setzen eines ATA-Passwortes sollte dementsprechend gut überlegt sein, nicht mehr erreichbare Daten sind verlorene Daten, zumal eine Datenwiederherstellung auf einer SSD kaum bis gar nicht möglich ist.
Was die Diskussion über die Bluescreen of Death Probleme in Verbindung mit dem Sandforce SF-2281 angeht, so haben sich die Wogen nach diversen Firmware-Updates etwas geglättet. Wir konnten auf unseren Sockel 1366 und 1155 Systemen bis zum heutigen Tag keinen dieser Fälle nachstellen oder provozieren, aber das allein hat ja keine Aussagekraft, zumal die Hersteller-Foren voll von Kunden sind respektive waren, die diesbezüglich von leichten Störungen bis zu heftigsten Totalausfällen berichten. Die Analyse der Probleme wird dadurch zusätzlich erschwert, das viele 3rd-party Hersteller (Adata, Corsair, Kingston, OCZ usw.) in ihren SSDs mit dem SF-2281 Controller keinen eigenen Flashspeicher verbauen, sondern extern einkaufen. Demzufolge kann die Qualität variieren und muß als chargenabhängig betrachtet werden. SSD-Hersteller wie Intel, Micron/Crucial, Samsung oder Toshiba besitzen dieses Manko in der Regel nicht bis selten, da sie grundsätzlich Flashspeicher aus der eigenen Produktion verwenden.




Ausstattung, Verarbeitung und Technik:

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Was man als Ausstattung letztendlich bekommt, hängt von der Bestellung ab, die Retail Pakete von Intel enthalten neben der SSD einen Einbaurahmen, eine Mini-CD mit der Installationsanleitung, Stromadapter und Datenkabel mit Sicherheitslasche, sowie die notwendigen Schrauben. Die Migrationssoftware von Acronis wurde zwar nicht auf der CD beigelegt, kann aber hier in der gewünschten Sprache direkt von Intel heruntergeladen werden. Dies gilt ebenso für die vorzügliche Intel SSD Toolbox, die auf keinem System mit Intel SSD fehlen sollte. Mit anderen Worten, Intel läßt den Anwender bei der Inbetriebnahme seiner SSD nicht allein und führt ihn nicht nur durch die Installation, sondern stellt auch die geeigneten Hilfsmittel in deutscher Sprache zur Verfügung, das ist vorbildlich.
Weniger vorbildlich ist allerdings die Verarbeitungsgüte der Aluminiumhüllen unserer Testprobanden. Etwas mehr Feinschliff und eine Eloxierung des 330er Gehäuses hätten nicht nur dem optischen Eindruck gut getan. Das 330-Gehäuse verzeiht keine schwitzigen Finger und "glänzt" schnell mit unschönen Flecken. Diesbezüglich haben wir aus der 510er Serie eine deutlich bessere Qualität der Oberflächenverarbeitung in Erinnerung, die mit einer seidig glänzenden und eloxierten Oberfäche überzeugt.

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Mittlerweile haben die Hersteller erkannt, wie wichtig die richtigen Informationen sind und auch Intel druckt auf das große Typenschild die implementierte Firmware ab, so daß wir sofort informiert sind, wie aktuell das "Gehirn" unserer SSD upgedatet ist, was ja durchaus eine entscheidende Rolle spielen kann. Wäre das nicht der Fall, weiß der Kund dies auch und muß die SSD nicht erst umständlich in ein laufendes System hängen, um solche Informationen zu eruieren. Der Hintergrund ist mehr als einleuchtend: wer verzichtet schon gern auf ein per Firmware Update nachgereichtes elementares Feature oder beseitigte Bugs und das möglichst vor der Installation des Betriebssystems? das Risiko des Datenverlustes während eines Firmware Updates ist hoch und eine erneute Installation wäre ein vermeidbarer doppelter Zeitaufwand.
Ansonsten existiert kaum Kritik an der Verarbeitung, die Passgenauigkeit der Anschlußleiste ist vorbildlich. Die Steckerports liegen nicht zu eng nebeneinander, so dass auch etwas ausladendere SATA-Datenkabel aus dem Zubehör verwendet werden könnten. Die Bauform und vor allem Einbauhöhe spielen eine ganz wesentliche Rolle beim Nachrüsten einer SSD. Nicht alle Notebooks oder Netbooks sind in der Lage, die standardisierten 2,5" SSDs mit 9mm dicken Gehäusen aufzunehmen. Es existieren einige Geräte beispielsweise von HP, Lenovo oder Dell, die lediglich 2,5" Schächte besitzen, in denen nicht mehr als 7mm Platz ist. Also informiert euch bitte vorher, welche SSDs für eure Notebooks verbaubar wären, es existieren durchaus flachere Alternativen von Intel oder auch Samsung. Die Intel 520 SSD verfügt ab Werk über eine Dicke von 9,3mm, wenn wir den Kunststoffrahmen entfernen, bleiben exakt 7mm übrig, so dass auch diese SSD in engen Notebook Aufnahmen verbaut werden könnte. Diese Frage stellt sich bei der Intell 330 leider erst gar nicht, das sie schon ab Werk 9mm Gehäusedicke ohne Reduzierrahmen aufweist.

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Unsere Waage präsentiert keine Überraschungen, die Intel 330 wiegt 75 Gramm, die Intel 520 wiegt 80 Gramm. Damit liegen beide SSds im Bereich aktueller SSDs, eine OCZ Vertex 4 wiegt beispielsweise 91 Gramm, die Samsung 830 59 Gramm, Crucials m4 73 Gramm und die Intel 510 knappe 80 Gramm. Ein Einbaurahmen wird also keinesfalls vor unüberbrückbare Herausforderungen gestellt, große 3,5" Festplatten ab 1TB aufwärts wiegen dank ihrer aufwendigen Mechanik nicht selten bis zu 700 Gramm und darüber hinaus.

Wie immer an dieser Stelle unsere Kabel-Tipps:
Die Anschlußports für Strom und SATA 6Gb/s wurden übrigens sehr sauber integriert und zwar so, das die Ports nicht zu eng nebeneinander liegen. Damit ihr die SATA 6Gb/s sprich SATA3 Schnittstelle auch ausreizen könnt, sollte als primäre Basis ein entsprechendes Mainboard mit nativer SATA 6Gb/s Anbindung vorhanden sein. AMD bietet diese Schnittstelle ab Southbridge 850, Intel ermöglicht dies erst seit dem Sockel 1155. Die bisherigen separaten SATA 6Gb/s Controller z.B. von Marvell fallen im Performance Vergleich deutlich ab. Desweiteren empfehlen wir auch hochwertig geschirmte (jede der Adern einzeln abgeschirmt) und nicht zu lange (nicht über 75cm) SATA 6Gb/s Kabel, die durchaus nicht die Welt kosten, z.B. von inLine. Um die volle Datenübertragung von SATA 6Gb/s nutzen zu können, sind diese speziellen Kabel zwar nicht nötig, aber die Abschirmung spielt eine wesentliche Rolle und minimiert Interferenzen:


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Wir haben mal ein handelsübliches SATA 6Gb/s Kabel, wie es aktuell in vielen Mainboard-Verpackungen zu finden ist und ein Kabel von InLine aufgeschnitten, um die Unterschiede in der Abschirmung deutlich zu machen. Das handelsübliche Kabel ist zwar sehr schön isoliert und gut verarbeitet worden, aber die aufwendige Abschirmung fehlt und dabei geht es nicht nur um das äußere Metallgeflecht, sondern auch um die zusätzliche innere Abschirmung über entsprechende Folien. Wenn ihr euch also darüber wundert, dass eure SSD beim nächsten Systemstart nicht mehr erkannt wird und dies immer wieder mal sporadisch auftritt, probiert so ein Kabel aus. Der Aufwand ist relativ gering, diese Kabel kosten je nach Ausführung und Länge nur um die 2 bis 6 € pro Stück.
Wenn ihr euch selbst einen Gefallen tun wollt, dann verwendet Kabel mit Sicherheitslaschen, wir haben es in vielen Praxis-Tests oft genug erlebt, das sich die Kabel ohne Sicherheitslaschen sehr oft aus den Ports heraus wackeln, dazu ist weder sonderlich viel Kraft noch ein besonderes Talent nötig, es passiert einfach und dann geht wieder die Sucherei nach der Ursache los. Wer noch mehr über die SATA 6Gb/s Spezifikation wissen möchte, kann dazu bei Sata.org das zuständige Dokument studieren.

Kommen wir jetzt zur verbauten Technik:

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Beide SSDs verwenden als zentralen Kern ihrer Technik den Sandforce SF-2281 Controller, eine hochwertige FR4-Platine und eine 8-kanalige synchrone Anbindung zu den Flashspeichermodulen. Die Lötqualität der feuerfesten FR4-Platine ist ausgezeichnet, auf der Vorderseite der Platine wurden insgesamt acht Intel ONFi 2.2 NAND Bausteine aus der Zusammenarbeit von Intel und Micron mit jeweils 16GB Kapazität (29F16B08CCME2) verbaut. Das es trotzdem nur 120GB und nicht 128GB in der Summe werden, liegt an der Datenparitätsfunktion RAISE, für die 8GB reserviert wurden und Garbage Collection, die hier ebenfalls enthalten ist. Ein externer Cache ist auf der Platine nicht verlötet worden, da der Sandforce Controller über einen eigenen kleinen internen Cache verfügt. Alles weitere steht in unserem weiter oben bereits ausgearbeiteten Sandforce-Kapitel.
Nun stellt sich natürlich die Frage: worin unterscheiden sich die beiden Intel SSDs? die Frage läßt sich recht klar beantworten: einerseits natürlich durch unterschiedliche Firmwares und andererseits durch die P/E-Zyklen der NAND-Bausteine (Intel 330: ca. 3000 Zyklen, Intel 520: ca. 5000 Zyklen). Mit anderen Worten: Intel verbaut in der 330 Serie NAND-Flash-Bausteine, die 3000 Schreib-Lösch-Zyklen (P/E-Zyklen) erreichen und in der 520 Serie deren 5000. Diese P/E Zyklen geben an, nach wieviel maximalen Schreib-Lösch Aktionen eine Flashzelle ausfallen kann und somit unbrauchbar wird, wobei die Betonung auf kann liegt. Das erklärt auch gleich, warum die Intel 520 Serie teurer angeboten wird, als die 330 Serie. Diese technischen Fakten haben also durchaus Auswirkungen auf die Lebensdauer der Flashbausteine, so richtig relevant sind sie für den Anwender daheim aber nicht, weil er in der Regel diese Grenzwerte kaum erreichen wird.
Explizite Trim Unterstützung, Garbage Collection, Wear-Leveling sowie ein relativ überschaubares Over-Provisioning (7%) oder auch Spare Area sind die weiteren technischen Feature unserer Probanden, wobei diese Auflistung mittlerweile fast schon zum SSD Standard gerechnet werden darf. Die Spare Area oder auch Over-Provisioning ist ein Teil des Flash Speichers, der exclusiv für den Controller reserviert ist und das nicht ohne Grund. Aus diesem Bereich greift der Controller auf freie Speicherblöcke zu, um damit zusammen mit Wear-Leveling die Schreibzugriffe zu beschleunigen und/oder defekte Speicherblöcke auszutauschen. Wie groß diese reservierte Bereich ist, hängt vom jeweiligen Controller ab, in Falle unserer beiden Intel waren es jeweils exakt 7% der Gesamtkapazität, ein durchaus üblicher Wert.




Das Sockel 1155 Testsystem (Sandy Bridge):

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Installation und Tests:

Unabhängig von den Werks Aufklebern prüften wir grundsätzlich jede SSD vor unserem Test auf die Aktualität der jeweiligen Firmware:

Intel 330 SSD Series 120GB:

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Intel 520 SSD Series 120GB:

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Beide Firmwares entsprechen vorbildlicherweise dem Aufdruck auf ihren Gehäusen und sind aktuell, auf der Intel Homepage waren zumindest bis Redaktionsschluß keine neueren Versionen erhältlich. Was den AHCI Treiber angeht, so sollte man wissen, dass der MSAHCI Treiber von Microsoft, den Windows 7 standardmäßig installiert, die Trim Funktion generell unterstützt und im Normalfall treibertechnisch völlig ausreicht. Der Intel Rapid Storage-Technologie Treiber kann dies auch, verspricht aber zusätzlich einige Prozentpunkte mehr Performance, die in der Regel bestenfalls mess-aber nicht spürbar wäre. In unserem Test haben wir die neuesten Intel Rapid Treiber trotzdem ausprobiert. Darüber hinaus auch gleich das aktuellste Bios für unser Mainboard, damit wir möglichst alle Eventualitäten im Zusammenspiel zwischen Chipsatz und SSD entsprechend berücksichtigen.
Man sollte sich aber vergegenwärtigen, dass der Rapid Treiber nicht für jede mögliche System-Konstellation eine Empfehlung darstellt und darüber hinaus ab Version 10 die LPM-Problematik auslösen kann. Installiert, eingestellt und optimiert wurde Windows 7 Ultimate 64Bit SP1 nach unserem entsprechenden Artikel:

Windows 7: FAQS und SSD Optimierungen


In dem Artikel findet ihr auch weitere FAQs zum Thema SSD !

weitere System bzw. BIOS-Einstellungen:
• C-States und Stromsparfunktionen im BIOS deaktiviert
• Internal PLL Overvoltage im BIOS deaktiviert
• LPM im Betriebssystem deaktiviert, Hot Plug Im Bios aktiviert
• Turbomodus der CPU deaktiviert
• SSD Firmware möglichst aktuell
• Verwendung von hochwertigen SATA 6Gb/s Kabeln von InLine
• Asus P8Z68 Deluxe, Bios Version 3304
• Intel Chipsatztreiber 9.3.0.1020
• Intel Rapid Treiber 11.0.0.1032

Die Stromsparmechanismen haben wir generell in jedem SSD-Test deaktiviert, damit der Intel Prozessor nicht zwischendurch auf Idee kommt, ein Nickerchen einzulegen. Übertaktungen können das Resultat beeinflussen und verfälschen, darum wurden entsprechende Einstellungen genauso wie der Turbomodus grundsätzlich deaktiviert.
Die Temperaturen der Festplatten und SSDs wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen, dazu verwendeten wir das digitale Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C). Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von Aida64 Ultimate 2.50.2018, HW Monitor 1.19 und Crystak Diskinfo 4.6.1 versucht durchzuführen, die allerdings allesamt keine realen SSD Temperaturen auslesen können, weil eine SSD in der Regel keinen entsprechenden Hardware-Sensor besitzt, auch wenn hier und dort mal etwas angezeigt wird. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Datenträger wurde ca. 15cm von der Festplatte entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät geprüft, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Jeder Datenträger wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Was den Stromverbrauch angeht, so ist dieser relativ leicht über geeignete Multimeter messbar, die wir an der 5 Volt Leitung des SATA-Interfaces angeschlossen haben.

Zur Leistungsverifizierung verwendeten wir folgende Programme und Hilfsmittel:

• ArgusMonitoring Software 2.3.01
• Harddisk Sentinel 4.0 Pro
• PC Mark Vantage HDD 1.0.2.0
• AS SSD Benchmark 1.6.4237.30508
• Crystal Diskmark 3.01
• Crystal Diskinfo 4.6.1
• ATTO Benchmark 2.46
• DriveControllerInfo 2.1.4
• Aida64 Ultimate v2.50.2018
• Intel SSD Toolbox 3.0.2
• Windows 7 Ultimate 64bit SP1, alle aktuellen Updates
• Photoshop CS3
• Office 2010 Professional SP1
• VMWare Workstation 8.0
• WinRAR 4.12

Desweiteren stoppten wir für alle Laufwerke den Bootvorgang in Sekunden, wobei wir den Zeitraum vom Erscheinen des ersten Bios Screens bis zum verfügbaren Windows Desktop gestoppt haben. Das Starten von Anwendungen ist ein weiteres wichtiges Kriterium, dafür wählten wir Photoshop CS3 aus und stoppten wiederum per Hand den Zeitraum vom Programmaufruf bis zur Sichtbarkeit eine 5MB großen Bildes.
Um eine Aussage über den Kopierzeitraum zu erhalten, wurde ein 5GB großes Image verwendet, das wir auf die jeweiligen Datenträger kopierten. Die Installationszeit eines bestimmten Medium wäre natürlich auch interessant, wobei wir auf Spiele DVDs verzichteten, da die Qualität der optischen Laufwerke eine größere Rolle spielt, als das datenempfangende Laufwerk sprich die SSD. Darum installierten wir Office 2010 SP1 von einer virtuellen Maschine (VMWare) aus und stoppten abermals die Zeit.

Beide Intel SSDs wurden direkt nach der Initialisierung, der Partitionierung und Formatierung über Acronis Disc Director 11 (build 2343) mit einem aktuellen Windows 7 SP1 Image bestückt, das neben dem Servicepack 1 und allen verfügbaren Updates auch alle aktuellen Systemtreiber enthielt. Darüber hinaus enthält das Image einige aktuelle Spiele, Office 2010 SP1 und diverse weitere Programme und Tools, so daß wir generell auf einen belegten Speicherplatz von ca. 28 bis 31% kommen, um die Vergleichbarkeit mit unseren anderen SSD-Tests sicherzustellen. Anschließend begann unsere erste synthetische Benchmarkrunde:

1. Intel 330 SSD Series 120GB:

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Nach diesem ersten Testdurchlauf wurde die Intel 330 SSD über die Secure Erase Option der Intel SSD Toolbox wieder in den Auslieferungszustand versetzt und anschließend mittels H2testw komplett mit Daten gefüllt:

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Die Daten wurden anschließend in den Papierkorb von Windows 7 transportiert und gelöscht, um den Trim Befehl auszulösen. Nach dem Löschen der Daten warteten wir die obligatorischen 5 Stunden (ein Zeitraum, den wir neuerdings in allen SSD-Tests warten) und beließen die SSD im idle Zustand, damit genug Zeit bleibt für die Rekonvaleszenz der Flash-Zellen mit Hilfe des Garbage Collection Algorithmus. So werden die frei gewordenen Blöcke gelöscht und im Idealfall die ursprüngliche Performance der SSD wiederhergestellt. Dies haben wir nun in einer weiteren Benchmark-Session überprüft:

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2. Intel 520 SSD Series 120GB:

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Nach diesem ersten Testdurchlauf wurde auch die Intel 520 SSD über die Secure Erase Option der Intel SSD Toolbox wieder in den Auslieferungszustand versetzt und anschließend über H2testw komplett mit Daten gefüllt:

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Die Daten wurden in den Papierkorb von Windows 7 transportiert und gelöscht, um den Trim Befehl auszulösen. Nach dem Löschen der Daten warteten wir die obligatorischen 5 Stunden (ein Zeitraum, den wir neuerdings in allen SSD-Tests warten) und beließen auch die Intel 520 SSD im idle Zustand, damit genug Zeit bleibt für die Rekonvaleszenz der Flash-Zellen mit Hilfe des Garbage Collection Algorithmus. So werden die frei gewordenen Blöcke gelöscht und im Idealfall die ursprüngliche Performance der SSD wiederhergestellt. Dies haben wir nun in einer weiteren Benchmark-Session überprüft:

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Unsere langen Benchmnark Sessions haben untrügerische Spuren hinterlassen, im Gegensatz zu den sequentiellen Leseraten sind die Schreibraten zwischen 20% und 30% eingebrochen, was für den Sandforce SF-2281 Controller ein typisches Verhalten darstellt. Sandforce SSDs mit asynchronem Flashspeicher brechen um die 35 bis 40% ein, Sandforce SSDs mit synchronem Flashspeicher (wie unsere beiden Intel SSDs) um die 25 bis 30% und Sandforce SSDs mit Toogle Nand Flashspeicher um die 20 bis 25%. Wer diesen Transfereinbruch egalisieren möchte, kommt um einen Secure Erase nicht herum, anschließend sollte sich die Sandforce SSD im Idealfall wieder im Auslieferungszustand befinden.

Trotzdem sollten wir nicht in den Fehler verfallen und die synthetischen Benchmarks als "Maß der Dinge" zu stilisieren. Es sind und bleiben de facto keine alltagsrelevanten Scenarien und werden es auch niemals sein. ATTO ist das Marketing-Aushängeschild für viele SSD-Hersteller insbesondere für sandforce-basierte SSDs, weil es das bestmögliche aber auch theoretischte aller Scenarien abildet, das sequentiell zu erreichen ist. ATTO testet ein Laufwerk mit Nullen, d.h in der Praxis, dass sich die Daten wunderbar komprimieren lassen. Kein Wunder also, dass die Hersteller mit sandforce-basierten SSDs diesen Benchmark bevorzugen. Der AS SSD Benchmark generiert zufällige Daten, die sich nicht komprimieren lassen, demzufolge schneiden Sandforce-SSDs entsprechend schlechter ab. AS SSD besitzt darüber hinaus aber auch eine Option zum Benchen von komprimierten Daten, so daß auch dieser Bereich inzwischen berücksichtig wurde.
HD Tune ist, wie der Name schon impliziert, nie für SSDs geschrieben worden und darum setzen wir es auch nicht mehr ein. Crystal Diskmark testet nicht nur mit Nullen, sondern über zufällige Blockgrößen, was der Realität zumindest näher kommt. Sicherlich werden einige über unsere hohen Resultate beim Kopierbenchmark vom AS SSD Tool stolpern, aber das ist schnell entschlüsselt, denn dieser Kopierbenchmark scaliert über den verbauten Arbeitsspeicher. Die in unserem Fall vorhandenen 16GB Arbeitsspeicher haben dementsprechend einen sehr hohen Anteil an dem guten Ergebnis. Kurz und knapp: je mehr Arbeitsspeicher im System steckt, desto höher sind diese Kopierwerte.
Interessant sind diese Benchmark-Tools natürlich trotzdem, weil sie jeder Anwender daheim schnell und unkompliziert ausprobieren kann. Das Problem ist dabei nur, das diesen Benchmarks sehr oft zu viel Gewicht beigemessen wird, was wiederum noch öfter dazu führt, das sich Anwender über zu langsame SSDs beklagen, die aber in der Realität gar nicht zu langsam arbeiten, auch wenn irgendwelche Tools dies optisch suggerieren. Darüber hinaus existieren selbst bei 100%ig identischen Systemen durchaus unvermeidbare und herstellungsbedingte Toleranzwerte, die bei einem Benchmark-Vergleich berücksichtigt werden müßten, was aber nur in den seltensten Fällen jemand tut. Kurzum, man sollte das Thema nicht überbewerten, sondern sich stattdessen über die SSD und ihre wahren Stärken freuen und das sind ultraschnelle Zugriffszeiten, die Fähigkeit der parallelen Abarbeitung von Eingabe/Ausgabe Operationen unter extrem hohen Transferleistungen und natürlich die Geräuscharmut, um nur einige Vorteile zu nennen. Wir können das alles gar nicht oft genug betonen, trotzdem werden sich die Anwender weiter an die Benchmarks halten und deren vermeintlich schwache Ergebnisse reklamieren, das ist so sicher wie die nächste Generation der SSDs.





Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Unsere beiden Intel SSDs zeigen an dieser durchaus sensiblen Bereich des Tests keinerlei negatiben Auffälligkeiten und reihen sich nahtlos in die Phalanx der kühlen und leisen SSDs ein. Trotzdem: eine realistische Geräuschmessung der SSDs mag unter Laborbedingungen möglich sein, unsere Messgeräte sind da völlig überfordert. Die SSDs sind aber auch objektiv nicht als Geräuschkulisse wahrnehmbar, egal ob sie nun eingebaut sind oder auf dem Schreibtisch liegen. Hin und wieder berichten Anwender von Fieb-Geräuschen der SSDs, dies konnten wir bisher nicht bestätigen. Wobei diesbezüglich in der Regel andere Verursacher wie Mainboard, Grafikkarte, Zusatzkarten, Netzteil als Verursacher in Frage kommen, zumal dort schwingende Spulen vorhanden sind. Es bietet sich aber durchaus an, C-States, C1E, EIST, Cool'n'Quiet und/oder SpeedStep, Spread Spectrums und Load Line Calibrations testweise zu deaktivieren, um der Ursache auf die Spur zu kommen.
Was unsere Festplatten in dieser Rubrik "leisten" ist unübersehbar und leider auch unüberhörbar, insbesondere die neue WD VeloCiraptor WD1000DHTZ 1000GB erreicht mit fast 2 sone eine traurige neue Bestmarke.






Wenig überraschend können die SSDs sich auch hier von ihrer besten Seite zeigen und sich somit deutlich von der HDD Konkurrenz absetzen. Für empfindliche Ohren bildet eine SSD darum derzeit das Maß der Dinge.
Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich aber auch Festplatten wie die Samsung F4 und F3 sehr respektabel und schonen die Nerven des Anwenders. Die aktuelle WD VRM200 VeloCiraptor liefert da ein recht ausgewogenes Bild im Vergleich zur ersten Raptoren Generation, deutlich hörbar ist sie aber ohne Entkoppelung trotzdem. Die Black Caviar Festplatte kann diesbezüglich kaum mithalten, zumal das Zugriffsgeknarze schon leicht nervende Tendenzen entwickelt. Die neue Western Digital VelociRaptor WD1000DHTZ orientiert sich bei den Zugriffsgeräuschen in etwa am VR200M Vorgänger, klingt aber trotzdem noch etwas kerniger.
Die Vibrationen und/oder das Dröhnen können in einem massiven (SECC 1.0) PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inklusive Dämmung nachdenken, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich aussprechen, in denen ihr auch die konkreten Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, dass das aktivierte Acoustic Managements (AAM) die dBA-Werte der HDDs im Schnitt um etwa 3 dBA senken. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit keinesfalls zu minimieren ! das nur der Vollständigkeithalber, auf SSDs trifft dies alles nicht zu.




Was die Zugriffszeiten angeht, so ergibt sich ein unverändertes Bild, die SSDs distanzieren die HDDs überdeutlich. Innerhalb der SSDs sind marginale Differenzen erkennbar, die controller-abhängig zu betrachten sind, aber kaum eine messbare geschweige denn spürbare Relevanz aufweisen und ohnehin chargenabhängig betrachtet werden müssen. Daran ändert auch die "Bestmarke" der Samsung 470 nichts, die von den SSDs mit den aktuellen Marvell Controllern (auch OCZ Vertex 4) fast erreicht wird. Die SSDs mit dem Sandforce SF-2281 Controller liegen in etwa auf einem Level, unsere beiden Intel SSDs bilden da keine Ausnahme
Nicht einmal die ultraschnelle VeloCiraptor ist der Zugriffsperformance einer SSD auch nur ansatzweise gewachsen. Dies ist auch eine der eklatantesten Bereiche, denn je nachdem wie verstreut die Daten auf der Festplatte oder SSD angeordnet sind, können sich diese Zeitunterschiede erheblich aufsummieren, so daß man auch ohne Stoppuhr oder Benchmarks den Unterschied spürt.
Bei den HDDs muß man differenzieren, hier zeigt sich sehr deutlich die Kehrseite der Ein-Platter-Technologie, denn die Zugriffszeiten korrespondieren nicht mit der durch die hohe Datendichte des einen Platters erzeugten Lese-oder Schreibperformance dieser Festplatten. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, die Minimierung der Platteranzahl ist ausschlagebend für die Verlangsamung der Zugriffszeiten. Wenn dann noch das Acoustic Management aktiviert ist, multiplizieren sich diese Werte deutlich, so daß ein Einsatz als Systemfestplatte nahezu wegfällt. Wird AAm deaktiviert, relativieren sich diese schlechten Werte wieder ein wenig. Festplatten mit mehreren Plattern arbeiten aber naturgemäß performanter, wie sich im direkten Vergleich an der Caviar Black sehr schön ablesen läßt. Eine spürbare Differenz in den Zugriffszeiten zwischen WD VeloCiraptor WD1000DHTZ 1000GB und WD VeloCiraptor VR200M 600GB sind weder darstellbar noch spürbar, was uns schon etwas überrascht hat, zumal die hinzugefügte Magnetscheibe diesbezüglich eine Verbesserung zumindest erhoffen lies.







Crystal Diskmark simuliert prinzipiell das, was auf unseren Rechnern täglich vorwiegend geschieht, nämlich das Lesen und Schreiben in unterschiedlichen Blockgrößen. Hier entscheiden die Controller eindeutig über die Performance der SSDs und es zeigt sich, das die aktuellen Controller von Marvell, Samsung und der Sandforce SF-2281 in Verbindung mit Toggle Nands ihre Hausaufgaben außerordentlich gut gemacht haben, man beachte dabei auch die 000F Firmware für die Crucial m4. Das alles wird aber nach wie vor von der Samsung 830 kontrolliert, die ihren ersten Platz locker verteidigt. Wer also viel mit sequentiellen Lese/Schreibzugriffen auf seinem System konfrontiert wird, sollte sich die Samsung 830 vormerken. Die OCZ Vertex 4 kann diesbezüglich keine besonderen Duftmarken setzen, zumindest nicht in der 128GB Testversion, das mag in größeren Kapazitätsversionen anders ausschaun
Bezüglich der Lese-und Schreibleistung bei den HDDs hat die neue Western Digital VelociRaptor WD1000DHTZ den alten Spitzenreiter VR200M relativ deutlich überflügeln können. Alle anderen Festplatten müssen sich an diesen Spitzenwerten orientieren und messen lassen, eine ernsthafte Bedrohung der VeloCiraptoren ist aber aktuell nicht in Sicht, zumindest nicht von der HDD Fraktion.




PC Mark Vantage HDD generiert aus acht unterschiedlichen Abfolgen praxisnahe Scenarien, in denen beispielsweise Spiele simuliert werden, das Importieren von Bildern, Windows Defender, das Booten und auch das Kopieren von Daten wird einbezogen. Kurzum, PC Mark Vantage HDD vollzieht eine durchaus alltagstaugliche Analyse der Systemperformance mit dem Hauptaugenmerk auf die jeweiligen Datenträger. Auch hier legen unsere SSDs die Messlatte so hoch, das die HDDs nur noch wie Statisten wirken, anders kann man diese eklatanten Unterschiede kaum umschreiben. Die VeloCiraptoren ändern an diesen Fakten auch nichts und können die Wogen bestenfalls glätten, wobei die neue Western Digital VelociRaptor WD1000DHTZ zumindest an der magischen 10.000 Punkte Marke kratzt.




Samsungs 830 SSD verteidigt auch hier ihre Spitzenposition, wobei unsere Marvell Probanden inklusive der Vertex 4, sowie die Plextor M3 und Corsair Performance Pro diesen Parcours ebenfalls ausgezeichnet absolvieren, die Sandforce SF-2281 SSDs halten unisono recht gut dagegen, wie überhaupt alle SSDs.
Aber: eine Stelle hinter dem Komma besagt beim Booten rein gar nichts. Die Bootzeitdauer ist zwar immer wieder ein gern diskutiertes Kriterium, allerdings sollte man sie auch nicht überbewerten, denn ob eine SSD nun das Betriebssytem in 25 oder 29 Sekunden (handgestoppt) bootet, ist irrelevant. Die HDDs fallen auch hier deutlich ab, wobei selbst eine knappe Minute immer noch einen überschaubaren Zeitraum darstellt, in dem niemand ein Referat schreiben könnte oder den Hund Gassi führt.
Die WD VeloCiraptor VR200M 600GB galt lange Zeit in dieser Kategorie unter den Festplatten als Maß der Dinge, dies wurde nun durch die neue WD1000DHTZ endlich übertroffen, der Abstand zu unseren SSDs kann trotzdem nicht entscheidend verkürzt werden.




Die HDDs benötigen nahezu die dreifache Zeit, um unser 5MB großes Bild in Photoshop CS3 zu laden, man darf also auch hier von einer deutlichen Zeitersparnis sprechen. Wie bei allen Messungen mit der Stoppuhr, haben wir den Mittelwert aus insgesamt 5 Versuchen gemittelt, um Fehler und Reaktionsungenauigkeiten auszugrenzen.




Auch diesen erst jüngst aufgestellten Rekord der Patriot Wildfire hat Samsungs 830er SSD übertroffen und führt in diesem Testsegment jetzt die Hitliste an, gefolgt von Patriots Wildfire. Die neue Vertex 4 sowie die Corsair Performance Pro und Plextor M3 folgen direkt dahinter, mit etwas Abstand dann noch Kingstons HyperX und die Vertex 3 von OCZ, Intels 520/330 sowie Crucials m4 SSD (mit Firmware 000F). Das bedeutet nun keineswegs, das die anderen SSDs an dieser Stelle versagen, alles unter 50 Sekunden ist eine ausgezeichnete Leistung. Die HDDs benötigten für den gleichen Vorgang mit Ausnahme der VeloCiraptoren fast die dreifache Zeit.




Unsere Installation aus einer virtuellen Maschine heraus erwies sich einmal mehr als recht praxisnah, zumal die direkte Installation von einem ROM-Laufwerk aus zu sehr von dessen Performance abhängt. Die Zeitdiskrepanzen sind zwar immer noch hoch, aber eine VeloCiraptor schlägt sich im Vergleich zu den SSDs doch recht wacker.
Viel deutlicher und wichtiger ist aber die "Multitasking Fähigkeit" der SSDs, denn während der Installation war das Weiterarbeiten mit dem System problemlos möglich, so daß wir in der Zwischenzeit an mehreren Excel Tabellen experimentieren konnten. Das wäre zwar mit den HDDs auch möglich, aber auf Grund der deutlich höheren Systemlast eben doch sehr eingeschränkt und weniger performant. Auf der anderen Seite wird hoffentlich niemand ernsthaft auf die Idee kommen, während einer Programminstallation wichtige Schreib-oder Rechenarbeiten durchzuführen, denn sollte sich die Installation aufhängen, landen die anderen Daten sehr wahrscheinlich ebenfalls im Nirvana.



Für den nun folgenden Test haben wir ein 6GB großes Windows 7 SP1 Image mit Winrar 4.12 gepackt und entpackt und den Zeitraum wiederum per Hand gestoppt (5 Durchgänge, anschließend gemittelt):


Natürlich zeigen unsere SSDs den Festplatten auch an dieser Stelle die Rücklichter, aber die Abstände werden deutlich geringer, insbesondere SSDs mit älterem Controller verfügen einfach nicht über die notwendige sequentielle Leistung, um den aktuellen SSDs Paroli zu bieten. Die Leistung beim Packen und Entpacken wird aber auch durch die Kapazität beeinflußt, wenn ihr euch also für einen Hersteller/Controller entschieden habt, dann solltet ihr die jeweilige SSD mit größerer Kapazität wählen, zumindest dann, wenn viel gepackt/entpackt wird und wenn eine hohe sequentielle Leistung eine Rolle spielt. Also im Zweifel lieber die 120/128GB Version anstatt der 60 oder 64GB Version kaufen, oder eben die 240/256GB SSD anstatt der 120/128GB Variante. Dies gilt eigentlich generell für alle Leistungstests, es fällt aber an keiner anderen Stelle so extrem ins Gewicht, wie in diesem speziellen Testbereich.



Die Ladedauer von Spiele-Leveln ist auch ein immer wieder gerne diskutiertes Thema. Ein typischer aktueller Vertreter ist Battlefield 3, das je nach Level schon einiges an Geduld abverlangen kann. Dabei sind zwei Faktoren besonders zu beachten: einerseits die Zugriffs-und Lesegeschwindigkeit der Speichermedien und andererseits die Prozessorleistung bei der Verarbeitung der geladenen Dateien. Nun ist aber durchaus nicht so, das die Spieleentwickler dies nicht wissen, darum packen sie viel vom Spiel in entsprechende Archivdateien, damit die Festplatte ihre Suchzugriffe nicht unnötig ausdehnen muß und die passenden Informationen möglichst schnell findet. Das allein reicht aber meistens nicht aus und hier kommt nun unsere SSD ins Spiel, die so eine Suche deutlich beschleunigen kann. Die traditionellen Festplatten fallen diesbezüglich deutlich ab, insofern ist eine SSD bei passendem Restsystem, viel Arbeitsspeicher und schneller CPU eine ganz klare Empfehlung für einen aktuellen Spielerechner.
Das wir trotzdem auf einen Test verzichtet und den theoretischen Aspekt dabei näher reflektiert haben, liegt in erster Linie an den fehlenden älteren SSDs, die für diesen Test nicht mehr zur Verfügung standen und ohne den direkten Vergleich ist so eine Testrubrik relativ sinnfrei. Die Performance Pro SSD von Corsair und die M3 von Plextor bewältigten beispielsweise das Laden bestimmter Battlefield 3 Level in 15 bis 20 Sekunden, wohingegen eine Western Digital VelociRaptor (egal welche Variante) dafür schon durchaus bis zu 50 Sekunden braucht. Die neue Vertex 4 von OCZ benötigte für das Laden eines Battlefield 3 Levels 19 Sekunden, unsere beiden Intel 520/330 SSDs im Schnitt bis zu 22 bis 26 Sekunden.




Das Thema Leistungsaufnahme sollte im Idealfall eigentlich zu den Schokoladenseiten einer SSD gehören. Wie wir unserer Liste entnehmen können, ist dies leider nicht unisono der Fall. Alles über 4 Watt eignet sich im Grunde schon nicht mehr für die Verwendung in einem Notebook oder Netbook. Zumindest dann nicht, wenn die Stromersparnis eine wesentliche Rolle spielt und dies tut sie, wenn wir an die Laufzeit des Akkus denken. Darum sollten die Hersteller nicht nur auf die Performancekrone hin optimieren, sondern auch den Stromverbrauch im Focus behalten, die derzeitige Entwicklung ist jedenfalls kontraproduktiv zu bewerten. Das die Samsung 830 ausgerechnet an dieser Stelle eine neue "Bestmarke" für SSDs setzt, zeigt die Denkfehler der Hersteller überdeutlich auf.
Die VeloCiraptoren glänzen in dieser Hinsicht auch nicht unbedingt mit neuen Bestmarken, aber Western Digital hat zumindest eines erreicht, die neue VelociRaptor WD1000DHTZ benötigt trotz gesteigerter Leistung weniger Strom.


Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




Fazit:

Hat Intel aufs richtige Pferd gesetzt? diese Frage ist nicht explizit in einem Satz zu beantworten, aber der Reihe nach. Zunächst einmal war es natürlich eine faustdicke Überraschnung, dass sich Intel überhaupt auf eine Liason mit den Sandforce-Controllern einläßt, deren Ruf ist per se nicht unbedingt ein Aushängeschild für Zuverlässigkeit. Um sich davon ein Bild zu machen, reicht ein Blick in die einschlägigen Hersteller Foren. Ein mögliches Indiz dafür, dass Intel die Sandforce Fallstricke besser im Griff hat als die Konkurrenz, könnten die eigenen Firmwares sein, aber um diesbezüglich eine dezidierte Aussage zu treffen fehlen entsprechende Langzeiterfahrungen. Eine gewisse Skepsis bleibt, die aus den negativen Sandforce Erfahrungen der zurückliegenden Monate resultieren. Aber möglicherweise belehrt uns Intel ja eines Besseren. Unsere drei Testwochen haben die beiden Laufwerke jedenfalls tadellos absolviert, das wollen wir dabei nicht unterschlagen.
Um dem Qualitätsanspruch von Intel gerecht zu werden, hat Intel einige Register gezogen, dazu gehören u.a. auch die ONFi-2.2-NAND Flashbausteine aus der Intel/Micron Zusammenarbeit, wobei Intel hier aber klare Grenzen gezogen hat. Die Intel 330 verfügt über ONFi-2.2-NAND Flashbausteine mit 3000 P/E Zyklen, die Intel 520 über ONFi-2.2-NAND Flashbausteine mit 5000 P/E Zyklen, was schlußendlich zumindest ansatzweise den Preisunterschied erklärt. Das Ausstattungspaket ist sehr umfangreich, solange man sich als Käufer für die Retail Versionen entscheidet. Die Bulk Varianten enthalten nur die SSDs, aber die Migrationssoftware und natürlich auch die Toolbox können auf der Intel Homepage heruntergeladen werden.
Die Geschwindigkeit der beiden SSDs ist sehr hoch, kann aber mit den aktuellen Toplaufwerken von Samsung (830) oder Corsair (Performance Pro) nicht ganz mithalten, dies gilt insbesondere für die Leseschreibraten. Die Trim-Funktion und ebenso auch Garbage Collection waren schon immer eine der Sandforce Stärken, insofern können diese Laufwerke durchaus auch für Windows XP, Vista und/oder in einem RAID-Array eine Verwendung finden. Was für die Stärken gilt, gilt gleichermaßen für die Schwächen, die sandforce-typischen Leistungseinbrüche bei nicht komprimierbaren Daten sind auch für diese Intel Laufwerke nicht wegzudiskutieren. Dazu addieren sich die ebenso typischen Leistungseinbußen nach einer gewissen Laufzeit, die aber zu gegebener Zeit durch einen entsprechenden Secure Erase abgefedert werden können.
Der Stromverbrauch fällt für unseren Geschmack (bis zu 3,71 Watt für die Intel 520) etwas zu hoch aus, da sollten maximal 3 Watt unter Last das angestrebte Ziel sein, auch wenn sich so etwas wie eine Tendenz abzeichnet, das neue SSDs nicht nur immer schneller arbeiten, sondern dabei auch mehr Strom benötigen. Es zeigt sich aber auch, das die SATA 6Gb/s Schnittstelle ob ihrer Performance ausgereizt ist und noch schnellere SSDs limitiert. SATA 12Gb/s ist nicht in Sicht und wird sehr wahrscheinlich auch nicht als Lösung in Betracht kommen, da der Aufwand zu groß wäre. Die SSD-Schnittstelle der Zukunft wird sehr wahrscheinlich PCI Express heißen und wird die Technik von PCI Express (3.0) zur Datenübertragung nutzen, die Pläne dafür liegen seit September 2011 in den Schubladen von Intel und Konsorten.
Kommen wir zur entscheidenden Frage: kaufen oder nicht kaufen?
Das Problem ist das derzeitige Preisgefüge (Intel 330: ca. 100€, Intel 520: ca. 150€), in dem selbst eine Samsung 830, eine Crucial m4 ohnehin, nur knappe 100 € kosten. Beide SSDs agieren performanter als unsere beiden Intel Testkandidaten und verfügen nach den bisherigen Erfahrungen auch über einen stabiler agierenden Controller. Das sind natürlich Argumente, die einer klaren Empfehlung unsererseits im Wege stehen. Darüber hinaus ist der Preis von derzeit 150€ für die 120GB Variante der Intel 520 einfach zu hoch angesetzt, da trocknet die 5-jährige Garantiezeit eindeutig zu wenig Tränen...
Info: Intel hat inzwischen auf die falschen Angaben in der Produktbeschreibung reagiert und bietet den Kunden eine Rückerstattung des Kaufpreises an, ein absolut faires Angebot. Da stellt sich allerdings die Frage: was wird aus der Intel 330 Serie? die SSD verfügt ebenfalls über den bewußten Sandforce SF-2281 Controller und kann somit auch keine 256-Bit-AES-Verschlüsselung zur Verfügung stellen...

Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in einer kompakten Übersicht:

Intel 330 Series 120GB SSD

Plus:
• gute Verarbeitung
• sehr gute sequentielle Transferleistungen
• befriedigende 4K-Transferleistungen
• herausragende Zugriffszeiten
• ausgezeichnete Trim-und sehr gute Garbage Collection Implementierung
• absolut Zugriffs-und Störungsgeräuschfreier Betrieb
• äußerst stoßresistente Technik
• keine mechanischen Bauteile
• geringer Platzbedarf und Gewicht
• sehr gute thermische Eigenschaften, bis 70°C belastbar
• sehr gute Ausstattung (Retailversion)
• lange Garantiezeit (3 Jahre)
• ausgezeichneter Support, eigenes Optimierungstool
• gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 107€)

Minus:
• Schreib-Transfereinbrüche bei nicht komprimierbaren Daten
• keine 256-bit AES Verschlüsselung möglich


Intel 520 Series 120GB SSD

Plus:
• sehr gute Verarbeitung
• sehr gute sequentielle Transferleistungen
• sehr gute 4K-Transferleistungen
• herausragende Zugriffszeiten
• ausgezeichnete Trim-und sehr gute Garbage Collection Implementierung
• absolut Zugriffs-und Störungsgeräuschfreier Betrieb
• äußerst stoßresistente Technik
• keine mechanischen Bauteile
• geringer Platzbedarf und Gewicht
• sehr gute thermische Eigenschaften, bis 70°C belastbar
• sehr gute Ausstattung (Retailversion)
• sehr lange Garantiezeit (5 Jahre)
• ausgezeichneter Support, eigenes Optimierungstool
• gearde noch ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 150€)

Minus:
• Schreib-Transfereinbrüche bei nicht komprimierbaren Daten
• keine 256-bit AES Verschlüsselung möglich
• etwas zu hoher Stromverbrauch unter Last





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Intel 330 Series 120GB SSD erhält den PC-Experience Technology Award in Silber




Die Intel 520 Series 120GB SSD erhält den PC-Experience Technology Award in Silber








Weiterführende Links:


Intel

Intel 330 Series bei Caseking

Intel 520 Series bei Caseking


weitere SSDs im Test bei PC-Experience.de




euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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