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Achtung Intel SSD 510 Series 120GB im Test Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Intel SSD 510 Series 120GB







Einleitung:

Viele unserer Leser werden an dieser Stelle vermutlich ein weiteres SSD Roundup erhofft haben, das ging uns nicht anders. Aber da wir nicht noch länger auf versprochene Test-Samples warten wollten, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, die neuen SSDs der nächsten Generation in Einzeltests zu maltretieren. Darüber hinaus wollten wir keine Vorserienmodelle mit Beta Firmwares begutachten, sondern das testen, was beim Händler real verkauft wird und das erfordert schon etwas mehr Geduld als normalerweise üblich. Für unsere Leser hat dies überdies den Vorteil, das es insgesamt etwas ausführlicher und weniger gerafft zur Sache geht, für uns bedeutet es allerdings deutlich mehr Aufwand.
Seis drum, der erste Kandidat stammt aus dem Hause Intel und hört auf die Bezeichnung SSD 510 Series (Codename Elmcrest), es handelt sich also um den legitimen Nachfolger der exzellenten Postville G2 Serie und zielt eindeutig auf den Konsumer Desktop Bereich ab. Intel verwendet für die bisherigen120GB/250GB Versionen diesmal erstaunlicherweise ein Fremdfabrikat als Controller (Marvell), eine SATA-3 Implementierung und in 34 nm gefertigten MLC-Speicher aus dem eigenen Regal. Was dies nun alles für den Verbraucher in der Praxis bedeutet, klären wir einmal mehr in unserem ausführlichen Review, dazu wünschen wir euch wieder viel Vergnügen...




Intel SSD 510 Series, die technischen Daten:




Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergröße zu bestimmen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.
Da es bei einer SSD keine beweglichen Teile gibt, werden andere aber sehr ähnliche Algorythmen bemüht. Bei SSDs sind beispielsweise MTBF-Werte von 2.000.000 Stunden oder mehr üblich, dies entspricht etwa 228 Jahren. Daraus kann die Wahrscheinlichkeit berechnet werden, dass es während der Nutzungsdauer zu einem Ausfall kommt. Schätzwerte für die MTBF können durch Lebensdauerversuche ermittelt werden, gegebenenfalls auch mit extremen Beanspruchungen wie beispielsweise durch Strahlung, Feuchtigkeit sowie Erschütterungen und Hitze. Solche Tests sind jedoch nicht standardisiert, also sehr theoretischer Natur.




SSDs, die technischen Fakten:

Alle Hersteller preisen ihre Solid State Disks als technisch überlegen an, sie sollen konventionelle Festplatten innerhalb der nächsten Jahre ablösen, aber ist das wirklich so einfach?
SSDs schreiben die Daten nicht auf ferromagnetische Scheiben, sondern auf Flashchips analog zu USB Sticks. Da eine SSD über keine beweglichen Bauteile verfügt, sind die Vorzüge diesbezüglich schnell zusammengetragen: es sind keine betriebsbedingten mechanischen Schäden möglich. Weitere Vorteile liegen auf der Hand: ein nahezu geräuschloser Betrieb, Shockunempfindlichkeit, minimale Wärmentwicklung. Da nicht erst ein Schreib/Lesekopf an eine bestimmte Position gefahren werden muss, sind die Daten sofort verfügbar, was in ultraschnellen Zugriffszeiten resultiert. Aber nicht nur was die lineare Transferrate angeht, haben SSDs einen prinzipiellen Vorteil gegenüber herkömmlichen Festplatten. Vor allem Zugriffe auf verstreute Daten sind ihre große Stärke. Dazu gesellt sich ein deutlich geringerer Strombedarf, was die Umwelt und den Geldbeutel schont.
Wo aber liegen die Nachteile?
dazu müssen wir etwas weiter ausholen: wie wir ja alle wissen, gehört zu den wesentlichen Eigenschaften eines Speichermediums drei entscheidende Kriterien: 1. die Speicherkapazität, 2. die Übertragungsgeschwindigkeit und 3. die Zugriffszeit. Erst nach diesen drei Aspekten listen die Hersteller die Haltbarkeit der Daten und die Kosten auf, was ja schon mal das erste Stirnrunzeln verursacht.
Davon abgesehen hängen aktuelle SSDs ihre ferromagnetischen Konkurrenten in den genannten drei Kriterien locker ab. Das beginnt bei den Übertragungsraten, wo es schnelle SSDs es auf mittlerweile 300 MByte/s und mehr bringen. Diese Werte werden von Konsumer-HDDs nicht mal ansatzweise erreicht und auch Server Festplatten müssen sich arg strecken. Wobei man auch hier unterscheiden muß, denn Festplatten erreichen ihre höchste Performance auf den äußersten Bereichen ihrer Magnetscheiben und diese Performance differiert deutlich zu den Ergebnissen auf den inneren Bereichen. In SSDs sind diese Performance Zonen gänzlich unbekannt. SSDs ziehen ihre Performance durch die Qualität des Controllers und über die Anzahl der zu verwaltenden Flashchips inklusive Cache sofern vorhanden. Grundsätzlich ist es aber so, daß der Datentransfer bis auf kleinere Amplituden nahezu gleich bleibt und auch hier muß eine HDD passen.
Ein anderes Thema ist das Schreiben von Daten, denn hier besitzen SSDs einen gravierenden Nachteil, mit denen sich wiederum HDDs nicht auseinandersetzen müssen: Festplatten beschreiben Sektoren, egal ob vorher Daten in ihnen gespeichert waren oder nicht. SSDs hingegen müssen erst mal einen Löschvorgang initiieren, wenn sie die Daten in einem Flashchip überschreiben wollen und das kostet eben Zeit. Das ist auch der Grund, warum die Schreibleistung einer SSD nicht ganz mit der Leseleistung korrespondiert. Kompensieren kann man dies zu einem kleinen Teil durch entsprechende Caches, die von den Herstellern auch eingesetzt werden. Einen anderen Ansatz verfolgt die Firma Sandforce, dessen Controller über keinen veritablen Cache verfügen. Dort wird der Zeitverlust durch die patentierte Komprimierung der Daten kompensiert. Neben einer geringeren Write-Amplification erhöht sich durch diese Komprimierung auch die Lebenserwartung des SSD-Laufwerks, da weniger Schreib-Lösch-Zyklen notwendig sind.
Dazu kommt noch die begrenzte Zahl von möglichen Schreibzugriffen auf den Flash-Speicher. Während die einzelnen Speicherpunkte auf den HDD-Scheiben in Festplatten beliebig oft gelöscht und wieder beschrieben werden können, ist die Zahl dieser Zyklen in den Flashchips begrenzt und unterliegt großen Schwankungen. Somit ist die Lebensdauer aufgrund der limitierten Anzahl von Lösch- und Schriebvorgängen begrenzt. Womit wir wieder bei der Qualität und implementierten Technik des Controllers angelangt sind, zumal nicht zuletzt er darüber entscheidet, wie die Daten auf die Speicherzellen verteilt werden. Existieren defekte Zellen, sollten diese über entsprechende Fehlerroutinen erkannt und aussortiert werden. Das klingt in der Theorie logisch und einfach zu handeln, die Praxis sieht allerdings etwas anders aus.
Aber der Controller ist nicht das alleinige Qualitätssiegel einer SSD, denn auch die Art der verwendeten Flashtechnik spielt eine entscheidene Rolle und bestimmt letzendlich die Performance und Haltbarkeit der Flashchips. Für weitere Details zum Thema SSD beachtet bitte auch unseren separaten SSD Artikel, wo es nicht nur um die richtigen Einstellungen, sondern in erster Linie um die Erklärungen der wichtigsten Grundbegriffe geht..




Ausstattung, Verarbeitung und Technik:

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Intel hat seine SSDs schon immer in einer ansehnlichen Verpackung offeriert, da könnten sich viele Konkurrenten ein Scheibchen abschneiden. Dies gilt insbesondere für den Inhalt, denn neben der SSD finden wir dort einen Einbaurahmen, eine Mini-CD mit der Installationsanleitung, Stromadapter und Datenkabel mit Sicherheitslasche, sowie die notwendigen Schrauben. Die Migrationssoftware von Acronis wurde zwar nicht auf der CD beigelegt, kann aber hier in der gewünschten Sprache direkt von Intel heruntergeladen werden. Dies gilt ebenso für die vorzügliche Intel SSD Toolbox, die auf keinem System mit Intel SSD fehlen sollte. Mit anderen Worten, Intel läßt den Anwender bei der Inbetriebnahme seiner SSD nicht allein und führt ihn nicht nur durch die Installation, sondern stellt auch die geeigneten Hilfsmittel in deutscher Sprache zur Verfügung, das ist vorbildlich.

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Mittlerweile haben die Hersteller erkannt, wie wichtig die richtigen Informationen sind und auch Intel druckt auf das große Typenschild die implementierte Firmware ab, so daß wir sofort informiert sind, wie aktuell das "Gehirn" unserer SSD upgedatet ist, was ja durchaus eine entscheidende Rolle spielen kann. Wäre das nicht der Fall, weiß der Kund dies auch und muß die SSD nicht erst umständlich in ein laufendes System hängen, um solche Informationen zu eruieren. Der Hintergrund ist mehr als einleuchtend: wer verzichtet schon gern auf ein per Firmware Update nachgereichtes elementares Feature oder beseitigte Bugs?
Die Verabeitung des 510er Gehäuses ist absolut makellos Die Anschlußports für Sata und Strom wurden allesamt sehr sauber ins Gehäuse integriert und auf der Rückseite erkennen wir die notwendigen Bohrungen zur späteren Verschraubung in unsere Rechner. 79 Gramm Gewicht dürften keinen 2,5" Laufwerksschacht über Gebühr belasten, da sind unsere herkömmlichen Festplatten etwa 4 bis 5x so schwer.
Im letzten Bild sehen wir ein passendes SATA-3 Kabel mit Sicherheitslasche. Tut euch und euren Nerven einen Gefallen und verwendet nach Möglichkeit keine anderen Verkabelungen mehr. Wir haben es in vielen Praxis-Tests oft genug erlebt, das sich die Kabel ohne Sicherheitslaschen sehr oft aus den Ports heraus wackeln, dazu ist weder sonderlich viel Kraft noch ein besonderes Talent nötig, es passiert einfach und dann geht die Sucherei nach der Ursache los...

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Die Intel SSD der 510 Serie verfügt über den modifizierten Marvell 88SS9174-BKK2 8-Kanal-Controller, den auch die neue Crucial m4, die Corsair P3 und auch die Plextor M2S verwenden. Selbstverständlich verwendet Intel eine eigene Firmware, über die sich Intel eine deutliche Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz erhofft.
Darüber hinaus setzt Intel auf eigene Flashbausteine in Nand Flash MLC (34nm) Technik, wohingegen Crucial bereits 25nm Fertigung verwendet. Warum Intel noch auf 34nm baut, hat sicherlich einige Gründe, der Hauptgrund wird aber sein, das es im Zuge der Fertigungs-Minimierung einige Probleme gab, die Intel nicht an die Kunden weiterreichen wollte. Außerdem ermöglicht die 34nm Fertigung im Vergleich eine höhere Lebenserwartung der Flash Bausteine.
Auf der feuerfesten FR4 Platine mit vorzüglicher Lötqualität sitzen auf jeder Seite der Platine jeweils acht NAND Bausteine (Intel 29F64G08CAMDD), die durch einen 128MB SDRAM Cachechip von Hynix als Datenpuffer unterstützt werden, die Postville G2 hatte diesbezüglich nur 32MB zur Verfügung.
Trim Unterstützung, Garbage Collection, Wear-Leveling sowie eine möglichst geringe Over-Provisioning oder auch Spare Area von 3,4% sind die weiteren technischen Feature der Intel SSD, wobei diese Auflistung mittlerweile fast schon zum SSD Standard gerechnet werden darf. Die Spare Area oder auch Over-Provisioning ist ein Teil des Flash Speichers, der exclusiv für den Controller reserviert ist und das nicht ohne Grund. Aus diesem Bereich greift der Controller auf freie Speicherblöcke zu, um damit zusammen mit Wear-Leveling die Schreibzugriffe zu beschleunigen und/oder defekte Speicherblöcke auszutauschen. Wie groß diese reservierte Bereich ist, hängt vom jeweiligen Controller ab.
Die Integration der SATA3 Schnittstelle war überfällig, wobei zu berücksichtigen ist, das wirklich performante native unterstützte SATA3 Schnittstellen erst mit dem Sockel 1155 von Intel und AMDs Southbridge 850 nennenswert in Erscheinung getreten sind. Die bisherigen separaten SATA3 Controller z.B. von Marvell fallen im Performance Vergleich deutlich ab.
Noch ein paar Anmerkungen zum Thema MLC:
Zur Zeit existieren zwei verschiedene Arten von NAND-Flash-Chips: SLC- (Single Level Cell) und MLC- (Multi Level Cell) NAND-Flash-Chips. Im Gegensatz zu den SLC Flash-Chips, die 1 Bit pro Zelle abspeichern, sind MLC Flash-Chips in der Lage, 2 Bit pro Speicherzelle abzuspeichern. MLC NAND-Flash Chips können somit die doppelte Menge an Daten speichern bei gleicher Größe. Durch diese Art der Datenspeicherung sind MLC Flash-Chips im Gegensatz zu SLC Flash Chips aber auch etwas langsamer, erreichen maximal 20.000 bis 30.000 Schreib-/Löschzyklen und verbrauchen mehr Strom. Single-Level-Cell-(SLC-)Bauelemente hingegen sind nicht in der Regel nicht nur schneller als MLC-Chips, sondern verkraften üblicherweise auch bis zu 100.000 Schreib-/Löschzyklen. Allerdings brauchen sie ein Mehrfaches der Siliziumfläche von MLC-Chips und sind dementsprechend wesentlich teurer.
Ganz neu sind eMLC (Enterprise MLC) NAND Flashchips, die sich durch eine längere Haltbarkeit und höhere IOPS-Werte gegenüber herkömmlichen MLC-Chips auszeichnen sollen. Die neuen SSDs sollten dies bereits mitbringen, bisher ist davon allerdings herzlich wenig zu sehen, möglicherweise bleibt eMLC aber auch zunächst dem Enterprise Geschäft vorbehalten.




Das Sockel 1155 Testsystem:

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Installation und Tests:

Vor dem eigentlichen Test prüfen wir natürlich, ob ein Firmware Update für den jeweiligen Testkandidaten existiert, bei unserer Intel 510 war dies definitiv nicht der Fall. Was den AHCI Treiber angeht, so sollte man wissen, das der MSAHCI Treiber von Microsoft, den Windows 7 standardmäßig installiert, die Trim Funktion generell unterstützt ! Der Intel Rapid Storage-Technologie Treiber kann dies auch, die Performance Unterschiede im Vergleich zum Microsoft MSAHCI-Treiber sind allerdings nicht all zu groß, so daß wir auf Nummer Sicher gingen, zumal der Rapid Treiber nicht für jede mögliche System Konstellation eine Empfehlung darstellt und darüber hinaus ab Version 10 die LPM-Problematik auslösen kann. Installiert, eingestellt und optimiert wurde Windows 7 Ultimate 64Bit SP1 nach unserem entsprechenden Artikel:



Windows 7: FAQS und SSD Optimierungen


In dem Artikel findet ihr auch weitere FAQs zum Thema SSD !

weitere System bzw. BIOS-Einstellungen:
1. C-States und Stromsparfunktionen im BIOS deaktiviert
2. LPM im Betriebssystem deaktiviert
3. Turbomodus der CPU deaktiviert
3. SSD Firmware möglichst aktuell

Alle Messungen/Benchmarks wurden dreimal durchgeführt, wobei nach dem ersten Durchlauf die SSD per Secure Erase komplett in den Auslieferungszustand versetzt wird. Nach dem zweiten Durchlauf wird die SSD komplett mit Daten gefüllt, die dann in den Papierkorb wandern, um die Trim Funktion auszulösen. Nach etwa 20 Minuten ohne Aktion am System sollte Trim erfolgt sein und unsere dritte Benchmarkrunde kann beginnen. So können wir mögliche Leistungseinbrüche nachweisen.
Die Temperaturen der Festplatten und SSDs wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen, dazu verwendeten wir das digitale Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C). Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von Aida64 Ultimate 1.70.1412, HW Monitor 1.17 versucht durchzuführen, die allerdings allesamt keine SSD Temperaturen auslesen können, weil eine SSD in der Regel keinen entsprechenden Hardware-Sensor besitzt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Festplatten wurde ca. 15cm von der Festplatte entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät geprüft, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Jeder Datenträger wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Zur Leistungsverifizierung verwendeten wir folgende Programme und Hilfsmittel:

1. PC Mark Vantage HDD 1.0.2.0
2. AS SSD Benchmark 1.6.4067
3. Crystal Diskmark 3.01
4. Crystal Diskinfo 4.0.0
5. HD Tune Pro 3.50
6. ATTO Benchmark 2.46
7. DriveControllerInfo 2.1.4
8. Aida64 Ultimate 1.70.1412
9. Intel SSD Toolbox 2.0.2
10. Windows 7 Ultimate 64bit SP1
11. Photoshop CS3
12. Office 2010 Professional
13. VMWare

Desweiteren stoppten wir für alle Laufwerke den Bootvorgang in Sekunden, wobei wir den Zeitraum vom Erscheinen des ersten Bios Screens bis zum verfügbaren Windows Desktop gestoppt haben. Das Starten von Anwendungen ist ein weiteres wichtiges Kriterium, dafür wählten wir Photoshop CS3 aus und stoppten den Zeitraum vom Programmaufruf bis zur Sichtbarkeit eine 5MB großen Bildes.
Um eine Aussage über den Kopierzeitraum zu erhalten, wurde ein 5GB großes Image verwendet, das wir auf die jeweiligen Datenträger kopierten. Die Installationszeit eines bestimmten Medium wäre natürlich auch interessant, wobei wir auf Spiele DVDs verzichteten, da die Qualität der optischen Laufwerke eine größere Rolle spielt, als das datenempfangende Laufwerk. Darum installierten wir Office 2010 von einer virtuellen Maschine (VMWare) aus und stoppten wiederum die Zeit.



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Das überarbeitete Intel SSD Tool arbeitet auch mit der neuen Intel 510 SSD hervorragend zusammen und erhält von uns eine uneingeschränkte Empfehlung. Nicht nur weil es sehr viele Daten liefert, sondern weil es sehr variable Möglichkeiten bietet. Darüber hinaus ist in der neuen Version 2.0 inzwischen auch ein Secure-Erase-Befehl vorhanden, um die SSD in den Auslieferungszustand zu versetzen (nicht wenn die SSD als Bootlaufwerk installiert ist). Neu ist auch, das so wichtige abzuschaltende Einstellungen wie Superfetch, Prefetch und die Defragmentierung überprüft werden können.
Man sollte die synthetischen Benchmarks grundsätzlich nicht auf ein Podest heben, auf denen sie nichts zu suchen haben, es sind keine alltagsrelevanten Scenarien und werden es auch niemals sein. Interessant ist es natürlich trotzdem, weil sie jeder Anwender daheim schnell und unkompliziert nachstellen kann, wobei dann aber meistens die reale Vergleichbarkeit der Systeme vergessen wird.




Temperaturen und Lautheit
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Corsair Force 120 120GB 22,4°C 26,6°C nicht messbar nicht messbar
Corsair P128 128GB 22,7°C 26,9°C nicht messbar nicht messbar
Crucial C300 120GB 22,2°C 26,5°C nicht messbar nicht messbar
Intel X25-M G2 Postville 23,3°C 26,1°C nicht messbar nicht messbar
Intel SSD 510 Series 120GB 23,7°C 26,4°C nicht messbar nicht messbar
Mach Extreme DS Serie 100GB 22,8°C 25,9°C nicht messbar nicht messbar
Mushkin IO-Series 128GB 22,4°C 25,7°C nicht messbar nicht messbar
OCZ Vertex 2 100GB 21,8°C 24,9°C nicht messbar nicht messbar
Samsung 470 120GB 21,9°C 25,3°C nicht messbar nicht messbar
Super Talent Ultradrive GX 64GB 23,2°C 26,7°C nicht messbar nicht messbar
Samsung F4 HD322GJ 27,5°C 31,5°C 24 dBA (0,5 sone) 27 dBA (0,8 sone)
Samsung F3 HD502HJ 29,4°C 32,7°C 25 dBA (0,6 sone) 28 dBA (0,9 sone)
WD Caviar Black 500GB 27,8°C 34,9°C 26 dBA (0,7 sone) 30,5 dBA (1,1 sone)
WD VeloCiraptor 300GB 26,4°C 37,3°C 25,5 dBA (0,6 sone) 31,5 dBA (1,2 sone)

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Alle SSD-Testprobanden zeigen keine temperaturtechnischen Ausreisser, lediglich das sehr massive OCZ Aluminium-Gehäuse und die Samsung 470 tendieren zu minimal geringeren Temperaturen, die im Vergleich aber trotzdem zu vernachlässigen wären, da sie fast in den Breich der Messtoleranzen fallen. Ihre HDD Pendents werden insbesondere unter Last deutlich wärmer, aber auch das bleibt überschaubar, solange man sie in einen aktiven Kühlkreislauf eines PC-Gehäuses einbindet.
Eine realistische Geräuschmessung der SSDs mag unter Laborbedingungen möglich sein, unsere Messgeräte sind da völlig überfordert. Die SSDs sind aber auch objektiv nicht als Geräuschkulisse wahrnehmbar, egal ob sie nun eingebaut sind oder auf dem Schreibtisch liegen.
Die aktuelle Samsung F4 weißt eine sehr ähnliche Geräuschcharakteristik wie die F1 oder F3 mit ebenfalls einem Platter auf und agiert sehr leise. Die alte Raptoren Generation war ohne Entkoppelung und Dämmung kaum zu ertragen. Die neuere VeloCiraptor Generation arbeitet dagegen etwas leiser, sollte aber trotzdem zumindest entkoppelt verbaut werden. Selbiges gilt auch für die Black Caviar mit zwei Plattern, die zudem beim Zugriff deutlich knarzt.



subjektiver Höreindruck Vibrationen
Höreindruck
Corsair Force 120 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Corsair P128 128GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Crucial C300 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Intel X25-M G2 Postville keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Intel SSD 510 Series 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Mach Extreme DS Serie 100GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Mushkin IO-Series 128GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
OCZ Vertex 2 100GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Samsung 470 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Super Talent Ultradrive GX64GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Samsung F4 HD322GJ minimale Vibrationen, kann muß aber nicht zwangsweise entkoppelt werden
Samsung F3 HD502HJ minimale Vibrationen, kann muß aber nicht zwangsweise entkoppelt werden
WD Caviar Black 500GB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
WD VeloCiraptor 300GB erträgliche Vibrationen, sollte aber entkoppelt werden


subjektiver Höreindruck Zugriffsgeräusch
Höreindruck
Corsair Force 120 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Corsair P128 128GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Crucial C300 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Intel X25-M G2 Postville absolut keine Zugriffsgeräusche
Intel SSD 510 Series 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Mach Extreme 100GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Mushkin IO-Series 128GB absolut keine Zugriffsgeräusche
OCZ Vertex 2 100GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Samsung 470 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Super Talent Ultradrive GX 64GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Samsung F4 HD322GJ minimale kaum störende Zugriffsgeräusche
Samsung F3 HD502HJ minimale kaum störende Zugriffsgeräusche
WD Caviar Black 500GB noch erträgliche Zugriffsgeräusche
WD VeloCiraptor 300GB noch erträgliche Zugriffsgeräusche

Wenig überraschend können die SSDs sich auch hier von ihrer besten Seite zeigen und sich somit deutlich von der HDD Konkurrenz absetzen. Für empfindliche Ohren gibt es darum absolut keine Alternative zu einer SSD.
Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich die Samsung F4 und F3 sehr respektabel und schonen die Nerven des Anwenders. Die aktuelle WD VeloCiraptor liefert da ein recht ausgewogenes Bild im Vergleich zur ersten Raptoren Generation, deutlich hörbar ist sie aber ohne Entkoppelung trotzdem. Die Black Caviar Festplatte kann diesbezüglich kaum mithalten, zumal das Zugriffsgeknarze schon leicht nervende Tendenzen entwickelt.
Die Vibrationen/Dröhnen können in einem massiven (SECC 1.0) PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inclusive Dämmung nachdenken, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich aussprechen, in denen ihr auch die konkreten Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, dass das aktivierte Acoustic Managements (AAM) die dBA-Werte der HDDs im Schnitt um etwa 3 dBA senken. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit keinesfalls zu minimieren ! das nur der Vollständigkeithalber, auf SSDs trifft dies alles nicht zu.



Die Ø Zugriffszeiten, AS SSD Benchmark, AHCI Interface
Ø Zugriff in Millisekunden
Corsair Force 120 120GB 0,111 ms
Corsair P128 128GB 0,107 ms
Crucial C300 120GB 0,112 ms
Intel X25-M G2 Postville 0,106 ms
Intel SSD 510 Series 120GB 0,104 ms
Mach Extreme DS Serie 100GB 0,110 ms
Mushkin IO-Series 128GB 0,107 ms
OCZ Vertex 2 100GB 0,110 ms
Samsung 470 120GB 0,102 ms
Super Talent Ultradrive GX 64GB 0,109 ms
Samsung F4 HD322GJ 13,5 ms
Samsung F3 HD502HJ 14,5 ms
WD Caviar Black 500GB 11,9 ms
WD VeloCiraptor 300GB 7,1 ms

Bezüglich der Zugriffszeiten ergibt sich ein unverändertes Bild, die SSDs distanzieren die HDDs überdeutlich. Innerhalb der SSDs sind marginale Differenzen erkennbar, die controller-abhängig zu betrachten sind, aber kaum eine messbare geschweige denn spürbare Relevanz aufweisen. Daran ändert auch die "Bestmarke" der Samsung 470 nichts, die von Intels neuer 510 SSD fast erreicht wird. Nicht einmal die ultraschnelle VeloCiraptor ist der Zugriffsperformance einer SSD auch nur ansatzweise gewachsen. Dies ist auch eine der eklatantesten Bereiche, denn je nachdem wie verstreut die Daten auf der Festplatte oder SSD angeordnet sind, können sich diese Zeitunterschiede erheblich aufsummieren, so daß man auch ohne Stoppuhr oder Benchmarks den Unterschied spürt.
Bei den HDDs muß man differenzieren, hier zeigt sich sehr deutlich die Kehrseite der Ein-Platter-Technologie, denn die Zugriffszeiten korrespondieren nicht mit der durch die hohe Datendichte des einen Platters erzeugten Lese-oder Schreibperformance dieser Festplatten. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, die Minimierung der Platteranzahl ist ausschlagebend für die Verlangsamung der Zugriffszeiten. Wenn dann noch das Acoustic Management aktiviert ist, multiplizieren sich diese Werte deutlich, so daß ein Einsatz als Systemfestplatte nahezu wegfällt. Wird AAm deaktiviert, relativieren sich diese schlechten Werte wieder ein wenig. Festplatten mit mehreren Plattern arbeiten aber naturgemäß performanter, wie sich im direkten Vergleich an der Caviar Black sehr schön ablesen läßt.



CrystalDiskMark, minimale/maximale seq. Lese-Transferraten in MB/sec. AHCI Interface
minimale Lese-Transferraten
maximale Lese-Transferraten
Corsair Force 120 120GB 219,7 MB/sec. 231,3 MB/sec.
Corsair P128 128GB 204,7 MB/sec. 211,1 MB/sec.
Crucial C300 120GB 311,6 MB/sec. 331,4 MB/sec.
Intel X25-M G2 Postville 221,3 MB/sec. 228,9 MB/sec.
Intel SSD 510 Series 120GB 349,6 MB/sec. 375,7 MB/sec.
Mach Extreme DS Serie 100GB 213,7 MB/sec. 224,1 MB/sec.
Mushkin IO-Series 128GB 216,6 MB/sec. 221,7 MB/sec.
OCZ Vertex 2 100GB 211,8 MB/sec. 220,5 MB/sec.
Samsung 470 120GB 247,8 MB/sec. 256,4 MB/sec.
Super Talent Ultradrive GX 64GB 203,1 MB/sec. 212,6 MB/sec.
Samsung F4 HD322GJ 320GB 65,2 MB/sec. 102,6 MB/sec.
Samsung F3 HD502HJ 500GB 63,7 MB/sec. 101,1 MB/sec.
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 65,6 MB/sec. 103,9 MB/sec.
WD VeloCiraptor 300GB 85,8 MB/sec. 124,3 MB/sec.



CrystalDiskMark, minimale/maximale seq. Schreib-Transferraten in MB/sec. AHCI Interface
minimale Schreib-Transferraten
maximale Schreib-Transferraten
Corsair Force 120 120GB 148,2 MB/sec. 156,6 MB/sec.
Corsair P128 128GB 146,7 MB/sec. 149,8 MB/sec.
Crucial C300 120GB 155,8 MB/sec. 159,3 MB/sec.
Intel X25-M G2 Postville 111,4 MB/sec. 118,7 MB/sec.
Intel SSD 510 Series 120GB 197,3 MB/sec. 202,0 MB/sec.
Mach Extreme DS Serie 100GB 143,6 MB/sec. 150,2 MB/sec.
Mushkin IO-Series 128GB 176,6 MB/sec. 181,7 MB/sec.
OCZ Vertex 2 100GB 144,5 MB/sec. 151,7 MB/sec.
Samsung 470 120GB 249,3 MB/sec. 253,8 MB/sec.
Super Talent Ultradrive GX 64GB 128,8 MB/sec. 139,7 MB/sec.
Samsung F4 HD322GJ 320GB 61,1 MB/sec. 99,8 MB/sec.
Samsung F3 HD502HJ 500GB 61,5 MB/sec. 98,7 MB/sec.
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 63,9 MB/sec. 97,6 MB/sec.
WD VeloCiraptor 300GB 83,4 MB/sec. 119,8 MB/sec.

Crystal Diskmark simuliert das, was auf unseren Rechnern täglich vorwiegend geschieht, nämlich das Lesen und Schreiben in unterschiedlichen Blockgrößen. Hier entscheiden die Controller eindeutig über die Performance der SSDs und es zeigt sich, das die neuen Controller von Marvell und Samsung ihre Hausaufgaben außerdordentlich gut gemacht haben.
Die neue Intel 510 Serie setzt sich beim sequentiellen Lesen an die Spitze und löst den alten Spitzenreiter Crucual C300 ab. Beim sequentiellen Schreiben reicht es immerhin noch zum zweiten Platz hinter der Samsung 470. Spürbar sind diese Benchmark Diskrepanzen in der realen Praxis allerdings kaum, diese Illusion wollen wir darum gar nicht erst erzeugen. Bezüglich der Lese-und Schreibleistung bei den HDDs stellt die VeloCiraptor von Western Digital nach wie vor das Mass der Dinge dar, da können auch die neuen Einplatter-Festplatten nicht im entferntesten dran klingeln, aber das hat wohl auch niemand ernsthaft erwartet.



PC Mark Vantage HDD, HDD Score, AHCI Interface
erreichte Gesamtpunktzahl
Corsair Force 120 120GB 33667
Corsair P128 128GB 31574
Crucial C300 120GB 34488
Intel X25-M G2 Postville 33777
Intel SSD 510 Series 120GB 39921
Mach Extreme DS Serie 100GB 32437
Mushkin IO-Series 128GB 32988
OCZ Vertex 2 100GB 33233
Samsung 470 120GB 34215
Super Talent Ultradrive GX 64GB 31952
Samsung F4 HD322GJ 320GB 2954
Samsung F3 HD502HJ 500GB 2893
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 3102
WD VeloCiraptor 300GB 5755

PC Mark Vantage HDD generiert aus acht unterschiedlichen Abfolgen praxisnahe Scenarien, in denen beispielsweise Spiele simuliert werden, das Importieren von Bildern, Windows Defender, das Booten und auch das Kopieren von Daten wird einbezogen. Kurzum, PC Mark Vantage HDD vollzieht eine durchaus alltagstaugliche Analyse der Systemperformance mit dem Hauptaugenmerk auf die jeweiligen Datenträger. Auch hier legen unsere SSDs die Messlatte so hoch, das die HDDs nur noch wie Statisten wirken, anders kann man die Diskrepanz kaum umschreiben.



Bootzeit, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 27,9 sec
Corsair P128 128GB 29,6 sec
Crucial C300 120GB 26,6 sec
Intel X25-M G2 Postville 28,7 sec
Intel SSD 510 Series 120GB 24,9 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 28,7 sec
Mushkin IO-Series 128GB 28,4 sec
OCZ Vertex 2 120GB 28,2 sec
Samsung 470 120GB 27,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 29,2 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 62,4 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 62,9 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 61,2 sec
WD VeloCiraptor 300GB 54,3 sec

Die Bootzeitdauer ist zwar immer wieder ein gern diskutiertes Kriterium, allerdings sollte man sie auch nicht überbewerten, denn ob eine SSD nun das Betriebssytem in 27 oder 28 Sekunden (handgestoppt) bootet, ist irrelevant. Die HDDs fallen auch hier deutlich ab, wobei eine knappe Minute immer noch einen überschaubaren Zeitraum darstellt, in dem niemand ein Referat schreiben könnte.



Photoshop CS3 Anwendungsstart (incl. 5MB Bild), AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 3,4 sec
Corsair P128 128GB 3,6 sec
Crucial C300 120GB 3,2 sec
Intel X25-M G2 Postville 3,5 sec
Intel SSD 510 Series 120GB 3,3 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 3,6 sec
Mushkin IO-Series 128GB 3,4 sec
OCZ Vertex 2 100GB 3,5 sec
Samsung 470 120GB 4,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 3,6 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 13,1 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 13,2 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 12,8 sec
WD VeloCiraptor 300GB 11,3 sec

Die HDDs benötigen nahezu die dreifache Zeit, um unser 5MB großes Bild in Photoshop CS3 zu laden, man darf also auch hier von einer deutlichen Zeitersparnis sprechen. Wie bei allen Messungen mit der Stoppuhr, haben wir den Mittelwert aus insgesamt 5 Versuchen gemittelt, um Fehler und Reaktionsungenauigkeiten auszugrenzen.



Kopierzeitraum 5GB Image, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 40,9 sec
Corsair P128 128GB 44,7 sec
Crucial C300 120GB 39,1 sec
Intel X25-M G2 Postville 47,3 sec
Intel SSD 510 Series 120GB 39,8 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 41,2 sec
Mushkin IO-Series 128GB 41,1 sec
OCZ Vertex 2 100GB 41,3 sec
Samsung 470 120GB 42,9 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 47,8 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 132,2 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 133,8 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 131,7 sec
WD VeloCiraptor 300GB 85,6 sec

In diesem Scenario halten die Crucial C300 gefolgt von der Intel 510 die Konkurrenz gekonnt in Schach, die SSDs mit dem Sandforce Controller halten aber gut dagegen. Das bedeutet nun nicht, das die anderen SSDs an dieser Stelle versagen, alles unter 50 Sekunden ist eine ausgezeichnete Leistung. Die HDDs benötigten für den gleichen Vorgang mit Ausnahme der VeloCiraptor die dreifache Zeit.



Installationszeit Office 2010, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 136,4 sec
Corsair P128 128GB 139,8 sec
Crucial C300 120GB 142,6 sec
Intel X25-M G2 Postville 144,3 sec
Intel SSD 510 Series 120GB 131,7 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 141,4 sec
Mushkin IO-Series 128GB 148,6 sec
OCZ Vertex 2 100GB 139,2 sec
Samsung 470 120GB 127,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 149,7 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 257,8 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 260,2 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 251,7 sec
WD VeloCiraptor 300GB 189,9 sec

Unsere Installation aus einer virtuellen Maschine heraus erwies sich als recht praxisnah, zumal die direkte Installation von einem ROM-Laufwerk aus zu sehr von dessen Performance abhängt. Die Zeitdiskrepanzen sind zwar immer noch hoch, aber eine VeloCiraptor schlägt sich im Vergleich zu den SSDs doch recht wacker.
Viel deutlich ist aber die "Multitasking Fähigkeit" der SSDs, denn während der Installation war das Weiterarbeiten mit dem System problemlos möglich, so daß wir in der Zwischenzeit an zwei Excel Tabellen experimentieren konnten. Das wäre zwar mit den HDDs auch möglich, aber auf Grund der deutlich höheren Systemlast eben doch sehr eingeschränkt und weniger performant. Auf der anderen Seite wird hoffentlich niemand ernsthaft auf die Idee kommen, während einer Programminstallation wichtige Schreib-oder Rechenarbeiten durchzuführen, denn sollte sich die Installation aufhängen, landen die anderen Daten sehr wahrscheinlich ebenfalls im Nirvana.


Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




Fazit:

Intel hat unserer Meinung nach fast alles richtig gemacht, sie verzichteten auf die 25nm Fertigung und beschritten den traditionell sicheren Weg, was sich ja auch schon in der Vergangenheit durch kaum nenneswerte Ausfälle ihrer SSDs widergespiegelt hat. Performance ist eben nicht alles, das Ganze soll auch dauerhaft funktionieren und nicht nur für drei oder vier Benchmarks. Intel wird über kurz oder lang auch die 25nm Fertigung einsetzen, das ist nur eine Frage der Zeit, aber vermutlich auch zunächst einmal abwarten, inwieweit sich diese Fertigung auf die Dauerhaltbarkeit auswirkt. Schnell ist die neue Intel 510 natürlich auch und übertrifft diesbezüglich vor allem im sequenziellen Bereich den Vorgänger teilweise deutlich. Was die Kompatibilität und Zuverlässigkeit angeht, war Intel schon immer eine Bank, auch wenn dieser Vergleich in der heutigen Zeit vielleicht schon leicht zynische Tendenzen aufweist. Unsere Erfahrung spiegelt dies aber auch wider, keine SSD läßt sich so leicht und unproblematisch in ein bestehendes System integrieren. Die Trim Funktion ist zu jeder Zeit ohne Leistungseinbußen gewährleistet, Garbage Collection funktioniert tadellos und alle anderen wichtigen SSD Faktoren finden eine entsprechende Berücksichtigung respektive Implementierung.
Aber greifen wir noch einmal ein paar grundsätzliche Aspekte auf:
was hat zuletzt auf eurem System nach einer Hardware Aufrüstung einen objektiv spürbaren Performance Schub erbracht? der Wechsel vom Core i7-920 auf einen i7-960? wohl kaum...der Austausch einer HD4870 auf eine HD5870? ebenso wenig, der spürbare Zugewinn spielt sich im Grunde nur in den einschlägigen Benchmark Programmen ab und auf dem Konto eures Händlers...
Hier erwirtschaftet die SSD eine wohltuende Ausnahme und ihr ganzes Potential, denn deren Einsatz spiegelt sich nicht nur in praxisfernen synthetischen Benchmarks wieder, sondern auch in der nachvollziehbaren und spürbaren Realität. Der Rechner bootet deutlich schneller, die Installation einer Applikation wird nicht länger zu einem Geduldsspiel und unser PC-Arbeitsalltag inklusive parallelem Datentransfer erhält einen nachvollziehbaren Schub.
Das sind beileibe nicht die einzigen Vorteile dieser Technik, der Einsatz in einem Notebook gehört sicherlich auch zu den Paradedisziplinen einer SSD, da sie auf Grund ihrer Robustheit und relativen Stoßunempfindlichkeit (1500 G zu 60 G einer HDD) einige Vorteile im Vergleich zu den ferromagnetischen Festplatten aufweisen. Überbewerten sollte man diesen Aspekt allerdings auch nicht, denn wenn das Notebook aus großer Höhe auf dem Boden aufschlägt, nützt es zunächst wenig, das die SSD überlebt hat, während das Notebook nach dem Crash nicht mehr startet. Dazu gesellt sich neben der schieren Performance natürlich auch der geringere Stromverbrauch und die damit verbundene Schonung des Akkus, auch wenn Intels neue 510 Serie diesbezüglich leider etwas schwächelte.
Um die Transferleistungen der neuen Intel Generation auszunutzen sind aber native SATA3 Anbindungen auf dem Mainboard oberstes Gebot, darum empfehlen wir den Einsatz auf einer P67/H67 oder Z68 Plattform von Intel, die dieses Feature bereits integriert vorweisen können. Wo Intel-Konsumer-SSDs immer noch Defizite aufweist, ist die vergleichbar schwache 4-K Transferleistung, die ja auch schon bei der G2 Postville bemängelt wurde. Auf der anderen Seite sind solche speziellen Anwendungsscenarien auf einem Desktop System eher zweitrangig, da vor allem für den Serverbereich relevant und explizit dafür wurde auch die 510 Serie nicht konzipiert. Ausgeglichen wird dieses verkraftbare Manko durch das schnörkellose Zubehörpaket, in dem es wirklich an nichts fehlt und das allein für sich betrachtet schon ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Man denke nur an die Migrationssoftware und die vorzügliche SSD-Toolbox, insofern geht auch die aktuelle Martkpreis durchaus in Ordnung.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in einer kompakten Übersicht:

Plus:
• hochwertige und massive Verarbeitung
• ausgezeichnete sequentielle Transferleistungen (optimiert für SATA3)
• herausragende Zugriffszeiten
• ausgezeichnete Trim-und Garbage Collection Implementierung
• absolut Zugriffs-und Störungsgeräuschfreier Betrieb
• äußerst stoßresistente Technik
• keine mechanischen Bauteile
• geringer Platzbedarf und Gewicht
• ausgezeichnetes Zubehörpaket und Zusatztools
• exzellente thermische Eigenschaften, bis 70°C belastbar
• noch ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 220€)
• lange Garantiezeit (3 Jahre), deutscher Support

Minus:
• 4K-Performance verbesserungsbedürftig
• Stromverbrauch etwas zu hoch

Nach diesem ersten Test der neuen SSD Generation 2011 steht natürlich die Konkurrenz bereits startklar in der Aufwärmzone bereit, insofern dürfen sich unsere Leser schon auf die nächsten SSD-Tests freuen, wo wir SSDs mit dem neuen Sandforce SF- 2281 beleuchten werden und eine weitere SSD mit dem überarbeiten Marvell Controller von Crucial aufs Silizium schauen, also: stay tuned...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Intel SSD 510 Series 120GB erhält den PC-Experience Technology Award in Gold









Weiterführende Links:


Intel SSD 120GB bei Caseking




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