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Scythe Zipang CPU-Kühler






Einleitung:

Bei einem Rundgang auf den letzten Messen dürfte sicherlich auch der neue Hybridkühler von Scythe aufgefallen sein, der Zipang getauft wurde. Dieser Kühler sollte auf grund seiner schieren Größe und Konzeptionierung ein gehöriges Wörtchen mitreden, wenn es darum geht, dem doch etwas festgefahren Hybrid Segment wieder eine wohldosierte Prise Leben einzuhauchen.
Ausgestattet wurde der Bolide mit der neuen Uneven Parallel Heatpipe Construction, die über eine e-förmige Anordnung (sonst U-Form) der Heatpipes die aufgenommene Prozessorabwärme in beiden Richtungen der Heatpipes an die großflächigen Aluminiumlamellen weiterleitet. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch einen 140mm Lüfter, der mit seiner Werksangabe von 1000 U/min das Ganze möglichst leise und unauffällig realisieren soll.
Ob diese Kühler-Lüfter Komposition wirklich erfolgreich ist und auch die Konkurrenz aus dem eigenen Lager in Gestalt des Scythe Andy Samurai Master von seiner derzeitigen Spitzenposition verdrängen kann, klären wir im weiteren Verlauf unseres ausführlichen Reviews, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
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- Scythe Zipang Kühlkörper .
- Scythe 140mm Lüfter
- Montageanleitung
- Wärmeleitpaste
- Befestigungsklammern für den Lüfter
- Befestigungsmaterial für versch. Sockel (478, K8 und Sockel 775)





Die technischen Daten Kühlkörper:

- Gewicht: 815g (ohne Lüfter).
- Abmessungen: 112mm(H) x 145mm(B) x 148mm(T) (mit Lüfter).
- Material: Aluminium-Kupfer Hybrid.
- Heatpipes: 6 Dual (Kupfer) a´6mm Durchmesser.
- Heatpipe-Design: UPHC Technology (Uneven Parallel Heatpipe Construction)
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Material-Kühlerboden: Kupfer, vernickelt.
- Anzahl Lamellen: 68 Stück a´145x30mm.
- Lamellen-Abstand: 1,5mm.
- Bodenplatte: 6mm.
- Kühlfläche gesamt: ca. 3300cm².
- Lüfteroptionen: 120 und 140mm.
- Retention-Kit tauglich: ja
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 478/754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen.
- Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre.
- Preis für den kompletten Kühler: ca. 44 €.



Die technischen Daten Lüfter:


- Lüfter: Scythe DFS132512L.
- Lagerung: Gleitlager.
- Lüfterblätter: 7.
- Lüftergehäuse: Kunststoff.
- Abmessungen: 139x139x25mm.
- max. Luftdurchsatz: 52CFM (88,4 m³/Std) (Herstellerangaben).
- Leistungsaufnahme: 1,44 Watt.
- Gewicht: ca. 155g.
- Geschwindigkeit: 1000 U/Min (Herstellerangaben).
- Geräusch: 21 dBA (Herstellerangaben).
- Anschluß: 3-Pin.
- Tachosignalleitung: vorhanden.
- Kabellänge: 30cm.
- MTBF in Stunden: 50.000.
- Preis: im Gesamtpreis enthalten.



MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe/Asus P5E WS Pro
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Grafikkarte
BFG Geforce 8800GT OC
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint F1 750GB 32MB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 1TB 32MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Seasonic S12 II 500Watt
Gehäuse
Lian Li PC-G70
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3 und Vista Ultimate 64bit im Dualboot
Zubehör
2x Aerocool Turbine@5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und Technik:

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Die Größenverhältnisse werden auf unseren ersten Bildern sehr deutlich und bei noch oberflächlicher erster Betrachtung sind zumindest rudimentäre Ähnlichkeiten mit Thermalright unverkennbar. Aber das ist auch keine Überraschung, denn gut konstruierte Hybridkühler dieser Leistungskategorie ähneln sich ohnehin, weil alle dasselbe Ziel haben: viel Kühlwirkung bei möglichst wenig Platzbedarf.
Eines ist jedenfalls nicht zu befürchten, das der Kühler auf Grund seiner Bauhöhe nicht in handelsübliche Tower Gehäuse hineinpaßt, damit wäre ein positiver Aspekt bereits notiert...

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Aber schauen wir uns die entscheidenden Details des neuen Zipang etwas eingehender an. Die Verarbeitung bewegt sich auf sehr hohem Niveau, alle 68 Kühllammelen wurden sauber gefertigt und weisen einen Abstand von 1,5mm zueinander auf. Die Lamellen hinterlassen durchaus einen sehr stabilen Eindruck und unterscheiden sich damit auch in dieser Hinsicht deutlich vom Andy Samurai Master.
Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet, beträgt etwas mehr als 3300cm². Berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren. Dazu addieren sich noch die 260 Kühlstifte des Kühlkörpers oberhalb der 6mm starken Kühlergrundplatte, die man ebenfalls berücksichtigen muß.

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Aus der Kupferbodenplatte erwachsen jeweils 6 Stück akurat geformte 6mm Heatpipes Richtung zu den 68 Lamellen, als Abschluß dienen Kupferhütchen, die sich nahtlos ins Finish integrieren. Das neue am Zipang ist aber die Uneven Parallel Heatpipe Construction, dabei werden drei der sechs Heatpipes unter dem Aluminium-Kühlkörper entlang geführt und drei durch ihn hindurch verlegt, womit sich Scythe eine optimierte Wärmeabfuhr verspricht.
Nun könnte man die Frage stellen: "warum verwendet Scythe eigentlich keine 8mm Heatpipes", die ja den Kühleffekt noch weiter optimieren würden. Die vermutliche Antwort könnte lauten:"weil sich 6mm Heatpipes biegetechnisch leichter verarbeiten lassen", wobei das mehr oder weniger unserer Spekulation entwachsen ist. Nur wenn Thermalright dies kann, warum nicht auch Scythe...? Da wir auf diese Frage keine Antwort parat haben, konzentrieren wir uns wieder auf das eigentliche Thema. Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir gleich enttäuschen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 1,5mm kein Blumentopf zu gewinnen. Dieser Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt, darum ist der Zipang für passive Kühlungen nicht zu empfehlen und auch nicht konzipert.
Die Kühlbodenfläche ist absolut eben und hochgradig gut poliert worden, was leider auch in dieser Preisklasse durchaus kein Selbstläufer ist. Es besteht also kein Anlass zur Sorge, Scythe ist nicht auf den konvex/konkav Zug aufgesprungen.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie: Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann." Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der ist ja mit dem 140mm Lüfter grundsätzlich vorhanden.

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Als Lüfter kommt ein neues 140mm Eigengewächs von Scythe nebst biegefester Klammern zum Einsatz. Der Lüfter soll mit exzellenter Gleitlagern, hoher Laufruhe, sehr guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und adäquatem Luftvolumen punkten. Das Kabel des Lüfters ist mit seinen 30cm Länge mehr als ausreichend bemessen, einen 4-poligen PWM Stecker sucht man allerdings vergebens.
Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen...




Der Einbau:

Kompatibilitätsproblem sind eigentlich kaum zu erwarten, eine entsprechende Liste existiert bisher auch noch nicht.
Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.


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Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine relativ riefenfreie Kontaktfläche und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Thermalright Chillfactor) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des Zipang haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Über die Kühlerbefestigung von Intels Sockel 775 ist schon viel geschrieben worden, wir empfinden sie auch als mittelschwere Frechheit, zumal allein das Einrastgeräusch keinen Aufschluß darüber gibt, ob der Pin nun wirklich richtig eingerastet ist oder nicht. Von der Verschleißträchtigkeit dieser Kühlerbefestigung wollen wir dabei noch gar nicht reden. Den Kühler bei nicht ausgebautem Mainboard einzubauen halten wir für risikoreich, zumal nur auf der Rückseite zu erkennen ist, ob die Spreizstifte wirklich weit genug eingesteckt wurden:

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Es bieten sich allerdings eine Alternative an, die wir nicht unerwähnt lassen wollen und die auch bei diesem Kühler greift:

Scythe Universal Retention Kit...die Alternative


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Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. keine verschleißträchtige Push-Pin Befestigung mehr
2. stabilisierende Backplate
3. genügend Druck auf die CPU-DIE
4. immer wieder verwendbar
5. geringe Mehrkosten

Das Mainboard muß zwar weiterhin für den Einbau ausgebaut werden, aber um den Preis einer nachhaltig stabilen Befestigung des Kühlers wäre dies nun wirklich das kleinere Übel...

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Die Ausmaße des Kühlers erfordern auf unseren Boards diesmal keinen Wechsel der Speichermodule auf die hinteren Bänke, es kann also alles so bleiben, wie vorher schon angeordnet. Man sollte aber grundsätzlich das Mainboardlayout berücksichtigen, insbesondere dann, wenn die Speicherslots nahe am CPU-Sockel angebracht sind, aber dafür hat man ja auch 2 Einbaurichtungsoptionen zur Verfügung.
Wir haben uns beim P5W DH Deluxe und auch beim P5E WS dafür entschieden, das ausladende Heck des Zipang über die Frequenzgeneratoren (PLL) und Transistoren (MOSFET's) zu plazieren, was die speziellen Konstruktionsaspekte dieses Kühlers zur Geltung bringt, denn schließlich wollen wir exakt diesen sensiblen Bereich tatkräftig mitkühlen. Aber egal ob wir den Kühler nun mit Heck voraus oder umgekehrt montieren, die Heatpipes sind immer horizontal ausgerichtet und niemals vertikal, was die Wirkung dieses Kühlers sonst negativ beeinflussen könnte.
Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen werden.

Noch ein paar Worte zur Sockelbelastung und dem hohen Gewicht dieser Kühlerspezies:
Es kursieren immer noch die wildesten Gerüchte über ausgerissene Sockel und ähnliche Schauergeschichten, die allerdings aus der grauen Vorzeit schwerer Kühler und deren Sockelbefestigung stammen (z.B. Sockel A). Aktuelle Kühler für Sockel 939/AM2 oder Sockel 478/775 usw. werden nicht unmittelbar am Sockel befestigt, sondern entweder an Retention Modulen (außerhalb des eigentlichen CPU-Sockels), per Push-Pins (Sockel 775), oder sie werden ohnehin direkt mit dem Mainboard verschraubt. Da kann also nichts wegbrechen oder abreissen, denn die PCB des Mainboards hält schon einiges aus und der Sockel wird so auf keinen Fall gefährdet!
Nichts desto trotz kann man natürlich bei schweren Kühlern die PCB-Belastung dadurch minimieren, in dem man z.B. Back Plates und Retention Module verwendet und damit Gewichtverteilung optimiert und die Stabilisierung deutlich erhöht.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 4.20.1285 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 ( erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir das Asus P5W DH Deluxe in einer neueren Revision (1.04g) zur Verfügung gestellt bekamen, haben wir kurzerhand alle bisherigen Sockel 775 Kühler noch einmal getestet, womit sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergaben. Zusätzlich zu dem Board haben wir natürlich auch unsere neue X-38 Plattform (Asus P5E WS Professional) eingesetzt und die Werte verglichen.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, wurde der Kühler grundsätzlich mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedlichen Messungen resultieren.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend montiert, damit Spannungswandler und nahe Bauteile um den CPU-Sockel herum davon profitieren.
Als 140mm Referenzlüfter dient uns der Yate Loon D14SL-12 140mm, der grundsätzlich auch zum Einsatz kommt, sofern es einbautechnisch möglich ist.

Yate Loon D14SL-12 140mm:

Leistungsaufnahme
2,5 Watt
Betriebsspannung
4-13 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
185g
Abmessungen
140 x 140 x 25mm
Nenndrehzahl
1000 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
79,7 m³/Std
Lautstärke
ca. 20 dBA
Lagerung
Bronze Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
60 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 80.000 Stunden
Extras
keins
Preis
ca. 9 €
Bezugsquelle
Aquatuning



Verglichen haben wir den Scythe Zipang mit allen bisher getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:


Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
TR IFX-14 2x140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C 42°C 56°C 32°C 42°C n/a n/a
TR Ultra-120 extreme 39°C 53°C 43°C 57°C 32°C 39°C n/a n/a
Zerotherm BTF90 40°C 54°C 44,5°C 58,5°C 36°C 44°C n/a n/a
HDT S-1283 Scythe 41,5°C 55°C 45°C 60°C 32°C 42°C n/a n/a
Scythe Infinity 41,5°C 55,5°C 45°C 60,5°C 33°C 42°C 44°C 61°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C 46,5°C 62°C 35°C 44°C 43°C 59°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C 47°C 62,5°C 35°C 42°C n/a n/a
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C 49°C 64°C 36°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C 49°C 64,5°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 46,5°C 61,5°C 49°C 65°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C 49°C 64°C 42°C 46°C n/a n/a
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C 50,5°C 65,5°C 43°C 46°C 59°C 69°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C 52°C 66°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 50°C 68°C 55°C 69°C 46°C 50°C n/a n/a



Erwartungsgemäß kann auch der Scythe Zipang die Top Towerkühler nicht von ihren Spitzenpositionen verdrängen, aber er schlägt sich mehr als respektabel und setzt sich auch dank seiner sehr guten PWM Resultate an die Spitze unserer bisher getesteten Hybridkühler.
Für einen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen des Zipang (1,5mm Abstand) viel zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt.
Wenn man sich aber mal unsere Tabelle anschaut, dann wird auch deutlich, das die legendäre PWM Kühlung dieser Hybrid-Kühler etwas relativiert werden muß, denn auch die Tower-Kühler leisten in dieser Hinsicht gute Arbeit. Insbesondere dann, wenn eine halbwegs vernünftige Gehäuse Be-und Entlüftung vorhanden ist. Die muß auch bei einem aufs Mainboard blasenden Hybrid-Kühler vorhanden sein, denn der bläst seine Luft auch nur auf den Kühlkörper des CPU-Kühlers und stört somit jeden Luftstrom im Gehäuse.

Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Der 140mm Lüfter von Scythe wußte ebenfalls zu gefallen,
Er spricht störungsfrei auf die Lüftersteuerung unserer Mainboards an und glänzt durch sehr sauberen und seidenweichen Lauf. Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) ist gut, er läuft bereits mit 4,7 Volt an.
Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1110 U/min (790 U/min) "belastet" der Lüfter das menschliche Ohr mit 23,5 dBA (18 dBA) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter nur noch mit 660 U/min und erzeugt dabei knapp 14 dBA. Das sind sehr erfreuliche Daten, wobei er seinen Dienst ohne störende Nebengeräusche verrichtete. Trotzdem gefiel uns der Yate Loon Referenz Lüfter noch einen Hauch besser, weil er einfach das angenehmere Geräusch entwickelt, was bekanntlich aber auch sehr vom Hörempfinden des Betrachters/Zuhörers abhängt. Eine Entkoppelung vom Kühlkörper bietet Scythe leider nicht an.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle aber deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-Systemen beziehen.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Viele werden sich natürlich dafür interessieren, wie sich die Lüfter bei der Absenkung der Nenndrehzahlen über die Volt-Ansteuerung luftfördertechnisch verhalten. Dazu sollte man wissen, was diese Reduzierung tatsächlich bewirkt. Bei 7 Volt dreht ein Lüfter nur noch mit 58% seiner Nenn-Drehzahl und bei 5 Volt nur noch mit 42%. Das macht deutlich, warum ein Lüfter, der nominell bei 12Volt Ansteuerung 1000 U/min dreht, unter 5Volt Ansteuerung und somit nur noch 420 U/min zwangsläufig deutlich weniger Luft transportieren muß. Dabei spielt es auch keine Rolle, was für Tricks aus dem Hut gezaubert wurden, um das Volumen von Haus aus schon zu erhöhen, eine klare Reduzierung findet immer statt. Insofern ist es sehr interessant, was vom Luftvolumen eines Lüfters nach der reduzierung auf 5Volt überhaupt noch übrig bleibt und dann wird auch klar, wofür sich der entsprechende Lüfter eignet. Ein Lüfter, der unter 5Volt nur noch mit 200 U/min rotiert, ist selbstverständlich nahezu unhörbar, wird sich produktiv betrachtet aber für absolut nichts in unserem Rechner eignen, da er kaum noch Luft transportiert...




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Scythe Kühlers kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Soll schnell kanns gehen, kaum hatten wir die Krone der Hybrid-Kühler erneut an Thermalright vergeben, da stürmt Scythe mit dem Zipang zurück an die Spitze und kehrt diesen Vorgang wieder um. Der Kühler bringt alles mit, was man von einem gut durchkontruierten Hybrid-Kühler erwarten darf und erwarten muß: er liefert ausgezeichnete Kühlresultate und erledigt seinen Job dank eines sehr ausgewogenen Lüfters auch noch sehr leise.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- erstklassige Verarbeitung.
- sehr gute Kühlleistung.
- gute Leistungsreserven.
- sehr ausgewogener laufruhiger und leiser Lüfter.
- perfekte polierte ebene Bodenplatte.
- kaum zu erwartende Kompatibilitätsprobleme.
- sicherer Einbau (Ausnahme: Sockel 775).
- für die Größe noch akzepables Gewicht.
- sehr hohe Sockel-Flexibilität.
- fast komplette Ausstattung.
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 44€).

Minus:
- keine Lüfterentkoppelung.
- kein Retention Kit im Lieferumfang.

Für knapp 44 € erhält der interessierte Endanwender den unserer Meinung nach derzeit besten Hybrid-Kühler auf dem Markt. Allerdings sollte Scythe für alle Sockel 775 Anwender grundsätzlich das Retention Modul dazulegen, denn die Pushpin Befestigung ist insbesondere beim Zipang eine Zumutung...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Scythe Zipang CPu-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Scythe


Wir bedanken uns bei Scythe Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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