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Zum Ende der Seite springen SSD: Browser und Spotify Aktivitäten reduzieren
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Cerberus Cerberus ist männlich
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Achtung SSD: Browser und Spotify Aktivitäten reduzieren Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In den letzten Wochen köchelte das Thema Spotify und Firefox Aktivitäten auf SSD-Laufwerken merklich höher als sonst und das mit der Begründung, deren hohes Schreibvolumen würde modere SSD-Laufwerke auf Dauer schädigen und somit die Lebenszeit drastisch verkürzen. Das dazu bis dato jegliche evidenzbasierten Beweise fehlen, wird natürlich unterschlagen, zumal aktuelle SSDs diese Belastung problemlos verkraften.

Davon wachgerüttelt haben einige ambitionierte Anwender diese Belastung ihrer SSDs mit entsprechenden Tools wie beispielsweise dem Process Explorer/Process Monitor von Sysinternals überprüft und die Aktivitäten von Firefox und Spotify nachgewiesen, oder besser formuliert optisch dargestellt. Dabei fielen natürlich nicht nur unsere beiden Kandidaten auf, sondern auch alle anderen Aspiranten die sich üblicherweise im System breit machen und permanent Daten erzeugen, wie beispielsweise aktive Virenscanner bis hin zu den systemeigenen Prozessen von Windows höchstpersönlich.
Also im Grunde nichts neues und nichts womit sich seriöse Schlagzeilen generieren ließen. Das hält die Online Medien aber nicht davon ab, dies trotzdem zu versuchen...

In einem simulierten Langzeittest der c't wurde unlängst skizziert, dass SSDs weit mehr Schreibvorgänge aushalten, als von den Herstellern angegeben, teilweise 10x so viele. Die besten TLC SSDs erreichen außerdem bis 1.300 Terrabytes written, die besten MLC SSDs bis zu 4.600 Terrabytes written (Samsung 850 Pro).
Etwas enger wird es erst, wenn auf der SSD nur noch sehr wenig Platz frei ist (einstellige GB), da die geschriebenen Daten immer in dem leeren Bereich landen und mangels Alternativen immer wieder die gleichen Zellen belasten. Dann sollte man aber darüber nachdenken kapazitiv größere Laufwerke anzuschaffen, oder sein System nachhaltig aufzuräumen.

Gleichwohl, wer noch SSDs aus den ersten Generationen der Baujahre 2008 bis 2012 verwendet, sollte über eine Reduzierung der Schreibzugriffe zumindest nachdenken, da diese Laufwerke über Controller verfügen, die nicht mit aktuellen Steuerungs-Parameter ausgestattet sind und bei der Kommunikation mit den Flashbauteilen nicht sonderlich vorausschauend interagieren. Wie dies konkret umzusetzen wäre, zeigen wir euch im nächsten Kapitel...




Die Lösungs-Optionen:


1. Fangen wir mit der leichtesten Übung an, der Aktaulisierung von Spotify, die Version 1.0.42 schiebt den Aktivitäten des beliebten Musik-Streaming-Dienstes einen entsprechenden Riegel vor. Das Update ist wegen der eigenartigen Update Politik von Spotify über den folgenden Link ausnahmsweise mal direkt zu erhalten:

Spotify Version 1.0.42 (direkter Link)


Notiz: Spotify hatte mit Version 1.0.42 auf die Nutzerbeschwerden reagiert, die über massive Datenmengen klagen, die die Desktop-App unter Umständen im Leerlauf auf Macs und PCs hinterlässt. Man habe "Fragen zur Menge der vom Spotify-Client geschriebenen Daten" erhalten, erklärte ein Moderator im Forum des Streaming-Dienstes und markierte die Fehlerberichte als abgeschlossen – das jüngste Update “adressiere jedes mögliche Bedenken”. Details zu den Änderungen in neuen Versionen der Desktop-App veröffentlicht Spotify unverständlicherweise schon seit dem Frühjahr 2016 nicht mehr.




2. Für Google Chrome existiert keine konkrete Anleitung, aber es gibt Empfehlungen, wie z.B. Chrome im Inkognito-Modus zu betreiben, um das Speichern von Sessiondaten zu reduzieren. Ansonsten findet man noch einige unausgegorene Bastelanleitungen, die wir aber nicht empfehlen können, auch weil sie den unerfahrenen Anwender überfordern respektive nicht sichergestellt ist, dass Chome danach überhaupt noch funktioniert.




3. Kommen wir zum Firefox, der freundlicherweise leicht umzusetzende Optionen anbietet, die wir kurz aufzeigen wollen. Als Einstieg wollen wir euch aber zwei bereits vorhandene Artikel empfehlen, die unsere und eure Bemühungen zusätzlich unterstreichen:

Firefox: Datenschutz optimieren



Firefox: bremsende, störende Addons verifizieren



Zurück zum Thema, jetzt geht es ins Detail, denn wir schrauben an einem wichtigen Einstell-Mechanismen, um den Forefox Browser zu zügeln. Dazu rufen wir als erstes in der Adresszeile von Firefox über about :config die Editieroberfläche von Forefox auf und geben folgende Syntax ein:

browser.sessionstore.interval









Jetzt klicken wir den dortigen voreingestellten Parameter von 15.000 Millisekunden an und ändern ihn auf 1800000, was 30 Minuten entspricht, womit sich die dort generierten Daten von ehemals bis zu 12GB Pro Tag auf maximal 2GB pro Tag reduzieren lassen.

Hintergrund: Das adressierte Problem ist in dem Sitzungsmanager des beliebten Browsers zu suchen, erklärt der Software-Entwickler Sergei Bobik auf seinem Blog "servethehome". Dieser speichere im 15-Sekunden-Takt alle im Browser geöffneten Inhalte. Das geschieht als Sicherung, damit geöffneten Internetseiten nach einem Absturz von Firefox sofort wieder aufgerufen werden können.

Die früher gerne erwähnte Einstelloption browser.sessionstore.enabled auf false zu stellen wäre auch eine Möglichkeit gewesen, spätestens seit der Umstellung auf Firefox 3 ist dies allerdings obsolet.





Das Fazit:


Zur Panik besteht absolut kein Anlass, nicht nur weil unsere aktuellen SSD-Laufwerke viel mehr Last vertragen, als ursprünglich erwartet oder prognostiziert. Sondern weil kein Otto-Norma-Anwender täglich derart hohe Schreiblasten erzeugt, das seine SSD Gefahr liefe, ihr Ableben zu beschleunigen. Dieses sichere Gefühl kann man natürlich noch zusätzlich erweitern, in dem man regelmäßig Backups/Images erstellt, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Samsung erklärte übrigens auf Anfrage, man sehe durch die Firefox-Funktion keine Gefahr für seine SSDs. Eine Schreibbelastung von zwölf GB am Tag stelle kein Problem für die modernen Massenspeicher dar. Eine Produktmanagerin rechnet vor, dass selbst günstige SSDs bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren für eine Datenmenge von gut 41 GB pro Tag ausgelegt sind. Teure SSD-Varianten mit 2 und 4 Terabyte Speicherplatz vertragen rechnerisch in demselben Zeitraum sogar bis zu 164 GB pro Tag. Die von den Browsern verursachte Schreiblast sei demnach zwar ärgerlich, "aber nichts, was die Lebensdauer von SSDs bedroht", heißt es von Samsung...



Relevanz: ab Windows 7 aufwärts



weiterführende Links:


Ratgeber, Artikel, Tipps, Tricks und Tutorials


Artikel, Tipps, Tricks und Workshops für Windows 7


Artikel, Tipps, Tricks und Workshops für Windows 8.1


Artikel, Tipps, Tricks und Workshops für Windows 10



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