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Prolimatech Genesis





Einleitung:

Religiös angehauchte Namensfindungen scheinen eine der Hauptinspirationen der Prolimatech Entwickler zu sein, anders ist die Bezeichnung Genesis kaum zu erklären, oder standen möglicherweise doch die "Buben" der Charterhouse School in Godalming aus der Grafschaft Surrey dafür Pate? wohl eher nicht, denn Innovationen gehören bei denen schon lange nicht mehr zum Repertoire.
Seit ihrem Auftauchen im Februar 2009 hat Prolimatech kontinuierlich für Furore gesorgt. Angefangen beim immer noch vorzüglichen Megahalems Kühler und seiner jeweiligen Varianten, bis hin zum kompakten Samuel 17, auf den sicherlich viele HTPC Besitzer gewartet hatten. Das Grafikkarten Segment wurde zwischenzeitlich ebenfalls bedient und nun liegt das nächste Produkt auf unserem Schreibtisch: der neue Genesis CPU-Kühler.
Diese Melanche aus Towerkühler und Top-Blow-Kühler soll abermals für frischen Wind im inzwischen etwas festgefahrenen Kühlereinerlei sorgen, denn außer "immer größer und immer schwerer" fällt den Herstellern zur Zeit herzlich wenig innovatives ein. Darüber hinaus ist scheinbar auch die oft geäußerte Ausstattungs-Kritik angekommen, denn Prolimatech liefert endlich gleich ab Werk ein entsprechendes AMD Befestigungskit dazu, so daß dieses Klientel ebenfalls zu den potentiellen Kunden addiert werden kann. Wir haben zusätzlich zum Kühler Test gleich zwei passende Lüfter geordert, nicht weil wir keine passenden Lüfter besäßen, sondern weil wir dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe verarzten können, den Kühler und die neuen Prolimatech Lüfter. Was sich dabei an verwertbaren Fakten ergab, könnt ihr in unserem neuesten Kühler Review nachlesen, dazu wünschen wir wieder viel Spaß...




Lieferumfang:

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• Prolimatech Genesis CPU-Kühler in Retail-Verpackung
• Befestigungsmaterial für die Sockel: 775, 1156, 1366, AM2, AM2+, AM3
• jeweils 4 Klammern für Lüfterbefestigung
• Prolimatech PK-1 Nano Wärmeleitpaste
• Montageanleitungen (englisch)
• 2x Prolimatech Red Vortex 140mm Lüfter





Die technischen Daten des Kühlkörpers:





Das Sockel 1366 Testsystem:

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Verarbeitung und erster Eindruck:

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Der Genesis Kühler kann wohlbehalten aus der recht ansehnlichen und vor allem gut gepolsterten Verpackung entnommen werden, ohne das man sich an Blisterkanten schneidet oder den Kopf zerbrechen muß, wie man den Kühler jemals wieder im Werkszustand dort unterbringen soll. Prolimatech hat auch in anderen Bereichen dazu gelernt, denn das Ausstattungspaket enthält endlich ohne Aufpreis die notwendigen Anbauteile für AMD Prozessoren, ein Manko früherer Kühlervarianten wurde also erfolgreich ausgemerzt.
Auf den ersten Blick wirkt der Genesis Bolide wie ein Twin-Towerkühler, bei dem eine Radiatorseite weggebogen wurde und streng genommen ist das auch genau die Maßnahme, mit der Prolimatech zwei Seiten einer Medaille gleichzeitig polieren möchte. Einerseits die schnelle Wärmeableitung über einen Tower-Radiator, andererseits die Ventilierung der sockelnahen Komponenten und RAM-Bänke. Wenn wir die Kühlflächen der beiden Genesis Radiatoren addieren, liegen wir mit knapp 4000cm² in etwa auf dem Niveau des Thermalright Archon (3900cm²), die großen Twin-Towerkühler von Noctua (NH-D14 6100cm²) und der Thermalright Silver Arrow (6900cm²) verfügen über deutlich mehr Kühlfläche. Das eine üppige Kühlfläche allein noch nicht die glücksbringende Kühlleistung bewirkt, wird sich im Test allerdings noch widerspiegeln.

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Unser prüfender Blick auf die Verarbeitungsqualität war eigentlich schon fast abgeschaltet, da entdeckten wir auf einigen der Heatpipes dann doch noch unschöne Flecken und Mängel in der Vernickelung. Ob sich dies durch die laufende Serie zieht, muß noch hinterfragt werden, ändert aber nichts an diesem vermeidbaren Fauxpax. Ansonsten gibt es diesbezüglich wenig zu kritisieren, die jeweils 46 Lamellen (0,5mm Wandstärke) eines jeden Radiatorturms wurden sehr sauber mit den Heatpipes verhakt, so daß sich ein sehr stabiles Konstrukt herausgebildet hat. Ob und warum man die ohnehin nicht gerade spartanischen Abmessungen des Kühlers noch durch zusätzliche Hutmuttern verlängern mußte, bleibt offen. Unabhängig davon kühlt das Auge natürlich auch mit, insofern überwiegt in diesem Fall die Optische Attraktivität.

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Kommen wir zum Kühler-Layout, das sich wie folgt charakterisieren läßt: die sechs 6mm Heatpipes in U-Form (darum sind auch nur 6 und nicht 12) werden mittig durch die 12,7mm starke Kühlerbodenplatte geführt, die aus einem vernickelten Kupferkern besteht. Die Heatpipes wurden im Bereich der Bodenplatte sehr sauber und makellos verötet. Die Anordnung der Heatpipes im Lamellengeflecht der beiden Radiatorentürme ist logisch und folgerichtig so vorgenommen worden, das alle Heatpipes direkten Kontakt mit der ventilierten Luft erhalten und sich dabei nicht gegenseitig im Weg stehen. Der Kühlerboden als solcher verfügt abermals über eine nicht ebene Fläche, sie ist fast schon tradiotionell konvex ausgelegt. Wem das nun gar nichts sagt, dem sei es an einer kleinen alten Parabel erklärt: "Konvex ist der Buckel von der Hex"...Die Intention von Prolimatech ist die gleiche wie die von Thermalright: man möchte so die nicht selten konkaven CPU-DIE-Flächen ausgleichen. Soweit so schlecht, denn wenn die CPU-DIE wie z.B. bei AMD nahezu plan ist, wird durch den konvex-bedingten nicht 100%igen Kontakt mit dem Kühler entsprechendes Kühlpotential verschenkt, weil die Auflagefläche einfach kleiner ist. Glücklicherweise lieferte unser Core i7-960 von Intel das passende Pendent dazu, sein Heatspreader ist minimal konkav strukturiert, so daß sich CPU und Kühler gut ergänzen.
Die Lamellenabstände sind mit 2mm Absatnd zum Lamellen-Nachbarn relativ eng bemessen. Das macht eines schon jetzt sehr deutlich, dieser Kühler benötigt Ventilatoren mit hohem Fördervolumen, wenn er sein volles Potential ausspielen will. Freunde der passiv betriebenen Kühler müssen wir darum auch gleich den Wind aus den Segeln nehmen, diesbezüglich ist mit einem Lamellen Abstand von 2mm kaum eine Regatta zu gewinnen. Dieser enge Lamellenabstand bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber bei einem eventuellen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars negative thermische Auswirkungen erzeugt, da kein Lüfter diesen Wärmestau schnell abführt. Insofern wäre der Genesis Kühler dafür nur bedingt geeignet, dafür wurde er aber auch nicht konzipiert. Wenn der Abstand minimal größer bemessen wäre (z.B. 2,5 oder 3mm), könnte der Lüfter auch bei 5 Volt Ansteuerung und wenig Druck relativ ungehindert die Lamellen passieren, das wiederum käme einem sehr leise agierenden System zu Gute, falls das eure Intention sein sollte.
Noch ein Wort zum Gewicht des Genesis Kühlers, 760 Gramm + 2x 137 Gramm für die Lüfter ergibt summa summarum 1034 Gramm. Das klingt auf den ersten skeptischen Blick viel, ist aber als unproblematisch einzustufen, da diese Kühler grundsätzlich großflächig verschraubt werden, dadurch wird das Gewicht gleichmäßig verteilt.

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Die gleitgelagerten Vortex Lüfter von Prolimatech sind noch relativ unbeschriebene Blätter, konnten sich aber in unserem Test durchaus positiv in Szene setzen, wir ihr in unserem eigentlichen Testkapitel noch erfahren werdet. Weniger schön empfanden wir die nicht ummantelten Lüfterkabel, die so einen etwas unprofessionellen und billigen Eindruck hinterließen.




Der Einbau:

Eine Mainboard-Kompatibilitätsliste existiert bisher nicht, daran muß Prolimatech noch arbeiten, denn das kann die Konkurrenz besser. Auf unseren Mainboards paßte der Genesis Kühler absolut problemlos (Asus P6T WS Professional, Asus P6X58D Premium). Schon sind wir bei den Einbau Details, zu denen wir auch wieder einige generelle Tipps zusammengetragen haben:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren Spezial-Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt. Welche Paste ihr verwendet, spielt durchaus auch eine Rolle, darum legen wir euch an dieser Stelle unser entsprechendes Wärmeleitpasten Roundup ans Herz, in dem auch die Wärmeleitpaste von Prolimtech eine sehr gute Rolle spielte.

Die Kühlfläche der Genesis Kühler haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere wiederholten wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU, denn auch dort müssen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden. Es empfiehlt sich ohnehin, für den Einbau entsprechende Einweghandschuhe zu verwenden, was gleichzeitig auch den Rest des Kühlers vor hässlichen Fingerabdrücken bewahrt.
Als Paste verwendeten wir grundsätzlich für alle Kühler auch weiterhin die MX-2 von Arctic Cooling, damit es diesbezüglich zu keinen ungewollten Diskrepanzen im Vergleich zu den bisherigen Tests kommt.

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Der Kühlereinbau ist kein Buch mit sieben Siegeln, dafür sorgt einerseits die gut bebilderte Anleitung von Prolimatech und andererseits die schön animierte Anleitung auf deren Homepage:

Anleitung von Prolimatech

Auf der Rückseite des Mainboards wird zunächst die Backplate positioniert und auf der Gegenseite müssen anschließend die vier Rändelschrauben eingedreht werden. Diese vier Rändelschrauben besitzen mittlerweile dünne Isolierscheiben, so daß keine Kontaktkurzschlüsse zu erwarten wären. Prolimatech hat also unsere Kritik erhört und diesbezüglich nachgebessert. Auf diesen Rändelschrauben werden nun die beiden Basisbrücken befestigt, wobei die Positionierung von der Ausrichtung des Kühlers abhängt. An dieser Stelle kann es sehr eng werden, weil diese Brücken sehr viel Platz beanspruchen. Der Kühler wird schlußendlich über die große Mittel-Strebe mit den Basisbrücken verbunden. Verrutschen kann dies im Normalfall nicht, da die breite Mittelstrebe noch zusätzliche Fixiernippel besitzt, die exakt in die kleinen Vertiefungen auf dem Kühlerboden passen. Das Konstrukt hinterläßt einen enorm stabilen Eindruck, so daß der Kühler eigentlich auch eine Lan-Party unverückbar überstehen sollte.

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Unter dem Radiator, der über den RAM Bänken hängt, ist augenscheinlich wenig Platz vorhanden, es sind knappe 5cm. Das heißt im Klartext: Speichermodule mit besonders hohen Heatspreadern, wie z.B. die Corsair Dominator GT (54mm) und Corsair Vengeance (53mm) sind schwerlich unterzubringen, da hilft auch das leichte Hochbiegen des Radiators wenig, zumal dies keine ernsthafte Option darstellt. Unsere Exceleram Rippler passen mit ihrer Gesamthöhe von 40mm problemlos unter den Genesis, dies gilt auch für Kingstons Hyper-X Module und die G.Skill Ripjaw Module. Bei allen anderen außerhalb den üblichen Abmessungen agierenden Speichermodulen heißt die Devise: vorher ausmessen.
Eine horizontale respektive vertikale Ausrichtungs-Direktive entfällt bei der U-Form der Heatpipes, darum spielt es auch keine Rolle, wie der Kühler auf dem Mainboard ausgerichtet und verbaut wird. Bei der Ausrichtung des Lüfters wäre zu beachten, das er möglichst mittig an den Lamellen sitzt und nicht etwa oben oder unten an den Kühlerlamellen zu viel vorbeibläst.
Die schon beim Prolimatech Super Mega reklamierten Lüfterhaken blockieren auch beim Genesis einige unserer Lüfter, als da wären der Noiseblocker Multiframe 120mm und der be quiet SilentWings 120mm. Warum Prolimatech die Befestigungshaken der Lüfter geändert hat, ist uns ein ungelöstes Rätsel. Vorher war es überhaupt kein Problem, diese Lüfter zu befestigen, egal über welche Rahmen sie verfügten. Jetzt ragt der Haltebügel bei den Lüftern sehr weit ins Rotorbecken hinein, so daß es bezüglich der Rotor-Freigängigkeit sehr eng werden kann.
Damit wäre die Montage endlich finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen werden. Die mit roten LEDs bestückten Vortex Lüfter von Prolimatech erzeugen ein sehr dominantes Licht, wem das zu grell erscheint, sollte die blauen Vortex Lüfter ausprobieren, die etwas zurückhaltender arbeiten.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) beinhalten und trotzdem noch annehmbare Förder-Volumina mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker Lüfter in sich, darum wären sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen.
Der Scythe Slipstream verfügt über ähnlich exzellente Eigenschaften, wenngleich die Lagerung des Scythe Slipstream nicht mit der fein austarierten Lagerungsqualität des Multiframe Lüfters konkurrieren kann. Dafür bietet er ein überragendes Luftvolumen, das gerade bei eng stehenden Kühlerlamellen sehr viel bewirken kann, somit war er für den Test wie schon so oft unsere erste Wahl.





Die Tests:

• Mit Core Temp 0.99.8.0, Real Temp 3.60, dem Hardware Monitor 1.17 und Aida64 Ultimate 1.60.1333 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben.
• Die Zimmertemperatur lag in allen Tests bei 20 °C (klimatisierter Raum). Da wir ausschließlich unser neues Asus P6X58D Premium Mainboard einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel 1366-kompatiblen Kühler noch einmal getestet, wodurch sich minimale Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben konnten.
• Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir die Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedlichen Messungen resultieren.
• Alle Kühler wurden und werden grundsätzlich in unsere Redaktionsrechner eingebaut, dadurch haben wir den entsprechenden Vergleich und identische Bedingungen. Die Begründung dafür ist realtiv einfach, weil sich das Volumen verändert, je mehr Widerstände im Rechner zu überwinden sind, hat ein offener Lüfteraufbau auf einem Schreibtisch keinerlei Aussagekraft. Ein Lüfter, der auf dem Tisch steht, kann sein Volumen nahezu ungehindert entfalten, ein Lüfter der im System als CPU-Kühler-Lüfter fungiert eben nicht, denn dort befinden sich Kabel und Komponenten und die machen sich nach dem Einbau eines Lüfters nicht automatisch unsichtbar, sondern beeinflussen erfolgreich den Luftstrom.
• Auf eine Verwendung eventuell implementierter PWM Ansteuerungen haben wir im Test ebenfalls verzichtet, da die Hersteller sich einerseits über dessen Integrations-Details doch weitestgehend ausschweigen und weil die PWM Qualität sehr schwankt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das gilt gleichermaßen auch für die teilweise irritationslastige Implementierung auf den Mainboards, denn es steht und fällt alles mit der PWM Integrität auf dem Mainboard und das diesbezüglich sehr schlechte Beispiele existieren, ist sicherlich hinreichend bekannt. Die PWM Steuerung des Lüfters kann noch so gut implementiert sein, wenn das Mainboard nicht mitspielt, kann schnell Frust aufkommen. Vereinfacht formuliert: über die 4-pin PWM Steuerung erhält der Lüfter sowohl seine 12 Volt Spannung, als auch das notwendigen 5 Volt PWM Signal mit der dazugehörigen 25 khz Basis-Frequenz. Wenn da nun in der Korrespondenz mit dem Mainboard irgendwas falsch interpretiert wird, dreht der Lüfter im Worst Case nie mit der erhofften Drehzahl...

Für den einen oder anderen ist das Thema eventuell zu profan, aber wir erwähnen es trotzdem: beachtet bitte die Richtungspfeile auf den Lüftern. Sie bestimmen nämlich die Richtung des erzeugten Luftstroms und der soll ja schließlich dorthin blasen, wo er benötigt wird. Da diese Pfeile sehr klein sind, werden sie gerne übersehen:

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Um die wirkliche Kühlleistung der jeweiligen Kühler herauszukristallieren, haben wir für den Load-Test die Referenz-Lüfter auf 1200 U/min und für den Low Noise Test die Referenzlüfter auf 700 U/min einreguliert, denn bei gleichen Drehzahlen und Volumen entscheidet der Kühler über den Ausgang des Vergleichs. Verglichen haben wir den Prolimatech Genesis Kühler mit allen bisher getesteten Sockel 1366 Kühlern:



Das der Einsatz von zwei Lüftern sich nicht noch deutlicher von der 1-Lüfter Variante absetzt, liegt an der guten Be-und Entlüftung unseres Gehäuses und an dem vergleichsweise geringen Abstand zum absaugenden Gehäuselüfter, der nur 10cm vom Kühler entfernt arbeitet.












Der neue Prolimatech Genesis Kühler zeigt sehr deutlich sein enormes Potential, ob nun mit zwei Lüftern oder mit einem Lüfter in Towerstellung gen absaugendem Gehäuselüfter, wobei letztere Option leistungstechnisch schon etwas abfällt. Selbst im semi-passiven Modus kann der Kühler sich gegen die Konkurrenz unerwartet gut behaupten. Als sei dies noch nicht genug, ist der Kühler mit zwei Lüftern aktuell kaum zu toppen und verweist alle Doppellüfter Spezialisten in die Schranken.
Wirkliche Schwächen offenbart der Kühler kaum, allerdings wäre der 1-Lüfter Betrieb (als horizontale Top-Blow Ausrichtung) keine ernsthafte Empfehlung, sofern sehr hitzige CPU-Gemüter eingesetzt werden, denn dazu ist die Kühlleistung dann doch zu schwach. Eines haben wir abschließend noch gar nicht geklärt, denn was taugen die Prolimatech Vortex Lüfter?
Dies bezüglich fällt unser Urteil ausgesprochen gut aus, auch wenn die verbauten Gleitlager eine recht lange Einlaufphase benötigen, erst nach 6 Stunden Betrieb reduzierten sich die bis dahin recht deutlich zu vernehmenden Schleifgeräuche auf ein erträgliches Niveau. Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) des Vortex Lüfters kann sich ebenfalls sehen lassen, sie reicht von 5,71 Volt bis 13,22 Volt. Bei einer Ansteuerung von 12Volt rotiert der Red Vortex mit 1094 U/min und erzeugt dabei einen Schalldruck von 20,6 dBA (0,1 sone), was durchaus als leise zu betrachten ist. Eine Absenkung auf 7 Volt reduziert die Drehzahl auf 722 U/min und den Schalldruck auf 15,2 dBA (0,1 sone), was den idealen Betriebszustand dieses Lüfters signalisiert, da er dann immer noch 79,7 m³ Luft schaufelt und auch eng stehende Lamellen ausreichend ventiliert. Die Herstellerangaben von 145,8 m³/h bei 12Volt Ansteuerung haben mit der Realität nicht viel zu tun, da haben wir 119,1 m³ gemessen.

Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifizierten ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review erarbeiteten Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System beziehen!





Unsere bisherigen Lüftertests
:


140mm Lüfter Roundup 2010

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

120mm Lüfterroundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008





Fazit:

Von einem Neuanfang kann keine Rede sein, auch wenn der Name dies suggeriert. Der Genesis Kühler ist fast schon eine logische Fortsetzung der Ideenschmiede Prolimatech, was der Konkurrenz sicherlich einige zusätzliche Sorgenfalten auf die Stirn meißeln dürfte. Die reine Kühlleistung sucht ihresgleichen, sofern beide Lüfter involviert sind und das die Lüfterausrichtung noch zusätzlich die CPU-sockelnahen Bauteile (Spannungswandler und Mosfets) und auch die Speichermodule in die aktive Ventilierung mit einbezieht, ist ein weiterer dicker Pluspunkt. Dank der enorm stabilen Verschraubung besteht trotz des Gewichtes kein Grund zur Besorgnis bezüglich der Mainboard Haltbarkeit und ein freies Ausrichten des Kühlers ist zumindest theoretisch sowohl für Intel als auch für AMD Anwender in der Regl problemlos möglich. Das Zubehörpaket glänzt durch seine Vollständigkeit und der Preis geht durchaus in Ordnung, auch wenn ein Komplettpaket mit zwei Lüftern die 70 € Marke tangiert.
Das Prolimatech die schwarzen Schrauben mit den agressiven Federkennlinien in der laufenden Serie nicht mehr beilegt, können wir nur begrüßen, denn diese Erhöhung des Anpressdrucks liegt außerhalb der Mainboard-Herstellerspezifikationen und gehört ausschließlich in erfahrene Hände oder eben grundsätzlich in den optionalen Zubehörkatalog und nicht in die Serienausstattung.
Die Lüfter aus dem Hause Prolimatech erreichen durchaus die Güte der Kühler, auch wenn sie einiges an Einlaufzeit benötigen, dann agieren sie aber nahezu störungsgeräuschfrei und sind geradezu prädestiniert ihre Arbeit bei einer Ansteuerung von 7Volt zu verrichten, dann auch in diesem sehr leisen Modus fördern sie immer noch genug Luft (siehe Testkapitel) um den Genesis Kühler adäquat mit Frischluft zu versorgen. Die Befürchtung, das die beiden konträr arbeitenden Lüfter sich gegenseitig den Luftstrom abgraben würden, hat sich in der Praxis nicht bestätigt, zumindest nicht in dem Maße, das es gravierende Auswirkungen hätte.
Trotz aller Euphorie stören uns drei Aspekte an dem Kühler, auch wenn der erste sich kaum vermeiden läßt, da er die Konzeptionsidee dieses Kühlers widerspiegelt. Die Ausmaße und das Layout blockieren in der Regel die Speicherbänke, das dürfte für Anwender, die viel mit ihrem Speicher experimentieren, sicherlich der blanke Horror sein. Auf der anderen Seite wird dies diejenigen, die nicht alle drei Tage andere RAM-Module ausprobieren kaum weiter stören. Vermeidbar sind die Probleme mit den Lüfterklammern (u.a. beim be quiet SilentWings 120mm, Noiseblocker Multiframe 120mm), die eine freie Auswahl der Lüfter durchaus etwas einschränken, denn nicht jeder will auf seine Lieblingslüfter verzichten, nur weil Prolimatech die Klammern sehr weit ins Innere hineinragen läßt. Platz benötigt der Kühler natürlich ohnehin, ein Gehäuse mit einer Breite unter 190mm fällt schon fast automatisch aus der Verlosung. Etwas enttäuscht waren wir von der ansonsten sehr guten Verarbeitungsqualität, die Vernickelung der Heatpipes war stellenweise fleckig und ungleichmäßig, ein Faktum das wir sehr selten bei Prolimatech beobachten und das hoffentlich ein Einzelfall bleibt.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in einer kompakten Übersicht:

Plus:
• wertige Haptik
• innovatives Layout
• sehr gute Verarbeitung (eingeschränkt)
• äußerst stabile Lamellen (0,5mm stark)
• hervorragende Kühlleistungen mit zwei Lüftern
• sehr hohe Leistungsreserven
• gute Belüftung der CPU-nahen Umgebung und RAM-Bänke
• für die enorme Größe noch akzeptables Gewicht
• sehr stabile Befestigung dank Verschraubung
• sehr gute Sockel Kompatibilität
• sehr gute Lüfter-Flexibilität
• sehr ausgewogener Vortex Lüfter (nach Einlaufphase)
• freie Kühlerausrichtung auch auf AMD Sockeln
• komplettes Ausstattungspaket

• noch ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (69,90€)

Minus:
• konvexe Bodenplatte
• Lüfterklammern können einige Lüfter blockieren
• hoher Platzbedarf, mögliche Kompatibilitätsprobleme





Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Prolimatech Genesis CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold






Weiterführende Links:

Prolimatech


Prolimatech Genesis bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team



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