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Achtung Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit







Einleitung:

"Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut", sinnierte schon Wilhelm Busch so treffend und wer nun denkt, das träfe nicht auch auf die Hardware Branche zu, sieht sich getäuscht. Etwas mehr Farbenfrohheit passend zur Jahreszeit hat sich scheinbar auch Mushkin aus Denver/Colorado auf die Fahnen geschrieben, denn die beliebten 996580 und 996557 4GB Kits sind ab sofort mit den Frostbyte Heatspreader Farben Arctic White und Charcoal Gray verfügbar. Das erklärt auch den kleinen Zusatz in der Typenbezeichnung 996580W: w= weiß unseres Testsamples.
Der Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit soll allerdings nicht nur optische Akzente setzen, sondern mit schnellen Timings (4-4-4-12-2T), verhältnismäßig moderaten Spannungen und hoffentlich auch erwähnenswerten Übertaktungseigenschaften glänzen. Ob dem so ist, haben wir in unserem ausführlichen Praxis-Test eingehend überprüft, viel Vergnügen beim Lesen...




1. Die Technischen Daten

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• Verpackung: Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit
• Speicherstandard: DDR2-800 / PC2-6400
• Speichertimings: 4-4-4-12-2T (Werksangaben)
• Spannung: 2,0 bis 2,1 Volt bei 800 MHZ (Werksangaben).
• Dualchannel: ja.
• Heatspreader: Aluminium weiß
• verbaute Speicherchips: Powerchip
• Anordnung: Double sided
• Module: 256Mx64
• Chip: 128Mx8
• ECC: nein
• EPP: ja
• Kontakte: 240 Pins
• verbaute Platine: Brainpower (6-Layer)
• Garantie: lebenslang, in Europa 15 Jahre
• Fertigung nach RoSH Verordnung
• aktueller Straßenpreis: ca. 90,- €




Ein erster Eindruck:

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Mushkin behält auch für diese Module seine neuen Verpackungen bei, was nicht nur dem Verkaufsambiente sehr gut tut, die Module sind einfach sicherer verstaut, als in einer Blisterverpackung.
Viele RAM Serien von Mushkin sind sehr gut an den Heatspreadern zu identifizieren, wobei bisher schwarz, rot und gelegentlich auch grün dominierten. Grundsätzlich hat die Qualität der Frostbyte Heatspreader deutlich zugenommen, was insbesondere auch auf die Montage zutrifft, verrutschende Heatspreader scheinen der Vergangenheit anzugehören. Da die Heatspreader nach oben offen sind, ist der Transport der Abwärme in einem gut belüftetetem System auch überhaupt kein Problem. Wobei die Betonung auf gut belüftet liegt, denn die Abwärme der Module muß ja aus dem System herausbefördert werden.
Die Heatspreader im neuen Arctic White Gewand machen diesbezüglich keinen Unterschied, sind aber nicht eloxiert sondern pulverbeschichtet, was die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer deutlich erhöht. Die Optik eines Speichermoduls spielt rein technisch sicherlich überhaupt keine Rolle, aber schick sind sie schon, das muß man einfach neidlos anerkennen.
Verarbeitungstechnisch bewegen sich die Module von Mushkin traditionell auf allerhöchstem Niveau, das gibt es absolut nichts zu bemängeln...

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Auch Mushkin setzt auf hochwertigste Brainpower Platinen mit 6 Layern (im Mainstream werden normalerweise 4 Layer eingesetzt), eine ideale Basis für optimale Signalqualität und somit eigentlich schon ein mögliches Indiz für Leistung und Stabilität.
Im Gegensatz zu früheren Revisionen und angesichts der immer wiederkehrenden Lieferengpässe seitens Micron, werden für diese Speicherserie Chips von Powerchip verwendet. Die Micron Fans werden diese so ausgerüsteten Module eventuell ignorieren, aber der Hype um Micron erreicht mitunter schon einen schwer nachvollziehbaren Status, zumal andere Chiplieferanten ebenfalls erstklassiges Material liefern.
Grundsätzlich ermöglichen Micron D9 Chips in der Regel recht hohe Taktraten bei vergleichsweise schnellen Timings, insofern verwundert es natürlich wenig, das sie auch bei Übertaktern so beliebt sind, zumal sie darüber hinaus recht hohe Spannungen vertragen, was für hohe Taktraten und gleichzeitig schnellen Timings unabdingbar ist.

Noch ein paar Anmerkungen zur Erkennung der Speichermodule im System:
Sind die SPD-Angaben (Serial Presence Detect) fehlerhaft oder unvollständig integriert, ist es reine Glückssache, ob das Modul korrekt betrieben wird oder nicht, insofern sind diese Daten eminent wichtig! Nun sollte man aber leichte Abweichungen nach dem ersten Systemstart mit den neuen Modulen auch nicht überbewerten, denn einige Hersteller schreiben ins SPD oft abgeschwächte Timings hinein (wie bei unserem Testset), damit das System wirklich sicher startet, die optimierten Einstellungen für die Timings kann man ja anschließend im Bios durchaus manuell vornehmen.

Enhanced Performance Profiles

Mushkin setzt auch für diese Module auf Enhanced Performance Profiles, um zusätzliche Leistungsdaten in ungenutzte SPD-Teile zu schreiben.
Konkret bedeutet dies:
Im SPD (Serial Presence Detect) werden grundsätzlich nur die ersten 96 Bit des 128 Bit großen JEDEC SPD ROM genutzt. Bit 97 bis Bit 127 können also vom jeweiligen Hersteller für eigene Informationen und Optionen verwendet werden. Die nun zur freien Verfügung stehenden 30 Bits des SPD ROMs können von Mushkin in genau zwei Varianten für die Enhanced Performance Profiles genutzt werden, denn viel Platz für das Hinterlegen von Informationen ist in 30 Bits natürlich nicht vorhanden. Entweder hinterlegt man 2 Profile oder 4, in diesen Profilen sind dann explizite Informationen wie Speicherspannung, Command Rate, Cycle Time, CAS Latency, tRCD, tRP und tRAS abrufbar.

Mushkin hat sich für folgendes Profil entschieden:



Diese Profile sind aber nur nutzbar, wenn man über ein Mainboard mit entsprechender Kompatibilität zu diesen Profilen verfügt. In der Regel sind dies Mainboards mit Nvidia Chipsätzen ab Generation Nforce590 aufwärts, da Nvidia Initiator dieser speziellen Übertaktungsprozeduren war. Ansonsten bleiben diese Profile deaktiviert und ungenutzt. Das heißt natürlich nicht, das diese Speicher nun nicht übertaktbar sind, das sind sie durchaus, man muß dies nur wie gehabt manuell einstellen.


Wer sich mit den vielen leider unvermeidlichen technischen Kürzeln und Fachbegriffen nicht so gut auskennt, dem empfehlen wir unseren Arbeitsspeicher-Workshop, wo die wichtigsten Bereiche aufgeschlüsselt wurden:

Der Arbeitsspeicher-Workshop





DDR-2 FAQs:

DDR2-SDRAM ist eine konsequente Weiterentwicklung des DDR-SDRAM Konzeptes, bei dem anstatt mit einem Zweifach-Prefetch mit einem Vierfach-Prefetch gearbeitet wird.
DDR2-SDRAM-Speicherchips besitzen 240 (bzw. 200, 214 oder 244) Kontakte/Pins ("normale" DDR-Chips: 184, SDRAM besitzt 168 Kontakte) und sind dadurch bedingt natürlich nicht kompatibel zu DDR1 Mainboards.
DDR2-SDRAM taktet den I/O-Puffer mit der zweifachen Frequenz der Speicherchips. Hier erhält man, wie bei dem älteren DDR-Standard, jeweils bei steigender als auch bei fallender Flanke des Taktsignals gültige Daten. Beim DDR-SDRAM werden mit einem Read-Kommando (mindestens) zwei aufeinanderfolgende Adressen gelesen, bei DDR2-SDRAM vier. Dies ist durch die jeweilige Prefetch-Methode des jeweiligen Standards bedingt. Aus einem 128 Bit breiten DDR-Modul werden pro Readvorgang 256 Bit gelesen, aus einem vergleichbaren DDR2-Modul aber 512. Die absolute Datenmenge bleibt bei gleichem Takt von z.B. 200 MHz aber identisch, da das DDR2-Modul zwei anstelle von einem Takt benötigt um die Daten zu übertragen. DDR2 unterstützt nur 2 mögliche Burst-Längen (Anzahl an Datenwörtern die mit einem einzelnen Kommando gelesen oder geschrieben werden können): nämlich 4 (bedingt durch Vierfach-Prefetch) oder 8, DDR hingegen unterstützt 2, 4 oder 8.
Zur Erhöhung der Taktraten und zur Senkung der elektrischen Leistungsaufnahme, wurde die Signal- und Versorgungsspannung von DDR2-SDRAM auf 1,8 Volt verringert (bei DDR-SDRAM sind es 2,5 oder 2,6 Volt). Nebenbei führt die verringerte Spannung naturgemäß zu einer geringeren Wärmeentwicklung, was dichtere Gedächtniskonfigurationen für die höheren Kapazitäten ermöglicht. Die elektrische Leistungsaufnahme sinkt auf für den Mobilbereich akkufreundlichere 247 mW (statt bisher 527 mW).
DDR2-SDRAM Chips arbeiten mit "On-Die Termination" (ODT). Der Speicherbus muss also nicht mehr auf der Modulplatine (oder dem Board) terminiert werden. Die Terminierungsfunktion wurde direkt in die Chips integriert, was wiederum Platz und Kosten spart. ODT arbeitet wie folgt: der Speicher-Controller sendet ein Signal zum Bus, das alle inaktiven DDR2-SDRAM Chips dazu motiviert, auf Terminierung umzuschalten. Somit befindet sich nur das aktive Signal auf der Datenleitung, Interferenzen sind im Grunde so gut wie ausgeschlossen.
Schauen wir uns noch einmal in einer übersicht die konkreten Unterschiede zwischen den jeweiligen Takt-und Übertragungsraten an, denn diesbezüglich herrschen oft große Mißverständnisse:

DDR2 Taktungen und Übertragungsdaten
Chip Modul realer Takt I/O Takt effektiver Takt Übertragungsrate pro Modul Übertragungsrate Dualchannel
DDR2-400 PC2-3200 100 MHZ 200 MHZ 400 MHZ 3,2 GB/s 6,4 GB/s
DDR2-533 PC2-4200 133 MHZ 266 MHZ 533 MHZ 4,2 GB/s 8,4 GB/s
DDR2-667 PC2-5300 166 MHZ 333 MHZ 667 MHZ 5,3 GB/s 10,6 GB/s
DDR2-800 PC2-6400 200 MHZ 400 MHZ 800 MHZ 6,4 GB/s 12,8 GB/s
DDR2-1066 PC2-8500 266 MHZ 533 MHZ 1066 MHZ 8,5 GB/s 17 GB/s

Bei DDR2-SDRAM taktet der I/O-Puffer mit der zweifachen Frequenz der Speicherchips. Hier erhält man, genau wie bei dem älteren DDR1-Standard, jeweils bei steigender und fallender Flanke des Taktsignals gültige Daten. Beim DDR-SDRAM werden mit einem Read-Kommando (mindestens) zwei aufeinanderfolgende Adressen gelesen, beim DDR2-SDRAM allerdings deren vier!
Daraus folgt: der reale Takt multipliziert mit 4 ergibt den effektiven Takt.




2GB oder mehr Arbeitsspeicher, sinnvoll oder nicht?

Jein lautet die "klare Antwort", denn es hängt schon sehr vom Einsatzgebiet und Betriebssystem ab, ob man 2GB oder mehr im System einsetzen sollte oder nicht.
Für normale Desktopanwendungen, Windows XP und Office genügen 1 Gb noch eine ganze Weile, diesbezüglich sicherlich sogar 512MB. Für aktuelle Spiele wie Battlefield 2 und Quake4, das mit weniger als 2 Gb sogar Probleme produziert, sollte man über eine eventuelle Nachrüstung nicht lange nachdenken, beide Spiele profitieren davon deutlich. Unter dem aktuellen Actionkracher Stalker lassen sich unter Windows Vista 64-bit mit 4GB Speicher die Ladezeiten deutlich reduzieren. Wobei anzumerken ist, das allein viel Arbeitsspeicher aus einem sonst langsamen System kein schnelles zaubert, denn Flaschenhälse wie langsame CPU >langsame Grafikkarte >langsame Festplatte werden dadurch nicht kompensiert!
Windows Vista, aufwendiger Videoschnitt, kommende Spiele, CAD und Photoshop gehören ebenso wie Zipprogramme und das völlig überfrachtete Nero 7.0 zu den Kandidaten, die sich über eine Speicheraufrüstung nicht beklagen.
Wer in die Zukunft investieren möchte und will, der sollte über eine Arbeitsspeicheraufrüstung intensiv nachdenken, denn 1. werden die Spieleanforderungen künftig kaum minimiert und 2. gibt Microsoft für Windows Vista schon 512MB als Minimalaustattung an. Das mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber wenn man überlegt, wie miserabel Windows XP mit der ursprünglichen Werksvorgabe von 128 MB zurechtkommt, sollte klar sein, wo wir bezüglich Windows Vista landen respektive gelandet sind...



Zur speziellen 4GB-Situation unter Windows XP und Vista, sowie dessen technischem Hintergrund lest bitte dazu unseren ausführlichen Artikel:

Die 4GB Problematik...







Auslagerungsdatei für 2GB oder mehr Arbeitsspeicher einstellen:

Auch hier kursieren wilde Gerüchte, von ganzen neuen Parametern bis hin zur gänzlichen Abschaltung des viruellen Speichers (Auslagerungsdatei).
Es bringt nichts, den virtuellen Speicher abzuschalten, denn Windows 2000/XP lagert trotzdem aus und es gibt auch keine Möglichkeit, dies zu ändern, ganz im Gegensatz zu Linux, dort ist dies explizit möglich. Drüber hinaus meckern auch weiterhin speicherhungrige Programme wie Photoshop ob der fehlenden Auslagerungsdatei, egal wieviel Speicher real vorhanden ist...
Wir haben zahlreiche Tests durchgeführt und konnten performancetechnisch keine Veränderung oder gar Verbesserungen konstatieren, wenn man die Auslagerungsdatei nun noch weiter erhöht. Darum lautet unsere aktuelle Empfehlung, stellt euren Arbeitsspeicher so ein, wie in unserem Artikel beschrieben, damit fahrt ihr zur Zeit immer noch am Besten.
Unter Vista ist diese Empfehlung nicht mehr zu halten, da Vista über eine gänzlich andere Speicherverwaltung verfügt, darum solltet ihr an den Werkseinstellungen auch möglichst nichts ändern, wir konnten jedenfalls keinen Optimierungsvorteil erkennen, wenn man die Auslagerungsdatei manuell vorgibt...




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 E8500
Mainboard
Asus P5E WS Pro/Asus Striker II Formula
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra/Asus Geforce 8800GTX/SLI
Monitor
Eizo S2100
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung F1 750GB 32MB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung F1 1TB 32MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-G70
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3 und Vista Ultimate SP1 64bit im Dualboot
Zubehör
2x Aerocool Turbine@5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Die Tests: Einleitung und Vorbereitung

In den Tests haben wir die Module (unabhängig von der Plattform) in mehreren Schritten an ihr Maximum herangeführt und neben synthetischen Benchmarks (Sandra XI SP2 und dem Speichertest von PCMark 2005) auch Spiele wie Fear und Quake4 mit einbezogen, um auch für diesen Sektor ein paar aussagekräftige Resultate zu liefern.
Die maximal erreichbaren Frames und Durchsatzraten spielten dabei nur die sekundäre Rolle, primär galt es herauszufinden, wieweit die Speichermodule ohne aufwendige Klimmzüge wirklich noch stabil laufen und welche Auswirkungen das Zusammenspiel von FSB und Speichertaktung hat.
Bevor dies gestartet wurde, haben wir das System nach folgendem Schema komplett neu aufgesetzt:

1. Mainboard-Bios auf den neuesten Stand geflasht.
2. Windows XP mit integriertem Servicepack 2 und PreSP3 Patches installiert ->zum Artikel
3. aktuelle Chipsatztreiber installiert.
4. DirectX 9.0c aus März 2008 installiert.
5. aktuelle Grafikkartentreiber und Monitortreiber installiert.
6. aktuelle Soundkartentreiber installiert.
7. weitere Treiber für Peripheriegeräte installiert.
8. die Dienste sicherheitsrelevant und performant konfiguriert ->zum Artikel
9. Performance-Workshop abgearbeitet ->zum Artikel
10. Alle temporären Dateien wurden nach dem CCleaner Artikel gelöscht und die Festplatten mit O&O Defrag 10.0.1634 abschließend defragmentiert.

11. Das fertige System wurde nun 2 Stunden mit dem Orthos Test von Prime95 aufgewärmt und die ersten Tests gestartet.

12. Zur Kontrolle der Fehlerfreiheit während der jeweiligen Testabschnitte, haben wir die Module nach unserem Memtest Workaround immer wieder überprüft.




Die Tests:

Für diesen Test haben wir auf unser bewährtes X38 System zurückgegriffen, ein Asus P5E WS Professional mit aktuellstem Bios.
Anders als bei aktuellen AMD-Systemen (Speichercontroller sitzt seit Sockel 939 in der CPU) befindet sich der Speichercontroller bei Intel in der Northbridge. Somit kommuniziert die CPU nicht mit dem Arbeitsspeicher, kann also diesbezüglich außer der Erhöhung des Frontsidebus keinen weiteren Einfluss auf etwaige Übertaktungen nehmen. Die CPU ist bei Intel zur Zeit noch grundsätzlich über den internen Multiplikator (in unserem X38-Testrechner: 9) und den Frontsidebus miteinander verkoppelt. Das bedeutet im Klartext, das Intel den klaren Nachteil der Limitierung durch den Frontsidebus aufweist. Mit anderen Worte, der Speicherdurchsatz wird durch den Frontsidebus begrenzt, was bei aktuellen AMD-CPUs nicht der Fall ist, weil der Speichercontroller in der CPU integriert wurde.
PCI-Express Frequency haben wir im Verlauf des Tests fixiert, damit Übertaktungen auf diese Bereiche keine negativen Auswirkungen haben. Alle anderen aktivierten/deaktivierten Bios Optionen haben zuweilen auch einen schlechten Einfluss aufs Übertakten und wurden entsprechend abgeschaltet respektive manuell eingestellt.


Den Mushkin Speicher haben wir auf unserer Intel X38 Plattform in sechs Schritten getestet:

1. DDR2-667 für den Speicher, FSB 333, Einstellungen im Bios:

- Configure DRAM Timings: manuell ->siehe Tabelle.
- der Rest auf Standard.


2. DDR2-800 für den Speicher, FSB 333 für die CPU, Einstellungen im Bios:

- AI Overclocking Tuner: manual.
- CPU Voltagel: Auto.
- Clock Twister: Auto.
- CPU Ratio Control: manual.
- CPU Ratio: 9.
- FSB Strap: Auto.
- FSB Frequency: 333 MHZ.
- PCI Express Frequency: 100 MHz.
- Transaction Booster: disabled.
- CPU Voltage: siehe Tabelle.
- DRAM Frequency: siehe Tabelle.
- DRAM Timing Control: siehe Tabelle.
- DRAM Voltage: siehe Tabelle.
- Memory Remap Feature: enabled.
- C1E Support: disabled.
- CPU TM Function: disabled.
- Vanderpool Technology: disabled.
- Intel Speedstep: disabled.
- CPU Q-Fan Control: disabled.


3. DDR2-1066 für den Speicher, FSB 333 für die CPU, Einstellungen im Bios:

- AI Overclocking Tuner: manual.
- CPU Voltagel: Auto.
- Clock Twister: Auto.
- CPU Ratio Control: manual.
- CPU Ratio: 9.
- FSB Strap: Auto.
- FSB Frequency: 333 MHZ.
- PCI Express Frequency: 100 MHz.
- Transaction Booster: disabled.
- CPU Voltage: siehe Tabelle.
- DRAM Frequency: siehe Tabelle.
- DRAM Timing Control: siehe Tabelle.
- DRAM Voltage: siehe Tabelle.
- Memory Remap Feature: enabled.
- C1E Support: disabled.
- CPU TM Function: disabled.
- Vanderpool Technology: disabled.
- Intel Speedstep: disabled.
- CPU Q-Fan Control: disabled.


4. DDR2-800 für den Speicher, FSB 400 für die CPU, Einstellungen im Bios:

- AI Overclocking Tuner: manual.
- CPU Voltagel: Auto.
- Clock Twister: Auto.
- CPU Ratio Control: manual.
- CPU Ratio: 9.
- FSB Strap: Auto.
- FSB Frequency: 400 MHZ.
- PCI Express Frequency: 100 MHz.
- Transaction Booster: disabled.
- CPU Voltage: siehe Tabelle.
- DRAM Frequency: siehe Tabelle.
- DRAM Timing Control: siehe Tabelle.
- DRAM Voltage: siehe Tabelle.
- Memory Remap Feature: enabled.
- C1E Support: disabled.
- CPU TM Function: disabled.
- Vanderpool Technology: disabled.
- Intel Speedstep: disabled.
- CPU Q-Fan Control: disabled.


5. DDR2-1066 für den Speicher, FSB 400 für die CPU, Einstellungen im Bios:

- AI Overclocking Tuner: manual.
- CPU Voltagel: Auto.
- Clock Twister: Auto.
- CPU Ratio Control: manual.
- CPU Ratio: 9.
- FSB Strap: Auto.
- FSB Frequency: 400 MHZ.
- PCI Express Frequency: 100 MHz.
- Transaction Booster: disabled.
- CPU Voltage: siehe Tabelle.
- DRAM Frequency: siehe Tabelle.
- DRAM Timing Control: siehe Tabelle.
- DRAM Voltage: siehe Tabelle.
- Memory Remap Feature: enabled.
- C1E Support: disabled.
- CPU TM Function: disabled.
- Vanderpool Technology: disabled.
- Intel Speedstep: disabled.
- CPU Q-Fan Control: disabled.


5. DDR2-1080 für den Speicher, FSB 400 für die CPU, Einstellungen im Bios:

- AI Overclocking Tuner: manual.
- CPU Voltagel: Auto.
- Clock Twister: Auto.
- CPU Ratio Control: manual.
- CPU Ratio: 9.
- FSB Strap: Auto.
- FSB Frequency: 400 MHZ.
- PCI Express Frequency: 100 MHz.
- Transaction Booster: disabled.
- CPU Voltage: siehe Tabelle.
- DRAM Frequency: siehe Tabelle.
- DRAM Timing Control: siehe Tabelle.
- DRAM Voltage: siehe Tabelle.
- Memory Remap Feature: enabled.
- C1E Support: disabled.
- CPU TM Function: disabled.
- Vanderpool Technology: disabled.
- Intel Speedstep: disabled.
- CPU Q-Fan Control: disabled.




Bei Boot-Problemen oder Systeminstablität haben wir die Spannung der Speicher und der CPU solange angehoben, bis das System wieder stabil lief. Wenn dies nicht genügte, wurden die Speichertimings verringert.


Testergebnisse Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit auf Intel X38 Plattform
Taktung Speicher Timings & Volt Quake4
FPS
Prey
FPS
Sandra XI SP2 Float Sandra XI SP2 Integer PC Mark 2005
DDR2-667
FSB 333
4-4-4-15
1,8V
76 76 6199 6321 6654
DDR2-800
FSB 333
4-4-4-15
1,9V
77 78 6502 6589 7002
DDR2-1066
FSB 333
5-5-5-15
2,1V
79 80 6877 7001 7451
DDR2-800
FSB 400
4-4-4-15
2,0V
81 82 6997 7157 7661
DDR2-1066
FSB 400
5-5-5-15
2,1V
81 82 7087 7188 7673
DDR2-1080
FSB 400
5-5-5-15
2,1V
81 82 7178 7255 7716



Kommentar zum Testresultat:

Wieder einmal zeigt der Test eines ganz deutlich, Core 2 Duo Prozessoren profitieren relativ wenig von Timings, dafür aber um so mehr von hohen Taktraten des Speichers und der CPU, sofern diese geliefert werden können. Auf der X38 Plattform fühlt sich der Speicher sowohl in den Standard-Takts als auch beim Übertakten des Prozessors auf FSB-400 (entspricht 3800MHZ CPU-Takt) sichtlich wohl, was in den Benchmarks entsprechend deutlich wird. Die Powerchips reagieren aber auf erhöhte Spannung nicht linear und somit anders als Micron, eine Erhöhung der Volts um 0,1 bringt beispielsweise nicht all zu viel, wenn es hoch kommt vielleicht 20 MHZ mehr Takt und das ist schon großzügig beschrieben.
So überrascht es auch wenig, das wir auch mit diesen Mushkins nicht über 1080 MHZ hinaus takten konnten, egal was wir an Spannung eingestellt hatten. Für einen Speicher, der ab Werk mit DDR2-800 selektiert wurde, stellen die 1080MHZ fraglos ein sehr gutes Resultat dar, wobei dies natürlich sehr Plattform abhängig zu betrachten ist.
Alle unsere weiteren Bemühungen darüber hinaus wurden mit einem sofortigem Neustart oder der Weigerung zu booten quittiert, das System war schlichtweg nicht mehr stabil ansprechbar.
Grundsätzlich konnten wir keinerlei Memtest Fehler während unserer gesamten Testprozeduren attestieren, ein ausgezeichnetes Resultat.




Temperatur-Vergleichswerte:
Jetzt kommen wir zum nächsten interessanten Teil des Tests, denn natürlich wollten wir auch wissen, inwieweit Heatspreader, Heatpipes usw. die Temperaturen des Speichers positiv beinflussen oder eben nicht. Darum haben wir mit verschiedenen Sensoren entsprechende Messungen vorgenommen und sind zu folgenden Resultaten gelangt:


Temperatur-Vergleichswerte der DDR-2 Module
Speicher:
Temps-idle
Temps-Last
Corsair TWIN2X4096-8500C5DF mit Lüfterleiste 26°C 33°C
Corsair TWIN2X4096-8500C5DF ohne Lüfterleiste 32°C 37°C
Corsair TWIN2X2048-8500C5D 32°C 37°C
G.Skill F2-6400PHU2-2GBHZ 36°C 41°C
G.Skill F2-6400CL5D-2GBNQ 35°C 41°C
Mushkin EM2-6400 DDR2-800 Quad Kit 37°C 44°C
Mushkin SP2-6400 DDR2-800 35°C 42°C
Mushkin XP2-8000 DDR2-1000 4GB-Kit 37°C 43°C
Mushkin XP2-8500 DDR2-1066 36°C 42°C
Mushkin XP2-8000 DDR2-1000 36°C 42°C
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit 35°C 41°C
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit Arctic White 35°C 41°C
OCZ Reaper HPC Edition DDR2-1066 33°C 38°C
Super Talent T1000UX2G5 DDR2-1000 38°C 44°C
Super Talent T800UX2GC4 DDR2-800 38°C 43°C
Super Talent T800UX4GC5 DDR2-800 4GB-Kit 39°C 45°C
Noname DDR2-800 ohne Heatspreader 36°C 41°C

Bei unseren erzielten Temperaturen ist zu berücksichtigen, das bedingt durch unser Kühlmanagement (120mm Gehäuselüfter und Netzteil mit 120mm Lüfter) sowie dem Thermalright Ultra-120 extreme eine gute Be-und Entlüftung des Gehäuses und der sockelnahen Bereiche ermöglicht wird, somit wird die Abwärme der Speichermodule sehr gut abtransportiert, so sollte es im Idealfall ja auch sein.
Die Temperaturwerte der Module sind jedenfalls ausgezeichnet und zeigen deutlich, das die Frostbyte Konzeption von Mushkin durchaus aufgeht. Es zeigt sich aber auch, das der Noname DDR2-Speicher ohne Heatspreader und ähnlicher Kühlrezeptoren durchaus kein thermisches Monstrum darstellt, sondern seine Abwärme recht gut weiterleitet, sofern denn eine entsprechende Be-und Entlüftung im Gehäuse vorhanden ist.


Wichtig:
Wir weisen ausdrücklich daraufhin, daß die von uns erreichten Resultate, bedingt durch die fertigungsbedingte Serienstreuung, nicht ohne weiteres auf andere Mainboards gleichen Typs übertragen respektive garantiert werden können.

Das Übertakten von Hardware-Komponenten kann zu Fehlern bis hin zur Beschädigung von Bauteilen führen und geschieht daher auf eigenes Risiko!
Typische Merkmale für Übertaktungsprobleme sind:

- Grafikfehler.
- USB Übertragungsprobleme.
- unspezifische Abstürze und Freezes.

Wie man Arbeitsspeicher richtig testet, könnt ihr in unserem entsprechenden Artikel nachlesen:

Memtest Workaround




weitere DDR2-Reviews:


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» Super Talent T800UX4GC5 4GB-Kit









Fazit:

Der Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit überraschte uns schon ein wenig, zumal er mühelos mit den kürzlich getesteten Redlines mithalten konnte, die immerhin für DDR2-1066 ausgelegt sind.
Die Optik der weißen Heatspreader wird fraglos viele Anwender ansprechen, auch wenn sie auf die Leistung und Stabilität eines Speichermoduls natürlich überhaupt keinen Einfluß nimmt. Trotzdem hat die Optik einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf unser Kaufverhalten, das sollte man bei aller Technik nicht unter den Tisch fallen lassen.
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten des Tests in der Gesamtübersicht:

Plus:
• exzellente Verarbeitung
• sehr schicke Optik
• ausgezeichnete Stabilität
• sehr gute Lese-und Schreibdurchsatzleistungen
• fehlerfrei programmiertes SPD und EPP
• gute Timings unter DDR2-800
• gutes Übertaktungspotential
• hervorragende thermische Eigenschaften
• lange Garantiezeit (Europa 15 Jahre, sonst lebenslang)
• aktuell hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 90 €)

Minus:
• n/a

Wenn man bedenkt, das dieses Kit vor 5 Monaten noch über 250 € gekostet hat, kann man ohne Übertreibung von einem Preis-Leistungs-Schnäppchen sprechen. Wer sein System gern übertaktet, darüber hinaus auch schnellen Timings nicht abgeneigt ist und Wert auf ausgefallene Optik legt, hat die richtigen Module gefunden, da sind wir uns sicher...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Mushkin XP2-6400 996580W 4GB Dualkit erhält den PC-Experience Award in Gold







Weiterführende Links:

Mushkin

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Mushkin Deutschland für die Bereitstellung des Testsamples und den freundlichen Support



euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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