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Achtung Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Smart Drive 2002 Copper







Einleitung:

Wer in Ruhe an seinem Rechner arbeiten möchte oder muß, der wird sich zwangsläufig irgendwann die Frage stellen: "wie verpass ich meinem ständigen Knarz-und Dröhn-Vibrator neben dem Schreibtisch endlich einen Maulkorb...?"
Das ist heutzutage eigentlich kein so großes Problem mehr, denn die Auswahl an leisen Lüftern und Netzteilen hat inzwischen fast schon inflationäre Ausmaße angenommen. Darüber hinaus lassen sich Gehäuse problemlos dämmen und eine laute Grafikkarte stellt auch keine unüberwindliche Hürde mehr dar. Allein die Festplatten treiben einem zuweilen die Sorgenfalten ins Gesicht, es existieren einfach viel zu wenig wirklich funktionierende Entkoppelungen und Dämmungen, die beiderlei Geräuschquellen auf ein Minimum reduzieren. Ihr habt richtig gehört, eine Festplatte erzeugt nicht nur diese furchtbaren Knarzgeräusche beim Zugriff, sie maltretiert seine Benutzer auch mit Vibrationen, die aus den Drehungen der Festplattenmechanik resultiert. Wer dann noch ein dünnwandiges Gehäuse besitzt, der hat einen Resonanzkörper, der einer Gitarre entspricht.
Was ist also zu tun? ideal wäre eine Festplattenbox, die unsere Festplatte vom PC-Gehäuse entkoppelt, gleichzeitig die Drehschwingungen minimiert und darüber hinaus keine Temperatursteigerung erzeugt, denn eine Isolierung läßt nun mal nicht viel Luft an den Probanden.
Auf der Suche nach so einem Allrounder scheinen wir fündig geworden zu sein, das Smart Drive 2002 Copper Gehäuse des japanischen Herstellers Growup offeriert zumindest theoretisch genau das, was wir von so einer Box erwarten. Wir haben sie kurzerhand geordert und bei der Gelegenheit unsere Resultate mit denen der bekannten Quiet Drive Lösung von Scythe verglichen.
Wie sich die Box im rauhen Praxisalltag geschlagen hat, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Test, viel Spaß beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Smart Drive 2002 Copper in Retail Verpackung.
- 4-pin Stromadapter und SATA Adapter.
- Schrauben.
- Handbuch (mehrsprachig).




Die technischen Daten:

- Abmessungen: 177x145x36mm (LxBxH).
- mögliche Farben: schwarz.
- Gehäusematerial: Aluminium mit Kühlrippen.
- Festplattenaufnahme und Deckel: Kupfer.
- Dämmaterial: Schaumstoff (Sorbothan).
- unterstützt alle 3,5" PATA und SATA-Festplatten.
- Einbauort: 3,5" Schacht.
- Gewicht: ca. 1100g (ohne Festplatte).
- aktuelle Marktpreise: ca. 49,90/59,90/69,90 €.
- Varianten: Classic, Aluminium, Copper (Kupfer).
- Garantie: 2 Jahre.




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Asus P5E WS Professional
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
CPU-Kühler
Thermalright Ultra-120 extreme
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatte Daten
1x Samsung F1 750GB 32MB SATA II
Festplatte Backup
1x Samsung F1 1TB 32MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-G70 B
Netzteil
Seasonic S12 II 500 Watt
Monitor
Eizo S2100
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3/Vista Ultimate 64-bit




Die Test-Festplatten:

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Für diesen Test des Smart Drive Festplattengehäuse haben wir drei handelsübliche Festplatten verwendet, die über folgende technische Daten verfügen:

- exakte Typenbezeichnung: Samsung Spinpoint F1 HD753LJ
- Größe: 750 GB (unformatiert).
- Schnittstelle: SATA II Interface (SATA-300).
- Buffer: 32MB Cache.
- Undrehungsgeschwindigkeit: 7200 U/min.
- Zugriffszeit: 8,9ms.
- Command queuing: NCQ.
- Anzahl der Plattern: 3 Magnetscheiben.
- Stromverbauch Standby: ca 1 Watt.
- Stromverbrauch maximal: ca. 14 Watt.
- Lagerung: Flüssigkeitslager.
- Temperaturbelastungsgrenze: 60°C.
- Gewicht: ca. 610 Gramm.

- exakte Typenbezeichnung: Hitachi Deskstar T7K250 (HDT722525DLAT80)
- Größe: 250 GB (unformatiert).
- Schnittstelle: PATA-133.
- Buffer: 8MB Cache.
- Undrehungsgeschwindigkeit: 7200 U/min.
- Zugriffszeit: 8,5ms.
- Command queuing: nein.
- Anzahl der Plattern: 2 Magnetscheiben.
- Stromverbauch Standby: ca 1,2 Watt.
- Stromverbrauch maximal: ca. 10 Watt.
- Lagerung: Flüssigkeitslager.
- Temperaturbelastungsgrenze: 55°C.
- Gewicht: ca. 560 Gramm.

- exakte Typenbezeichnung: Western Digital WD1500ADFD
- Größe: 150 GB (unformatiert).
- Schnittstelle: SATA I Interface (SATA-150).
- Buffer: 16MB Cache.
- Undrehungsgeschwindigkeit: 10.000 U/min.
- Zugriffszeit: 4,6ms.
- Command queuing: NCQ.
- Anzahl der Plattern: 2 Magnetscheiben.
- Stromverbauch Standby: ca 2,6 Watt.
- Stromverbrauch maximal: ca. 11 Watt.
- Lagerung: Flüssigkeitslager.
- Temperaturbelastungsgrenze: 65°C.
- Gewicht: ca. 730 Gramm.

Wir haben ganz bewußt Festplatten aus unterschiedlichen Jahrgängen eingesetzt, um nicht nur die ohnehin geräusch-optimierten neuen Samsung F1 Festplatten als Maßstab zu präsentieren, sondern um auch deutlich zu machen, wie sich 2 Jahre alte Technik in Form der Hitachi in dieser Box verhält. Beide Festplatten laufen mit 7200 U/min und verfügen über Flüssigkeitslagerung. Trotzdem erzeugen unsere beiden Testobjekte sehr unterschiedliche Geräuschcharakteristika, die Hitachi z.B. ist bekannt für ihre sehr deutlich wahrnehmbaren Zugriffgerüäusche, wohingegen die Samsung eher durch deutliche Vibrationen auffällt.
Um auch einen echten Härtetest parat zu haben, wurde auch noch eine unserer Raptoren in die Smart Box verfrachtet. Diese Festplatte rotiert mit 10.000 U/min und ist trotz Flüssigkeitslager wahrlich kein Leisetreter, die Platte erzeugt so starke Schwingungen und Zugriffsgeräusche, das wirklich jede Dämmbox extrem gefordert ist...




Verarbeitung und Komplettierung:

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Smart Drive 2002 Copper Gehäuse ist absolut akkurat verarbeitet, da gibt es weder etwas zu bemängeln, noch zu verbessern. Die Frontpartie hinterläßt auch einen wertigen Eindruck, was insbesonder darum recht wichtig ist, weil die Box im 5,25 Schacht durchaus auch so verschraubt werden kann, das man sie permant sieht.
Die Box wird auch mit glatter Oberfläche angeboten, worin wir allerdings keinen Sinn sehen, denn die Kühlrippen vergrößern ja bekanntlich die Oberfläche und fördern somit die Wärmeableitung, was der Kühlung logischerweise sehr zuträglich ist.

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Wenn man die sechs kleinen Schrauben des Deckels entfernt, findet man auch endlich die heiß ersehnten Steckadapter, um die Festplatten entsprechend zu verkabeln.
Deutlich zu sehen sind die großen Kupferkontaktflächen für die Festplatte und die Sorbothan Schaumstoffstreifen. Sorbothan ist ein hochelastischer Elastomer, der auch gerne im HIFI-Bereich zur Dämpfung u.a. von Lautsprechern und wegen seiner Viskoelastizität sogar in der Medizin z.B. für Bandagen eingesetzt wird.
Wenn man die Dämmleisten herauszieht, sieht man die Klemmbacken, über die bei Bedarf unterschiedliche Festplattenabmessungen ausgeglichen werden können. Ansonsten besteht durchaus kein Grund, daran herumzuzupfen, denn die Kabeladapter sollten einfach nur oben drübergelegt werden.

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Der ganze Innenaufbau ist sehr clever gestaltet, die Festplatten erhalten eine große Kühlauflage an den Kupferflächen und über den Schaumstoff wird der Innenraum hermetisch abgedichtet, was zusätzlich noch einmal durch die schmalen Abdichtlippen der Kabeldurchführung unterstützt wird.
Die Festplatte wird eingesetzt (bitte nicht uneerdet die Elektronik berühren) und zwar so, das die Kabeladapter später nicht verbogen werden müssen, wenn die Box komplettiert wird. Außerdem würde die Festplatte dann auch auf dem Kopf liegen, was ebenfalls mehr als überflüssig wäre.

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Die Passgenauigkeit gestaltet sich ausgesprochen gut, so daß keine Klimmzüge gemacht werden müssen, um den Deckel abschließend wieder zu verschrauben.
Ein freier 5,25" Platz im Gehäuse ist für die Box unabdingbar, eine Vorrichtung, um die Box auf den Towerboden zu befestigen, exitiert leider nicht. Wie man an unserem Beispiel sieht, kann sich die Box rein optisch aber durchaus an der Gehäusefront sehen lassen...




Die Tests:

Die Temperaturen der Festplatten wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen, auch wenn die Verlegung der empfindlichen Sensoren in der Box recht fummelig war. Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels HD Tune 2.54 und Everest Ultimate 4.20.1245 durchgeführt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C.
Die Lautheit konnten wir dank eines ACR-264-plus Messgerät sehr genau verifizieren, das 15cm von der eingebauten Box entfernt aufgestellt war.
Jede Festplatte wurde formatiert, partitioniert und mit exakt 100 Gigabyte an Daten gefüttert, anschließend mit O&O Defrag V10 defragmentiert und getestet. Für den Belastungs-Test liesen wir dann PC-Mark 2005 eine Stunde im Loop laufen.


Temperaturen und Lautheit ohne Box
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Samsung Spinpoint F1 29°C 36°C 23,5 dBA 26,5 dBA
Hitachi Deskstar T7K250 30,5°C 37,5°C 27 dBA 35,5 dBA
Western Digital WD1500ADFD 32°C 39,5 °C 31,5 dBA 38,5 dBA


Temperaturen und Lautheit Smart Drive 2002C
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Samsung Spinpoint F1 21°C 28°C 19,5 dBA 22,5 dBA
Hitachi Deskstar T7K250 23°C 29,5°C 22 dBA 31,5 dBA
Western Digital WD1500ADFD 24,5°C 31,5 °C 25,5 dBA 32,5 dBA

Temperaturen und Lautheit Scythe Quiet Drive
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Samsung Spinpoint F1 25°C 32°C 22 dBA 24,5 dBA
Hitachi Deskstar T7K250 27,5°C 34°C 24,5 dBA 33 dBA
Western Digital WD1500ADFD 30°C 35,5 °C 29 dBA 36,5 dBA


Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Unsere Resultate sind überraschend eindeutig und das in jeder Hinsicht. Bis zu 8°C reduzierte Temperaturen bei durchschnittlich 4 bis 6 dBA weniger Lautheit, da wird sogar unser Raptor Krachmacher endlich in seine Schranken verwiesen.
Daran ändert auch die im Tower eingebaute Smart Drive Box wenig und das selbst in unserem diesbezüglich recht sensiblen Lian LI PC-G70 und das soll schon etwas heißen, zumal dünnwandige Aluminium-Tower diese Geräuschquellen nahezu ungefiltert weitergeben.
Kein Pfeifen, kein Piepsen, kein Knarzen, die Festplattenaktivität ist nur noch an der LED erkennbar, für uns heißt dies: endlich wieder in Ruhe Artikel schreiben. Wer die Festplatte noch hören will, der muß schon sein Ohr an die Box halten.
Zu den Temperaturen ist noch anzumerken, das die Box natürlich von unserem Kühlmanagement profitiert, zwei 120mm Lüfter und ein aktives Netzteil bewirken da einiges an Unterstützung, das wollen wir nicht unter den Tisch fallen lassen. Wer keine aktive Gehäuse Be-und Entlüftung besitzt, muß logischerweise mit höheren Temperaturen rechnen. Trotzdem ist der ausgesprochen gute Kühleffekt nicht wegzudiskutieren.
Die Scythe Quiet Drive Box kann sich zwar auch recht gut in Szene setzen, aber doch mit gehörigem Abstand, wenngleich auch zu einem deutlich günstigeren Preis...
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...




Fazit:

Growup präsentiert mit dem Smart Drive 2002 Copper einen fabelhaften Helfer, um seine Festplatten ruhig zu stellen und hält unsere drei doch sehr differenten Festplatten dazu auch noch überaschend wohltemperiert bei Laune. Selbst hochfrequente Drehschwingungen sind nahezu unhörbar und Vibrationen werden ebenfalls nicht mehr zur Verstärkung ans PC-Gehäuse weitergereicht, was kann man positiveres von einer Dämmbox berichten?
Zur besseren Übersicht abschließend noch einmal unsere Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
- komplette Retailversion.
- ansprechende Optik.
- sehr hochwertige und massive Verarbeitung.
- exzellente Dämmeigenschaften.
- sehr gute Entkoppelungseigenschaften.
- ausgezeichnte Kühleigenschaften.

Minus:
- recht teuer (69,90 € in der Testversion).

Dieser Box kann zur Zeit kein Konkurrent das Wasser respektive den Kopfhörer reichen und das muß auch niemand, denn mit diesem Gehäuse gehören Ohrstöpsel und andere Dezibel-Verhinderer definitiv zum alten Eisen.
Growup läßt sich diesen Spaß allerdings teuer bezahlen, was unsere Begeisterung wieder etwas relativiert. Nevertheless, kaufen würden wir sie trotzdem...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Smart Drive 2002 Copper Festplattendämmbox erhält den PC-Experience Award in Gold








Weiterführende Links:

Gamingstuff

aktuelle Bezugsquelle


euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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