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BFG Geforce 8800GT OC







Einleitung:

"Impavidi progrediamur" sagt der Lateiner, "unverzagt wollen wir weiterschreiten", und die Umsetzung dieses alten Zitats scheint bei Nvidia Programm zu sein. Nach dem großen Erfolg des G80 Chipsatzes, stellte sich die Frage nach einer ebenfalls performanten Serie für den bezahlbaren Mittelklasse Bereich. Aus dieser berechtigten Forderung entwuchs der G84 Chipsatz in Form einer 8600GT, die zwar eine 7600GT in ihre Schranken verweisen konnte, aber darüber hinaus doch eher wenig bot, was erwähnenswert wäre.
Kurzum, Nvidia entwickelte den neuen lang erwarteten G92 Chipsatz, der deutlich schneller als der G84 und dank 65nm Fertigung trotzdem stromsparender seinen Dienst verrichtet soll und garniert das Menü mit einem attraktiven Preis. Schon sind wir mitten im Thema, denn in diesem Review geht es genau um diesen neuesten Spross aus dem Hause Nvidia: der 8800GT. Unser Testkandidat entstammt der Firma BFG Technologies, einer der führenden privaten Nvidia Grafikkartenanbieter in den USA und wird ab Fabrik schon moderat übertaktet ausgeliefert.
Wir waren sehr gespannt, an welcher Stelle der Nvidia Hierachie sich die Karte einordnen wird, denn die Leistungsindikatoren tendierten doch eher zur Spitzenklasse. Diese und andere Fragen klären wir in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Die technischen Daten BFG 8800GT OC:

GPU
Nvidia G92 Revision A2
Fertigungsprozess
65 nm
Fertigung
TSMC
Transistoren
ca. 754 Mio.
GPU Speed
625 MHZ
Memory
512MB onboard GDDR3-SDRAM
RAMDAC
2x 400MHZ
Memory Speed
1000 MHZ
Shader Speed
1566 MHZ
Speicherinterface
256 Bit
Speicher-Bandbreite
57,6 GB/sec
FLOPs
508 GFLOPs
ROPs
16
Speicherinterface
256 Bit
Schnittstelle
PCI Express 2.0
Stream Prozessoren
112
Pixel Füllrate
9600 MPix/s
Texelfüllrate
33600 MTex/s
Shader Model
4.0
MSAA + HDR
FP16, FP32
winkelabhängiges AF
ja
Anti-Aliasing
16x Fullscreen
Multisampling
16x
Transparenz FSAA
ja
DirectX Unterstützung
DirectX 10
HDPC Unterstützung
ja
SLI Unterstützung
ja
OpenGL version
OpenGL 2.0
Output Anschlüsse
2xDVI, HDTV+TV-Out
Maximale Auflösung
2560x1600 über DVI
Stromanschluß
1x 6-pin Molex
Platinenlänge
23cm
Lüfter
55mm Radiallüfter (Cooler Master)
Gewicht
ca. 720 Gramm mit Kühleinheit
Garantie
lebenslang (in der EU: 10 Jahre)




Die technischen Daten im Vergleich:

Nvidia 8800GT BFG 8800GT OC Radeon HD2900 XT Nvidia 8800GTS Nvidia 8800GTX Nvidia 8800 ultra
GPU-Revision
G92 G92 R600 G80 G80 G80
GPU-Takt
600 MHz 625 MHz 742 MHz 500 MHz 575 MHz 612 MHz
Fertigung
TSMC TSMC TSMC TSMC TSMC TSMC
Fertigungsprozess
65 nm 65 nm 80 nm 90 nm 90 nm 90 nm
Transistoren
754 Millionen 754 Millionen 700 Millionen 681 Millionen 681 Millionen 681 Millionen
Leistungsaufnahme
ca. 110 Watt ca. 110 Watt ca. 180 Watt bis 150 Watt ab 150 Watt ab 170 Watt
Speichertakt
900 MHz 1000 MHz 828 MHz 800 MHz 900 MHz 1080 MHz
Shadertakt
1512 MHz 1566 MHz 742 MHz 1200 MHz 1350 MHz 1512 MHz
Speicherinterface
256 Bit 256 Bit 512 Bit 320 Bit 384 Bit 384 Bit
Speicherart
GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3
Speicher-Kapazität
512 MB 512 MB 512 MB 640 MB 768 MB 768 MB
RAMDAC
400 MHz 400 MHz 400 MHz 400 MHz 400 MHz 400 MHz
Speicherbandbreite
57,6 GB /s 64 GB /s 106 GB/s 64 GB/s 86,4 GB/s 103,6 GB/s
Interface
PCI Express 2.0 PCI Express 2.0 PCI Express PCI Express PCI Express PCI Express
DirectX Version
10 10 10 10 10 10
Shader-Model
4.0 4.0 4.0 4.0 4.0 4.0
Stream CPUs
112 112 320 96 128 128
Texture Units
56 56 16 48 64 64
ROPs
16 16 16 20 24 24
FLOPs
508 GFLOPs 508 GFLOPs 475 GFLOPs 346 GFLOPs 518 GFLOPs 581 GFLOPs
Pixel-Füllrate
9600 MPix/s 9600 MPix/s 11872 MPix/s 10000 MPix/s 13800 MPix/s 14688 MPix/s
Texel-Füllrate
33600 MTex/s 33600 MTex/s 11872 MTex/s 24000 MTex/s 36800 MTex/s 39168 MTex/s
Preis
ca. 240 € ca. 250 € ca. 340 € ca. 330 € ca. 450 € ca. 550 €




Lieferumfang und Layout:

- BFG Geforce 8800GT OC Retail.
- Treiber-CD.
- VIVO-Kabel und -Adapter.
- DVI/VGA-Adapter.
- zwei Case Badges.

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Die BFG 8800GT kommt in sehr überschaubaren Dimensionen daher und wirkt im Vergleich zu unserer Asus 8800GTX relativ schmalspurig. Das ist auch kein Wunder, die Platine ist mit 23cm Länge fast 4cm kürzer und die Singleslot-Kühlung trägt ihren Teil zur Kompaktheit bei.
Die neue Kühllösung mit dem 55mm Radiallüfter wurde möglich, da die Karten mit maximal 110 Watt Leistungsaufnahme nahezu 40 Watt weniger Abwärme produzieren im Vergleich zu den 8800GTX und 8800 ultra Grafikkarten. Die Kühlerstruktur wurde aus Aluminium gefertigt und besteht nur im Bereich der GPU aus einem Kupferblock, abgerundet wird das Ganze durch eine Heatpipe. Sämtliche Speichermodule, Spannungswandler und auch der HDCP/Video-Chip werden durch die Kühlkonstruktion mitgekühlt, auf der Rückseite der Karte befinden sich keine weiteren Kühlelemente.
Schon wird aber ein Nachteil dieser Kühlerkonstruktion sichtbar, die Abwärme wird nicht mehr über einen separaten Slot selbst aus dem PC-Gehäuse abtransportiert, ein gut durchlüftetes Gehäuse ist also Pflicht.
Auf der anderen Seite dürfte es auf Grund der Abmessungen aber auch keine Probleme mehr geben, die Grafikkarte in einem kleinen Gehäuse sprich HDPC o.ä. zu beheimaten.

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Wie bei Karten dieser Klasse schon obligatorisch, sind sie natürlich mit 2 Dual-Link fähigen DVI-Ausgängen ausgerüstet worden, die SLI-Brücke ist ebenso obligatorisch vorhanden.
Die Verarbeitung der BFG 8800GT OC kann nur als herausragend beurteilt werden, die Platine wurde akribisch mit den einzelnen Bauteilen verlötet, da wurde nichts dem Zufall überlassen. Das Logo ist sicherlich Geschmackssache, zieht sich aber durch alle aktuellen 8er Serien von BFG und stellt scheinbar sowas ein Corporate Identity für diese Karten dar, einen gewissen Coolness Effekt kann man nicht leugnen.
NVIDIA nennt den Grafikkern dieser Karten G92, der in 65-nm-Fertigungsgröße produziert wird. Mit 754 Millionen Transistoren stellen diese Pixelbeschleuniger auch gleich einen neuen Rekord auf, der selbst eine 8800ultra mit ihren 681 Millionen klar in den Schatten stellt. Nur ist in dem Fall Masse mit Klasse gelichzusetzen?
Der Grafikkern ist werksseitig mit 600 MHz getaktet (BFG: 625 MHZ), die Shader laufen mit 1512 MHZ (BFG:1566 MHZ) und der Grafikspeicher läuft mit 900 MHz (BFG: 1000 MHZ). Dank hochwertiger Quimonda Speicherchips (insgesamt 512MB), die eine Ansprechzeit von 1,0ns aufweisen, sollte auch über die werksseitige Übertaktung von BFG hinaus noch Spielraum für weitere Leistungssteigerungen vorhanden sein, aber dazu mehr in unserem Testsegment...

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Das die aktuellen Karten nach RoHS Norm gefertigt werden, sei an dieser Stelle auch noch erwähnt, dies ist allerdings nicht nur Feature, sondern Vorschrift.
Der einzelne 6-pin Stromanschluss resultiert ebenfalls aus der Leistungsaufnahme der Karte, da mit knapp 110 Watt keine weitere Stromversorgungsleitung nötig ist. Ohne diesen Anschluss geht es prinzipiell nicht, da die PCI-Express Slots maximal 75 Watt zur Verfügung stellen, daran ändern auch neue Mainboards mit PCI 2.0 Schnittstelle nichts.
Bei ATI besteht die Möglichkeit, den Ton über einen speziellen DVI->HDMI Adapter wiederzugeben, diese Option fehlt bei diesen Grafikkarten leider gänzlich.




Die Technik:

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Wir wollen euch zwar nicht endlos mit technischen Details und unverständlichen Fachbegriffen langweilen, aber ein paar Eckdaten der neuen G92-Technik sollten es schon sein...
Eines der Hauptaugenmerke der neuen G92 Chips liegt, analog zum G80 Chipsatz, zweifelsohne auf den neuen Unified-Shader Einheiten, oder auch Stream Prozessoren. Jeder einzelne dieser Prozessoren kann typische Gleitkomma-Berechnungen, etwa Multiplikationen mit anschließender Addition (MADD-Rechnung) ausführen. Mit aufwändigen Logik- und Kontrollmechanismen können erstmals parallel zu- und unabhängig voneinander Pixel-, Vertex-, Geometrie- und Physikberechnungen auf die Shadereinheiten verteilt werden. Im deutlichen Gegensatz zu klassischen spezialisierten Shadern anderer Grafikkartenchips übernehmen die Prozessoren hier vollkommen flexibel die anfallende Rechenlast, die GPU wird so wesentlich besser ausgelastet. Die Compute Unified Device Architecture (CUDA) soll die Verarbeitung von Programmen auf der Grafikkarte ermöglichen, d.h. die bis zu 112 Stream Processors der G92-Chips sind gruppenweise mit L1- und L2-Cache verbunden und greifen mit hoher Datentransferrate auf den GDDR3-Speicher zu. Statt als "Unified Shader" zur Berechnung von Bild-Pixeln arbeiten sie im CUDA-Modus flexibel programmierbar. Da der G92-Chipsatz aber lediglich 7 Shadercluster besitzt (G80 deren 8), kann die GPU auch nur auf 112 Shdereinheiten zugreifen.
Kommen wir zum nächsten wichtigen Feature: den Raster Operation Units kurz ROPs. Sie stellen die finale Renderstufe eines Grafikchips dar und sind ebenfalls mit dem Speicherinterface verbunden.
Im Vergleich zur G80 Architektur, erfuhr der G92 aber einschneidende Änderungen. Beim G80 sind 6 ROP-Cluster vorhanden, angebunden an ein je 64 Bit breites Speicherinterface. Daraus resultiert auch die krumme Speicherbusbreite von 384 Bit. Für die Vorgängergeneration waren 256 Bit bei den High-End-Karten üblichlicherweise implementiert. Jedes ROP-Cluster kann grundsätzlich vier Pixel parallel schreiben, das bedeutet, das 24 Pixel gleichzeitig geschrieben werden. Bei einer GeForce 7900GTX und der Radeon X1900 Grafikkarten sind es früher zum Vergleich lediglich 16 Pixel gewesen. Aus der Zahl der Pixel, die gleichzeitig geschrieben werden können und dem Chiptakt ergibt sich schlußendlich die Pixelfüllrate, der aber nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, wenn es um die Leistungsbestimmung einer aktuellen Grafikkarte geht.
Während auf dem G80 also noch sechs ROP-Partitionen mit jeweils vier ROPs verbaut sind (also insgesamt 24 ROPs), sind auf dem G92 nur noch vier Rop-Partitionen (also insgesamt 16 ROPs) vorhanden. Jede einzelne dieser Partitionen kann insgesamt vier Pixel mit Farb- sowie Z-Werten (Tiefeninformationen) pro Takt realisieren und jede ROP-Partition ist direkt mit einem Framebuffer verbunden. Während beim G80 sechs 64 Bit breite Speicherkanäle existieren, sind es beim G92, analog der Anzahl der ROPS, nur noch deren vier. Somit bietet der G92 nur ein 256 Bit breites Speicherinterface an, das in vier 64-Bit-Speicherkanäle aufgeteilt ist. Jeder Speicherkanal ist an zwei Speicherbausteine angeschlossen, die je nach Version des 3D-Beschleunigers (256-MB- oder 512-MB-Variante) 32 MB oder 64 MB groß sind. Das ganze stellt sich uns nicht wirklich nachvollziehbar dar, denn so wurde doch einiges Potential insbesondere für hohe Auflösungen verschenkt und das ohne Not.
Ebenfalls an Bord befindet sich eine Physik-Engine namens Quantum Effects Physics Processor. Hier übernehmen die Streaming-Prozessoren des Grafikchips auch physikalische Berechnungen. Neue 3D-Spiele können beispielsweise eine realistischere Darstellung von Feuer, Rauch oder aufwendigen Explosionen erreichen. Die Rechner-CPU soll dabei abermals entlastet werden. Nvidia hat kürzlich in einigen Demos vorgeführt, was diesbezüglich möglich ist, zu sehen bekommen wir dies in der Praxis in den aktuellen und kommenden Direct10 Spielen.
DirectX-10 beherrschen die G92-Karten übrigens nativ, Open GL 2.0 und das Shader-Model 4.0 werden ebenfalls unterstützt. Der Grafikchip bietet HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) und kann daher auch hoch aufgelöste Filme wiedergeben, die auf Blu-ray- und HD-DVD-Medien basieren. Nvidia Videobeschleunigung PureVideo ist natürlich auch an Board, diese Kombination aus dediziertem Videoprozessorkern und Software bietet ruckelfreies HD-Video in Formaten wie H.264, WMV und MPEG-2 bei minimaler Prozessorbelastung und geringstem Stromverbrauch, das verspricht zumindest Nvidia...
Außerdem ermöglichen die G92 Karten dank Lumen Engine auch das High Dynamic Range Rendering (HDR) mit 128-Bit-Genauigkeit, ohne das sie dabei auf Kantenglättung (Antialiasing) bis hinauf zum 16x-Full-Screen-Modus verzichten müßten, ein Manko früherer Geforce Grafikkarten und bisher immer eine Domäne von ATI.
Unterschlagen wir aber nicht die Texture-Mapping-Units, die wir ja schon aus alten 3dfx Zeiten kennen. Diese ermöglichen die Texturierung und sind auch für die Texturfilterung wie z.B. anisotrope Filterung zuständig. Vereinfacht formuliert dienen sie dazu, die Oberflächen dreidimensionaler Oberflächenmodelle mit zweidimensionalen Bildern, sogenannten Texturen und Oberflächeneigenschaften auszustatten. Texturen lassen computergenerierte Bilder detailreicher und realistischer erscheinen, ohne daß das zugrundeliegende Modell selbst verfeinert werden müßte.
Neu ist beim G92-Chipsatz ebenfalls die Kompatibilität zum PCIe-2.0-Standard. Vorherige Grafikkarten waren PCIe-1.1-kompatibel und konnten mit je acht Gigabyte pro Sekunde mit dem PCIe-Bus kommunizieren. PCIe 2.0 verdoppelt zumindest theoretisch die Bandbreite auf 16 GB pro Kanal, da fühlt man sich doch sehr deutlich an AGP 4x versus AGP 8x erinnert. Nvidia gibt diesbezüglich nicht ganz unerwartet an, das Spiele und sogar 3-Way-SLI in naher Zukunft nur bedingt von der höheren Bandbreite profitieren werden. Nvidia sieht PCIe 2.0 aber als einen großen Schritt bei GPGPU-Anwendungen (Cuda), die je nach Programmierung einen starken Geschwindigkeitsschub von PCIe 2.0 erfahren sollen. Zum Thema Stromversorgung gab es zwar einige Gerüchte, die Fakten sehen aber wie so oft anders aus, beim neuen Standard wurde der maximale Stromverbrauch pro PCIe-Slot nicht verändert, er liegt also für den PCIe-x16-Slot nach wie vor bei 75 Watt.
Aber genug der grauen Theorie, kommen wir endlich zum Praxistest...




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Gigabyte P35 DQ6
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
CPU-Kühler
Thermalright Ultra-120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint T133 400GB 16MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-G70 B
Netzteil
Seasonic S12 II 500 Watt
Monitor
Eizo FlexScan S2100-K
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3/Vista Ultimate 64-bit
Zubehör
2x Aerocool Turbine 120mm @5Volt




Montage, Treiberinstallation und Tipps:

Bevor wir den Vorgänger der BFG 8800GT, die Asus 8800GTX aus dem Rechner entfernt haben, wurde der ohnehin veraltete Nvidia Detonator-Treiber aus dem System verbannt.
Dazu bevorzugen wir die Vorgehensweise aus unserem entsprechenden Artikel:

Nividia Grafikkartentreiber korrekt deinstallieren

- Die neue Karte eingebaut und über einen entsprechenden Stromanschluss mit dem Netzteil verbinden, schon ist die 8800GT startklar.
Achtet nach Möglichkeit darauf, das sich die Grafikkarte ihren Stromstecker nicht mit anderen Geräten teilen muß !
- Neu starten, eventuelle Nvidia-Reste aus dem System noch entfernen und die gewünschten Treiber installieren, in unserem Fall den 169.09, der speziell für die Crysis optimiert wurde.
Abschließend aktualisierten wir die vorhandene DirectX9.0c Version auf die überarbeitete Version aus November 2007.
Wer lieber das ältere und eigentlich übersichtlichere Nvidia Konfigurationsmenü bevorzugt, kann dies übrigens auch nachträglich ändern:

Anleitung dazu

DirectX 9.0c Version November 2007

- Fertig.


Wer sein Betriebssystem ohnehin neu aufsetzen wollte, der sollte nach Möglichkeit unsere Installationsreihenfolge verwenden:

1. Windows installieren.
2. Servicepacks installieren. (sofern nicht schon auf CD eingebunden)
3. Wurmports schließen ->zum Artikel
4. Chipsatztreiber installieren.
5. DirectX 9.0c installieren. (im Servicepack2 bereits enthalten!)
6. Grafikkartentreiber und Monitortreiber installieren.
7. Soundkartentreiber installieren.
8. weitere Treiber für Peripheriegeräte installieren.
9. die restlichen Windows-Patches installieren.
10. die Dienste sicherheitsrelevant konfigurieren ->zum Artikel
11. jetzt erst den Internetzugang konfigurieren (nachdem alle Sicherheitsupdates installiert sind)

Damit war die Montage der GrafikKarte und auch die Treiberinstallation zunächst erfolgreich abgeschlossen und wir installierten die noch fehlenden Treiber für den Eizo Monitor. Abschließend stellten wir die Auslösung für den Desktop auf 1280x1024 bei 32-Bit und die Bildschirmaktualisierungsrate auf die von Eizo vorgeschriebenen 60 Hertz.
Als ersten Eindruck erhielten wir sehr neutrale 2D-Farben und ein scharfes Bild. Scheinbar kann der Eizo FlexScan S2100-K die gelieferten Signale optimal umsetzen.
Noch eine kleine nicht unwesentliche Anmerkung am Rande:
wer sich eine teure Grafikkarte kauft, sollte darauf achten, das sein Monitor ebenfalls diesen gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Denn Frust ist vorprogrammiert, wenn die teure High-End Grafikkarte mit einem Billig-Monitor kommunizieren muß, der gar nicht in der Lage ist, das erhofft schöne Bild zu reproduzieren...!




Die Tests:

Vor den eigentlichen Tests optimierten wir Windows XP/SP2 nach unserem Performance-Workshop, schließlich sollte eine ideale Basis optimale Voraussetzungen bieten.
Abschließend wurde das gesamte eine Stunde mit Prime95 "vorgeheizt".
Die Lautheit der Grafikkarten-Lüfter haben wir nicht separat gemessen, sondern als Systemgesamtlautstärke in die Tests eingebunden. Dabei wurden die Lautstärke ca. 15cm vom Rechner entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich. Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Temperaturen der Grafikkarte per Sensor gemessen und aufgezeichnet. Somit erhält der mögliche Käufer auch eine gute Übersicht bezüglich der zu erwartenden Kühlleistung der Grafikkarte.
Um den Stromverbrauch möglichst genau wiederzugeben (gesamtes System), haben wir den grafischen Leistungsmesser Peak Tech 2535 verwendet.


Testprogramme:

- 3DMark 2006 aktuell gepatcht.
- aktuelle DirectX9 Spiele.
- aktuelle DirectX10 Spiele.

Treibereinstellungen:

- Systemleistung: Hohe Qualität
- Vertikale Synchronisierung: Aus
- sonst alles auf Standard

Kommentare zu den synthetischen 3DMark Benchmarkprogrammen ersparen wir uns, dafür gibt es einfach zu viele Irritationen bei Vergleichswerten und ebenso viele Möglichkeiten diese, in welcher Form auch immer, zu beeinflussen. Die Relevanz ist somit zumindest fragwürdig, aber der vollständigkeithalber haben wir sie ebenfalls durchlaufen lassen, wobei wir auf 3DMark 2003 und 2005 wegen fehlender Aktualität gänzlich verzichteten.
Für aussagekräftige Benchmarks sollte als Testeinstieg in jedem Fall die Auflösung 1280x1024 (Standard-TFT-Auflösung für 17 und 19" Geräte)) und die Option Quality 4AAx16AF (4-fach Antialiasing + 16-fach anisotropischer Filter) aktiviert sein, ansonsten gerät die Beurteilung aktueller High-Endgrafikkarten zur Farce. Ohne entsprechende Qualitätseinstellung, kann man keine Aussage darüber treffen, welche Leistung wirklich erbracht wird, zumal auch eine Mittelklasse Grafikkarte ohne 4xAA und 16xAF recht schnell sein kann.
Grundsätzlich sollte man synthetischen Benchmarks nicht allzu große Bedeutung beimessen, denn 1. sind einige schon etwas betagt und haben somit kaum einen ernsthaften Bezug zur aktuellen Technik und 2. entstehen immer wieder mal kuriose Situationen, in denen der eine oder andere programmierbedingte Lapsus dieser oder jener Grafikkarte Vorteile verschafft, die eigentlich gar nicht vorhanden sind.
Da sind Spielebenchmarks schon etwas aussagekräftiger, auch wenn viele der Spiele entweder auf ATI oder Nvidia optimiert wurden. Da gilt es dann zu unterscheiden: Open GL Spiele von id-Software wie Quake 4 oder Doom 3 z.B. laufen generell etwas schneller auf Nvidia-Karten und Direct3D Spiele wie Halflife 2 oder Call of Duty 2 favorisieren ATI, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Selbstverständlich kamen auch aktuelle und brandneue DirectX10-Spiele in unserem Testparcour zum Einsatz, die dann unter Vista Ultimate 64 Bit berücksichtigt wurden. Bei Crysis beließen wir es allerdings auf Benchmarks ohne 4xAA/16xAF, da es sich sonst zur Ruckelorgie entwickelt.



1a. Spiele-Benchmarks DirectX9:

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Prey 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 106 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 93,7 fps
BFG 8800GT OC 81,5 fps
ATI Radeon HD 2900XT 76,1 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 71,1 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 65 fps
Nvidia Geforce 8800GTS-320MB 62,8 fps
Prey 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 81 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 73,2 fps
BFG 8800GT OC 62,4 fps
ATI Radeon HD 2900XT 59,9 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 56 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 51,7 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 50,5 fps
F.E.A.R. 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 131 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 116 fps
BFG 8800GT OC 103 fps
ATI Radeon HD 2900XT 89 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 85 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 80 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 61 fps
F.E.A.R. 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 95 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 86 fps
BFG 8800GT OC 77 fps
ATI Radeon HD 2900XT 67 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 64 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 61 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 47 fps



Company of Heroes 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 131 fps
BFG 8800GT OC 119,4 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 118,9 fps
ATI Radeon HD 2900XT 102,2 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 88,9 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 87,4 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 79,8 fps
Company of Heroes 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 99,3 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 89,5 fps
BFG 8800GT OC 80,9 fps
ATI Radeon HD 2900XT 77,8 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 62,6 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 57,4 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 54,7 fps
Half-Life 2: Episode One 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 198 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 182 fps
BFG 8800GT OC 176 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 134 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 131 fps
ATI Radeon HD 2900XT 126 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 107 fps
Half-Life 2: Episode One 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 155 fps
Nvidia Geforce 8800 GTX 141 fps
BFG 8800GT OC 139 fps
ATI Radeon HD 2900XT 97 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 94 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 91 fps
Nvidia Geforce 7950 GX2 79 fps


1b. Spiele-Benchmarks DirectX10:

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Crysis Time Demo 1280x1024
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 44,3 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 39,5 fps
BFG 8800GT OC 35,9 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 28,3 fps
ATI Radeon HD 2900 XT 24,3 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 19,8 fps
Crysis Time Demo 1600x1200
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 34,8 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 31,6 fps
BFG 8800GT OC 27,9 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 22,1 fps
ATI Radeon HD 2900 XT 19,5 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 14,2 fps
Bioshock 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 77,9 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 68,6 fps
BFG 8800GT OC 64,1 fps
ATI Radeon HD 2900 XT 52,7 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 51,4 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 50,2 fps
Bioshock 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
FPS (Frames per Second)
Nvidia Geforce 8800 ultra 58,7 fps
Nvidia Geforce 8800GTX 50,3 fps
BFG 8800GT OC 46,1 fps
ATI Radeon HD 2900 XT 37,9 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 38,8 fps
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 36,6 fps

Die BFG katapultiert sich erstaunlich problemlos auf Platz 3 in der Hierachie der Top Grafikkarten und rückt der 8800GTX das eine ums andere mal unglaublich dicht auf den Pelz, wobei die Art und Weise, wie die 8800GT alle bisherigen 8800GTS Varianten distanziert, schon sehr beeindruckend war. Erst in Auflösungen ab 1600x1200 geht der 8800GT etwas die Puste aus, was ganz klar am 256 bittigen Speicherinterface und fehlender ROPs begründet ist. Die Radeon HD 2900XT liefert zwar auch ein gutes Ergebnis ab, liegt aber trotzdem relativ deutlich dahinter.



2. Synthetische-Benchmarks:

3DMark2006 1280x1024 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
Punkte
Nvidia Geforce 8800 ultra 11998
Nvidia Geforce 8800GTX 11116
BFG 8800GT OC 10846
ATI Radeon HD 2900 XT 7913
Nvidia Geforce 8800GTS 7431
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 7205
3DMark2006 1600x1200 4xAA und 16xAF
Grafikkarte:
Punkte
Nvidia Geforce 8800 ultra 9153
Nvidia geforce 8800GTX 8405
BFG 8800GT OC 7575
ATI Radeon HD 2900 XT 6472
Nvidia Geforce 8800GTS 5933
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 5111

Was für die Spielebenchmarks gilt, findet auch in den synthetischen Benchmarks ihre Relevanz, die 8800GT von BFG zeigt auch hier abermals eine exzellente Vorstellung.



3. Stromverbrauch (gesamtes System):

Stromverbrauch-Idle
Grafikkarte:
Angaben in Watt
Nvidia Geforce 7900GT 153
Nvidia Geforce 7900GTO 176
Nvidia Geforce 7900GTX 179
ATI Radeon X1900XTX 181
Sapphire X1950XTX 186
BFG 8800GT OC 194
Nvidia Geforce 8800GTX 225
ATI Radeon 2900 XT 235
Nvidia Geforce 8800 ultra 275
Stromverbrauch-Last
Grafikkarte:
Angaben in Watt
Nvidia Geforce 7900GT 153
Nvidia Geforce 7900GTO 176
Nvidia Geforce 7900GTX 179
ATI Radeon X1900XTX 181
Sapphire X1950XTX 186
BFG 8800GT OC 268
Nvidia Geforce 8800GTX 332
Nvidia Geforce 8800 ultra 358
ATI Radeon 2900 XT 373

Der Stromverbrauch ist immer noch ein trauriges Kapitel, hier sind Innovationen scheinbar lange Zeit vom Reißbrett verbannt worden, denn was aktuelle Highend Grafikkarten bisher einem Netzteil abverlangten, das hatte den Pegel der Vernunft längst überschritten. Intel und AMD haben dies erkannt und die exorbitante Verlustleistungen mit sparsamen und trotzdem leistungsstarken Prozessoren wie z.B. dem Phenom und dem Penryn reduziert. Bei den Grafikkarten ist diese Entwicklung noch deutlich optimierungsbedürftig, auch wenn die 8800GT im Highend-Segment einen ersten Schritt in die richtige Richtung bedeutet.


4. Temperaturen:

Temperaturen-Idle
Grafikkarte:
Angaben in °C
Nvidia Geforce 7900GTX 39°
BFG 8800GT OC 46°
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 50°
Nvidia Geforce 8800GTS 51°
Nvidia Geforce 8800GTX 54°
Nvidia Geforce 8800 ultra 62°
ATI Radeon HD 2900 XT 70°
Nvidia Geforce 7950 GX2 73°
Temperaturen-Last
Grafikkarte:
Angaben in °C
Nvidia Geforce 7900GTX 61°
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 69°
Nvidia Geforce 8800GTS 70°
Nvidia Geforce 8800GTX 76°
Nvidia Geforce 8800 ultra 77°
BFG 8800GT OC 78°
ATI Radeon HD 2900XT 80°
Nvidia Geforce 7950 GX2 90°

Die Kühler der 7900GTX Karten sind nach wie vor die Messlatte für alle anderen Grafikkarten, wobei die Kühler der G80 Baureihe ebenfalls sehr gute Werte abliefern, wenn man deren Stromaufnahme dabei berücksichtigt.
Die 8800GT liefert diesbezügliche eher ernüchternde Resultate, insbesondere unter Last wurde die Karte sehr warm. Das ist im Grunde aber auch kein Wunder, der relativ schmale Kühler kann einfach nicht auf dem Niveau ausladender Heatpipe Konstruktionen mithalten, dafür fehlt es an Substanz und der Option, die Abwärme direkt und schnell aus dem PC-Gehäuse zu quirlen.



5. Lautstärke (gesamtes System):

Lautstärke-Idle
Grafikkarte:
Angaben in dBA
Nvidia Geforce 8800GTX 43 dBA
BFG Geforce 8800GT OC 43,5 dBA
Nvidia Geforce 7900GTX 45,5 dBA
ATI Radeon HD 2900XT 47 dBA
Nvidia 8800GTS 47,5 dBA
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 47,5 dBA
Nvidia 8800 ultra 48 dBA
Nvidia Geforce 7950 GX2 49 dBA
Lautstärke-Last
Grafikkarte:
Angaben in dBA
BFG 8800GT OC 47 dBA
Nvidia Geforce 7900GTX 47,5 dBA
Nvidia Geforce 8800GTX 48,5 dBA
Nvidia Geforce 8800GTS 49 dBA
Nvidia Geforce 8800GTS 320MB 49,5 dBA
Nvidia 8800 ultra 51 dBA
ATI Radeon HD 2900 XT 54,5 dBA
Nvidia Geforce 7950 GX2 56,5 dBA

Im Idle Modus ist der Lüfter der BFG 8800GT OC kaum aus dem System heraus zu identifizieren und dreht mit 1490 U/min sehr unauffällig seine Runden.
Unter Last erhöht sich die Drehzahlen zwar, aber wie bereits erwähnt, in einem gut belüfteten System hält sich auch dies in sehr angenehmen Grenzen, so daß wir zumindest auf unserem System keinen Kopfhörer benötigten, um Crysis zu spielen oder Benchmarks zu absolvieren.
All dies steht und fällt aber wie bereits erwähnt, mit dem Kühlmanagement eures Systems. Wenn die vorhandene Abwärme nicht effektiv und schnell aus dem PC-Gehäuse befördert wird, kann sich der Lüfter deutlich steigern.



6. Video/DVD-Qualität:

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Leider kommt die Bildqualität auf unseren Screens nicht wirklich rüber und 8 Bilder mit jeweils mehr als 1MB Größe wollten wir euch nicht zumuten, schließlich gibt es auch immer noch Leser mit Modems... Aber man dürfte wohl zumindest erahnen, was diese Karte auch im Bereich DVD zu leisten imstande ist.
Wer diese Karte gerne in Bezug auf HDTV und einer 1080p Auflösung testen möchte, der kann sich bei Microsoft ein entsprechendes Video herunterladen (110MB):

Step into Liquid


Der Mediplayer 11 sollte dafür aber schon installiert sein, die 10er Variante kann nur nach einem speziellem Update genutzt werden: Update für MP10

Noch eine Anmerkung zur Wiedergabe von Blueray und HD-DVD Material,
hier hat ATI ganz klar die Nase vorne und decodiert entsprechendes Material zumindest mit der HD 2900 XT deutlich schneller und mit weniger Prozessorlast.
Mit dem VP2 (Videoprozessor) und der AES128 Engine, die zur Decodierung des AES128-Verschlüsselungsprotokolls (AACS Kopierschutz) genutzt wird, beherrscht der G92 nun endlich auch die Videobeschleunigungs-Funktionen, die bisher nur der Geforce 8400, 8500 und 8600 vorbehalten war und ist damit bestens für HD DVD und Blu-ray geeignet.
Dank Duallink ist die 8800GT in der Lage, auch 30" TFTs mit 2560x1600 Pixel anzusteuern, was bislang die wenigsten Grafikkarten bewerkstelligen.



7. Overclocking:

Das Übertakten der BFG 8800GT OC soll über das Tool nTune erfolgen, was bei uns außer Abstürzen allerdings nichts bewirkte, so daß wir, so kurios es klingen mag, kurzerhand auf das ATI-Tool zurückgriffen, eine aktuelle Version des Riva Tuners funktioniert aber auch und Powerstrip ohnehin.
Mit dem ATI Tool waren auf unserem System ohne Spannungserhöhungen und stabil 720MHZ für den Core, 1750 MHZ für den Shader und 2000MHZ für den Speicher möglich. Auch dieses Resultat zeigt, welches Potential diese Karte besitzt.
Das Übertakten der Karte bewirkt in Spielen und Benchmarks eine Leistungssteigerung von bis zu 20%, das kann sich sehen lassen, ist aber wie immer nicht auf jedes System und 8800GT übertragbar, dazu muß man die Kühlung im System ebenso berücksichtigen, wie die Serienstreuung in der Fertigung.



8. SLI-Anmerkungen:

Ein SLI-System ist mit diesen Grafikkarten kein Problem, wohl aber mit unserem Mainboard, das keine offizielle Freigabe dafür seitens Nvidia aufweist, kein Wunder, schließlich wollen die ihre eigenen Chipsätze verkaufen. Es existieren zwar gemoddete Treiber, die das mit einigen Tricks trotzdem ermöglichen, aber ein reibungsloser Betrieb kann nicht garantiert werden und so haben wir auf das Gefriggel von vorneherein verzichtet...
Die Performance wird sich aber genauso herauskristallisieren, wie es in unseren Benchmarks der Einzelkarten abgebildet ist, ein 8800GT SLI-Gespann wird sich auch hier auf Platz 3 einpendeln, dazu bedarf es keines Hellsehers...

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Grundsätzlich stellt sich die SLI-Umsetzung beim G92 Chipsatz etwas anders dar, als noch beim G80. Nvidia Input Output wurde ersatzlos gestrichen, die GPU übernimmt beim G92 die SLI-Steuerung höchstpersönlich, wodurch man sich mehr Stabilität erhofft.



9. Die Treibersituation:

Wer eine 8800GT erworebn hat, sollte unbedingt den aktuellen 169.09 Treiber einsetzen, der u.a. auch für Crysis optimiert wurde und nach einigen Versuchen unsererseits auch tatsächlich am besten läuft, egal ob nun unter Windows XP oder Vista.

ForceWare Release 169 BETA



10. Netzteil-Empfehlungen:

Die BFG 8800GT OC und auch ihr nicht übertakteter Werkspendent, sind bezüglich der Stromaufnahme optimiert worden, insofern bedarf wie so oft auch hier keines 1000 Watt Netzteils, ein gutes 350 Watt Netzteil von Seasonic (S12 II) oder Silverstone (ST35F) erfüllt die meisten Zwecke völlig. Wer ein SLI-System betreiben möchte, kann das Ganze mit einem 450 bis 500 Watt Watt Netzteil aus der gleichen Güteklasse ebenso locker abdecken.

Wichtig:
Wir weisen ausdrücklich daraufhin, daß die von uns erreichten Resultate, bedingt durch die fertigungsbedingte Serienstreuung, nicht ohne weiteres auf andere Grafikkarten gleichen Typs übertragen respektive garantiert werden können...!




Fazit:

So richtig schlüssig erscheint uns die Modellpolitik von Nvidia nicht, eine 8600GT ist für die Mittelklasse deutlich zu langsam, die neue 8800GT dagegen ebenso deutlich zu schnell, denn sie erreicht nahezu das Niveau einer 8800GTX. Nun erscheint im Dezember eine überarbeitete 8800GTS ebenfalls auf der Basis des neuen G92 Chips und wird noch näher an die 8800GTX heranrücken. Vielleicht sollte man die Leistungsklassen bei Nvidia generell neu definieren, eventuell in Highend 1 und Highend 2 o.ä., denn die 8800GT gehört ganz klar in dieses Segment.
Sei es wie es ist, mit der 8800GT hat Nvidia jedenfalls eine preis-leistungstechnisch großartige Grafikkarte konzipiert, die zurecht von vielen gekauft werden würde, wenn sie denn verfügbar wäre, zur Zeit sieht es mit der Lieferfähigkeit mehr als mau aus und das ist mehr als ärgerlich...
Zur besseren Übersicht unsere Test-Resultate noch einmal in einer kompakteren Zusammenfassung:

Plus:
- ausgezeichnete Verarbeitung.
- sehr ansprechendes Design.
- sehr leiser Betrieb ohne Last.
- HDR, AF und AA ermöglichen sehr hohe Qualität auch in hohen Auflösungen.
- erstklassige DVD Qualität.
- Nvidia Pure-Video.
- deutlich reduzierter Strombedarf.
- Single-Slot Layout.
- Übertaktung ab Werk mit Garantie.
- sehr hohes Übertaktungspotential.
- HD-DVD und Blueray über Duallink auch an großen TFTs möglich.
- problemlos SLI-fähig (auf Nvidia Plattformen).
- herausragendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 240 €).
- lange Garantiezeit (lebenslang, in EU 10 Jahre).

Minus:
- wird in schlecht belüfteten Systemen sehr warm.
- sehr magere Ausstattung.
- Verfügbarkeit aktuell nicht gewährleistet (Stand: 18.11.2007).

BFG hat mit der 8800GT OC ein attraktives Paket geschnürt, wenngleich wir zusätzliche Extras wie z.B. ein aktuelles Spiel schmerzlich vermissen, andere Hersteller sind da etwas spendabler. Was allerdings im Endeffekt viel wichiger ist, der Strombedarf wurde entscheidend reduziert, ein Fakt, der bei der Bewertung von Hardware künftig eine immer größere Rolle spielen wird und das ist gut so.
Übertaktung ab Werk ist sicherlich für einige potentielle Käufer ein Kaufkriterium, zumal dies im Garantieumfang ausdrücklich mit abgedeckt wird, das Potential dieser Karte läßt darüber hinaus noch einiges mehr zu.
Über die Lautstärke unter Last ist schon viel negatives geschrieben worden, wir können diesbezüglich nicht in den Kanon mit einstimmen, allerdings verfügt der Testrechner auch über eine adäquate Be-und Entlüftung und steht in einem klimatisierten Raum, der auch im Hochsommer nicht über 20°C aufgeheizt wird.
Wie auch immer, die 8800GT OC wird ihren Weg in heimische Rechner finden, soviel ist sicher und wer nun partout auf eine Direct10.1 Grafikkarte wartet, dem sei gesagt, das diese DirectX10 Variante nach dem bisherigen Kenntnisstand bestenfalls rudimentäre Verbesserungen bewirkt...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die BFG Geforce 8800GT OC erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

BFG




euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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