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Apack ZEROtherm BTF90 CPU-Kühler






Einleitung:

Es ist schon verblüffend, was in Fernost an Hardware-Schmieden existiert und hierzulande kennt unsereins kaum den Namen. Die Firma Apack Zerotherm wurde 1999 gegründet, stammt aus Korea und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Konstruktion hochwertiger Prozessor-und Grafikkartenkühler.
Angesichts der fast übermächten Konkurrenz seitens Thermalright und Scythe wird es für die Koreaner natürlich kein Zuckerschlecken, sich auf dem hart umkämpften High-End Markt zu behaupten, zumal die Messlatten sehr hoch gesteckt sind. Aber geben wir ihnen eine Chance und schauen uns gemeinsam den aktuellen Sproß aus dem Hause Apack Zerotherm genauer an: der ZEROtherm BTF90 Vollkupferkühler möchte mit einem auffälligen Schmetterlingsdesign, roter Beleuchtung und herausragenden Kühlleistungen für Furore sorgen. Ob ihm dies gelungen ist, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichem Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Apack ZEROtherm BTF90.
- 92mm Lüfter (vormontiert).
- Befestigungsmaterial für die Sockel: LGA 775, S-754, S-939, S-940, AM2.
- Wärmeleitpaste.
- Montageanleitung (englisch).





Die technischen Daten - Kühlkörper -:

- Gewicht: ca. 678g (mit Lüfter).
- Abmessungen: (L) 108mm x (B) 108mm x (H) 128mm (ohne Lüfter).
- Material: Kupfer.
- Heatpipes: 4 Stück a´6mm Durchmesser (U-Form).
- Material-Lamellen: Kupfer.
- Anzahl Lamellen: 2x46 Stück.
- Lamellen-Abstand: 1,5mm.
- Kühlfläche gesamt: ca. 4400cm².
- Bodenplatte: Kupfer, 11mm stark.
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Intel Sockel 775 ->ohne Einschränkungen.
AMD Sockel 754/939/940/AM2 ->ohne Einschränkungen.


Die technischen Daten - Lüfter -:

- Lüfter: Zerotherm.
- Lagerung: Oil-Protection .
- Lüfterblätter: 7.
- Lüftergehäuse: Kunststoff.
- Abmessungen: 92x25mm.
- max. Luftdurchsatz: ca. 72,77 m³/Std.
- Gewicht: ca. 120g.
- Geschwindigkeit: ca. 750 bis 2500 U/min.
- Geräusch: ca. 18 bis 28 dBA.
- Beleuchtung: rot.
- Anschluß: 4-Pin Molex (PWM).
- Tachosignalleitung: vorhanden.
- Kabellänge: 26cm.
- MTBF in Stunden: 100.000.
- Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre
- Preis für den kompletten Kühler: ca. 49,90€.




Der Intel-Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6700
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe
Arbeitsspeicher
2x 1GB Mushkin XP2-8000 DDR2-1000 Redline
Grafikkarte
BFG Geforce 8800GTX
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint T133 400GB 16MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Gehäuse
Cooler Master Stacker STC-T01
Netzteil
Seasonic S12 Energy Plus 550Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine 120mm @5Volt




Der AMD-Testrechner:

CPU
Athlon64 FX-60 Dualcore
Mainboard
DFI LANPARTY nF4 SLI-DR
Grafikkarte
2x Leadtek PX7900 GT TDH Extreme im SLI-Verbund
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS
Festplatten System
2x Western Digital Raptor X 150GB SATA an SI-3114 als Raid-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760A
DVD-ROM
Toshiba M-1712
Gehäuse
Coolermaster Stacker RC-810-SKN1
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine/1000




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Der Größenvergleich zum Scythe Infinity, Scythe Andy Samurai Master, demThermalright SI-120 und der Intel boxed Variante macht deutlich, das die Dimensionen des Zerotherm durchaus überschaubar bleiben, so daß auch in nur 20cm schmalen Gehäusen kaum mit Platzproblemen zu rechnen ist.
Die Verarbeitung bewegt sich auf sehr hohem Niveau, die auf jeweils einen Kühlblock verteilten 46 Lamellen (also insgesamt 92) Kühllammelen wurden sauber gefertigt und weisen einen Abstand von 1,5mm zueinander auf. Hier zeigt sich aber schon unser erster Kritikpunkt, die Lamellen sind ob ihrer Materialstärke sehr sparsam gefertigt worden, sie verbiegen einfach zu leicht.
Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet beträgt etwas mehr als 4400cm², berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.

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Der Lamellenabstand von 1.5mm begünstigt keinen Passivbetrieb, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, aber dafür wurde der Kühler auch nicht konzipiert.
Aus der 11mm starken Kupferbodenplatte erwachsen jeweils 2 Stück 6mm Heatpipes Richtung Lamellenkörper. Die 4 Heatpipes sind in U-Form angeordnet, das nur zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen.
Die Kühlbodenfläche ist absolut eben und gut poliert worden, was leider auch in dieser Preisklasse durchaus kein Selbstläufer ist.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann."
Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der ist ja mit dem 92mm Lüfter vorhanden.

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Der 92mm Lüfter kann zwar problemlos samt Halter herausgeschraubt werden, um die Montage des Kühlers etwas zu erleichtern. Ein Austausch und separat gekaufter 92mm Lüfter ist dort aber nicht einfach integrierbar und das schränkt die Individualität schon erheblich ein.
Die rote Beleuchtung wird sicherlich die Meinungen polarisieren, uns gefällt es sehr gut, ein wirkliches Bewertungskriterium für einen CPU-Kühler kann so eine Beleuchtung aber keinesfalls darstellen...




Der Einbau:

Eine Kompatibilitätsliste von Apack Zerotherm existiert nicht, insofern können wir dazu auch keine Aussaage treffen.

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Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.
Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine polierte Bodenplatte und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Arctic Silver 5) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des ZEROtherm BTF90 haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Der Einbau auf einem Sockel939 oder AM2 Mainboard ist denkbar einfach, dazu brauchen wir lediglich die Halterung am Kühlerboden anschrauben und die Nasen am AMD Retentionmodul einhaken.
Bei Intel sieht die Sache schon anders aus, auch dafür existiert zwar eine anschraubbare Grundplatte, die muß dann aber mit der Backplate, unter dem Mainboard angebracht, verschraubt werden, was natürlich nur bei ausgebautem Mainboard möglich ist. Trotz der Mühe und der Fummelei ist dieses Prozedere immer noch besser, als die schnell verschlissenen Pushpins...

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Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 3.01.652 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2001 und Prime 95 erhalten haben. 3D Mark 2001 lief ausschließlich im Softwaremodus, um die CPU und weniger die Grafikkarte zu fordern. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben, damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultiert.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung absaugendem Gehäuselüfter montiert, damit die Luftzirkulation in unserem Gehäuse nicht beeinträchtigt wird und die Spannungswandler >Grafikkarte und nahe Bauteile nicht mit armer Abluft konfrontiert werden.
Verglichen haben wir den Zerotherm mit allen bisher auf den Sockeln 775 und 939 getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:

Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
ZEROtherm BTF90 29°C 37°C 33°C 45°C 36°C 44°C n/a n/a
Scythe Infinity 32°C 41°C 35°C 46°C 33°C 40°C 44°C 61°C
BTF90@9Volt 33°C 42°C 39°C 48°C 36°C 44°C n/a n/a
Andy Samurai Master 34°C 43°C 39°C 49°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 38°C 48°C 41°C 49°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 41°C 50°C 42°C 53°C 42°C 46°C n/a n/a
Aerocool X-Fire 44°C 56°C 48°C 59°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 49°C 63°C 54°C 62°C 46°C 50°C n/a n/a



Temperaturvergleichswerte Sockel 939
Kühler:
CPU 12V -idle-
CPU 12V Last
CPU 5V idle
CPU 5V Last
PWM idle
PWM Last
passiv idle
passiv Last
ZEROtherm BTF90 22°C 31°C 25°C 34°C 37°C 43°C n/a n/a
Scythe Infinity 25°C 35°C 28°C 38°C 38°C 46°C 34°C 59°C
BTF90@9Volt 26°C 36°C 28°C 39°C 37°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 26°C 37°C 29°C 39°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 27°C 37°C 29°C 38°C 37°C 44°C n/a n/a
Thermalright SI-120 28°C 37°C 31°C 40°C 37°C 44°C n/a n/a
NoiseBudget SI-120 29°C 39°C 32°C 42°C 37°C 44°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 32°C 40°C 34°C 43°C 40°C 48°C n/a n/a
Aerocool X-Fire 32°C 41°C 34°C 44°C 41°C 49°C n/a n/a
AMD -boxed- 35°C 43°C 40°C 51°C 43°C 52°C n/a n/a

Der ZEROtherm BTF90 überrascht mit sehr guten Kühlleistungen und kann sich sofort einen Platz auf dem Podest sichern. Unter 5 Volt fällt er aber etwas klarer zurück, ein Tribut an die eng stehenden Lamellen.
Für einen Passivbetrieb stehen wie bereits erwähnt die Lamellen des ZEROtherm BTF90 zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.
Läßt man den Lüfter mit vollen 12Volt (2460 U/min) laufen, entfacht der 92mm Lüfter des Zerotherm einen wahren Orkan von fast 38 dBA und schlägt von der Kühlleistung dann auch den Scythe Infinity deutlich, aber das ist auch nur mit Kopfhörer zu ertragen...
Bei 5 Volt und realen 940 U/min. "belastet" der Zerotherm-Lüfter das menschliche Ohr mit 19,5 dBA, das ist schon sehr leise. Leider bewerkstellig der 92mm Lüfter dies nicht gänzlich ohne Lagerklappern, was auch nicht gerade für Qualität des Lüfters spricht.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle aber deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-Systemen beziehen.



Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Zerotherm kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Der ZEROtherm BTF90 von Apack hat unsere Kühlercharts ziemlich aufgemischt, aber um welchen Preis? denn unter 12 Volt Ansteuerung schlägt der Kühler zwar jeden unserer bisherigen Testprobanden, aber die Lautheit des Lüfter ist schlichtweg nicht zu ertragen. Die Verarbeitung bewegt sich zwar auf hohem Niveau, aber die hauchdünnen und fragilen Kühllamellen sollten mit äußerster Vorsicht behandelt werden, sonst ist schnell ein "Eselsohr" eingearbeitet.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- sehr gute Verarbeitung.
- sehr gute Kühlleistung unter 9V und 5V.
- sehr hohe Leistungsreserven.
- Lüfter nur unter 9Volt und 5Volt leise.
- kaum zu erwartende Kompatibilitätsprobleme.
- leichter Einbau auf Sockel939 und AM2.
- für die Größe noch akzepables Gewicht.
- gute Sockel-Flexibilität.
- komplette Ausstattung.
- noch gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 50€).

Minus:
- Lüfter unter 12V Ansteuerung unerträglich laut.
- Lüfter nicht ohne weiteres austauschbar.
- Mainboardausbau bei Montage auf Sockel775 notwendig.
- Kühllamellen sehr fragil.

Wer eine gute Lüftersteuerung besitzt und den Kühler entsprechend regeln kann, dem sei der ZEROtherm BTF90 durchaus empfohlen, denn unter 9V und bei 5V Ansteuerung ist die Kühlleistung immer noch sehr hoch und die Geräuschentwicklung erträglich bis sehr gut. Wen das alles nicht tangiert und wer grundsätzlich die beste Kühlleistung mit allen Konsequenzen für sich beansprucht, der bekommt mit dem ZEROtherm BTF90 den derzeit leistungsstärksten Luftkühler...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Apack ZEROtherm BTF90 CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Silber !






Weiterführende Links:

Zerotherm


Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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"Wir werden von Schildbürgern regiert. Die fahren mit dem Boot aufs Meer, werfen den Schatz über Bord, und markieren die Stelle am BOOT...!"

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