Das Karussell der schnellen Speichermodule dreht sich immer schneller und so verwundert es kaum, daß es nach Corsair immer mehr Anbieter gibt, die schnelle DDR500 Module anbieten, zumal mittlerweile der Overclockingmarkt kein Schattendasein mehr führt, sondern von den Hersteller sehr ernst genommen wird.
Über Sinn oder Unsinn läßt sich trefflich streiten, Fakt ist jedoch, daß diese Module zur Zeit noch keiner Spezifikation der Jedec (Joint Electron Device Engineering Council) folgen, die erst in diesem Jahr nach mühsamen hin und her die technischen Eckdaten für DDR400 spezifiziert hatte.
Alle diese Rekorde zählen nur nach eigenem Gusto der Hersteller, denn es gibt bislang wie schon erwähnt keinen offiziellen Standard für DIM-Module mit Double-Data-Rate-Speicher mit mehr als 200 MHz Taktfrequenz geschweige denn entsprechende Chipsätze. Erst für DDR2 sind höhere Frequenzen vorgesehen. Bis dahin lassen sich die teureren Renn-Module nur durch Übertakten ausreizen, deshalb sind die Gewährleistungsklauseln meist auch recht schwammig formuliert. Wer seinen PC damit aufrüsten möchte, sollte sicherheitshalber Module wählen, die für das konkret vorhandene Mainboard vom DIMM- oder Mainboard-Hersteller empfohlen werden, so zumindest der offizielle Tenor.
Diese nicht zu unterschätzenden Argumente können uns aber nicht davon abhalten, solche Module zu testen, denn schließlich haben wir ja schon mit den PC3700 Modulen von Corsair auf unserer Canterwood-Plattform erstklassige Erfahrungen sammeln können.
Bedingt durch die hervorragende Taktratenskalierung dieser Intel-Chipsätze bieten sich diese Module eben auch an, einen schnellen Rechner damit zu bestücken. Wenn dann noch ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis offeriert wird, wie im Fall von A-Data, dann kann die Schlußfolgerung zunächst eigentlich nur heißen: einbauen und testen ...
Angemerkt sei vielleicht noch, daß A-Data in Taiwan nicht unerhebliche Marktanteile erwirtschaftet hat und nun natürlich auch den eurpäischen Markt für sich gewinnen möchte.
Alles weitere erfahrt ihr wie immer im Test, wer sich aber vorher noch durch die Hyroglyphen der Speicherspezifikationen lesen möchte, dem sei unser Arbeitsspeicher-Workshop wärmstens empfohlen.
| Type of memory: | DDR-SDRAM |
| Memory circuits: | 4.0
ns |
| Memory cooling: | Heat Spreader |
| Memory bus (guaranteed): | 250
MHz (DDR500) |
| Memory timings (guaranteed): |
3-4-4-8 timings @ DDR500, 2.5v |
| Memory bandwidth (maximum): | 4.0
GB/s @ DDR500 |
| Amount of memory: |
512 MB |
| Module construction: |
16x( 32Mx8 ) MB |
| Garantiezeit : |
10 Jahre |
| CPU | |
| Mainboard | |
| Grafikkarte | |
| CPU-Kühler | |
| Arbeitsspeicher | |
| Festplatte | |
| Gehäuse | |
| Netzteil | |
| Betriebssystem | |
| Zubehör |
Einige Bilder der A-Data PC4000 Module:
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Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken
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Der Einbau:
Achtung: Bevor wir Speichermodule berühren, müssen wir uns elektrostatisch entladen. Dazu fassen wir einen geerdeten Gegenstand (z.B. Heizungsrohr) an. Berührt die Bausteine bitte immer nur an den Seiten!
Der Speicher wird senkrecht von oben an dem Steckplatz angelegt; eine Kerbe verhindert eine seitenverkehrte Plazierung. Seht euch also die Kontaktreihe des Speichers und den Steckplatz auf der Platine genau an. Die beiden Plastik-Halter links und rechts des Speichersockels müssen nach außen geklappt sein.
Wenn das Speichermodul richtig herum anliegt, drückt es mit sanftem Druck in die Fassung, bis die sich die Halter nach oben bewegen. Drückt nun weiter bis sie hörbar einrasten.
DDR-Speicher besitzt an der Kontaktreihe nur eine Kerbe, insofern ist eine Verwechslung ausgeschlossen.
Bevor wir zu den eigentlichen Tests kommen, haben wir uns angeschaut, welche Informationen im SPD der einzelnen Module abgelegt sind, denn A-Data ist einer der wenigen Hersteller, der keine validierten (aufeinander abgestimmte, geprüfte ausgesuchte Speicherchips) Module für Mainboards mit Dual-Channeling Speicherinterface anbietet:
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Dieser erste Eindruck enttäuscht doch etwas, denn offensichtlich haben die Programmierer diesbezüglich etwas Zurückhaltung an den Tag gelegt.
Wir haben uns in den Testdurchläufen auf synthetische Benchmarks beschränkt, zumal hier deutliche Tendenzen zu verifizieren sind. Spektakuläre 3D-Benchmarks haben wir uns erspart, weil wir der Meinung sind, daß in erster Linie die Zusammenarbeit zwischen CPU ->Mainboard ->Arbeitsspeicher von ausschlaggebender Bedeutung für eine stabile Plattform ist.
Windows XP SP1 wurde von uns im ACPI-Modus installiert, alle verfügbaren Patches und Fixes wurden ebenso installiert, wie die neueste Version von DirectX, Treiberkonflikte wurden keine lokalisiert, alle nicht benötigten Onboard-Komponenten waren zum Test deaktiviert, also Sound und Raid (da als PCI separat vorhanden). Grafik-und Soundkartentreiber waren in ihrer aktuellsten Version ebenso installiert, wie die aktuellsten Intel-Chipsatztreiber, wobei wir den Accelerator wegliesen, da er nur noch als RAID-Version von Intel aktuell angeboten wird.
Die Installationsreihenfolge legten wir wie folgt fest:
1. Windows installieren.
2. Servicepacks installieren.
3. Chipsatztreiber installieren.
4. DirectX installieren.
5. Grafikkartentreiber installieren.
6. Soundkartentreiber installieren.
7. weitere Treiber für Peripheriegeräte installieren.
8. die restlichen Windows-Patches installieren.
Im ersten Durchlauf haben wir alle Timings in den Werkseinstellungen belassen.
In der zweiten Runde haben wir den 3 GHZ Prozessor gegen einen besser übertaktbaren 2.4 ausgetauscht, die CPU External Frequency von 200 auf 250 angehoben, den Vcore des Prozessors unberührt gelassen, die Speicherspannung auf 2,65 Volt angehoben und die Timings wie folgt eingestellt:
DRAM Frequency = 400
DRAM RAS Precharge = 3
DRAM RAS to CAS Delay = 3
DRAM Precharge Delay = 5
DRAM Burst Length = 4
Performance Mode = Turbo
AGP/PCI Frequency = 66.66/33.33
Im dritten Test haben wir die CPU External Fequency auf 270 gesetzt und alle anderen Timings so belassen, wie sie schon im zweiten Test eingestellt waren.
Sicherheitshalber haben wir die Vcore der CPU auf 1,6 und die Speicherspannung auf 2,80 Volt gestellt, um sicherzugehen, daß keine spannungstechnischen Engpässe auftreten.
| Testergebnisse A-Data PC4000 — 2 x 512 MB Module | |||||
| Speed | Speicher Timings & Volt | Quake3 fps |
Sandra Standard Buffered | Super PI 2M places (Zeit in sec) | |
| DDR400 FSB 800 |
3-4-4-8 2.55V |
336.47 | INT 2655 FLT 2724 |
INT 4704 FLT 4845 |
133 |
| DDR500 FSB 1000 |
siehe Vorgabe 2.65V |
399.37 | INT 3143 FLT 3192 |
INT 5806 FLT 5985 |
105 |
| DDR540 FSB 1080 |
siehe Vorgabe 2.80V |
409.60 | INT 3459 FLT 3399 |
INT 6093 FLT 6171 |
101 |
Das Resultat unserer Tests ist ohne Frage beindruckend, denn zum einen lief der Rechner in allen Bereichen stabil (trotz relativ scharfer Timings) und zum anderen hatten wir nie den Eindruck, daß die Leistungsgrenze schon erreicht war.
Wir konnten auch mit 285 FSB noch problemlos starten und arbeiten, allerdings ließen wacklige Benchmarks darauf schließen, daß hier doch eine entsprechende Wasserkühlung der bessere thermische Partner wäre.
Die gemessenen Werte können mit unserem früheren Redaktionsspeicher von Corsair (PC3700, DDR466) durchaus konkurrieren, wobei wir den Corsair zu keiner Zeit stabil auf 270 MHZ zum Laufen bekommen haben.
Bleibt die Frage nach der Serienstreuung und somit die Forderung nach einer grundsätzlichen Validierung dieser Module, denn nur auf Grund dieser Testergebnisse eine generelle Übertaktungsempfehlung auszusprechen, wäre nun wirklich vermessen.
Anmerkung:
Wir weisen ausdrücklich daraufhin, daß die von uns erreichten Resultate, bedingt durch die fertigungsbedingte Serienstreuung, nicht ohne weiteres auf andere Speichermodule gleichen Typs übertragen respektive garantiert werden können. Das Übertakten von Hardware-Komponenten kann zu Fehlern bis hin zur zur Beschädigung von Bauteilen führen.
Wir waren ganz ohne Frage von den Leistungen der A-Data Speichermodule überrascht und beeindruckt zugleich, denn es ist ein offenes Geheimnis, daß die nicht spezifizierten DDR 500 Module auf dem einen oder anderen Mainboard für Irritationen sorgen können, wenn man die Speichertimings zu scharf konfiguriert. Diesbezüglich läuft DDR400 Speicher etwas problemloser, wobei auch diese Aussage nicht zu verallgemeinern ist.
Dieser Arbeitsspeicher hat ein enormes Übertaktungspotential und wirkt im Zusammenspiel mit aktuellen Intel-Plattformen sehr heimisch und nie wirklich überfordert.
Wenn man die Preisdifferenz für 2x512 MB-Module (295 €) von über 100 € im Vergleich zum DDR500 Speicher von Corsair (ca.400 €) ins Kalkül seines Kaufinteresses zieht, dann ist A-Data mehr als nur eine Empfehlung.
Könnte sich A-Data dazu entschließen, die Module auch als validierte Pärchen anzubieten, steht einem erfolgreichen Durchbruch auf dem europäischen Markt nichts mehr im Wege.
Mips-Computer
A-Data
Vielen Dank an unseren Sponsor Mips-Computer für die Bereitstellung der Testexemplare.
euer PC-Experience.de Team
Cerberus






