Cerberus
"Was mache ich eigentlich mit unseren alten VHS-Aufnahmen? wie bekomme ich die überhaupt auf den Rechner und wie erstelle ich dann daraus eine DVD?
Diese Fragen wurden uns schon häufiger gestellt und darum haben wir uns darum bemüht, einen adäquaten Konverter zu erhalten, der genau dies macht: VHS und andere analoge Videodateien weiterverwertbar digitalisieren.
Der dänische Hersteller NorthQ bietet seit 2004 seine Produkte auch verstärkt in Deutschland an, wobei die Produktpalette sehr variabel ausgelegt ist, denn dem geneigten Käufer werden nicht nur Netzteile/Kühler und Gehäuse, sondern auch Konsumerelektronik wie z.B. DVD-Player/Recorder offeriert.
Da unser Sponsor NoiseMagic kürzlich den NQ6600 Analog to digital movie Converter zusätzlich ins Programm aufgenommen hatte, entschlossen wir uns diese Marktnische eingehend zu testen, denn das Digitalisieren analoger Videoquellen ist sicherlich für viele Anwender ein Thema, zumal in deutschen Haushalten noch unzählige entsprechende Geräte existieren.
- Treiber CD.
- Software CD mit WinDVD Creator2.
- Bedienungsanleitung (englisch).
- USB2.0 A-B Kabel.
- USB2.0, USB1.1 kompatibel, S-Video Eingang, AV Video Eingang, RF45 Stereo Sound Eingang
Video Formate:
NTSC/PAL/SECAM
MPEG1, MPEG2 und MPEG4.
System-Vorraussetzungen:
Pentium 4 1,6GHz , CD/DVD-Laufwerk, 128MB RAM, Windows XP/2000, 16 Bit Soundkarte, PCI/AGP Grafikkarte, USB2.0
| CPU | |
| Mainboard | |
| Grafikkarte | |
| Soundkarte | |
| CPU-Kühler | |
| Arbeitsspeicher | |
| Festplatten System 1 | |
| Festplatten System 2 | |
| DVD-Brenner | |
| CDRW-Brenner | |
| DVD-ROM | |
| Gehäuse | |
| Netzteil | |
| Betriebssystem | |
| Zubehör |
Sehr kompakt und edel..., fällt der erste Eindruck aus, denn im Vergleich zu anderen Geräten dieser Kategorie, sind die Abmessungen wirklich nicht sonderlich üppig. Die Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses ist sehr akkurat, alle Anschlüsse sind deutlich gekennzeichnet, was Verwechselungen von vornherein ausschließt.
Der USB Anschluß wird benötigt, um den Konverter mit dem Rechner zu verbinden, wobei darauf geachtet werden sollte, das USB 2.0 Anschlüsse genutzt werden, denn der USB 2.0 Anschluß ist zwar abwärtskompatibel, aber USB 1.1 ist nun wirklich nicht mehr State of the Art, zumal diese Übertragungsart einfach zu langsam ist, insbesondere wenn ihr entsprechend lange Videos digitalisieren wollt, um sie dann anschließend auf DVD zu brennen.
Die Anschlüsse auf der anderen Seite des Geräts beherbergt zum einen eine S-Video Schnittstelle, so ihr denn entsprechende Geräte anschließen wollt/könnt. Für alle anderen sind die 3 Cinchanschlüsse Audio R ->Audio-L und Video relevant, wo ihr wie in unserem Fall z.B. den vorhandenen Videorecorder anschließt.
Über die Treiber-CD (schwarz) wird der Konverter entsprechend ins System eingebunden. Achtet aber bitte darauf, das ihr vor dem nun verlangten Neustart nicht sofort die Treiber-CD aus dem Laufwerk nehmt, sondern erst wenn der Neustart vollzogen und die Treiberinstallation abgeschlossen wurde. Wenn ihr nun den Konverter über das mitgelieferte USB-Kabel ans System anschließt, wird es sofort erkannt und die Installation wird abgeschlossen und auch korrekt abgebildet:
Die notwendige Installation der beigefügten WinDVD Creator2 Software ist problemlos durchzuführen und selbsterklärend, die Seriennummer befindet sich auf der Rückseite der CD Hülle. Nach einem finalem Neustart ist der Rechner auf unsere kommenden Digitalisierungen optimal vorbereitet.
Unseren etwas betagten aber nach wie vor ausgezeichnet funktionierenden Videorecorder Sony SLV-E 1000 haben wir über die schon erwähnten 3 Anschlüsse mit dem Konverter verbunden:
Wer im Besitz eines Scart-Cinch/Video-Cinch/Audio-Adapters ist, kann diesen selbstverständlich anstelle der einzelnen Kabelverbindungen ebenfalls einsetzen:
Da die Handhabung von WinDVD Creator2 für viele sicher Neuland darstellt, empfiehlt es sich die sehr gute deutsche Hilfe ausgiebig zu studieren.
Wir haben danach das Hauptmenü der Software aufgerufen und die Option "Video auf Festplatte aufzeichnen" ausgewählt:
Anschließend haben wir die schon im Gerätemanager aufgeführte Go7007SB A/V Schnittstelle ausgewählt.
Durch den Klick auf den roten Aufnahmebutton starten wir unsere Aufnahme eines 4 Jahre alten VHS Live Konzertmitschnittes der Manfred Mann Earthband:
Die Echtzeit-Umwandlung des alten Materials findet ohne großartige Belastung des Systems statt, wir konnten problemlos im Hintergrund an unseren Grafiken und Texten weiterarbeiten, die Aufnahmen blieben davon völlig unbenommen.
Wer sich über die jeweiligen Formate näher informieren möchte, der findet dazu u.a. auch in der Servicezeit-Technik mehr Informationen.
Nach der Auzeichnen erfolgt die eigentliche Erstellung des Films d.h. es werden aus möglichen unterschiedlichen Dateien eine Datei angelegt, so daß anschließend die fertige Datei direkt aus dem Programm heraus gebrannt werden kann. Die Erstellung als solche beanspruchte in unserem Fall (ca. 1,5 Stunden Videomaterial) das System mit immerhin 80% Systemauslastung. Trotzdem war ein Nebenbeiarbeiten kein Problem, wobei die Mindesvoraussetzung für das System schon etwas schmeichelhaft ist, denn mit einem Pentium 4 1,6 GHZ und 128 MB Arbeitsspeicher artet die Erstellung zu einem Geduldsspiel aus.
Die Qualität der Aufnahmen auf unserer fertigen DVD ist erstaunlich gut und wirkt überhaupt nicht angestaubt, ganz im Gegensatz zu unserem Video-Recorder...
Was uns allerdings negativ auffiel, ist die Wärmentwicklung des Gehäuses. Im jetzigen Winter mag dies noch keine entscheidende Rolle spilen, aber bei sommerlichen Temperaturen wäre ein größeres Gehäuse mit einem einem intergrierten leisen Lüfter nicht von der Hand zu weisen.
Der NorthQ NQ6600 Video Converter kommt wie gerufen für die anstehende Archivierung unserer Videodateien, denn VHS Videos verlieren im Laufe der Jahre doch deutlich an Qualität. Darüber hinaus sind analoge Magnetbänder keine geeigneten Datenträger für dauerhafte Archivierungen, somit bietet sich dieser Konverter als ideale Aufbereitungsanlage perfekt an. Die Aufnahmen über den Konverter haben uns überzeugt, aber es gibt auch ein paar Aspekte, die wir nicht kommentarlos hinnehmen können, wie z.B. ein fehlendes deutsches Handbuch sowie die Wärmeentwicklung des Gerätes. Bei dem derzeitigen Preis von 129 € darf man auch erwarten, das zumindest ein Grundgerüst an Kabeln mitgeliefert wird und nicht nur ein USB-Kabel.
Funktionell top >ausstattungstechnisch nur durchschnittlich, so lautet unser Fazit für ein sehr interessantes Stück Hardware aus dem Hause NorthQ, das einige Schwächen durch erstklassige Videoaufbereitung wett macht.
NoiseMagic
NorthQ
Wir bedanken uns bei NoiseMagic für die Bereitstellung des Testsamples und bei Herrn Mölk für den freundlichen Support.
euer PC-Experience.de Team
Cerberus


















