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Achtung Zowie Celeritas Tastatur Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Zowie Celeritas Tastatur






Einleitung:

Dieser Test stellt für uns gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere dar, weil es einerseits die erste mechanische Tastatur ist, die wir einer Prüfung unterziehen und andererseits die erste Tastatur des Gaming Spezialisten Zowie, die seit ihrer Gründung im Jahr 2008 nun auch das Tastatur Segment für sich entdeckt haben. Zowie bewirbt diese Tastatur mit dem Attribut "schnellste Tastaur der Welt", diese nicht unbedingt zurückhaltende Marketing Offerte verlangt natürlich nach einer Überprüfung.
Wir wollen in diesem Test aber nicht nur herausfinden, ob die Celeritas Tastatur ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird, wir wollen euch parallel dazu das Thema "mechanische Tastaturen" näher bringen, zumal es so scheint, als ob diese legendären und unverwüstlichen Allrounder eine Renaissance durchlaufen. Warum dieses Thema nun gerade jetzt wieder an Aktualität gewinnt, erscheint auf den ersten Blick etwas rätselhaft. Auf den zweiten Blick verbirgt sich dahinter aber eine durchaus nachvollziehbare Logik, denn Tastaturen mit ultraschnellen Reaktionszeiten sind des Gamers Liebling und wenn diese dann verschleißtechnisch noch etwas länger als eine durchzoggte Winter-Herbst-Periode halten, ohnehin. Was also kann die Zowie Celeritas respektive was kann sie nicht? das haben wir für euch herausgefunden und wünschen euch jetzt viel Vergnügen bei unserem neuesten Review...




Lieferumfang:

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• Zowie Celeritas Tastatur in Retail-Verpackung
• PS2/USB Adapter
• Aufkleber





Die technischen Daten: Zowie Celeritas Tastatur





Das Sockel 1366 Testsystem:

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Mechanische Tastaturen, Stand der Technik und weitere FAQs:

Eine mechanische Tastatur hat nur sehr wenig mit den handesüblichen Rubber-Dome oder Membran-Tastaturen gemeinsam, die wir in der Regel an unseren Rechnern einsetzen. Das fängt mit der Verarbeitungsqualität an und hört mit der sehr viel höheren Lebenserwartung auf (ca. 50 Millionen Betätigungen pro Taster), so daß sich auch nach vielen Jahren intensiven Einsatzes weder der Anschlag noch die Auslösekraft häufig benutzter Tasten ändern (Rubber Dome Tastaturen ca. 5 Millionen Betätigungen pro Taster, Scissor Tastaturen ca. 10 Millionen Betätigungen pro Taster). Dies sind auch gleich schon zwei der herausragendensten Merkmale dieser Geräte, wobei sich diese Attribute natürlich auch im Preis niederschlagen, denn mechanische Tastaturen sind kaum unter 100€ zu haben, wobei die Grenze nach oben offen ist, wenn wir z.B. an die Modelle der Firma Deck oder Filco denken, um nur zwei prominente Beispiele zu nennen.
Aber werfen wir zunächst einen Blick auf die Historie dieser Tastaturen. Angefangen hat alles mit der IBM Model M, die 1984 in Produktion ging und schnell zu einem Klassiker anvancierte, der bei guter Pflege auch heute noch seinen Dienst verrichten kann. Die Mechanik dieser Tastatur war die Buckling-Spring Keyboard Technology, für die heute die Firma Unicomp die Rechte besitzt. Das Prinzip ist so einfach wie wirkungsvoll, denn der Taster (im Gegensatz zu einem Schalter kehrt so ein Taster nach dem Loslassen in seine Ausgangsposition zurück) löst den Befehl des Schreibers über eine Knickfeder aus. Klingt simpel, ist es aber nicht, denn im Tastenkorpus ist eine Stahlfeder integriert, die beim Drücken der Taste zunächst komprimiert wird und nach Erreichen einer genau definierten Kompression abknickt und den elektrischen Kontakt auslöst. Dabei entsteht nicht nur das berühmte Klick-Geräusch, sondern die Taste setzt den Schreibbefehl binnen Bruchteilen von Sekunden um. Durch diesen kontinuierlich ansteigenden Druck erhält der Anwender ein deutlich spürbares Feedback bezüglich des Druckpunktes, ohne das sich die Tastenmechanik verhaken kann, egal wie schräg man sie betätigt. Das ist enormer Vorteil gegenüber den Standard Tastaturen mit billigen Folien und verschleißträchtigen Gummi-Membranen (Rubber Dome), die ja meist schon nach kurzer Zeit verschleißen, Fehlfunktionen auslösen oder schlicht einfach nur haken.
Aktuelle mechanische Tastaturen verwenden aus den o.g. patentrechtlichen Gründen eine andere wenn auch sehr ähnliche Technik, die ebenfalls vorzüglichen MX-Taster-Mechaniken von Cherry, die in vielerlei Varianten erhältlich sind. Das Portfolio erstreckt sich von MX-Black über MX-Brown, bis hin zu MX-Blue, MX-Red und MX-Clear, wobei die einzelnen Varianten sich vor allem in der jeweiligen Auslösekraft unterscheiden. Eines ist bei allen MX-Tasten gleich, der Weg, den eine Taste zurücklegt, bis ein Befehl umgesetzt wird, das sind exakt 2mm. Insgesamt können die MX-Tasten 4mm durchgedrückt werden, auch dies gilt für alle MX-Varianten. Wer mehr darüber erfahren möchte, darf sich gerne einmal die technische Dokumentation von Cherry anschaun:

MX-Dokumentation

Nun existieren durchaus noch mehr mechanische Varianten auf dem Markt, aber da unsere Zowie Celeritas über die Cherry MX-Brown Taster-Technik verfügt, sollten wir uns jetzt auch etwas intensiver damit beschäftigen. Wie bereits erwähnt liegt einer der unbestreitbaren Vorteile der mechanischen Tasturen im Ansprechverhalten begründet, Sebastian Vettel würde es wahrscheinlich als "hängt gut am Gas" bezeichnen. Exakt dies macht diese Keyboards für Spieler und Vielschreiber so attraktiv, denn der Kraftaufwand bleibt überschaubar und was noch viel wichtiger ist, er ändert sich auch über längere Zeiträume nicht, sprich er bleibt absolut konstant.
Diese Technik besitzt aber durchaus auch eine Gewohnheits-Attitüde, darum wäre es auch sehr wichtig, so eine Tastatur vor dem Kauf live auszuprobieren, denn was die Tastatur beim Händler an Feedback liefert, entspricht genau dem, was ihr später daheim bekommt und das muß nicht zwangsläufig jedermanns Sache sein. Eine mechansiche Tastatur vermittelt auch ein anderes Schreibverhalten als eine schlichte Rubber Dome Tastatur oder eine Tastatur mit den populären Scissors Tasten, die vergleichsweise sehr kurzhubig und leise werkeln.
Die in der Zowie Celeritas verbauten Cherry MX-Brown Taster dürfen durchaus als Allrounder in der MX-Tasterauswahl bezeichnet werden, liefern diese Tasten doch einen sehr guten Mix für die Vielschreiber und Gamer unter uns. Die Hardcore Gamer präferieren wahrscheinlich eher eine Tastatur mit Cherry MX-Black Tasten, da diese keine taktile Rückmeldung liefern, mit anderen Worten sie liefert keine spürbare Tipp-Bestätigung oder auch hörbares Taster-Feedback, was beim Spielen eher weniger aber bei kontrierten Textarbeiten ja durchaus stören kann.
Entscheidend ist aber hier wie dort der Aufbau dieser Tastaturen, eine handelsübliche Rubber Dome Tastatur besitzt eine oder auch zwei bedruckte Folien samt Gummi-Noppen, die dann in ein Kunststoffgehäuse verfrachtet werden, womit diese Bauart dann im Grunde schon finalisiert wäre. Mechanische Tastaturen sind diesbezüglich sehr viel aufwendiger konstruiert. Jeder Cherry MX-Brown Taster besitzt eine direkte Anbindung an die Haupt-Platine, die selbst das gesamte Keyboard ausfüllt. Um n-key Rollover zu ermöglichen, sind zusätzliche Dioden notwendig und zwar für jeden Taster. Wenn man sich dann vor Augen führt, das ein MX-Brown Taster im Verkauf etwa 60 bis 80 Cent kosten (je nach Stückzahl) und dies mit 105 multipliziert, wird deutlich, warum diese Tastaturen so teuer sind und warum sie bei den Herstellern eher als Prestige Objekte und nicht als margenbringende Verkaufsschlager fungieren.
Noch ein paar Worte zu n-key Rollover (NKRO), das fälschlicherweise immer wieder mit Ghosting oder Anti-Ghosting umschrieben wird. Es geht konkret darum, wie viele Tasten einer Tastatur gleichzeitig betätigt oder gedrückt werden können, ohne das Fehler ausgegeben werden. 2-Key Rollover bedeutet beispielweise, dass maximal zwei Tasten auf einmal korrekt erkannt werden können. Werden hier mehr als zwei Tasten auf einmal betätigt, kann es zum Phantom-Key-Rollover kommen, was nichts anderes bedeutet, als das ein falsches Signal an den PC übermittelt wird, respektive ein anderer Tastendruck erkannt und ausgegeben wird. Wenn wir also beispielsweise T,G und H drücken, wird stattdessen ein Semikolon geschrieben, das wird dann als Ghosting bezeichnet, denn diese Taste hat ja Harvey der weiße Hase gedrückt (falls den noch jemand kennt). Kurzum, es werden also möglicherweise Tasten als aktiv erkannt und schriftlich umgesetzt, die tatsächlich gar nicht betätigt wurden.
Die Zowie Celeritas kann über die USB Schnittstelle maximal 6-Key-Rollover zur Verfügung stellen (also 6 Tasten und ein Modifier wie z.B. STRG können gleichzeitig bestätigt werden). Mehr wäre über die USB Schnittstelle grundsätzlich nicht möglich, weil die Schnittstellenspezifikation dies nicht zuläßt. Wer also die volle Spannbreite nutzen will oder möchte, muß die Celeritas über die PS2 Schnittstelle anschließen. Natürlich existieren mittlerweile Tricks (HID Treiber Modifizierung), um das auszuhebeln, denn aktuelle Mainboards bieten die PS/2 Schnittstelle nicht mehr in dem Umfang an wie noch vor einigen Jahren. Aber das geht dann meistens mit dem Nachteil einher, das über diese modifizierten USB Schnittstellen kein Aufruf des BIOS mehr möglich ist.
Die jeweiligen Themen könnten wir jetzt noch endlos weiter vertiefen, aber zur Erklärung der wichtigsten Aspekte einer mechanischen Tastatur und seiner speziellen Obliegenheiten soll dies zunächst genügen.




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Wie definiert Wikipedia Tasturen? "Eine Tastatur ist ein Eingabegerät, das als Bedienelement eine Anzahl von mit den Fingern zu drückender Tasten enthält" lautet das zugehörige Zitat, dem kaum etwas hinzuzufügen wäre, wenn die Formulierung auch etwas bürokratisch gestelzt klingen mag.
Nun gut, das mag auf Membran Tastaturen zutreffen, wir haben aber eine mechanische Tastatur ausgepackt und wo bleibt jetzt der Aha-Effekt? zunächst einmal stellt sich dieser im Gewicht dar, die Tastatur wiegt 1140 Gramm und die spürt man nicht nur auf der Waage. Steht sie auf dem Tisch, dann bleibt sie dort auch stehn, egal welche Gebläsestufe der Sohnemann an Mutties Fön einstellt. Aber ernsthaft, der massive Stahlkorpus erfordert seinen Tribut und der heißt massivste Stabilität und Statik. Koppelt man dies mit vier Gummifüssen auf der Rückseite, besteht die berechtigte Hoffnung auf ein kratzerfreies Verschieben. Der sichere Stand ist jedenfalls mit absoluter Sicherheit gewährleistet.
Das Zubehörpaket hat Zowie sehr übersichtlich geschnürt, denn außer einem USB/PS/2 Adapter und einem Aufkleber gibts es nichts zu entdecken. Eine Anleitung sucht man ebenso vergebens, auch wenn auf der Rückseite einige Abbildungen die Schematik der Zusatzfunktionen erläutern. Das kann die Konkurrenz durchaus besser, man denke nur an die Razor Black Widow Tastaturen. Eine Software zur Erstellung von Spiele-Makros fehlt übrigens auch, was wir als weitaus größeres Manko ansehen, denn die Spieler-Fraktion ist schließlich die primäre Klientel, die Zowie bedienen möchte.
Unabhängig davon hinterläßt die Celeritas einen ausgesprochen dezenten und hochwertig verarbeiteten Eindruck und dies ohne optische Schnörkel und allerlei Blinkiblanki Spielereien. Die schwarz-matte Farbgebung erfordert keine viertelstündigen Putzaktionen, weil der Klavierlack in der Nähe der F-Tasten ein paar Fingerabdrücke für sich beansprucht. Der Reinigungsaufwand bei häufigem Gebrauch hält sich demzufolge also in überschaubaren Grenzen.

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Das 1,8m lange Kabel hinterläßt einen beruhigten Betrachter, denn das Kabel verfügt über eine ausreichende Länge, wurde hinreichend ummantelt und der Stecker im Anschlußbereich vergoldet, was eine Kontaktkorrosion auf lange Sicht verhindern sollte. Der leicht angewinkelte Strukturaufbau bis maximal 37mm (mit Taster-Caps) ist typisch für diese Bauart und überdies erinnert die Tastatur ohnehin an die legendären Vorgänger aus den 80iger Jahren des vorherigen Jahrhunderts, auch wenn sich ein gewisser Retro oder Nostalgie-Effekt nicht so recht einstellt. Dem einen oder anderen wird eventuell ein optisches Alleinstellungsmerkmal fehlen, was sicherlich auch darin begründet ist, dass sich viele dieser Tastaturen sehr ähnlich sehen. Man denke nur an die Filco Majestouch, die iOne Scorpius M10 oder einige Adesso Keyboards, um nur einige Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite existieren natürlich auch Gegenbeispiele und wer das Besondere liebt und bereit ist, dafür viel Geld auszugeben, kann sich auch eine mechanische Tastatur nach eigenen Designansprüchen und Gusto fertigen lassen, das ist nur eine Frage des Preises.
Das man bei Zowie auf zusätzliche USB Ports oder gar Audio Anschlüsse verzichtet hat, können wir begrüssen. Zumal diese Chips bestenfalls für rudimentäre Sounderlebnisse taugen und sich darüber hinaus auch gerne mit vorhandenen Soundchips und Treibern kabbeln.
Eine Hochstellmechnik in Form von Klappfüssen oder Anstellwinkel fehlt, das wird nicht jeder gut heißen, aber die schräge Ausrichtung der Basis Struktur sollte im Normalfall für entspanntes Schreiben ausreichen. Diesbezüglich stellt sich eventuell auch die Frage nach einer Handballenauflage, aber auch hier differieren die Geschmäcker und Ansprüche erheblich. Ich persönlich kann diesen Schweißsammlern überhaupt nichts abgewinnen.




Die Inbetriebnahme:

Die Integration der Tastatur ins System gestaltet sich sowohl unter Windows XP (SP3), Vista Ultimate x64 (SP2) und auch Windows 7 SP1 sehr komfortabel. Man fährt sein System herunter, entfernt die alte Tastatur und schließt die neue an. Nach dem Neustart werden dann die Treiber der Zowie Tastatur unverzüglich eingebunden. Da Zowie keine separate Softwaare für die Tastatur beilegt, um beispielsweise Makros o.ä. anzulegen, können wir euch auch keine entsprechenden Bilder zeigen.

wichtig: damit eine USB Tastatur korrekt funktioniert, sollte im BIOS die Option "USB-Keyboard Support" unbedingt aktiviert (enabled) sein. Wie man auf unserem Screenshot sieht, sind diese Optionen (auch für die Maus) oftmals deaktiviert !


Die Formulierung kann natürlich variieren, darum solltet ihr ruhig mal die jeweiligen USB Optionen in eurem Bios ausprobieren und das Mainboard Handbuch konsultieren. Die primäre Offerte dieser Tastatur ist aber der PS/" Port und wenn eurer Mainboard über einen derartigen Port noch verfügt, sollte sie dort auch angeschlossen werden, auch wenn das Hot-Plugging damit natürlich unterbunden wird.




Die Tastatur in der Praxis:

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Der erste Praxiseindruck ist ein absolut positiver und widerlegt auch die Befürworter von Anstellwinkeln, denn durch die relative flache nur leicht angeschrägte Grundstruktur ist eine sehr unangestrengte Arbeitsweise möglich, weil die Hände nach oben kaum abknicken können. Auf Grund des Tasten Standard Layouts, ist kaum eine Umgewöhnung an neue Tastenpositionen nötig. Ein weiterer ganz wichtiger Aspekt ist die rauhe Oberflächenbeschichtung der jeweiligen Taster-Caps, zumal wir schon Tastaturen erlebt haben, wo man nur im Schlingerkurs tippen konnte, weil die Taster-Caps viel zu glatt waren. Dies ist hier definitiv nicht der Fall, die einzelnen leicht muldigen Taster-Caps sind sehr griffig und bedingt durch eine Lasergrafur auch nachhaltig gekennzeichnet. Selbstverständlich exisitieren durchaus noch wesentlich hochwertigere und vor allem teurere Möglichkeiten eine Taster-Cap zu beschriften, wie z.B. das sogenannte Double-Shot Injection Molding, aber eine Tastatur sollte auch bezahlbar bleiben.
Laut Hersteller soll die Zowie Real Time Response genannte Technologie nur über PS/2 funktionieren und das ist auch unsere Erfahrung, über USB bewirkten die Umstellungen rein garnichts. Somit kann der User über die Tasten F9 bis F12 eine bis zu 8-fache schnellere Reaktionszeit einstellen. Zowie glaubt, dass die Celeritas die schnellste Reaktionszeit aller mechanischen Tastaturen auf dem Markt besitzt, was wir allerdings mangels Vergleich nicht verifizieren konnten. Jedenfalls sind diese Einstelloptionen dafür verantwortlich, das eine Tastenaktion im 8x Modus wesentlich häufiger ausgelöst wird, als im 1x Modus.
Über die linke Windows Taste ist eine Zweitbelegung möglich, wodurch diese Taste zu einer STRG Funktion umgewandelt wird, was sich auch optisch wiederspiegel, in dem das Logo oben rechts die Farbe von Rot auf Blau wechselt. Das ist durchaus keine überflüssige Spielerei, sondern kommt in Spielen durchaus zum Tragen, was sicherlich viele von euch bestätigen können.

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Die Alltagstauglichkeit der Zowie Celeritas (ausschließlich über PS/2 angeschlossen) charakterisieren wir als ausgezeichnet. In Office 2010 existierten keine Scenarien, die durch negative Aspekte auffielen und wer meint, das die Klickgeräusche bei der Verfassung von langen Texten in der Konzentration stören, sieht sich möglicherweise eines Besseren belehrt, denn so laut sind die Cherry MX-Brown Taster nicht. Im Gaming Test stellt die Zowie neue Rekorde auf, keine Tastatur konnte bei uns solche Reaktionszeiten erreichen, denn trotz des möglichen Anschlagwegs von 4mm löst die MX-Brown schon nach 2mm den Tastenbefehl aus. Das klingt nicht nur schnell, das ist es auch in der Realität, zumal das nötige Auslösegewicht relativ gering ist. Wenn wir unsere Enermax Aurora Premium als Vergleich heranziehen, haben wir zwar auch einen sehr kurzen Tastenhub (2,5mm), aber die Auslösekraft ist deutlich höher. Die Taster Auslösekraft liegt bei der Celeritas bei 45 bis maximal 55 Gramm, unsere Enermax benötigt dafür schon fast 70 Gramm. Demzufolge ist ein ermüdungsfreies Schreiben und Spielen auf der Celeritas eindeutig eher zu erreichen als auf unserer Enermax Tastatur mit der schon etwas besseren Scissor Tastentechnik.
Unseren Spiele Parcour mit Crysis 2, Anno 1404 und Mass Effect 2 meisterte die Celeritas Tastatur ansonsten ohne irgendeinen Ausrutscher oder Abrutschen oder Fehlinterpretation. Schön wären natürlich Spiele Makros, aber vielleicht kann Zowie dies für spätere Revisionen noch nachrüsten, denn insbesondere die Echtzeit-Strategie Spieler werden diese Option sicherlich vermissen. Als kurzes Zwischenfazit können wir attestieren, das wir noch mit keiner besseren Tastatur gearbeitet respektive gespielt haben und das trotz unserer anfänglichen Skepsis.
Ein zweiter Test über USB offenbarte dann genau das, was diese Schnittstelle eben nicht nicht bietet, eine individuelle Anpassung der Wiederholzeiten 1x bis 8x ist definitiv nicht möglich. Aus n-Key Rollover der PS/2 Schnittstelle wird über die USB Schnittstelle 6-Key Rollover, was wir aber als relativ unproblematisch ansehen. Diesbezüglich existieren weitaus wichtigere Probleme, die eine gute Tastatur lösen muß. Denn was nützt eine vollständige Unterdrückung der Phantom Keys, wenn die Handgelenke nach einer dreiviertel Stunde konzentrierten Tippens oder Spielens derart schmerzen, das an diesem Tag der Eisbeutel das Regiment übernimmt und nicht der Nanosuit. Da muß sich der Besitzer einer Zowie Celeritas in der Regel zumindest keine Sorgen machen.





Pflegetipps:

Was im Laufe der Monate sich auf der Tastatur ablagert, macht sich in dunklen Schlieren auf dem Keyboard unmißverständlich bemerkbar. Auch in den Zwischenräumen der einzelnen Tasten sammeln sich über die Zeit Staub, Krümel und ähnliches.
Stellt eure Tastatur einmal auf den Kopf und schlagt vorsichtig von oben mehrmals an verschiedenen Stellen auf die Rückseite, um Staub und ähnliches aus den Zwischenräumen zu klopfen. Der Einsatz von Druckluftspray und das Auspinseln mit einem Chinaborsten behafteten Pinsel wäre eine weitere Alternative, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Bitte keine hochwirksamen Staubsauger verwenden, es haben schon mehr Anwender hinterher ihre Staubbeutel nach Tasten durchsuchen dürfen !
Wer einen Taster-Cap-Heber für mechanische Tastaturen besitzt kann die Caps natürlich relativ bequem abhebeln und so gründlich das Keyboard reinigen. Ist das nicht möglich, wischt ihr die Tastenkappen dann mit einem angefeuchtetem Tuch (ohne Zusätze, wie Spülmittel oder Seife) mehrmals ab. Wenn das Tuch groß genug ist, könnt ihr es um die Handfläche wickeln und so mit der flachen Hand über die Tastenkappen wischen. Hierbei könnt ihr ruhig kräftig aufdrücken. Achtet aber darauf, daß beim Reinigen der Tastatur das Tuch nur angefeuchtet ist und kein Wasser in die Tastatur tropfen oder fließen kann. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit den vorgetränkten Reinigungstüchern von Cleanlike gemacht, mit denen ihr auch hartnäckige Kugelschreiberflecken o.ä. entfernen könnt.




Fazit:

Wir wollen jetzt nicht in eine ultimative Lobhudelei verfallen, aber wer jemals das Vergnügen hatte, auf einer mechanischen Tastatur zu schreiben und zu spielen, der weiß, warum diese Keyboards geradezu mystisch verehrt und zum Kultgegenstand stylisiert wurden. Die Gewissheit, das sich dieses perfekte Ansprechverhalten der Cherry MX-Brown Taster auch nach viele Jahren des intensiven Einsatzes, nicht ändern wird, ist pekuniär kaum aufzuwiegen. Die Schreibprofis unter uns mit 500 fehlerfreien Tastenanschlägen pro Minute werden möglicherweise neue Rekorde aufstellen und die Gamer müssen sich nicht mehr über n-Key-Rollover Probleme ärgern und werden die Reaktionsgeschwindigkeiten der Cherry-MX-Brown-Taster lieben. Das dies alles in einem haptisch ansprechendem aufwendig verarbeiteten Keyboard steckt, versteht sich dabei fast von selbst, also wo ist der Haken?
Da existieren durchaus mehrere Haken, denn die Geräuschcharakteristik dieser Tastaturen ist eine gänzlich andere, als auf einer Rubber Dome Membran oder Scissors Tastatur, auch wenn die Celeritas im Vergleich zu einer Razor BlackWidow Ultimate (Cherry MX-Blue) eines Kollegen relativ leise agiert. Dazu kommt der fast unisono hohe Preis und im speziellen Fall der Zowie Celeritas das Fehlen gänzlicher Extras. Eine Höhenverstellbarkeit ist vielleicht nicht zwingend erforderlich, aber halbwegs sinnvolle Spiele-Makros zu individualisieren, sollten im Bereich des Möglichen liegen. Das Zowie da so seine Probleme hat, dem Kunden sinnvolle Extras mit auf den Weg zu geben, wurde schon in unserem Zowie-Maustest überdeutlich, vielleicht sind sie ja doch noch lernfähig.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• wertige Haptik, ansprechendes Design
• exzellente Verarbeitung, gute Ergonomie
• für eine mechanische Tastatur noch relativ leise
• extrem schnelle Reaktionszeiten
• exzellente Präzision
• n-Key-Rollover (NKRO) vorhanden (komplett nur über PS/2)
• äußerst solide Bauweise
• exzellenter Tastenanschlag, niedrige Auslösekräfte
• problemlos im System integrierbar
• sehr griffige Taster-Caps-Oberflächen mit minmalen Mulden
• kratzfeste Tastenbeschriftung
• noch ausreichendes Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 119,90 €)

Minus:
• kein Handbuch
• keine Makros möglich

Der Kauf einer Tastatur ist wie der Kauf eines Paar Schuhe, sie müssen passen und darum sollte so einem Kauf immer eine gründliche Anprobe vorausgehen. Es reicht eben nicht, die Tastatur nach optischen Aspekten zu selektieren, oder lediglich nach den Features zu schielen. Wer mit seiner Tastatur nicht zurecht kommt, wird schnell Frust aufbauen und dafür wäre der Preis einer Zowie Celeritas nun wirklich zu hoch. Also probiert sie bitte aus, auch wenn der Gang zum Fachhändler unbequemer erscheint, als ein Klick beim Onlinehändler. Letztendlich kann nur so aussagekräftig verifiziert werden, ob sie zu eurem Schreib/Spielverhalten paßt, unsere absolut postive Pro-Mechanische-Tastatur-Meinung ist abseits der Technik in diesem Fall rein subjektiv zu betrachten, da machen wir uns gar keine Illusionen...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Zowie Celeritas Tastatur erhält den PC-Experience-Award in Gold






Weiterführende Links:

Zowie


Zowie Celeritas bei Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support




euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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