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SSD Roundup 2010 Part III







Einleitung:

Wir wollen dieses Jahr natürlich nicht ausklingen lassen, ohne den lange erwarteten dritten Teil unseres SSD-Roundups veröffentlicht zu haben, zumal ja bisher noch die SSDs mit dem neuen Marvell und Samsung Controller fehlen. Um handverlesenen Samples aus dem Weg zu gehen, orderten wir die Crucial C300 und die Samsung aus der neuen 470 Serie bei einem Shop unserer Wahl. Ein Test-Luxus, das wir uns übers Jahr verteilt immer wieder mal leisten, damit ihr wißt, was beim Händler tatsächlich im Regal liegt. Das Duo wurde kurz vor Redaktionsschluß noch von einem Newcomer auf dem deutschen Markt komplettiert, eine SSD mit dem schon bei uns getesteten Sandforce Controller. Der Hersteller Mach Xtreme Technology stammt aus Taiwan und dürfte in heimischen Gefilden bisher relativ unbekannt sein, aber das muß ja nicht so bleiben.
Welche Besonderheiten die Controller von Marvell und Samsung zu bieten haben und was sie im Vergleich zur bereits etablierten Konkurrenz leisten, erfahrt ihr in unserem detaillierten Praxistest, dazu wünschen wir euch viel Spaß...




Die technischen Daten der SSDs:




Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergröße zu bestimmen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.




SSDs, die technischen Fakten:

Alle Hersteller preisen ihre Solid State Disks als technisch überlegen an, sie sollen konventionelle Festplatten innerhalb der nächsten Jahre ablösen, aber ist das wirklich so einfach?
SSDs schreiben die Daten nicht auf ferromagnetische Scheiben, sondern auf Flashchips analog zu USB Sticks. Da eine SSD über keine beweglichen Bauteile verfügt, sind die Vorzüge diesbezüglich schnell zusammengetragen: es sind keine betriebsbedingten mechanischen Schäden möglich. Weitere Vorteile liegen auf der Hand: ein nahezu geräuschloser Betrieb, Shockunempfindlichkeit, minimale Wärmentwicklung. Da nicht erst ein Schreib/Lesekopf an eine bestimmte Position gefahren werden muss, sind die Daten sofort verfügbar, was in ultraschnellen Zugriffszeiten resultiert. Aber nicht nur was die lineare Transferrate angeht, haben SSDs einen prinzipiellen Vorteil gegenüber herkömmlichen Festplatten. Vor allem Zugriffe auf verstreute Daten sind ihre große Stärke. Dazu gesellt sich ein deutlich geringerer Strombedarf, was die Umwelt und den Geldbeutel schont.
Wo aber liegen die Nachteile?
dazu müssen wir etwas weiter ausholen: wie wir ja alle wissen, gehört zu den wesentlichen Eigenschaften eines Speichermediums drei entscheidende Kriterien: 1. die Speicherkapazität, 2. die Übertragungsgeschwindigkeit und 3. die Zugriffszeit. Erst nach diesen drei Aspekten listen die Hersteller die Haltbarkeit der Daten und die Kosten auf, was ja schon mal das erste Stirnrunzeln verursacht.
Davon abgesehen hängen aktuelle SSDs ihre ferromagnetischen Konkurrenten in den genannten drei Kriterien locker ab. Das beginnt bei den Übertragungsraten, wo gute SSDs es auf 200 MByte/s und knapp darüber bringen. Diese Werte werden von Konsumer-HDDs nicht mal ansatzweise erreicht und auch Server Festplatten müssen sich arg strecken. Wobei man auch hier unterscheiden muß, denn Festplatten erreichen ihre höchste Performance auf den äußersten Bereichen ihrer Magnetscheiben und diese Performance differiert deutlich zu den Ergebnissen auf den inneren Bereichen. SSDs sind diese Performance Zonen gänzlich unbekannt. SSDs ziehen ihre Performance durch die Qualität des Controllers und über die Anzahl der zu verwaltenden Flashchips inklusive Cache. Grundsätzlich ist es aber so, daß der Datentransfer bis auf kleinere Amplituden nahezu gleich bleibt und auch hier muß eine HDD passen.
Ein anderes Thema ist das Schreiben von Daten, denn hier besitzen SSDs einen gravierenden Nachteil, mit denen sich wiederum HDDs nicht auseinandersetzen müssen: Festplatten beschreiben Sektoren, egal ob vorher Daten in ihnen gespeichert waren oder nicht. SSDs hingegen müssen erst mal einen Löschvorgang initiieren, wenn sie die Daten in einem Flashchip überschreiben wollen und das kostet eben Zeit. Das ist auch der Grund, warum die Schreibleistung einer SSD nicht ganz mit der Leseleistung korrespondiert. Kompensieren kann man dies zu einem kleinen Teil durch entsprechende Caches, die von den Herstellern auch eingesetzt werden. Oder man löst es wie Sandforce, die einen anderen Weg beschreiten.
Dazu kommt noch die begrenzte Zahl von möglichen Schreibzugriffen auf den Flash-Speicher. Während die einzelnen Speicherpunkte auf den HDD-Scheiben in Festplatten beliebig oft gelöscht und wieder beschrieben werden können, ist die Zahl dieser Zyklen in den Flashchips begrenzt und unterliegt großen Schwankungen. Somit ist die Lebensdauer aufgrund der limitierten Anzahl von Lösch- und Schriebvorgängen begrenzt. Womit wir wieder bei der Qualität des Controllers angelangt sind, zumal nicht zuletzt er darüber entscheidet, wie die Daten auf die Speicherzellen verteilt werden. Existieren defekte Zellen, sollten diese über entsprechende Fehlerroutinen erkannt und aussortiert werden. Das klingt in der Theorie logisch und einfach zu handeln, die Praxis sieht allerdings etwas anders aus.
Aber der Controller ist nicht das alleinige Qualitätssiegel einer SSD, denn auch die Art der verwendeten Flashtechnik spielt eine entscheidene Rolle und bestimmt letzendlich die Performance und Haltbarkeit der Flashchips. Für weitere Details zum Thema SSD beachtet bitte auch unseren separaten SSD Artikel, wo es nicht nur um die richtigen Einstellungen, sondern in erster Linie um die Erklärungen der wichtigsten Grundbegriffe geht..




1. Crucial RealSSD C300:

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Alle Hersteller liefern ihre SSDs mittlerweile in recht ansehnlichen Verpackungen, wobei man auch dort des öfteren unterscheiden muß zwischen Testsample und Retail Verpackung. Unsere Crucial C300 macht da keinen Unterschied, auch in der Verpackung frisch aus einem Onlineshop unserer Wahl liegt kein Zubehör bei, weder ein Einbaurahmen, noch sonst etwas, lediglich ein paar technische Daten wurden hinzugefügt.
Eines ist allerdings nach dem Auspacken positiv aufgefallen, auf der Rückseite steht die vorhandene Firmware Revision, in unserem Fall 0002, also die derzeit aktuellste Version. Diese Information ist wichtig, denn so weiß der Kunde sofort: ich kann ohne große Umschweife installieren, denn die Firmware ist aktuell. Ist das nicht der Fall, weiß der Kunde dies auch und muß sie nicht erst umständlich in ein laufendes System hängen, um solche Informationen zu eruieren. Der Hintergrund ist einleuchtend: wer verzichtet schon gern auf ein per Firmware Update nachgereichtes elementares Feature wie den Trim Befehl, oder auf beseitigte Bugs innerhalb der Firmware ? Darüber hinaus bedeutet ein Firmware Update in der Regel auch den Daten Totalverlust, insofern drängt sich das Update vor der Windows Installation geradezu auf. Solltet ihr noch eine Crucial C300 mit der ersten Firmware ergattert haben, so datet bitte unbedingt auf die aktuelle Version up, da die erste Firmware so ihre Probleme mit der Umsetzung des Trim-Befehls hatte.

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Die Verarbeitung der Crucial SSD darf als hochwertig bezeichnet werden, was ebenso für den Platinenaufbau und die Lötqualität gilt. Das die in 34nm gefertigten Flash-Speicherchips aus dem Hause Micron stammen, ist eigentlich obligatorisch, denn Crucial ist deren Tochterunternehmen. Auf jeder Platinenseite sitzen acht Flashchips, die von einem Marvell Controller gesteuert werden, der interessanterweise gleich über zwei ARM9-Prozessoren verfügt. Als Cache fungiert ein Micron D9LGQ Chip mit 128MB Kapazität.
Die Crucial C300 unterstützt sowohl den ata-trim Befehl, als auch Garbage Collection, was auch zwingend erforderlich ist, da Crucial kein Wiper-Tool zur Verfügung stellt, um den Trim Befehl manuell auszulösen. Wunder kann die Garbage Collection trotzdem keine vollbringen, wird diese SSD also in einem Betriebssystem ohne Trim-Unterstützung über einen längeren Zeitraum eingesetzt, ist irgendwann die Performance im Keller und dann hilft nur noch eine Radikalkur z.B. mit Secure Erase.
Das die C300 bereits das SATA III (SATA-600) Interface unterstützt, ist zwar schön zu wissen, entscheidende Vorteile konnten wir aber selbst auf unserem Asus P6X58D Premium mit ensprechenden Ports nicht herausarbeiten. Das ist auch gar nicht nötig, wie wir im weiteren Verlauf unseres Testses noch sehen werden...



2. Mach Extreme DS Series:

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Die uns freundlicherweise von Caseking zur Verfügung gestellte SSD aus der DS Serie verfügt über den mittlerweile renommierten Sandforce-1200 Controller, den wir ja schon im SSD Roundup 2010 Part II hinlänglich in Augenschein genommen hatten. Beachtet in dem Artikel bitte auch das Kapitel "Sandforce Besonderheiten", damit ihr vor unliebsamen Überraschungen bewahrt bleibt.
Weder das Gehäuse, noch die beigefügten Unterlagen geben darüber Aufschluß, welche Firmware ab Werk geflasht wurde. Erst die Kontrolle mit CrystalDiskInfo fördert diese so wichtige Information zu Tage, das kann die Konkurrenz besser. Dafür paßt die Ausstattung schon eher ins Bild, denn Mach Extreme legte einen Einbaurahmen samt Schrauben bei, so sollte es im Idealfall auch sein. Die Verarbeitung des Aluminium Gehäuse ist sehr gut, die Anschlußports für SATA und Strom wurden allesamt sehr sauber ins Gehäuse integriert und auf der Rückseite erkennen wir die notwendigen Bohrungen zur späteren Verschraubung in unsere Rechner.

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Die Komponentenbestückung der DS Serie von Mach Extreme verbirgt keine Neuerungen, auch hier arbeitet der Sandforce 1200 Controller in Verbindung mit insgesamt 16 Flashchips von Intel (29F64G08CAMDB). Das trotzdem nur 100GB dabei herauskommen, liegt zum einen an der Firmware und zum anderen an der recht großen Spare Area, die hier noch etwa 30% der verfügbaren Kapazität verschlingt. Die Spare Area oder auch Over-Provisioning ist ein Teil des Flash Speichers, der exclusiv für den Controller reserviert ist und das nicht ohne Grund. Aus diesem Bereich greift der Controller auf freie Speicherblöcke zu, um damit zusammen mit Wear-Leveling die Schreibzugriffe zu beschleunigen und/oder defekte Speicherblöcke auszutauschen. Wie groß diese reservierte Bereich ist, hängt vom Controller ab. Beim Sandforce Controller waren das in der ersten Generation durchaus schon mal bis zu 30%. Neuere Sandforce Modelle dagegen verfügen nur noch über etwa 13% Spare Area, was die nutzbare Kapazitätssteigerung erklärt. Es ist also eine Kombination aus Firmware Update und verringerter Spare Area, was bei den SSDs mit Sandforce Controller zu einer Vergrößerung der nutzbaren Kapazität führte. Inzwischen wird die DS Serie von Mach Extreme auch mit 120GB Varianten ausgeliefert.



3. Samsung 470 Series:

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Samsung schickt ohne Zweifel die auffälligste Verpackung und die optisch attraktivste SSD ins Rennen. Die Verarbeitung und das gebürstete Aluminium-Kleid lassen einiges bezüglich der verwendeten Technik erhoffen. Auch Samsung hat auf der Rückseite die vorhandene Firmware dokumentiert, so daß wir uns über ein Update zunächst keine Gedanken machen müßten, denn eine aktuellere Version ist noch nicht verfügbar. Zubehör ist bei Samsung ebenfalls nicht vorhanden, außer einem dünnen Manuell herrscht gähnende Leere in der SSD Garage.
Der Innenraum wurde von uns wegen des Garantieerhaltes nicht erschlossen, insofern berufen wir uns auf die Samsung-eigenen Bilder und können bezüglich der Lötqualität keine konkreten Angaben skizzieren. Trotzdem ist die Technik ja kein Geheimnis und die beschreibt sich folgendermaßen: auf einer 1,8" Platine sitzen insgesamt 16 Samsung NAND Flashchips a' 8GB. Der Samsung Controller hat die Bezeichnung S3C29MAX01-Y340 und verfügt ebenfalls über eine Dual Core CPU. Als Cache kommen zwei 128MB Samsung DDR2-667 Bausteine zum Einsatz. Trim-Funktion und Garbage Collection beherrscht die Samsung SSD schon ab Werk, diesbezüglich sind also keine nachrüstungen in Punkto Firmware Update nötig.

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Eine Besonderheit wollen wir nicht unter den Tisch fallen lassen, zumal sie von essentieller Bedeutung ist. Samsung hat für die 470 Serie ein eigenes Tool entwickelt, das in vielerlei Hinsicht durchaus mit dem beliebten SSD Tool von Intel vergleichbar wäre. Allerdings ist das Samsung Magician Tool sehr viel umfangreicher, da es auch ein Firmware Update relativ unkompliziert ermöglicht. Da über dieses Tool auch ein manuelles wipern möglich ist, eignet sich die Samsung durchaus auch für Betriebssyteme ohne Trim Unterstützung.

Eines haben auch diese drei SSDs gemeinsam: die Nand-Flash Speicherarchitektur MLC. Zur Zeit existieren zwei verschiedene Arten von NAND-Flash-Chips: SLC- (Single Level Cell) und MLC- (Multi Level Cell) NAND-Flash-Chips. Im Gegensatz zu den SLC Flash-Chips, die 1 Bit pro Zelle abspeichern, sind MLC Flash-Chips in der Lage, 2 Bit pro Speicherzelle abzuspeichern. MLC NAND-Flash Chips können somit die doppelte Menge an Daten speichern bei gleicher Größe. Durch diese Art der Datenspeicherung sind MLC Flash-Chips im Gegensatz zu SLC Flash Chips aber auch etwas langsamer, erreichen maximal 20.000 bis 30.000 Schreib-/Löschzyklen und verbrauchen mehr Strom. Single-Level-Cell-(SLC-)Bauelemente hingegen sind nicht in der Regel nicht nur schneller als MLC-Chips, sondern verkraften üblicherweise auch bis zu 100.000 Schreib-/Löschzyklen. Allerdings brauchen sie ein Mehrfaches der Siliziumfläche von MLC-Chips und sind dementsprechend wesentlich teurer.
Ganz neu sind eMLC (Enterprise MLC) NAND Flashchips, die sich durch eine längere Haltbarkeit und höhere IOPS-Werte gegenüber herkömmlichne MLC-Chips auszeichnen sollen. Die neuen SSDs der nächsten Generation, die im Frühjahr 2011 auf den Markt kommen werden, dürften damit sicherlich ausgerüstet sien, zumindest haben dies Intel und Sandforce als erste Hersteller schon entsprechend angekündigt.




Der Einbau:

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Leider verfügen immer noch viele Gehäuse über keine nennenswerten Einbauoptionen für 2,5" Festplatten und SSDs, also schaut euch das vorhandene Gehäuse sehr genau an, bevor ihr eine SSD bestellt. Wir haben in unserem Lian Li PC-B70 diese Sorge glücklicherweise nicht und haben es uns nicht nehmen lassen, die Lian Li Einschübe noch mit zusätzlichen dünnen Gummiauflagen zu garnieren. Dies ist zwar für eine SSD nicht erforderlich, da sie ja keine mechanischen Bauteile besitzt, die schwingen oder dröhnen können, aber da wir alle unsere Laufwerke so einbauen, hat die Gewohnheit gesiegt.

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Als SATA Datenkabel verwendeten wir für alle Laufwerke grundsätzlich 50cm lange und speziell abgeschirmte Kabel von Silverstone, mit denen wir schon seit einiger Zeit vorzügliche Erfahrungen bezüglich Stecksicherheit, Dauerhaltbarkeit und Qualität sammeln konnten.




Das Sockel 1366 Testsystem:

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Installation und Tests:

Es versteht sich von selbst, das alle drei SSD mit den aktuellsten Firmwares bestückt werden sollten, um das volle Leistungspotential auszuschöpfen. Diesmal haben die Hersteller uns dies freundlicherweise schon abgenommen, alle drei SSDs waren wie bereits erwähnt mit aktuellen Firmwares bestückt, sehr lobenswert.
Was den AHCI Treiber angeht, so sollte man wissen, das der MSAHCI Treiber von Microsoft, den Windows 7 standardmäßig installiert, die Trim Funktion unterstützt ! Der Intel Rapid Storage-Technologie Treiber kann dies auch, die Performance Unterschiede im Vergleich zum Microsoft MSAHCI-Treiber sind zwar nicht all zu groß, aber wer an seinem Intel ICH-Controller parallel zu einer einzelnen SSD noch einen RAID-Array aus HDDs betreibt, kann dies ab sofort auch zumindest unter Windows 7 tun, ohne das der Treiber die Trim-Funktionalität für die SSD cancelt ! Das bedeutet aber nicht, das ein Raid-Array aus SSDs trimtechnisch unterstützt wird, dieses Trim-Feature fehlt nach wie vor im Intel Rapid Treiber (Stand Oktober 2010). !
Installiert, eingestellt und optimiert wurde Windows 7 Ultimate 64Bit nach unserem entsprechenden Artikel:

Windows 7: FAQS und SSD Optimierungen


In dem Artikel findet ihr auch weitere FAQs zum Thema SSD !
Die Temperaturen der Festplatten und SSDs wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen, dazu verwendeten wir das digitale Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C). Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von HDTune Pro 3.50, HW Monitor 1.16 und Everest Ultimate 5.50.2253 versucht durchzuführen, die allerdings allesamt keine SSD Temperaturen auslesen können, weil eine SSD in der Regel keinen entsprechenden Hardware-Sensor besitzt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Festplatten wurde ca. 15cm von der Festplatte entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät geprüft, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Jeder Datenträger wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren. Dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Zur Leistungsverifizierung verwendeten wir folgende Programme:

1. PC Mark Vantage HDD 1.0.2.0
2. AS SSD Benchmark 1.5.3
3. Crystal Diskmark 3.0

Desweiteren stoppten wir für alle Laufwerke den Bootvorgang in Sekunden, wobei wir den Zeitraum vom Erscheinen des ersten Bios Screens bis zum Erscheinen der Windows 7 Anmeldung gestoppt haben. Das Starten von Anwendungen ist ein weiteres wichtiges Kriterium, dafür wählten wir Photoshop CS3 aus und stoppten den Zeitraum vom Programmaufruf bis zur Sichtbarkeit eine 5MB großen Bildes.
Um eine Aussage über den Kopierzeitraum zu erhalten, wurde ein 5GB großes Image verwendet, das wir auf die jeweiligen Datenträger kopierten. Die Installationszeit eines bestimmten Medium wäre natürlich auch interessant, wobei wir auf Spiele DVDs verzichteten, da die Qualität der optischen Laufwerke eine größere Rolle spielt, als das datenempfangende Laufwerk. Darum installierten wir Office 2010 von einer virtuellen Maschine (VMWare) aus und stoppten wiederum die Zeit.



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Temperaturen und Lautheit
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Corsair Force 120 120GB 22°C 26°C nicht messbar nicht messbar
Corsair P128 128GB 22,5°C 26,5°C nicht messbar nicht messbar
Crucial C300 120GB 22°C 26,5°C nicht messbar nicht messbar
Intel X25-M G2 Postville 23°C 26°C nicht messbar nicht messbar
Mach Extreme DS Serie 100GB 22,5°C 25,5°C nicht messbar nicht messbar
Mushkin IO-Series 128GB 22,5°C 25,5°C nicht messbar nicht messbar
OCZ Vertex 2 100GB 21,5°C 24,5°C nicht messbar nicht messbar
Samsung 470 120GB 21,5°C 24,5°C nicht messbar nicht messbar
Super Talent Ultradrive GX 64GB 23,5°C 26,5°C nicht messbar nicht messbar
Samsung F4 HD322GJ 27,5°C 31,5°C 24 dBA (0,5 sone) 27 dBA (0,8 sone)
Samsung F3 HD502HJ 29°C 32,5°C 25 dBA (0,6 sone) 28 dBA (0,9 sone)
WD Caviar Black 500GB 27,5°C 34,5°C 26 dBA (0,7 sone) 30,5 dBA (1,1 sone)
WD VeloCiraptor 300GB 26,5°C 37°C 25,5 dBA (0,6 sone) 31,5 dBA (1,2 sone)

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Alle neun SSD-Testprobanden zeigen keine temperaturtechnischen Ausreisser, lediglich das sehr massive OCZ Aluminium-Gehäuse tendiert zu minimal geringeren Temperaturen, die im Vergleich aber trotzdem zu vernachlässigen wären. Ihre HDD Pendents werden insbesondere unter Last deutlich wärmer, aber auch das bleibt überschaubar, solange man sie in den aktiven Kühlkreislauf eines PC-Gehäuses einbindet.
Eine realistische Geräuschmessung der SSDs mag unter Laborbedingungen möglich sein, unsere Messgeräte sind da völlig überfordert. Die SSDs sind aber auch objektiv nicht als Geräuschkulisse wahrnehmbar, egal ob sie nun eingebaut sind oder auf dem Schreibtisch liegen.
Die neue Samsung F4 weißt eine sehr ähnliche Geräuschcharakteristik wie die F1 oder F3 mit ebenfalls einem Platter auf und agiert sehr leise. Die alte Raptoren Generation war ohne Entkoppelung und Dämmung kaum zu ertragen. Die neuere VeloCiraptor Generation arbeitet dagegen etwas leiser, sollte aber trotzdem zumindest entkoppelt verbaut werden. Selbiges gilt auch für die Black Caviar mit zwei Plattern, die zudem beim Zugriff deutlich knarzt. Es existiert zwar Gerüchten zufolge mittlerweile eine 500GB Black Caviar, die ebenfalls nur über einen Platter verfügen soll, aber zu erhalten war sie bis Redaktionsschluß nicht.



subjektiver Höreindruck Vibrationen
Höreindruck
Corsair Force 120 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Corsair P128 128GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Crucial C300 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Intel X25-M G2 Postville keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Mach Extreme DS Serie 100GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Mushkin IO-Series 128GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
OCZ Vertex 2 100GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Samsung 470 120GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Super Talent Ultradrive GX64GB keine Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Samsung F4 HD322GJ minimale Vibrationen, kann muß aber nicht zwangsweise entkoppelt werden
Samsung F3 HD502HJ minimale Vibrationen, kann muß aber nicht zwangsweise entkoppelt werden
WD Caviar Black 500GB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
WD VeloCiraptor 300GB erträgliche Vibrationen, sollte aber entkoppelt werden


subjektiver Höreindruck Zugriffsgeräusch
Höreindruck
Corsair Force 120 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Corsair P128 128GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Crucial C300 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Intel X25-M G2 Postville absolut keine Zugriffsgeräusche
Mach Extreme 100GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Mushkin IO-Series 128GB absolut keine Zugriffsgeräusche
OCZ Vertex 2 100GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Samsung 470 120GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Super Talent Ultradrive GX 64GB absolut keine Zugriffsgeräusche
Samsung F4 HD322GJ minimale kaum störende Zugriffsgeräusche
Samsung F3 HD502HJ minimale kaum störende Zugriffsgeräusche
WD Caviar Black 500GB noch erträgliche Zugriffsgeräusche
WD VeloCiraptor 300GB noch erträgliche Zugriffsgeräusche

Wenig überraschend können die SSDs sich auch hier von ihrer besten Seite zeigen und sich somit deutlich von der HDD Konkurrenz absetzen. Für empfindliche Ohren gibt es darum absolut keine Alternative zu einer SSD.
Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich die Samsung F4 und F3 sehr respektabel und schonen die Nerven des Anwenders. Die aktuelle WD VeloCiraptor liefert da ein recht ausgewogenes Bild im Vergleich zur ersten Raptoren Generation, deutlich hörbar ist sie aber ohne Entkoppelung trotzdem. Die Black Caviar Festplatte kann diesbezüglich kaum mithalten, zumal das Zugriffsgeknarze schon leicht nervende Tendenzen entwickelt.
Die Vibrationen/Dröhnen können in einem massiven (SECC 1.0) PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inclusive Dämmung nachdenken, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich aussprechen, in denen ihr auch die konkreten Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, dass das aktivierte Acoustic Managements (AAM) die dBA-Werte der HDDs im Schnitt um etwa 3 dBA senken. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit keinesfalls zu minimieren !



Die Ø Zugriffszeiten, AS SSD Benchmark, AHCI Interface
Ø Zugriff in Millisekunden
Corsair Force 120 120GB 0,111 ms
Corsair P128 128GB 0,107 ms
Crucial C300 120GB 0,112 ms
Intel X25-M G2 Postville 0,106 ms
Mach Extreme DS Serie 100GB 0,110 ms
Mushkin IO-Series 128GB 0,107 ms
OCZ Vertex 2 100GB 0,110 ms
Samsung 470 120GB 0,102 ms
Super Talent Ultradrive GX 64GB 0,109 ms
Samsung F4 HD322GJ 13,5 ms
Samsung F3 HD502HJ 14,5 ms
WD Caviar Black 500GB 11,9 ms
WD VeloCiraptor 300GB 7,1 ms

Bezüglich der Zugriffszeiten ergibt sich ein unverändertes Bild, die SSDs distanzieren die HDDs überdeutlich. Innerhalb der SSDs sind marginale Differenzen erkennbar, die controller-abhängig zu betrachten sind, aber kaum eine messbare geschweige denn spürbare Relevanz aufweisen. Daran ändert auch die neue "Bestmarke" der Samsung 470 etwas. Nicht einmal die ultraschnelle VeloCiraptor ist der Zugriffsperformance einer SSD auch nur ansatzweise gewachsen. Dies ist auch eine der eklatantesten Bereiche, denn je nachdem wie verstreut die Daten auf der Festplatte oder SSD angeordnet sind, können sich diese Zeitunterschiede erheblich aufsummieren, so daß man auch ohne Stoppuhr oder Benchmarks den Unterschied spürt.
Bei den HDDs muß man differenzieren, hier zeigt sich sehr deutlich die Kehrseite der Ein-Platter-Technologie, denn die Zugriffszeiten korrespondieren nicht mit der durch die hohe Datendichte des einen Platters erzeugten Lese-oder Schreibperformance dieser Festplatten. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, die Minimierung der Platteranzahl ist ausschlagebend für die Verlangsamung der Zugriffszeiten. Wenn dann noch das Acoustic Management aktiviert ist, multiplizieren sich diese Werte deutlich, so daß ein Einsatz als Systemfestplatte nahezu wegfällt. Wird AAm deaktiviert, relativieren sich diese schlechten Werte wieder ein wenig. Festplatten mit mehreren Plattern arbeiten aber naturgemäß performanter, wie sich im direkten Vergleich an der Caviar Black sehr schön ablesen läßt.



CrystalDiskMark, minimale/maximale seq. Lese Transferraten in MB/sec. AHCI Interface
minimale Lese-Transferraten
maximale Lese-Transferraten
Corsair Force 120 120GB 219,7 MB/sec. 231,3 MB/sec.
Corsair P128 128GB 204,7 MB/sec. 211,1 MB/sec.
Crucial C300 120GB 311,6 MB/sec. 331,4 MB/sec.
Intel X25-M G2 Postville 221,3 MB/sec. 228,9 MB/sec.
Mach Extreme DS Serie 100GB 213,7 MB/sec. 224,1 MB/sec.
Mushkin IO-Series 128GB 216,6 MB/sec. 221,7 MB/sec.
OCZ Vertex 2 100GB 211,8 MB/sec. 220,5 MB/sec.
Samsung 470 120GB 247,8 MB/sec. 256,4 MB/sec.
Super Talent Ultradrive GX 64GB 203,1 MB/sec. 212,6 MB/sec.
Samsung F4 HD322GJ 320GB 65,2 MB/sec. 102,6 MB/sec.
Samsung F3 HD502HJ 500GB 63,7 MB/sec. 101,1 MB/sec.
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 65,6 MB/sec. 103,9 MB/sec.
WD VeloCiraptor 300GB 85,8 MB/sec. 124,3 MB/sec.



CrystalDiskMark, minimale/maximale seq. Schreib Transferraten in MB/sec. AHCI Interface
minimale Schreib-Transferraten
maximale Schreib-Transferraten
Corsair Force 120 120GB 148,2 MB/sec. 156,6 MB/sec.
Corsair P128 128GB 146,7 MB/sec. 149,8 MB/sec.
Crucial C300 120GB 155,8 MB/sec. 159,3 MB/sec.
Intel X25-M G2 Postville 111,4 MB/sec. 118,7 MB/sec.
Mach Extreme DS Serie 100GB 143,6 MB/sec. 150,2 MB/sec.
Mushkin IO-Series 128GB 176,6 MB/sec. 181,7 MB/sec.
OCZ Vertex 2 100GB 144,5 MB/sec. 151,7 MB/sec.
Samsung 470 120GB 249,3 MB/sec. 253,8 MB/sec.
Super Talent Ultradrive GX 64GB 128,8 MB/sec. 139,7 MB/sec.
Samsung F4 HD322GJ 320GB 61,1 MB/sec. 99,8 MB/sec.
Samsung F3 HD502HJ 500GB 61,5 MB/sec. 98,7 MB/sec.
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 63,9 MB/sec. 97,6 MB/sec.
WD VeloCiraptor 300GB 83,4 MB/sec. 119,8 MB/sec.

Crystal Diskmark simuliert das, was auf unseren Rechnern täglich vorwiegend geschieht, nämlich das Lesen und Schreiben in unterschiedlichen Blockgrößen. Hier entscheiden die Controller eindeutig über die Performance der SSDs und es zeigt sich, das die neuen Controller von Marvell und Samsung ihre Hausaufgaben außerordentlich gut gemacht haben.
Die Crucial C300 setzt sich sowohl beim sequentiellen Lesen und Schreiben recht deutlich an die Spitze, gefolgt von der neuen Samsung 470 und den SSDs mit Sandforce Controller. Intels Postville G2 und die SSDs mit Indilinx Controller folgen im Mittelfeld. Spürbar sind die Benchmark Diskrepanzen in der realen Praxis allerdings kaum, diese Illusion wollen wir darum gar nicht erst erzeugen. Bezüglich der Lese-und Schreibleistung bei den HDDs stellt die VeloCiraptor von Western Digital nach wie vor das Mass der Dinge dar, da können auch die neuen Einplatter-Festplatten nicht im entferntesten dran klingeln, aber das hat wohl auch niemand ernsthaft erwartet.



PC Mark Vantage HDD, HDD Score, AHCI Interface
erreichte Gesamtpunktzahl
Corsair Force 120 120GB 33667
Corsair P128 128GB 31574
Crucial C300 120GB 34488
Intel X25-M G2 Postville 33777
Mach Extreme DS Serie 100GB 32437
Mushkin IO-Series 128GB 32988
OCZ Vertex 2 100GB 33233
Samsung 470 120GB 34215
Super Talent Ultradrive GX 64GB 31952
Samsung F4 HD322GJ 320GB 2954
Samsung F3 HD502HJ 500GB 2893
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 3102
WD VeloCiraptor 300GB 5755

PC Mark Vantage HDD generiert aus acht unterschiedlichen Abfolgen praxisnahe Scenarien, in denen beispielsweise Spiele simuliert werden, das Importieren von Bildern, Windows Defender, das Booten und auch das Kopieren von Daten wird einbezogen. Kurzum, PC Mark Vantage HDD vollzieht eine durchaus alltagstaugliche Analyse der Systemperformance mit dem Hauptaugenmerk auf die jeweiligen Datenträger. Auch hier legen unsere SSDs die Messlatte so hoch, das die HDDs nur noch wie Statisten wirken, anders kann man die Diskrepanz kaum umschreiben.



Bootzeit, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 27,9 sec
Corsair P128 128GB 29,6 sec
Crucial C300 120GB 26,6 sec
Intel X25-M G2 Postville 28,7 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 28,7 sec
Mushkin IO-Series 128GB 28,4 sec
OCZ Vertex 2 120GB 28,2 sec
Samsung 470 120GB 27,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 29,2 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 62,4 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 62,9 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 61,2 sec
WD VeloCiraptor 300GB 54,3 sec

Die handgestoppte Bootzeitdauer (aufpoppen des Bios Screens bis zum Erscheinen der Windows 7 Anmeldung) ist zwar immer wieder ein gern diskutiertes Kriterium, allerdings sollte man sie auch nicht überbewerten, denn ob eine SSD nun das Betriebssytem in 27 oder 28 Sekunden bootet, ist irrelevant. Die HDDs fallen auch hier deutlich ab, wobei eine knappe Minute immer noch einen überschaubaren Zeitraum darstellt, in dem niemand ein Referat schreiben könnte.



Photoshop CS3 Anwendungsstart (incl. 5MB Bild), AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 3,4 sec
Corsair P128 128GB 3,6 sec
Crucial C300 120GB 3,2 sec
Intel X25-M G2 Postville 3,5 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 3,6 sec
Mushkin IO-Series 128GB 3,4 sec
OCZ Vertex 2 100GB 3,5 sec
Samsung 470 120GB 4,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 3,6 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 13,1 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 13,2 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 12,8 sec
WD VeloCiraptor 300GB 11,3 sec

Die HDDs benötigen nahezu die dreifache Zeit, um unser 5MB großes Bild in Photoshop CS3 zu laden, man darf also auch hier von einer deutlichen Zeitersparnis sprechen. Wie bei allen Messungen mit der Stoppuhr, haben wir den Mittelwert aus insgesamt 5 Versuchen gemittelt, um Fehler und Reaktionsungenauigkeiten auszugrenzen.



Kopierzeitraum 5GB Image, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 40,9 sec
Corsair P128 128GB 44,7 sec
Crucial C300 120GB 39,1 sec
Intel X25-M G2 Postville 47,3 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 41,2 sec
Mushkin IO-Series 128GB 41,1 sec
OCZ Vertex 2 100GB 41,3 sec
Samsung 470 120GB 42,9 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 47,8 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 132,2 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 133,8 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 131,7 sec
WD VeloCiraptor 300GB 85,6 sec

Auch hier hält die Crucial C300 die Konkurrenz gekonnt in Schach, die SSDs mit dem Sandforce Controller halten aber gut dagegen. Das bedeutet nun nicht, das die anderen SSDs an dieser Stelle versagen, alles unter 50 Sekunden ist eine ausgezeichnete Leistung. Die HDDs benötigten für den gleichen Vorgang mit Ausnahme der VeloCiraptor die dreifache Zeit.



Installationszeit Office 2010, AHCI Interface
gestoppte Zeit in Sekunden
Corsair Force 120 120GB 136,4 sec
Corsair P128 128GB 139,8 sec
Crucial C300 120GB 142,6 sec
Intel X25-M G2 Postville 144,3 sec
Mach Extreme DS Serie 100GB 141,4 sec
Mushkin IO-Series 128GB 148,6 sec
OCZ Vertex 2 100GB 139,2 sec
Samsung 470 120GB 127,1 sec
Super Talent Ultradrive GX 64GB 149,7 sec
Samsung F4 HD322GJ 320GB 257,8 sec
Samsung F3 HD502HJ 500GB 260,2 sec
WD Caviar Black WD5001AALS 500GB 251,7 sec
WD VeloCiraptor 300GB 189,9 sec

Unsere Installation aus einer virtuellen Maschine heraus erwies sich als recht praxisnah, zumal die direkte Installation von einem ROM-Laufwerk aus zu sehr von dessen Performance abhängt. Die Zeitdiskrepanzen sind zwar immer noch hoch, aber eine VeloCiraptor schlägt sich im Vergleich zu den SSDs doch recht wacker.
Viel deutlich ist aber die "Multitasking Fähigkeit" der SSDs, denn während der Installation war das Weiterarbeiten mit dem System problemlos möglich, so daß wir währenddessen an zwei Excel Tabellen experimentieren konnten. Das wäre zwar mit den HDDs auch möglich, aber auf Grund der deutlich höheren Systemlast eben doch sehr eingeschränkt und weniger performant. Auf der anderen Seite wird hoffentlich niemand ernsthaft auf die Idee kommen, während einer Programminstallation wichtige Schreib-oder Rechenarbeiten durchzuführen, denn sollte sich die Installation aufhängen, landen die anderen Daten sehr wahrscheinlich ebenfalls im Nirvana.


Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




vorläufige SSD-Topliste:

Eine Topliste für SSD werden wir ab sofort natürlich auch führen, Voraussetzung für eine Aufnahme ist allerdings, das die SSD auch aktuell verfügbar und supportet wird und nicht EoL eingestuft (End of Live) ist. Aus diesem Grund haben wir die Mushkin I/O SSD aus unserem ersten Teil nicht mit aufgeführt.

SSD-Topliste:
Crucial C300 RealSSD 120GB
Corsair Force 120 120GB
OCZ Vertex 2 100GB
Intel X25-M G2 Postville 160GB
Samsung 470 Series 120GB
Mach Extreme DS Series 100GB
Corsair P128 128GB
Super Talent Ultradrive GX 64GB





Fazit:

Nach unserem dreiteiligen SSD-Roundup 2010 mit insgesamt sechs verschiedenen Controllern und neun SSDs fällt eine Bilanz weniger leicht als eigentlich angedacht. Die anfangs vorherrschende Dominanz von Intel, wurde von den Sandforce bestückten SSDs schnell überflügelt. Crucial verfügt aktuell zumindest in synthetischen Benchmarks über die in fast allen Belangen schnellste SSD. In der realen Praxis relativiert sich diese Erkenntnis allerdings rasch und der Vorsprung vor den Sandforce bestückten SSDs schmilzt deutlich zusammen, so daß er zwar als messbar aber nicht als spürbar deklariert werden sollte. Samsung liefert mit der neuen 470 Serie ebenfalls ein ausgewogenes Produkt ab, auch wenn von der messbaren Performance her doch ein paar Prozentpunkte fehlen. Unser Newcomer Mach Extreme liefert mit der DS Serie eine gute und solide Sandforce Adaption ab, die allerdings aus der Masse an Sandforce-SSDs nicht herauszustechen vermag.
Wer darauf gehofft hatte, dass sich das Sata III Protokoll als Schnittstelle überzeugend in Szene setzen würde, sieht sich getäuscht, dem ist bisher nicht so. An SATA III liegt es ganz sicher nicht, das die Crucial so performant agiert, denn auf unserem älteren Asus P6T WS Professional Mainboard erhalten wir nahezu identische Resultate. Alle unsere Testkandidaten sind dank Garbage Collection in der Lage auch auf einem Betriebssystem ohne Trim Unterstützung zu agieren, auch wenn dies insbesondere über einen längeren Zeitraum sicherlich nicht den Idealzustand darstellt. Trotzdem funktioniert es und allein das dürfte für die Anwender, die einen Raidverbund aus SSDs nutzen möchten, einen zusätzlichen Kaufanreiz darstellen.
Einen Testsieger 2010 aus allen drei Roundups werden wir trotzdem nicht küren, da einfach zu viele Aspekte existieren, die es zu berücksichtigen gäbe und weil sie keiner wirklich bis ins Detail perfekt beherrscht. Wer die aktuell in fast allen Belangen schnellste SSD präferiert, der greife zu einer SSD mit Marvell Controller (Crucial C300) oder auch Sandforce-1200 Controller (Corsair Force 120, OCZ Vertex 2), wer es lieber komfortabel mag, manuell wipern und sich keinen Kopf über aufwendige Firmwareupdates machen möchte, weil sie unkompliziert absolviert werden können, der greift nach wie vor zur Intel X25-M G2 Postville, zumal sie an Zuverlässigkeit kaum zu toppen wäre und auch ein sehr praktikables SSD Tool mitbringt. Die SSDs mit Indilinx Barefoot Controller (Super Talent Ultradrive GX) sind ebenso zu empfehlen, auch wenn sich ein Firmware Update etwas aufwendiger gestaltet. Mushkin hat inzwischen komplett auf den Sandforce Controller umgestellt (Mushkin Callisto), die I/O Serie mit Indilinx Controller ist aber in einigen Shops noch erhältlich. Die neue Samsung 470 Serie zeigt gute bis sehr gute Ansätze und das samsung-eigene Magician SSD-Tool hinterlies einen ausgezeichneten Eindruck.

Greifen wir noch einmal ein paar grundsätzliche Aspekte auf:
was hat zuletzt auf eurem System nach einer Hardware Aufrüstung einen objektiv spürbaren Performance Schub erbracht? der Wechsel vom Core2Duo E8400 auf einen E8600? wohl kaum...der Austausch einer HD4870 auf eine HD5870? ebenso wenig, der spürbare Zugewinn spielt sich im Grunde nur in Benchmark Programmen ab und auf dem Konto eures Händlers...
Hier erwirtschaftet die SSD eine wohltuende Ausnahme, denn deren Einsatz spiegelt sich nicht nur in praxisfernen synthetischen Benchmarks wieder, sondern auch in der nachvollziehbaren und spürbaren Realität. Der Rechner bootet deutlich schneller, die Installation einer Applikation wird nicht länger zu einem Geduldsspiel und unser PC-Arbeitsalltag inklusive parallelem Datentransfer erhält einen nachvollziehbaren Schub.
Das sind beileibe nicht die einzigen Vorteile dieser Technik, der Einsatz in einem Notebook gehört sicherlich auch zu den Paradedisziplinen einer SSD, da sie auf Grund ihrer Robustheit und relativen Stoßunempfindlichkeit (1500 G zu 60 G einer HDD) einige Vorteile im Vergleich zu den ferromagnetischen Festplatten aufweisen. Überbewerten sollte man diesen Aspekt allerdings auch nicht, denn wenn das Notebook aus großer Höhe auf dem Boden aufschlägt, nützt es zunächst wenig, das die SSD überlebt hat, während das Notebook nach dem Crash nicht mehr startet. Dazu gesellt sich neben der schieren Performance natürlich auch der geringere Stromverbrauch und die damit verbundene Schonung des Akkus.
Aber kommen wir noch einmal zu den grundsätzlichen Vorzügen und den kaum wegzudiskutierenden Nachteilen einer SSD:

Plus:
• hochwertige und massive Verarbeitung
• ausgezeichnete Transferleistungen (Schreib-und Leseleistungen)
• herausragende Zugriffszeiten
• absolut Zugriffs-und Störungsgeräuschfreier Betrieb
• äußerst stoßresistente Technik
• keine mechanischen Bauteile
• geringer Platzbedarf und Gewicht
• exzellente thermische Eigenschaften, bis 70°C belastbar

Minus:
• mangelhaftes Preis-Leistungsverhältnis, auch wenn die Preise langsam rutschen
• noch relativ geringe Kapazitäten
• kaum zu realisierende Datenrettung
• ohne Trim Unterstützung und Garbage Collection kaum praktikabel nutzbar
• die komplexe Thematik erfordert Einarbeitung
• kaum Erfahrungswerte bezüglich der Dauerhaltbarkeit

Eines wollen wir auch diesmal nicht unter den Tisch fallen lassen, die Faszination SSD wird nur dann in der Praxis fruchten, wenn man denn die Fallstricke dieser Technik kennt, die Einarbeitungszeit in die Thematik nicht scheut, wobei wir als ideale Basis ganz klar Windows 7 präferieren. SSDs bieten sich auch auf Grund ihrer Größe durchaus schon als Systemdatenträger an, auf der neben dem Betriebssystem auch alle Programme und Spiele ihren Platz finden. Als reiner Datenparkplatz oder Backup Reservoir wären eine SSD doch eher ungeeignet, zumal sie dort ihre Stärken kaum ausspielen kann und weil der pekuniäre Aufwand immer noch erhebliche Breschen ins Portemonnaie reißt, die speziell dafür noch in keinem Verhältnis stehen. Eine SSD ohne Trim Unterstützung oder Garbage Collection gehört jetzt schon ins Technikmuseum, von solchen Exemplaren können wir nur abraten, insofern sind alle potentiellen Interessenten mit unseren Testobjekten gut beraten, zumal diese Hersteller ihre Firmwares ständig weiterentwickeln und in der noch jungen SSD Technik schon relativ viel Erfahrung investiert haben. Wir werden die SSD Thematik auch weiterhin sehr genau im Focus behalten und die weitere aufmerksam Entwicklung verfolgen. Ihr dürft also auch für 2011 entsprechende Roundups erwarten, zumal im Frühjahr die neuen Controller aufschlagen werden...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Crucial C300 RealSSD SSD, die Mach Extreme DS Series SSD und die Samsung 470 SSD erhalten den PC-Experience Award in Gold









Weiterführende Links:

Crucial Händlernachweis

Mach Extreme bei Caseking

Samsung Händlernachweis

PC-Experience Reviews: optische Laufwerke, Festplatten und SSDs




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Cerberus




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