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PC-Experience » Artikel und Workshops : » Windows 7, Tipps und Tricks : » Windows 7: hosts-Datei als Kinderschutz verwenden (Update 28.09.2011) » Hello Guest [Login|Register]
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Achtung Windows 7: hosts-Datei als Kinderschutz verwenden (Update 28.09.2011) Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Die Datei hosts ist sicherlich den meisten Anwendern geläufig, sie befindet sich nicht nur auf jedem Microsoft betriebssystem, sie dokumentiert eine feste Zuordnung von IP-Adressen und den entsprechenden Hostnamen. Anders formuliert, hosts ist eine grundlegende Systemdatei auf nahezu allen Betriebssystemen, die für die Namensauflösung von Internet-URLs unabhängig vom weltweit abfragbaren DNS zuständig ist.
Davon abgesehen kann man sie sich auch zur Abwehr und vor allem Sperrung von unliebsamen Webseiten zur Nutze machen und das ist unser eigentliches Thema.

Um das zu realisieren, müssen wir sie unter Windows 7 aber zunächst einmal finden und nutzbar machen. Sie verbirgt sich unter folgendem Pfad:

C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts

Um die hosts-Datei nun zu öffnen, hat Windows 7 noch eine Barriere eingebaut, die es zu umgehen gilt, nämlich die Adminrechte. Wenn wir die Datei öffnen oder editieren wollen, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung:



Die Abhilfe ist aber genauso trivial, wie viele vermuten, dazu öffnen wir die Dtaei über unseren windowseigenen Editor und genau den starten wir mit Adminrechten. Dazu benutzen wir die Windows Taste, tippen Editor in die Maske und wählen als Administrator ausführen.

Jetzt können wir aber immer noch nicht die Datei hosts öffnen, weil wir sie gar nicht sehen, darum ist es wichtig, unten rechts die Option "alle Dateien" auszuwählen.



Nach dieser Prozedur sehen wir nicht nur die gesuchte Datei, sondern können sie auch öffnen und bearbeiten:



Viel steht ab Werk dort nicht drin, aber das können wir ja sehr leicht ändern.
Wer seine hosts-Datei als Kindersicherung oder zum Abschirmen seiner Internet-Aktivitäten nutzen möchte, kann dies sehr leicht bewerkstelligen. Mit anderen Worten, wenn wir eine bestimmte Internet-Seite blockieren wollen, können wir diese einfach auf eine Adresse umleiten, die keine Daten zurückliefert und genaus das wäre in diesem Fall unser eigener Rechner. Die in der hosts-Datei enthaltene 127.0.0.1 IP-Adresse, ist eine Adresse, die immer auf den lokalen, also unseren Rechner zeigt. Wenn man nun in dieses lokale Adressbuch einen Eintrag setzt, der zum Beispiel eine Badware-Webseite auf unseren Rechner umleitet, wird die Webseite nicht mehr angezeigt, da der Browser diese Seite vom lokalen Rechner holen will, dort aber nicht findet.
Alles verstanden?
nochmal anders formuliert, wir leiten die bösen Webseiten in eine Sachgasse ohne Wendemöglichkeit, nichts anderes tun übrigens Kindersicherungssoftwares, wenn auch etwas aufwendiger verpackt und mit eigener Benutzeroberfläche.

Was ihr dort nun alles eintragt, ist eine sehr individuelle Entscheidung und kann dementsprechend auch nicht allgemeingültig skizziert werden. Eines ist allerdings wichtig, wenn ihr in die hosts-Datei etwas eintragen respektive eine Webseite speeren wollt, dann bitte nach folgendem Schema:



Neben den Herstellern von Kinderschutz- bzw. allgemeiner PC-Schutzsoftware gibt es auch andere, frei zugängliche Anbieter, die bestimmte Blacklisten bösartiger Domains pflegen. Eine sehr schöne Blackliste bösartiger URLs, die man einfach in seine hosts übernehmen kann, gibt es z.B. hier:

hosts-Datei Blacklist


Desweiteren gäbe es auch noch:

Bundesverband der Verbraucherzentralen, Kostenfallen im Internet




Achtung: Es kann vorkommen, dass Virenscanner die modifizierte hosts-Datei als Virus oder Trojaner erkennen und Alarm auslösen. Es handelt sich hierbei aber um ein Fehlalarm. In diesem Falle müssen wir die hosts-Datei der Ausnahmeliste hinzufügen !



Ein Hinweis noch zum Schluß:
Das beschriebene Prozedere funktioniert unter Windows XP und Vista sehr ähnlich. Kommt jetzt aber bitte nicht auf die Idee, eure sämtlichen Internet Schutzmaßnahmen auf die kleine hosts-Datei abzuwälzen, dafür ist sie weder gedacht noch kapazitiv in der Lage. Für kleinere operative Maßnahmen, um euren Mitbenutzer oder Nachwuchs von der einen oder anderen Webseite fernzuhalten, sind die geschilderten Maßnahmen sicherlich nützlich, aber keinesfalls mehr. Die hosts-Datei ersetzt keinen Router und noch weniger einen geeigneten Virenscanner oder eure Personal Firewall, mit denen ihr ganz andere Möglichkeiten besitzt...
Unser Artikel soll euch außerdem dazu verleiten, gelegentlich durchaus mal einen Blick in diese Datei zu werfen, damit sich dort keine Schadstoffe in Form von bösartigen Adressen tummeln, darum vergeßt bitte abschließend nicht, die hosts-Datei nach euren Einträgen wieder mit einem Schreibschutz zu versehen...!

Ergänzung vom 28.09.2011: wer seine Hostdatei schnell bereinigen möchte, z.B. weil dort fragwürdige Einträge zu finden sind, kann dazu das spezielle Fix-it Tool von Microsoft verwenden



Cerberus

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