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Samsung F2 Eco Green 500GB Festplatte







Einleitung:

Samsung konnte im letzten Jahr mit seiner F1 Festplatten Serie einen mehr als respektablen Wurf landen und auch in unseren Tests haben sie sich respektabel in Szene gesetzt. Einzig die Vibrationen der großen Varianten ab 500GB aufwärts ( bis zu 3 Platter und 6 Köpfe) sorgen für leichte Katerstimmung, wobei sich im Grunde alle Hersteller mit diesem Problem herumplagen. Wo viel schnelle Mechanik arbeitet, bleibt dies dem Anwender in der Regel nicht verborgen, das ist ein nicht wegzudisktutierender Fakt.
Die F1 HD322HJ (320GB) brachte Abhilfe, da nur noch ein Platter und zwei Köpfe eingesetzt wurden, wodurch sich diese Platte als schneller Leisetreter etablieren konnte. Die Kapazität dieser Festplatte war allerdings mit 320GB vielen Anwendern zu knapp bemessen, so daß Samsung jetzt endlich auch eine 500GB Festplatte mit nur einem Platter konzipiert und veröffentlicht hat. Die Samsung F2 Eco Green 500GB Festplatte trägt nicht nur der Forderung nach leisem und vibrationsarmen Lauf Rechnung. Sie soll überdies auch den Strombedarf weiter reduzieren und somit der inzwischen ebenfalls sparsamen Konkurrenz Paroli bieten.
Ob und wie dies in der Praxis umgesetzt wurde, erfahrt ihr in unserem Kurztest, für den wir ein entsprechendes Exemplar ordern konnten. Das wir gelegentlich auch gerne mal aus dem Regal heraus testen, um handverlesenen Modellen aus dem Weg zu gehen, ist sicherlich inzwischen bekannt. Darum haben wir das gute Stück nicht bei Samsung geordert, sondern bei einem Onlinehändler unserer Wahl gekauft. Was wir dabei an verwertbaren Daten herausgearbeitet haben, erfahrt ihr in unserem etwas verkürztem aber trotzdem aussagekräftigem Review, viel Vergnügen beim Lesen...




Die technischen Daten im Vergleich:

Samsung F2 HD502HI Western Digital VeloCiraptor Western Digital WD1500ADFD Samsung F1 HD753LJ Samsung F1 HD103UJ Samsung F1 HD322HJ
Kapazität (unformatiert)
500 GB 300 GB 150 GB 750 GB 1000 GB 320 GB
Schnittstelle
SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-150) SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-300)
Buffer
16 MB Cache 16 MB Cache 16 MB Cache 32 MB Cache 32 MB Cache 16 MB Cache
Umdrehungsgeschwindigkeit
5400 U/min. 10000 U/min. 10000 U/min. 7200 U/min. 7200 U/min. 7200 U/min.
Zugriffszeit
8.9ms 4,6ms 8,9ms 8,9ms 8,9ms 8,9ms
Command Queuing
NCQ NCQ NCQ NCQ NCQ NCQ
Anzahl der Platter
1 Magnetscheibe 2 Magnetscheiben 2 Magnetscheiben 3 Magnetscheiben 3 Magnetscheiben 1 Magnetscheibe
Anzahl der Köpfe
2 4 4 6 6 2
48-Bit Adressierung
ja ja ja ja ja ja
Lagerung
Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager
Acoustic Management
vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert
Stromverbauch Standby
ca. 1,0 Watt ca. 0,4 Watt ca. 2,6 Watt ca. 1,0 Watt ca. 1,2 Watt ca. 0,7 Watt
Stromverbrauch maximal
ca. 5,1 Watt ca. 6,8 Watt ca. 11 Watt ca. 14 Watt ca. 15 Watt ca. 6 Watt
Temperaturbelastungsgrenze
60°C 60°C 65°C 60°C 60°C 60°C
Gewicht
ca. 470 Gramm ca. 489 Gramm ca. 820 Gramm ca. 650 Gramm ca. 640 Gramm ca. 470 Gramm
Formfaktor
3,5 Zoll 2,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll
MTBF bei 25°C
ca. 600.000 Stunden ca. 1,4 Mio Stunden ca. 1,2 Mio Stunden ca. 600.000 Stunden ca. 600.000 Stunden ca. 600.000 Stunden
Garantiezeit
3 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Preis
ca. 45 € (Bulk) ca. 230 € (Bulk) ca. 150 € (Bulk) ca. 105 € (Bulk) ca. 200 € (Bulk) ca. 40 € (Bulk)
Preis pro Gigabyte
0,10 € 0,76 € 1,07 € 0,14 € 0,21 € 0,13 €

Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergröße zu bestimmen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 Duo E8600@4GHZ
CPU-Kühler
Thermalright True Copper
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution Bios 0802
Grafikkarte
Powercolor Radeon HD4870 PCS+@Thermalright T-Rad
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi Titanium PCI-E
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatte Daten
1x Samsung F1 320GB SATA II
Festplatte Backup
1x Samsung F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-A77
Netzteil
Seasonic M12D 850 Watt
Monitor
Eizo S2100
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3 und Vista Ultimate 64bit SP1




Verarbeitung und erste Eindrücke:

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Auch die Samsung HD322HJ leistet sich optisch keinerlei Schwächen. Das Alu-Gehäuse wurden sauber verarbeitet und der Edelstahl-Deckel akkurat mit dem Gusskörper verbunden. Das Belüftungsloch ist klar definiert und sollten grundsätzlich nicht verschlossen werden.
Zur Erinnerung:
eine Festplatte ist zwar grundsätzlich staubdicht gefertigt, aber nicht luftdicht verschlossen und das hat einen nicht zu unterschätzenden Grund. Die kleinen Öffnungen gleichen Druckunterschiede aus, die bei Temperaturänderungen oder anders verursachten Luftdruckschwankungen entstehen. Diese Öffnung darf darum nicht verschlossen werden, insbesondere wegen der Wärmeausdehnung der im Plattengehäuse vorhandenen Luft. Da der Luftdruck im Gehäuse mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel abnimmt, zum Betrieb aber ein Mindestdruck erforderlich ist, dürfen Festplatten nur bis zu einer bestimmten, maximalen Höhe betrieben werden. Diese ist in der Regel im entsprechenden Datenblatt vermerkt. Bei aktuellen Laufwerken wurde der Filter durch eine elastische Membran ersetzt, die das System durch Aufwölben in die eine oder andere Richtung an wechselnde Druckverhältnisse anpassen kann, was natürlich einen deutlichen Fortschritt darstellt.

Einige Impresssionen unserer Vergleichs-Festplatten:

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Die Anschlußleisten und Platinen sind klar definiert und gut integriert worden, wobei die Raptoren als einzige Festplatten eine "entweder-oder" Option besitzt, d.h. der Strom kann entweder über den üblichen SATA Stromport zugeführt werden, oder über den alten 4-pin Stromanschluß. Wobei anzumerken ist, das keinesfalls beide gleichzeitig angeschlossen werden dürfen !
Insgesamt gesehen, können sich die unterschiedlichen Raptoren bezüglich der Verarbeitung und des Materialeinsatzes schon etwas von ihrer Samsung Konkurrenz absetzen, was sich allerdings auch im deutlich höheren Gewicht entsprechend darstellt. Keine Regel ohne Ausnahme, die neue VeloCiraptor spart durch den 2,5" Aufbau und den relativ leichten Kühlkörper doch einiges an Gewicht im Vergleich zu den Raptoren der zweiten Generation.




Die unterschiedlichen F1 und F2 Techniken:

Samsungs SATA-Festplatten-Familie SpinPoint F1 unterteilt sich grundsätzlich in drei Gruppen, in denen jeweils eine 1-Terabyte-Platte die führende Position einnimmt.
Im Gegensatz zur Konkurrenz produziert Samsung seine erste 1-TByte-Festplatte mit drei statt vier oder viereinhalb Magnetscheiben, indem der Hersteller die Perpendicular Recording Technik weiter verfeinert hat und jetzt bis zu 334 GByte auf eine Scheibe passen. Die 3-Plattentechnik soll für eine niedrigere Stromaufnahme, höhere Transferraten und geringere Ausfallraten sorgen.
Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag, aber die F1 Serie von Samsung umfaßt tatsächlich 21 Modelle, weitere werden wohl noch folgen. Die F1-Festplatten für unsere Desktop-PCs beginnen bei der HD161GJ (160 GByte) und reichen bis zur HD103UJ (1.000 GByte) hinauf. Die 11 Modelle besitzen entweder 8, 16 oder 32 MByte Cache, arbeiten mit NCQ und Lautstärke senkenden Techniken wie SilentSeek und automatischem Akustikmanagement (AAM). Anzumerken ist allerdings, das einige Varianten, insbesondere die kleineren Modelle teilweise noch nicht erhätlich sind.
Der Server Bereich wird bezüglich der F1 keineswegs außer acht gelassen, hier stellt Samsung fünf F1-Platten von 250 GByte (HE252HJ) bis 1.000 GByte (HE103UJ) zur Verfügung. Die drei kleineren verfügen über 16 MByte die zwei großen F1 über 32 MByte Cache. Alle Serverplatten sollen eine typische Server MTBF-Zeit von 1,2 Millionen Stunden im laufenden Betrieb besitzen und damit zumindest theoretisch doppelt so lange durchhalten wie typische Desktop-Festplatten, außerdem hat Samsung sie für Multifestplattensysteme (RAID) optimiert. Eine ganz spezielle Raid-Variante existiert ebenfalls, die SpinPoint F1R Raid Edition. Diese Festplatten unterstützt den Serverbetrieb mit Features wie Vibrationskontrolle und "Command Completion Time Limit" (CCTL). Dank dieser Technologie ist esmöglich, defekte Laufwerks-Sektoren schneller zu erkennen, was dem Raid-Array hilft, überflüssige Wartezeiten zu vermeiden. Selbstverständlich profitieren davon in erster Linie Server-Umgebungen, wo schnelle Datentransfers und hohe Ausfallsicherheit erste Priorität besitzen.
In der letzten Kategorie sollen Samsungs fünf F1 CE-Platten in Videosystemen wie zum Beispiel HD-Recordern zum Einsatz kommen. Sie wurden speziell für den leisen, Strom sparenden Betrieb und den unterbrechungsfreien Datenstrom für die AV-Aufnahme und -Wiedergabe konzipiert. Die Kleinste F1 CE speichert 250 GByte (HA251HJ), die Größte 1.000 GByte (HA101UJ). Alle drei günstigeren Modelle arbeiten mit 8 MByte, die zwei teureren wiederum mit 32 MByte Cache. Alle o.g. Modelle sind inzwischen auch flächendeckend verfügbar.
Die F2 Serie kann zur Zeit noch nicht als solche tituliert werden, denn bisher existiert exakt ein Modell: unsere HD502HI. Genau wie die 320GB F1 verfügt sie über nur einen Platter und 2 Köpfe und wurde darüber hinaus auf 5400 U/min gedrosselt, was natürlich auch eine deutliche Vibrationsminimierung mit sich bringen sollte. Ob weitere Modelle folgen werden, kann nur spekuliert werden, warten wir es einfach ab...

Noch ein paar Anmerkungen zum Acoustic Management,
dieses ist bei allen unseren Testfestplatten ab Werk deaktiviert. Bei Samsung ist es mittels HUTIL aktivier und konfigurierbar. Bei Western Digital stellt sich diese Option schon etwas schwieriger dar, weil es über kostenlose externe Tools so gut wie nicht möglich ist. Wer aber ein Mainboard mit aktuellem Intel Chipsatz besitzt, kann allerdings über den Intel Application Accelerator Treiber das Acoustic Management jeder Platte einstellen, auch der Western Digital. Wobei sich speziell bei der Raptor die Frage nach dem Sinn stellt, denn AAM verschlechtert die Zugriffszeiten, was bei einer Serverfestplatte nun wirklich sehr kontraproduktiv wäre.
Zu guter Letzt auch noch ein paar Erläuterungen zum Thema NCQ:
Tagged Command Queuing ist von SCSI-Platten her schon seit einiger Zeit bestens bekannt. Hier werden mehrere Kommandos an eine Festplatte abzuschickt, die diese dann in beliebiger Reihenfolge abarbeiten kann. Durch das Umsortieren von Kommandos kann die Platte den Durchsatz optimieren, da sie selbst weiß, zu welchen Daten der Weg der Köpfe wann am kürzesten ist. Damit der Host weiß, welches Kommando die Platte gerade abgearbeitet hat, bekommt jeder Befehl ein Kennzeichen (englisch "tag"), daher die Bezeichnung Tagged Command Queuing (TCQ).
Native Command Queuing ist eine neuere Variante, die nur in Laufwerken mit nativer Serial-ATA-Unterstützung implementiert werden kann. SATA-Festplatten können damit bis zu 32 anstehende Kommandos nacheinander annehmen und sie in sinnvoller Reihenfolge anordnen, bevor Daten gelesen oder geschrieben werden. Der Grund: Da sich die Latenzzeiten bei der mechanischen Umpositionierung der Schreib-/Leseköpfe minimieren lassen, steigt die Geschwindigkeit, mit der die Workloads abgearbeitet werden können. Betriebssysteme wie Microsoft Windows und Linux nutzen zunehmend die Vorteile von Multi-Threaded-Software oder der prozessorbasierten Hyper-Threading-Technologie. Diese Funktionen führen zu Workload-Situationen, bei denen dem Laufwerk nun gleichzeitig mehrere Befehle vorliegen. Durch die Nutzung von NCQ kann die Performance des Laufwerks bei solchen Arbeitslasten steigen, wobei dies allerdings auch vom jeweiligen Chipsatzz abhängt.
Was hat das alles nun für den User für Vorteile?
Wenn Native Command Queuing fähige Controller wie z.B. Intels ICH und entsprechende S-ATA II Festplatten eingesetzt werden können, soll sich die Bootdauer des Rechners, die Transferleistungen und auch die Ladezeiten der Spiele minimieren, die technischen Gründe dafür haben wir gerade erläutert.




Die Tests:

Die Temperaturen der Festplatten wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen. Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von HDTune 2.55, HW Monitor 1.13 und Everest Ultimate 4.60.1641 durchgeführt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit konnten wir dank eines auf 5 bis 75 dBA kalibrierten ACR-264-plus Messgerät sehr genau verifizieren, das 15cm von der eingebauten Festplatte aufgestellt war. Jede Festplatte wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren.



Darüber hinaus wurde jede Festplatte mit dem Disc Director 10 von Acronis partitioniert (eine aktive prämäre Partition), NTFS Standard formatiert und mit exakt 100 Gigabyte an Daten gefüttert, anschließend mit O&O Defrag V11 defragmentiert und getestet. Für den Belastungs-Test liesen wir dann PC-Mark 2005 eine Stunde im Loop laufen.
Die Zugriffszeiten bestimmten wir mittels h2benchw 3.6, Everest Ultimate 4.60.1641 und HDTune 2.55



Temperaturen und Lautheit
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Samsung F2 HD502HI 500GB 24°C 33°C 17,5 dBA (0,1 sone) 21 dBA (0,2 sone)
Western Digital VeloCiraptor 300GB 26,5°C 37°C 25,5 dBA (0,6 sone) 31,5 dBA (1,2 sone)
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 32°C 39,5°C 31,5 dBA (1,2 sone) 38,5 dBA (2,5 sone)
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 29°C 36°C 23,5 dBA (0,4 sone) 26,5 dBA (0,7 sone)
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 30,5°C 37,5°C 24,5 dBA (0,5 sone) 27,5 dBA (0,8 sone)
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB 30,5°C 37,5°C 24,5 dBA (0,5 sone) 27,5 dBA (0,8 sone)

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Die F2 Eco und auch die F1 320GB zeigen der Konkurrenz, was lautstärketechnisch möglich ist, sie distanzieren alle anderen Festplatten relativ deutlich und leisten ihre Arbeit erstaunlich leise. Wobei die neue F2 noch mal ein gutes Stück weniger vibriert, als die ohnehin vibrationsarme F1 mit 320GB.
Die alte Raptoren Generation ist ohne Entkoppelung und Dämmung kaum zu ertragen. Die neue VeloCiraptor arbeitet dagegen deutlich leiser, darf aber trotzdem zumindest entkoppelt verbaut werden. Dies gilt ebenso für die restlichen F1 Festplatten, die ihre deutliche Neigung zu Vibrationen nicht verbergen können, insofern sind wirksame Entkoppelungen Pflicht.<


subjektiver Höreindruck Vibrationen
Höreindruck
Samsung F2 HD502HI 500GB minimalste Vibrationen, muß nicht entkoppelt werden
Western Digital VeloCiraptor 300GB erträgliche Vibrationen, sollte aber entkoppelt werden
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB minimale Vibrationen, muß nicht zwangsweise entkoppelt werden

subjektiver Höreindruck Zugriffsgeräusch
Höreindruck
Samsung F2 HD502HI 500GB minimale Zugriffsgeräsuche, absolut nicht störend
Western Digital VeloCiraptor 300GB noch erträgliche Zugriffsgeräusche
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB deutlich knarzende Zugriffsgeräusche
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB minimale Zugriffsgeräusche, noch erträglich
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB minimale Zugriffsgeräusche, noch erträglich
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB minimale Zugriffsgeräusche, absolut nicht störend

Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich die F1 Festplatten sehr zurückhaltend, die neue F2 setzt auch diesbezüglich neue Maßstäbe, da kann eine laut knarzende Raptor nicht mal ansatzweise mithalten. Die neue VeloCiraptor liefert diesbezüglich ein etwas ausgewogeneres Bild, deutlich hörbar ist sie aber ohne Entkoppelung trotzdem.
Die Vibrationen/Dröhnen können in einem massiven (SECC 1.0) PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inclusive Dämmung nachdenke, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich ausprechen, wo ihr auch die Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, das aktivierte Acoustic Managements (AAM) die dBA-Werte im Schnitt um etwa 3 dBA senkt. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit nicht zu minimieren !



Die Ø Zugriffszeiten ohne AAM
Ø Zugriff in Millisekunden
Samsung F2 HD502HI 500GB 17 ms
Western Digital VeloCiraptor 300GB 7,1 ms
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 7,9 ms
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 13,4 ms
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 13,2 ms
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB 13,3 ms

Alle Samsung F1 Festplatten erreichen gute bis sehr gute Zugriffszeiten, gegen die Raptoren haben sich allerdings keine Chancen. Die neue F2 hinkt da etwas hinterher, von wirklich langsam kann aber trotzdem noch keine Rede sein.







minimale/maximale Lese Transferraten in MB/sec.
minimale Lese-Transferraten
maximale Lese-Transferraten
Samsung F2 HD502HI 500GB 57,3 MB/sec. 98,9 MB/sec.
Western Digital VeloCiraptor 300GB 85,8 MB/sec. 124,3 MB/sec.
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 81,7 MB/sec. 117,9 MB/sec.
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 59,7 MB/sec. 98,6 MB/sec.
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 61,8 MB/sec. 102,8 MB/sec.
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB 60,6 MB/sec. 99,3 MB/sec.



minimale/maximale Schreib Transferraten in MB/sec.
minimale Schreib-Transferraten
maximale Schreib-Transferraten
Samsung F2 HD502HI 500GB 54,7 MB/sec. 95,6 MB/sec.
Western Digital VeloCiraptor 300GB 83,4 MB/sec. 119,8 MB/sec.
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 79,9 MB/sec. 112,1 MB/sec.
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 58,8 MB/sec. 97,1 MB/sec.
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 60,6 MB/sec. 101,7 MB/sec.
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB 60,1 MB/sec. 98,3 MB/sec.



Die Transferleistungen der F1 Serie erreichen schon beinahe Server Niveau, da macht die F2 erfreulicherweise keine Ausnahme. Die Raptoren laufen an dieser Stelle durchaus nicht außerhalb der Konkurrenz mit, dazu wäre der Abstand nicht groß genug. Wobei die aktuelle VeloCiraptor schon das derzeitige Maß der Dinge darstellt, da beißt keine Maus den Faden ab.



Schauen wir uns in der letzten Test-Kategorie noch die min./max. CPU-Belastung an, die einen guten Überblick darüber gewährt, wie gut oder schlecht der eingebaute Festplattencontroller mit unserem System harmoniert:

CPU-Last in %
minimale CPU-Last in %
maximale CPU-Last in %
Samsung F2 HD502HI 500GB 1,9 % 2,7 %
Western Digital VeloCiraptor 300GB 2,9 % 3,8 %
Western Digital WD1500ADFD Raptor 150GB 2,1 % 3,3 %
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 1,7 % 2,4 %
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 1,8 % 2,6 %
Spinpoint F1 HD322HJ 320GB 1,5 % 2,7 %

Alle Festplatten wurden makellos in unser Intel ICH9R-System (aktuelle Chipsatztreiber) integriert und die Festplattencontroller leisten sich in dieser Hinsicht ebenfalls keine gröberen Schnitzer, die Werte sind allesamt im dunkelgrünen Bereich. Auf anderen Chipsätzen kann es Differenzen geben, darüber sollte man sich im Klaren sein.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




Fazit:

Samsung offeriert mit der neuen F2 Eco Green eine weitere fabelhafte Festplatte, sie arbeitet sehr leise, bleibt kühl und liefert trotz der 5400 U/Min sehr gute Transferleistungen ab und das fast völlig frei von nervenden Vibrationen. Ein schönes Beispiel, wie die gestiegene Datendichte die sequentielle Transferrate beinflußt und das im positiven Sinne.
Einzig der Eco Green Zusatz hat uns etwas irritiert, zumal die Stromersparnis dieser Festplatte im Vergleich zur F1 Serie kaum nennenswert darstellen läßt und insofern zu vernachlässigen wäre.
Zur besseren Übersicht abschließend noch einmal unsere Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• sehr hochwertige und massive Verarbeitung
• sehr gute Transferleistungen (Schreib-und Leseleistungen)
• geringe CPU-Last
• so gut wie keine Vibrationen
• minimale Zugriffsgeräusche, leiser Motor
• sehr gute thermische Eigenschaften
• exzellentes Preis-Leistungsverhältnis (45 €)
• exzellenter Preis pro Gigabyte (0,10 €)

Minus:
• hohe Zugriffszeiten

Auf einige immer wiederkehrende Aspekte möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal deutlich hinweisen: wer sein Betriebssystem so "konfiguriert" hat, das 20 oder 30 Applikationen im Autostart und Hintergrund die Ressourcen des Systems abgreifen, wird dies auch nicht durch schnelle SATA-Festplatten kompensieren können.
Das Laden von Spielen wird zumindest im Non-Raid Betrieb nur marginal beeinflußt, hier spielt die Schnelligkeit und Quantität eures Arbeitsspeichers im Zusammenwirken mit Grafikkarte und Prozessor die erste Geige. Der Systemstart oder der Zugriff auf Programme und Applikationen ist in erster Linie von der Zugriffszeit einer Festplatte abhängig, in dieser Hinsicht sind Datentransferleistungen eher sekundär zu betrachten. Insofern bietet sich die F2 nicht unbedingt als schnelle Systemfestplatte an, wohl aber als schnelles Backup Medium, das sowohl intern als auch extern eingesetzt werden kann...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Samsung F2 Eco Green 500GB Festplatte erhält den PC-Experience Award in Gold








Weiterführende Links:

Samsung

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