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Achtung NZXT Whisper Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

NZXT Whisper Midi Tower







Einleitung:

Jedem neuen Trend geht in der Regel eine Überdrusshaltung voraus. Das Gewohnte wird langweilig und viele Menschen beginnen, das Interesse daran zu verlieren. Tatsache ist jedenfalls, das die Hersteller aktuell sehr gezielt auf schwarze Computer Gehäuse setzen, oder ist diese Farbe einfach nur zeitlos schön?
Uns sei diese etwas launige Präambel verziehn, aber wir testen schon wieder ein schwarzes Gehäuse und darum sollte ein kleiner Blick in die Modewelt durchaus erlaubt sein, denn das Auge kauft erwiesenermaßen auch beim Computer mit.
Befassen wir uns also mit dem neuesten Testkandidaten aus dem Hause NZXT: dem Whisper Midi Tower, der wie sein Name impliziert, das passende Fundament für ein leises System bieten könnte. Was bringt das Gehäuse dafür mit? einerseits einen massiven Stahl Körper mit gedämmten Seitenteilen samt Deckel. Andererseits Optionen zur Festplattenentkoppelung und leise Lüfter, aber reicht das schon aus? und decken sich die angepriesenen Vorzüge des Gehäuses mit der Realität
Wir haben uns den Tower sehr genau angeschaut und ihm einige Denksportaufgaben vorgelegt, die es zu lösen galt. Was schlußendlich dabei herauskam, erfahrt ihr einmal mehr in unserem ausführlichen Praxistest, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• NZXT Whisper Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial
• Schienen für 3,5" Laufwerke
• Kabelbinder
• 4x Moosgummi Pads
• Eindrehwerkzeug für Mainboard Abstandshalter
• Piezo Lautsprecher
• Handbuch




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Stahl (SECC 1,0mm)
• Frontverkleidung: Kunststoff/Aluminium
• Seitenteile und Deckel: Stahl (SECC 1,0mm)
• Farbe: schwarz
• Gehäuse-Dämmung: vorhanden
• Abmessungen: 211,5mm x 521,5mm x 562mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, E-ATX, Micro-ATX
• Gewicht: ca. 15 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• vorinstallierte Lüfter:
1x 120mm (Front, blaue LEDs)
1x 120mm (Heck, oben)
2x 80mm (Heck, unten)
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x je Audio IN/OUT, 1x eSATA
• Laufwerksschächte: 6x5.25" extern, 1x3,5" extern, 9x3,5" intern
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz
• aktueller Markt-Preis: ca. 129,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Natürlich präferieren wir schwarz immer noch eher, als mausgraue Einerleifarben, eine gewisse Sättigung geht aber mit dem schwarzen Farbton trotzdem einher. Das NZXT Whisper wirkt erstaunlich dezent und behutsam designed, was eigentlich so gar nicht zum Gamergehäuse-Image von NZXT paßt, womit sie ihre erssten Pluspunkte einfahren.
Auf der Habenseite verbuchen wir auch das sehr zentral und zugänglich plazierte, ausklappbare I/O Panel, mit den allgemein üblichen Anschlußports und endlich auch einem eSATA Anschluß für entsprechende Laufwerke. Die Frontklappe wirkt sich allerdings nicht sonderlich positiv auf die Haptik des Gehäuses aus, denn der klapperige Plastikflair und die fragile Mechanik werden sicherlich nicht jeden begeistern können. Dazu kommt der Nachteil, das die Klappe nur nach rechts und auch nicht sonderlich weit zu öffnen ist, was den Einsatz links vom Schreibtisch schon nahezu ausschließt. Ein-Auschalt und Resetknopf sind gut erreichbar angeordnet worden, diesbezüglich gibt es absolut nichts auszusetzen.

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Die Heckansicht macht deutlich, das auch in diesem Bereich des Gehäuses die gute Verabeitung nicht eingestellt wurde, alles wirkt wie aus einem Guss. Das Lüftergitter des hinteren 120mm Lüfters und der beiden kleinen 80mm Lüfter sind leider nicht entfernbar, dies kann zu strömungsbedingten Geräuschen führen und schränkt den Wirkungsgrad des Lüfters ein, für ein Gehäuse mit Whisper Ambitionen eine relativ inkonsequente Umsetzung. Wer eine Wasserkühlung einbauen möchte, wird sich über die beiden schon vorhandenen Schlauchdurchführungen sicherlich freuen.
Das Gehäuse wurde auf sehr solide Füße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Ganz vorne erkennt man einen zusätzlichen Lufteinlass für den 120mm LED Frontlüfter, der sich über diese Öffnung und die unteren Meshgitter in der Frontverkleidung seine Frischluft organisiert.
Verarbeitungstechnisch geht das Whisper Projekt, von außen betrachtet, einen ausgewogenen Weg. Die Außenhaut wurde widerstandsfest gepulvert und die Seitenteile verfügen über eine hohe Passgenauigkeit, leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

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Warum man nur das eine Seitenteil bequem per Thumbscrews öffnen kann, haben wir schon in vielen NZXT Reviews nicht verstanden, die beiden Schräublein hätten den Preis sicherlich nicht in unerschwingliche Höhen katapultiert.
Der Innenraum als solcher unterscheidet sich verarbeitungstechnisch nur marginal von der Außenhaut, alles wurde akkurat feuerverzinkt, gefalzt und gebördelt. Die Festplattenkäfige wanderten in eine eigene Gehäusezone, in der sich sowohl das Netzteil, als auch die Aufnahmen der Festplatten tummeln. Das hat den Platz des Frontlüfters nicht wesentlich vergrößert, zum Reinigen und Ausbau muß die Frontverkleidung trotzdem entfernt werden.

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Die Steckkartenbefestigung wurde glücklierweise nicht mit den unsäglichen Klappmechanismen versehen. Ein Fakt, den wir nur begrüssen können, zumal nur so die Steckkarten wirklich sicher befestigt werden. Vorsicht ist aber auch hier die Mutter der Porzellankiste, denn die scharfkantigen Blenden können bei Grobmotorik schnell zum Pflasterbeschaffer mutieren.
Der hintere/obere 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es überhaupt kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Warum das nicht implementiert wurde, bleibt ein ungelöstes Rätsel. Selbiges gilt für die beiden unteren 80mm Lüfter, die weder entkoppelt, noch sonderlich glücklich plaziert wurden, da sie fast das Netzteil berühren, wie wir bei der Komplettierung noch sehen werden. Die Netzteilaufnahme bietet als solches nichts spektakuläres, ermöglicht aber den universellen Einsatz aller denkbaren Netzteil Größen, da platztechnisch keine Beschränkungen verhanden sind.
Dank großzügiger Aussparungen auf der Mainboardaufnahmeseite, können die Verkabelungen sehr schön und platzsparend im Gehäuse verlegt werden. Das sieht nicht nur gut aus, es begünstigt außerdem den Airflow. Die Dämmung des Gehäuses beschränkt sich auf die vermeitlich größten Schwingungskörper, also die Seitenteile und den Gehäusedeckel. Dank des 1,0mm SECC Stahls besteht schon von Haus aus eine solide und sehr verwindungssteife Basis, so daß wir einiges in Bezug auf Schwingungsarmut erwarten dürfen, zumal die Dämmatten dies auch noch tatkräftig unterstützen, wobei sie allerdings mit entsprechenden Hitech Matten wie z.B. Magic Fleece nicht konkurrieren können.




Die Komplettierung:

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Für den Einbau der Laufwerke in die externen Schächte die Entfernung der Frontverkleidung absolut notwendig, was aber mit etwas Gefühl und einem wohl dosierten kurzen Ruck schnell erledigt ist. Nur so kommt man auch in den Genuss, den Frontlüfter ausbauen und reinigen zu können, denn dazu braucht er lediglich nach vorne ausgeklipst zu werden.
Die Laufwerksschächte sind freundlicherweise nicht durch herauszubrechende Blenden verriegelt, so daß der Rechner bei Bedarf problemlos wieder in seinen Werkszustand versetzt werden kann. Damit die Optik stimmt, sollte man auf optische Laufwerke mit schwarzer Frontblende zurückgreifen, beige-farbene Laufwerke würden das Gesamtdesign doch ziemlich stören. Die optischen Laufwerke werden über entsprechende Laufwerksschienen in die 5,25" Schächte gesteckt und über die seitlichen Plastikverriegelungen arretiert. Das macht einen recht stabilen Eindruck und hält die Laufwerke sicher in ihren Schächten. Dies gilt gleichermaßen auch für Diskettenlaufwerke oder Cardreader. Die optischen Laufwerke lassen sich aber auch verschrauben, das wollen wir nicht unerwähnt lassen.

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Die Festplatten finden ihr Heim grundsätzlich in den herausziehbaren Einschüben, wobei sie dann dort durch die kleinen Entkoppelungsgummies auch gleich etwas entkoppelt werden. Das geht schnell und ohne größeren Aufwand, aufpassen sollte man aber beim Festschrauben, damit man die Gummies nicht zerdrückt. Darum wären straffere Gummies und Schrauben mit Führungsstiften die bessere Wahl gewesen.
Den Entkoppelungsrahmen fürs Netzteil kennen wir ja schon z.B von Tagen, wo er auch das Netzteil etwas vom Gehäuseköper entkoppelt, wobei die Wirkung erfahrungsgemäß eher gering ist. Wer ein lautes und störendes Netzteil besitzt, wird über diesen Rahmen kein leises zaubern können, da hilft nur der Austausch des Netzteils.

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Für unseren Geschmack sind die beiden 80mm Lüfter viel zu nah am Netzteil positioniert worden, wobei uns auch die Konzeptionierung dieser beiden Lüfter nicht einleuchtet. Zumal das Netzteil auch mit dem Lüfter nach oben eingebaut werden kann, womit es die warme Abluft aus diesem Bereich problemlos abtransportieren kann.
Die Festplatten können nun nach ihrer Verschraubung samt Gestell eingeschoben und dank der vielen Aussparungen im Gehäuse sehr sauber mit ihren Kabeln bestückt und angeschlossen werden. Dazu darf man sich gerne auch etwas Zeit nehmen, damit das Endresultat nicht nur optischen Ansprüchen genügt.

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Wie man an unseren Bildern sehr gut erkennen, lassen sich auch überlange Grafikkarten problemlos einbauen, die Festplatten in den Käfigen tangieren diesen Zustand ohnehin nicht negativ, da sie in einem anderen Gehäusesegment verbaut sind. Auch Towerkühler über 160mm Bauhöhe sind verbaubar und kollidieren hinterher nicht mit dem Gehäuseseitenteil. Wer den Thermalright IFX-14 verbauen möchte, muß allerdings auf den HR10 Zusatzkühler verzichten, dazu sitzt das Mainboard in der Regel zu nahe am Gehäusedeckel, wobei man den HR10 u.U. auch noch weiter seitlich positionieren könnte.
Ist der Rechner dann endlich fertig montiert, erstrahlt das Gehäuse sowohl im vorderen Lüfterbereich als auch darüber mit einem schmalen Leuchtband in einem sehr schicken und nicht zu grellem Blau.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest Ultimate 4.60, Core Temp 0.99.3 und HW Monitor 1.12 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter und der Festplatten wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:




CPU-Temperaturen -idle- ->34°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->38°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->54°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->57,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->55,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->58,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->69°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->72°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->37°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->39°C bei 7 Volt Ansteuerung


Wenn man berücksichtigt, welche Komponenten wir für diesen Test verwendeten, sind die thermischen Resultate nicht gerade dazu geeignet, um in Jubelstürme auszubrechen und das hat auch einen trifftigen Grund. Der thermisch so wichtige Bereich mit Mainboard, CPU, Grafikkarte usw. erhält kaum Frischluft, insbesondere dann nicht, wenn im unteren Gehäusesegment viele Festplatten untergebracht sind. Das kann der verkapselte 140mm Frontlüfter gar nicht allein bewerkstelligen.
Was die Geräuschkulisse angeht, existiert ebenso noch Optimierungsbedarf, aber der Reihe nach:
Die beiden 120mm Lüfter rotieren unter 12Volt Ansteuerung mit 1260 U/min und erzeugen dabei 25 dBA, was sich nach Reduzierung auf 7Volt in 944 U/min und sehr viel erträglicheren17,5 dBA darstellt. Das Resultat wäre akzeptabel, läßt sich aber nicht weiter reduzieren, da auch diese Lüfter nicht mehr anlaufen, wenn man die Stromversorgung auf 5Volt reduziert.
Die 80mm Lüfter lärmen unter 12 Volt mit 27 dBA bei 1754 U/min und unter 7 Volt Ansteuerung immer noch mit 22,5 dBA bei 1281 U/min, das wäre für ein Silent Gehäuse nicht akzeptabel.
Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke hielt sich trotz unserer lauten Raptoren zwar noch in erträglichen Grenzen, eine professionelle Entkoppelung der Festplatten wird aber durch die kleinen Entkoppelungsgummies keinesfalls erreicht. Die Raptoren lärmen ohne Entkoppelung mit 31,5 dBA (idle) und 38 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung des Lancool grade mal um 1 bis 1,5 dBA reduziert wird. Professionelle Dämmboxen wie die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.
Insgesamt bietet das NZXT Gehäuse auf Grund seiner außerordentlichen Verwindungssteifigkeit eine sehr gute Grundlage, um ein leises System aufzubauen. Aber dazu bedarf es einer Lüfterentkoppelung ebenso, wie einer adäquaten Lüftersteuerung und natürlich Lüfter, die einen 5Volt Betrieb entsprechend unterstützen und grundsätzlich über eine bessere Qualität verfügen.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Das NZXT Whisper Gehäuse hinterläßt auf den ersten Blick einen harmonischen Eindruck, den wir aber im Detail deutlich relativieren müssen. Wen man den Anspruch erhebt, eine ausgewogene Basis für ein leises System zu offerieren, dann kann dieser Anspruch nicht bei der Auswahl der Lüfter aufhören. Alles steht und fällt mit diesem wichtigen Aspekt und da hat NZXT definitiv in die falsche Schublade gegriffen, denn wo Whisper drauf steht, sollte auch Whisper drin sein. Dann sollte man die Lüfter komplett weglassen und das Gehäuse deutlich unter 100 € verkaufen, denn das Gehäuse allein kann mit seiner verwindungsarmen Struktur und Dämmung durchaus punkten.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• ansprechend dezentes Design
• sehr kratzfeste Lackierung
• gute Verarbeitung
• komplette Ausstattung
• sehr passgenaue und klapperfreie Seitenteile
• rutschfester Stand
• sehr sinnvoll plaziertes I/O Panel mit Staubschutzdeckel
• ausreichendes Platzangebot
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• Seitenteile und Deckel gedämmt
• zwei Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• schicke Beleuchtung
• auswaschbarer Staubfilter
• Kompatibilität auch zu sehr hohen Towerkühlern
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung ausreichend lang bemessen
• noch ausreichende Kühleigenschaften (je nach Festplattenbestückung)

Minus:
• klapperige Frontklappenmechanik, Öffnung nur nach rechts
• kein Mainboardschlitten
• keine entkoppelten Lüfter
• Lüfteranordnung nicht schlüssig
• Lüfter zu laut, 140mm Lüfter schleift
• für das Gebotene zu teuer (ca. 129,90 €)

Unser Silber Award steht auf tönernen Füssen, denn in dieser Preisklasse darf man (Lancool läßt grüßen) durchaus einen Mainboardschlitten und andere durchdachte Zutaten erwarten. Vom Premium Segment ist man mit diesem Gehäuse jedenfalls noch einige Straßenecken entfernt...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der NZXT Whisper Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Silber






Weiterführende Links:


NZXT


Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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