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Achtung Scythe Musashi Grafikkartenkühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Scythe SCVMS-1000 Musashi Grafikkartenkühler






Einleitung:

Riesige Ausmaße und der Name Musashi? das war doch mal was...,genau die Musashi war im zweiten Weltkrieg zusammen mit ihrem noch berühmteren Schwesterschiff Yamato das größte Schlachtschiff weltweit. Doch was hat dieser kleine Sidestep mit Grafikkartenkühlern zu tun? nun, anhand der Abmessungen des Scythe Mushashi Kühlers ließen sich schon einige Parallelen entdecken. Obwohl Scythe sicherlich die Affinität zum berühmten Samurai Mushashi bevorzugen würde, aber seis drum.
Bleiben wir im hier und jetzt, die Intention von Scythe liegt auf der Hand, man möchte mit dem Musashi einen Grafikkarten Kühler anbieten, der einerseits eine höchst mögliche Kompatibilität erreicht und andererseits mit extrem guten Kühlleistungen glänzt. Komplettiert wird das Ganze durch zwei spezielle 100mm Lüfter von Scythe, die in ihrer Abstimmung und Abmessung perfekt auf diesen Kühler zugeschnitten sind. Wenn sich dann noch Preis und Verarbeitung auf einem ähnlichen Level bewegen, kann sich eigentlich nur ein Verkaufsschlager als Endprodukt dabei herauskristallisieren.
Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und unsere aktuelle Sapphire HD4870 1024MB Grafikkarte mit diesem Kühler bestückt, zumal diese Karten einiges an Denksportaufgaben für Kühlerdesigner parat haben. Was wir dabei an Erkenntnissen herausarbeiten konnten, dürft ihr wie immer in unserem ausführlichen Praxistest nachlesen, viel Spaß dabei...




Lieferumfang:

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• Scythe Musashi Grafikkartenkühler
• 23 Stück Passivkühlkörper
• Montageset incl. Backplate und Lüfterbügel
• Wärmeleitpaste (Silberoxid)
• 2x Scythe KAZE JYU SLIM 100mm Lüfter
• 4-pin Stromanschlußadapter
• Kupfer Spacer
• Potentiometer
• Montageanleitung (mehrsprachig)





Die technischen Daten Musashi Kühlkörper:

• Gewicht: 251g (ohne Lüfter)
• Abmessungen: (L) 250mm x (B) 104mm x (H) 35mm
• Material: Aluminium-Kupfer Hybrid, teilweise vernickelt
• Heatpipes: 2 Stück a´6mm Durchmesser (U-Form)
• Material-Lamellen: Aluminium
• Material Bodenplatte und Heatpipes: Kupfer, teilweise vernickelt
• Anzahl Lamellen: 107 Stück
• Lamellen-Abstand: 2mm
• Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre
• Preis für den kompletten Kühler: 34,90 €






Die technischen Daten Scythe Kaze Jyu Slim 100mm Lüfter:


• Lüfter: Scythe Kaze Jyu Slim 100mm
• Lagerung: Gleitlager
• Lüfterblätter: 13
• Lüftergehäuse: Kunststoff
• Abmessungen: 100x100x12mm
• max. Luftdurchsatz: ca. 19,5 bis 47 m³/Std
• Leistungsaufnahme: 2,2 Watt
• Gewicht: ca. 145g
• Geschwindigkeit: ca. 800 bis 2000 U/Min
• Geräusch: ca. 12,5 bis 29,2 dBA
• Anschluß: 3-pin Molex
• Tachosignalleitung: vorhanden
• Kabellänge: 36cm
• MTBF in Stunden: 30.000


MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 Duo E8600@4GHZ
CPU-Kühler
Thermalright True Black 120 + IFX-10
CPU-Kühler-Lüfter
Scythe Slipstream 1200@7Volt
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution Bios 0506
Arbeitsspeicher
Corsair XMS3 DHX PC3-12800 DDR3 4GB Dualkit
Grafikkarte
Sapphire HD4870 1024MB Catalyst 8.9
Monitor
Eizo S2100
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´300GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Daten
1x Samsung SpinPoint F1 320GB SATA II
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint F1 320GB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-810A SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Gehäuse
Lian Li PC-A77
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP3, Vista Ultimate SP1 64 Bit, 2008 Enterprise Server SP1 64 Bit
Zubehör
4x Noiseblocker Multiframe MF12-S2 @5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Der Markt an aktuellen Grafikkarten Kühlern ist schon beinahe genauso unübersichtlich sortiert, wie von der der CPU-Kühler Fraktion. Man sollte darum sehr genau prüfen, welcher Kühler explizit für welche Grafikkarte geignet ist, obwohl sich die Hersteller selbst in dieser Hinsicht nicht immer einig sind und auch noch weitere Stolpersteine bereit halten. Aber bevor wir auf diese, insbesondere für unsere Radeon Grafikkarte, recht komplexen Problematiken eingehen, schauen wir uns zunächst den Scythe Musashi etwas eingehender an.
Das Ausstattungspaket erscheint auf den ersten Blick mehr als komplett, denn neben dem eigentlichen Kühler und seinen vormontierten beiden 100mm Lüftern fällt uns ein Beutel mit immerhin 23 Passivkühlkörpern entgegen, so daß die allermeisten Grafikkarten korrekt zu bestücken sind. Sollte man zumindest meinen, dem ist aber nicht so, denn der Kühlkörper für den NVIO2-Chip der aktuellen Nvidia GeForce-260/280-Serie fehlt. Ohne diesen Kühlkörper wären Grafikkarten dieser Baureihe kaum stabil zu betreiben. Scythe wird diesen aber nachliefern, respektive in neueren Auslieferungs-Chargen bereits integrieren.
Der Kühler wirkt nicht nur flach, er ist es mit seinen knapp 35mm auch, was eine Singleslot Kühlung der Grafikkarte ermöglichen sollte. Das spart Platz, denn es wird de facto nur ein Slot an Platz unterhalb der Grafikkarte benötigt und hält die SLI/Crossfire Option auch in engen Mainboard Layouts offen.

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Die optische Verarbeitung bewegt sich auf auf hohem Niveau, alle 77 dünnen Aluminium-Lamellen wurden sauber gefertigt, sind aber auf Grund ihrer geringen Wandstärke von 0,3mm auch relativ labil, so daß sie leicht verbiegen. Das gilt natürlich nicht für die zentral angeordneten 10 sehr breiten Lamellen, die direkt auf der Kühlergrundplatte integriert wurden. Die beiden 6mm Heatpipes sind in U-Form angeordent, das für alle diejenigen, die an dieser Stelle 4 Heatpipes vermuten, dem ist nicht so.
Der enge Lamellenabstand von 2mm ist für den reinen Passivbetrieb kontraproduktiv, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, dafür wurde der Kühler allerdings auch nicht konzipiert. Der Lamellenabstand reicht aber aus, um auch Lüftern mit weniger Druck den schnellen Abtransport der vom Kühler aufgenommenen Abwärme zu ermöglichen, insofern ein recht guter Kompromiss.
Der Kühlblock des Scythe ist im Gegensatz zu vielen aktuellen Kühlern von Thermalright absolut eben und nicht konvex, diesbezüglich sind also kaum Probleme bei der Kontaktaufnhame mit der GPU zu erwarten.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann."
Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt.

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Die Lüftersteuerung bedingt die mitgelieferte Slotblende, so daß es sehr unkomfortabel ist, auf eine externe Lüftersteuerung zurückzugreifen, was wir als klares Manko werten. Die Lüfter sind an eine externe Lüftersteuerung zwar anschließbar, montiert werden muß die Slotblende trotzdem, da sie nicht abkoppelbar ist, jeden falls nicht ohne erheblichen Aufwand.
Die 100mm Lüfter sind im Scythe Programm noch relativ neu und sollen die vakante Lücke zwischen 92mm und 120mm Lüftern schließen. Leider zwingt Scythe auch hier den Anwender zu größeren Klimmzügen, wenn er andere Lüfter verwenden möchte. Einerseits sind die Haken so dermaßen stramm vormontiert, das man sie ohne verbogene Lamellen kaum demontiert bekommt. Anderseits können die Haken kaum bauhöhere Lüfter korrekt klemmen, so daß man in dem Fall wieder mal auf Kabelbinder zurückgreifen müßte, sollen denn andere 120mm oder 92mm zum Einsatz kommen. Das kann nun wirklich nicht der Weißheit letzter Schluß sein...




Die ATI HD 4870 Problematik:

ATI konnte mit der HD 4870 eine in der Tat adäquate Konkurrenz zu den aktuellen GT200 Grafikkarten von Nivdia lancieren und wie bei allen aktuellen Highend Grafikkarten steht und fällt leider auch hier fast alles mit der richtigen Kühlung.

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Die GPU auf einem niedrigen Niveau zu kühlen, ist nicht unser Thema, das ermöglicht fast jeder 08/15 Kühler. Die neuralgischen Hotspots der HD4870 sind ganz klar die VRMs (Voltage Regulator Modules) zu deutsch Spannungswandler des GDDR5 Speichers. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nun um eine Karte mit 512MB oder 1024Mb handelt, wobei die 1024MB Variante naturgemäß noch empfindlicher auf unterdimensionierte Kühlkörper an den Spannungswandlern reagiert (rot markiert).
Wenn man die Anleitung von Scythe befolgt und die Zusatzkühlkörper aufklebt, sind hohe Temperaturen vorprogrammiert, d.h. für die Spannungswandler: um die 100°C unter Vollast und darüber. Das muß nicht zwangsläufig schon zu Abstürzen führen, aber das wir uns im gelbroten Bereich bewegen, dürfte jedem klar sein. Berichte von Anwendern, die ihre HD4870 Karten kühltechnisch modifiziert hatten und deren Karten abrauchten, ziehen sich wie ein roter Faden durchs Internet.
Was ist also zu tun?
Das ist die entscheidene Frage, aber sie ist relativ leicht zu beantworten, denn dabei hilft uns der original Werkskühler:

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Der ATI Werkskühler ist von Haus aus in zwei Segmente unterteilt, einmal dem äußeren Teil mit dem eigentlichen Kühler samt Lüfter und dem inneren Basiskühlkörper aus Metall, der mit seinen Wärmeleitpads als Wärmableitung für den Arbeitsspeicher und den Spannungswandlern dient. Diese Segmente sind mit wenigen Schrauben verbunden und so schnell voneinander zu trennen.
Ist dies erledigt, legen wir den oberen Teil zur Seite, der wird vorläufig nicht mehr benötigt und schrauben den Basiskühlkörper wieder fest. Achtet bitte darauf, das die Wärmeleitpads nicht beschädigt wurden, sonst müßten sie ersetzt werden. Wärmeleitpaste ist an diesen Stellen fehl am Platze, da sie die Abstände zwischen Kühlkörper und Kühlobjekt nicht ausgleichen könnte, dazu sind die Spaltmaße zu groß.
Wer es besonders gut meint, klebt auf die ebenfalls sehr hitzempfindlichen Vitec Chips noch zwei kleine Kühlkörper von Scythe und schon wäre unsere Grafikkarte fertig für die Hochzeit mit dem Scythe Musashi.
Nun hört man gerne das Argument "ja, aber es reicht doch auch ein größerer Kühlstreifen auf den Wandlern, als die beiden kleinen". Eben nicht, auch so ein Kühlkörper, wie er auf auf dem Bild (obere Reihe ganz rechts, rot markiert) zu sehen ist, hat in der Summe eine deutliche kleinere Kühlfläche als der rote ATI Basiskühlkörper, dazu bedarf es wohl keines mathematischen Studiums, um dies kausal nachzuvollziehen. Bestens Beispiel dafür wäre die erste Revisionder Powercolor PCS+ mit 1024MB und Zerotherm Kühler, die den Furmark Test ebenso mit Absturz quittiert, weil die Spannungswandler deutlich über 100°C heiß werden. Natürlich ist ein größerer Kühlkörper effizienter als zwei Winzlinge, aber deutlich bessere Temperaturen stellen sich so nicht ein. Mit deutlich besseren Temperaturen meinen wir unter 100°C im Furmark (bei umbenannter Furmark.exe), für die Spannungswandler. Darüber hinaus verleiht die ATI Basis der Grafikkartenplatine zusätzliche Verwindungsstabilität, die ebenfalls nicht unterschätzt werden sollte, auch wenn dies auf die Temperaturen natürlich keine Auswirkungen erzeugt.
Wer an dieser Stelle seine Bedenken bezüglich des Garantieerhalts der Grafikkarte anmeldet, liegt zwar richtig, aber die Garantie verlieren wir mit dem Austausch des Werkskühlers ohnehin, das wollen wir natürlich nicht verschweigen.




Der Einbau:

Mittlerweile hat Scythe eine Liste der kompatiblen Grafikkarten veröffentlicht:

Kompatibilitätsliste Scythe Musashi

Eines wird beim Musashi sofort deutlich, der Kühler verlängert unsere ohnehin schon 23cm lange Sapphire HD4870 um weitere 4cm, was in einigen Gehäusen den vorhandenen Platz drastisch reduzieren könnte. Das ist schade und auch unnötig, denn dieser Platzzuwachs wird einzig und allein durch die hübschen Heatpipe Endkappen verursacht. Hübsch ist als nicht immer auch nützlich oder besser formuliert praktikabel.
Aber greifen wir nicht zuweit voraus, zunächst einmal muß der Kühler für den Einbau vorbereitet werden und das heißt in diesem Fall, die kleinen Stifte ala Montageanleitung in die richtigen Bohrungen auf der Kühlergrundplatte fixieren:

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Da immer wieder leicht vermeidbare Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle unseren neuen Artikel zu dem Thema Wärmeleitpasten-Workaround zu diesem Thema, der diesbezüglich alle offenen Fragen klärt.
Die Kühlfläche des Musashi haben wir demzufolge gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Die für CPUs zur Verfügung stehenden Mittelchen eignen sich natürlich auch vorzüglich für die Reinigung einer GPU Umgebung und nach einigen völlig verdreckten Lappen und viel ArctiClean, erstrahlte dieser sensible Bereich unserer Sapphire wieder in frischem Glanz.
Die Flächen der RAM Bausteine und Spannungswandler müssen ebenfalls sehr gründlich gereinigt werden, sonst halten deren Klebeflächen nicht sehr lange.
Aber Vorsicht!
wer glaubt, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um die ganzen kleinen Kühler für den RAM usw. zu verkleben, sollte etwas Geduld walten lassen, denn deren Klebeflächen reagieren empfindlich auf Rückstände von Reinigungsmitteln. Nach einer Abluftzeit von etwa 15 Minuten kann man die kleinen Kühler so verkleben, das sie nicht gleich wieder abfallen. Kleiner Tipp: ein Radiegummi kann sehr hilfreich sein, wenn es darum die Kontaktflächen zu reinigen.
Wie bereits erwähnt haben wir diese kleinen Kühlkörper nicht verwendet und auf den ATI Basiskühler als Grundstock gesetzt. Aber der Scythe Musashi kann ja noch auf vielen anderen Grafikkarten eingesetzt werden und insofern hat unsere Anleitung schon ihre Relevanz.

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Auf Grund der etwas kleineren Löcher (Durchmesser) findet der Kühler auf gängigen Nvidia Grafikkarten etwas besseren Halt. Unsere Sapphire war diesbezüglich etwas wählerischer und entschied sich für kleine Abstandsringe, über die wir den Kühler dann mit Hilfe der zentralen Rändelmutter und der Backplate mit Gummilager auch richtig fest anziehen konnten. Diese Maßnahme begründet sich aber nicht nur durch die größeren Löcher, sondern auch durch die sehr kurzen Gewinde auf den Scythe Abstandsbolzen. Wenn die Gewinde weiter herunter geschnitten wären, könnten die Washer entfallen.
Diese sogenannten Soft-und Hardwasher entstammen übrigens aus dem Sortiment von Thermalright. Scythe sollte über diese kleinen Dreingaben durchaus nachdenken, schließlich sind wir nicht die Einzigen, die diese Grafikkarte verwenden.
Wie immer der Hinweis, das Grobmotorik an dieser Stelle den falsche Ratgeber darstellt, also bitte mit viel Gefühl arbeiten. Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, das wir für unsere Tests grundsätzlich mit der MX-2 Wärmeleitpaste arbeiten, da wir mir ihr die allerbesten Erfahrungen gemacht haben und natürlich nicht für jeden Test andere Paste ausprobieren.

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Es ist vollbracht, der Kühler sitzt perfekt und Grafikkarte ist wieder einsatzbereit für den folgenden Praxistest...




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker


Leider sind unsere Referenz Lüfter ohne Aufwand nicht auf dem Scythe Muashi montierbar, da weder die Halterungsbügel passen und Kabelbinder keine wirkliche Alternative für einen professionellen Einbau darstellen.




Die Tests:

Last wurde für diesen Test durch einen einstündigen Furmark Test bei umbenannter Furmark.exe erzeugt, wobei wir die Aufzeichnungsfunktion von GPU-Z 0.2.8 genutzt haben. Unsere Sapphire HD4870 1024MB wurde nicht übertaktet, sondern lief in den Standardeinstellungen.
Die Zimmertemperatur lag für alle Tests bei 20 °C (klimatisierter Raum). Wir haben die Temperaturen der Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 7 Volt und 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten. Um auch die 5 V akkurat zu realisieren, wurden die Lüfter direkt und nicht über die Scythe Regelung angesteuert.
Die Lautheit der Grafikkarten-Lüfter haben wir nicht separat gemessen, sondern ganz bewußt als Systemgesamtlautstärke in die Tests eingebunden, da die Grafikkarte in der Regel nicht so leicht aus dem System heraus identifiziert werden kann. Dabei wurden die Lautstärke ca. 15cm vom Rechner entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Temperaturen der Grafikkarte per Sensor gemessen, aufgezeichnet und mit den Resultaten der GPU-Z Logfiles abgeglichen.
Verglichen haben wir den Scythe Musashi (mit und ohne ATI Grundplatte) mit dem ATI Werkskühler, dem Accelero S1 Revision 2 (ohne ATI Grundplatte) und dem Xigmatek VD964 Battle-Axe (ohne ATI Grundplatte). Den neuen Thermalright T-RAD behandeln wir in einem kommenden separaten Test, wo er dann natürlich unter gleichen Bedingungen auch gegen die o.g. Kühler auf unserer Sapphire HD4870 1024MB antritt. Der Accelero und auch der Xigmatek Kühler mußten auf die ATI Kühlergrundplatte verzichten, da beide Kühler ohne größere Dremelarbeiten nicht auf die Grundplatte passen.


GPU Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD48701024MB @12Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 35°C 48°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 39°C 51°C
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 40°C 52°C
Xigmatek VD964 Battle-Axe 40°C 53°C
Sapphire Werkskühler 70°C 81°C



GPU Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD4870 1024MB @7Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 38°C 50°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 43°C 54°C
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 44°C 56°C
Xigmatek VD964 Battle-Axe 45°C 57°C
Sapphire Werkskühler 73°C 84°C



GPU Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD4870 1024MB @5Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 41°C 53°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 46°C 58°C
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 48°C 60°C
Xigmatek VD964 Battle-Axe 48°C 61°C
Sapphire Werkskühler 75°C 87°C



Wie wir es schon angekündigt hatten, die GPU schaffen alle ohne Probleme zu kühlen, wobei der Unterschied zwischen dem ATI Werkslüfter und den Spezialkühlern sich schon eklatant groß darstellt.
Natürlich pustet der Werkslüfter die aufgenommene Abwärme der Grafikkarte auch gleich direkt aus dem Gehäuse, aber wirkliche thermische Vorteile konnten wir diesbezüglich nicht herausarbeiten. Zumal eine vernünftige Gehäuse Be-und Entlüftung diesen minimalen Vorteil ohnehin wieder ausgleicht. Zum Tragen käme diese Direct-Blow Technik nur dann, wenn keine Gehäuse Lüfter im System arbeiten würden und selbst dann hilft das Netzteil immer noch mit. Unser System ohne Gehäuselüfter zu betreiben wäre aber in etwa so, als würde man einem BMW M5 die Lufteinlässe für die Kühlung zukleben...



Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD4870 1024MB @12Volt
Kühlervariante:
Wandler-idle
Wandler-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 44°C 79°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 45°C 93°C
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 47°C 96°C
Xigmatek VD964 Battle-Axe 47°C 98°C
Sapphire Werkskühler 46°C 89°C



Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD4870 1024MB @7Volt
Kühlervariante:
Wandler-idle
Wandler-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 47°C 85°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 49°C 99°C
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 49°C 106°C
Xigmatek VD964 Battle-Axe 48°C 111°C >Absturz
Sapphire Werkskühler 50°C 96°C



Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Sapphire HD4870 1024MB @5Volt
Kühlervariante:
Wandler-idle
Wandler-Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 49°C 91°C
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 52°C 108°C >Absturz
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 53°C 113° >Absturz
Xigmatek VD964 Battle-Axe 55°C 119°C >Absturz
Sapphire Werkskühler 53°C 105°C



Hier trennt sich sich nun wirklich die Spreu vom Weizen und es wird überdeutlich, warum die ATI Kühlergrundplatte auf den HD4870 Grafikkarten nach Möglichkeit verwendet werden sollte. Es zeigt sich aber auch, das zwei kleinere Lüfter auf einer Grafikkarte mit großer Platine mehr erreichen, als ein einzelner großer 120mm Lüfter. Die Kühlluft wird einfach gleichmäßiger verteilt und gelang so an jeden Hotspot der Grafikkarte. Die GPU sitzt auf aktuellen Highend Karten schon fast im vorderen Drittel der Platine und die Spannungswandler im Heck. Das kann ein einzelner zentraler Lüfter kaum effizient abdecken.



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @12Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 38,5 dBA 40,5 dBA
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 38,5 dBA 40,5 dBA
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 34,5 dBA 41 dBA
Xigmatek VD964 Battle-Axe 37,5 dBA 44,5 dBA
Sapphire Werkskühler 42,5 dBA 49,5 dBA



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @7Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 35,5 dBA 39 dBA
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 35,5 dBA 39 dBA
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 33 dBA 38 dBA
Xigmatek VD964 Battle-Axe 35,5 dBA 41,5 dBA
Sapphire Werkskühler 41,5 dBA 47,5 dBA



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @5Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Scythe Musashi mit ATI Grundplatte 33,5 dBA 36,5 dBA
Scythe Musashi ohne ATI Grundplatte 33,5 dBA 36,5 dBA
Accelero S1 Rev2 mit 120mm Noiseblocker XL1 Rev. 3.0 30,5 dBA 35,5 dBA
Xigmatek VD964 Battle-Axe 34 dBA 40,5 dBA
Sapphire Werkskühler 41 dBA 46 dBA

Unsere Geräuschmessungen fallen nicht überraschend aus, erwartungsgemäß liefert der Noiseblocker 120mm Lüfter das klar niedrigste Geräuschniveau aller Lüfter. Der Werkslüfter zieht klar den Kürzeren und der Xigmatek kann sich auch nicht unbedingt sehr positiv in Szene setzen.
Zu den Scythe Kaze Jyu Slim 100mm Lüftern noch ein paar Details:
Die Lüfter überzeugen in nahezu allen Drehzahlbereichen durch sauberen Lauf, wobei die Lager unter 5 Volt Ansteuerung minimal schleifen. Die Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) ist sehr gut, sie laufen bereits mit 4,75 Volt an. Eines sei aber deutlich vermerkt, es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Bei 12Volt (7 Volt) und realen 1886 U/min (1140 U/min) "belasten" die Lüfter das menschliche Ohr mit 27,5 dBA (21,5 dBA) und bei 5V Ansteuerung rotiert der Lüfter nur noch mit 770 U/min und erzeugt knapp 14 dBA. Das sind fraglos ausgezeichnete Daten.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System bezieht!




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Scythe Musashi kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Nach drei Wochen Test, einer gefühlten Tonne verbrauchter Wärmeleitpaste und den ganzen Unwegbarkeiten, die diesen Test begleitet haben, fällt es relativ schwer, ein objektives Bild zu reflektieren. Denn irgendwann kommt der Moment, wo man die letzten Chinaböller von Sylvester in die Nähe der Kühler legt und wie hypnotisiert auf die Zündschnur starrt...
Der Scythe Musashi ist fraglos ein guter Grafikkartenkühler und die beiden 100mm Lüfter leisten einen erstklassigen Job. Aber wenn der Kühler auf einer Radeon 4870 seinen Dienst verrichten soll, sind Klimmzüge angesagt. Warum Scythe auf diese Umstände nicht hinweist, bleibt uns ein Rätsel, ein 4870 kompatibel Aufkleber auf der Verpackung hilft da wenig.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
• wertige Haptik
• sehr gute Verarbeitung
• komplette Austattung
• erstklassige Kühlleistungen
• hohe Leistungsreserven
• sehr hohe Grafikkarten Kompatibilität
• sehr ausgewogene, gut scalierende und laufruhige 100mm Lüfter
• recht einfache Montage
• noch akzeptables Gewicht
• Crossfire/SLI möglich
• sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (34,90€)

Minus:
• Zusatzkühler für NVIO2-Chip fehlt in dieser ersten Charge (wird aber nachgeliefert)
• Zusatzkühler kleben sehr mangelhaft
• sehr enge Klammern verhindern die freie Lüfterauswahl
• Heatpipe Endkappen verlängert die Grafikkarte unnötig
• auf aktuellen 4870er Grafikkarten sitzt der Kühler nicht wirklich fest
• Spannungswandler der 4870 werden ohne ATI Grundplatte bei Karten mit digitalen Wandlern zu heiß
• externe Lüftersteuerungen ohne Aufwand kaum verwendbar

Auf Grund der Tatsache, das Scythe den Anwender bei der freien Wahl des Lüfters und der Lüftersteuerung einschränkt und den Einbau durch vermeidbare Überlänge des Kühlers zusätzlich erschwert, stehen nach den bereits erwähnten Kritikpunkten weder ein Gold noch Silber Award ernsthaft zur Disposition. Eigentlich schade, denn der Kühler hätte deutlich Potential zu mehr. Wo Scythe konkret ansetzen muß, steht explizit in unserem Review, hoffen wir auf dessen Umsetzung...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Scythe SCVMS-1000 Musashi Grafikkartenkühler erhält den PC-Experience-Award in Bronze !






Weiterführende Links:



Scythe


Caseking

Wir bedanken uns bei Scythe sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support



euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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