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Achtung Aplus Seenium Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Aplus Seenium Midi Tower







Einleitung:

Nur keine Müdigkeit vortäuschen...,unsere Gehäuse Special Serie geht mittlerweile in die sechste Runde, wo uns das neue Seenium Gehäuse von Maxpoints Hausmarke AplusCase verheißungsvoll begrüßt. Dieses erfreulich dezente Gehäuse soll mit einer ganzen Palette an wohlklingenden Features glänzen: umfangreiche Grundaustattung mit vielen Kühl-und Lüfteroptionen, kompakte Abmessungen und trotzdem viel Platz für aktuelle Towerkühler und Grafikkarten, sowie optimierte Netzteil-und Festplattenaufnahmen. Dieses Paket wurde zudem mit einem erstaunlich niedrigen Preis zusätzlich gewürzt, so daß die Preis-Leistungs Feinschmecker sicherlich Appetit entwickeln dürften.
Spätestens hier stellt sich aber die Frage, wie schaut es mit der Qualität dieses Gehäuses in der realen Praxis aus? Genau das werden wir im nachfolgenden Artikel eingehend beleuchten, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Aplus CS-Seenium Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial (im Gehäuse vorhanden)
• Schienen für optische Laufwerke (im Gehäuse vorhanden)




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial: Stahl (SECC 0.6 bis 0,7mm)
• Frontverkleidung: Kunststoff
• Seitenteile: Stahl
• Farbe: schwarz/silber
• Abmessungen: 207mm x 450mm x 512mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, mATX
• Gewicht: ca. 8,2 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• Kensington Schloss: Bügel vorhanden
• max Netzteilgröße: bis zu 220mm Einbautiefe
• vorinstallierte Lüfter:
1x120mm Front, 1x120mm Heck
• optionale Lüfter: 6 weitere Lüfter
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x HD Audio OUT, 1x Microfon, 1x Firewire
• Laufwerksschächte: 5x5.25" extern, 1x3,5" extern im 5,25" Schacht, 5x3,5" intern
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz/silber (wie im Test)
• aktueller Markt-Preis: ca. 60,- €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Frisch entpackt kommt das Seenium ausgesprochen wertig daher und hinterläßt einen erfrischend stimmigen und designtechnisch ausgewogen Eindruck. Das Controlpanel für die I/O Ports in der Frontverkleidung wurde gut plaziert und durch eine klappbare Abdeckung erfolgreich gegen Staub geschützt. Im Gegensatz zu anderen Gehäusen wurde zwar mit Mesh Perforierungen gespart, dafür ist das Gehäuse übersät mit Aufnahmen für optionale Lüfter. Das mag für den Übertakter wichtig sein, aber alle anderen Interessenten würden diese Öffnungen sicherlich gerne verschließen. Diese Optionen stehen nur leider nicht zur Disposition, was wir als klares Manko ansehen.
Ansonsten hinterläßt die Außenhaut gepaart mit sinnvollen Funktionen einen harmonischen ersten Eindruck, wobei die Verarbeitung durchaus mit der Optik Schritt hält. Der üppig gepulverte Lack erscheint recht robust und sollte auch Attacken kratzfreudiger lange Fingernägel unbeschadet überleben.
Die Heckansicht macht deutlich, das auch in diesem Bereich des Gehäuses die gute Verabeitung nicht abrupt eingestellt wurde, alles wirkt wie aus einem Guss. Das Lüftergitter des möglichen Hecklüfters ist leider nicht entfernbar, dies kann zu strömungsbedingten Geräuschen führen und schränkt den Wirkungsgrad des Lüfters ein.

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Das Gehäuse wurde auf sehr solide Füße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Es handelt sich nicht um die üblichen billigen Gummifüsse, sondern um schon etwas wertigere Exemplare, die durchaus aus dem Hifi-Sektor stammen könnten. Unübersehbar sind auch die beiden Gitteraufnahmen für einen zusätzlichen Lüfter und das Netzteil.
Das rechte Seitenteil offenbart nach dem Entfernen leider keinen Mainboardschlitten, sicherlich für den einen oder anderen eine kleine Enttäuschung, aber bei dem Preis konnte man dies auch nicht ernsthaft erwarten.
Der Innenraum als solcher unterscheidet sich verarbeitungstechnisch kaum von der Außenhaut, alles wurde sauber feuerverzinkt, gefalzt und gebördelt. Der Festplattenkäfig wurde sehr dicht am Frontlüfter angebracht, das optimiert zwar die Kühlung der Festplatten und schafft Platz für ausladende Grafikkarten, macht das eventuelle Auswechseln des Lüfters respektive das Reinigen des Staubfilters aber recht umständlich, denn dafür muß grundsätzlich die Frontverkleidung entfernt werden.
Gut erkennbar sind die Arretierungshebel für die optischen Laufwerke und die herausnehmbaren Festplattenaufnahmen, über die wir während der Komplettierung noch detaillierter berichten werden. Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Komplettierung des Rechners vor größere Probleme stellen. Sehr schön sind auch die jeweiligen Kabellängen, so daß man durchaus in der Lage ist, mit Hilfe der Kabeldurchführungen die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern. Man kann an dieser Stelle also durchaus von so etwas wie Kabelmanagement sprechen.
Wenn der eine oder andere gewisse Parallelen entdeckt, so ist das keine Sinnestäuschung, der Innenaufbau ist nahezu identisch mit dem bekannten Cooler Master RC-690 Gehäuse.

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Die oberen Lüfteraufnahmen sind wie leider alle im Gehäuse befindlichen Lüfteraufnahmen nicht optional zu nutzen, d.h. man kann sie bei Nichtgebrauch nicht schließen, um den Luftstrom zu optimieren. Darüber hinaus bieten die oberen Lüfteraufnahmen nur demjenigen wirklichen Nutzen, der eine Wasserkühlung verwenden möchte, oder der bei einem weitestgehend passiv gekühlten System viele Öffnungen benötigt.
Im linken Bereich entdecken wir die obligatorischen Slotblenden für die Steckkarten, die leider nicht verschraubt wurden, sondern als Klappmechanismus ausgerichtet sind, was keine besonders hohe Befestigungsstabilität erarbeitet.
Der hintere 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, die Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln.




Die Komplettierung:

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Für den Einbau der optischen Laufwerke in den 5,25" Schächten ist die Entfernung der Frontverkleidung unabdingbar, was aber mit etwas Gefühl und einem kurzen Ruck schnell erledigt ist.
Jetzt wird auch deutlich, wie man den Filter des Frontlüfters reinigen kann, in dem man die Blende abschraubt. Eines wird noch deutlicher, keiner der vorinstallierten Gehäuselüfter wurde entkoppelt integriert, hier wurde eindeutig Potential verschenkt. Die Stahlblenden müssen leider herausgebrochen werden, dadurch ist es nicht möglich, den Tower wieder in seinen Werkszustand zu versetzen.
Der Lüfter ist auch ein alter Bekannter, es handelt sich um einen umgelabelten 120mm Lüfter von Cooler Master, der in vielen Gehäusen verbaut wird:

• Lagerung: doppeltes Kugellager
• Gewicht: 145g
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 120x120x25
• Lüfterblätter: 7
• max. Lautheit: ca. 22 dBA
• max. Volumentransport (CFM): 44 (74,8 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: ca. 1200 U/min
• Stromaufnahme: 1,92 Watt
• Anschluß: 3-pin Molex

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Zum Thema Netzteil Positionierung ergeben sich beim Aplus Seenium zwei Optionen:

Der Einbau erfolgt grundsätzlich im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich, wo 4 kleine Entkoppelungshöcker und ein Dämmrahmen vorne am Gehäuse eine gewisse Entkoppelung des Netzteils bewirken.
Nun kann man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Anderseits ist es dank der variablen Bohrungen aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, was wir bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für die Unterstützung.
Allerdings sollte euer Netzteil für diese Position auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren, wir hatten diesbezüglich mit dem Enermax Modu82+ keine Probleme.

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Der Einbau eines optischen Laufwerks ist sehr praktisch und schnell erledigt. Es wird in einen freien Steckplatz geschoben und über die seitlichen Arretierungshebel fixiert. Wem das nicht stabil genug ist, der kann sie aber auch verschrauben, die Schrauben dazu hat man clevererweise gleich daneben angeordnet, so daß sie sofort verfügbar sind und keine große Suchaktion gestartet werden muß. Wir haben natürlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird. Nichts würde mehr stören, als ein Laufwerk im Computermausgrau.
Sämtliche Festplatten finden ihren Platz im fest vernieteten Festplattenkäfig und den entsprechenden Einschüben, die mit kleinen Entkoppelungsgummies versehen wurden. Auch dies kann ohne jegliches Werkzeug bewerkstelligt werden, so daß unsere Komplettierung nicht nur unkompliziert, sondern auch relativ schnell erledigt ist.

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An der Gehäuseseite befindet sich übrigens die Aufnahme für ein Kensingtonschloss, mit dem man die Öffnung des Seitenteils verhindern könnte. Das Ganze verhindert natürlich nicht den Diebstahl des Rechners, zumal Aplus ohnehin kein Schloss mitliefert.
Wer den obligatorischen Schraubenbeutel vermißt, findet einerseits die Mainboard Abstandshalter bereits vormontiert und andererseits sämtliche Schrauben rechts und links im Gehäuse fixiert vor, so gehen natürlich keine Schrauben verloren.
Warum allerdings kein Handbuch mitgeliefert wurde, können wir nur schwerlich nachvollziehen, dieses Manko sollte schnellstens abgestellt werden.
Große Towerkühler wie der Thermalright IFX-14 lassen sich problemlos nutzen, dann aber ohne HR-10 Zusatzkühler, für den reicht das Platzangebot nicht aus. Überlange Grafikkarten mit einer Platinenlänge bis 28cm sind ohne Klimmzüge verbaubar, diesbezüglich sind also keine Stolpersteine zu erwarten.




Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest Ultimate 4.60, Core Temp 0.99.3 und HW Monitor 1.11 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter und der Festplatten wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:




CPU-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->51°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->53,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->50,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->52,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->64°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->66°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->32°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->28°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->30°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->34°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung


Wenn man berücksichtigt, welche Komponenten wir für diesen Test verwendeten, sind die thermischen Resultate größtenteils wirklich ausgezeichnet und das trotz der Unmengen an Belüftungsöffnungen und nicht genutzten Lüfteroptionen. Es zeigt sich aber auch einmal mehr, das weniger meistens mehr ist, darum plädieren wir ganz klar dafür, die ungenutzten Lüfteraufnahmen und Bohrungen verschließbar zu optionieren, damit wirklich nur derjenige davon profitiert, der sie konkret benötigen, wie z.B. der User mit seiner Wasserkühlung.
Was die Geräuschkulisse angeht, existiert durchaus noch Optimierungspotential, aber der Reihe nach:
Die 120mm Lüfter drehen unter 12V Ansteuerung mit 1270 U/min und entwickeln dabei 25,5 dBA, das ist in Ordnung und nicht übermäßig störend. Wer eine Lüftersteuerung einsetzt, kann sie aber problemlos auch mit 7 Volt betreiben, was die Drehzahl auf 905 U/min reduziert und die Geräuschentwicklung auf sehr gute 17,5 dBA. Das tut dem Gehäuse und unseren Ohren sehr gut, denn keiner der Lüfter ist entkoppelt eingebaut, was sich mitunter in minimalem Brummen äußert. Unter 5 Volt laufen die Lüfter leider nicht mehr an, insofern mußten wir diesen Test auch auf den 12Volt respektive 7Volt Bereich beschränken. Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke hielt sich trotz unserer lauten Raptoren zwar noch in erträglichen Grenzen, eine professionelle Entkoppelung der Festplatten wird aber durch die kleinen Entkoppelungsgummies keinesfalls erreicht. Die Raptoren lärmen ohne Entkoppelung mit 31,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung des RC-690 grade mal um 1 bis 1,5 dBA reduziert wird. Professionelle Dämmboxen wie die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.
Die Entkoppelung des Netzteils bewirkte zwar einen subjektiv angenehmeren Sound, messtechnisch konnten wir diesen allerdings nicht nachweisen. Wer von Haus aus ein leises und gut konzipiertes Netzteil einsetzt, wird diesbezüglich ohnehin nicht allzu viel verbessern können.
Insgesamt bietet das Gehäuse auf Grund seiner recht guten Verwindungssteifigkeit eine gute Grundlage, um ein leises System aufzubauen.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Das Aplus Seenium Gehäuse präsentiert sich als äußerst ansprechende Basis für ein leises, kühles und schnelles System, allerdings existieren auch einige Kritikpunkte, auf die wir im Verlauf unseres Reviews detailliert eingegangen sind, wie z.B das fehlende Handbuch.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• ansprechendes Design
• kratzfeste Pulverbeschichtung
• sehr gute Verarbeitung
• sehr passgenaue Seitenteile
• rutschfester Stand
• sehr sinnvoll plaziertes I/O Panel
• sehr gutes Platzangebot
• relativ ausgewogene 120mm Lüfter
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen bis zu 220mm Bautiefe
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (bis maximal 28cm Platinenlänge)
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung ausreichend lang bemessen und vorverlegt
• sehr gute Kühleigenschaften
• sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 60,- €)

Minus:
• Lüfteraufnahmen nicht verschließbar
• fummeliger Ausbau der Frontlüfters
• unpraktische Steckkarten Befestigung
• kein Handbuch im Lieferumfang

Unsere höchste Auszeichnung können wir nicht vergeben, dafür wurden einige Details nicht konsequent genug umgesetzt. Der pekuniäre Gegenwert ist unsere Meinung nach trotzdem nicht diskutierbar, dafür existieren einfach zu viele deutlich teurere Gehäuse, die ebenso deutlich weniger bieten...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Aplus Seenium Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Silber






Weiterführende Links:


AplusCase



Wir bedanken uns bei Maxpoint sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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