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Achtung Windows Vista: bootfähige DVD mit integriertem Service Pack 1 erstellen Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

bootfähige DVD mit integriertem Service Pack 1






Mit dem pünktlichen Release vom 18.März 2008 liefert Microsoft das lange erwarte Servicepack 1 aus, von dem wir zwar sicherlich keine Wunder, aber zumindest einige Verbesserungen und Feinschliff erhoffen dürfen.
Natürlich stellt sich wieder die Frage nach einer Integration in unseren Vista Datenträger, aber eines gleich vorweg: das Thema ist komplex...
Microsoft hat ganz bewußt auf die populären Integrationsschalter verzichtet, weil mit dem kommenden Servicepack 2 diesbezüglich etwas neues kreiert wird, das aktuell noch nicht zur Verfügung steht. Das soll uns aber nicht davon abhalten, es trotzdem zu versuchen und darum könnt ihr in unserem Artikel nachlesen, wie es nicht nur bei dem Versuch bleibt. Eines sei aber gleich voraus geschickt, in 5 Minuten ist das nicht erledigt, also plant einen störungsfreien Nachmittag für die Integration ein, viel Spaß beim Nachvollziehen...




1. Was benötigen wir?


1. Natürlich die original Vista-DVD mit eurem gültigen Key, eine Recovery Version ist dafür ungeeignet.

2. Das Automated Installation Kit (AIK) für Windows Vista SP1 und ein passendes Tool zum Entpacken der ISO Datei, am besten WinRAR oder auch ISO Buster.

3. Das Servicepack 1 in der jeweiligen Standalone Version:

- 32 Bit: Download bei Microsoft

- 64 Bit: Download bei Microsoft

4. eine leere Partition mit mindestens 20 GB freien Speicherplatz, die ihr entweder mit dem systemeigenen Partitonstool von Vista anlegt: Tipp zum Thema, oder sehr viel komfortabler mit einem professionellen Partitions-Programm wie der Acronis Disk Director Suite 10.
Diese separate Partiton ist von elementarer Wichtigkeit, weil wir eine unbeeinflusste Umgebung benötigen, in der keine Boot-und Startdateien integriert sind. Außerdem wollen wir natürlich unsere neue Setup-DVD nicht mit einer Bootumgebung vollstopfen.
Ideal wäre für den weiteren Ablauf eine freie und unbeeinflußte separate Festplatte, damit haben wir in diesem Zusammenhang auch die besten Erfahrungen gemacht, weil so einfach weniger Nebenwirkungen drohen.

5. ein adäquates Brennprogramm, in unserem Fall Nero 8.1.1.0, eine ältere oder neuere Version kann dies natürlich gleichermaßen erledigen.

6. mehrere DVD+R oder DVD-R, bitte keine wiederbeschreibbaren DVDs, das kann zu Problemen führen.






2. Die Vorbereitungen:


- In unserem ersten Schritt kopieren wir den kompletten Inhalt unserer Vista-DVD in einen Ordner auf unserer Vista-Hauptinstallation, ihr könnt gerne einen neuen Ordner dafür anlegen, ein spezieller Name spielt dabei aber keine Rolle, wir nennen ihn schlicht und ergeifend VistaSP1.

- Entpackt nun bitte die vorher heruntergeladene ISO-Image von WAIK mit WinRAR, alternativ dazu könnt ihr natürlich auch mit Nero die ISO als Image auf eine DVD brennen:









- Im nächsten Schritt installieren wir WAIK auf unsere vorhandene Vista Installation, dazu bedarf es keiner weiteren Anweisungen, einfach den Kit in den Standard Vorgaben genauso installieren, wie angeboten:







- Ihr habt unsere separate Partiton bzw- Festplatte nicht vergessen? denn jetzt benötigen wir sie...
Installiert bitte genau dort hinein Vista von eurer vorhandenen DVD und achtet darauf, das ihr keinen Key eintragt und auch den Haken bei "Windows automatisch aktivieren, wenn eine Internetverbindung besteht" entfernt:







Jetzt ist es natürlich wieder wichtig, das ihr auch wirklich eure korrekte Vista-Version auswählt, ansonsten wäre unsere Bastelstunde vertane Zeit:





- Die Restinstallation kann jetzt wie gewohnt weiterlaufen, wenn ihr allerdings dazu aufgefordert werdet, einen Benutznamen einzutippen, drücken wir anstatt dessen die Tastenkombination STRG+SHIFT+F3, womit wir in das Systemvorbereitungsprogramm Sysprep gelangen. Daraufhin erfolgt ein Reboot und wir werden mit folgendem Screen begrüßt:



Dieser Screen hat zunächst keine Relevanz für uns, denn wir starten jetzt unsere SP1 Installation. Dafür rufen wir in unserem Ordner, in den wir das Servicepack 1 heruntergeladen haben, das Servicepack 1 und seine Installation per Doppelklick auf. Die Installation als solche wird einige Zeit in Anspruch nehmen, werdet also bitte nicht ungeduldig:



Das Dialogfenster von Sysprep brauchen wir davor nicht zu schließen.
Ist die Installation abgeschlossen, rufen wir über die Tastenkombination WIN+R das "ausführen" Menü auf und tippen dort vsp1cln.exe ein, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet:



Die Abfrage bestätigen wir mit ja also J und lösen so eine Bereinigung der SP1 Installationsdateien aus, wodurch einiges an Platz gespart wird, denn das SP1 wollen wir ja nicht wieder deinstallieren, was nach dieser Aktion auch nicht mehr möglich wäre.
Jetzt erhält der vorherige Screen doch noch seine Daseinsberechtigung, denn wir setzen jetzt den Haken unter "verallgemeinern":




Zusätzlich zu dem Haken wählen wir die Option "Herunterfahren" aus und unsere spezielle neue Vista Installation sollte dann auch tatsächlich herunterfahren.






3. Die Install.wim erstellen:


Das Ganze hört sich eventuell etwas kryptisch an, bedeutet im Grunde aber nichts anderes, als die Erzeugung eines Images von unserer speziellen Vista Installation samt Servicepack 1 und genau das benötigen wir ja für unsere integrierte SP1 DVD.

- Dazu starten wir zunächst einmal unsere Vista Standardinstallation, nicht die neue von uns eben installierte, sondern die bereits vorher vorhandene. Das ist im Bootmenü gut zuerkennen, die neue Installation steht immer über der Alten, also bitte die untere alte Version auswählen:



Solltet ihr unsere spezielle Vista-Installation auf einer separaten Festplatte durchgeführt haben, so sind beim Starten eures Rechners keine weiteren Aktionen nötigt, startet einfach eure Vista Standard Installation von der gewohnten System-Festplatte.

- Genau jetzt benötigen wir das bereits installierte WAIK und zwar mit Administratorrechten. Dazu klicken wir über Start ->Programme ->Microsoft Windows AIK ->den Eintrag "Windows PE Tools-Eingabeaufforderung" mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem aufklappenden Kontextmenü die Option "als Administrator ausführen" aus. Das ist eminent wichtig, ansonsten scheitert unser Vorhaben an fehlenden Rechten !

- Jetzt kommen wir zum entscheiden Befehl in der WAIK Kommandozeile, um aus unserer speziellen Vista Installation samt Servicepack 1 ein Image zu erstellen:

code:
1:
imagex /compress maximum /flags "Ultimate" /capture k: c:\install.wim "Windows Vista Ultimate"


Wichtig ist natürlich wieder der exakte Pfad, in unserem Fall liegt die separate Installation von Vista auf der Festplatte K, paßt den Pfad capture k: also bitte nach euren Bedürfnissen an und achtet darauf, wohin das Image erstellt wird, in unserem Fall ist es das Laufwerk C. capture "Laufwerksbuchstabe" muß den Laufwerksbuchstaben eurer Vista-Zweitinstallation aufweisen !
Ebenso wichtig ist die korrekte Vista Version,
wir verwenden Vista Ultimate, wenn ihr eine andere Version einsetzt, dann ändert in der Syntax bitte "Windows Vista Ultimate" in HomeBasic, HomePremium oder Business.

Achtet beim Eintippen des Pfades bitte auf die Leerzeichen !

- Für die jetzt erfolgende Erstellung des Image dürft ihr auch auf schnellen Rechnern mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde einkalkulieren. Die nun erzeugte Datei heißt dann install.wim, was sich noch als bedeutend erweisen soll...






4. Die integrierte DVD erstellen:


- wenn ihr es bis hierhin problemlos geschafft habt, sollte auch der Rest kein unüberwindliches Hindernis mehr darstellen, dazu kopieren wir die in Kapitel 3 erstellte install.wim Datei in den Ordner, in dem sich auch die Dateien eurer Vista-DVD befinden. Aber nicht irgendwohin, sondern in den Unterordner "sources" !
Zwangsläufig erfolgt die Abfrage, ob wir die vorhandene install.wim ersetzen möchten, was wir natürlich bejahen, denn genau die wollen wir ja ersetzen.

- jetzt geht es darum, aus dem ganzen Wust eine bootfähige ISO-Datei zu erzeugen

- auch dazu benötigen wir wieder Admin-Rechte und klicken darum über Start ->Programme ->Microsoft Windows AIK ->den Eintrag "Windows PE Tools-Eingabeaufforderung" wieder mit der rechten Maustaste
an und wählen aus dem aufklappenden Kontextmenü die Option "Als Administrator ausführen".

- Im jetzt vorhandenen Kommandozeilenfenster geben wir folgende Syntax ein:

code:
1:
oscdimg /b“%Programfiles%\Windows AIK\Tools\PETools\x86\boot\etfsboot.com“ /h /lLRMCFRE_DE_DVD /u2 /o C:\VistaSP1 C:\Vista_Ultimate_SP1.iso 


Wichtig ist wiederum der exakte Pfad, in unserem Fall liegt der Ordner VistaSP1, in dem sich ja jetzt unsere aktualisierte install.wim befindet, wie erwähnt auf dem Laufwerk C, paßt also bitte beide Pfade C:\VistaSP1 bei Abweichungen nach euren Bedürfnissen an.

- ein spezieller Name für die ISO-Datei ist nicht notwendig, ihr solltet sie nur auch anhand des Namens wiederfinden können, darum haben wir unsere ISO Vista_Ultimate_SP1.iso getauft.

- jetzt können wir die fertige ISO-Datei mit einem Brennprogramm entsprechend auf DVD brennen, achtet dabei bitte auf zivilisierte Brenn-Geschwindigkeiten, damit auch die Qualität stimmt.












5. Die fertige ISO-Datei prüfen :


- wer ganz besonders gründlich sein möchte, der kann und sollte die jetzt fertige ISO noch ob seiner Fehlerfreiheit verifizieren.
Dazu benötigen wir ein so hervorragendes Prüfsummen-Tool wie MD5summer, das ihr über einen Klick auf seine.exe aufrufen könnt.
Durch einen weiteren Klick auf "create Sums" können wir links die Datei auswählen, die geprüft werden soll:








Links unten klicken wir auf "Add", somit wird unsere ISO ins rechte Prüffeld eingefügt und nach einem ok Klick fängt das Tool an, die ISO zu prüfen:





Sollten sich tatsächlich Fehler ergeben, so solltet ihr die ISO unbedingt neu erzeugen und diesmal ohne irgendwelche Programme im Autostart/Hintergrund, wozu auch Firewall und insbesondere Virenscanner gehören, ansonsten könnt ihr davon ausgehen, das eure ISO-datei ihren Dienst wieder nicht antreten wird...






6. Aufräumarbeiten:


- da wir durch unsere Aktionen ziemlich viel nicht mehr weiterzuverwendeten Datenmüll hinterlassen haben und die lizenrechtlich bedenkliche Zweitinstallation wieder entfernen wollen, wird diese entsprechend entsorgt.
Dazu starten wir die Eingabeaufforderung mit Admin-Rechten. Wir geben also über Start ->ausführen ->cmd.exe ein und klicken den ersten erhaltenen Eintrag mit der rechten Maustaste an. Im aufklappenden Kontextmenü wählen wir einmal mehr die Option "als Administrator ausführen" aus.





- in der Eingabeauffoderung geben wir nun bcdedit /delete {default} ein, damit der Eintrag unserer speziellen Vista-Installation aus dem Bootmenü verschwindet.

- wer die Vista-Installation auf einer separaten Festplatte durchgeführt hatte, kann sich über den geringsten Aufwand freuen, denn die Festplatte kann in der Datenträgerverwaltung (Start -> Systemsteuerung -> System und Wartung -> Verwaltung -> Festplattenpartitionen erstellen und formatieren eurer Vista-Hauptinstallation aufgerufen werden, woraufhin ihr über einen Rechtsklick auf den Datenträger diese separate Festplatte formatieren könnt.





7. Troubleshooting:


- laßt euch Zeit, Hektik ist für diese Anleitung der denkbar schlechteste Ratgeber...

- achtet bitte unbedingt auf die korrekten Pfade und Leerzeichen, hier lauern die häufigsten Fehlerquellen !

- aus einer Windows XP Umgebung ist es auch möglich die DVD zu erstellen, dann wäre allerdings eine separate Festplatte der Idealzustand. Sollte nur eine separate Partition möglich sein, müßt ihr die Boot-Umgebung abschließend entsprechend bearbeiten: Windows Vista Installation wieder entfernen

- nutzt unbedingt den MD5 Prüfsummen Checker, damit ihr keine böse Überraschung erlebt, wenn ihr eure fertige DVD ausprobieren wollt.

- verwendet ihr eine OEM/DSP Version von Vista, ist eine spätere Inplace Upgrade Installation, um Vista zu reparieren nicht mehr möglich !

- die Vista Business version mit 5 CDs ist für unser Vorhaben nicht geeignet, dafür müßten die 5 CDs erst einmal in eine DVD umgewandelt werden.

- Habt ihr die Anleitung genau befolgt?

- ist die Original Windows Vista-DVD beschädigt oder verschmutzt?

- war die Brenngeschwindigkeit zu hoch?

- wurden minderwertige Rohlinge verwendet?




wem das Ganze zu kompliziert erscheint, der darf sich gerne an unserer alternativen Slipstream-DVD für Windows Vista versuchen:

Windows Vista: die alternative Slipstream-DVD...






Viel Spaß mit eurem Vista SP1 Slipstream Datenträger




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