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Samsung F1 750GB, Samsung F1 1TB im Dauertest







Einleitung:

Nachdem alle Welt in den höchsten Tönen von der neuen Samsung F1 Festplattengeneration schwärmt und diese Festplatten auch in einem der Redaktions Rechner seit ein paar Wochen wichtige Daten transportieren, war es an der Zeit, dies in einem Dauer-und kleinem Vergleichstest zu fundamentieren. Dazu orderten wir sowohl das F1 Terrabyte Topmodell und die 750Gigabyte Variante. Als Vergleich kam einerseits das Vorgängermodell Spinpoint T166 HD501LJ mit 500Gigabyte Kapazität und andererseits unsere allseits beliebten Raptoren von Western Digital in der aktuellen Revision zum Einsatz. Der Vergleich mit den Raptoren hinkt zwar etwas, zumal diese reinrassigen Serverfestplatten in Homerechnern kaum anzutreffen sind, aber die Samsung F1-R Servermodelle sind noch nicht erhältlich und interessant ist der Vergleich allemal.
In diesem insgesamt 8-wöchigen Test wurden nicht nur die jeweiligen Transferraten und Temperaturen verifiziert, sondern dank entsprechender Messgeräte konnten wir auch eine konkrete Aussage über die Lautstärke und Geräusch-Charakteristik treffen, so daß alle relevanten Bereiche abgedeckt sein sollten, viel Vergnügen beim Lesen...




Die technischen Daten im Vergleich (Herstellerangaben):

Spinpoint F1 HD753LJ Spinpoint F1 HD103UJ Spinpoint T166 HD501LJ WD1500ADFD
Kapazität (unformatiert)
750 GB 1000 GB 500 GB 150 GB
Schnittstelle
SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-300) SATA II (SATA-300) SATA I (SATA-150)
Buffer
32 MB Cache 32 MB Cache 16 MB Cache 16 MB Cache
Umdrehungsgeschwindigkeit
7200 U/min. 7200 U/min. 7200 U/min. 10.000 U/min.
Zugriffszeit
8,9ms 8,9ms 8,9ms 4,6ms
Command Queuing
NCQ NCQ NCQ NCQ
Anzahl der Platter
3 3 3 2
Anzahl der Köpfe
6 6 6 4
48-Bit Adressierung
ja ja ja ja
Lagerung
Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager Flüssigkeitslager
Acoustic Management
vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert vorhanden/deaktiviert
Stromverbauch Standby
ca. 1 Watt ca. 1,2 Watt ca. 1,1 Watt ca. 2,6 Watt
Stromverbrauch maximal
ca. 14 Watt ca. 15 Watt ca. 10 Watt ca. 11 Watt
Temperaturbelastungsgrenze
60°C 60°C 60°C 65°C
Gewicht
ca. 650 Gramm ca. 650 Gramm ca. 640 Gramm ca. 820 Gramm
Formfaktor
3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll
MTBF bei 25°C
ca. 600.000 Stunden ca. 600.000 Stunden ca. 600.000 Stunden ca. 1,2 Mio Stunden
Garantiezeit
3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 5 Jahre
Preis
ca. 105 € (Bulk) ca. 200 € (Bulk) ca. 75 € (Bulk) ca. 150 € (Bulk)
Preis pro Gigabyte
0,14 € 0,21 € 0,16 € 1,07 €

Der Preis pro GigaByte läßt sich sehr leicht ausrechnen, in dem wir den Preis durch die Speicherkapazität teilen. Die Festplattenhersteller rechnen die Speicherkapazität nach dem dezimalen Zahlensystem aus, obwohl der Computer ja im Binärsystem arbeitet. Darum müssen wir die vom Hersteller angegebene Speicherkapaziät durch den Faktor 1,074 teilen, um die wahre Speichergrößer auszurechnen und dann den Preis pro GigaByte entsprechend ausrechnen.

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit einer Festplatte. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Festplatten im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Festplatte beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen, Einsatzdauer, Ein-Ausschaltvorgänge, Vibrationen usw.
Der Wert errechnet sich aus der akkumulierten Laufzeit einer gewählten Anzahl von Testmustern unter Laborbedingungen, geteilt durch die Anzahl der aufgetretenen Fehler. Wenn ein Hersteller z.B. 1000 Exemplare einer Festplatte ein Jahr lang unter Laborbedingungen laufen läßt, kristallisieren sich bestimmte Aussagen heraus. Die akkumulierte Betriebsdauer beträgt demnach 1000 x 24 x 365 Stunden (8.760.000 Stunden). Fallen in dieser Zeit acht Platten aus, kommt der Hersteller auf eine MTBF von stolzen 1.095.000 Stunden.




Das Testsystem:

CPU
Intel Core 2 E6850
Mainboard
Asus P5E WS Pro
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Grafikkarte
Sapphire HD3870 X2
Monitor
Eizo S2100
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-G70
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3 und Vista Ultimate 64bit im Dualboot
Zubehör
2x Aerocool Turbine@5V Zalman ZM-MFC1 Plus Lüftersteuerung




Verarbeitung und erste Eindrücke:

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Alle unsere ferromagnetischen Speichermedien leisten sich zumindest optisch keinerlei Schwächen. Die Alu-Gehäuse wurden sauber verarbeitet und die Edelstahl-Deckel akkurat mit dem Gusskörper verbunden. Die Belüftungslöcher sind klar definiert und sollten grundsätzlich nicht verschlossen werden.
Zur Erinnerung:
eine Festplatte ist zwar grundsätzlich staubdicht gefertigt, aber nicht luftdicht verschlossen und das hat einen nicht zu unterschätzenden Grund. Die kleinen Öffnungen gleichen Druckunterschiede aus, die bei Temperaturänderungen oder anders verursachten Luftdruckschwankungen entstehen. Diese Öffnung darf darum nicht verschlossen werden, insbesondere wegen der Wärmeausdehnung der im Plattengehäuse vorhandenen Luft. Da der Luftdruck im Gehäuse mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel abnimmt, zum Betrieb aber ein Mindestdruck erforderlich ist, dürfen Festplatten nur bis zu einer bestimmten, maximalen Höhe betrieben werden. Diese ist in der Regel im entsprechenden Datenblatt vermerkt. Bei aktuellen Laufwerken wurde der Filter durch eine elastische Membran ersetzt, die das System durch Aufwölben in die eine oder andere Richtung an wechselnde Druckverhältnisse anpassen kann, was natürlich einen deutlichen Fortschritt darstellt.

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Die Anschlußleisten und Platinen sind klar definiert und gut integriert worden, wobei die Raptor als einzige Festplatte eine "entweder-oder" Option besitzt, d.h. der Strom kann entweder über den üblichen SATA Stromport zugeführt werden, oder über den alten 4-pin Stromanschluß. Wobei anzumerken ist, das keinesfalls beide gleichzeitig angeschlossen werden dürfen !
Insgesamt gesehen, kann sich die Raptor bezüglich der Verarbeitung und des Materialeinsatzes schon etwas von ihren Samsung Konkurrenten absetzen, was sich auch im deutlich höheren Gewicht entsprechend darstellt.




Die unterschiedlichen F1 Techniken:

Keine Sorge, wir wollen euch jetzt nicht endlos mit Technik Details langweilen, aber ein paar Erläuterungen zur F1 Serie sollten es schon sein.
Samsungs SATA-Festplatten-Familie SpinPoint F1 unterteilt sich grundsätzlich in drei Gruppen, in denen jeweils eine 1-Terabyte-Platte die führende Position einnimmt.
Im Gegensatz zur Konkurrenz produziert Samsung seine erste 1-TByte-Festplatte mit drei statt vier oder viereinhalb Magnetscheiben, indem der Hersteller die Perpendicular Recording Technik weiter verfeinert hat und jetzt bis zu 334 GByte auf eine Scheibe passen. Die 3-Plattentechnik soll für eine niedrigere Stromaufnahme, höhere Transferraten und geringere Ausfallraten sorgen.
Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag, aber die F1 Serie von Samsung umfaßt tatsächlich 21 Modelle, weitere werden wohl noch folgen. Die F1-Festplatten für unsere Desktop-PCs beginnen bei der HD161GJ (160 GByte) und reichen bis zur HD103UJ (1.000 GByte) hinauf. Die 11 Modelle besitzen entweder 8, 16 oder 32 MByte Cache, arbeiten mit NCQ und Lautstärke senkenden Techniken wie SilentSeek und automatischem Akustikmanagement (AAM). Anzumerken ist allerdings, das einige Varianten, insbesondere die kleineren Modelle teilweise noch nicht erhätlich sind.
Der Server Bereich wird bezüglich der F1 keineswegs außer acht gelassen, hier stellt Samsung fünf F1-Platten von 250 GByte (HE252HJ) bis 1.000 GByte (HE103UJ) zur Verfügung. Die drei kleineren verfügen über 16 MByte die zwei großen F1 über 32 MByte Cache. Alle Serverplatten sollen eine typische Server MTBF-Zeit von 1,2 Millionen Stunden im laufenden Betrieb besitzen und damit zumindest theoretisch doppelt so lange durchhalten wie typische Desktop-Festplatten, außerdem hat Samsung sie für Multifestplattensysteme (RAID) optimiert. Eine ganz spezielle Raid-Variante wird es auch geben, die SpinPoint F1R Raid Edition. Diese Festplatte (bisher nur als 1Terrabyte Modell vorgesehen) unterstützt den Serverbetrieb mit Features wie Vibrationskontrolle und "Command Completion Time Limit" (CCTL). Dank dieser Technologie ist esmöglich, defekte Laufwerks-Sektoren schneller zu erkennen, was dem Raid-Array hilft, überflüssige Wartezeiten zu vermeiden. Selbstverständlich profitieren davon in erster Linie Server-Umgebungen, wo schnelle Datentransfers und hohe Ausfallsicherheit erste Priorität besitzen.
In der letzten Kategorie sollen Samsungs fünf F1 CE-Platten in Videosystemen wie zum Beispiel HD-Recordern zum Einsatz kommen. Sie wurden speziell für den leisen, Strom sparenden Betrieb und den unterbrechungsfreien Datenstrom für die AV-Aufnahme und -Wiedergabe konzipiert. Die Kleinste F1 CE speichert 250 GByte (HA251HJ), die Größte 1.000 GByte (HA101UJ). Alle drei günstigeren Modelle arbeiten mit 8 MByte, die zwei teureren wiederum mit 32 MByte Cache.
Wie bereits erwähnt, nicht alle Modelle sind derzeit erhältlich, werden aber nach und nach spätestens aber ab dem zweiten Quartal 2008 verfügbar sein.

Noch ein paar Anmerkungen zum Acoustic Management,
dieses ist bei allen unseren Testfestplatten ab Werk deaktiviert. Bei Samsung ist es mittels HUTIL aktivier und konfigurierbar. Bei Western Digital stellt sich diese Option schon etwas schwieriger dar, weil es über kostenlose externe Tools so gut wie nicht möglich ist. Wer aber ein Mainboard mit aktuellem Intel Chipsatz besitzt, kann allerdings über den Intel Application Accelerator Treiber das Acoustic Management jeder Platte einstellen, auch der Western Digital. Wobei sich speziell bei der Raptor die Frage nach dem Sinn stellt, denn AAM verschlechtert die Zugriffszeiten, was bei einer Serverfestplatte nun wirklich sehr kontraproduktiv wäre.
Zu guter Letzt auch noch ein paar Erläuterungen zum Thema NCQ:
Tagged Command Queuing ist von SCSI-Platten her schon seit einiger Zeit bestens bekannt. Hier werden mehrere Kommandos an eine Festplatte abzuschickt, die diese dann in beliebiger Reihenfolge abarbeiten kann. Durch das Umsortieren von Kommandos kann die Platte den Durchsatz optimieren, da sie selbst weiß, zu welchen Daten der Weg der Köpfe wann am kürzesten ist. Damit der Host weiß, welches Kommando die Platte gerade abgearbeitet hat, bekommt jeder Befehl ein Kennzeichen (englisch "tag"), daher die Bezeichnung Tagged Command Queuing (TCQ).
Native Command Queuing ist eine neuere Variante, die nur in Laufwerken mit nativer Serial-ATA-Unterstützung implementiert werden kann. SATA-Festplatten können damit bis zu 32 anstehende Kommandos nacheinander annehmen und sie in sinnvoller Reihenfolge anordnen, bevor Daten gelesen oder geschrieben werden. Der Grund: Da sich die Latenzzeiten bei der mechanischen Umpositionierung der Schreib-/Leseköpfe minimieren lassen, steigt die Geschwindigkeit, mit der die Workloads abgearbeitet werden können. Betriebssysteme wie Microsoft Windows und Linux nutzen zunehmend die Vorteile von Multi-Threaded-Software oder der prozessorbasierten Hyper-Threading-Technologie. Diese Funktionen führen zu Workload-Situationen, bei denen dem Laufwerk nun gleichzeitig mehrere Befehle vorliegen. Durch die Nutzung von NCQ kann die Performance des Laufwerks bei solchen Arbeitslasten deutlich steigen.
Was hat das alles nun für den User für Vorteile?
Wenn Native Command Queuing fähige Controller wie z.B. ICH und entsprechende S-ATA II Festplatten eingesetzt werden können, soll sich die Bootdauer des Rechners, die Transferleistungen und auch die Ladezeiten der Spiele minimieren, die technischen Gründe dafür haben wir gerade erläutert.




Die Tests:

Die Temperaturen der Festplatten wurden mit entsprechenden Sensoren sowohl an der Ober-und Unterseite der Festplatten gemessen. Einen Parallelcheck der Temperaturen haben wir mittels der Software Sensorik von HDTune 2.54 und Everest Ultimate 4.20.1307 durchgeführt. Die Raumtemperatur betrug während aller Tests exakt 20°C.
Die Lautheit konnten wir dank eines ACR-264-plus Messgerät sehr genau verifizieren, das 15cm von der eingebauten Festplatte aufgestellt war. Jede Festplatte wurde exakt an der selben Stelle im Tower verschraubt, so daß diesbezüglich keine störenden Abweichungen zu registrieren waren.
Jede Festplatte wurde formatiert, partitioniert und mit exakt 100 Gigabyte an Daten gefüttert, anschließend mit O&O Defrag V10 defragmentiert und getestet. Für den Belastungs-Test liesen wir dann PC-Mark 2005 eine Stunde im Loop laufen.
Die Zugriffszeiten bestimmten wir mittels h2benchw 3.6 und HDTune 2.54.



Temperaturen und Lautheit
Temps-Idle
Temps-Last
Lautheit-idle
Lautheit-Last
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 29°C 36°C 23,5 dBA 26,5 dBA
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 30,5°C 37,5°C 24,5 dBA 27,5 dBA
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB 31°C 37°C 25 dBA 28,5 dBA
Western Digital WD1500ADFD Raptor 32°C 39,5 °C 31,5 dBA 38,5 dBA

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Die F1 Festplatten und auch die etwas ältere Spinpoint T166 liegen geräuschtechnisch etwa auch einem Level, wobei sich das typische Samsung Dröhnen bei der F1 750GB etwas deutlicher äußert. Die Samsung Spinpoint T166 HD501LJ verfügt über einen Spindelmotor von Nidec, die sich im Gegensatz zu JVC Motoren, auf der Ebene der Vibrationsminimierung einen guten Ruf erarbeitet haben:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
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Die Motorenhersteller der anderen Festplatten waren nicht zu verifizieren.
Passend zu dem Thema haben wir auch noch unseren subjektiven Höreindruck bezüglich der Vibrationen/Dröhnen der Festplatten skiziert:

subjektiver Höreindruck -Vibrationen-
Höreindruck
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB kaum Vibrationen, sehr ausgewogen
Western Digital WD1500ADFD Raptor deutliche Vibrationen, sollte entkoppelt und gedämmt werden

subjektiver Höreindruck -Zugriffsgeräusch-
Höreindruck
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB minimal, nicht störend
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB minimal, nicht störend
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB minimal, nicht störend
Western Digital WD1500ADFD Raptor deutliche Zugriffsgeräusche, sollte entkoppelt und gedämmt werden

Bezüglich der Zugriffsgeräusche verhalten sich beide F1 Festplatten vorbildlich, da kann eine laut knarzende Raptor nicht mal ansatzweise mithalten.
Die Vibrationen/Dröhnen können in einem massiven PC-Tower aus Stahl beinahe gänzlich absorbiert werden. In dünnwandigen Alu-Towern sollte man in jedem Fall über eine Entkoppelung inclusive Dämmung nachdenke, eine entsprechende Empfehlung können wir diesbezüglich auch gleich ausprechen, wo ihr auch die Details zu den Entkoppelungen entnehmen könnt:

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, das aktiviertes Acoustic Management (AAM) die dBA-Werte im Schnitt um etwa 3 dBA senkt. Wobei dies dann die Zugriffszeiten widerum geringfügig erhöht. Die Zugriffsgeräusche und Vibrationen bleiben vom AAM aber unbenommen, diese Problematik ist damit nicht zu minimieren.



Die Ø Zugriffszeiten ohne AAM
Ø Zugriff in Millisekunden
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 13,4 ms
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 13,2 ms
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB 13,9 ms
Western Digital WD1500ADFD Raptor 7,9 ms

Beide F1 Modelle können sich marginal von der T166 absetzen, gegen die Raptor hat aber keine der Samsung Protagonisten eine Chance.



minimale/maximale Lese Transferraten in MB/sec.
minimale Lese-Transferraten
maximale Lese-Transferraten
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 59,7 MB/sec. 98,6 MB/sec.
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 61,8 MB/sec. 102,8 MB/sec.
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB 41,9 MB/sec. 73,1 MB/sec.
Western Digital WD1500ADFD Raptor 81,7 MB/sec. 118,9 MB/sec.



minimale/maximale Schreib Transferraten in MB/sec.
minimale Schreib-Transferraten
maximale Schreib-Transferraten
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 58,8 MB/sec. 97,1 MB/sec.
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 60,6 MB/sec. 101,7 MB/sec.
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB 39,9 MB/sec. 86,3 MB/sec.
Western Digital WD1500ADFD Raptor 79,2 MB/sec. 116,1 MB/sec.



Die Transferleistungen der neuen F1 Serie hat schon beinahe Server Niveau, da fällt die "alte" Samsung T166 doch deutlich ab. Die Raptor läuft an dieser Stelle durchaus nicht außerhalb der Konkurrenz mit, die beiden F1 setzen ihr schon beträchtlich zu, das steht wohl außer Frage.



Schauen wir uns in der letzten Test-Kategorie noch die min./max. CPU-Belastung an, die einen guten Überblick darüber gewährt, wie gut oder schlecht der eingebaute Festplattencontroller mit unserem System harmoniert:

CPU-Last in %
minimale CPU-Last in %
maximale CPU-Last in %
Spinpoint F1 HD753LJ 750GB 1,7 % 2,4 %
Spinpoint F1 HD103UJ 1TB 1,8 % 2,6 %
Spinpoint T166 HD501LJ 500GB 3,2 % 4,1 %
Western Digital WD1500ADFD Raptor 2,1 % 3,3 %

Alle Festplatten wurden makellos in unser Intel ICH9R-System (aktuelle Chipsatztreiber) integriert und die Festplattencontroller leisten sich in dieser Hinsicht ebenfalls keine gröberen Schnitzer, die Werte sind allesamt im dunkelgrünen Bereich.

Grundsätzlich können wir nach 8 Wochen attestieren, das keine der Festplatten irgendwelche Ausfallerscheinungen lieferte, geschweige denn defekte Sektoren oder ähnliches Ungemach...

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen und auf Grund von unterschiedlichen Systemen und Herstellungstoleranzen variieren können...!




Tipps, Tricks und weiterführende Artikel:

Wir wollen euch natürlich nicht aus diesem Test entlassen, ohne noch auf ein paar Feinheiten und weiterführende Artikel hinzuweisen, die beim Umgang mit diesen Datenträgern von Bedeutung sind.

1. Anschluß an einem älteren SATA-I Controller: wer über ein Mainboard mit älterem SATA-I Controller verfügt, kann sich diese Festplatten trotzdem kaufen, die SATA-II Technik ist grundsätzlich abwärtskompatibel.
Sollten sich trotzdem Probleme einstellen, könnt ihr über entsprechende Jumper die Schnittstelle auf SATA-I fixieren, was die Samsung Skizze sehr schön illustrieren sollte:



Leider hat dieser Screenshot nicht viel mit der Realität zu tun, denn die aktuellen F1 Festplatten haben keine vier Jumperreihen. Ein Workaround zu dem Thema findet sich in diesem Samsung-Link.

2. Bios und Chipsatztreiber: aktuelle Mainboard-oder Chipsatztreiber sind genauso wie ein aktuelles Bios für die korrekte Erkennung aktueller Hardware von eminenter Wichtigkeit. Die Erklärung dafür ist relativ simpel:
Das Bios (das Betriebssystem des Mainboards) liefert seine Hardware-Informationen ans Mainboard und genau hier können die ersten Fehlinformationen lauern, darum ist es bei Erkennungs-Problemen so wichtig, nach Möglichkeit das neueste Bios zu verwenden. Funktioniert dieser Informationstransfer reibungslos, muß nun das Desktop Betriebssystem diese gelieferten Informationen über die hoffentlich aktuellen Chipsatztreiber verwerten, um so dann deren Gesamt-Funktionalität sicherzustellen.
Problematisch sind scheinbar ältere Sockel 754/939 Chipsätze, die ihre liebe Mühe damit haben, insbesondere die 1TB Platte zu erkennen. Ob das durch ein Firmware-Update oder eine Revisionsaktualisierung seitens Samsung beseitigt wird, bleibt zumindest fraglich. Nach dem bisherigen Kenntnisstand sind Bios Updates wenig hilfreich, was sicherlich auch darin begründet ist, das ältere Chipsätze in dieser Hinsicht kaum noch gepflegt werden.

3. Diagnosetools, Freischaltung der Transfermodi und Datenrettung zu diesem Thema empfehlen wir euch unseren separaten Artikel, in dem wir auf diese Themen eingehen und sehr viele weiterführende Artikel und Links zur Verfügung stellen.
Samsung wird in Kürze das Tool Hutil in der Revision 2.11 veröffentlichen, damit auch die oft beschriebenen ECC-Fehler bei den 1TB Platten relativiert werden, die auf falschen Auslese Algorithmen basieren.

4. Defragmentierung: Selbstverständlich können wir auch zu diesem Thema eine klare Empfehlung aussprechen: O&O Defrag 10 Professional Edition in der Praxis-Optimierung. In dem Artikel erläutern wir auch dezidiert, worum es bei dem Thema überhaupt geht und worauf zu achten ist.

5. Image-Programme: Nach dem Verkauf von Powerquest fiel es uns eine Zeitlang etwas schwer, etwas geeignetes zu empfehlen, das hat sich mittlerweile deutlich konsolidiert: Acronis True Image 11 Home in der Praxis

6. Partionierungs-Programme: Es existieren zwar einige recht gute kostenlose Tools, aber eine allumfassende Komfort-Lösung, die nachweislich funktioniert, liefert widerum Acronis. Unser Artikel zur Acronis Disk Director Suite ist derzeit in Arbeit...

7. Daten sicher löschen: Wer seine Festplatte verkaufen möchte, der kommt nicht umhin, sich über die sichere Löschung seiner sensiblen Daten Gedanken zu machen, sonst findet er seine Bilder demnächst im Internet wieder...
Unsere Empfehlung lautet: O&O SafeErase V2.0. Diese Softwaare ist zwar inzwischen in der Version 3.0 erhältlich, an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich als solches aber wenig geändert, so daß sich unser Artikel zum besseren Verständnis sehr gut eignet.

8. S.M.A.R.T.-Werte: wer sich zu diesem Thema noch grundsätzlich informieren möchte, kann dies in dem durchaus gelungenen Artikel von Wikipedia gerne tun. Uns erscheinen diese S.M.A.R.T. Angaben zu rudimentär und zu pauschal, als das sich daraus wirklich etwas konkretes ableiten ließe...




Fazit:

Die F1 Garde von Samsung kann in allen relevanten Kategorien nahezu volle Punktzahlen abgreifen, wenn man mal von den typischen Samsung Vibrationen absieht, die sich aber dramatischer anhören, als sie tatsächlich sind. Beide Probanten eigenen sich gleichermaßen als schnelle Systemfestplatte, wie auch als externer Datenspeicher für schnelle Backups oder Images. Darum kommen wir nicht umhin, diesen Festplatten uneingeschränktes Allround-Talent zu bescheinigen.
Zur besseren Übersicht abschließend noch einmal unsere Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• sehr hochwertige und massive Verarbeitung
• erstklassige Transferleistungen (Schreib-und Leseleistungen)
• geringe CPU-Last
• gute Zugriffszeiten
• minimale Zugriffsgeräusche, leiser Motor
• sehr gute thermische Eigenschaften
• exzellentes Preis-Leistungsverhältnis (105 € bzw 200 €)
• exzellenter Preis pro Gigabyte (0,14 € bzw 0,21 €)

Minus:
• Vibrationen.

Wer ein massives PC-Gehäuse besitzt, dürfte über die Vibrationen der F1 Festplatten wahrscheinlich nur gelangweilt lächeln. Für die geräusch-empfindlicheren Anwender mit dünnwandigen Alu-Towern empfiehlt sich eine adäquate Entkoppelung samt Dämmung, damit wäre auch dieses Manko eliminiert.
Auf drei immer wieder gefragte Aspekte möchten wir an dieser Stelle noch deutlich hinweisen: wer sein Betriebssystem so "konfiguriert" hat, das 20 oder 30 Applikationen im Autostart und Hintergrund die Ressourcen des Systems abgreifen, wird dies auch nicht durch schnelle SATA-Festplatten kompensieren können.
Der Systemstart oder der Zugriff auf Programme und Applikationen ist in erster Linie von der Zugriffszeit einer Festplatte abhängig, in dieser Hinsicht sind Datentransferleistungen eher sekundär zu betrachten.
Das Laden von Spielen wird nur marginal beeinflußt, hier spielt die Schnelligkeit und Quantität eures Arbeitsspeichers im Zusammenwirken mit Grafikkarte und Prozessor die erste Geige. Wer aber sein System ressourcenschonend eingestellt und dank aufeinander abgestimmter Hardware keinen künstlichen Flaschenhals erzeugt hat, der profitiert auch von solchen Datenträgern, die dann sozusagen das I-Tüpfelchen in eurer Performance-Kette darstellen...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Die Samsung F1 Festplatten (750GB und 1TB) erhalten den PC-Experience Award in Gold








Weiterführende Links:

Samsung



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